Der Energiewende Thread

  • Ersteller Ersteller Gast1675120202
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Die simpelsten, aktuellen Verbrennern bekommst du in den Toyotas mit HSD.
Hybrid.
Und Literleistung ist ehrlich gesagt ziemlich egal, denn ob du einen Vierzylinder mit 1 l oder 2 l in einem Auto verbaust
Wenn man mit den Karren ohnehin kaum fährt, warum müsste man sich dann auf den langweiligen Gammelbrei der Motoren beschränken? Wenn der Wagen nicht weit bewegt wird, dann kann man doch auch irgendwas ab 5 Zylindern verbauen. Ist mit dem richtigen Getriebe sogar effizienter als die kleineren Motoren.
wie sie bei konsequenter Umstellung der alltäglichen Wege zur Norm wird.
Hat nichts mit dem Thema Fahrzeugtechnik zu tun, aber du weißt, dass das ganz schön viele Leute als Umerziehung sehen?
Dann reicht auch ein normaler, für 150-300 Mm geeigneter Motor vollkommen aus, um 30-40-50 Jahre damit zu fahren.
Die Lebensdauer des Motors zweifle ich nicht mal an. Wenn man vom Zahnriemen/zu schwachen Steuerketten, Leicht- und Langlaufölen sowie zu schwach ausgelegten Ölpumpen wieder weg kommt, würden die meisten Motoren heutzutage auch lange halten können. Oder, um es kurz zu fassen, wenn man das nicht macht, was VAG und einige andere große deutsche Autobauer in den letzten Jahren gemacht haben, vor allem bei den Brot- und Butter-Motoren. Die aktuellen Aggregate würden mit den entsprechenden Änderungen alle lange halten, aber eben 1l/100km Mehrverbrauch haben. Dafür halten sie dann auch die Million, wenn man sie weitgehend warm betreibt.
Das ist gar nicht das Problem. Viel mehr überleben das die Karossen eher weniger und mit dem ganzen Assistenzschrott sind die Autos gar nicht mehr wirtschaftlich. Da müsste der Gesetzgeber also nachsteuern, um Fahrzeuge zu erlauben, die auf Langlebigkeit ausgelegt sind.
Oder sind es vielleicht doch Leute, die ihren Lebensmittelpunkt eigentlich in der Stadt haben, sich aber 100 € Miete im Monat sparen, der Umwelt mehrere Tonnen CO2 extra im Jahr zumuten, von der Allgemeinheit den Bau unter Unterhalt großer Einfallstraßen fordern und die das Leben innerhalb der Stadt durch ihren Verkehr noch unattraktiver machen? Und deren Geld Regime von RU bis VAR am Leben erhält?

Tjo. Denen muss man halt langsam mal mitteilen, dass Leben auf Kosten anderer einem nicht unbedingt die Sympathie anderer einbringt, sondern dazu führen kann, dass die eigenen Interessen irgendwann mal nicht die höchste Priorität der Allgemeinheit genießen.
Da tust du den Landbewohnern und Eigenheimbesitzern Unrecht. Gut, manche haben geerbt, andere haben sich die EfH's erarbeitet und damit ihren Mehrwert beigetragen, indem sie Steuern gezahlt und Wertschöpfung betrieben haben. In der Regel lief das mit einem Einkommen im höheren Bereich, was nicht ohne Grund gezahlt wurde.
Sicher können die sich ein E-Auto kaufen und auch gut mit Strom vom Dach betreiben. Das wird auch passieren, wenn E-Autos attraktiver als Verbrenner sind. Sind sie aber derzeit nicht, weil es keinen guten Gebrauchtmarkt gibt und die Ladeinfrastruktur auch Zuhause erst noch ausgebaut werden muss. Und dummerweise stehen sie nicht mal dann vor der heimischen Tür, wenn die Sonne scheint, weil der Besitzer dann auf der Arbeit ist.
Vielleicht könnte ein Autobauer mal wieder optisch ansprechende Karossen ohne den Assistenzdreck bauen, nur ist der heutzutage leider vorgeschrieben. Da würde ich persönlich lieber einen umgebauten 190er Benz fahren als ein modernes E-Auto.

Das Hauptproblem der Umweltbewegung ist, dass sie zu rational denkt, der Mensch das aber nicht macht. Sicher reicht weniger, das will aber immer noch keiner. Verzicht ist nicht populär. Eigenheim und ein teures Auto sind Dinge, auf die Menschen (hart) zuarbeiten. Schon jetzt können sich viele Menschen nicht viel mehr als eine Mietwohnung und ein älteres Auto, bestenfalls aus der Mittelklasse, leisten. Für das Eigenheim muss das ganze Leben nach Plan verlaufen. Die Abgaben und Preise steigen immer weiter, gleichzeitig werden Sozialleistungen angehoben. Während der Arbeitnehmer immer weniger hat, wird das Geld an immer mehr andere Leute verteilt, die nicht für ihr Geld arbeiten (können). Das ist kein Nährboden, auf dem man den Leuten teure Investitionen wie ein E-Auto und eine Solaranlage schmackhaft machen kann. Wie gesagt, Verzicht ist nicht populär. Sobald er es wird, nimmt man Millionen Menschen den Grund weg, hart zu arbeiten. Mit der aktuellen Verteilung zwischen Berufstätigen und denen, die es nicht sind, ist das jetzt schon ungünstig. Es kann nur schlimmer werden.
Außerdem hat man in der Gesellschaft ein Werteproblem. Individualismus setzt sich immer weiter durch und damit auch die Selbstverwirklichung inklusive des damit verbundenen Konsums.
Damit der Klimaschutz eine Chance hat, muss ein Großteil der Veränderungen der letzten 100 Jahre rückgängig gemacht werden. Man kann das eine nicht ohne das andere haben.
 
