Der Energiewende Thread

  • Ersteller Ersteller Gast1675120202
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Ich bin bei Altbauten. Die haben Schornsteine und es reicht, einnmal im Jahr den Schonsteinfeger durch zu jagen. Es lohnt immer, zwei Systeme zu haben, z.B. Gas und Strom, oder eben Strom und Holz, einfach für die Sicherheit, wenn man wieder im Wintersturm ein Stromausfall ist.

Nö, das reicht nicht. Ein Schornstein ist Außeneinflüssen ausgesetzt. Wenn der nie durchgeheizt wird, sondern lange Zeit feucht bleibt, kann das Mauerwerk Schaden nehmen und die biogene Verschmutzung kann bei Nichtbenutzung afaik auch sehr schnell sehr große Ausmaße annehmen (oder anders gesagt: Wenn nicht genug Ruß drin ist, sind es ggf. ganz schnell mal ein paar Nester). Natürlich könnte man das Ding jetzt innen aufwendig beschichten und dann Quartalsweise durchkehren, aber dann hat man eben wieder deutlich mehr Kosten als nur "da steht ein Ofen rum". Zumal ich ehrlich gesagt weniger 10% der Bevölkerung zutrauen würde, einen Ofen bei kaltem, mehrere Stockwerke hohem Kamin so anzuheizen, dass danach nicht sämtliche Hausbewohner rauchgasvergiftet daneben liegen. Und die Brennstoffbevorratung bleibt eben ein weiteres Problem.


Naja, mehr Energie sowieso. Aber wohl auch mehr Energie pro bereitgestellter Wärme. Aber ich glaube, ich weiß jetzt, was gemeint war. Bleibt die Frage, ob Wärmepumpen mit einer anderen Maximaldifferenz andere Nachteile haben.

Afaik sind sie deutlich teurer. Aber ich habe eben noch nichts davon gehört, dass eine auf d50 K ausgelegte Pumpe bei d10 K mehr Strom verbraucht als eine auf d25K ausgelegte. (Bei gleicher sonstiger Qualität. Quer über den Markt werden die mit großem Hub sogar effizienter sein, weil es da keinen Billigschrott mehr in der Statistik gibt.)
 
Afaik sind sie deutlich teurer.
Ja, so was dachte ich mir.
Aber ich habe eben noch nichts davon gehört, dass eine auf d50 K ausgelegte Pumpe bei d10 K mehr Strom verbraucht als eine auf d25K ausgelegte. (Bei gleicher sonstiger Qualität. Quer über den Markt werden die mit großem Hub sogar effizienter sein, weil es da keinen Billigschrott mehr in der Statistik gibt.)
Ich wüsste aber auch nicht, warum das so sein sollte.
 
Nö, das reicht nicht. Ein Schornstein ist Außeneinflüssen ausgesetzt. Wenn der nie durchgeheizt wird, sondern lange Zeit feucht bleibt, kann das Mauerwerk Schaden nehmen ..
Ja, Deine Argumentation stimmt, vielleicht war "keine Kosten" von mir etwas euphemistisch. Ich sehe es trotzdem als Teillösung für jene Gruppe auf dem Land mit schlecht gedämmten Einfamlienhaus, die irgendwie über die Runden kommen müssen.

Lösungen müssen angepasst gedacht werden. Für die Mietkaserne in der Stadt in der Regel mit potenziell gut betuchten Besitzern ist die Finanzierung einer Dämmung und neuer Heizungsanlagen weniger das Problem. Aber auch da kann im Einzalfall das System "Kanonenofen" helfen. Außerdem sind die ein Schmuckstück in der Wohnung, schön mit alter gusseiserner Ofenplatte, ist das ein herrlicher Kontrast zu modernen Einrichtungen. Und die Strahlungswärme ist eine extrem angenehme.

Aber in der Stadt, im Winter gut 5°C wärmer als das freie Land und mit viel Wärme durch die Wohnung nebenan ist das Threma Heizen weniger ein Problem. Dazu kommen in Städten Fernwärmesysteme. In der Stadt wird das Problem Kühlen das viel größere und da kaufen sich die Menschen ganz freiwillig Wärmepumpen, also Klimageräte.

