Der Energiewende Thread

  • Ersteller Ersteller Gast1675120202
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Die einen behaupten das die Erderwärmung der typische Zyklus die seit Jahrmillionen herscht seine Wende nimmt, die anderen behaupten durch unser Verhalten wird es beschleunigt und verschlimmert, was ist denn nun richtig?
 
Die einen behaupten das die Erderwärmung der typische Zyklus die seit Jahrmillionen herscht seine Wende nimmt, die anderen behaupten durch unser Verhalten wird es beschleunigt und verschlimmert, was ist denn nun richtig?
Beides.

Gewisse Zyklen sind klar ablesbar.
Über die periodischen Peaks kann man trefflich streiten.
die gemessenen Ganglinien sind aber eindeutig.

Die beschleunigte Erderwärmung auf Grund CO2 Anstieg von nahezu 0 ppm auf 300-400 ppm nur innerhalb des industriellen Zeitraumes ist, so denke ich, ebenso unstrittig.


Du hast es mit einer Überlagerung zu tun und dem Problem, dass sich die Menschheit in einer 10 Mio. Jahre langen Eiszeit mit kaum CO2 Gehalt in der Luft und hoher Bindung von CO2 und Methan im Boden entwickelt hat.

So wie ein Großteil der Säugetiermegafauna vor 20-10 Mio. Jahren ausgestorben ist (es wurde grundsätzlich kälter) stehen wir nun vor dem Thema, dass es grundsätzlich wärmer wird.
 
Es gibt einen eindeutigen Zusammenhang zwischen beschleunigter Erderwärmung und Industrialisierung.
Wenn man nämlich mal die Erdwärmung davor und danach vergleicht.
 
Du bekommst jetzt Atomstrom aus Frankreich und der Ukraine und Kohlestrom aus Polen und Deutschland.
Alles Paletti...
Bist du sicher, dass die Atomkraftwerke Frankreichs alle laufen?
Wie ich meine zu wissen, ist die Hälfte abgeschaltet, weil entweder ´Defekt, Unsicher oder weil kein Wasser da ist.
Und wir haben nicht mal Sommer.
 
Bist du sicher, dass die Atomkraftwerke Frankreichs alle laufen?
Wie ich meine zu wissen, ist die Hälfte abgeschaltet, weil entweder ´Defekt, Unsicher oder weil kein Wasser da ist.
Und wir haben nicht mal Sommer.
Habe ich ja oben geschrieben.
Ja, ca. 50% ist derzeit weg vom Netz.
FRA war aber bis vor wenigen Jahren Stromexportweltmeister für ganz Europa.
Das vorhandene Potential (sofern genügend Kühlwasser in der Nähe ist) reicht immer noch ordentlich für den Export.

Da Kernthema, das wir uns entweder durch Kohle-/Gasverstromung oder durch den Import die Grundlast besorgen, haste immer noch...
 
Es gibt einen eindeutigen Zusammenhang zwischen beschleunigter Erderwärmung und Industrialisierung.
Wenn man nämlich mal die Erdwärmung davor und danach vergleicht.
Ja richtig alles unstrittig, die einen sagen aber die Erderwärmung kann nicht verhindert werden auch wenn von Menschenhand "null" CO2 ausgebalsen würde.
 
Ja richtig alles unstrittig, die einen sagen aber die Erderwärmung kann nicht verhindert werden auch wenn von Menschenhand "null" CO2 ausgebalsen würde.

Das dürfte hoch komplex sein.
Guggt man sich die Ganglinien der letzten Eiszeit an, so befinden wir uns in einer warmen Periode der letzten Eiszeit:
Quelle:

1681718813522.png



Die auch unter Wissenschaftler strittige Thematik ist,

a)
ob der Planet sich grundsätzlich nun hin zu einer Warmzeit bewegt.
Dann hätte der menschliche Einfluss einen beschleunigten Effekt.

b)
ob der Planet sich grundsätzlich nun hin wieder hin zu einer Kaltzeit bewegt.
Dann hätte der menschliche Einfluss einen bremsenden Effekt auf die Abkühlung.

Nach allem, was ich so gelesen habe, tendiere ich zu a).


@soulstyle :
Eine abschließende Antwort wirst du in ca. 75.000 Jahren haben...
 