Sind ja nicht alle aufm mal. So wie ja auch nicht alle Leute bundesweit gleichzeitig ihre Autos auftanken oder alle gleichzeitig immer telefonieren.

Man lese nach dem ersten Satz bitte weiter...
Wenn die Leute aus den Vororten nur einmal im Monat in die Stadt kämen, hätten wir die ganze Debatte über zuviel Verkehr und dessen Folgen nicht.

Wenn man mit den Karren ohnehin kaum fährt, warum müsste man sich dann auf den langweiligen Gammelbrei der Motoren beschränken? Wenn der Wagen nicht weit bewegt wird, dann kann man doch auch irgendwas ab 5 Zylindern verbauen. Ist mit dem richtigen Getriebe sogar effizienter als die kleineren Motoren.

Für einen Wagen, der den durchschnittlichen Transportbedarf decken kann, habe ich mal 70 bis 120 PS als angemessen angesetzt. Das reicht bei passender Formgebung für Tempo 160 bis 200 Spitze = 100-130 annehmbar & effizient (bei passendem Getriebe, nicht bei dem was deutsche Hersteller verbrechen) respektive für 10 kg/Pferdchen und somit angemessen Durchzug. Und man kriegt es aus effizienten Saugern der genannten Größe raus (siehe z.B. Honda). Für einen Großfamilienvan o.ä. kann es auch etwas mehr sein, klar, aber die werden immer seltener gefragt und bei Betrachtung des Mobilitätsbedarfs sind Spaßmobile erstmal ausgeblendet. (Ganz abgesehen davon, dass ich von nem Caterham mit 2 l deutlich mehr Spaß als von einem 4 l Q7 erwarte.)

Hat nichts mit dem Thema Fahrzeugtechnik zu tun, aber du weißt, dass das ganz schön viele Leute als Umerziehung sehen?

Und du weißt, dass du hier in einem Thread zum Thema "weiter so ist keine Option mehr" postest?

Das ist gar nicht das Problem. Viel mehr überleben das die Karossen eher weniger und mit dem ganzen Assistenzschrott sind die Autos gar nicht mehr wirtschaftlich. Da müsste der Gesetzgeber also nachsteuern, um Fahrzeuge zu erlauben, die auf Langlebigkeit ausgelegt sind.

Der "Assistenzschrott" ist nichts weiter als ein Renditeesel der Auto(-zulieferer-)lobby. Systeme, die die lächerlichen (bis gemeingefährlichen) Vorgaben erfüllen, wurden im letzten Jahrzehnt fertig entwickelt und jedes aktuelle 300 € Smartphone (<30 € Stückkosten nach Abzug von Display/Gehäuse/Akku) enthält die nötige Hardware, um sie umzusetzen UND parallel noch das gesamte Entertainment zu übernehmen. Verkauft wird das ganze aber als 3000 € Kostentreiber, soviel dazu.

Mit meinem Post hat es aber nichts zu tun. Da ging es nur um den Antrieb. Es wird auch in Zukunft ein Bedürfniss für Individualmobilität geben, einfach weil ÖPNV sich nur für nicht-individuelle Ansprüche lohnt und die machen zwar 90-95% der Mobilität aus, aber eben nicht 100%. Die Frage ist jetzt: Was machen wir mit den anderen 5-10%? Batterieauto oder Verbrennerauto? Da lautet mein Tipp, ausgehend von der aktuellen Situation: Jenseits des lokalen Umfelds Verbrenner mit p2x. Denn p2x brauchen wir als saisonalen Speicher und für die Luftfahrt sowieso, da etwas für eine beschränkte Fahrstrecke (bei mir z.B. schon jetz <4000 km/a*Person) ist relativ günstig und einfach. Batterieautos langstreckentauglich machen ist dagegen extrem teuer und ressourcenaufwendig.

Das beide Typen von Autos eine Karosserie und ein paar Systeme daran brauchen, um irgendwelche Vorgaben zu erfüllen, stimmt (leider), ändert aber nichts an der Relation zwischen beiden Antriebsmöglichkeiten.

Da tust du den Landbewohnern und Eigenheimbesitzern Unrecht. Gut, manche haben geerbt, andere haben sich die EfH's erarbeitet und damit ihren Mehrwert beigetragen, indem sie Steuern gezahlt und Wertschöpfung betrieben haben. In der Regel lief das mit einem Einkommen im höheren Bereich, was nicht ohne Grund gezahlt wurde.

Ein erhöhtes Einkommen, für dass am Ende jemand anders weiter unten in der Kette die produktive Arbeit machen musste und aus dem die Ressourcen resultieren, den eigenen, GRÖßEREN ökologischen Fußabdruck zu reduzieren. Also los, vorgetreten. Eigentum verpflichtet. Warum bitte schön sollen die, die nichts haben und bereits deutlich weniger CO2 emittieren, die Wende alleine stemmen?

und die Ladeinfrastruktur auch Zuhause erst noch ausgebaut werden muss.

Dafür werden seit Jahren Steuermilliarden verschenkt. Steuermilliarden, die auch Leute eingezahlt haben, die erst gar keine eigenen vier Wände haben und sich auch nie werden leisten können, während diejenigen, die dieses Geld bekommen, mehrheitlich über ein zweites Urlaubsziel für dieses Jahr nachdenken dürften (drittes bis viertes, wenn man Kurzurlaube mitzählt).

