Der Energiewende Thread

  • Ersteller Ersteller Gast1675120202
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Ach da ging es um Dänemark? Ich dachte immer bei dem Netzausbau geht es vor allen Dingen um den selbst produzierten Strom aus dem Norden inklusive der Windparkanlagen in der Ostsee.
Natürlich geht es um den kostengünstigen Strom aus dem Norden unserer Republik.
Da kostet die kWh zwischen 4 und 8¢.
Die kWh Atomstrom liegt bei 20-50¢.
Daher macht es Sinn den Netzausbau voranzutreiben und nicht wieder in den teuren Atomstrom inklusive seiner Risiken zu investieren.
 
Wo kommt denn der Strom aus Dänemark her?
Denkst du, der wird mittels LKW nach Bayern transportiert?
Ich glaube du hast mich nicht verstanden, nach meinem Kenntnisstand geht es bei dem Netzausbau um selbst erzeugten Strom aus Norddeutschland und dem geplanten Windpark in der Ostsee. ;-) du meintest hingegen etwas von Dänemark und Co, das wäre mir in dem Zusammenhang aber neu.

Aber egal, das mit den Stromtrassen in den Süden an sich stimmt schon.

MfG
 
Zuletzt bearbeitet:
Das "Risiko" bei der Erforschung der Fusionstechnologie ist, wenn es einer hinbekommt. Der hat dann gratis so viel Energie, wie er will.
Nun, zu versuchen, Atomtechnologie zu optimieren, ist dennoch nicht falsch. Kernreaktoren werden schon noch ihre Einsatzzwecke haben.
 
Du musst ja den Strom in den Süden bekommen. Ob der jetzt aus Dänemark, Norwegen oder von Off Shore Anlagen kommt, ist ja erst mal egal. Wir müssen einfach ausbauen, um mehr Strom in den Süden zu bekommen, dort, wo er gebraucht wird.
Oder Industrie nach Norddeutschland verlagern/Bayern deindustrialisieren. Sollte mensch den bayerischen Regierungsmitgliedern öfter mal als Lösung vorschlagen. ;)
 
Danke
Die Recherche ist mit Sicherheit schnell geschehen
...
Faktencheck fehlt hier schlichtweg, was ich sehr bedauerlich finde.

Meine Beobachtungen bei sämtlicher Nukleartechnik:
Von einer ersten Idee bis zu einem technischen Konzept, von einem technischen Konzept bis zu ersten Versuchsanlagen, von ersten Versuchsanlagen bis zu einem komplett Modellsystem und von kompletten Modellsystemen bis zu etwas mit Praxisnutzen dauert es jeweils mindestens ein volles Jahrzehnt. Wenn nicht der absolute Best-Case eintritt, kann jeder dieser Schritte auch mal auf zwei Jahrzehnte anwachsen und manchmal kann schon ein Bauprojekt selbst so viel Zeit beanspruchen.

Wann immer einem also irgend eine Idee begegnet, von der man, trotz grundsätzlicher Vertrautheit mit der Materie, noch nicht einmal annähernd gehört hat und die binnen fünf Jahren im kommerziellen Einsatz sein soll, kann man somit von purem Scam ausgeben. (5th gen,...)
Wann immer eine schon länge bekannte, aber längst wieder aufgegebene Idee alle Probleme mit der Energiesicherheit lösen, den Klimawandel stoppen oder etwas zu anderen Zielen mit einem Zeithorizont von 2-3 Jahrzehnten beitragen soll, kann man von gnadenloser Schönfärberei mit dem Ziel maximaler Subventionsabschöpfung ausgehen. (basaler MSR, GCC,...)
Einzig Vorschläge, die binnen 10-20 Jahren etwas in großem Maßstab realisieren wollen, was schon mehrfach in Forschung oder Militär erfolgreich umgesetzt wurde, sind häufiger legitim. Da sollte man dann aber noch mal ganz genau auf Motivation und Kosten-/Nutzenrechnung schauen. (MSR,...)

(Die Auflistung mag vorurteilsbehaftet klingen, hat sich aber in den letzten Jahrzehnten bei jeder einzelnen geprüften Meldung bewährt und entsprechend viel Zeit bei übergangenen gespart. Und kein einziges Mal kam irgendeine davon später mit einem "damn, verpasst" zurück.)


Ich glaube du hast mich nicht verstanden, nach meinem Kenntnisstand geht es bei dem Netzausbau um selbst erzeugten Strom aus Norddeutschland und dem geplanten Windpark in der Ostsee. ;-) du meintest hingegen etwas von Dänemark und Co, das wäre mir in dem Zusammenhang aber neu.

