Der Energiewende Thread

  • Ersteller Ersteller Gast1675120202
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@emp1 Okay, das sind dann aber andere Ansatzpunkte.

Bezüglich Geothermie habe ich bisher keine Informationen über bzw. Pläne zu großen bzw. vergrößerbaren Energiegewinnungspotenzialen in Deutschland vernommen. Dies ist von Wissenschaftler*innen als sehr begrenzt eingeschätzt worden. Hauptenergiequellen sollen Wind und Sonne sein. Und diesbezüglich gibt es ja noch massig Ausbaupotenzial - bspw. für Photovoltaik ja theoretisch einen Großteil des aktuell bebauten bzw. genutzten Gebietes in Deutschland. Angesichts des Wissens um Klimakrise und Energiebedarfe (gerade aus Wirtschaftsstandortsicht) ist es schon erstaunlich, dass der Ausbau der EE so stark verzögert worden ist und nicht nur das - sondern auch der dafür dringend benötigte Ausbau der Stromnetze und Speichermöglichkeiten.

Das der Zug für Atomkraft in Deutschland eigentlich abgefahren ist, sehe ich auch so bzw. finde ich angesichts der Schäden, Lagerproblematik und Risiken richtig so. Im Aufflammen zuletzt von Diskussionen sehe ich auch von jenen Akteuren die Absicht Nebelkerzen zu zünden. Atomkraft (inkl. Fusionsenergie) an sich ist gerade bezogen auf den zeitlich begrenzten Umsetzungsrahmen der Energiewende Irrsinn. Da bin ich bei Dir.

Inwieweit Forschungsreaktoren einzuschätzen sind, würde ich nicht sagen wollen. Im jedem Falle sind hierbei die oben bereits genannten Problematiken zu berücksichtigen. Danke für den Artikel. Mit dem Thema Energiewende hat das allerdings nichts zu tun.

Den Titel "Exportnation" und die dafür stehende Wirtschaftsstrategie sehe ich durchaus kritisch. Das hat durchaus einen Zusammenhang zu hiesigem Thema, würde dies aber auch sehr weiten.
In jedem Falle müsste Begrenztheit der Ressourcen, Eingriffe in die Natur (eben auch durch Maßnahmen zur der Deckung der Energiebedarfe) und bereits gravierende Negativfolgen für die Ökosysteme bzw. Lebensgrundlagen thematisiert werden. An der Einrichtung einer Kreislaufwirtschaft wird mensch nicht vorbeikommen, wollte mensch das Ende der Zivilisationen nicht vorzeitig befeuern. Die massiven negativen Folgen des bisherigen Wirtschaftsmodells werden allerorts immer deutlicher.
 
@emp1 Okay, das sind dann aber andere Ansatzpunkte.

Bezüglich Geothermie habe ich bisher keine Informationen über bzw. Pläne zu großen bzw. vergrößerbaren Energiegewinnungspotenzialen in Deutschland vernommen. Dies ist von Wissenschaftler*innen als sehr begrenzt eingeschätzt worden. Hauptenergiequellen sollen Wind und Sonne sein. Und diesbezüglich gibt es ja noch massig Ausbaupotenzial - bspw. für Photovoltaik ja theoretisch einen Großteil des aktuell bebauten bzw. genutzten Gebietes in Deutschland. Angesichts des Wissens um Klimakrise und Energiebedarfe (gerade aus Wirtschaftsstandortsicht) ist es schon erstaunlich, dass der Ausbau der EE so stark verzögert worden ist und nicht nur das - sondern auch der dafür dringend benötigte Ausbau der Stromnetze und Speichermöglichkeiten.
Sagen wir es mal so.
Selbst Herr Habeck taxiert das Potential auf ca. 25% der benötigten Gesamtenergie.
Die Wissenschaft sieht deutlich mehr Potential (up to 50%), aber darüber will ich hier gar nicht dispiutieren
Auf jeden Fall ausreichend für die Grundlastversorgung.

Das der Zug für Atomkraft in Deutschland eigentlich abgefahren ist, sehe ich auch so bzw. finde ich angesichts der Schäden, Lagerproblematik und Risiken richtig so. Im Aufflammen zuletzt von Diskussionen sehe ich auch von jenen Akteuren die Absicht Nebelkerzen zu zünden. Atomkraft (inkl. Fusionsenergie) an sich ist gerade bezogen auf den zeitlich begrenzten Umsetzungsrahmen der Energiewende Irrsinn. Da bin ich bei Dir.
Auch Fusion sehe ich nicht vor 2050 oder 2060, als zündender Prinzipreaktor und garantiert noch weitere 50 Jahre bis zur Energiegewinnung.
Das ist alles noch im Stadium der Grundlagenforschung und sehr weit davon entfernt, auch nur ansatzweise industriell verwertbar zu werden. Da wird evtl. dann die Energieform im Jahre 2100 oder beyond, aber nicht früher.

Inwieweit Forschungsreaktoren einzuschätzen sind, würde ich nicht sagen wollen. Im jedem Falle sind hierbei die oben bereits genannten Problematiken zu berücksichtigen. Danke für den Artikel. Mit dem Thema Energiewende hat das allerdings nichts zu tun.
Nein, das hat rein gar nichts mit Energiewende zu tun, sondern ist lediglich der freundlich gemeinte Hinweis, dass es für den Industriestandort Deutschland Sinn machen würde, weiterhin auch in diesem Bereich Spitzenpersonal auszubilden.

Den Titel "Exportnation" und die dafür stehende Wirtschaftsstrategie sehe ich durchaus kritisch. Das hat durchaus einen Zusammenhang zu hiesigem Thema, würde dies aber auch sehr weiten.
In jedem Falle müsste Begrenztheit der Ressourcen, Eingriffe in die Natur (eben auch durch Maßnahmen zur der Deckung der Energiebedarfe) und bereits gravierende Negativfolgen für die Ökosysteme bzw. Lebensgrundlagen thematisiert werden. An der Einrichtung einer Kreislaufwirtschaft wird mensch nicht vorbeikommen, wollte mensch das Ende der Zivilisationen nicht vorzeitig befeuern. Die massiven negativen Folgen des bisherigen Wirtschaftsmodells werden allerorts immer deutlicher.
Das ist eine Grundsatzdiskussion.
Fakt ist, dass von den ca 40 Mio. Arbeitnehmer fast 70% direkt oder indirekt mit dem Erfolg der Exporte ins Ausland abhängen. Diese tragen logischer Weise auch die Hauptlast bei Steuern (als Steuerzahler wie Konsument) und somit zeitgleich die Haupteinnahmequelle für den Staat.
Ich hab garantiert kein Problem damit, wenn der Maßstab eines Landes nicht am Bruttosozialprodukt gemessen werden würde, aber die Welt misst aber daran.

Ein Umbau kann nur dann statt finden, wenn alle Staaten mitziehen.
Wenn man so will, eine neue Weltordnung.
Börse gäbe es dann nicht, Unternehmen ohne Rendite bekommen kein Geld von Aktien, da kein Gewinn damit gemacht werden kann.
Auchdann muss der Umbau der Wirtschaft sanft von Statten gehen.
Tuts das nicht, haste eben hohe Arbeitslosigkeit, kein Geld in den Kassen, keine Sozialleistungen, kein Geld für Infrastruktur etc..

In Summe ist das theoretisch alles schön, in der Praxis aber mit großen Felsbrocken auf dem Weg versehen.
Eine echte Lösung kann ich hier auch nicht anbieten, wie auch.

Und bevor es gleich wiede raus der Ecke kommt:
Nein, Sozialismus oder Kommunismus ist KEINE Lösung.
Alle Modelle auf der Welt gnadenlos gescheitert mit dem Ressultat von armen Menschen die noch weniger haben, wenn sie denn das Glück haben, noch am Leben zu sein.
Die Raffgier von Räten und dgl. ist meist noch größer als die von bluttriefenden Despoten.
 
Sagen wir es mal so.
Selbst Herr Habeck taxiert das Potential auf ca. 25% der benötigten Gesamtenergie.
Die Wissenschaft sieht deutlich mehr Potential (up to 50%), aber darüber will ich hier gar nicht dispiutieren
Auf jeden Fall ausreichend für die Grundlastversorgung.
Kannst Du dazu mal Quellen verlinken?

Das ist eine Grundsatzdiskussion.
Fakt ist, dass von den ca 40 Mio. Arbeitnehmer fast 70% direkt oder indirekt mit dem Erfolg der Exporte ins Ausland abhängen. Diese tragen logischer Weise auch die Hauptlast bei Steuern (als Steuerzahler wie Konsument) und somit zeitgleich die Haupteinnahmequelle für den Staat.
Die Ausrichtung der Wirtschaft auf Export ist eine politische Entscheidung und die Exportausrichtung hat nicht nur Vorteile und wird nicht allein positiv betrachtet - insbesondere nicht von anderen Staaten. Die Ausrichtung kann mensch auch verändern.

Die Belastung durch Steuern ist ein weiteres Feld. Da ginge es auch um die Verteilung der Steuerlast.

Ein Umbau kann nur dann statt finden, wenn alle Staaten mitziehen.
Wenn man so will, eine neue Weltordnung.
Börse gäbe es dann nicht, Unternehmen ohne Rendite bekommen kein Geld von Aktien, da kein Gewinn damit gemacht werden kann.
Auchdann muss der Umbau der Wirtschaft sanft von Statten gehen.
Tuts das nicht, haste eben hohe Arbeitslosigkeit, kein Geld in den Kassen, keine Sozialleistungen, kein Geld für Infrastruktur etc..