Und dummerweise stehen sie nicht mal dann vor der heimischen Tür, wenn die Sonne scheint, weil der Besitzer dann auf der Arbeit ist.

Tjo, ich sags ja: Leute, die sich ein Haus weit weg von ihrer Arbeit kaufen, weil es da billiger ist und der dadurch nötige Autoverkehr bzw. die dadurch entstehenden Schäden ja der Allgemeinheit angelastet werden können, sodass privat eine schöne Bilanz bei rauskommt. Gewinne privatisieren, Kosten verallgemeinern. Das machen nicht nur die Konzerne, dass macht das gesamte obere Viertel der Gesellschaft, wenn nicht mehr. (Und an der Stelle bitte noch einmal genau angucken, wo die Einkommensquartile so liegen...)

Das Hauptproblem der Umweltbewegung ist, dass sie zu rational denkt, der Mensch das aber nicht macht.

Das Hauptproblem der Umwelt ist, dass der Mensch nicht rational denkt. Und das Hauptproblem des Menschen wird zunehmend, dass das der Umwelt scheißegal ist. Dieser Planet kann gut ohne Menschen auskommen. Umgekehrt sieht es bis auf weiteres schlecht aus. Die Umweltbewegung ist kein Akteur im System, die weisen nur auf Fakten hin. Wer die leugnet soll nicht erwarten, dass ihm denkende Menschen zustimmen.

Sicher reicht weniger, das will aber immer noch keiner. Verzicht ist nicht populär.

Korrekt. Jeder will immer mehr, mehr, mehr. Genau deswegen haben wir das Problem überhaupt.

Eigenheim und ein teures Auto sind Dinge, auf die Menschen (hart) zuarbeiten.

Über das "hart" ließe sich sehr streiten, aber das gehört nicht hier hin. Fakt ist, dass die Leute, die Eigenheim und ein Auto haben, auf Pool und zweites Auto hinarbeiten. Und die, die das haben, arbeiten auf Boot und Ferienhaus hin. Und die, die das haben, wollen das Haus gegen eine Villa tauschen und denken über einen Flugschein nach. Weitere Steigerung beliebig denkbar und gängige Praxis.

Aber global betrachtet sind bei mittelfristig 10 Milliarden Menschen schon 30 m² pro Nase und ein paar 1000 km individuelle Mobilität im Jahr ein kaum nachhaltig umsetzbarer Luxus, für den man bereits die passendste Technik und Verzicht auf alles andere (z.B. ständig die neuste Elektronik, intensiver Fleischkonsum, etc.) einplanen muss, denn alles auf einmal wäre schon wieder zu viel.

Und wie gesagt: Das ist erstmal keine Forderung. Das ist einfach nur ein Fakt. Daraus kann man jetzt ableiten, dass wir uns entsprechend einschränken müssen. Oder dass sich andere viel, viel mehr einschränken müssen. Oder dass Menschen sterben müssen.
Wobei letztere beiden Punkte auf das Gleiche hinauslaufen, denn wie wir tagtäglich im Mittelmeer sehen können, sind die anderen nicht bereit, sich dauerhaft zu unseren Gunsten einzuschränken. Also gibt es jetzt eine ganz einfache Wahlmöglichkeit:
a) Wir schränken uns ein.
b) Menschen sterben. Viele Menschen.

(Sehr viel mehr Menschen, wenn wir noch länger mit einer Entscheidung warten, denn viele Prozesse laufen exponentiell und sind schon weit in einem Überschwinger, den zu kompensieren Zeit und Menschenleben - oder Wohlstand - kosten wird.)
 
Für einen Wagen, der den durchschnittlichen Transportbedarf decken kann, habe ich mal 70 bis 120 PS als angemessen angesetzt.
Das ist auch so, ich würde die Zahlen sogar noch halbieren.
Und du weißt, dass du hier in einem Thread zum Thema "weiter so ist keine Option mehr" postest?
Ja. Nur ist das Problem, dass fast jeder weiter so will. Die westliche Welt hat den aktuellen Lebensstandard und der Rest will dahin. Das bekommst du nicht einfach so mit rationalen Argumenten weg. Solange die Apokalypse nicht jetzt gerade über uns hereinbricht (und das tut sie nicht), wird der Mensch am weiter so festhalten. Klima ist da eben höhere Gewalt. Das steckt in unseren Köpfen noch ganz tief verankert fest, so wie jeden Morgen die Sonne aufgeht und der Himmel blau ist. Dass der Mensch etwas daran ändern kann, ist rational nur schwer wirklich zu begreifen. Und darauf will ich am Ende hinaus. Es liegt im grundlegenden Wesen des Menschen begründet, dass manche Dinge höhere Gewalt sind und man selbst nach einem besseren Leben strebt.
Ich gehe bei den meisten Maßnahmen in ihrer Notwendigkeit ja mit und würde sagen, notwendig sind noch sehr viel tiefgreifendere Änderungen, aber das macht der Mensch halt nicht mit.
Ein erhöhtes Einkommen, für dass am Ende jemand anders weiter unten in der Kette die produktive Arbeit machen musste und aus dem die Ressourcen resultieren, den eigenen, GRÖßEREN ökologischen Fußabdruck zu reduzieren. Also los, vorgetreten. Eigentum verpflichtet. Warum bitte schön sollen die, die nichts haben und bereits deutlich weniger CO2 emittieren, die Wende alleine stemmen?
Für höherqualifizierte Arbeit wird man besser bezahlt. Das ist ein Teil einer Kette von Arbeitsschritten, die notwendig sind. Ob heutzutage gerecht bezahlt wird, sei mal dahingestellt, darum geht es nicht. Nur ist es nicht gerecht, wenn man Leute, die sich durch Arbeit oder wie auch immer einen Lebensstandard aufgebaut haben, diesen immer mehr vergällt und Menschen im großen und ganzen Ziele, auf die sie hinarbeiten können, wegnimmt. Das ist es ja. Das zweite Haus ist ein nettes Beiwerk, aber eins für die eigene Familie ist den meisten Menschen doch ziemlich wichtig.
a) Wir schränken uns ein.
b) Menschen sterben. Viele Menschen.
Ich würde b als bedeutend realistischer, sicherer und weniger dystopisch ansehen. Dabei rechne ich mit Toten in Milliardenhöhe. Ein großer Cut wäre mir lieber als wenn die Menschheit zusammengepfercht in Großstädten lebt. Das Dorf, das Efh/kleine Mfh und die (Groß-)Familie entsprechen am ehesten der natürlichen Lebensform des Menschen.
 