Ja richtig alles unstrittig, die einen sagen aber die Erderwärmung kann nicht verhindert werden auch wenn von Menschenhand "null" CO2 ausgebalsen würde.
Das wird immer gesagt, da sich das sehrt langsam entwickelt. Aber wir sind meines Erachtens jetzt schon in einer beschleunigten Phase, wo alles auf Null setzen, nichts mehr daran ändern wird, dass die Durchschnittstemperatur weiter steigen wird.
Trotzdem ist es wichtig, dass wir CO2 reduzieren. Ob du im Jahre 2100 2,5 Grad oder 5 Grad höhere Temperatur hast, macht einen großen Unterschied aus.
 
Verhindert kann die auch nicht werden. Nur (mit großer Anstrengung) vielleicht noch abgemildert.
Rein wissenschaftlich muss man sich aber die Frage stellen, was insgesamt für den Planeten sinnvoll ist.

Eine Warmzeit hat prinzipiell den Charme, dass der Planet ungleich mehr Biomasse zu Verfügung stellen kann.
Es kommt nicht von ungefähr, dass in solchen Phasen sich Megafaunen und Floren entwickelt haben.

Diese üppige Vegatation bzw. Tierbestand mag sich dann evtl. nicht zwingend dort einstellen, wo der Mensch es gerne hätte, aber er wäre definitiv vorhanden.

Nach ein paar zehntausend Jahre Zickzack und großen Problemen für die den Menschen , hätte man mit hoher Wahrscheinlichkeit wieder eine grüne, dicht bewaldete Sahara und die Wüste Gobi wäre ein fruchtbares Savannenland.

Die engstirnige Betrachtungsweise des Menschen, ohne auch nur den Tellerrand erkennen zu können und in irrelevanten Zeiträumen von 25, 50 oder 100 Jahren gedacht, versperren den Weg auf einen ganzheitlichen Blick.

Ohne Frage habe ich kein Problem damit, wenn wir prinzipiell auf weitestgehend regenerative Energiequellen umsteigen - das ist aber eher ein gesundheitliches Thema für das Jetzt.

Das größte Thema, das mich beschäftigt, ist die postulierte Freisetzung des Methans.
CO2 kann unser Körper noch bis 2000-3000 ppm verarbeiten.
Wenn aber nur das Methan aus dem Permafrost frei wird, werden wir ein paar Jahre Schnappatmung haben und mit den meisten Säugetieren dann ausgestorben sein.
Reptilien, Fische und Vögel übrigens nicht.
Wenn dann das ganze Methan aus der Tiefsee dann noch freikommt, gibt es nur noch Reptilien...
 