Aber egal, das mit den Stromtrassen in den Süden an sich stimmt schon.

MfG

In die Öffentlichkeit getragen wird das Thema mittlerweile quasi nur noch von Populisten und die agieren quasi alle nationalistisch, also wird nur der gute deutsche Strom betrachtet. Aber natürlich ist es so, dass bei gutem Ertrag in deutscher Nord- oder Ostsee auch Dänemark ein massives Überangebot hat und das billig verkaufen möchte, sofern irgendwie möglich. Nachdem sie jahrelang der deutschen Untätigkeit und Versprechensbrecherei zugeguckt haben, können sie das zwar zunehmend besser über Kabel nach UK und in die Niederlande und z.T. indirekt auch über die skandinavisch-osteuropäischen Verbindungen, aber deutsche Leitungen in den Alpen- und Mittelmeerraum wären weiterhin ein Träumchen. Und für unsere Netzstabilität ist natürlich auch jedes Megawattanbindung an die skandinavische Speicherwasserkraft Gold wert. Ökostrom von dort, zu großen Teilen über Dänemark importiert, spielt nämlich, entgegen populistischer Propaganda, eine größere Rolle für unseren Verbrauch, als französische Atomkraftwerke. Aber die Kapazitäten dorthin werden afaik schon am Anschlag genutzt und mehr Kabel durch die Ostsee zu ziehen nützt nichts, wenn man keine Weiterleitungsmöglichkeiten ab Norddeutschland hat.

Längerfristig, wenn die Osteuropa endlich auch mal ausbaut, während aber mächtige Trassen in Ost-West-Richtung. Wasserkraft lässt sich schließlich nur begrenzt ausbauen, weswegen auch in Schweden und Norwegen der in Dänemark bereits sehr hohe Windkraftanteil zunehmen wird und der hat geographisch bedingt nun einmal änliche highs und lows wie Deutschland. Was wir brauchen, ist eine gute Anbindung an Irland und das Baltikum, denn kein Hochdruckgebiet ist so groß, dass in allen drei Gebieten gleichzeitig Flaute oder gleichzeitig Überlast herrscht. Die würden sich somit sehr gut ausgleichen - wenn man mal vom Nationalismus wegkäme.
 
Wo ist der Unterschied? Auch heute kauft Deutschland noch Atomstrom der genau das tun was du zu Recht reklamierst und freut sich darüber, dass er preiswerter als unserer regenerativer Strom ist.
Wenn Du meinem Punkt zustimmst, fällt folgende Lösung raus:
selber produzieren und die Regeln dazu selbst in der Hand haben.
... eben weil nach eigenen Regeln mensch, bzw. AKW-Technologie generell, keine 100% Sicherheit hat, schon gar nicht in die Zukunft hinein (neben GAU eben die Lagerungsproblematik. Das GAU-Risiko sinkt übrigens am effektivsten durch den Rückbau von AKWs und nicht durch den Zubau - egal ob im eigenen oder im Nachbarland). Die Lösung ist die Energiewende. Das wurde hier ja auch x-mal breit getreten und es scheint so, dass sich die Diskussion im Kreis dreht, weil Argumente nicht anerkannt werden.
 
Zuletzt bearbeitet:
@ruyven_macaran ... da bin ich ganz deiner Meinung. Die Länder mit Wasserkraft und Geothermie zur internationalen Stromversorgung in fairen Gemeinschaftsprojekten ausbauen, den Strom über faire und gemeinschaftliche Stromtrassen zu den Verbrauchern bringen und das Thema Co2 hätte einen massiven Schub erhalten. Meine Wahrnehmung dazu idt aber, dass man mit Energie Geld verdienen und Macht ausüben möchte und das nicht der Nationalsozialismus die entscheidende Kraft ist.
 
und das nicht der Nationalsozialismus die entscheidende Kraft ist
Das ist auch sehr gut, dass der Nationalsozialismus keine entscheidende Kraft ist. Das wird auch hoffentlich auch immer so bleiben.

den Strom über faire und gemeinschaftliche Stromtrassen zu den Verbrauchern bringen und das Thema Co2 hätte einen massiven Schub erhalten.
Das können sogar von privat gebaute und unterhaltende Trassen sein. Hauptsache die werden mal langsam gebaut und fertiggestellt. Aber da hapert es ja auch bei dem ein oder anderen Lokalpolitiker.
 