Viele vergessen bei der ganzen Diskussion um Stromerzeugung, dass die Verbraucherseite viel Potenzial bietet. Ich habe inzwischen alle Birnen durch LED sersetzt und das macht sich extrem bemerkbar. Dieses neue Innovative Produkt hiert auch weiter, um ein energiefressendes Großgerät aus dem Aushalt zu verbannen. Dazu wird die Produktion von Mikrokunststoffen durch Faserbrücke minimiert und die Kleidung hält länger. Also ein WIN-WIN-WIN

 
Ich gehe bei den meisten Maßnahmen in ihrer Notwendigkeit ja mit und würde sagen, notwendig sind noch sehr viel tiefgreifendere Änderungen, aber das macht der Mensch halt nicht mit.

Ich wiederhole nochmal: Du klinkst dich in eine technische Diskussion ein. Sinnvolle Maßnahmen und Konzepte werden nicht falsch, nur weil du keinen politischen Weg zur Durchsetzung siehst.

Ob heutzutage gerecht bezahlt wird, sei mal dahingestellt, darum geht es nicht. Nur ist es nicht gerecht,...

Doch, genau daraum geht, es sobald du das Wort "gerecht" in den Mund nimmst. Es gibt Kosten zu verteilen und da zählen drei Punkte:
- Kann jemand zahlen?
- Schmerzt der Verlust ihm mehr oder weniger als anderen?
- Steht der Jemand bei diesem Anlass in der Schuld?

Und die obere Hälfte der Gesellschaft hat nun einmal deutlich mehr als die untere Hälfte, sie hat dafür nicht so wahnsinnig viel mehr gemacht, denn 40-60 h bleiben halt 40-60 h und sie trägt sehr viel mehr zum Klimawandel bei. "Dank" der insgesamt eher mäßigen Aufstiegschancen und guten Erbbedingungen in Deutschland kann man der überwiegenden Teil sogar unterstellen, wenigstens über das letzte halbe Jahrhundert, wenn nicht deutlich längern, offensichtlichen zu den Profiteuren der laufenden Umweltzerstörung gehört zu haben.

Das ist es ja. Das zweite Haus ist ein nettes Beiwerk, aber eins für die eigene Familie ist den meisten Menschen doch ziemlich wichtig.

Bei ersterem werden dir alle, die ein erstes Haus für selbstverständlich halten, genauso vehement widersprechen, wie du es mir gerade machst. "Wo sollen denn meine Kinder mal einziehen?" "Das ist meine Altersvorsorge!" "Ich kann doch nicht immer nur an deiner Stelle leben." Beinahe jeder in Deutschland jammert rum, es würde ihm ja reichlich schlecht gehen und er müsse seinen Lebensstandard erstmal um wenigstens 50% steigern, ehe er sich um sowas wie Umwelt kümmern könnte. Und ist nicht nur heute so, das geht seit mindestens Mitte des letzten Jahrhunderts so (vermutlich aber noch einige mehr), obwohl der Lebensstandard seitdem mehrfach um 50% gesteigert wurde. Shifting Baselines plus ein geistiger Horizont, den man als Standpunkt bezeichnen könnte. Willkommen im egozentrierten Kapitalismus. (Der älter ist als das Wort und das ist schon ziemlich alt.)

Fakt ist aber einfach, dass es der überwältigenden Mehrheit der Hauseigentümer in den Klein- und Vorstädten überdurchschnittlich gut geht (und denen in den Großstädten erstmal) und dass insgesamt der Traum vom Eigenheim für jeden genau das ist:
Ein Traum.
Ökologisch absolut nicht umsetzbar. (Und ökonomisch auch nicht. Guck dir die USA an, die es mit deutlich besseren Voraussetzungen versucht haben, aber ebenfalls an der Physik gescheitert sind.)

Wenn du das Standardbild vom deutschen Einfamilienhaus (ein Reihenmittelhaus kommt im Traumbild für eher selten vor) nimmst, dann ist da normalerweise kein zunehmend üblicheres 500 m² Handtuch, sondern wenigenstens ein 1000 m² Grundstück drum rum. Nicht selten sogar deutlich mehr, denn 25 m Breite auf 40 m Tiefe sind eher wenig. Wenn das Haus links und rechts vom Flur 4-5 m tiefe Räume und auch noch eine etwas breitere Garage haben soll und außerdem selbst 2-3 Räume tief ist, bleiben da 5 m Vorgarten und Luft an den Seiten bei maximal 20 m Platz hinten raus. Macht bei 41 Millionen Haushalten (Zweitwohnsitze noch nicht mitgezählt) aber trotzdem einen Gesamtbedarf von 41000 km². Zum Orientierung: 2021 betrug die Wohnbebauungsfläche in Deutschland 14052 km² ( Seite 43).