In Summe ist das theoretisch alles schön, in der Praxis aber mit großen Felsbrocken auf dem Weg versehen.
Eine echte Lösung kann ich hier auch nicht anbieten, wie auch.
Es gäbe und gibt (in kleinerem Rahmen) ja durchaus Ansätze, auch wenn es bezüglich der Vorzeichnung von Übergängen gerade bezüglich größerer Strukturen schwieriger wird. An sich Pflichten ich Dir da bei.

Und bevor es gleich wiede raus der Ecke kommt:
Nein, Sozialismus oder Kommunismus ist KEINE Lösung.
Alle Modelle auf der Welt gnadenlos gescheitert mit dem Ressultat von armen Menschen die noch weniger haben, wenn sie denn das Glück haben, noch am Leben zu sein.
Die Raffgier von Räten und dgl. ist meist noch größer als die von bluttriefenden Despoten.
Naja, fragt sich, wer solche von Dir suggerierten Systeme mit den angedeuteten Folgen denn wollte. Ich nicht.

Dazu sei gesagt, dass manche Wege auch nicht beschritten wurden bzw. verhindert wurden (bspw. der von der CIA gestützte Putsch von Pinochet gegen Allende in Chile).

Etwas fraglos lässt mich Deine Einordnung bezüglich "Bluttriefe" und "Raffgier" zurück. Hast Du dabei auch Gier des Kapitalismus und Opfer von bzw. Gewalt durch Kolonialismus und Imperialismus mit einbezogen?
Ich stehe Leninismus, Stalinismus u.ä. ablehnend gegenüber. Auf der anderen Seite finde ich es problematisch, wenn jegliche Alternativen in die Nähe dieser gerückt werden, ja der Gedanke an Alternativen bereits im Kern erstickt wird (erinnert an Schröders "Basta!" und Merkels "Alternativlos"). Zumal die Gefahr aktuell von Rechts mehr als deutlich ist und die Linke leider kaum mit Gegenentwürfen sichtbar ist und zu wenige Menschen hat überzeugen können und vom Neoliberalismus teils zerstört wurde bzw. sich anhand diesem teils zerstört hat und jene quasi "pervertierten"/verfremdet/auf den Kopf gestellten Parteien (SPD, Grüne) wie auch die (anderen) konservativen und liberalen Parteien es nicht verstehen, sozialen Sprengstoff zu reduzieren und einen dringend benötigten sozialökologischen Wandel voranzutreiben.

Worin wir uns zumindest offenbar einig sind, ist, dass das bisherige wachstumsbasierte System keine Zukunft hat und es diesbezüglich schnell großer Veränderungen bedarf.
 
Zuletzt bearbeitet:
Weiss eigentlich jemand hier wie viele Milliarden € allein D pro Jahr in den an OPEC Länder verschiebt für den Import von Öl und Ölprodukten?

Was könnte man mit der Summe alternativ anstellen wenn man die nicht in Norwegen, USA, Kasachstan, Lybien, Irak etc. ausgeben würde sondern hier lokal vor Ort?
 
Kannst Du dazu mal Quellen verlinken?
Bitte sehr, 25% Potetial lt. Habeck, unteres Drittel im Artikel:


Die Ausrichtung der Wirtschaft auf Export ist eine politische Entscheidung und die Exportausrichtung hat nicht nur Vorteile und wird nicht allein positiv betrachtet - insbesondere nicht von anderen Staaten. Die Ausrichtung kann mensch auch verändern.
Es ist vor allem erst einmal so, dass ein Großteil der deutschen Wirtschaft aktuell so ausgerichtet ist.
Wenn der vorhandene, allgemeine Wohlstand erhalten bleiben soll, ist es zwangsweise notwendig, dass Arbeitsplätze wie Lohnniveau aufrecht erhalten bleiben muss.
Haste stagnierende (wg. allgem. Inflation dann abnehmende) oder geringere Einkommen, weil wir das nicht mehr so wollen, haste automatisch weniger Steuereinnahmen, die man für was auch immer wieder verteilen kann.
Das Allererste, das kann ich dann schriftlich geben, würden soziale Leistungen gestrichen werden.
Kann ja auch nicht der Plan sein.
Eine Kreislaufwirtschjaft bedeutet zuallererst einmal eine stärlere Binnennachfrage nach produzierten Gütern oder Dienstleistungen - auch dafür würden die "Kunden", sprich Bevölkerung erst einmal das notwendige Geld haben müssen.
Ironischer Weise haben wir es im Gegensatz zu den USA (die sind da tatsächlich schon viel näher dran) nicht geschafft, denn Binnnekonsum anzuregen.
Die da drüben machen grob 60% der Wirtschaftleistung alleine aus der Binnennachfrage.
Kreislaufwirtschaft, egal auf welchem Niveau bedeutet geldtechnisch, dass genau so viel produziert wird, wie verbraucht wird. Geld ist ja dabei dann nur noch eine statistische Größe zur Bemessung der Arbeitsleistung.



Die Belastung durch Steuern ist ein weiteres Feld. Da ginge es auch um die Verteilung der Steuerlast.
Das ist richtig.
Wir haben aber, mit wenigen Ausnahmen, schon eine der höchsten Steuerlasten weltweit.
Klar kann man Spitzensteuersatz noch darüber schrauben.
Habe ich ja schon mal weiter vorne ausgerechnet.
Machste weltweit Topspitzensteuersatz von 65%, würde das ganz grob 30 Mrd./Anno zusätzlich reinspülen.

Macht das Sinn, wenn aktuell ein Unternehmen nach dem anderen wegen zu hoher Lohn(Neben)Kosten die Segel streicht? Eher nicht.

Gut, D. ist da nicht alleine.
Große Volkswirtschaften wie Frankreich ode rItalien kämpfen an der genau gleichen front.
Die Staaten sind zu groß, um flexiblere Modelle wie in Ösiland odes Schweden effektiv auf die Räder zu bekommen und die Wirtschaft ist eben anders geprägt.

Es gäbe und gibt (in kleinerem Rahmen) ja durchaus Ansätze, auch wenn es bezüglich der Vorzeichnung von Übergängen gerade bezüglich größerer Strukturen schwieriger wird. An sich Pflichten ich Dir da bei.

Der Versuch des Umdenkens ist nie strafbar :)
Der Punkt ist, du brauchst für eine Kreislaufwirtschaft gut vergütete und gut ausgebildete Menschen.
un du musst primär GÜTER herstellen, die hochpreisig an gut verdienende Meschen, die das auch haben wollen, verkauft werrden können.
Nur mit Dienstleistung wird das genau gar nix.
Mit 10 Mio. von 40 Mio. Arbeitnehmern an Pizzafahrern und Niedriglohngaststätenarbeiter(innen) gewinnste im Sinne Kreislauf nix.
Sollte das der Plan sein, muss zunächst eine massive Bildungsoffensive her.

Naja, fragt sich, wer solche von Dir suggerierten Systeme mit den angedeuteten Folgen denn wollte. Ich nicht.

Dazu sei gesagt, dass manche Wege auch nicht beschritten wurden bzw. verhindert wurden (bspw. der von der CIA gestützte Putsch von Pinochet gegen Allende in Chile).

Etwas fraglos lässt mich Deine Einordnung bezüglich "Bluttriefe" und "Raffgier" zurück. Hast Du dabei auch Gier des Kapitalismus und Opfer von bzw. Gewalt durch Kolonialismus und Imperialismus mit einbezogen?
Es kommt immer drauf an, ob und wann du einen Zeitschnitt machst.

Die "Eroberung" der amerikanischen Kontinente hat, je nach Quelle, zw. 200 und 500 Mio. Natives das Leben gekostet.
Die Ausbreitung des Islams im frühen Mittelalter hat ebenso um die 200 Mio. Leben gekostet, vor allem in Ostasien.
Die Greultaten unter christlicher Flagge ohne amerikanische Kontinente taxiert man auf ebenso 200 Mio. Tote.
Die Völkerwanderung, ausgelöst durch Stämme aus Zentralasien hat bis zu 1 Mrd. Menschen das Leben gekostet.
Die Kolonialpolitik europoäischer Staaten zw. 1850 und 1950 hatte ebenso grob 800 Mio. Tote zur Folge.

Neuzeit nach WK II:
Kommunismus:
Die Scheckensherrschaft Stalins während und nach WK II wird auf irgendwas zw. 30 und 60 Mio. taxiert und Mao hat wohl bis zu 250 Mio. Chinesen das Leben gekostet.

Ich stehe Leninismus, Stalinismus u.ä. ablehnend gegenüber. Auf der anderen Seite finde ich es problematisch, wenn jegliche Alternativen in die Nähe dieser gerückt werden, ja der Gedanke an Alternativen bereits im Kern erstickt wird (erinnert an Schröders "Basta!" und Merkels "Alternativlos").
Sorry, aber alle verflossenen wir aktiv laufenden sozialistischen Systems funktionieren nachweislich eben nicht.
Und vor allem verliert jedesmal der kleine Bürger das Wenige was er noch hat.
Aktuell gibt es weltweit noch nachfolgende Staaten, die offiziell sozialistisch regiert werden:
Algerien, VR Sansibar&Pemba, Kuba, Venezuela, China, Bangladesh, NKorea, Laos, Nepal, Sri Lanka und Vietnam.

