Meine Aussage bezog sich in dem Fall auf den Bauboom, dessen mangelhafte energetische Ausrichtung und auf die Kette von Bankenrettung - Krisenwirtschaftsförderung - Wirtschaftscoronahilfen, nicht auf zweckgebundene Subventionen. In den letzten 15 Jahren wurden Abermilliarden an Steuergeldern in Umlauf gebracht. Über Mechanismen, von denen nahezu ausschließlich Großkonzerne und zum Teil die oberen 10 bis maximal 20 Prozent profitiert haben. Also durchweg Akteure, die zusätzliches Geld einfach anlegen und die attraktivste (respektive zeitweilig die einzige nicht-katastrophale) Möglichkeit dafür war der Immobilienmarkt. Dass hat uns eine Explosion bei den Wohnkosten, bei den Wohnungsräumungen, etc. gebracht - und dem Klima rein gar nichts. Im Gegenteil.
Gegen die dabei geflossenen Summen sind selbst die Geschenke der Solar- und Batterieautoförderung an Eigenheim-und-mehr-Besitzer ein Fliegenschiss. Aber auch zu denen gibt es, wenn wir von Wirtschaftsförderung sprechen, wesentlich zielstrebigere und gerechtere Alternativen. Eine sehr erfolgreich, weltweit kopierte haben wir ja gerade in diesem Bereich ausgerollt: Das EEG.
Das war keine Geldgießkanne über reichen Leute in der Hoffnung, dass die einen Teil des Überschusses richtig anlegen, sondern es hat (bis Schwarz-Gelb und teilweise Schwarz-Rot alles kaputt gemacht haben) einen lukrativen Markt in einer Situation geschaffen, in der dieser noch nicht aus rein ökonomischen Prozessen entstehen konnte. Aber wer von diesem Markt profitieren wollte, der musste sich dafür weiterhin ganz normal anstrengen - da bekam niemand etwas geschenkt.
Noch sinnvoller, das methodenoffener, sind imho bei dem Ziel "weniger von X" repressive Maßnahmen gegen X bei allgemein leichteren Bedingungen für alles. Das heißt im Fall CO2: CO2-Preis rauf. Und das nicht nur national, sondern eben z.B. auch für CO2-Emissionen repräsentierende Importe (nach einem Vierteljahrhundert haben wir jetzt endlich fast die rechtlichen Grundlagen...). Wenn alte, CO2-verursachende Technik !und Verhaltensweisen! unattraktiv werden, suchen die Leute (und Unternehmen) von ganz alleine händeringend nach was besserem und in aller Regel stellen sie sich dabei sogar besser an, als wenn der Staat von oben irgendwas bestimmtes vorgibt. (Meldung der Woche: Die Ladesäulenbetreiber, denen die Ladesäulen teilweise zu 80% geschenkt wurden, beschweren sich, dass nicht genug Strom aus ihren Säulen geholt wird...)
Und: Wenn man diese Einnahmen nimmt, um Belastungen an anderer Stelle zu senken, dann kann sich das auch jeder leisten. (Also soweit es überhaupt "leistbar" ist. Wenn man 30 Jahre Tiefschlaf in 10 Jahren kompensieren will, dann kann sich das natürlich ganz allgemein nur jemand leisten, der anderswo kürzer tritt. Aber das gilt mit allen Umsetzungsmechanismen, die funktionieren.)