Meine Beobachtungen bei sämtlicher Nukleartechnik:
Von einer ersten Idee bis zu einem technischen Konzept, von einem technischen Konzept bis zu ersten Versuchsanlagen, von ersten Versuchsanlagen bis zu einem komplett Modellsystem und von kompletten Modellsystemen bis zu etwas mit Praxisnutzen dauert es jeweils mindestens ein volles Jahrzehnt. Wenn nicht der absolute Best-Case eintritt, kann jeder dieser Schritte auch mal auf zwei Jahrzehnte anwachsen und manchmal kann schon ein Bauprojekt selbst so viel Zeit beanspruchen.

Wann immer einem also irgend eine Idee begegnet, von der man, trotz grundsätzlicher Vertrautheit mit der Materie, noch nicht einmal annähernd gehört hat und die binnen fünf Jahren im kommerziellen Einsatz sein soll, kann man somit von purem Scam ausgeben. (5th gen,...)
Wann immer eine schon länge bekannte, aber längst wieder aufgegebene Idee alle Probleme mit der Energiesicherheit lösen, den Klimawandel stoppen oder etwas zu anderen Zielen mit einem Zeithorizont von 2-3 Jahrzehnten beitragen soll, kann man von gnadenloser Schönfärberei mit dem Ziel maximaler Subventionsabschöpfung ausgehen. (basaler MSR, GCC,...)
Einzig Vorschläge, die binnen 10-20 Jahren etwas in großem Maßstab realisieren wollen, was schon mehrfach in Forschung oder Militär erfolgreich umgesetzt wurde, sind häufiger legitim. Da sollte man dann aber noch mal ganz genau auf Motivation und Kosten-/Nutzenrechnung schauen. (MSR,...)

(Die Auflistung mag vorurteilsbehaftet klingen, hat sich aber in den letzten Jahrzehnten bei jeder einzelnen geprüften Meldung bewährt und entsprechend viel Zeit bei übergangenen gespart. Und kein einziges Mal kam irgendeine davon später mit einem "damn, verpasst" zurück.)




In die Öffentlichkeit getragen wird das Thema mittlerweile quasi nur noch von Populisten und die agieren quasi alle nationalistisch, also wird nur der gute deutsche Strom betrachtet. Aber natürlich ist es so, dass bei gutem Ertrag in deutscher Nord- oder Ostsee auch Dänemark ein massives Überangebot hat und das billig verkaufen möchte, sofern irgendwie möglich. Nachdem sie jahrelang der deutschen Untätigkeit und Versprechensbrecherei zugeguckt haben, können sie das zwar zunehmend besser über Kabel nach UK und in die Niederlande und z.T. indirekt auch über die skandinavisch-osteuropäischen Verbindungen, aber deutsche Leitungen in den Alpen- und Mittelmeerraum wären weiterhin ein Träumchen. Und für unsere Netzstabilität ist natürlich auch jedes Megawattanbindung an die skandinavische Speicherwasserkraft Gold wert. Ökostrom von dort, zu großen Teilen über Dänemark importiert, spielt nämlich, entgegen populistischer Propaganda, eine größere Rolle für unseren Verbrauch, als französische Atomkraftwerke. Aber die Kapazitäten dorthin werden afaik schon am Anschlag genutzt und mehr Kabel durch die Ostsee zu ziehen nützt nichts, wenn man keine Weiterleitungsmöglichkeiten ab Norddeutschland hat.

Längerfristig, wenn die Osteuropa endlich auch mal ausbaut, während aber mächtige Trassen in Ost-West-Richtung. Wasserkraft lässt sich schließlich nur begrenzt ausbauen, weswegen auch in Schweden und Norwegen der in Dänemark bereits sehr hohe Windkraftanteil zunehmen wird und der hat geographisch bedingt nun einmal änliche highs und lows wie Deutschland. Was wir brauchen, ist eine gute Anbindung an Irland und das Baltikum, denn kein Hochdruckgebiet ist so groß, dass in allen drei Gebieten gleichzeitig Flaute oder gleichzeitig Überlast herrscht. Die würden sich somit sehr gut ausgleichen - wenn man mal vom Nationalismus wegkäme.
Wie schon weiter oben geschrieben, kein Widerspruch, für mich war eben nur neu, dass diese Trasse auch der Versorgungssicherheit aus Dänemark kommend dient, denn in der öffentlichen Kommunikation wurde stets nur die eigenproduzierte Energie und dann noch der Ostseewindpark im Zusammenhang genannt, zumindestens in den üblichen Talkshows und Nachrichtenportalen.

MfG
 
Das ist auch sehr gut, dass der Nationalsozialismus keine entscheidende Kraft ist. Das wird auch hoffentlich auch immer so bleiben.


