Der Energiewende Thread

  • Ersteller Ersteller Gast1675120202
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Frankreich beschließt interessante Dinge. Forcierung auf Wärmepumpoen und subvention preisgünstiger E-Fahrzeuge. Ich sehe in der Energiewende auch massive Chancen. Vieles wird soviel billiger werden.

Der Ausgangspunkt dort sind natürlich auch Stromheizungen und massiv subventionierter Strom. Ergo wird Heizen auf jeden Fall günstiger, schließlich nimmt man die selbe Eingangsenergie und stellt auf 2-3 mal so effiziente Verwertung dieser um. Von oft Gas als Ausgangspunkt fühlt sich das für die Deutschen deutlich anders an.

Was.mich bei Frankreich immer wieder wundert ist, dass die Staatsverschuldung quasi nie Thema irgendwo ist. Gerade mal nachgesehen: Die sind mittlerweile bei über 100% des BIP.
 
Der Ausgangspunkt dort sind natürlich auch Stromheizungen und massiv subventionierter Strom.
Ich kenne die einfachen Stromheizungen aus Südfrankreich nur zu gut. Die laufen wenige Tage bis Wochen im Jahr. Was man dort braucht sind Klimaanlagen mit Heizfunktion, also schon irgendwie Wärmepumpen. Und die massiv subventionierten Strompreise sorgen natürlich für eine Wettbewerbsverzerrung. Mal sehen, wann dagegen geklagt wird.

Was.mich bei Frankreich immer wieder wundert ist, dass die Staatsverschuldung quasi nie Thema irgendwo ist. Gerade mal nachgesehen: Die sind mittlerweile bei über 100% des BIP.
Die Schuldenquote ist nicht nur in Frankreich ein Thema, in den USA liegt sie bei über 120%. Stand 2022, in Japan bei 261%. Aber wie sagte es Pispers so schön. Die Einlagen soll doch gar nicht zurückgezahlt werden. Die Einleger interessieren nur die Zinsen. Und die muss irgendwer erarbeiten.

Die Schulden sind kein Problem, weil ihnen gegenüber mehrfach höhere Vermögen stehen

Das Problem ist doch viel mehr, dass vorhandene Vermögen irgendwie ausgegeben werden soll. In Deutschland gibt es durchschnittlich 163.000,-€ Vermögen, natürlich extrem ungleich verteilt. Wenn wir vom durchschnittlichen Jahreseinkommen ausgehen (Meridian), liegen wir bei 24.500,-€ pro Jahr.

Das heißt, es ist soviel Geld da, dass 6,6 Jahre davon alle Bürger mit einem Meridiangehalt bezahlt werden könnten. Bezogen auf die Anzahl der Arbeitenden sind das knapp 13 Jahre. Stell Dir vor, dieses vorhandene Geld würden alle ausgeben und andere dafür arbeiten lassen. Wer soll das denn machen? Unser Geld ist immer weniger wert, denn die Gehälter werden massiv steigen, weil Arbeitgeber um Angestellte buhlen werden. Man sollte es so schnell wie möglich sinnvoll investieren, z.B. In Produkte des großen EE-Marktes, weil man damit sicher Kosten spart.

Wenn mal wieder große Krisen kommen, hat man mit Solaranlage und Batteriespeicher immer noch seinen eigenen Strom. Der wird noch einmal viel wert werden. Auch der eigeene Pflegerobotter hilft enorm, denn Pflegende werden wir im Alter nicht mehr bekommen.
 
Um den Kassierer im Supermarkt buhlt keiner.
Du wirst Dich wundern, dass zumindest bei uns genau diese Bereich völlig ausdünnen. An fast jeden Geschäft und jedem Restaurant steht, dass sie Angestellte suchen.

Das hat erst einmal mit EE nichts zu tun, aber im Gegensatz zu Großkraftwerken ist die EE pro kWh Personalintensiver. Das wird nur klappen, denn viele Selbstversorger mit ihrer Atrbeitszeit einspringen. Zum Reinigen der Anlage oder zum Austauch von Modulen bedarf auch nciht immer einer Fachfirma. Das bekommt man auch Nachbarschaftlich hin.