Rein wissenschaftlich muss man sich aber die Frage stellen, was insgesamt für den Planeten sinnvoll ist.
Der Planet kommt auch hervorragend mit 99% CO2 Atmosphäre zurecht.
Du musst fragen, was für das Leben gut ist.
Und heute musst du fragen, was für den Menschen gut ist, denn der lebt derzeit und der ist der einzige, der sich darüber Gedanken machen kann. Ein Hund kann das nicht.
Eine Warmzeit hat prinzipiell den Charme, dass der Planet ungleich mehr Biomasse zu Verfügung stellen kann.
Es kommt nicht von ungefähr, dass in solchen Phasen sich Megafaunen und Floren entwickelt haben.
Richtig, Wobei Warmzeit das falsche Wort ist. Wir reden von einer Periode, wo es kein Eis auf dem Planeten gab, also vor 100 Millionen Jahren oder so.
Vor 400-500 Millionen Jahren gab es so viel biomasse, dass daraus Kohle, Öl und Gas wurde, was wir heute verfeuern. Für ein Jahr verfeuern hat die Erde 1 Mio Jahre gebraucht um es zu erzeugen.
Diese üppige Vegatation bzw. Tierbestand mag sich dann evtl. nicht zwingend dort einstellen, wo der Mensch es gerne hätte, aber er wäre definitiv vorhanden.
Nicht nur das. Du hättest auch eine höhere O2 Konzentration. Das wäre an sich nicht schädlich, aber der Mensch ist für 21% angepasst. Vermutlich würde er schneller altern.
Du musst immer daran denken, dass es vor 100 Mio Jahren keine Säugetiere gab. Ich weiß nicht, welche Voraussetzungen Säugetiere brauchen.
Ich weiß nicht mal, wieso es überhaupt Säugetiere gibt. Das Ei ist doch an sich eine gute Sache und 98% aller Lebewesen nutzen das ei um sich fortzupflanzen.
Aber die höchsten entwickelten Tiere der Erde sind nun mal Säugetiere. Ein Säugetier, also die Fähigkeit, den Nachwuchs mit sich herumzutragen und so zu beschützen, scheint der Gipfel der Evolution zu sein, auch wenn die Lebendgeburt einige Nachteile mit sich bringt.
Wobei ich nicht weiß, ob es überhaupt einen Gipfel der Evolution gibt. Vielleicht sind Säugetiere auch der große Irrtum der Evolution oder die Säugetiere sind eine Entwicklung der veränderten Kontinentaldrifts. Durch die Eiszeit sind ja erst die größeren Säugetiere entstanden. Vorher gab es nur kleine Nager.
Oder anderes gefragt, kann es ohne Kontinentalverschiebung überhaupt Evolution geben?
Nach ein paar zehntausend Jahre Zickzack und großen Problemen für die den Menschen , hätte man mit hoher Wahrscheinlichkeit wieder eine grüne, dicht bewaldete Sahara und die Wüste Gobi wäre ein fruchtbares Savannenland.
Wir interessieren uns ja für den Menschen.
Die engstirnige Betrachtungsweise des Menschen, ohne auch nur den Tellerrand erkennen zu können und in irrelevanten Zeiträumen von 25, 50 oder 100 Jahren gedacht, versperren den Weg auf einen ganzheitlichen Blick.
Interessiert aber nicht, weil wir eine Welt brauchen, auf der wir gut leben können.
Das größte Thema, das mich beschäftigt, ist die postulierte Freisetzung des Methans.
CO2 kann unser Körper noch bis 2000-3000 ppm verarbeiten.
Wenn aber nur das Methan aus dem Permafrost frei wird, werden wir ein paar Jahre Schnappatmung haben und mit den meisten Säugetieren dann ausgestorben sein.
Reptilien, Fische und Vögel übrigens nicht.
Wenn dann das ganze Methan aus der Tiefsee dann noch freikommt, gibt es nur noch Reptilien...
Der Vorteil einer O2 Atmosphäre ist ja, dass Methan zu CO2 und Wasser abgebaut wird. Und das geht auch relativ schnell. Selbst wenn alles Methan aus Sibirien entweicht, wird es in CO2 und Wasser umgewandelt. Allerdings steigt dann wieder die´CO2 Konzentration.
 
Nach ein paar zehntausend Jahre Zickzack und großen Problemen für die den Menschen , hätte man mit hoher Wahrscheinlichkeit wieder eine grüne, dicht bewaldete Sahara und die Wüste Gobi wäre ein fruchtbares Savannenland.
Hmm. Ich hatte mal gelesen das Wüsten eher noch größer werden. Wie soll da auch mehr Niederschlag oder Wasser hinkommen wenn es immer wärmer wird?
Wenn aber nur das Methan aus dem Permafrost frei wird, werden wir ein paar Jahre Schnappatmung haben und mit den meisten Säugetieren dann ausgestorben sein.
Reptilien, Fische und Vögel übrigens nicht.
Wenn dann das ganze Methan aus der Tiefsee dann noch freikommt, gibt es nur noch Reptilien...
Warum?
 
Hmm. Ich hatte mal gelesen das Wüsten eher noch größer werden. Wie soll da auch mehr Niederschlag oder Wasser hinkommen wenn es immer wärmer wird?
Je wärmer die Atmosphäre, desto mehr Wasser kann sie aufnehmen.
Das Problem ist die Verteilung des Wassers. Luftdruckgebiete bewegen sich jetzt schon langsamer als früher und so regnet es länger über kleinere Gebiete, was zu mehr Überschwemmungen führt.
 
Je wärmer die Atmosphäre, desto mehr Wasser kann sie aufnehmen.
Das Problem ist die Verteilung des Wassers. Luftdruckgebiete bewegen sich jetzt schon langsamer als früher und so regnet es länger über kleinere Gebiete, was zu mehr Überschwemmungen führt.
Aber dann regnet es in den Gebieten, wo es ohnehin schon mehr regnet stärker und in Dürregebieten breitet sich die Dürre weiter aus. Ich habe jedenfalls noch keine starken Regenfälle in der Sahara gesehen.
 