Mit Ausnahme von Sansibar&Pemba und Vietnam gibte s keine freien Wahlen zur Bestätigung der Systeme und durchweg ein wie auch immer geartete Machtstruktur, Clans, Familien, Alleinherrscher, whatever.
Ich sehe keinerlei Erfolgsmodell.

Zumal die Gefahr aktuell von Rechts mehr als deutlich ist und die Linke leider kaum mit Gegenentwürfen sichtbar ist und zu wenige Menschen hat überzeugen können und vom Neoliberalismus teils zerstört wurde bzw. sich anhand diesem teils zerstört hat und jene quasi "pervertierten"/verfremdet/auf den Kopf gestellten Parteien (SPD, Grüne) wie auch die (anderen) konservativen und liberalen Parteien es nicht verstehen, sozialen Sprengstoff zu reduzieren und einen dringend benötigten sozialökologischen Wandel voranzutreiben.
Der WELTWEITE Ruck nach rechts ist in der Tat interessant.
Ich habe da meine ganz eigene Theorie dazu:
Die Welt wird immer komplexer, immer mehr Menschen, immer mehr diverse Interessenslagen und das Spektrum Mitte-Links versucht, mit Regelwerken es wirklich allen gerecht zu machen.
Die Folge ist eine Überregulierung und dagegen wehren sich die Menschen im Sinne "Deregulierung" und back to the roots.
Gut gemeinte Regulierung trifft somit gegen eine freiheitsliebenden Grundwesensart des Menschen.
Ironischer Weise treibt aber diese Gegentendenz die Menschen eben ins rechte Lager, dass i. d. R. nach "Machtübernhame" zur Sicherung der eigenen Macht, noch mehr und restriktivere Regulierungen anstrebt.
Ein Teufelskreis...

Worin wir uns zumindest offenbar einig sind, ist, dass das bisherige wachstumsbasierte System keine Zukunft hat und es diesbezüglich schnell großer Veränderungen bedarf.
Das wachstumsbasierte System ist ein System, dass zunächst davon ausgeht, dass Ressourcen, Material wie Mensch unversiegbar sind.
Beim Letzteren trifft da eher zu, beim Ersteren stehen wir tatsächlich im Konflikt, wie es weitergehen soll.
Vermutlich sind wir weltweit an der Grenze der Belastbarkeit des Planeten durch die Spezies Mensch angekommen.
Alle hochrechnungen bisher verzeichnen noch einen Anstieg auf irgendwas um die 9-11 Mio, bis dann, theoretisch, auf Grund besserer Gesundheitsversorgung, längerer Lebensspanne, andere "Rentenmodelle" als nur Kinder machen, es langsam wieder abfallen soll.

Trifft da alles zu? - keine Ahnung.
Wenns blöd läuft, ist die Weltgesellschaft eben nicht mehr in der Lage 10 Mio. zu versorgen und die biologische Reaktion wäre dann, noch mehr Nachkommen zu produzieren - bis eben ein Komplettkollaps eintritt.

Komplexer wird dann noch, wenn der allg. Klimawandel bis 2050-2075, so schätzt man, ca. 1/3 aller Agrarflächen veröden lässt. Alle derzeitigen Modelle, so unpräzise sie auch sein mögen, gehen davon aus, dass wir mind. für eine Interimsphase mit einem Temperaturanstieg um bis zu 2,6° C rechnen müssen.

Die tatsächlichen Folgen und nachgelagerte Folgen sind m. E. noch völlig unabsehbar.

Solitär als Einzelstaat auf Kreislaufwirtschaft umzusteigen ist sinnfrei, die ganze Weltgemeinschaft müsste sich dahingehend kommitten, was ich - hier pessimistisch - als sehr unwahrscheinlich ansehe.
 
Was könnte man mit der Summe alternativ anstellen wenn man die nicht in Norwegen, USA, Kasachstan, Lybien, Irak etc. ausgeben würde sondern hier lokal vor Ort?
Wenns hier öohnenswerte Memgen an Öl gäbe, würde mans nicht importieren!?
Also würde man hier vor Ort logischerweise kein Geld ausgeben...weil nix da...

Mit so ner Frage würde im am Wochenende rechnen, wegen Vollsuff, aber nicht an nem Dienstag. :ugly:
 
Inwieweit Forschungsreaktoren einzuschätzen sind, würde ich nicht sagen wollen.

So ziemlich alles, was Deutschland an Fissions-Forschungsreaktoren mit Blick auf Energiegewinnung gebaut oder geplant hatte, ist als Fehlschlag einzuschätzen.
Das meiste sind aber einfach nur sehr simple Aufbauten, die als Strahlungsquelle für medizinische, biologische, physikalische und Materialforschung dienen. Mit abgesehen von den Münchnern, die seit Jahrzehnten darauf bestehen, mit atomwaffenfähiges Material aus Russland zu arbeiten, sind die Dinger relativ unkritisch.


Es ist vor allem erst einmal so, dass ein Großteil der deutschen Wirtschaft aktuell so ausgerichtet ist.
Wenn der vorhandene, allgemeine Wohlstand erhalten bleiben soll, ist es zwangsweise notwendig, dass Arbeitsplätze wie Lohnniveau aufrecht erhalten bleiben muss.

Kein Großteil der Wirtschaft. Aber der primär besprochene Teil ist so ausgerichtet, ja, und damit schlichtweg zukunftsuntauglich. Für den Erhalt des Wohlstands ist es somit elementar wichtig, diese Altlasten so schnell wie möglich zu ersetzen. Wir schleifen sie jetzt schon 30 Jahre mit - sie 50-60 Jahre mit zu erhalten, wie seinerzeit Ruhr- und Saarkohle und dabei soviel Subventionen reinzubuttern, dass der Aufbau von etwas nütztlichem nicht mehr bezahlt werden kann, das kann sich Deutschland schlichtweg nicht erlauben.

Eine Kreislaufwirtschjaft bedeutet zuallererst einmal eine stärlere Binnennachfrage nach produzierten Gütern oder Dienstleistungen -

Nein. Die bedeutet zu allererst einmal keine Nachfrage nach Importen und endlichen Ressourcen. Niemand will Exporte verbieten, solange jemand unseren Krempel haben will, soll er den auch bekommen. Aber wir müssen aufhören, auf Sand zu bauen, in der Hoffnung dass diese Abnahme ewig zu weitergehen wird. Ganz abgesehen davon, dass so etwas hochriskant ist, wie man derzeit an VW und der Stahlindustrie sehen kann, die beide komplett verpeilt haben, was China für ihre Branche bedeutet und jetzt auf die Pleite zufahren.

Aktuell gibt es weltweit noch nachfolgende Staaten, die offiziell sozialistisch regiert werden:
Algerien, VR Sansibar&Pemba, Kuba, Venezuela, China, Bangladesh, NKorea, Laos, Nepal, Sri Lanka und Vietnam.

Und auf der Liste der Staaten, die demokratisch regiert werden, stehen unter anderem Russland, China und Iran. Was sagt uns das über die Tauglichkeit solche Selbstbeschreibungen als Diskussionsgrundlage?

Ein Teil der genannten Staaten könnte zwar tatsächlich als sozialistisch bezeichnet werden, aber sie sind auch Diktaturen, was viele ihrer Probleme verursacht. Ungeachtet dessen gibt es Hinweise darauf, dass einige politische Ansätze aus diesen Ländern gar nicht so schlecht sind. Man muss halt nur die guten vom schlechten trennen. Kuba z.B. hat weitaus weniger Gewalt und eine bessere medizinische Versorgung als beinahe der gesamte Rest Mittelamerikas. Der Bevölkerung von Sansibar soll es etwas besser gehen, als dem Rest Tansanias. Vietnam hat in den letzten 10-20 Jahren eine ganz passable wirtschaftliche Entwicklung für ein Land dieser Größe und politischen Isoliertheit hingelegt.

Mit Ausnahme von Sansibar&Pemba und Vietnam gibte s keine freien Wahlen zur Bestätigung der Systeme und durchweg ein wie auch immer geartete Machtstruktur, Clans, Familien, Alleinherrscher, whatever.
Ich sehe keinerlei Erfolgsmodell.

Vietnam hat keine Wahlen. Mag sein, dass sie die Auszählungen nicht manipulieren, aber das passive Wahlrecht ist in etwas so demokratisch ausgestaltet, wie Deutschland Ende 33.

Der WELTWEITE Ruck nach rechts ist in der Tat interessant.
Ich habe da meine ganz eigene Theorie dazu:
Die Welt wird immer komplexer, immer mehr Menschen, immer mehr diverse Interessenslagen und das Spektrum Mitte-Links versucht, mit Regelwerken es wirklich allen gerecht zu machen.
Die Folge ist eine Überregulierung und dagegen wehren sich die Menschen im Sinne "Deregulierung" und back to the roots.
Gut gemeinte Regulierung trifft somit gegen eine freiheitsliebenden Grundwesensart des Menschen.
Ironischer Weise treibt aber diese Gegentendenz die Menschen eben ins rechte Lager, dass i. d. R. nach "Machtübernhame" zur Sicherung der eigenen Macht, noch mehr und restriktivere Regulierungen anstrebt.
Ein Teufelskreis...