Von Dabin bin ich noch gespannt, ob die EE in Summe und langfrisitig Arbeitsplätze schafft oder ab sie freigestellt werden, denkt man die vielen vielen Menschen in Kraftwerken und der Infrastrukur dafür.
 
Suchen ja, aber ändert nichts daran, dass die nicht plötzlich die Gehälter anheben.
Im Restaurantbereich passiert das bereits. Offen ist die frage, wie schnell die Robotik einspringt. Bei Kassensystemen haben wir immer mehr Kaufhäuser und Drogerien, bei denen man komplett selber einscannen kann. Restraurants mit Selbstbedienung oder Robertern sind ebenfalls ein Weg. Arbeitskraft ist ersetzbar. Enerige aber nicht. Kochen ohne kochen geht nicht. Blieben nur Kaltgerichte :)

Die Basis ist billige Energie, und schaut man auf aktuelle Warnungen zu Gaspreisen im Winter, wenn die Subventionen und der Preisdeckeln auslaufen freut sich jeder über Solarzelle und Wärmepumpe-
 
Im Restaurantbereich passiert das bereits. Offen ist die frage, wie schnell die Robotik einspringt. Bei Kassensystemen haben wir immer mehr Kaufhäuser und Drogerien, bei denen man komplett selber einscannen kann. Restraurants mit Selbstbedienung oder Robertern sind ebenfalls ein Weg. Arbeitskraft ist ersetzbar. Enerige aber nicht. Kochen ohne kochen geht nicht. Blieben nur Kaltgerichte :)
Ja, kenne ich von McDonalds, wo man diese Terminals hat.
Im Supermarkt kenne ich das nicht.
Aber es geht immer nur darum, die Personalkosten zu drücken.
Die Basis ist billige Energie, und schaut man auf aktuelle Warnungen zu Gaspreisen im Winter, wenn die Subventionen und der Preisdeckeln auslaufen freut sich jeder über Solarzelle und Wärmepumpe-
Energie wird aber nicht mehr günstiger werden. Ich verstehe Habeck und co. nicht, die mühlenartig behaupten, dass wenn die Energierwende auf dem Weg ist, Strom wieder superbillig wird und wir alle die Wärmepumpen betreiben und die autos aufladen können.
 
... Ich verstehe Habeck und co. nicht, die mühlenartig behaupten, dass wenn die Energierwende auf dem Weg ist, Strom wieder superbillig wird und wir alle die Wärmepumpen betreiben und die autos aufladen können.
Neue Kernkraftwerke über 10 Cent
Windkraft unter 4 Cent

Es kommt nur auf eine sinnvolle Verteilung an mit z.B. Elektrolysewerken, die mit stochastischem Verbrauch die Einspeisungen abpuffern. Vil Wind, viel Wasserstoff, wenig Wind, keine Wasserstopffproduktion. Denn Batteriespeicher für mehr als Stunden sind unbezahlbar.
 
Neue Kernkraftwerke über 10 Cent
Windkraft unter 4 Cent

Es kommt nur auf eine sinnvolle Verteilung an mit z.B. Elektrolysewerken, die mit stochastischem Verbrauch die Einspeisungen abpuffern. Vil Wind, viel Wasserstoff, wenig Wind, keine Wasserstopffproduktion. Denn Batteriespeicher für mehr als Stunden sind unbezahlbar.
Bei uns gilt immer noch Merit Order.
Der Preis richtet sich nach der teuersten Herstellung.
Derzeit sind das Gaskraftwerke.
Wenn du in 30 Jahren kein mehr hast, werden es Wasserstoffkraftwerke sein. Das wird aber keinesfalls günstiger.
Wo also soll der Preis sinken?
 
Denn E-Fuels aus Strom zu machen, ist absurd. Einzig Überschuss Strom zu speichen, wäre ein Ansatz.

Das ist doch auch Ziel der Sache. Photovoltaik bei bei uns spuckt nun einmal in dem Teil des Jahres 200% ihres Minimalniveaus aus, in der wir 50% Energiebedarf haben. Aktuell ist das noch scheiß egal, weil wir 20000% der aktuellen Produktion insgesamt bräuchten, da steuern die Kohlekraftwerke im Sommer einfach etwas weniger zum Industriestrom bei und können sich voll um die "umweltfreundlichen" Batterieautos kümmern. Aber in einer Zukunft mit 100% EE ist dieser saisonale Überschuss genau das: Überschuss. Und die einzigen plausiblen Konzepte zu dessen Nutzung sind p2g oder p2l.