Aber dann regnet es in den Gebieten, wo es ohnehin schon mehr regnet stärker und in Dürregebieten breitet sich die Dürre weiter aus. Ich habe jedenfalls noch keine starken Regenfälle in der Sahara gesehen.
Die wird es dort auch nicht geben und die Erde ist zu 70% mit Wasser bedeckt. Der Wasseranteil wird also steigen und dazu kommt noch Wasserstoff, der ja hergestellt werden soll.
Wenn der sich wieder mit O2 verbindet und daraus Wasser wird, macht er das nicht dort, wo er erzeugt wurde.
 
Hmm. Ich hatte mal gelesen das Wüsten eher noch größer werden. Wie soll da auch mehr Niederschlag oder Wasser hinkommen wenn es immer wärmer wird?
Das ist in der Übergangsphase so.
Guggst du dir im Netz die Vegetationszonen vor 20 Mio. Jahren an, wird es sich mit hoher Wahrscheinlichkeit wieder dorthin bewegen.
Weil die höhere CO2 und Methan-Konzentrationen verarbeiten können.
Klappt aber auch nur dann, wenn gleichzeitig O2 freikommt, was aber bei der Methanmumwandlung und durch die größere Flora eh stattfindet.


Der Planet kommt auch hervorragend mit 99% CO2 Atmosphäre zurecht.
klar
Du musst fragen, was für das Leben gut ist.
Genau
Und heute musst du fragen, was für den Menschen gut ist, denn der lebt derzeit und der ist der einzige, der sich darüber Gedanken machen kann.
Das Szenario der temporären Besiedlung durch den Menschen ist für meine Betrachtungsweise völlig irrelevant.
Richtig, Wobei Warmzeit das falsche Wort ist. Wir reden von einer Periode, wo es kein Eis auf dem Planeten gab, also vor 100 Millionen Jahren oder so.
Nope,
nach dem KI-Ereignis gab es erst mal ne Warmzeit.
Im Paläogen ab (-66 Mio. Jahre) bis zum Neogen (vor ca. 23 Mio. Jahren) gabs die Warmzeit mit Megafaune.
Dann - upps. Faltenbildungen auf der Erde = Eiszeit.
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Vor 400-500 Millionen Jahren gab es so viel biomasse, dass daraus Kohle, Öl und Gas wurde, was wir heute verfeuern. Für ein Jahr verfeuern hat die Erde 1 Mio Jahre gebraucht um es zu erzeugen.
Hmmm... m. W. entstand eine 5 m starke Braunkohleschicht binnen eines Jahres, eben weil so viel Biomasse.

Nicht nur das. Du hättest auch eine höhere O2 Konzentration. Das wäre an sich nicht schädlich, aber der Mensch ist für 21% angepasst. Vermutlich würde er schneller altern.
Genau.
Wobei m. W. das Maximum bei 29% lag.
Gibt es eben nur noch 60 Jahre Lebenserwartung, ist dann e schon wurscht.
Du musst immer daran denken, dass es vor 100 Mio Jahren keine Säugetiere gab. Ich weiß nicht, welche Voraussetzungen Säugetiere brauchen.
Das ist nicht richtig.
Säugetiervorfahren sind gleichzeitig im Devon/Perm mit den ersten Reptilienvorfahren aufgetreten - haben sogar eine gemeinsame Linie.
1681723113115.png


Alles aus den Therapsiden hervorgegangen.
Die Nische der "Ratten" haben die während der Saurierzeit schön ausgefüllt.
Irgendwer musste ja die Überbleibsel vom Tag verputzen...
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Ich weiß nicht mal, wieso es überhaupt Säugetiere gibt. Das Ei ist doch an sich eine gute Sache und 98% aller Lebewesen nutzen das ei um sich fortzupflanzen.
Sprinttiere, hoher Stoffwechsel hat eine Daseinsberechtigung.

Wir interessieren uns ja für den Menschen.
Nicht mein primärer Fokus.
Interessiert aber nicht, weil wir eine Welt brauchen, auf der wir gut leben können.
Irrelevant.




Edit:
Es geht um die Aussage von Compisucher das Wüstengebiete fruchtbarer werden sollen.
Sah so aus = Sahara = Urwald. Gobi = Savannenland
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Quelle:
 
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