Bilderthread Der DI-Amateur-Thread [Alle Bilder, Kritik & Beratung]

Hallo erstmal,

ich bin echt froh diesen Tread hier gefunden zu haben. Eine gute Kritik für meine Fotos zu erhalten ist echt schwer, da sich die meisten aus meinem Bekanntenkreis nicht so gut in diesem Gebiet auskennen und mit "das ist wirklich schön", kann ich nicht wirklich was anfangen, bzw. mich verbessern. Ich weiß ich hab echt eine menge Fotos angehängt, würde mich aber trotzdem freuen, wenn ihr euch die Mühe macht und sie mal durchseht. Eigentlich ist alles quer Beet: ein paar Bilder sind mit Photoshop, bzw. Lightroom bearbeitet, andere wiederum nicht.

Als Kamera kam bei den meisten Bildern die Canon 5D Mark 3 zum Einsatz mit meinem Lieblingsobjektiv, dem Makro 100 mm 2.8L; bei ein paar Bildern kam auch die Sony A7R zum Zug mit dem FE 35 mm 2.8;
Ein Bild wurde leider nur mit einer schlichten Canon Digicam im jpeg Format aufgenommen (Sonnenuntergang, erkennt man glaub ich ziemlich gut).

Also vielen Dank schon mal für diejenigen, die sich die Mühe machen und konstruktive Kritik zurücklassen. :)

Lg, Manuel
 

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Wenn du die RAW noch hast kannst du dem Himmel im Bild 2 "Struktur" verpassen. Das geht noch.
 
Hallo...
....konstruktive Kritik zurücklassen. :)
Lg, Manuel
Hi, da hast einiges an Bildern da gelassen :)
Wie gut kannst Du mit den Bildbearbeitungsprogrammen umgehen? Einige "Kritikpunkte" sehen für mich nach Fehlern in der Bearbeitung aus (DSC00034-3 als Beispiel hat Farbabrisse im Himmel - Der Farbverlauf ist nicht sauber verlaufend, sondern in Stufen sichtbar).
Hn9b0132 (das zweite Kornfeld) find ich die Schärfe schon zu viel. Ansonsten paßt der Himmel mit seiner Wolkenformation gut zum Bild, ob man lieber zweidrittel Himmel oder zweidrittel Boden im Bild zeigt..oder doch Horizont in der Mitte.. ist persönliche Geschmackssache des Fotografierenden.
Beim Augenbild: ich würd sagen, Du warst schon zu dicht dran oder hast zu offenblendig geschossen. Würde besser passen, wenn Du das Auge von Anfang bis Ende scharf abbilden könntest- Die Augenwimpern mit und :daumen: . Momentan sieht es aus, als hätte dein Modell auf einer Seite noch Wimpern, auf der anderen Seite verschwinden sie ziemlich schnell in Unschärfe.
Das Knotenbild::daumen: (wenn Du auf der linken Seite diesen schrägen "Strich" vielleicht verschwinden lassen könntest( Begründung: mein Blick wandert immer wieder dahin und will wissen, was da ist, lenkt vom Knoten ab... :daumen::daumen:

Von Zeit zu Zeit nicht vergessen, Sensor/Objektiv putzen ;) Alternativ über Bildbearbeitung die ganzen Flecken wegstempeln...

Das Laubbild: nicht ganz so hart die Blende offen lassen und nah rangehen. Der Übergang Scharf zur Unschärfe ist einfach zu hart und nimmt dem Bild Wirkung weg (wäre das ganze Blatt scharf, könnte man den Linien im Blatt folgen und erkunden..)
Sonnenuntergang, und noch ein paar andere Bilder: aus welchen Grund sind die Stromkabel zu sehen? War da etwas, was dich gehindert hat, noch etwas weiter vor zu gehen oder allgemein die Position zu verändern, oder ist es Absicht, daß die Kabel zu sehen sind?
Das Bild mit dem Glas: gefällt mir ..es sind Linienführungen drin. unten rechts fängt etwas kleiner wie das Glas an.. das Glas in der Mitte scharf und Augenanziehen.. danach wird das Auge zur Flasche geführt, die wieder rum schon in Unschärfe verschwindend größer als das Glas ist... Hätte man vielleicht das Porzellan ähnliche Dinges noch ganz mit aufs Bild nehmen können.. aber auch dabei wieder : Geschmackssache..