Fehlen also noch 27000 km² nebst der zugehörigen Verkehrsinfrastruktur, welche die genutzten Flächen in Deutschland schon bei der heutigen, kompakteren Lebensweise um rund 50% aufbläht. Also eher 40000 km² Neubaufläche zusätzlich. Bei der Industrie wollen wir die garantiert nicht abzwacken, landwirtschaftliche Flächen brauchen wir auch alle, um die "Versorgung sicherzustellen" (die mit billigen Nachensteaks. In China und Italien). Also weniger Umweltschutz? Jein: Bekanntermaßen gibt es ja schon heute zu wenig Schutzgebiete. Genauer gesagt nur 26856 km². Und davon entfallen rund 8000 km² auf die Wattenmeere, also sollten maximal 19000 km² geschützte Landfläche verbleiben.

Deine Forderung, das Einfamilienhaus als Standard-Leitbild beizubehalten, anstatt es endlich als den Luxus zu betrachten, der es ist, bedeutet schlichtweg: Mehr als das Doppelte der gesamten Naturschutzfläche Deutschlands muss in Wohngebiete verwandelt werden.

Ein großer Cut wäre mir lieber als wenn die Menschheit zusammengepfercht in Großstädten lebt. Das Dorf, das Efh/kleine Mfh und die (Groß-)Familie entsprechen am ehesten der natürlichen Lebensform des Menschen.

Na dann viel Spaß beim Cutten. Deutschland muss ungefähr auf 1/3 runter, um bei konstanten pro-Kopf-Verbrauch gerade so mit seinen eigenen Ressourcen auszukommen. (Passt, interessanterweise, auch zu den Wohngebietsgrößen. Ob die bei globalfootprint ähnlich rechnen, wie ich :ugly: ? ) Da der pro-Kopf-Energie-Bedarf in einer verstreut lebenden Gesellschaft aber deutlich ansteigt und außerdem etwas Natur ja doch ganz schön wäre, sollte die Bevölkerung für deine Vorstellungen auf maximal 20 Millionen, besser 10-15 Millionen runter. Das sind 60-70 Millionen Deutsche, die bis 2050, besser 2030 sterben müssen, damit die Überlebenden den von dir angedachten Lebensstandard nachhaltig beibehalten können, ohne dass ihnen der Klimwandel bzw. die daraus resultierende Schwächung der Ökosysteme den Teppich unter den Füßen wegziehen. (Vorausgesetzt, im gleichen Zeitraum geben u.a. auch 70 Millionen Mexikaner, 100 Millionen Nigerianer, 200 Millionen US-Amerikaner, 0,9 Milliarden Inder und 1,2 Milliarden Chinesen den Löffel ab.)

Ich, als jemand der den links zu sehenden Avatar immerhin seit rund 18 Jahren spazieren trägt, wage mal zu behaupten: Das Ziel wird in der verfügbaren Zeit weder auf freiwilliger Basis erreichbar sein noch von einer Mehrheit unterstützt werden.

Im globalen Durchschnitt reden wir wenigstens von einer Halbierung der Menschheit. Ein paar Todesraten zur Orientierung:
Corona-Pandemie (global): 0,1-0,4% (und steigend)
Typhus nach WW1 in Russland: 1%
Spanische Grippe (global): 1-5%
Zweiter Weltkrieg in Mitteleuropa: 1-15% (inkl. Zivilisten)
Erster Weltkrieg in Mitteleuropa: 10-17% (inkl. Zivilisten)
Globaler nuklearer Vernichtungskrieg (Schätzung direkter Opfer in USA und SU): 20%
Antoninische Pest im römischen Reich: ~30%
Pocken beim Untergang der Atzteken: ~30%
Schwarze Pest in Europa: 30-60%
"Leben, wie Sinuspass es sich vorstellt": 50% im globalen Mittel, bis 80-90% in einigen Nationen

(Zahlen, bis auf die letzte, bei Wiki zusammengeklaubt. Wären im Einzelfall zu überprüfen, sollten aber nicht alle komplett falsch sein.)

Viele vergessen bei der ganzen Diskussion um Stromerzeugung, dass die Verbraucherseite viel Potenzial bietet. Ich habe inzwischen alle Birnen durch LED sersetzt und das macht sich extrem bemerkbar.

Haben das nicht mittlerweile so gut wie alle gemacht? Glühbirnen zu bekommen ist ja schon recht lange ziemlich schwer. Und mein Trockner hat die letzten knapp 20 Jahre auch nicht mehr Energie verbraucht, als ich zum Aufklappen aufwenden muss. Das die Haushaltsverbräuche immer noch ansehnlich sind, dürfte eher am Trend zu 70+"-Fernsehern, RGB-Effektbeleuchtung und immer mehr Stand-By- und Akkugeräten liegen. Von Gaming-PCs mal ganz zu schweigen. Als ich in den 90ern angefangen habe, lag man so bei 200-250 W insgesamt, trotz CRT.

Aber insgesamt sind es einfach ziemlich viele Haushalte und ziemlich viel, ziemlich schnell zunehmende elektrifizierte Lebensweise. Allein über Effizienzmaßnahmen ist der Laden nicht mehr retten. Der letzte Moment für einen Ausstieg auf bestehendem Niveau, von dem ausgehend eine Konzentration auf Effizienz und Erneuerbare gereicht hätte, dürfte für Deutschland zur Jahrtausendwende durchgezogen sein. Seitdem ist der akkumulierte Mehrverbrauch so hoch, dass nicht nur alles seitdem hinzugewonnene Niveau wieder aufgegeben werden muss, sondern sogar zunehmend mehr, um die Jahrzehnte Überschussgesellschaft und nicht-in-Effizienz-investieren zu kompensieren.
 