Außerhalb der USA, wo die Überlappung mit den Wirtschaftsliberalen aufgrund des Partei-nicht-spektrums größer ist, proklamiert das rechte Lager erst gar keine Deregulierung. Aber mit der Komplexität bist du trotzdem auf dem richtigen Pfad:
Man hat mittlerweile so viele globale, komplexe Probleme sich soweit eskalieren und ansammeln lassen, dass sie zum dominierenden Faktor in fast allen Teilen der Politik geworden sind. Globalisierte Wirtschaft, Klimawandel, Geostrategie, Fluchtbewegungen - um was anderes geht es faktisch nicht mehr. Vom demokratischen Bürger wird somit verlangt, dass er Beurteilungen zu diesen komplexen Sachverhalten abgibt und dafür braucht es wesentlich mehr Hirnaktivität und Information, als die Mehrheit der Bürger bereit sind, zu geben. Die Rechten punkten in dieser Situation mit dumpfen, primitiven Losungen und den typischen Schuldzuweisungen. Die sind zwar vollkommen falsch, aber sie lassen sich gut mitgrölen und auf einen gemeinsamen Sündenbock einzuschlagen hat schon immer gut funktioniert, wenn man Menschen scharen wollte. Frag Göbbels.
Die Linken dagegen differenzieren alles bis zum geht nicht mehr und wollen grundsätzlich jedes Problem aus jeder Richtung analysieren. Das wirkt dann überheblich (weil es halt auf einem höheren Niveau stattfindet) als die Sichtweise der breiten Masse und die Leute mögen es nicht, wenn sie im Vergleich dumm da stehen.

Das wachstumsbasierte System ist ein System, dass zunächst davon ausgeht, dass Ressourcen, Material wie Mensch unversiegbar sind.
Beim Letzteren trifft da eher zu, beim Ersteren stehen wir tatsächlich im Konflikt, wie es weitergehen soll.

Auch bei letzterem trifft das nicht zu. "Mensch" steht zwar mittelfristig zeitlich unbegrenzt zur Verfügung, aber Wachstumsapologeten setzen auch voraus, dass zu jedem Zeitpunkt unendlicher Nachschub besteht. Also nicht "da kommt gleich noch einer nach", sondern "da liegt schon einer griffbereit". Und auch nicht einfach "Mensch", sondern "Fachkraft"...

Trifft da alles zu? - keine Ahnung.

Abgesehen davon, dass Milliarden und nicht Millionen sind:
Ja.
Und es sind Prozesse mit verzögerten, negativen Rückkoppelungen. So könnten wir z.B. durchaus die Landwirtschaft soweit intensivieren, dass sie benötigten +30% ausspuckt. Aber das wäre nicht nachhaltig, schon das heutige Niveau ist es nicht. Das heißt in 50-60 Jahren fällt die Produktion nicht auf das für-8-Milliarden Niveau von heute zurück, sondern auf für-5-Milliarden. Was für die menschliche Zivilisation ein extentielles Problem sein wird, denn zu dem Zeitpunkt sind halt 10 Milliarden dar und keiner wird freiwillig gehen.

Im weiten Teilen bestand die "Weiterentwicklung" seit der Mitte des 20. Jhd. immer nur daraus, die ausgebeuteten Regionen auszudehnen und die Ausbeutungsgeschwindigkeit gegenüber der Regenerationsgeschwindigkeit zu steigern, also die Puffer zu verkleinern. Mittlerweile ist nahezu der gesamte Planet außer den Polregionen erfasst und die meisten Pools sind leer. Es bleibt nur noch der Kollaps. Bei Energie + CO2 ist aufgrund der Trägheit der Systeme noch etwas Luft (dafür werden die Auswirkungen bis mindestens 2500 für sich verschlechternde Bedingungen sorgen), aber in den nächsten 10-20 Jahren dürfte z.B. Fischfang spannend werden. Aktuell liefert der die primäre Proteinversorgung für rund 2 Milliarden Menschen, aber 2/3tel der existierenden Bestände sind im Arsch und ungenutzte gibt es gar nicht mehr, auf die man ausweichen könnte. Man müsste 1-2 Jahrzehnte auf 0,5 Milliarden runter, bis sich alles erholt hat, dann könnte man vielleicht 1 Milliarde nachhaltig versorgen - stattdessen geht der Kurs auf 3 und 10-20 Jahre Fasten funktioniert auch nicht.

Die tatsächlichen Folgen und nachgelagerte Folgen sind m. E. noch völlig unabsehbar.

Bei so extremen Veränderungen ist immer etwas educated guess im Spiel, aber seit rund 2 Jahrzehnten versucht man das abzusehen. Und man sieht mehr als genug, um sagen zu können, dass es fürchterlich wird und das wird auch regelmäßig veröffentlich.
Interessiert aber halt keinen. Ist zu komplex.

Solitär als Einzelstaat auf Kreislaufwirtschaft umzusteigen ist sinnfrei, die ganze Weltgemeinschaft müsste sich dahingehend kommitten, was ich - hier pessimistisch - als sehr unwahrscheinlich ansehe.

Wir sind kein Einzelstaat. Wir sind der dominierende Faktor in der EU und die ist der wichtigste wirtschaftliche Akteur dieses Planeten.
 
Das der Zug für Atomkraft in Deutschland eigentlich abgefahren ist, sehe ich auch so bzw. finde ich angesichts der Schäden, Lagerproblematik und Risiken richtig so.
Auf was stützt Du diese Aussage? Fakten? Aussagen? Meinung?
Das ist mein Fazit basierend auf Fakten. An sich gehe ich mit der Anti-AKW-Bewegung konform. Diese und Wissenschaftler*innen haben dafür gesorgt, dass Informationen zu Risiken und Störfälle an die Öffentlichkeit gelangt sind. Bspw. konnte die Umsetzung des politischen (! nicht wissenschaftlichen) Beschlusses zur Errichtung eines sogenannten Endlagers in Gorleben verhindert werden. Bis heute ist kein Ort für ein "Endlager" gefunden worden bzw. vorhandene werden als ungeeignet eingeordnet. An sich ist die Definition "Endlager" angesichts des extrem langen und somit nicht überschaubaren Zeitraumes, in dem das strahlende Material nicht mehr gefährlich ist, irreführend. Zwischenzeitlich werden die katastrophalen Lagerungsbedingungen in Zwischenlager offensichtlich (u.a. Absaufen der Asse).
Einen kleinen Ausschnitt der Schäden gab ich ja bereits an - das sind Umweltschäden und Gesundheitsschäden resultierend aus der Urangewinnung. Siehe bspw. Uranabbau in Sachsen und Thüringen (Wikiartikel über Wismut ab verlinkten Punkt).
Zu den Risiken - seit es Atomkraft gibt, hat es zig Störfälle gegeben. Siehe hier: eine Liste zu Störfällen in Deutschland und eine kurze Liste über Unfällen in kerntechnischen Anlagen, eine internationale Bewertungskala mit zugeordneten Unfällen. Die katastrophalsten sind bekanntlicherweise Tschernobyl und Fukushima. Die Folgen von nuklearen Unfällen sind gravierend aufgrund der gefährlichen Radioaktivität und großflächiger Kontamination. Ein Restrisiko kann nicht ausgeschlossen werden.
Hier noch eine Liste von 100 Gründen inkl. Quellen, die die "Nachteile" von Atomkraft aufzeigen.
Meiner Ansicht nach sollte Atomkraft aufgrund zuvor genannter Punkte nicht verwendet werden. Wenn sich Menschen für Atomkraft aussprechen, so fände ich es redlich, wenn sich diese vorab freiwillig als Liquidator*innen melden würden, sich für den Ernstfall also bereiterklärten, an der Beseitigung von Havariefolgen mitzuarbeiten. Nach dem GAU in Tschernobyl, so wird geschätzt, starben an den Folgen der Aussetzung der Strahlung 50.000 Menschen, die für die Eindämmung der GAU-Folgen hinzugeholt wurden. Die Kosten des zweiten, jetzigen "Sarkophages" (Schutzhülle) über der zerstörten Anlage belaufen sich auf über 2 Milliarden Euro. Die Sperrzone hat einen Radius von ca. 30 km. Ca. 350.000 Menschen mussten evakuiert werden. Mensch stelle sich einen GAU im dichterbesiedelten Westeuropa vor ...
Da sind die Folgen von bspw. durch Sturm gelösten und umherfliegenden PV-Module um einiges überschaubarer. Zumal deren Konstruktion und wirksame Sicherung wesentlich einfacher ist als Bau und Betrieb von AKWs.

Meine Aussage, die Du zitiertest, geht übrigens so weiter:
... Im Aufflammen zuletzt von Diskussionen sehe ich auch von jenen Akteuren die Absicht Nebelkerzen zu zünden. Atomkraft (inkl. Fusionsenergie) an sich ist gerade bezogen auf den zeitlich begrenzten Umsetzungsrahmen der Energiewende Irrsinn. Da bin ich bei Dir.
Selbst, wenn mensch aufgrund der enormen Bedrohung durch die Klimakrise zu einer Abwägung kommt, dass obig beschriebene Risiken der Atomkraft inkaufzunehmen seien (Das bin ich nicht. Da muss mensch andere Lösungswege verfolgen), so ist der Bau neuer AKWs in Deutschland nicht (!) zielführend, da eine Inbetriebnahme viel zu spät erfolgen würde. Die Reduktion von Treibhausgasen muss in großem Umfang jetzt (!) erfolgen, nicht in 10-20 Jahren oder so.
Solar- und Windenergie ist übrigens wesentlich kostengünstiger. Also spricht aus Kostenerwägung nichts für Atomkraft - zumal unter Einbezug von "Endlagerung", Dekontamination usw. usf..
 