Das können sogar von privat gebaute und unterhaltende Trassen sein. Hauptsache die werden mal langsam gebaut und fertiggestellt.
Von Privat wird das aber nicht fair laufen sondern gewinnorientiert, da Finanzierung über Investoren und die wollen ordentlich Rendite! Das muss schon ein Mehrstaaten-Projekt (EU) sein. Mehr Kapa und mehr Geld = schnellere Fertigstellung und Amortisierung.
 
kauft Deutschland noch Atomstrom der genau das tun was du zu Recht reklamierst und freut sich darüber, dass er preiswerter als unserer regenerativer Strom ist.
Was einfach mal dreist gelogen ist.

Ach da ging es um Dänemark? Ich dachte immer bei dem Netzausbau geht es vor allen Dingen um den selbst produzierten Strom aus dem Norden inklusive der Windparkanlagen in der Ostsee.
Günstige Windkraft aus Dänemark, günstige Pumpspeicher aka Wasserkraft in Norwegen, weil man in Norwegen den noch billigeren Ökostrom aus deutscher und dänischer Produktion direkt verbraucht. Aus diesem Grund baut man NordLink, NordNed und plant NordGer.

Bei mir kommt grad die Frage auf, warum man hier so wenig Wissen über aber so viel Meinung gegen EE im Topic findet?

Ökostrom von dort, zu großen Teilen über Dänemark importiert, spielt nämlich, entgegen populistischer Propaganda, eine größere Rolle für unseren Verbrauch, als französische Atomkraftwerke. Aber die Kapazitäten dorthin werden afaik schon am Anschlag genutzt und mehr Kabel durch die Ostsee zu ziehen nützt nichts, wenn man keine Weiterleitungsmöglichkeiten ab Norddeutschland hat.
Weise und vor allem wahre Worte!
 
Zuletzt bearbeitet:
Von Privat wird das aber nicht fair laufen sondern gewinnorientiert, da Finanzierung über Investoren und die wollen ordentlich Rendite! Das muss schon ein Mehrstaaten-Projekt (EU) sein. Mehr Kapa und mehr Geld = schnellere Fertigstellung und Amortisierung.
Die ganze Welt ist nicht fair. Ich weiß wovon ich rede da ich mich im Bereich Fairer Handel selbstständig mache.
Es muss auch nicht fair sein. Die Versorgung muss zu angemessenen Preisen sichergestellt werden. Wenn es aus den Ruder läuft wird der Staat oder die Staaten eh regulierend eingreifen.
Das ein Unternehmen Gewinne erwirtschaftet ist doch grundsätzlich auch nicht negativ zu sehen.
 
Wie schon weiter oben geschrieben, kein Widerspruch, für mich war eben nur neu, dass diese Trasse auch der Versorgungssicherheit aus Dänemark kommend dient, denn in der öffentlichen Kommunikation wurde stets nur die eigenproduzierte Energie und dann noch der Ostseewindpark im Zusammenhang genannt, zumindestens in den üblichen Talkshows und Nachrichtenportalen.

MfG

Wie von mir geschrieben: Populismus.
Ich gebe zu, die Sache in den letzten Jahren weniger verfolgt zu haben, weil sich ja schlichtweg unter Merkel und Scholz nichts getan hat. Aber Anfang des Jahrtausends konnte man das in gefühlt jeder Quelle nachlesen, die sich mit funktionierenden Energiekonzepten oder einfach technischen Planungen beschäftigt hat. Aber dazu zählen halt keine Talkshows, in denen gibt es nur Selbstdarsteller, und Nachrichtenkanäle mit auch nur rudimentärem Techikverständnis sind ebenfalls rar. Die meisten bringen nur dann etwas zu dem Thema, wenn wider irgend ein Populist seinen Mund aufreißt. Das machen die zwar (mehr als) oft genug, damit quantitativ ständig was läuft, aber qualitativ dann halt nur auf unterster Schublade. Sätze mit "und" (so wie "das dient A und B") werden für die adressierte Klientel in der Regel schon als viel zu lang erachtet. Die Bereitschaft von Leuten, die Merz oder gar Weidel zuhören, sich mit Energiefragen zu beschäftigen ist da schon lange erschöpft; die wollen spätestens nach fünf Wörtern gegen ein linksgrünversifftes System losgiften und nicht mit Fakten gestört werden.