Offen ist nur noch die Frage, welchen chemischen Energieträger man wählt und wofür man den dann seinerseits wieder verwendet. Wenn der gehobene Durchschnittsdeutsche weiterhin auf seine 2-3 Flug-Fernreisen im Jahr besteht, geht diese Energie halt komplett in synthetisches Kerosin. Aber "Batterieauto fahren um nach Bali zu jetten" habe ich noch auf keiner Utopistenfahne gesehen. Da ist immer die Rede davon, dass wir künftig alles mit der Bahn, ÖPNV und E-Bike machen; den motorisierten Individualverkehr auf <5000 km pro Jahr reduzieren.

Bei 15 Jahren kalendarischer Lebensdauer für eine Traktionsbatterie kommt ein privates Batterieauto dann aber nur noch auf 75000 km und es wird fraglich, ob es seinen Produktionsrucksack auf so kurzer Strecke gegenüber einem simplen, langlebigen E-Fuel-Verbrenner überhaupt überkompensieren kann? Zumal man ja auch noch die enormen Kosten für die Ladeinfrastruktur mit einrechnen muss, die bereits heute jeden Tag für MEHR CO2-Emissionen sorgen, weil uns das dafür ausgegebene Geld (und ebenso das für die wesentlich teureren Batterieautos) beim Ausbau der EE fehlt.


E-Fuels brauchst du für Flugzeuge oder Lkws. Da sehe ich noch keine Alternative.

LKWs fahren <<400 km und stehen dann für min. 45 Minuten an ausgebauter Infrastruktur. Kalendarische Lebensdauer spielt keine Rolle. Das sind optimale Bedingungen für Batterieeinsatz und entsprechende Produkte erobern ja auch zunehmend den Markt. Der Zug für Verbrenner-LKW ist außerhalb von Spezialgebieten (z.B. Fortwirtschaft) schon abgefahren. Die einzige Frage ist noch, ob wir auf große Akkus setzen oder lieber Systeme zum Nachladen während des Fahrens aufbauen. (Oder endlich mal die Bahn ausbauen.)


Warum muss Wachstum zur Katastrophe führen? Muss Wachstum immer schädlich für die Umwelt sein?

Theoretisch: Nein.
Praktisch: Ja.

Und 100-150 Jahre, nachdem die ersten Leute festgestellt haben, dass unser Wachstumspotential begrenzt ist sowie 50 Jahre, nachdem wir es endgültig überschritten haben, sind wir an einem Punkt, an dem wir uns keine Vorschusslorbeeren mehr leisten können. Wenn jemand behauptet, dass er endlich derjenige ist, der tatsächlich umweltfreundliches Wachstum hinbekommt, dann soll er das erstmal beweisen. Der Planet hat zunächst sowie eine deutlich Senkung der Umweltbelastung gegenüber dem bereits bestehenden Niveau nötig, also eine längere Phase des Nullwachstums bei gleichzeitiger Senkung der Umweltschädlichkeit.


Richtig. Es gibt vier Stromerzeuger in Deutschland, die den Markt aufgeteilt haben und es gibt vier Netzbetreiber, die den Markt exakt genauso aufgeteilt haben. Wettbewerb gibt es nicht.
Und jetzt rate mal, wer an den Netzbetreibern Beteiligungen hat? Genau, die Energieversorger.

"Anteile"? Die Netzbetreiber sind erzwungene Ausgründungen der Energieversorger und mittlerweile wohl weitestgehend verkauft. Aber bis in die 10er rein waren die Netze direktes Eigentum von Eon, Vattenfall, EnBW, RWE. Und genauso so lange wurde jeglicher Ausbau komplett blockiert, obwohl der Bedarf absehbar war und obwohl den Stromkunden dafür Gebühren aus der Tasche gezogen wurden.


Na ja, erklärt wurde, dass man das Geld nicht zurück verlangen kann, liegt daran, dass die Bank sonst in Schieflage gerät und es weitere Probleme verursachen wird.