Das Hauptproblem sind die ländlichen Einfamilienhäuser. Diesen Menschen wird Panik eingeimpft, sie können sich ihr Haus nicht mehr leisten, etc. Und für die diese Gruppe ist die Kombination einer tendenziell kleinen Wärmepumpe, die vor allem auch im Sommer als Kühlaggregat funktioniert, mit Notöfen für strenge Winter sehr gut. Dazu reichen oft auch mehrere kleine Splittgeräte für einzelne Zimmer.

Und ja, in Schornsteinne zieht man schon lange Edelstahlrohre ein. Das minimiert die von dir beschriebenen Probleme erheblich. Insgesdamt ist das ein Lösungsansatz für ca. die Hälfte der ländlichen Bewohner, also immerhin 25% der Bürger. Und Patz für Brennholz ist immer im Garten oder im Keller. Es geht um Notfälle. Das sollte man eh haben, wenn man wie ich den Winter 1978-79 mit zwei Wochen Stromausfall erlebt hat. Und auch das ist mehr ein Problem ländlicher Gebiete

ich möchte von der absurden Diskussion weg, jeder muss sein Haus exteem gut Dämmen und einer Wärmepumoe mit Fußbodenheizung einbauen. Denn genau das ist für viele Hausbesitzer mittelfristig nciht zu stemmen. Langfristig schon.
 
Zuletzt bearbeitet:
Aber in der Stadt, im Winter gut 5°C wärmer als das freie Land und mit viel Wärme durch die Wohnung nebenan ist das Threma Heizen weniger ein Problem. Dazu kommen in Städten Fernwärmesysteme. In der Stadt wird da sProblem Kühlen das viel größere und da kaufen sich die Menschen ganz freiwillig Wärmepumpen, also Klimageräte.

Das Problem ist, Fernwärme wird noch sehr lange aus fossilien Kraftstoffen bereitgestellt werden müssen.
 
Ja, Adi1, aber es gibt gute Konzepte mit Wärmepumpen hoher effizienz auf im Winter genau für die Fernwärme. Dazu mit großen Wärmespeichern, um die Wärmepumpen zur passiven Netzstabilisierung einsetzen zu können.

Ist immer so leicht, alles madig zu machen. Egel welche Lösung man nimmt, sie hat natürlich auch Schattenseiten. Aber nur weilo diese Lösung bei bestimmten Gruppen keine sinnvolle ist, kann sie für andere Gruppen eine hervorragende Lösung bilden.

Wo sind jetzt eigentlich unsere Superreichen, die ihr Geld in Firmen investierne,m die Wärmepumpen bauen und vor allem weiter entwickeln? Vermutlich ist die Rendite zu gering, man zieht das Geld aus unserem Lande ab und investiert weltweit.
 
Wärmepumpen werden sich so schnell nicht durchsetzen.

Und die Mär von den sinkenden Strompreisen kannst du auch vergessen,
jetzt geht nämlich die Preistreiberei erstmal los.

Die verpennten Investitionen in die Stromnetze,
wird wohl den Kunden ca. 100 Mrd. kosten.

Dass ist toll.
 
Wärmepumpen werden sich so schnell nicht durchsetzen.

Und die Mär von den sinkenden Strompreisen kannst du auch vergessen,
jetzt geht nämlich die Preistreiberei erstmal los.

Die verpennten Investitionen in die Stromnetze,
wird wohl den Kunden ca. 100 Mrd. kosten.

Dass ist toll.
Wärmepumpen haben sich auf breiter Front in jedem Kühlschrank, in jedem Auto und in jedem Klimageräte durchgesetzt. Es ist nur naheliegend, sie ebenfalls zum billigen Heizen einzusetzen.

Ich rede nicht davon, dass Strom billiger wird, denn nichts ist billiger, als Kohle im Tagebau abzubauen und Kohnekraftwerke ohne jede Filterung zu nutzen. Aber diese Art der Stromerzeugung ist vorbei. Gas. und Ölpreiose steigen aber ziemlich stetig, auch wenn es hier und da kleine Einbrüche gibt.

