ATX12VO: Intel hofft auf breiteren Support mit Alder Lake-S - Weniger Begeisterung bei Herstellern

Na genau wie bisher über +12V PCIe-Stecker.
12VO heißt nur, dass 5V und 3,3V wegfallen, die Grafikkartenanschlüsse sind davon nicht betroffen - denn die waren schon immer 12V only.

Und was 5V braucht (wie etwa SATA-SSDs) wird aufm Board gewandelt. Effektiv ändert sich an der Verkabelung nur, dass der SATA-Stromanschluss jetzt vom Board zum Laufwerk geht statt vom NT zum Laufwerk.
Gibt dann der Hersteller des Board, die Leistung von 3.3V und 5.0V an?
Alleine bei eine WaKü, wird Molex und der Sata-Anschluss, gut belastet.

Das schlimme an dem Standard ist:
Mainboard werden noch Teurer.
Netzteile werden nicht Billiger.
 
Bin dagegen !
Verteuert MBs doch nur und bringt keinen Vorteil! Denn ein Netzteil braucht man ja immer noch!
 
Gibt dann der Hersteller des Board, die Leistung von 3.3V und 5.0V an?
Ja, natürlich.
Wenn ers nicht tut und das Board geht drauf wenn ein Käufer 250W dranhängen will wär er sonst ja selber schuld^^

Alleine bei eine WaKü, wird Molex und der Sata-Anschluss, gut belastet.
Das ist alles nicht viel. Und mal ehrlich, schau mal auf das Etikett eines wirklich guten Netzteiles im 600-700W Bereich um mal hoch zu greifen. Nehmen wir mal ein 650er Seasonic Prime. Das hat 20A entsprechend 100W auf +5V. Mehr nicht. Das schafft wie oben geschrieben auch jedes 12VO-Mainboard. Selbst das 1000W-Modell hat nur 125W auf +5V - einfach weil nicht mehr nötig ist.

Das schlimme an dem Standard ist:
Mainboard werden noch Teurer.
Verteuert MBs doch nur

Abseits der generellen Sache dass sie das eh werden - was soll daran denn teurer sein? Die Anschlüsse kosten im Centbereich. Und der eine zusätzliche MosFET? Der kostet im Einkauf in den Riesenmengen gefühlt einen Euro. Da werden Boards mit 16 Phasen gekauft wo die Hälfte locker reicht und dann sich beschwert dass der eine mehr für +5V den Preis treibt? Ihr seid lustig manchmal.
Entwarnung: Ein 12VO-Board kostet in der Herstellung quasi dasselbe wie bisherige Boards. Wenn die Preise der Boards konstant steigen wie die letzten (und wohl auch die nächsten) Jahre dann liegt das nur zu einem verschwindend geringen Teil daran ob jetzt ein MosFET oder ne Spule oder ein Anschluss mehr oder weniger drauf ist.

Ich meine wo bleibt Sata 4?
Wird niemals kommen da PCIe/NVME es faktisch obsolet gemacht hat. Wenn du mehr Speed zwingend über ein Kabel zu ner SSD brauchst nimmste U.2.
 
Erinnert mich daran als der Wechsel der GPU Anbindung von AGP auf PCIe wechselte. Ich kaufte damals noch fix eine Geforce 6600 GT, die es für beide Varianten gab. Als die dann ersetzt wurde, war von AGP keine Rede mehr.

Ich sehe dem Steckerwechsel entspannt entgegen. Für vollmodulare Netzteile wird es von den Herstellern dann sicher Stecker für den neuen Anschluss gehen und für alle anderen entsprechende Adapterkabel, sodass der klobige ATX 24 Pinstecker versteckt werden kann.
Parallel dazu kann auch der echt dämliche PCIe Stecker endlich mal überarbeitet werden.
 
Der Wechsel zu ADL wird doch allein wegen DDR5 schon teuer genug, jetzt soll man dazu auch noch ein neues NT kaufen?
Anscheinend bin ich der einzige, der sich für jedes neu gebaute System (also so alle 6-8 Jahre) bis auf ein paar Laufwerke und ext. Peripherie sowieso alles neu kauft. Das NT vom SandyBride brauche ich dort immer noch, und ob ich meinen i9-9900K ein (damals schon) 7 Jahre altes NT in der Annahme zugemutet hätte, dass es nochmal 6-8 Jahre mit höhereren Anforderungen durchhält? Mein nächster PC wird mit dem aktuellen NT sowieso nicht mehr laufen, so sparsam kann ein TR5/6 niemals werden.

Verteuert MBs doch nur und bringt keinen Vorteil! Denn ein Netzteil braucht man ja immer noch!
Wenn die Zahlen von oben stimmen (i9-10900K im Idle bei 7W anstatt 25-30W) dann hat man die möglichen Mehrkosten für das Baord schneller raus wie das Board kaputt gehen dürfte. Das gilt natürlich nur für Leute, die nicht jählrlich ihren PC verschrotten.

Entwarnung: Ein 12VO-Board kostet in der Herstellung quasi dasselbe wie bisherige Boards.
Zwischen der reinen Notwendigkeit und dem Marketing liegen Welten. Alleine, dass beim Mainbaord dann 2-3 SATA-Stromkabel mitgeliefert werden müssen, kann man mit mind. 3*5€ ansetzen.
 