Bild mit dem schwarzen Etwas (Samen?) auf der Pflanze liegend: hat irgendwie was..
Ich spiel gerade mit der Idee, wie das aussähe, wenn die Pflanze komplett von oben bis unten das Bild bedecken würde (Winkel der Aufnahme verändern oder mehr Pflanzen noch dahinter Nahtlos ranstellen) und dazu das schwarze Etwas im Bild..
 
Zuletzt bearbeitet:
(DSC00034-3 als Beispiel hat Farbabrisse im Himmel - Der Farbverlauf ist nicht sauber verlaufend, sondern in Stufen sichtbar).
Das liegt schon an der falschen, Speicherung (JPG mit 67% und Subsampling On kann nur Abstufungen bei feinen Farbverläufen geben). Genauso wie die JPG-Artefakte an der Stromleitung vermutlch nur daher kommen und im Original nicht zu vorhanden sind.

Das letzte Landschaftsbild "HN9B0113.jpg" finde ich in der 100%-Ansicht (für die Kamera/Objektivkombi bei ISO100) irgendwie unscharf, aber vieleicht war es ja so windig, dass 1/125 schon zu lang war, um das Gras irgendwo wirklich scharf zu haben. Natürlich fällt das bei "normaler" Bertrachtungsgröße nicht auf, aber das sind bei mir auch nur noch 2160x1440 Pixel.

Die Fliege "IMG_0436.JPG" finde ich noch ganz interessant (obwohl man sowas schon oft gesehen hat). Wobei es mir besser gefallen würden, wenn entweder nur der Kopf oder der gesamten Körper inkl. aller (vollständigen) Beine zu sehen wäre.

Was hast Du denn beim Marienkäfer (IMG_0427.jpg) in der EBV gemacht? Das künstliche "Rauschen" wirkt auf mich irgendwie garnicht (muss es natürlich auch nicht). Es sieht auch nicht nach einer analogen Simulation aus. Schade finde ich außerdem, dass das Blatt leicht überbelichtet wirkt und der Mariemnkäfer definitiv überbelichtet ist.

Die Blume "HN9B1878.jpg" wirkt zunächst (in klein) recht gut/interssant, wobei mir, wie auch bei einigen anderen Bildern, der Bildausschnitt zu mittig ist. Aber wehe, ich betrachte es in groß. Das Bokeh im Hintergrund (oberes Bilddrittel) finde ich persönlich schrecklich. Hat das EF 100/2.8 Makro wirklich so ein schreckliches Bokeh? Sowas kenne ich sonst nur von biligen Zooms oder vom 70-200/2.8+Tekekonverter. Beim EF 100/2 (ja, das ist ein anderes Objektiv) ist mir sowas früher nie aufgefallen. Egal, ob "normal" oder mit Makro-Vorsatzlinse. Auch deshalb würde ich es rund um die lila Blumen beschneiden (immer noch im Format 2:3), dann wirkt es auf mich viel schöner.

Beim Blatt ("HN9B1840.jpg") geht es mir fast ähnlich. In der kleinen Vorschau sieht es schön und intressant aus, aber anders, wie ich es im Original erwerten würde. Leider ist der Schärfenteifebereich winzig klein. Da hätte ich im Gegenlicht versucht, nahezu das gesamte Blatt scharf abzulichten. Mit Blende 4 geht ds natürlch nicht, aber man ist ja auch nicht auf ISO 100 angewiesen.