Also noch einmal. Fossile Energieträger werden erheblich teurer, Strom nur moderat. Auf welches System sehtzt man also? Insbesondere vor dem Hintergrundwissen, dass CO2 Steuern kommen werden.
 
Und die Mär von den sinkenden Strompreisen kannst du auch vergessen,
jetzt geht nämlich die Preistreiberei erstmal los.
Natürlich wird der Strompreis nicht sinken, aber fossile Energie wird deutlich teurer werden und wer sich jetzt eine Gas oder Ölheizung einbaut, wird in 10 Jahren eine fette Rechnung bekommen.
Ich werde meine Häuser jedenfalls in einigen Jahren auf Wärmepumpe umstellen und den Strom dafür wird die Sonne liefern.
 
Ja, Deine Argumentation stimmt, vielleicht war "keine Kosten" von mir etwas euphemistisch. Ich sehe es trotzdem als Teillösung für jene Gruppe auf dem Land mit schlecht gedämmten Einfamlienhaus, die irgendwie über die Runden kommen müssen.

Lösungen müssen angepasst gedacht werden. Für die Mietkaserne in der Stadt in der Regel mit potenziell gut betuchten Besitzern ist die Finanzierung einer Dämmung und neuer Heizungsanlagen weniger das Problem. Aber auch da kann im Einzalfall das System "Kanonenofen" helfen. Außerdem sind die ein Schmuckstück in der Wohnung, schön mit alter gusseiserner Ofenplatte, ist das ein herrlicher Kontrast zu modernen Einrichtungen. Und die Strahlungswärme ist eine extrem angenehme.

Aber in der Stadt, im Winter gut 5°C wärmer als das freie Land und mit viel Wärme durch die Wohnung nebenan ist das Threma Heizen weniger ein Problem. Dazu kommen in Städten Fernwärmesysteme. In der Stadt wird das Problem Kühlen das viel größere und da kaufen sich die Menschen ganz freiwillig Wärmepumpen, also Klimageräte.

Das Hauptproblem sind die ländlichen Einfamilienhäuser. Diesen Menschen wird Panik eingeimpft, sie können sich ihr Haus nicht mehr leisten, etc. Und für die diese Gruppe ist die Kombination einer tendenziell kleinen Wärmepumpe, die vor allem auch im Sommer als Kühlaggregat funktioniert, mit Notöfen für strenge Winter sehr gut. Dazu reichen oft auch mehrere kleine Splittgeräte für einzelne Zimmer.

Und ja, in Schornsteinne zieht man schon lange Edelstahlrohre ein. Das minimiert die von dir beschriebenen Probleme erheblich. Insgesdamt ist das ein Lösungsansatz für ca. die Hälfte der ländlichen Bewohner, also immerhin 25% der Bürger. Und Patz für Brennholz ist immer im Garten oder im Keller. Es geht um Notfälle. Das sollte man eh haben, wenn man wie ich den Winter 1978-79 mit zwei Wochen Stromausfall erlebt hat. Und auch das ist mehr ein Problem ländlicher Gebiete

ich möchte von der absurden Diskussion weg, jeder muss sein Haus exteem gut Dämmen und einer Wärmepumoe mit Fußbodenheizung einbauen. Denn genau das ist für viele Hausbesitzer mittelfristig nciht zu stemmen. Langfristig schon.

Dem kann ich nur teilweise zustimmen. Sicherlich sind in der Stadt andere technische Lösungen möglich. Fernwärme macht auf einem Dorf halt keinen Sinn, dafür sind Kanonöfen möglich. Umgekehrt sind Luftwärmepumpen in der Stadt aber ein echtes Nachbarschaftsproblem.

Was dagegen nicht stimmt: Dass dort automatisch mehr Geld zur Verfügung stehen oder die Bausubstanz besser sein würde. Im Gegenteil, die Mehrheit der armen Menschen lebt afaik in Städten. (Einerseits weil man da hinzieht, wenn man auf bessere Jobs hoffen muss. Andererseits weil es keinen besseren Weg in Armut als städtische Mietpreis gibt.) Und ebenso falsch ist, dass demgegenüber die Sorgen von 25% der Bürger das "Hauptproblem" sind. Das ist, ganz im Gegenteil, eben das "Minderheitenproblem". Sollte man nicht vernachlässigen, aber gerade bei der Suche einer Lösung für den Planeten ist das eben nur zweite Priorität.