Zuletzt bearbeitet:
Bitte sehr, 25% Potetial lt. Habeck, unteres Drittel im Artikel:
Danke! Wie gesagt, so umfangreich habe ich das Potenzial seitens Energiewendevertreter*innen, Wissenschaftler*innen wie bspw. Prof. Volker Quaschning bisher nicht vernommen. Wie Bürokratieabbau bezüglich der Umsetzung von geothermischen Anlagen aussieht und einzuordnen ist, da bin ich skeptisch. Es gibt bezüglich Geothermie je nach Untergrund und Region auch Nachteile. Informationsseiten seitens der Geothermie-Industrie würde ich erstmal weniger vertrauen, da diese natürlich Interesse daran haben, Geothermie(projekte) positiv darzustellen. Hier ein anderer Blick darauf:

Es ist vor allem erst einmal so, dass ein Großteil der deutschen Wirtschaft aktuell so ausgerichtet ist.
Wenn der vorhandene, allgemeine Wohlstand erhalten bleiben soll, ist es zwangsweise notwendig, dass Arbeitsplätze wie Lohnniveau aufrecht erhalten bleiben muss.
Haste stagnierende (wg. allgem. Inflation dann abnehmende) oder geringere Einkommen, weil wir das nicht mehr so wollen, haste automatisch weniger Steuereinnahmen, die man für was auch immer wieder verteilen kann.
Das Allererste, das kann ich dann schriftlich geben, würden soziale Leistungen gestrichen werden.
Kann ja auch nicht der Plan sein.
Eine Kreislaufwirtschjaft bedeutet zuallererst einmal eine stärlere Binnennachfrage nach produzierten Gütern oder Dienstleistungen - auch dafür würden die "Kunden", sprich Bevölkerung erst einmal das notwendige Geld haben müssen.
Ironischer Weise haben wir es im Gegensatz zu den USA (die sind da tatsächlich schon viel näher dran) nicht geschafft, denn Binnnekonsum anzuregen.
Die da drüben machen grob 60% der Wirtschaftleistung alleine aus der Binnennachfrage.
Kreislaufwirtschaft, egal auf welchem Niveau bedeutet geldtechnisch, dass genau so viel produziert wird, wie verbraucht wird. Geld ist ja dabei dann nur noch eine statistische Größe zur Bemessung der Arbeitsleistung.
Das mag ja sein bzw. scheint es eine Abhängigkeit von großen Teilen der Industrie ja zu geben. Mensch könnte eine Transformation auch anstoßen - bspw. im Mobilitätssektor und zugehöriger Industrie: Vorgaben für den Ausbau von ÖPNV machen. Hiefür müssten Infrastruktur und Fahrzeuge (bspw. E-Busse) gebaut werden, Umschulungen (u.a. als E-Busfahrer*innen) anbieten, Alternativen zum Neubau anbieten wie Umrüstungen bestehender Autos ...
Ansonsten ökologische Zukunftstechnologien anstoßen - leider ist EE immer wieder auf Spiel gesetzt und zur Aufgabe getrieben worden. Stattdessen ist weiter auf schädliches und veraltetes wie schwere Verbrenner-Auto und Kohlekraft gesetzt worden. U.a. diese Fehler holen Deutschland jetzt ein.
Ausweitung des Niedriglohnsektors und das zahlreiche sogenannte Aufstocken sind Absicht und Folgen der unsäglichen Agenda 2010. Dieser Politik und Realitäten kann durch Reformen begegnet werden.
Der Staat hat auch durchaus selbst Bestimmung darüber, welche Wirtschaftsteile wie zu organisieren sind. Er kann diese auch wieder zurückkaufen (bspw. Post, Telekom, Bahn, Energie- und Wasserbetriebe) und stärker steuern und Lohnverhältnisse direkter in Verhandlungen mitbestimmen. Er kann auch via Lizensierungen (Taxi statt Uber) und Vorgaben (Versandservicebündelung vs. Amazon&Co) eingreifen, städtisch-kommunales Caresharing ...
... nur ein paar Beispiele anhand derer die Binnenwirtschaft gestärkt werden könnte und Lohndumping bekämpft werden könnte.

Das ist richtig.
Wir haben aber, mit wenigen Ausnahmen, schon eine der höchsten Steuerlasten weltweit.
Klar kann man Spitzensteuersatz noch darüber schrauben.
Habe ich ja schon mal weiter vorne ausgerechnet.
Machste weltweit Topspitzensteuersatz von 65%, würde das ganz grob 30 Mrd./Anno zusätzlich reinspülen.

Macht das Sinn, wenn aktuell ein Unternehmen nach dem anderen wegen zu hoher Lohn(Neben)Kosten die Segel streicht? Eher nicht.

Gut, D. ist da nicht alleine.
Große Volkswirtschaften wie Frankreich ode rItalien kämpfen an der genau gleichen front.
Die Staaten sind zu groß, um flexiblere Modelle wie in Ösiland odes Schweden effektiv auf die Räder zu bekommen und die Wirtschaft ist eben anders geprägt.
Es ginge auch um die Besteuerung von Erbschaften und Vermögen und um tatsächliche Steuerlast und Steuerschlupflöcher. Ärmere werden verhältnismäßig stärker belastet. Bei den Reichen ist viel zu holen. Ist letztlich auch eine Frage der Gerechtigkeit, Verantwortung und der Vorbeugung von weiterem Demokratieverlust (Kapitalkonzentration=Machtkonzentration). Und wie Du andeutest, könnte mensch das EU-weit angleichen ...

Der Punkt ist, du brauchst für eine Kreislaufwirtschaft gut vergütete und gut ausgebildete Menschen.
un du musst primär GÜTER herstellen, die hochpreisig an gut verdienende Meschen, die das auch haben wollen, verkauft werrden können.
Deutschland ist bezüglich Bildung zwar schlechter geworden und hat da auch zu wenig investiert, zumindest gibt es noch andere Staaten, die schlechter abschneiden. So gesehen steht Deutschland im Vergleich noch recht gut da. Es müsste sich allerdings mehr auf die Förderung der jungen Menschen konzentriert werden und eben viel mehr investiert werden und anstatt Wahlversprechen wieder und wieder zu brechen.
Die Politik der Schuldenbremse ist nicht nur diesbezüglich unglaublich dämlich und destruktiv. Siehe auch:

Es kommt immer drauf an, ob und wann du einen Zeitschnitt machst.
...
Die Kolonialpolitik europoäischer Staaten zw. 1850 und 1950 hatte ebenso grob 800 Mio. Tote zur Folge.

Neuzeit nach WK II:
Kommunismus:
Die Scheckensherrschaft Stalins während und nach WK II wird auf irgendwas zw. 30 und 60 Mio. taxiert und Mao hat wohl bis zu 250 Mio. Chinesen das Leben gekostet.
Allgemein sehe ich in Debatten regelmäßig den Einwurf, dass ja Sozialismus, Kommunismus ... übel (gewesen) wären (tatsächlich würde ich gemeinte Diktaturen wie Sowjetunion, Volksrepublik China und Volksrepublik Kampuchea (rote Khmer) auch so einordnen, hingegen nicht jegliche so gelabelte Bestrebungen - die würde ich mir genauer anschauen wollen. Jedenfalls ist Sozialismus/Kommunismus nicht unbedingt automatisch Leninismus, Stalinismus, Maoismus o.ä. bzw. müssen jegliche zukünftige Ansätze nicht leninistisch o.ä. sein), wobei oftmals aber die Opfer und Gewalt des/im Kapitalismus nicht erwähnt werden. Ich finde das irritierend. Denn (einen Fortgang der) Gewalt resultierend aus dem Kapitalismus (Kampf um Ressourcen, Einflusssphären, Wirtschaftszugängen) sollte doch auch kritisch gesehen werden. Entstanden ist der Kapitalismus im 18. Jahrhundert. Deswegen nannte ich Kolonialismus und Imperialismus, da sie in diese Zeit fallen. Nun kann mensch ja die Opferzahlen vergleichen. Ausgehend von den von Dir genannten Zahlen kommt der Kapitalismus (und so mensch die realexistierenden Sozialistischen Staaten nicht als staatskapitalistisch versteht) im Vergleich schlecht weg ...

