Der Energiewende Thread

  • Ersteller Ersteller Gast1675120202
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Es geht aber nicht um Autarkie, es geht um mehr grünen Strom. Ersteres ist aktuell ein Geldsparmodell und "gut für's Gefühl", aber nicht unbedingt der Energiewende zuträglich.
Man muß erstmal das nötige Geld besitzen, um in Autarkie investieren zu können.
Und @seahawk hat Recht damit, dass das bei einen normalen Mieter quasi unmöglich ist.
Letztere können nur ihren Energieverbrauch versuchen zu senken.
 
der Mieter einer Mietwohnung hat viel weniger Optionen einen weiter steigenden CO2 Preis zu vermeiden oder sich anzupassen. Nur darum ging es mir.
Meine Beispielrechnung sollte dir doch aufgezeigt haben, dass es gar nicht so große Vorteile sind, wenn man im eigenen Haus wohnt. Solange eingespeister Strom nicht als CO2 Ausgleich gezählt wird, habe ich persönlich kaum einen Vorteil.
 
Wieso, Du kannst durch selbsterzeugten Strom substituieren. Noch ist unser Strom ja nicht CO2 neutral, so dass ein steigender CO2 Preis sich eben auch im Strompreis wieder spiegelt.

Ich sage ja nicht, dass für EFH Besitzer das kein Problem ist , denn auch die werden durch die Energiewende sehr belastet. Sie haben aber in der Regel eher die Mittel und immerhin die Möglichkeit aktiv etwas zu tun.
 
Nochmal. Die Aussage war doch, dass man als EFH Besitzer deutliche Vorteile hat. Ich widerlege das durch eine simple Rechnung. Dann wird gesagt, dass aber ein Speicher ... Ich widerlege auch das.

Der Punkt ist, dass sich viele Anlagen (inkl. meiner) real betrachtet schon heute nur nach sehr vielen Jahren amortisieren. Wenn du einen sehr hohen Strombedarf auch am Tage hast, so wie ich mit einem 2P-Haushalt und über 5 MWh ohne WP oder E-PKW, dann auch früher. Packst du noch einen Speicher dazu, dann wird das meistens ein wirtschaftliches Desaster.

Der CO2 Preis muss schon wirklich enorm steigen, damit man an der Stelle einen realen Vorteil davon haben kann.
 
Natürlich hat man Vorteile:

a) Man kann überhaupt eine PV Anlage auf das Dach bauen (ggf. gefördert)
b) in der Regel bestehen auch eher die finanziellen Möglichkeiten (da einem die Anlage ja gehört und das Gebäude aufwertet, ist das theoretisch sogar per Finanzierung möglich)

Dass sich das heute selten rechnet, ist richtig. Das ändert sich aber mit steigendem Strompreis.
 
Laut diversen Regierungspolitikern wird der Strompreis aber massiv fallen.

Und womit wird das begründet? Immerhin importieren wir zurzeit soviel Strom wie kaum zuvor und selbst wenn es doch so kommen sollte, was bringt uns das denn noch wenn große Teile der Industrie bereits ins Ausland abgewandert sind?
Für mich sind das nur hohle Phrasen der Politiker um die Bevölkerung zu beschwichtigen und weiter eine Agenda fortzsetzen welche mit den realen Gegebenheit nicht korrelieren.
 
Naja, der Preis für Strom mag ja fallen.. die Zusatzkosten steigen ;)

Aber nach allem was man so liest.. in D ist der Strompreis jetzt aber auch nicht so extrem wie permanent dargestellt wird. Solange der nicht bei 45 - 70 Cent liegt ist man weit weg vom teuersten Strom in Europa..

Meine Eltern in A zahlen 39cent, ich zahle hier in der CH 38 cent, Bekannte liegen zwischen 35 und 58 Cent... Da finde ich die Preise in D echt nicht "teuerster Strom Europas". Würde eher sagen, solides Mittelmass.
 
a) Man kann überhaupt eine PV Anlage auf das Dach bauen
Wow! Das ist ja mal nen Vorteil!
(ggf. gefördert)
Seltenst und dann kaum bis gar nicht mehr.

b) in der Regel bestehen auch eher die finanziellen Möglichkeiten (da einem die Anlage ja gehört und das Gebäude aufwertet, ist das theoretisch sogar per Finanzierung möglich)
Ja und? Wenn ich heute meine Hütte verkaufen täte, und ich nur Käufer hätte, die wirklich kaufmännisch rechnen können und wollen, die würden mir für die PVA nicht einen Cent obendrauf legen.
 
