CS kann man zwar nicht richtig vergleichen, aber darauf wollte ich mit meiner Frage auch hinaus. Es hat hauptsächlich der Gewinn einer Runde gezählt, wie die K/D aussah war weit weniger wichtig als heute.
Direkt vergleichen kann man es natürlich nicht, aber CS war der imho der erste Taktikshooter, der weltweit übelst viele Anhänger gefunden und ihnen über sehr lange Zeit Spielspass bereitet hat oder das vielen sogar heute noch, gute Grafik ist halt nicht alles.
Geht mir ähnlich, CoD hatte CS abgelöst. Man muss allerdings sagen, dass CS auch extrem frustrieren kann, wenn man gegen starke Gegner spielt. Bei CS waren auch weniger Spieler auf den Maps, das Spiel war dadurch übersichtlicher und - das folgende finde ich besonders wichtig - man konnte Gegner besser hören. Das hören von Gegner ist bei BF3 sehr nebensächlich, weil die Maps größer sind und weil z.B. Schritte im Getöse meist gar nicht zu hören sind. Das in Verbindung mit dem blöden Lag(, der im Übrigen auch dafür verantwortlich ist, dass man zu viel Schuss auf einen Gegner abgibt,) nehmen den Skill aus Feuergefechten. Man hört sehr spät und nicht sehr genau, weil auch die Waffen zu leise sind, aus welcher Richtung man beschossen wird. So ist man oftmals tot, bevor man reagieren kann. Bei CoD 4 hab ich das Phänomen zum ersten Mal beobachtet. Dort "verschluckt" das Spiel meist den ersten Schuss den ein Gegner abgibt. Da das sogar im LAN passiert und es daher nicht am Ping liegen kann bzw. sollte, vermute ich das diese Sache mit Absicht eingebaut wurde, da sie Noobs unterstützt. Bei BF3 lässt sich das ganz gut mit one-hit-kill Waffen wie die 870 sehen, man schießt und etwa eine Sekunde später fällt der Gegner erst um.
CS lässt sich sonst eher mit mit COD 1 - 3 vergleichen, zumindest vom Gameplay her. Mal abgesehen von der Spieleranzahl und den Fahrzeugen gab/gibt es aber auch sonst vergleichbare und auch erfolgreiche Games zu Battlefield, z.B. Day of Defeat oder auch Return to Castle Wolfenstein, letzteres am ehesten. Nicht nur wegen CTF, sondern auch von den Spielerklassen her. Auch dort gab es schon Sturmsoldaten als Medic, die Medipacks verteilen und wiederbeleben konnten, ebenso gab es Support für Ammo, auch Sniper und MG Schützen. Nicht zu vergessen die Klassiker wie Quake und Unreal, die in ihrer Ursprungsvariante reine Run, Jump'n Metzel Shooter und weniger Teamshooter waren. Bleiben wir bei aber bei Battlefield, selbst BF1942 und Battlefield Vietnam waren seinerzeit geniale Games (BF2 und alles zwischen BF3 habe ich aufgrund der auch schon 'damals' schlechten EA-Politik boykottiert
). All diese Games waren seinerzeit groß, ohne global Stats und Ranking und gerade die Communities waren unterm Strich viel geiler und vor allem umgänglicher als der Grossteil der flamenden Idioten heute. Stats hat es hier und da auch gegeben, aber die waren, wie Birdy schon schrieb, schlichtweg nicht wichtig. Man ist natürlich trotzdem gerne mit nem gutem Ergebnis aus dem Spiel, aber es war echt nur ein Nice2Have und hatte keinen Einfluss aufs Gameplay. Klar gab es auch viele schwarze Schafe, natürlich hat man sich hier und da mal doof angemacht, aber alles bei weitem nicht so extrem wie heute bei BF3. Hier kommt es mir teilweise vor wie bei den extremen WoW Affen, die sich abends auf ihren geilen Char einen schleudern. Aber selbst in WoW ist das Teamplay selbst mit Idioten besser.Es gibt aber noch einen weiteren, sehr wichtigen Unterschied zu alten Shootern, der sich immer weiter durchsetzt und leider auch normal wird. Alle 'verbieten' Weiterentwicklung, es gibt keine Custom Maps und Mods mehr und man hat nicht mehr die Freiheiten über die Server. Das alles hat die Community positiv und extrem belebt. Wie schon geschrieben, bei CS gab es Unmengen von super Maps, die auch technisch eine permanente Weiterentwicklung waren. Gerade die Mods brachten richtig Abwechslung rein, CS wäre z.b. nie so entstanden, gäbe es die ganzen Verbote von heute. Für die, die es nicht wissen, CS ist 'nur' eine Modifikation von Half-Life, entstanden durch die Community. Oder auch bei BF die Mod Forgotten Hope, auch entstanden durch die Community, als BF noch 'offen' war. Forgotten Hope war nicht nur schöner, sondern auch technisch und vom Gameplay her anspruchsvoller als das originale Battlefield. Wenn ich mich richtig erinnere, auch der Vorreiter für 64 Spieler Server.
Wie auch immer, heute ist für mich so: sehr viele egoistische Idioten und wenig nette Teamplayer. Früher waren es sehr viele Teamplayer, wenig Idioten. Warum? Nur weil viele für gute Stats, besonders die KDR, spielen und nicht für Spaß mit gutem Teamplay. Für den Sieg spielen ja schon viele, nur wechseln die dafür ins Winnerteam
. Langzeitspass blieb früher eigentlich auch nicht aus, da es immer neues Zeug von der Community gab, sogar kostenlos. Wahrscheinlich waren u.a. die Leute auch deshalb entspannter.So, aber reicht jetzt, es ist wie es ist. BF3 bleibt für mich trotzdem ein geniales Game, das mir Spass macht...nur könnte es wirklich mehr Spass machen

EDIT: Nutskul habe ich zu spät gelesen, er weiss scheinbar genau was ich meine

(Traurig aber wahr)



