Danke
Die Recherche ist mit Sicherheit schnell geschehen
...
Faktencheck fehlt hier schlichtweg, was ich sehr bedauerlich finde.
Meine Beobachtungen bei sämtlicher Nukleartechnik:
Von einer ersten Idee bis zu einem technischen Konzept, von einem technischen Konzept bis zu ersten Versuchsanlagen, von ersten Versuchsanlagen bis zu einem komplett Modellsystem und von kompletten Modellsystemen bis zu etwas mit Praxisnutzen dauert es jeweils mindestens ein volles Jahrzehnt. Wenn nicht der absolute Best-Case eintritt, kann jeder dieser Schritte auch mal auf zwei Jahrzehnte anwachsen und manchmal kann schon ein Bauprojekt selbst so viel Zeit beanspruchen.
Wann immer einem also irgend eine Idee begegnet, von der man, trotz grundsätzlicher Vertrautheit mit der Materie, noch nicht einmal annähernd gehört hat und die binnen fünf Jahren im kommerziellen Einsatz sein soll, kann man somit von purem Scam ausgeben. (5th gen,...)
Wann immer eine schon länge bekannte, aber längst wieder aufgegebene Idee alle Probleme mit der Energiesicherheit lösen, den Klimawandel stoppen oder etwas zu anderen Zielen mit einem Zeithorizont von 2-3 Jahrzehnten beitragen soll, kann man von gnadenloser Schönfärberei mit dem Ziel maximaler Subventionsabschöpfung ausgehen. (basaler MSR, GCC,...)
Einzig Vorschläge, die binnen 10-20 Jahren etwas in großem Maßstab realisieren wollen, was schon mehrfach in Forschung oder Militär erfolgreich umgesetzt wurde, sind häufiger legitim. Da sollte man dann aber noch mal ganz genau auf Motivation und Kosten-/Nutzenrechnung schauen. (MSR,...)
(Die Auflistung mag vorurteilsbehaftet klingen, hat sich aber in den letzten Jahrzehnten bei jeder einzelnen geprüften Meldung bewährt und entsprechend viel Zeit bei übergangenen gespart. Und kein einziges Mal kam irgendeine davon später mit einem "damn, verpasst" zurück.)
Ich glaube du hast mich nicht verstanden, nach meinem Kenntnisstand geht es bei dem Netzausbau um selbst erzeugten Strom aus Norddeutschland und dem geplanten Windpark in der Ostsee.

du meintest hingegen etwas von Dänemark und Co, das wäre mir in dem Zusammenhang aber neu.
Aber egal, das mit den Stromtrassen in den Süden an sich stimmt schon.
MfG
In die Öffentlichkeit getragen wird das Thema mittlerweile quasi nur noch von Populisten und die agieren quasi alle nationalistisch, also wird nur der gute deutsche Strom betrachtet. Aber natürlich ist es so, dass bei gutem Ertrag in deutscher Nord- oder Ostsee auch Dänemark ein massives Überangebot hat und das billig verkaufen möchte, sofern irgendwie möglich. Nachdem sie jahrelang der deutschen Untätigkeit und Versprechensbrecherei zugeguckt haben, können sie das zwar zunehmend besser über Kabel nach UK und in die Niederlande und z.T. indirekt auch über die skandinavisch-osteuropäischen Verbindungen, aber deutsche Leitungen in den Alpen- und Mittelmeerraum wären weiterhin ein Träumchen. Und für unsere Netzstabilität ist natürlich auch jedes Megawattanbindung an die skandinavische Speicherwasserkraft Gold wert. Ökostrom von dort, zu großen Teilen über Dänemark importiert, spielt nämlich, entgegen populistischer Propaganda, eine größere Rolle für unseren Verbrauch, als französische Atomkraftwerke. Aber die Kapazitäten dorthin werden afaik schon am Anschlag genutzt und mehr Kabel durch die Ostsee zu ziehen nützt nichts, wenn man keine Weiterleitungsmöglichkeiten ab Norddeutschland hat.
Längerfristig, wenn die Osteuropa endlich auch mal ausbaut, während aber mächtige Trassen in Ost-West-Richtung. Wasserkraft lässt sich schließlich nur begrenzt ausbauen, weswegen auch in Schweden und Norwegen der in Dänemark bereits sehr hohe Windkraftanteil zunehmen wird und der hat geographisch bedingt nun einmal änliche highs und lows wie Deutschland. Was wir brauchen, ist eine gute Anbindung an Irland und das Baltikum, denn kein Hochdruckgebiet ist so groß, dass in allen drei Gebieten gleichzeitig Flaute oder gleichzeitig Überlast herrscht. Die würden sich somit sehr gut ausgleichen - wenn man mal vom Nationalismus wegkäme.