Ich wiederhole nochmal: Du klinkst dich in eine technische Diskussion ein. Sinnvolle Maßnahmen und Konzepte werden nicht falsch, nur weil du keinen politischen Weg zur Durchsetzung siehst.
Das ist richtig, nur wollen wir doch eine größere Katastrophe vermeiden, nicht wahr? Wenn die Diskussion irgendeinen Wert haben soll abseits theoretischer Betrachtungen, dann muss man die Umsetzung in Betracht ziehen. Das macht es ja so schwer. Einfach zu sagen, die Menschheit muss ihren Ressourcenverbrauch dritteln, ist zwar schön und gut, aber da sagt die Menschheit einfach nein. Ist das eine Lösung? Auch nicht. Also könnte man doch anfangen, die Sache so zu betrachten, dass aus dem nein ein ja wird. Zu sagen "ihr werdet alle sterben" funktioniert nicht. Der Mensch gibt nicht einfach so auf, was er erreicht hat.
Doch, genau daraum geht, es sobald du das Wort "gerecht" in den Mund nimmst. Es gibt Kosten zu verteilen und da zählen drei Punkte:
- Kann jemand zahlen?
- Schmerzt der Verlust ihm mehr oder weniger als anderen?
- Steht der Jemand bei diesem Anlass in der Schuld?
Das ist Wunschdenken.
"Dank" der insgesamt eher mäßigen Aufstiegschancen und guten Erbbedingungen in Deutschland kann man der überwiegenden Teil sogar unterstellen, wenigstens über das letzte halbe Jahrhundert, wenn nicht deutlich längern, offensichtlichen zu den Profiteuren der laufenden Umweltzerstörung gehört zu haben.
Eine kroatische Familie in der Nachbarschaft kam in den 90ern als Flüchtlinge nach Deutschland. Inzwischen haben die Eltern ein abbezahltes Haus, in dem 2 von 3 Stockwerken vermietet sind und alle 3 Kinder (25-30 Jahre alt) haben auch ihre eigenen Häuser, wenn auch noch nicht abbezahlt. Das würde ich mal als einen ganz guten Aufstieg sehen, wenn man bedenkt, dass der Vater einfacher Bauarbeiter war (ist inzwischen in Rente), die Mutter nie mehr als Teilzeit gearbeitet hat und die Kinder alle 3 nur einen Hauptschulabschluss haben. Immerhin hat es nur viel harte Arbeit (sicher einiges schwarz) gekostet. Ideale Startbedingungen sehen anders aus, klappt aber wohl sehr gut.
So entsteht dann Wohlstand und wenn man vorschlagen würde, dass das mit dem Efh nichts ist, dann würde man wohl ein ziemlich deutliches nein zu hören bekommen.
Bei ersterem werden dir alle, die ein erstes Haus für selbstverständlich halten, genauso vehement widersprechen, wie du es mir gerade machst.
Soweit ich das aus der Nachbarschaft sehe, ist das mit einem Haus mit Garten völlig in Ordnung. Sicher wäre mehr nicht schlecht, aber braucht es nicht. Das eigene Haus ist das wichtige. Der Rest ist eher Nebensache.
Beinahe jeder in Deutschland jammert rum, es würde ihm ja reichlich schlecht gehen und er müsse seinen Lebensstandard erstmal um wenigstens 50% steigern, ehe er sich um sowas wie Umwelt kümmern könnte.
Eigenheimbesitzer in einer ländlichen Gegend sagen nicht selten, dass die Grünen nur Blödsinn labern und kümmern sich kein Stück um die Umwelt.
Die, die es doch tun, belügen sich mal wieder selbst, weil ihre Lebensweise genau das ist, was die Umwelt zerstört.
Ich, als jemand der den links zu sehenden Avatar immerhin seit rund 18 Jahren spazieren trägt, wage mal zu behaupten: Das Ziel wird in der verfügbaren Zeit weder auf freiwilliger Basis erreichbar sein noch von einer Mehrheit unterstützt werden.
Danach fragt nur keiner, wenn die Katastrophe und die Kriege losgehen. Gleichmäßig wird die Verteilung sicher auch nicht sein. Sehen wir dann mal, wie es läuft.
 
Also die Aussage würde ich so mal nicht unterschreiben @Sinusspass . Ich hab ein EFH im Grünen am Land (da wo der Bus erst dann fährt wenn ich auf Arbeit sein soll :D ) und mir liegt die Umwelt doch sehr am Herzen. Und das, obwohl ich kinderlos bin und somit sagen könnte dass mir das Thema egal ist. In 30 Jahren bin ich tot, was soll ich mich da gross darum kümmern..

Wir haben versucht das Haus so energieeffizient wie möglich zu bauen. Dazu nur mit Minimal Beton, der Rest alles aus Holz. Heizung quasi CO2-frei bzw. CO2.-Neutral. Autos wurden 2012 auf Hybride gewechselt, seit 2017 braucht nur noch das Cabrio meiner Frau 100l Sprit im Jahr. Der Rest fährt mit eigenem Strom bzw. das was halt unterwegs aus der Ladesäule kommt..

Aber das Problem ist dass, um so leben zu können man Eigentum braucht. Sonst klappt das nicht. Wer in ner Stadt zu Miete wohnt hat all die Optionen im Grunde nicht. Allerdings wäre es mehr als dämlich zu verlangen dass dann jeder sein eigenes Haus bauen soll, den Platz und das Material haben wir ja gar nicht...
So gesehen ist das Leben in der Stadt wieder besser, weil man auf weniger Raum mehr Leute unterbringt. Nur die haben dann meist nix von Optimierungen, sondern müssen einfach zahlen.