So, heute die letzte Abrechnung im Postkasten gehabt. Bekomme noch mal 280€ überwiesen. Damit sieht die Rechnung für 2023 dann mal so aus:

Einnahmen aus PV: 400€
Ersparnis bei Wasser/Abwasser: 380€
Aus dem Netz gezogener Strom ohne dafür zu zahlen: 1.680€

Macht mal 2.640€ "Gewinn" für 2023.. wenn ich noch dazu rechne dass wir damit quasi auch gratis Auto gefahren sind und keine Stromkosten hatten würde ich das mal auf 3.500€ für 2023 aufrunden.
Bei theoretisch 20.000€ Kosten für die Anlage (wir bekamen damals gute Förderung von fast 1/3) würden wir nach 6 Jahren Geld verdienen :lol: bzw. halt sparen weil wir nix ausgeben.
Jetzt haben wir dieses Jahr noch mal für 22k auf 19,5kwp erweitert, mal sehen wie die Rechnung dann 2024 aussieht. Die Vergütung ist gesunken, der Strompreis auch minimal... mal gucken :)

Stand heute ist meine Stromrechnung bei knapp 300€ für 2024 :D Ich würde nie wieder ein Objekt bauen/kaufen ohne PV am Dach...
 
Soweit klar, aber in dem Fall würde man ja dem oder den Versorgern nicht das Dach selbst, sondern die auf dem Dach aus hauseigenen Anlagen gewonnene Energie zur Verfügung stellen. Oder ich verstehe Dachnutzung einfach falsch.

Nicht mal die Anlage. Das Dach als solches. Genauso wie man eine Wiese verpachtet, damit da eine Stromproduzent seine Anlage drauf bauen kann. Nur mit dem Unterschied, dass beim Verpachten von Dächern kein Strom verloren geht.

Was für einen Sinn hat es denn im großen und ganzen, wenn Hausbesitzer zu Kraftwerksbetreibern werden? Die haben erstmal null Ahnung davon und sie können jeder für sich nur winzige Kapazitäten aufbauen, aber keine stabile Versorgung für irgendwen gewährleisten. Dadurch hat man enorme Planungsunsicherheiten und einen riesigen Overhead, aber keine zügige Energiewende. Und noch absurder wird es halt, wenn man da Konstrukte drauszusatteln verucht, bei der der keine-stabile-Versorgung-bereitstellen-Könner direkt an stabile-Versorgung-benötigende Mieter verkauft.
 
Ne, das soll heissen dass ich rund 4.000kwh aus dem Netz entnommen habe ohne dass ich die bezahlt habe, weil die mit dem Guthaben das ich eingespeist habe gegengerechnet wurden und daher die Summe 0 auf der Rechnung steht. Ohne PV wäre da ne Position von 1680€ auf der Rechnung...

Aber stimmt, du hast mich drauf gebracht.. der Eigenverbrauch hat ja auch nix gekostet.. das müsste ich noch dazu rechen... das wären nochmal rund 2.200kwh zu je rund 42cent.. also 920€ noch oben drauf auf die Rechnung :ugly:
Dann kämen wir auf über 4.000€ die ich in 2023 für anders ausgeben konnte :D
 
Was bekommt man in CH denn für die Einspeisung? Das, was du da vorrechnest, ist in D nämlich vollkommen utopisch. Und was kostet die kWh aktuell in CH?

Edit: Gerade selber geschaut. Aktuell kostet eine kWh umgerechnet rund 0,35 €.

Edit 2: Würdest du eine anonymisierte Kopie deiner Abrechnung hochladen, damit ich mir mal ein Bild darüber machen kann, wie sich das alles zusammensetzt? In CH scheint es da ja einen deutlichen Unterschied zu D zu geben. Wenn ich lese, dass man eine Einspeisevergütung nach Marktpreis bekommt, dann werde ich richtig neidisch.
 
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