Und ich muss ganz ehrlich sagen, dass ich es auch nur teilweise nachvollziehen kann: Ein 150 m² Haus auf dem Land ist also schwerer zu beheizen, als eine 50 m² Wohnung in der Stadt, die sich zwei ihrer Wände mit zwei anderen 50 m² Wohnungen teilt? Ja, stimmt. Aber es sollte wohl auf den ersten Blick offensichtlich sein, dass der eigentliche Vorteil hier nicht auf der Seite von "in der Stadt leben", sondern auf der Seite von "sich auf dem Land ausbreiten" liegt. Ein Vorteil, den man sich halt leisten können muss.


Jenseits dieser Feinheiten muss ich allgemein festhalten, dass es unser Hauptproblem ist, die benötigte Energiemenge sauber bereitzustellen. Im Umkehrschluss bringt uns alles voran, was den Energieverbrauch reduziert und saubere Energie, vor allem saubere Energie zum richtigen Zeitpunkt, zur Verfügung stellt. Das wir 30 Jahre nach den ersten wirklich brauchbaren Passivhäusern überhaupt noch Gesetze zu Heizungsanlagen in Neubauten machen, ist da meiner Meinung nach ein Trauerspiel. Das Durchschnittsalter der Bausubstanz in Deutschland liegt bei 50 Jahren, das heißt rund ein Viertel ist jünger. Der Abstand zwischen großen Umbauten sollte <50 Jahre sein, dass heißt die knapp die Hälfte hätte seit den 90ern einmal saniert werden müssten. Gut, in den Innenstädten hat manches einfach kein Grundstück rum und deswegen sehr wenig Möglichkeiten, etwas nachzubessern, aber auch so wären heute 2/3 aller Häuser eine Energiequelle, sobald man PV oder ST aufs Dach packt, statt ein Energieverbraucher zu sein. Stattdessen ist die Wohnfläche pro Individuum immer weiter gewachsen und der zusätzliche Raum wurde mit teuren Energiefresser vollgestellt.
[geschrieben an einem 2 m² Schreibtisch vor zwei Monitoren :ugly: Aber in einem >>100 Jahre alten Haus mit eine, trotz fehlender energetischer Sanierung, unterdurchschnittlichen Energieverbrauch]
 
Mir ist schon klar, dass die ganze Sache ein paar Opfer erfordert.

Die Hauptfrage bleibt, was wird uns das kosten,
wenn wir weiter so ziel-und planlos agieren.

Mir fehlt hier ein Masterplan.
 

Weil die Leute auf dem Land nicht in erster Linie deswegen mehr Energie brauchen, weil sie auf dem Land leben, sondern weil sie sich eine viel stattlichere Behausung (zu) leisten (versuchen). Wer in der Stadt kein Geld hat, kommt halt gar nicht auf die Idee, sich auf 100 oder gar 150 m² breitzumachen. Auf dem Land stellen jetzt einige schockiert fest, dass das Geld kostet. Von Leuten, die in 50 m² auf dem Land leben haben ich dagegen noch nicht gehört, dass sie an den Heizkosten zugrunde gehen.

Zwar sind Städte auch energetisch etwas günstiger (dichtere Bebauung => teils weniger Außenwände, zwischen den Mietskasernen immer weniger Luftaustausch und damit weniger kalte Luft), aber das macht nicht soooo viel aus. In den nicht mehr so neuen Ländern gibt es auch am Rande kleiner Käffer teils die Standard-Plattenbauten, die die meisten Leute mit Ost-Großstädten assoziieren und wer aus meinem Bekanntenkreis in sowas wohnt hat, für den jeweiligen Sanierungsstand, ziemlich genau die gleichen Heizkosten, wie Leute in verlgeichbaren Bauten mitten in Berlin.