So what?
Irgendwann muss der Banken-Lobby halt mal klar gemacht werden, dass es auch ein "too big to be outside democratic control" gibt. Alternativ könnte die EZB mal Konzeptpapiere "Direktkonten für Privatpersonen" und "Vollgeld" vorlegen. Hui würden da einige springen, um das "Unmögliche" bis Vorgestern umzusetzen. Aber stattdessen wird Mr. Cum-Ex zum Kanzler gemacht. Warum nicht gleich Schäuble? (Antwort: Weil er nicht angetreten ist. Sonst hätte ich ihm gute Chancen beim deutschen Wähler zugesprochen.)


Ja, das mit dem Industriestrompreis verstehe ich auch nicht so richtig, die LNG-Terminals haben wir aber halt gebraucht.

Wir haben nicht einmal die Hälfte der Terminals gebraucht und es war auch vollkommen absehbar, dass die andere Hälfte gar nicht zur Verfügung stehen würde (Baubeginn: Immer noch nicht erfolgt), ehe wir eine Lösung gefunden haben müssen. Die Milliarden dafür sowie die Aufhebung sämtlicher Umweltschutzstandards durch Habeck ist reine Industriesubvention. Und genau das wird jetzt halt beim Strompreis wieder gefordert - dabei ist der Sinn der CO2-Abgabe doch gerade, dass wir von zukunftsuntauglichen Industrien, die auch nach 30 Jahren immer noch Energie ohne Ende verschleudern, wegkommen und uns auf sinnvolle konzentrieren.


In der Großstadt wüsste ich für meinen Teil jetzt schon nicht, wofür ich noch ein Auto haben sollte (außer zum Einkaufen) und in mittleren Städten kann man den ÖPNV ausbauen, das war's.

Auch in Kleinstädten mit ein paar 1000 Einwohnern ist der Supermarkt nicht weiter weg, als ein E-Cargo-Bike fahren kann. Für ÖPNV hab ichs hier mal irgendwann anhand der Bevölkerungsdichten der Kreise überschlagen und weniger als 15% der Deutschen wohnt "auf dem Land". Und noch viel weniger arbeiten da oder gehören zu den Restbewohnern aussterbender Dörfer, ein ganz ansehenlicher Teil des Bevölkerungszuwachs in "ländlichen" Gemeinden sind schlichtweg die den Metropol-Speckgürteln vorgelagerten Bereiche, in denen sich Städter Häuser im (noch) Grünen bauen, weil es bislang billiger ist, Natur zuzubetonieren und jeden Tag mit dem Auto zu fahren. Dieser sich-auf-die-Kosten-der-Allgemeinheit-das-Leben-verbesserer ist es wohl zuzumuten, sich ein Batterieauto zum Vollpreis zuzulegen.

Bei den vielleicht verbleibenden 5%, die tatsächlich ihren Lebensmittelpunkt angestammt auf dem Land haben oder gar dem 1% Landwirte, die da unmöglich wegkönnen, braucht es vermutlich Subventionen - technisch ist die Sache ja gelöst, denn die brauchen tatsächlich nicht mehr als 100 km Reichweite in die nächste Stadt und die haben optimale Voraussetzungen für Solar @home. Bei der Verkehrswende geht es aber um die anderen 95%, die sowieso in der Stadt arbeiten und einkaufen, aber von denen trotzdem 2/3 für jeden Furz von Weg einen Verbrenner-PKW nimmt.

Stattdessen leben die Menschen an einem Ende der Stadt und die Arbeitsplätze sind am anderen Ende im Industriegebiet. Pech gehabt, Verkehrswende im Sinne von weniger Bedarf nach Mobilität ist nicht, weil die Struktur deutscher Städte es nicht hergibt.

In so ziemlich allen größeren Städten, die ich kenne, leben und arbeiten Menschen an beiden Enden. Nicht umsonst sind die Straßen innerstädtisch in jeder Richtung voll. Einseitigen Berufsverkehr gibt es nur am Rand: Dort wo diejenigen pendeln, die sich mit dem dicken Geld aus der Stadt draußen auf dem Land ein besseres Leben machen wollen, als es andere haben (insbesondere als die Anwohnder solcher Pendelstrecken).