Der WELTWEITE Ruck nach rechts ist in der Tat interessant.
Ich habe da meine ganz eigene Theorie dazu:
Die Welt wird immer komplexer, immer mehr Menschen, immer mehr diverse Interessenslagen und das Spektrum Mitte-Links versucht, mit Regelwerken es wirklich allen gerecht zu machen.
Die Folge ist eine Überregulierung und dagegen wehren sich die Menschen im Sinne "Deregulierung" und back to the roots.
Gut gemeinte Regulierung trifft somit gegen eine freiheitsliebenden Grundwesensart des Menschen.
Ironischer Weise treibt aber diese Gegentendenz die Menschen eben ins rechte Lager, dass i. d. R. nach "Machtübernhame" zur Sicherung der eigenen Macht, noch mehr und restriktivere Regulierungen anstrebt.
Ein Teufelskreis...
Da gibt es wohl mehrere Bedingungen (auf Deutschland bezogen, mag auch auf andere Gesellschaften zutreffen):
  • bspw. ich würde meinen, dass internationale Perspektive und lösungsorientierte Politik zu wenig verfolgt wurde, zu stark kurzfristige kapitalistische Interessen vertreten wurden.
  • Die bereits in den 1970ern durch den Club of Rome eingebrachte Expertise und Veröffentlichung der Kernprobleme wie Ressourcenverbrauch, Umweltzerstörung und Energieerzeugung auf Basis fossiler Energieträger, wurden nicht ernst genommen und die Lösungen nicht konsequent und früh genug angegangen.
  • Globalisiertes Wirtschaften und Zerstörung, ort- und zeitversetzte Klimakrisenverursachung und -folgen, deren exponentielle Verschärfung ... sind schwer vermittelbar bzw. zu verstehen
  • Informationsflut, Kapitalistische Zurichtung der Menschen (Konkurrenz/Gegeneinander, Klassen), Subjektivierung (Fokus auf sich selbst) ... erschweren Entwicklung solidarischer Perspektive
  • Neoliberalismus als trojanisches Pferd der Kapitalseite, das vormals eher linke Parteien korrumpiert hat
  • Neoliberalismus, der zu effektiv die Erzählungen von Marktentfesselung so stark verbreiten konnte, dass diese schwer wieder einzufangen sind und linke Intervenierungspolitik erschweren
  • Systemerzählungen wie Fortschritt, Wohlstand, Wachstum verleiten zu Überschätzung menschlicher Handlungspotenziale und Verkennung der in ersteren wohnenden Zerstörungskraft
  • Ungenügende Vermittlung bzw. ungenügende Wissensverbreitung über die Ausmaße, also die vielfältigen, dramatischen Folgen von Klimakrise und Umweltzerstörung
  • Gewöhnung an moderne Lebensweise und Normalisierung dieser, d.h. kaum Hinterfragung der Lebensweise und Verteidigung der Lebensweise, dass diese selbstverständlich sei
  • Entfremdung von Natur, Abspaltung von Zusammenhängen
  • Vorhandensein rassistischem und nationalistischem Wissen befeuert von kapitalistischen Konkurrenzdynamiken
  • Privatisierung von Medien und Blasenbildung
  • Politiker*innen schaffen keine Politik eines erforderlichen sozialen Ausgleichs, teils verkennen sie Gesellschaftlichen Verhältnisse und das Sprengpotenzial von ungenügenden sozialen Ausgleich (Naivität, Arroganz), teils Opfer neoliberalen Zeitgeistes, teils Ohnmacht gegenüber Einflüssen der Kapitalseite
  • Verringerung demokratischen Zugriffs auf Wirtschaftspolitik
  • ...
=> schaffen einen fruchtbaren Boden für rechte Erzählungen, Verklärungen, "Freifahrtscheine" und Hetze

Komplexer wird dann noch, wenn der allg. Klimawandel bis 2050-2075, so schätzt man, ca. 1/3 aller Agrarflächen veröden lässt. Alle derzeitigen Modelle, so unpräzise sie auch sein mögen, gehen davon aus, dass wir mind. für eine Interimsphase mit einem Temperaturanstieg um bis zu 2,6° C rechnen müssen.

Die tatsächlichen Folgen und nachgelagerte Folgen sind m. E. noch völlig unabsehbar.
... das wird in der Öffentlichkeit eben kaum berücksichtigt bzw. wird es verdrängt oder nicht begriffen, da Folgen noch zu komplex/abstrakt/indirekt. Dabei gab es hier ja bereits eine recht lange und sich nachhaltig negativ auswirkende Dürreperiode 2018-2019, die erst durch entsprechend lange Zeit danach anhand entsprechender nachhaltiger Niederschlagsmengen kompensiert werden konnten. Ein drittes Jahr oder in Folge geringere Niederschläge und die Auswirkungen wären noch krasser, bereits recht katastrophal geworden. Eine Dreijahresdürre ist aufgrund der Klimaentwicklungen und jüngsten -zuspitzungen durchaus vorstellbar/realistisch, fürchte ich. Und das wäre ein Phänomen in Deutschland, dessen Klimazone als kühlgemäßigt bezeichnet wird! In anderen Ländern ist so etwas bereits Realität und wirkt sich übel aus. (Es sind neben Dürre auch andere Naturreaktionen denkbar wie Stürme, anhaltende Feuchtigkeit, Hagel ... die (auch zusätzlich zu Dürre) eintreten können.) Mensch stelle sich vor, dies geschieht in mehreren Ländern gleichzeitig und führt zu entsprechend großen MISSernten ...
Von daher ist es schon irre, was anhand von Fortschrittsglauben für Luftschlösser entworfen werden und mit welchem Selbstverständnis viele Leute ihren zerstörerischen Lebensstil fortführen, teils ja mit eigenen Kindern ...

@ruyven_macaran schrieb dazu ja auch einiges und ich würde mehreren Punkten von Ruyven Macaran zustimmen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Klimaneutralität geht sowieso nur mit weniger Konsum, weniger Egoismus und einer fairen Verteilung von Kapital und Produktionsmitteln. Da muss man ansetzen!
 
Danke! Wie gesagt, so umfangreich habe ich das Potenzial seitens Energiewendevertreter*innen, Wissenschaftler*innen wie bspw. Prof. Volker Quaschning bisher nicht vernommen. Wie Bürokratieabbau bezüglich der Umsetzung von geothermischen Anlagen aussieht und einzuordnen ist, da bin ich skeptisch. Es gibt bezüglich Geothermie je nach Untergrund und Region auch Nachteile. Informationsseiten seitens der Geothermie-Industrie würde ich erstmal weniger vertrauen, da diese natürlich Interesse daran haben, Geothermie(projekte) positiv darzustellen. Hier ein anderer Blick darauf:
Also, zunächts habe ich im google einfach eingegeben "Habeck, 25% Potential Geothermie" und dann einfach den allerersten link genommen :)
Denn:
Es ging zunächst erst ein mal um das Potential, welches Herr Habeck benannt und was du hinterfragt hast.

Wenn ich den von dir verlinketn Artikel anschaue, dann sind genannte Risiken:
1. Hohe Kosten
2. Mögliche Mikrobeben
3. Angst vor der Unterwelt

1. nie bestritten, sogar selbst genannt:
Bei gleicher Leistung zu einem AKW haste ungerfähr 1/3 der Kosten oder anders:
Neues Gaskraftwerk ist ungefähr gleich teuer wie neues Geothermiekraftwerk bei gleicher Leistung.

2. Ja, kann sein, aber:
ca. 95% der Mikrobeben im Ruhrgebiet, Kohleabbau wurden durch Quertäufungen und nicht durch Vertikaltäufungen ausgelöst.
Was irgendwie statisch nachvollziehbar ist.
Ich taxiere das Risiko somit als realtiv gering ein und in Relation zu einem AKW unfassbar gering.

In der CO2 Billanzierung auf 50 Jahre Nutzung liegt Tiefengeothermie sogar noch vor PV und Windkraft.
Hierzu gibt es mehrere fundierte wissenschaftliche Stellungnahmen dazu.

Ich sehe somit recht wenig, was dagegen und sehr viel, was dafür spricht.

3. Keines Kommentares würdig...




Das mag ja sein bzw. scheint es eine Abhängigkeit von großen Teilen der Industrie ja zu geben. Mensch könnte eine Transformation auch anstoßen - bspw. im Mobilitätssektor und zugehöriger Industrie: Vorgaben für den Ausbau von ÖPNV machen. Hiefür müssten Infrastruktur und Fahrzeuge (bspw. E-Busse) gebaut werden, Umschulungen (u.a. als E-Busfahrer*innen) anbieten, Alternativen zum Neubau anbieten wie Umrüstungen bestehender Autos ...

Funfact:
Gerade heute im Radio gekommen, dass bis 2030 wohl 1/3 der deuschen Busflotte schon auf E sein wird.
Schleichender Prozess, von keinem wahrgenommen.
Und ich glaube nicht, dass es fürn E-Bus eine besondere Schulung bedarf.

Ansonsten ökologische Zukunftstechnologien anstoßen - leider ist EE immer wieder auf Spiel gesetzt und zur Aufgabe getrieben worden. Stattdessen ist weiter auf schädliches und veraltetes wie schwere Verbrenner-Auto und Kohlekraft gesetzt worden. U.a. diese Fehler holen Deutschland jetzt ein.

Jain, die deutsche Autoindustrie setzt auch bei E falsche Produktansätze.
Das ist toll, 3to schwere E-Suvs mit paar hundert PS zu bauen, die sich kein Mensch leisten kann.
Welche innere Motivation soll ein Normalsterblicher haben, unerreeichbare Mobilitätsfrüchte anzustreben.
Da wird dann eben die alte Kiste weitergefahren und der Stinkefinger zur E-Mobilität gezeigt.

Ausweitung des Niedriglohnsektors und das zahlreiche sogenannte Aufstocken sind Absicht und Folgen der unsäglichen Agenda 2010. Dieser Politik und Realitäten kann durch Reformen begegnet werden.
Der Staat hat auch durchaus selbst Bestimmung darüber, welche Wirtschaftsteile wie zu organisieren sind. Er kann diese auch wieder zurückkaufen (bspw. Post, Telekom, Bahn, Energie- und Wasserbetriebe) und stärker steuern und Lohnverhältnisse direkter in Verhandlungen mitbestimmen. Er kann auch via Lizensierungen (Taxi statt Uber) und Vorgaben (Versandservicebündelung vs. Amazon&Co) eingreifen, städtisch-kommunales Caresharing ...
... nur ein paar Beispiele anhand derer die Binnenwirtschaft gestärkt werden könnte und Lohndumping bekämpft werden könnte.
Wäre im Kern eine Rückverstaatlichung.
Kann man darüber streiten.
Bei Grundlastversorgung = Energie gäbe es untershciedliche gute argumente dafür.
Nur, ich fürchte, das dann Energie nicht billiger wird, so als Randbemerkung.