Ich selber merke den Unterschied. Klar, ich hab jetzt bald 50k in PV investiert. Aber seit 2016 hab ich quasi keine Stromrechnung mehr, Wasser und Abwasser hab ich auch so gut wie nie was bezahlt, Tankrechnung kenne ich seit 2017 auch nicht mehr. Auf 30 Jahre oder so wird sich das schon rechnen..

Wobei man auch sagen muss, dass es auch auf die Umstände ankommt unter denen man das machen kann. Und da ist Deutschland halt mal wieder Deutschland... durchreguliert, bürokratisch, kompliziert, teuer und vor allem arschlahm. Aber das kennt man ja vom grossen Kanton. Viell Wollen, aber am Ende kommt halt dann oft wenig bis nix bei den Leuten an :(

Ein weiterer Vorteil am Land ist auch, dass man nicht immer das Neueste etc. überall sieht, also will man da gar nicht immer alles neu haben :D
 
Klar gibts überall Dächer, aber dann geht die Diskussion los, wer davon wie profitiert. Realistisch betrachtet baut der Hauseigentümer sagen wir ne 15kwp Anlage aufs Dach. In dem Haus Wohnen 20 Parteien. Wer bekommt jetzt wie viel davon? In D kommt ja dazu dass jeder seinen Tarif und Anbieter selber wählen kann (ausser der hat Mist gebaut, is mit der Kohle weg und der Kunde steht ohne da...) und dann wird das halt schnell kompliziert.
Hier bei uns is es einfach. Anlage aufs Dach, mit Eigenverbrauch anmelden und dann davon profitieren. Für die Anlage bekommst paar % Förderung, für den eingespeisten Strom auch ein paar cent. Am Ende wird Bezug und Einspeisung gegeneinander abgerechnet, fertig. Wenn was übrig bleiben sollte wird das gutgeschrieben und man gibt es am Jahresende als Einkommen auf der Steuererklärung an. Da der Betrag aber meist so minimal ist wirkt sich das auch nicht aus.
Fertig.. da gibts kein Chaos mit Eigenverbrauchssteuer, 70% Regelungen und all der Mist der da rum schwirrt...

Problem ist halt immer dass der Hausbesitzer keinen Bock hat zu investieren wenn die Mieter dann den Aufschlag nicht zahlen... in unseren Regionen geht es immer noch primär nur um Rendite und Ertrag. Alles andere wird nicht gemacht. Und damit kommt man zu nix.

Sieh dir doch mal an was in D alles gefördert wird. Da wird das halbe Land mit Steuergeldern zugesch.... hoch 3. Und was hat man am Ende als Ertrag? Einige Firmen sind reicher geworden, aber ansonsten tut sich quasi nix :(
 
Ich hab ein EFH im Grünen am Land (da wo der Bus erst dann fährt wenn ich auf Arbeit sein soll :D ) und mir liegt die Umwelt doch sehr am Herzen.
Vorbildlich, nur willst du das sicher über die Mehrheit der Efh-Besitzer aussagen? Ich würde sagen, es gibt die, die darauf achten, und dann wiederum gibt es die, die es nicht tun. Bestenfalls sind die 50:50 verteilt, wobei ich eher erwarten würde, dass es der Mehrheit nicht so wichtig ist, dass sie dafür jetzt viel Geld in die Hand nehmen würden. Da kommt die energetische Sanierung eher aus monetären Gründen. Tja, und die Leute, die es sich nicht leisten können... die gibt es auch.
Wobei man auch sagen muss, dass es auch auf die Umstände ankommt unter denen man das machen kann. Und da ist Deutschland halt mal wieder Deutschland... durchreguliert, bürokratisch, kompliziert, teuer und vor allem arschlahm. Aber das kennt man ja vom grossen Kanton. Viell Wollen, aber am Ende kommt halt dann oft wenig bis nix bei den Leuten an
So ist das, wenn man den Rechtsstaat zu weit treibt. Keine Frage, der Rechtsstaat hat seine Vorteile, aber um Willkür und Schlupflöcher zu verhindern, muss eben alles durchreguliert und kontrolliert werden, ergo Bürokratie, die natürlich Zeit und Geld braucht sowie Leute bindet, die eigentlich was besseres machen könnten als den Schreibtischstuhl plattzusitzen.
Ein weiterer Vorteil am Land ist auch, dass man nicht immer das Neueste etc. überall sieht, also will man da gar nicht immer alles neu haben :D
Das geht dann auch in die andere Richtung. Die Umweltbewegung im großen Stil ist auch recht neu und seit FFF erst so populär, dass die Grünen mal zweitstärkste Kraft waren. Auf dem Land läuft es dann eben anders und man ist mit dem Denken noch etwas weiter in der Vergangenheit bzw. in einem älteren System. In Neubaugebieten vielleicht nicht so, aber im Bestand ist es doch oft so.
 
Sieh dir doch mal an was in D alles gefördert wird. Da wird das halbe Land mit Steuergeldern zugesch.... hoch 3. Und was hat man am Ende als Ertrag? Einige Firmen sind reicher geworden, aber ansonsten tut sich quasi nix :(
Als Hauseigentümer werde ich gefördert, wo es nur geht. Mieter gucken in die Röhre.
 