Ja, die Energiekrise ist zwar nicht die einzige, aber in vieler Hinsicht die nachhaltigste Krise.

Verlust natürlicher Lebensräume ist das VIEL größere Problem. Mit Ausnahme einiger Polarspezialisten hätten wir durch den Klimwandel nicht einmal ein Problem beim Artenschutz, wenn denn die nötigen Flächen intakt und verfügbar wären. Aber da wird noch ungerner drüber geredet, denn schon bei uns mit konstanter Bevölkerungsgröße gelingt es nicht, den Flächenverbrauch zu verlangsamen. Global die Flächennutzung trotz steigender Weltbevölkerung zurückzudrehen ist weit jenseits jeder Vorstellungskraft. Und das Fass "Weltbevölkerung muss sinken" traut sich kaum jemand aufzumachen.


Man muss sich nur öffnen, dann bekommt man sehr ressourcensparende Urlaube hin.

Und man muss >>60 sein, um die nötige Zeit zu haben.


Suchen ja, aber ändert nichts daran, dass die nicht plötzlich die Gehälter anheben.

Könnte mich nicht erinnern, dass Aldi vor 10 Jahren 14 €/h als Einstieg geboten hat.


Bei uns gilt immer noch Merit Order.
Der Preis richtet sich nach der teuersten Herstellung.

Die teuerste Herstellung DIE ZUR DECKUNG DES BEDARFS BENÖTIGT WIRD. Und das auch nur am Spotmarkt, große Teile des Stroms werden aber längerfritist gehandelt. Sobald Gaskraftwerke nur noch ein paar hundert Stunden im Jahr laufen, weil die EE den Rest der Zeit reichen, wird ihr Einfluss auf den Endkundepreis gegen null gehen. Dass sie letztes Jahre eine so große Rolle gespielt haben lag nur daran, dass wir für die französischen Atomkraftloswerke einspringen mussten.
 
Das ist doch auch Ziel der Sache. Photovoltaik bei bei uns spuckt nun einmal in dem Teil des Jahres 200% ihres Minimalniveaus aus, in der wir 50% Energiebedarf haben.
Die Verbräuche im Privatensektor werden sich verschieben. Weg vom Heizen im Winter hin zum Kühlen im Sommer, da hilft die Solarenergie, dazu ist im Sommer in der Regel weniger Wind als im Winter. Aber das ist im Vergleich zum Bedarf der Industrie aber alles unbedeutend. Und für die Industrie brauchen wir Unmengen an Wasserstoff. Und sicherlich kann man aus dem Wasserstoff zusammen mit CO2 auch Kohlenwasserstoffe aufbauen.

Verlust natürlicher Lebensräume ist das VIEL größere Problem. Mit Ausnahme einiger Polarspezialisten hätten wir durch den Klimwandel nicht einmal ein Problem beim Artenschutz, wenn denn die nötigen Flächen intakt und verfügbar wären. Aber da wird noch ungerner drüber geredet, denn schon bei uns mit konstanter Bevölkerungsgröße gelingt es nicht, den Flächenverbrauch zu verlangsamen. Global die Flächennutzung trotz steigender Weltbevölkerung zurückzudrehen ist weit jenseits jeder Vorstellungskraft. Und das Fass "Weltbevölkerung muss sinken" traut sich kaum jemand aufzumachen.
Ich maße mir dabei keine Bewertungen an. Viele der Krisen sind für sich allen schon schlimm genug, und sie kommen alle zusammen. Das Artensterben, insbesondere das Mikrobensterben nehme ich z.B. sehr ernst, Umweltverschmutzung, insbesondere Nanopartikel ebenso. Usw. Nachhaltig hilft bei allen diesen Themen. Aber Nachhaltig geht zusammen mit Verzicht und schrumpfender Erdbevölkerung. Beides ist nicht in Sicht.

Und man muss >>60 sein, um die nötige Zeit zu haben.
Es gibt viele Arten von Urlauben, die wenig Ressourcen verbrauchen. Z.B. Wanderung über die Alpen. Das machen ziemlich junge Menschen voller Begeisterung.
 