Aber der hat halt auch eine genauso kleine Wohnung. Problematisch wird es, wenn jemand mit einem Budget für 60 m² Stadtwohung plus die Heizung für 60 m² Stadtwohnung aufs Land zieht und sieht: Boaey geil, dafür kann ich hier ja ein 180 m² Haus mieten! Dass er dann aber auch das Äquivalent von 200 m² Stadtwohnung an Heizkosten bezahlen muss (deutlich mehr, wenn er noch extra sparen will und ein Haus in schlechten Sanierungszustand nimmt), dass sieht er nicht (ein).
 
Mir fehlt hier ein Masterplan.
Bei dem Thema ist halt einiges an Pioniersarbeit zu leisten, aber eigentlich ist die Richtung, die das nehmen soll, doch recht klar. Fossile Verbraucher nach und nach ausrangieren und die Versorgung auf erneuerbare Energien umstellen. Das Stromnetz wird ausgebaut werden und man wird sich Speicherkonzepte überlegen müssen, wobei der letzte Punkt eigentlich der einzige ist, bei dem man sich wirklich neue Konzepte ausdenken muss. Der größte Faktor, der da meiner Meinung nach für Durcheinander sorgt, ist meiner Ansicht nach, dass Leute, die vom Status Quo noch profitieren, das ganze torpedieren.
Zwar sind Städte auch energetisch etwas günstiger (dichtere Bebauung => teils weniger Außenwände, zwischen den Mietskasernen immer weniger Luftaustausch und damit weniger kalte Luft), aber das macht nicht soooo viel aus. In den nicht mehr so neuen Ländern gibt es auch am Rande kleiner Käffer teils die Standard-Plattenbauten, die die meisten Leute mit Ost-Großstädten assoziieren und wer aus meinem Bekanntenkreis in sowas wohnt hat, für den jeweiligen Sanierungsstand, ziemlich genau die gleichen Heizkosten, wie Leute in verlgeichbaren Bauten mitten in Berlin.
OK, ich bin jetzt von der typisch ländlichen Bauweise ausgegangen. Ich denke auch, dass das die übliche Assoziation ist. Land sind deutlich überwiegend Reihen- oder Einfamilienhäuser mit ein paar kleineren Mehrfamilienhäusern, Stadt hauptsächlich mittlere oder größere Mehrfamilienhäuser. Ich denke aber schon, dass die Bauweise was ausmacht. Spätestens im Vergleich zu freistehenden Häusern hat man in selbst in mittelgroßen Mehrfamilienhäusern deutlich weniger Außenwand und vor allem Dach pro Wohnfläche. So gesehen kann Landleben aber natürlich auch effizienter stattfinden, mit der höheren Wohndichte kommen ja andere Vorteile der Stadt auch zum Tragen. Aber dann klingt es für mich eher nach "die Landbesiedelung verdichten" als "sich auf dem Land ausbreiten" und dann bleibt für mich noch die Frage offen, worin der Vorteil in kleinen, dichten Siedlungen gegenüber der Stadt liegt.
 
Energetisch betrachtet hat Landleben überhaupt keinen Vorteil, sondern nur massive Nachteile. (Mini-Ausnahme: Leute, die auf dem Land selbst arbeiten. Da macht es natürlich keinen Sinn, jeden Tag aus der Stadt aufs Feld zu fahren. Aber das ist ja nur noch ein winziger Kreis.)
Im großen und ganzen ist das klassische, großflächige Landleben einfach nur eine Steigerung des klassischen, mittelflächigen Vorortlebens und beide sind ein energetischer Luxus, denn wir uns als Gesellschaft nur sehr geringem Umfang erlauben können, also eigentlich nur etwas für Superreiche. So etwas erhalten zu wollen, aber gleichzeitig das Klima zu schützen, wäre ein Fass ohne Boden. Ziel für die Zukunft sollte sein, dass nur wenige Menschen mehr als 10 km (= Fahrradentfernung) von ihrem Arbeitsplatz leben (was auf dem Land wegen der geringen Job dichte schwierig wird) und im Schnitt wieder auf 30-40 m² pro Nase in gut beheizbarer, kompakter Bauweise. Alles, was darüber hinaus geht, fällt unter "muss man sich leisten können" und "ich kann mir das nicht mehr leisten!" ist somit ein schwaches Gegenstück.