Aber selbst ein Habeck stünde vor dem Problem, dass er einem "und dient Stromimporten" ja noch einen ganzen Absatz anhängen müsste, in dem er erklärt, warum Importmöglichkeiten nicht nur gut, sondern zwingender Bestandteil einer zukunftstauglichen Energiepolitik sind. Abgesehen davon, dass Habeck nachweislich nicht in der Lage ist, irgend einen komplexeren Standpunkt zu erklären (insbesondere wenn er in großem Bogen um seinen Wirtschaftslobbyismus herumreden muss), wäre so eine Erklärung zu technisch für einen Großteil seiner Klientel und allgemein eben viel zu lang für TickTock- oder auch nur Tagesschaubeiträge. (Ausgenomen der erste Slot letzterer, aber den kriegt man nur, wenn Explosionen, Brände oder zumindest Leichen vorkommen.)

Willkommen in einer Medien- und Politiklandschaft in der es nur noch darum geht, mit was der Zuschauer gerne berieselt werden will und nicht mehr darum, was ein mündiger Bürger wissen sollte. Eigentlich müsste man darüber debattieren, wie man einen europaweiten Ausbau koordiniert, was die gegenseitigen Abhängigkeiten politisch bedeuten und was in ihrem Rahmen aus nationalen Alleingängen wird. Norwegens Batterieauto-Boom basiert z.B. auf Wasserkraft-Abfallstrom, den man bislang nicht sinnvoller einsetzen kann. Würde man die Leitungen endlich mal bauen, dürfte der Strompreis dort drastisch steigen - mit welchen Auswirkungen? Umgekehrt könnte z.B. Polen mit Importstrom viel früher aus der Kohle aussteigen und über EU-CO2-Abgaben auch dazu gezwungen werden, hätte dann aber ein erhebliches Außenhandelsdefizit.
Aber statt solcher Themen, die in den 2030er hoffentlich endlich wichtig werden und jetzt eingeplant werden müssen, reden wir über den Abriss von Windkraftanlagen und über die Abschaltung von Atomkraftwerken 5-15 Jahre nach dem ursprünglich ausgehandelten, schon viel zu spät gelegten Termin :ka: .

Bei mir kommt grad die Frage auf, warum man hier so wenig Wissen über aber so viel Meinung gegen EE im Topic findet?

Ich würde sagen, da besteht ein direkter Zusammenhang. War in der Vergangenheit so und ist einfach die beste Erklärung, wenn etwas gutes als schlecht empfunden wird: Der Schlechtfinder hat einfach keine Ahnung und will auch keine haben. Aber er hat eine Meinung und das ist in der postfaktischen Gesellschaft alles, was zählt.
 
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Was einfach mal dreist gelogen ist.
Na dann schaue mal nach was dein idiologischer Kumpel Threshold geschrieben hat, denn darauf beziehe ich mich.
Frage: bezieht Deutschland Atomstrom aus dem Ausland? Fakt ja, und jede Menge. Woher? hauptsächlich aus Frankreich.

... die aktuelle Dunkelflaute pfeift es von den Dächern: man könnte meinen die Ernergiewende ist tatsächlich gescheitert, denn ohne Hilfe aus dem Ausland und das Verstromen von Kohle in Deutschland geht es trotz rückläufiger Industrie nicht.

Deutschland muss mehr Strom denn je importieren und das hat 2024 2.3Mrd € gekostet - so viel wie noch nie!



Ist immer Panikmache. Deutschland kauft natürlich Strom aus dem Ausland, wenn er günstiger ist und solange nicht genug erneuerbaren gebaut sind, wird weiterhin im Ausland gekauft und jeden Sommer müssen wir Frankreich helfen.
Das wird aber eben immer gerne ausgeblendet.
Hier der Bezug zu Frankreich und Atomstrom und "wenn er günstiger ist".

Und hier die Statistik zu den Strom Importen von 2024:

  1. Kernenergie (17.290 GWh)
  2. Wasserkraft (10.402 GWh)
  3. Onshore Windkraft (7295 GWh)

Und hier, weil die Quelle garantiert wieder nicht genehm ist das Chart von SMARD

Energieimport_D_2024.JPG

Ich frage jetzt nochmal: warum kauft Deutschland so viel Atomstrom aus dem EU-Ausland und hat seine eigenen Atomkraftwerke, welche mit die modernsten und sichersten der Welt waren, freiwillig abgeschaltet? Warum lässt das EU-Ausland seine maroden AKWs weiterlaufen bzw. warum darf es das und warum lässt das die Politik in Deutschland das zu? Kann mir das einer bitte logisch erklären?

Und ganz nebenbei: die Meiler aus denen wir 2024 Strom gekauft haben sind in einem fragwürdigen Zustand. Die hätte man wenn zumachen müssen! Warum laufen die weiter?


@Threshold: bezüglich deiner Falschbehauptung solltest du dir den Artikel oben mal durchlesen.
 
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