Die Idee mit der Spiegelung im Auge ist gut. Aber hier fehlt es mir, wie auch DPr schon geschrieben hat, an Schärfentiefe. Richtig toll finde ich sowas, wenn das Auge komplett geöffnet ist und es einem dann noch gelingt, neben der Spiegelung auch noch die Struktur des Auges zu zeigen (links neben der Spiegelung wäre dafür noch genug vom Auge zu sehen)
 
Also erstmal danke für deine ausführliche Antwort. :) so stell ich mir eine konstruktive Kritik vor, die mich auch weiter bringt.
Also zu dem ersten Bild mit dem Kornfeld und den Farbrissen: jap, da hab ich mit der Bildbearbeitung und allegemein mit der Schärfe und den Kontrasten ein wenig übetrieben (muss aber dazu sagen, dass es in dem Fall so gewollt war, da es als Bildschirmhintergrund für einen eher lauen Büromonitor dienen sollte ;) )
Darüberhinaus bin ich überhaupt ein wenig dem Schärfewahn verfallen und neige da zu übertreiben. Schärfe macht halt süchtig. :D

Beim Augenbild hast du natürlich recht was die Blende betrifft, nur hatte ich diesen Kompromiss eingehen müssen, da ich kein Stativ bei Hand hatte. Da war mir halt das Auge selbst lieber. Das selbe Problem hatte ich dann auch beim Laubblatt :(

Beim Knotenbild bin ich dann ganz aufbdeiner Seite, danke dafür, ist mir gar nicht wirklich bewusst gewesen.

Das Bild mitbdem Sonnenuntergang ist mir immer noch ein kleiner Dorn im Auge, da ich leider nur eine kleine Digicam zur Verfügung hatte und blöderweise auch noch der jpeg Modus eingestellt war, sonst hätte ich da noch mehr rausholen können,...
Aber trotzdem muss ich sagen, dass es mir aufgrund der Farbstimmung gefällt. :)

Das mit der Verschmutzung versteh ich nicht ganz, da ich die Objektive und auch den Speigelkasten regelmäßig mit einem Blasebalg ausblase. An eine feuchte Reinigung des Sensors traue ich mich ehrlich gesagt nicht ran. Und da mir bisher auch keine Flecken aufgefallen sind, hab ich das bisher auch nicht für notwendig erachtet. Könntest du mir bitte mitteilen bei welchen Bildern dir welche aufgefallen sind. Vl hat es ja andere Gründe dafür.

Lg, Manuel
 
Was meiner Ansicht gar nicht geht, ist der Einsatz dieser extremen Filter, wie in Bild 2,3 und 4. Es sieht so einfach nicht besonders gut aus. Besser wäre es, bestimmte Farben aus den Bilder zu ziehen, etwas zu überschärfen aber die eigentliche Qualität der Aufnahme beizubehalten. Ansonsten sehen die Bilder doch schon mal ganz gut aus, insbesondere hast du das Auge für Szenen und Stimmungen.
 
Sieht das Bokeh bei der Blumengruppierung denn wirklich so schlimm aus?? Hätte ich jetzt gar nicht so wahr genommen, aber wegschneiden kann man ja noch immer was. ;)

Weil jetzt schon mehr Leute die Bildbearbeitung angesprochen haben: Also generell weiß ich welcher Regler in Lightroom was bewirkt, bzw. wozu er gut ist. Ich bin halt generell der Typ, der gerne ins "Extreme" abgleitet und bin mir dessen bewusst, dass es nicht jedem gefällt. Das 3. Bild zum Beispiel, das ich Neonblume getauft habe, ist eins meiner Lieblingsbilder, wohl auch zum Teil deswegen, weil ich mich das erste Mal richtig mit Photoshop beschäftig habe. Beim 4. Bild mit dem Marienkäfer ist es selbst mir bei näherer Betrachtung zu viel des Guten. ^^ Das war gerade zu Beginn, wo ich mit diesem höchst interessanten Hobby angefangen habe zu experimentieren (bezüglich Bildbearbeitung) und auch im fotografischem Sinne war ich noch ein Anfänger, was Belichtung und so betrifft.
Das Gute daran ist, dass ich schon damals in Raw Format fotografiert habe und ich daher noch Änderungen vornehmen kann, wenn nötig ;)