Der Industrieverbrauch ist relativ konstant, da spiele saisonale Speichertechniken keine Rolle. Und von unserer Plastik-Verbrauchs-Gesellschaft müssen wir ohnehin wegkommen, ganz abgesehen davon, dass Kohlenwasserstoffoutput der Industrie ziemlich klein im Vergleich zum Energieverbrauch ist. Das meiste Öl und Gas wird schlichtweg verheizt und kann somit sehr leicht durch elektrische Heizungen ersetzt werden.

Schwieriger wird es da schon, dass Mittelmeer durch Alpen zu ersetzen. Es gibt nun einmal Menschen, die finden wenig Gefallen an Bergen. Und ganz allgemein auch welche, die wollen in ihrem Urlaub fremde Kulturräume betreten, womit weder Neukölln noch Bayern gemeint ist.
 
Bei 15 Jahren kalendarischer Lebensdauer für eine Traktionsbatterie kommt ein privates Batterieauto dann aber nur noch auf 75000 km und es wird fraglich, ob es seinen Produktionsrucksack auf so kurzer Strecke gegenüber einem simplen, langlebigen E-Fuel-Verbrenner überhaupt überkompensieren kann?
Ein simpler Verbrenner würde dann aber wieder einen höheren Verbrauch haben. Denkt man an die langlebigsten Motoren, dann haben die alle eine niedrige Literleistung und einen eher schlechten Wirkungsgrad gemeinsam, weil sie eben nicht auf maximale Effizienz ausgequetscht sind.
Auch in Kleinstädten mit ein paar 1000 Einwohnern ist der Supermarkt nicht weiter weg, als ein E-Cargo-Bike fahren kann.
Das wollen halt wenige und wenn man ohnehin ein Auto für den Arbeitsweg hat, warum nicht für den kurzen Weg zum Supermarkt benutzen? Spart man sich das Lastenrad. Außerdem soll es auch Menschen geben, gerade im gehobeneren Alter, die das mit dem Radfahren nicht mehr so gut auf die Reihe bekommen.
In so ziemlich allen größeren Städten, die ich kenne, leben und arbeiten Menschen an beiden Enden. Nicht umsonst sind die Straßen innerstädtisch in jeder Richtung voll.
Ja, so ist es halt. Würde ich in der Großstadt wohnen, hätte ich auch kein Auto und würde mir die >500€ im Monat sparen, die Unterhalt und Anschaffung über den Lebenszyklus kosten. Nur, aus irgendwelchen Gründen sind die Straßen in den Städten dennoch voll.
Verlust natürlicher Lebensräume ist das VIEL größere Problem.
:daumen:
Es gibt viele Arten von Urlauben, die wenig Ressourcen verbrauchen. Z.B. Wanderung über die Alpen. Das machen ziemlich junge Menschen voller Begeisterung.
Das ist richtig, man muss aber auch da hin kommen und dieser Weg sollte nicht ewig dauern, wie er es mit ÖPV leider tut. Urlaubszeit ist halt begrenzt.
 
Nur, aus irgendwelchen Gründen sind die Straßen in den Städten dennoch voll.
Ist vermutlich eine simple Zusammensetzung verschiedener Faktoren. Servicefahrzeuge, Leute wie ich auf Kundendienst, Privatbesuche von einem Ende auf das andere, Arztbesuche, Einkäufe.

Bin tagtäglich im mobilen Einsatz quer durchs u-förmige Stadtgebiet. Gefühlt sind es bei mir in Kiel die Leute aus den Randgemeinden, die mit dem Privatwagen auf den Straßen (mit teils merkwürdigen Fahrkenntnissen) unterwegs sind. Teilweise verstehe ich das sogar. Während es mancherorts eine ganz normale ÖPNV Anbindung gibt, die man nutzen könne aber nicht nutzt, ist man einige wenige Kilometer vor der Stadt ohne Auto echt am Allerwertesten. Allerdings wäre dort auch genügend Platz sowie passende Immobilien, um mit einem E-Fahrzeug klarzukommen.
 
Ein simpler Verbrenner würde dann aber wieder einen höheren Verbrauch haben. Denkt man an die langlebigsten Motoren, dann haben die alle eine niedrige Literleistung und einen eher schlechten Wirkungsgrad gemeinsam, weil sie eben nicht auf maximale Effizienz ausgequetscht sind.