Im Interesse des sozialen Friedens wäre noch eine gewissen Übergangszeit erstrebenswert, da Immobilien ja einfach keine kurzfristige Investition sind und auch nicht in der neuen Form plötzlich überall rumstehen. Da erscheinen 30-50 Jahre angebracht. Aber man muss auch ganz klar sagen: Der Startpunkt für diese Karenzzeit war allerspätestens die Konferenz von Rio vor 33 Jahren. Und jeder, der seitdem nicht nach (meist beschränkten) Möglichkeiten privat sowie konsequent bei seinem Wahlverhalten in die richtige Richtung gesteuert hat, sollte das Jammern ganz schnell wieder einstellen. Da hab ich 0 Mitleid.
 
Bei dem Thema ist halt einiges an Pioniersarbeit zu leisten, aber eigentlich ist die Richtung, die das nehmen soll, doch recht klar. Fossile Verbraucher nach und nach ausrangieren und die Versorgung auf erneuerbare Energien umstellen. Das Stromnetz wird ausgebaut werden und man wird sich Speicherkonzepte überlegen müssen, wobei der letzte Punkt eigentlich der einzige ist, bei dem man sich wirklich neue Konzepte ausdenken muss. Der größte Faktor, der da meiner Meinung nach für Durcheinander sorgt, ist meiner Ansicht nach, dass Leute, die vom Status Quo noch profitieren, das ganze torpedieren.

Wir sind uns ja einig, dass wir von den fossilen Brennstoffen loskommen müssen.

Erstmal braucht man bei der Energiewende die Ertüchtigung der Netzinfrastruktur,
danach kann man mit dem Aufbau mit Solar und Co. beginnen.
Stattdessen schalten wir sichere Atomkraftwerke ab,
kaufen sündhaft teures LNG-Gas von sonstewo.

Das damit unsere Industrie ruiniert wird, interessiert niemanden.

Die Ampel- Abrissbirne läuft einfach weiter, die
vom Bundesverfassungsgericht verbotene Tricksereien werden wohl ignoriert werden,
und dann kommt es wohl zum Showdown ...

Die Steuerschätzung für 2024 liegt bei 964 Mrd. Euro.

Diese Kohle wird nicht reichen, um alle Gutmenschen auf diesen Planeten zu helfen ...
... also lieber Michel,
fangt endlich mal an, mehr zu Schindern.
 
Ich werde meine Häuser jedenfalls in einigen Jahren auf Wärmepumpe umstellen und den Strom dafür wird die Sonne liefern.
Im Winter und Herbst wird das schwer werden, es sei denn du wohnst auf dem Berg, wo es weniger Wolken gibt.
Wer bezahlt den aktuell Gasrechnung und wie wird sich der Gaspreis entwicklen? Gas ist heute z.T. teurer als Windstrom. Da lohnen sich dann Wärmepumpen aber ganz schnell.
Hast du dafür mal eine Rechnung?
In anderen Ländern ist das in der tat so, aber auch in Deutschland mit den horrenden Preisen?
 
Warum sollte das schwer werden?
Weil der ertrag, den solar liefert, spätestens im winter gnadenlos zusammen bricht.
Bei meiner "versuchsanlage" liegen die werte zwischen 25 kwh/tag (optimaler tag im frühjahr kurz vorm sommer) und nichtmal 1 kwh/tag. (winter, trüber tag) Selbst wenn ich in einem sonnigen gebiet wohnen würde käme ich im winter an einem voll-sonnigen tag kaum über 6 kwh/tag und die sind eher die absolute ausnahme denn die regel.
Wenn du also so rechnest, dann mußt du wenigens eine kleine 1 kw-windmühle mit dazu nehmen. Besser wäre natürlich ein bach mit halbwegs fließgeschwindigkeit und wasserkraft, aber da gibt es wieder wasserrechtliche probleme.
 
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