Aber trotz allem will ich euch meinen Dank aussprechen: Ihr seid echt klasse, habt mich teilweise auf neue Ideen gebracht und mich auf Dinge hingewiesen, die mir gar nicht aufgefallen wären. :) Mit Kritik kann ich super umgehen, solange sie begründet ist und bei euch kann man da nicht meckern. ;)
Lg, Manuel
 
In der Fotografie geht es eigentlich darum, die Wirklichkeit abzubilden und eben mit seinem Können beeindruckende Bilder aufzunehmen. Dass die Bildbearbeitung nicht gänzlich verschwindet und schon immer ein Teil der Fotografie war (wenn auch nicht so extrem) ist leider ein zu akzeptierendes Faktum. Dennoch, wenn man wirklich gut werden will, sollte man sich eben nicht darauf verlassen, im Nachhinein Bilder gut aussehen zu lassen, sondern wirklich von der Planung bis hin zur eigentlichen Aufnahme den Prozess so zu gestalten, dass das eigentliche Bild das Endprodukt und das Werk darstellt. Deswegen begrüße ich auch die Entscheidung von Reuters, nur noch JPEGs aus der Kamera zuzulassen und das ja auch genügend Gestaltungsspielraum bildet.
 
Naja aber grade heute ist es eben erstaunlich was mit der Technik möglich ist.
Ist doch nicht mehr wegzudenken. Manch einer mag natürliche Bilder, widerrum ein andere eben selbst kreierte Kunstwerke die nicht die Realität zeigen sollen.
Finde beides gehört dazu. Und gerade bei Fotomontage / extreme Bildbearbeitung ist aller Anfang schwer. Auch muss man erst ein Stil für sich finden und ihn immer weiter verbessern.
Das gilt bei der Bearbeitung als auch bei der eigentlichen Fotografie.
 
@Bioschnitzel, du nimmst mir die Worte aus dem Mund. ;) Ich finde nämlich beide Bereiche extrem spannend: die Fotografie und die Bildbearbeitung.

Geht es um die Fotografie an sich, dann gebe ich dir natürlich recht @BillDschirm. Es sind ja auch einige Fotos dabei, die ich nicht bearbeitet habe, bzw. nur Fehler ausgebessert habe, die vom Objektiv herrühren. Bei diesen Bildern versuche ich so wenig wie möglich zu verändern, um die Realität zu wahren. Letztens erst, mein kleiner Cousin hatte Taufe, da habe ich mich direkt wieder in der Makrofotografie verloren. Da war ich irgendwie in einer komplett anderen Welt, habe mich nur noch aufs Motiv konzentriert: was ist den hierfür der beste Winkel? ist die Sonneneinstrahlung so stimmig? Doch auch wenn man sich so ins Zeug legt, um gute Bilder zu erhalten, gerade deshalb finde ich es persönlich eine Wohltat, kleine Fehler mittels Bildbearbeitung ausbessern zu können, damit die harte Arbeit nicht ertraglos war. Warum die Möglichkeiten nicht nutzen, wenn sie jedem frei zugänglich sind, und einem das Leben erleichtern, wie so viele Dinge im Leben? Natürlich sollte bei all dem der Kern der Fotografie, ihre Philosophie, erhalten bleiben.

Der zweite Bereich, der mich immer mehr in seinen Bahn zieht, und mir bereits zahllose Stunden "gestohlen" hat ist die Bildbearbeitung mit Focus auf Kunstwerke erschaffen, die erst gar nicht die Realität zeigen sollen. Bilder 1, 2, 3, 4 und 6 sind Beispiele aus meiner Arbeit, wobei nicht alle gelungen sind und auch nicht jedem gefallen müssen. ;)
Hier finde ich es nur wichtig der Kreativität freien Lauf zu lassen und seinen eigenen Stil zu finden.

Lg, Manuel
 
(muss aber dazu sagen, dass es in dem Fall so gewollt war, da es als Bildschirmhintergrund für einen eher lauen Büromonitor dienen sollte
Dann würde ich es auch auf exakt die benötigte Größe skalieren und für den individuellen Monitor bearbeiten. Ich muss meine Bilder für die Arbeit ("steinzeitlicher" FullHD-Monior, der von ansatzweise korrekter Farbdarstelung noch nie etwas gehört hat) auch komplett anders nachbarbeiten wie für den heimischen 27"-Monitor.