Als Hauseigentümer werde ich gefördert, wo es nur geht. Mieter gucken in die Röhre.
Das sehe ich andere. Schau Dir die Kosten der ersten PV-Anlagen an und schau, was aktuell Balkonkraftwerke für Mieter kosten. Durch die ganzen weltweiten Förderungen ist die PV-Technik heute wettbewerbsfähig und braucht eigentlich keine Förderung mehr. Förderung gibt es jetzt für E-Mobilität. Aktuell auch noch recht teuer, aber in wenigen Jahren bereit zur günstigen Massenmobilisierung
 
Das sehe ich andere. Schau Dir die Kosten der ersten PV-Anlagen an und schau, was aktuell Balkonkraftwerke für Mieter kosten. Durch die ganzen weltweiten Förderungen ist die PV-Technik heute wettbewerbsfähig und braucht eigentlich keine Förderung mehr.
Wenn das keine Förderung mehr braucht, wieso wird es dann noch gefördert?
Und wieso wird Diesel immer noch subventioniert und Kerosin nicht besteuert?
Förderung gibt es jetzt für E-Mobilität. Aktuell auch noch recht teuer, aber in wenigen Jahren bereit zur günstigen Massenmobilisierung
Elektroautos sind viel zu teuer. Da kannst du fördern, was du willst, der normaler Arbeiter kann sich die nicht leisten.
Gefördert werden also nur die, die sowieso das Geld haben und die Autoindustrie kann ihren überteuerten Kramabsetzen.
 
Und wieso wird Diesel immer noch subventioniert und Kerosin nicht besteuert?
Ja, weil es ja auch, um in den Worten unserer Minister zu bleiben, gegen den gesunden Menschenverstand wäre, Kerosin zu besteuern. :) :) :)
Elektroautos sind viel zu teuer.
Der XBus, ab 2025 zu kaufen, soll um die 17.000,-€ kosten. Das ist völlig ok. Ansonsten sind nicxht die Auto zu teuer, die Menschen verdienen zu wenig. Das ist das Problem. Nach oben werden Billionen verteilt, unten wird um jeden Cent Mindestlohn gerandelt.
 
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Als Hauseigentümer werde ich gefördert, wo es nur geht. Mieter gucken in die Röhre.
Als Hauseigentümer hast du zahlreiche Möglichkeiten. Du kannst die Bude energetisch sanieren, eine große PV-Anlage aufs Dach klatschen, eine Wärmepumpe einbauen, dein E-Auto vom Dach laden,...
Ein Mieter kann sich ein Balkonkraftwerk einbauen. Wow.
Man kann nicht fördern, was nicht da sein kann. Wobei neue, gesetzliche Möglichkeiten sicher nicht verkehrt wären, wie @Neuer_User es vorgeschlagen hat. Nur, solange das nicht so ist, kann der Mieter schlicht nichts zur Energiewende beitragen außer ein Balkonkraftwerk zu verbauen und weniger zu heizen. Deshalb setzt man da an, wo man etwas erreichen kann.
Und wieso wird Diesel immer noch subventioniert
Weil die meisten Nutzfahrzeuge mit Diesel laufen. Diesel hält das Land am laufen. Ohne Diesel war es das mit dem Lkw und vielen Zügen. Wenn die Elektrifizierung einigermaßen fortgeschritten ist, kann man das ändern. Noch ist Diesel unverzichtbar.
und Kerosin nicht besteuert?
Das frage ich mich auch. Für kleinere Flugzeuge könnte man so einige Änderungen durchführen, aber solange schwarze Koffer den Besitzer wechseln können, ändert sich das nicht.
Elektroautos sind viel zu teuer. Da kannst du fördern, was du willst, der normaler Arbeiter kann sich die nicht leisten.
Der kauft im Gebrauchtmarkt. Leider existiert der Gebrauchtmarkt für E-Autos noch nicht, weil die Dinger derzeit überaus wirtschaftlich sind, wenn man den initialen Kaufpreis mal hinter sich hat. Es ist halt weitgehend neue Technik. Ordentliche Verbrenner sind auch absurd teuer.
Gefördert werden also nur die, die sowieso das Geld haben und die Autoindustrie kann ihren überteuerten Kramabsetzen.
Wie gesagt, man fördert da, wo es was zu fördern gibt. Außerdem kann man sich so überhaupt erst einen Gebrauchtmarkt aufbauen. Ist vielleicht ungerecht, aber so bekommt man das hin. Würde man E-Autos gar nicht fördern, wären sie wirklich überteuert, viel weniger Leute würden sie kaufen und der Gebrauchtmarkt wird noch in 10 Jahren zu 95% aus Verbrennern bestehen.
Ansonsten sind nicxht die Auto zu teuer, die Menschen verdienen zu wenig. Das ist das Problem. Nach oben werden Billionen verteilt, unten wird um jeden Cent Mindestlohn gerandelt.
Da gehe ich in den Grundzügen mit. In der Praxis muss die berufstätige Bevölkerung noch die Ressourcen und das Geld für die bereitstellen, die nicht arbeiten.
Zudem ist Geld ein universelles Tauschobjekt für Waren und Dienstleistungen. Viele Tätigkeiten sind einfach nur wenig wert. Manche werden sicher überbezahlt, andere jedoch...
Außerdem verdienen die Menschen brutto genug. Sie müssen nur 1/3 und mehr davon wieder abgeben. Klar, von den Steuern und Abgaben profitieren sie auch, aber 1/3 sind einfach lächerlich viel.
 
Bei 33% Steuerlast würde ich sofort nach D auswandern :D Da Zahl ich hier mehr… eventuell weil Diesel hier nicht subventioniert ist, teurer als Benzin und LKW trotzdem fahren?
 
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