Die simpelsten, aktuellen Verbrennern bekommst du in den Toyotas mit HSD. Relativ niedrige Literleistung kann man denen sicherlich vorwerfen, aber hohen Verbrauch definitiv nicht. Und Literleistung ist ehrlich gesagt ziemlich egal, denn ob du einen Vierzylinder mit 1 l oder 2 l in einem Auto verbaust, macht weder beim Gesamtgewicht noch bei der inklusive Knautschzone benötigten Länge einen großen Unterschied. Davon abgesehen sprach ich von langlebig im kalendarischen Sinne für Anwendungszwecke mit geringer Jahresfahrleistung - wie sie bei konsequenter Umstellung der alltäglichen Wege zur Norm wird. Dann reicht auch ein normaler, für 150-300 Mm geeigneter Motor vollkommen aus, um 30-40-50 Jahre damit zu fahren.

Komplexere Einspritzung und hohe Verdichtung sind also keine Problem, die werden vom rumstehen nicht schlecht, nur Turbo respektive dessen Lager möchte man ggf. lieber vermeiden. Aber da Turbo-Designs meist einen ziemlich engen Sweetspot haben und abseits dessen zu saufen anfangen und weil viele Leute den Lag durch eine höhere Gesamtleistung zu kompensieren versuchen, ist das sowieso eine verzichtbare Technik, wenn es um Effizienz geht.


Das Cargobike musste dann aber als Mieter in nem Block ständig in den Keller wuchten und rauswuchten...das war schon mit nem normalen Fahrrad kein Spaß.

In den meisten Kleinstädten sollte sich Platz für einen ebenerdig zugänglichen Schuppen oder schlicht auf der Straße finden (erst recht, wenn ein paar Leute ihr Auto ganz abschaffen), wo man ein kleineres Cargo-Bike, einen Fahrradhänger oder sonstwas abstellen kann. Da ist man eben nicht Mieter in einem dicht gebauten Block.


Bin tagtäglich im mobilen Einsatz quer durchs u-förmige Stadtgebiet. Gefühlt sind es bei mir in Kiel die Leute aus den Randgemeinden, die mit dem Privatwagen auf den Straßen (mit teils merkwürdigen Fahrkenntnissen) unterwegs sind. Teilweise verstehe ich das sogar. Während es mancherorts eine ganz normale ÖPNV Anbindung gibt, die man nutzen könne aber nicht nutzt, ist man einige wenige Kilometer vor der Stadt ohne Auto echt am Allerwertesten. Allerdings wäre dort auch genügend Platz sowie passende Immobilien, um mit einem E-Fahrzeug klarzukommen.

Stellt sich halt die Frage, was die ganzen Leute aus den Speckgürtelgemeinden jeden Tag in der Stadt wollen? Die aber ganz schön viele Facharzttermine, Großbesorgungen, etc., denn bei der geringen Vorortdichte von Kiel müssen die sogar wirklich alle jeden Tag fahren, damit es nenneswert voll wird.
Oder sind es vielleicht doch Leute, die ihren Lebensmittelpunkt eigentlich in der Stadt haben, sich aber 100 € Miete im Monat sparen, der Umwelt mehrere Tonnen CO2 extra im Jahr zumuten, von der Allgemeinheit den Bau unter Unterhalt großer Einfallstraßen fordern und die das Leben innerhalb der Stadt durch ihren Verkehr noch unattraktiver machen? Und deren Geld Regime von RU bis VAR am Leben erhält?

Tjo. Denen muss man halt langsam mal mitteilen, dass Leben auf Kosten anderer einem nicht unbedingt die Sympathie anderer einbringt, sondern dazu führen kann, dass die eigenen Interessen irgendwann mal nicht die höchste Priorität der Allgemeinheit genießen. Innerhalb Kiels kann man jedenfalls wirklich gut ohne Auto auskommen. Ich habe selbst einige Zeit in der Wik gewohnt und jenseits der Hörn gearbeitet. 30 Minuten an der Kiellinie lang und gut ist. (Holtenauer + Knooper stadteinwärts noch etwas schneller, aber da muss man wegen grüner Welle und Verkehr etwas fitter sein oder E-Unterstützung mitbringen)
 
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