Sieht das Bokeh bei der Blumengruppierung denn wirklich so schlimm aus?? Hätte ich jetzt gar nicht so wahr genommen, aber wegschneiden kann man ja noch immer was.
Mir gefällt es halt nicht, ist aber auch nicht mein Bild. Ein ähnlich unruhiges Bokeh ist für mich einer der Gründe, mir kein Nikon AF-S 80-400 VR zu kaufen. Da kann ich auch gleich mein 70-200/2.8+2x TK nutzen.

Beim 4. Bild mit dem Marienkäfer ....
Das Gute daran ist, dass ich schon damals in Raw Format fotografiert habe und ich daher noch Änderungen vornehmen kann, wenn nötig
Falls die Überbelichtung per EBV komplett beheben kannst, hast Du m.M.n. mit den Reglern etwas übertrieben.

Was mich bei all Deinen Bildern wundert (und auch in der Begründung zum Auge-Bild): warum nutzt Du immer ISO100? Dafür rauschen mir einige der Bilder in dier 100% Ansicht schon sehr stark, was auf eine recht starke Aufhellung in der EBV hinweisen könnte. Die 5D MKIII sollte selbst bei ISO800 und korrekter Belichtung noch sehr rauscharme Bilder liefern können.

In der Fotografie geht es eigentlich darum, die Wirklichkeit abzubilden
Das ist ein Aspekt der Fotografie. Aber wo hört die Abbildung der Realität auf, wo fängt die EBV an? Das gleiche Problem sehe ich bei Reuters. Sie wollen JPGs aus der Kamera, aber müssen die live erzeugt werden oder gelten auch JPGs, die man im Nachhinein mit der Kamera konvertiert hat. Darf man bei der Aufnahme ADL (oder noch allgemeiner beliebige Picture Styles) nutzen, will Reuters also nur die selektive Bearbeitung einzelner Bildbereiche verhindern?

Oder gar noch provokanter: ist ein selektives Aufhellen bei der Aufnahme noch zulässig? Warum entspricht sowas noch der "Wirklichkeit" oder gilt das nur, wenn man die Szene global aufhellt? Und warum ist dann, wenn beides zulässig ist, ein selektives Aufhellen (oder schon nur die Ausnutzung des Belichtungsspielraumes eines Raws) nicht mehr zulässig? Sind von der Kamera erzeugte HDRs zulässig, weil auch da die Kamera ein JPG erzeugt?

Das ganze führt für mich einzig zur Aufrüstung der Kamerafirmware aber nicht dazu, die Authentizität der Bilder zu erhöhen.

Dass die Bildbearbeitung nicht gänzlich verschwindet und schon immer ein Teil der Fotografie war (wenn auch nicht so extrem) ist leider ein zu akzeptierendes Faktum.
Selbst Reuters verbietet die Bildbearbeitung ja nicht. Es wäre auch irgendwie Schwachsinn, gerade im Bereich der Reportagefotografie.

Dennoch, wenn man wirklich gut werden will, sollte man sich eben nicht darauf verlassen, im Nachhinein Bilder gut aussehen zu lassen, sondern wirklich von der Planung bis hin zur eigentlichen Aufnahme den Prozess so zu gestalten, dass das eigentliche Bild das Endprodukt und das Werk darstellt.
Obwohl ich, soweit es sich vermeiden läßt, nur JPGs fotografeire, ist es eher Zufall, wenn ich meine Bilder vollkommen unbearbearbetet präsentieren kann.

Zu analogen Zeiten waren die Bilder halt leicht schief und man hat den unnützen Rand um das gewünschte Motiv auf dem DIA ignoriert.
 
Falls die Überbelichtung per EBV komplett beheben kannst, hast Du m.M.n. mit den Reglern etwas übertrieben.