Post/Telekom = Ich glaube nicht, dass wir heute diese Tarife hätten, gäbe es nur die Telekom/Post als einzigen Anbieter.
Die Konkurrenz zwang die ehemals staatlichen Anbieter, ebenso sich schlanker aufzustellen und halbwegs attraktive Tasrife anzubieten.
Es ginge auch um die Besteuerung von Erbschaften und Vermögen und um tatsächliche Steuerlast und Steuerschlupflöcher. Ärmere werden verhältnismäßig stärker belastet. Bei den Reichen ist viel zu holen. Ist letztlich auch eine Frage der Gerechtigkeit, Verantwortung und der Vorbeugung von weiterem Demokratieverlust (Kapitalkonzentration=Machtkonzentration). Und wie Du andeutest könnte, mensch das EU-weit angleichen ...

Vorweg:
Die TAZ ist mir zu linkslastig und anerkenne ich nur sehr bedingt als neutrales Informationsmedium.

Unbedarft davon hatte ich ja schon die RE aufgemacht.
Kannste auch überall nachlesen, weils wieder aktuell ist.
Als Reich in D. gilt jener, der exakt 66.750 € netto verdient (ganz grob 90.000 € brutto) - denn, ab da zahlste den Spitzensteuersatz von 42%, sollte irgendwer > 277.000 € verdienen, werden dann 45% fällig.

MEINE Rechnung bezog sich darauf, dass wenn alle ab den besagten 90.000 € brutto 65% Steuern zahlen, genau dann ca. 30 Mrd. in den Topf kommen würden.
Insofern, sorry, kann keiner in der TAZ Redaktion richtig rechen, ist leider so.
Das könnte man machen mit der Randinfo, dass die EK ab ca. 100.000 € oder knappe 10% der Erwerbstätigen 20% Kaufkraft generieren und diese, auch nachweislich, überwiegend für Konsumgüter im Land ausgeben.
 
Als Reich in D. gilt jener, der exakt 66.750 € netto verdient (ganz grob 90.000 € brutto) - denn, ab da zahlste den Spitzensteuersatz von 42%, sollte irgendwer > 277.000 € verdienen, werden dann 45% fällig.
MAn sollte das mit den Brutto nicht einfach auf den Monazslohn rechnen sondern wieviele Stunden jemand macht...

Als Selbsständiger kommen ich immer auf über 220 Stunden im Monat, das ist ungerecht, das ich mehr zahlen muss wie jemand mit ner 40 Stundenwoche.
 
Als Reich in D. gilt jener, der exakt 66.750 € netto verdient (ganz grob 90.000 € brutto) - denn, ab da zahlste den Spitzensteuersatz von 42%, sollte irgendwer > 277.000 € verdienen, werden dann 45% fällig.
Das wäre mir neu. Den Spitzensteuersatz zahlst du in Deutschland ab 66.761€ Brutto. Generell werden Gehälter immer in Brutto angegeben.
 
Also, zunächts habe ich im google einfach eingegeben "Habeck, 25% Potential Geothermie" und dann einfach den allerersten link genommen :)
Denn:
Es ging zunächst erst ein mal um das Potential, welches Herr Habeck benannt und was du hinterfragt hast.
Das habe ich auch so verstanden. Als Quellenbeleg für diese Aussage völlig ausreichend. :) Für eine Betrachtung abseits Habecks Aussage, aber auch bezüglich seiner politischen Vorgehensweise (Bürokratieabbau) habe ich dann Zweifel angesetzt und angedeutet, dass es da weiterer (anderer!) Quellen bedürfte.

Wenn ich den von dir verlinketn Artikel anschaue, dann sind genannte Risiken:
1. Hohe Kosten
2. Mögliche Mikrobeben
3. Angst vor der Unterwelt

1. nie bestritten, sogar selbst genannt:
Bei gleicher Leistung zu einem AKW haste ungerfähr 1/3 der Kosten oder anders:
Neues Gaskraftwerk ist ungefähr gleich teuer wie neues Geothermiekraftwerk bei gleicher Leistung.

2. Ja, kann sein, aber:
ca. 95% der Mikrobeben im Ruhrgebiet, Kohleabbau wurden durch Quertäufungen und nicht durch Vertikaltäufungen ausgelöst.
Was irgendwie statisch nachvollziehbar ist.
Ich taxiere das Risiko somit als realtiv gering ein und in Relation zu einem AKW unfassbar gering.

In der CO2 Billanzierung auf 50 Jahre Nutzung liegt Tiefengeothermie sogar noch vor PV und Windkraft.
Hierzu gibt es mehrere fundierte wissenschaftliche Stellungnahmen dazu.

Ich sehe somit recht wenig, was dagegen und sehr viel, was dafür spricht.

3. Keines Kommentares würdig...
Die Kostenfrage bezüglich des Baus, fände ich, so eine solche Anlage tatsächlich lange sicher nutzbar ist, erstmal angesichts der sehr treibhausgasaustoßarmen Energieerzeugung nicht so wichtig, so diese noch in ein akzeptables Verhältnis zum Nutzen gebracht werden kann.

Zum Risiko kann ich nicht viel sagen. Allerdings können laut eigener Aussage die Bohrexpert*innen den genauen Aufbau der Untergrundschichten auch nicht bestimmen. Ist dann übel, wenn Gipsschichten angebohrt werden, die dann so stark expandieren, dass sie Gebäude darüber beschädigen.
Krass finde ich, dass Eigentümer*innen in anderen genannten Schadensfällen infolge Geothermiebohrungen im nahe gelegenen Vendenheim bei Straßburg auf eigene Versicherung angewiesen sind. Da sollten doch Betreiber und Auftraggeber in Haftung gehen.

Auf den dritten Punkt würde ich auch nicht eingehen wollen.

Gut und unbedenklich finde ich Geothermie in Form von Flächenkollektoren für Wärmepumpen ...

Funfact:
Gerade heute im Radio gekommen, dass bis 2030 wohl 1/3 der deuschen Busflotte schon auf E sein wird.
Schleichender Prozess, von keinem wahrgenommen.
Und ich glaube nicht, dass es fürn E-Bus eine besondere Schulung bedarf.
Den Punkt bezüglich Umschulungen machte ich im Zusammenhang offenbar nicht deutlich genug. Meine Überlegung ist die konsequente Mobilitätswende, die Reduzierung der Autozahl und Verlagerung zu kollektiven Verkehrsformen und entsprechen auch Verlagerung von Industrie (Bau von Bussen und (Straßen)Bahnen statt Autos; auch Reduzierung der Autoindustrie) und Arbeitsplätzen (salopp quasi "von der Werkbank in die Busfahrer*inkabine") bedeutet.
An sich wird kaum über Umrüstungsoptionen vorhandener Fahrzeuge (auch von Bussen) so gut wie nicht gesprochen. Das müsste eigentlich forciert werden. Hier könnte der Staat anhand seiner Anteile an VW und momentaner Unterstützungszusagen lenkend eingreifen. So könnte sogenannte graue Energie, vorhandene Fahrzeugflotten nach Umrüstung in E-Variante, (weiter)genutzt werden. So käme mensch auch einer Kreislaufwirtschaft etwas näher.

Jain, die deutsche Autoindustrie setzt auch bei E falsche Produktansätze.
Das ist toll, 3to schwere E-Suvs mit paar hundert PS zu bauen, die sich kein Mensch leisten kann.
Welche innere Motivation soll ein Normalsterblicher haben, unerreeichbare Mobilitätsfrüchte anzustreben.
Da wird dann eben die alte Kiste weitergefahren und der Stinkefinger zur E-Mobilität gezeigt.
Da Stimme ich durchaus zu und würde ergänzen, dass ein Umstieg auf ÖPNV und Bahn und entsprechender Ausbau, Flexibilisierung, vereinfachte Nutzung und Vernetzung und übergreifende Refinanzierung (49€-Ticket ist diesbezüglich ein sehr guter Anfang, der langfristig gesichert werden müsste) forciert werden müsste.

Wäre im Kern eine Rückverstaatlichung.
Kann man darüber streiten.
Bei Grundlastversorgung = Energie gäbe es untershciedliche gute argumente dafür.
Nur, ich fürchte, das dann Energie nicht billiger wird, so als Randbemerkung.

Post/Telekom = Ich glaube nicht, dass wir heute diese Tarife hätten, gäbe es nur die Telekom/Post als einzigen Anbieter.
Die Konkurrenz zwang die ehemals staatlichen Anbieter, ebenso sich schlanker aufzustellen und halbwegs attraktive Tasrife anzubieten.
Ja, darüber kann mensch streiten. Insbesondere bezüglich der Infrastruktur ist Privatisierung unsinnig. Privat gebaute und betriebene parallele Netze (bspw. Glasfaser, Mobilfunk) sind purer Irrsinn. Bezüglich der Bahn gibt es durch die Koordinierung verschiedener Mitbewerber einen Mehraufwand, als wenn dies durch einen Anbieter organisiert würde.

Es bräuchte eigentlich nicht mal eine Grundlastversorgung sondern eine flexible, bedarfsgerechte Versorgung eben auch basierend auf Netze und Speicher und wie seit einer Weile bereits basierend auf europäischen Stromnetz.

