Plot:
Problem mit Crysis 4:
Eine Fortsetzung muss sich mit dem Plot befassen und der hatte ein Ende.
Problem mit Cysis Remake
Wohin der Plot führt weiß man bereits.
Bestenfalls landen wir damit im Territorium zwischen alternate Universe Reboot und Multiversum Chaos. So kann man dann vielleicht den Plot eines Remakes mit einem Prophet nach Ende von Teil 3 kombinieren.
Gameplay:
Crysis hat drei Modi: Schießen, Schleichen, Rennen.
Problem: Rennen und Schleichen decken oft die gleiche Situation ab, in dem Sinne, dass ein Kampf vermieden wird. Das sind beides sehr spaßige Modi, aber die Anforderung an das Leveldesign ist definitiv hoch. Wenn man den Rennen Modus näher an Environmental und Jumping Puzzles rückt (Kopf drücken, dann im Titanfall Still blitzschnell die Karte navigieren bevor die Türe wieder zugeht) könnte das Puristen des Klassikers verschrecken weil es eine Generation von Spielern gibt die haben bis heute in Half-Life 1 noch nicht gelernt Xen zu spielen und die spielen nur aus dem Grund Destiny nicht. Im Sinne eines Doom Remakes, also wenn du es machst, dann mach es richtig, wäre Charaktermobilität im Stile von Titanfall allerdings ein Schritt in die notwendige Richtung. Der andere Problembär für Crysis ist Zelda Breath of the Wild. Ein Berg in Crysis dient nur dazu die Grenze der offenen Welt zu verbergen. Das kann sich ein Crysis meiner Meinung nach nicht mehr leisten. Es gibt eine Menge offener Welt Shooter bei denen man mit geklauten Autos und Helikoptern über die Map zoomt, aber das ist imo nicht Crysis. Das müsste sein wie Zelda, ein Mann klettert über einen Berg und sieht auf der anderen Seite in ein Tal mit einer Basis.
Grafik:
Das war früher mal ein Problem, das ist es nicht mehr. Heute ist das Problem die vom Spieler erwartete Größe der Welt und die Technik diese zu realisieren. Es hilft Crytek also nix die schönsten Texturen zu rendern, was wirklich der Killer sein muss ist der künstliche Algorithmus der die Welt erstellt, bevor sie dann von Hand nachbearbeitet wird.
Spieler:
Der Spieler ist viel eher ein Problem. Crysis war ein Spiel mit einem Anfang einer Mitte und einem Schluss für Spieler die wussten, dass ein Spiel einen Anfang eine Mitte und einen Schluss haben. Heute wollen zu viele Multiplayer Endlosgrind Games die dem verunsicherten Spieler einreden, dass dies das letzte Spiel ist das er kaufen muss und das er spielen kann bis er in 80 Jahren stirbt. Kurzum das WoW Versprechen auf das mehrere Generationen von Teenagern hereingefallen sind. Hier in Kombination mit dem Plot die Spieler richtig durch das Erlebnis zu steuern ist die Herausforderung. Sicherlich auch, wenn es darum geht das Spiel auf der Einnahmenseite erfolgreich zu gestalten. Spiele ohne Handlung tun sich mit DLC leichter als ein Spiel mit einem Plot wie Crysis der sich um Ereignisse in strenger zeitlicher Abfolge dreht. Und dann sind wir wieder beim Plot und dann sind wir bei Spielen wie Nier: Automata deren Struktur eine ganz andere DLC Integration erlaubt als ein typisches lineares Assassin's Creed Open World Spiel.
In der Summe bleibt da für mich nur ein totaler Reboot übrig, der wahnsinnige Hürden zu nehmen hat, wenn er so hoch auf der Liste stehen will wie das Crysis seiner Zeit getan hat.