Was mich bei all Deinen Bildern wundert (und auch in der Begründung zum Auge-Bild): warum nutzt Du immer ISO100? Dafür rauschen mir einige der Bilder in dier 100% Ansicht schon sehr stark, was auf eine recht starke Aufhellung in der EBV hinweisen könnte. Die 5D MKIII sollte selbst bei ISO800 und korrekter Belichtung noch sehr rauscharme Bilder liefern können.

Komplett wird sich die Überbelichtung wohl nicht beheben lassen, auch wenn ich jetzt schon mehr Erfahrung in der Bildbearbeitung als früher habe. Jedoch denke ich, dass ich es auf ein erträglicheres Maß reduzieren könnte, wenn ich mit meinen anderen Bildern fertig bin. ;)

Also zu dem Auge-Bild (an diesem Tag sind auch die Knoten- und Blumengruppierungsfotos entstanden): Die Iso- Einstellung muss ich auf meine Kappe nehmen. Wie gesagt, habe ich die Blende geöffnet um ein wenig Belichtungszeit zu sparen. Leider ist mir dabei nicht in den Sinn gekommen einfach die Iso zu erhöhen, um die Blende ein wenig schließen zu können, bei gleichbleibender Belichtungszeit. Ich hatte an diesem Tag (Taufe: Motiv ist übrigens das Taufkind ;) ) zusätzlich noch mit hartem Licht zu kämpfen. Konnte mir die Zeit nicht aussuchen. Deshalb habe ich zu anfangs Iso 100 eingestellt, um einen größeren Puffer für die anschließende Schattenaufhellung zu haben (der Dynamikumfang des Canon-Sensors ist ja nicht übermäßig groß :( ).
Glücklicherweise lernt man ja aus Fehlern am besten :)

Lg, Manuel
 
Hallo. Ich würde gerne eure Meinung hören zu folgenden Bildern. Ich muß erwähnen das ich vorher noch nie komplett Manuell und bei wenig Licht fotografiert habe. Ich habe versucht mir die Goldene und die Blaue Stunde zunutze zu machen. Die Bilder sind jetzt nicht aufregend oder so aber darum ging es mir nicht. Ich wollte einfach mal ein wenig üben um für meinen Urlaub in Hamburg gerüßtet zu sein. Ich möchte nämlich auch ein wenig im Dunkeln fotografieren. Die Bilder sind unbearbeitet da ich mich "noch" nicht so gut in GIMP auskenne.

Aber bitte ein vorne weg: Ignoriert bei den letzten Bildern das Haar auf der Linse. Auf dem kleinen Monitor ist es mir nicht aufgefallen.
 

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Das mit dem komplett manuell arbeiten würde ich an deiner Stelle wieder sein lassen. Für "normale" Belichtungssituationen tut es die Zeit oder Blendenautomatik gegebenenfalls mit etwas +/- Korrektur eindeutig besser. Für Aufnahmen im Dunkeln sieht das natürlich anders aus. Ich hab mir jetzt nicht die Exifs von allen Bildern angeschaut aber wie kommst Du darauf Blende 22 zu verwenden? Bei DX beginnt schon ab ca. Blende 8 die Beugungsunschärfe.

Gruss aus DK-Hirtshals

Blende8
 
Mir persönlich sagt Beugungsunschärfe nichts. Da muß ich mich erst schlau machen was das ist. Aber ich wußte nicht, das eine hohe Blendenzahl für das Bild schlecht ist. Danke für den Tipp. In Zukunft werde ich auf alle Fälle bei diesen Lichtverhälnissen auf die Zeit bzw Blendenautomatik zurück greifen. Denoch wollte ich ein wenig mit dem M-Modus Üben und Testen.
 
Für Aufnahmen im Dunkeln sieht das natürlich anders aus.
Also die belichtungsautomatik ist nun gerade das, was immer funktioniert. Lediglich der AF macht ab gewissen lichtverhältnissen schlapp und man darf manuell fokussieren.
In Zukunft werde ich auf alle Fälle bei diesen Lichtverhälnissen auf die Zeit bzw Blendenautomatik zurück greifen. Denoch wollte ich ein wenig mit dem M-Modus Üben und Testen.
Wie stellst du manuell die belichtung ein? Ich könnte das nichtmal grob schätzen. Also schaut man letztlich doch wieder auf den "belichtungs-balken" der kamera und dann kann man es gleich die automatik machen lassen. ;)
Wichtig wäre halt nur, das du z.b. für landschafts- oder macro-aufnahmen die blenden-vorwahl und für action-reiche szenen, wie z.b. motocross, autorennen, sport im allgemeinen, die zeitvorwahl benutzt.
 