"Verschlankung" von Strukturen/Betrieben müsste sich genauer angeschaut werden. Privatisierung heißt auch oftmals Lohnsenkung, Arbeitsverdichtung (bspw. bei Lokführer*innen), Kaputtsparen, Abgreifen/Fehlleiten staatlicher Förderung. Dafür gibt es diverse Beispiele hiesige verkorkste Pseudoprivatisierung der Bahn, aber auch Privatisierung der Bahn und Wasserversorugung in Großbritannien.

Andererseits müsste Ineffizienz in staatlichen Betrieben auch begegnet werden.

In diesem Zusammenhang ist neoliberales Verständnis und Praxis wie Schuldenbremse und schlanker Staat ein Bremsklotz bzw. aktuell verschärfender Faktor der Rezession.
Vorweg:
Die TAZ ist mir zu linkslastig und anerkenne ich nur sehr bedingt als neutrales Informationsmedium.
Okay. Sie bietet den Vorteil, dass Artikel frei lesbar sind. Was als links, wie stark eine Linksausrichtung als solche verstanden wird, darüber kann mensch sich in Detail wohl streiten.
Zum Inhalt, denn darum ging es mir an dieser Stelle: es ging mir um das Thema Reichtum und Ungleichheit. Der TAZ-Artikel behandelt das Thema anhand eines Berichtes über eine Oxfam-Studie ...

Unbedarft davon hatte ich ja schon die RE aufgemacht.
RE? Was meinst Du?

Unbedarft davon hatte ich ja schon die RE aufgemacht.
Kannste auch überall nachlesen, weils wieder aktuell ist.
Als Reich in D. gilt jener, der exakt 66.750 € netto verdient (ganz grob 90.000 € brutto) - denn, ab da zahlste den Spitzensteuersatz von 42%, sollte irgendwer > 277.000 € verdienen, werden dann 45% fällig.

MEINE Rechnung bezog sich darauf, dass wenn alle ab den besagten 90.000 € brutto 65% Steuern zahlen, genau dann ca. 30 Mrd. in den Topf kommen würden.
Insofern, sorry, kann keiner in der TAZ Redaktion richtig rechen, ist leider so.
Das könnte man machen mit der Randinfo, dass die EK ab ca. 100.000 € oder knappe 10% der Erwerbstätigen 20% Kaufkraft generieren und diese, auch nachweislich, überwiegend für Konsumgüter im Land ausgeben.
So ganz verstehe ich nicht Deine Rechnung und auf welche TAZ-Rechnung Du Dich beziehst. Ich verwies, wenn ich den Diskussionsverlauf richtig zusammenkriege, auf die Ungleichheit, da Du Steuerlast nanntest. An sich ist die Frage der Refinanzierung (bspw. der Energiewende sowie jeglicher staatlicher Investitionen. Zuletzt hier bspw. Rückverstaatlichung als Mittel zur Verstärkung der Binnenwirtschaft und Abkehr vom Exportfokus), so sie anhand Steuern geschehen soll, immer auch eine Frage der Verteilung, wer also mit wieviel Steuern belastet werden soll.
Zunächst zur Umreißung des jetzigen Arm-Reich-Verhältnisses ein Zitat aus dem Taz-Artikel:
Die Entwicklung spiegelt sich laut dem Bericht auch in Deutschland. „Vom gesamten Vermögenszuwachs, der zwischen 2020 und 2021 in Deutschland erwirtschaftet wurde, gingen 81 Prozent an das reichste Prozent“ der Bevölkerung.“ Die restlichen 99 Prozent der Bürger:innen hätten nur 19 Prozent erhalten. „Konzerne und ihre superreichen Eigentümer:innen müssen endlich einen fairen Beitrag zum Gemeinwohl leisten“, sagt Manuel Schmitt von Oxfam Deutschland ...
Und weiter heißt es:
Hierzulande läuft seit Jahren eine kontroverse Debatte, wie sich die Ungleichheit entwickelt. Während etwa der Sozialverband und die gewerkschaftsnahe Hans-Böckler-Stiftung ihren Anstieg beklagen, schreibt Markus Grabka vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW): Seit 2005 „stagniert die Ungleichheit der verfügbaren Haushaltseinkommen und legt mit kleineren Schwankungen nur noch leicht zu“. Das Europäische Statistikamt teilte kürzlich mit, während der Pandemie habe die Einkommensungleichheit in der EU nicht wesentlich zugenommen.

Anders sieht es bei der Ungleichheit der Vermögen aus. Diese liegt in Deutschland mehr als doppelt so hoch wie die Spreizung der Verdienste. Aber auch sie nimmt nach Zahlen des DIW nicht nennenswert zu. Wobei dieser Befund nur die vergangenen zwei Jahrzehnte betrifft. Betrachtet man hingegen die Periode seit dem Zweiten Weltkrieg, ist der Vermögensanteil der Wohlhabenden und Reichen im Vergleich zur ärmeren Hälfte der Bevölkerung stark gewachsen.
Du hast bisher die Einkommenssteuer fokussiert. Ich habe dem entgegnet, dass dies nicht die einzige Form der Besteuerung ist, sondern es auch die Möglichkeit gibt, Vererbung und Vermögen zu besteuern. Angesichts der Reformbedarfe und deren Refinanzierung ist es notwendig, dies fair auszugestalten und entsprechend Vermögen und Vererbungen (damit ist nicht die Rede von bzw. meine auch ich nicht das Haus der Eltern) tatsächlich höher zu besteuern.
 
Zuletzt bearbeitet:
Den Punkt bezüglich Umschulungen machte ich im Zusammenhang offenbar nicht deutlich genug. Meine Überlegung ist die konsequente Mobilitätswende, die Reduzierung der Autozahl und Verlagerung zu kollektiven Verkehrsformen und entsprechen auch Verlagerung von Industrie (Bau von Bussen und (Straßen)Bahnen statt Autos; auch Reduzierung der Autoindustrie) und Arbeitsplätzen (salopp quasi "von der Werkbank in den Bus") bedeutet.
An sich wird kaum über Umrüstungsoptionen vorhandener Fahrzeuge (auch von Bussen) so gut wie nicht gesprochen. Das müsste eigentlich forciert werden. Hier könnte der Staat anhand seiner Anteile an VW und momentaner Unterstützungszusagen lenkend eingreifen. So könnte sogenannte graue Energie, vorhandene Fahrzeugflotten nach Umrüstung in E-Variante, (weiter)genutzt werden.
Du hast dann 100.00de Busfahrer, die Leite umherfahren...aber wohin?
Zum nächsten Bus? :ugly:

Da kannste nix umrüsten...nur weil die Aitos die gleiche Farbe haben, heißt das nicht, das sie gleich sind...
Also "Umbauen" geht schon, aber da bist 6-stellig oder kurz davor, das lohnt sich nur wenn man Alkohiker ist.
 
Du hast dann 100.00de Busfahrer, die Leite umherfahren...aber wohin?
Zum nächsten Bus? :ugly:
Das ist nur ein Umschulungsbeispiel. Gesucht werden Arbeitskräfte auch für andere Berufe.

Da kannste nix umrüsten...nur weil die Aitos die gleiche Farbe haben, heißt das nicht, das sie gleich sind...
Ich poste da mal eine Erwiderung ...
Also "Umbauen" geht schon,
Siehste! :D
aber da bist 6-stellig oder kurz davor, das lohnt sich nur wenn man Alkohiker ist.
"Alkohiker"??
Kosten tut das derzeit schon einiges. Es kommt da wohl auch auf den Ansatz an und wie mit Umrüstungen und Verbrenner politisch perspektivisch umgegangen wird.

Mensch kann Kostenaufwand für Umrüstungen auch ins Verhältnis zu Reparaturkosten setzen. Teils werden mit zunehmender Autonutzung im Laufe des "Lebens" eines Verbrenner-Autos auch höhere Kosten fällig. Worum nicht stattdessen auf E-Antriebumrüstung setzen?

Autos sind ja Serienproduktionen. Für die könnten Bausätze entwickelt werden. In entsprechenden Massen gebaut und anhand Einsatz evtl. neuer Techniken (Lithium-Natrium-Akku?) ließen sich die Kosten drücken. Verbrenner-Fahrverbote in Innenstädte oder Verteuerungen könnten zu Umrüstungen motivieren, wie auch anhand Umweltprämien (für Umrüstungen anstatt für neue Autos).

Siehe auch hier:
Vom Verbrenner zum E-Auto: Tank raus, Batterie rein | Die Nordreportage | NDR Doku

Elektroauto selber bauen! Verbrenner umrüsten! E-Autos von Startup naext mit Nick Zippel Felix Goldbach

EDIT: Ergänzungen damit das von mir gemeinte verständlicher wird.
 
Zuletzt bearbeitet:
Tank raus, Batterie rein...so einfach ist das dann doch nicht, wenn du das Auto nutzen willst und nicht nur um den Block willst.
ALLES raUsrupfen...ca. 10.000-20.000€, Boddengruppe, Fahrwerksaufhängungspunke, rausflexen und neue rein + kleinere Sachen ändern 30.000-40.000€...und dann haste erstmal nur das Gerüst dastehen, da redet noch niemamd von den "günstigen" Bauteilen.
Die Rechnung kannste Dir nur Schönsaufen, zumal JEDES Auto noch ne Komplettabnahme durch den TÜV brauch...was auch um die 10.000€ kostet.
Und diese kompletten Umbauten, wo man jetzt schon 4 Wochen auf nen Termin wartet...da haste ne Umbauzeit vom 20 Jahren. :ugly:
 
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