Also die belichtungsautomatik ist nun gerade das, was immer funktioniert. Lediglich der AF macht ab gewissen lichtverhältnissen schlapp und man darf manuell fokussieren./QUOTE]

Nein, wenn du Bilder von Sternen machen willst kannst du die Belichtungsautomatik in die Tonne treten. Die will dann einfach so belichten dass das ganze Bild 18% grau entspricht. Motivprogramme können das vielleicht aber sowas haben meine Kameras nicht

Gruss aus N - Porsgrunn

Blende8
 
Heute bin ich mit der MS Stavavangerfjord von Hirtshals nach Langesund gefahren. Hier ein paar Eindrücke vom Schiff

Gruss aus Porsgrunn

Blende8
 

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Wie stellst du manuell die belichtung ein? Ich könnte das nichtmal grob schätzen. Also schaut man letztlich doch wieder auf den "belichtungs-balken" der kamera und dann kann man es gleich die automatik machen lassen. ;)
Wichtig wäre halt nur, das du z.b. für landschafts- oder macro-aufnahmen die blenden-vorwahl und für action-reiche szenen, wie z.b. motocross, autorennen, sport im allgemeinen, die zeitvorwahl benutzt.


So gesehen hast du recht. Ich habe mich bei den aufnahmen auf die Belichtungsautomatik verlassen und dementsprechend eingestellt.
 
Wie stellst du manuell die belichtung ein? Ich könnte das nichtmal grob schätzen. Also schaut man letztlich doch wieder auf den "belichtungs-balken" der kamera und dann kann man es gleich die automatik machen lassen.
Wenn man irgendein "zusammengewürfeltes" Ergebnis möchte oder die Spotmessung zufällig mit dem gewählten AF-Punkt überein stimmt (oder die Bildmitte angemessen werden soll), dann mag das ja stimmen. Gerade bei Nachaufnahmen würde ich mich auf keine Matrixmessung verlassen. Entweder vor der Aufnahme per Spotmessung die passenden Werte ermitteln und alles manuell einstellen. Oder, wenn man sich unsicher ist, die Segnungen der modernen Digitaltechnik ausnutzen und sich anhand von Testbildern und der Erfahrung, was man aus dem Raw noch heraus holen kann, die individuell gewünschte Belichtung bestimmen.

Die Automatik mag hier bei den Bildern funktionieren. Aber was, wenn das Schiff einfach mal seine Festbeleuchtung anschaltet? Will man dann immer nur das Schiff sehen? Ob der Entwickler der Matrixmessung die gleiche Lichtstimmung wollte wie man selber, ist wohl eher Glückssache.

und für action-reiche szenen, wie z.b. motocross, autorennen, sport im allgemeinen, die zeitvorwahl benutzt.
Ohne gleichzeitig auch noch die ISO-Automatik ins Spiel zu bringen, nützt das auch nicht viel. Hoffentlch hat man dann nicht versehentlich bei der Aufnahme einen Strahler (Halle) oder gar die Sonne ungewollt (aber eigntlich nicht störend) im Bildhintergrund.

Am Ende muss jeder seine individuelle Methodik zur Einstellung der Kamera finden. Ich habe beim Sport noch nie die Zeitvorwahl genutzt.

@Haspu
Sollte der Horizont bei einigen der Bild so schief sein? Das Schiff in 2308 scheint mir Bergauf zu fahren, wobei das auch am WW liegen kann. Welche Bildaufteilung (Himmel, Wasser, mit oder ohne Motive) Dir am Besten gefällt, musst Du selber wissen. 2303 wäre mir zu mittig, 2306 wirkt oben irgendwie abgeschnitten, 2305 passt da schon eher.
 
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