Angenommen ich wechsele die Plattform. Dann hab ich aber noch ein recht junges Titan-Netzteil was ich selbstverständlich weiternutzen will - also gibts wiedern klassisches ATX-Brett. UNd wenn das netzteil irgendwann durch ist dann hat man ja sein ATX-Board das man nicht mit tauschen will und kauft wieder kein 12VO-NT.

Kann man denn nicht einfach über einen Adapter das alte NT weiternutzen und einfach nur die 12V-Schiene benutzen?


Bin dagegen !
Verteuert MBs doch nur und bringt keinen Vorteil! Denn ein Netzteil braucht man ja immer noch!

Wenn dadurch alles nur teurer wäre und es keinen Vorteil geben würde dann würden es die OEMs nicht schon teilweise machen ;)


Ich weiß selber nicht, ob ich so eine Umstellung gut finde.
Auf der einen Seite hätten wir eine bessere Effizienz, vor allem im Niedriglastbereich, wenn ich das richtig im Kopf hab.
Auf der anderen Seite wandern dann noch mehr Komponenten auf das Mainboard, was sowieso schon gefühlt das anfälligste Bauteil im PC ist und durch die Beschränkungen der Sockel nicht immer sinnvoll nachgekauft werden kann.
Sollte das wirklich die Lebenszeit der Mainboards verringern, dann wäre der positive Effekt durch den geringeren Stromverbrauch direkt zunichte gemacht.
 
@Incredible Alk
Danke für deine ausführlichen und geduldigen Erklärungen.
Hab still mitgelesen und das Thema jetzt mal durchschauen können :).
Prinzipiell bin ich für so einen Standard, natürlich sollte man dann auch alle Möglichkeiten nutzen die er mit sich bringt wie Kombikabel.
Vor allem müssen die Anbieter dann aber ordentliche Bundles schnüren. MB +NT für 150€ aber dafür mit ordentlicher Ausstattung. Dann steigt man auch um.
 
Anstatt dem Netzteil, wird die Umwandlung von 12V auf 5V und 3,3V aufs Mainboard verschoben.
Das braucht aber Platz. Ist das z.b. auf kleinen Boards überhaupt möglich?
Kabelführung KÖNNTE leichter werden, da man Strom und Daten einfach vom Mainboard zusammen zur Platte legen könnte.

@fotoman
Mein 660W Netzteil ist beinahe 10 Jahre alt. Damals wars ein 150€ teures Topmodell. (Nach 3 kaputten Billo Netzteilen vom lokalen PC-Shop musste ein gutes her >_> )
Es ist stark genug um mit Alder Lake und einer 3080 fertig zu werden...nur halt ohne OC.

Mein nächstes System nahe Weihnachten oder Frühjahr 2022 braucht CPU, Mainboard und DDR5 RAM. GPU bleibt gleich, Gehäuse vielleicht ein NCASE M1 ^^. Platten und Netzteil muss ich noch schauen. Würde meine 4TB HDD gegen eine größere tauschen. Dann sind noch 2x 512GB M.2 und 1x2TB SSD drinne.

Entwarnung: Ein 12VO-Board kostet in der Herstellung quasi dasselbe wie bisherige Boards.
Theoretisch vielleicht...parktisch muss man es erst sehen. Die Preisklasse des Boards ist bestimmt entscheidend.

Am Ende sieht es für mich so aus. Wenn ich Netzteil und Mainboard wechseln muss mit Alder Lake etc. und es preislich gleich ist UND es mir Vorteile gibt, warum sollte ich nicht wechseln?
Dennoch bleibt die Frage, wird 12VO bleiben oder wieder verschwinden...DANN hätte ich ein Netzteil rumliegen...

Im Moment bin ich eigentlich für eine Überarbeitung von m2..
Die SSD liegen teilweise echt ungünstig unter der gpu
Das Problem hat man mit einer 30xx Founders eher weniger XD
Der Grund ist übrigends die Nähe zur CPU. Da der obere Slot direkt an der CPU eingebunden ist (kommt auf die CPU GEN und Board an), muss der näher dran sein. Die anderen 3 Seiten sind schon mit RAM und VRM voll.
 
Interessant wäre für die Übergangszeit, falls die Masse das denn will, hochwertige Netzteile namhafter Hersteller, die sowohl den aktuellen ATX-Standard bereitstellen als auch den ATX12VO-Standard, welcher per Schalter im Netzteil die entsprechenden Baugruppen de-/aktiviert und halt per Kabelmanagement die Anschlüsse bereitstellt.
Ich persönlich als Bastler finde einen 12VO-Standard nur sinnvoll, wenn überall 12V Standard wird, also auch bei (Sata-)SSD's. Hier braucht es dann einen neuen Standard, es gibt aktuell wie oben schon erwähnt einfach häufig wenige Anschlussmöglichkeiten für viele Datenträger.
Nach meinem Geschmack wäre eine Zwischenlösung sinnvoll, 12V und 5V über das NT bereitstellen, der Rest kann weg.
 
Angenommen ich wechsele die Plattform. Dann hab ich aber noch ein recht junges Titan-Netzteil was ich selbstverständlich weiternutzen will - also gibts wiedern klassisches ATX-Brett. UNd wenn das netzteil irgendwann durch ist dann hat man ja sein ATX-Board das man nicht mit tauschen will und kauft wieder kein 12VO-NT.
Da haben wir wieder das alte Henne-Ei Problem.=)
Ist in ähnlicher Form momentan auch bei e-Autos zu beobachten.
Es gibt nicht genug Ladestationen weil zu wenig e-Autos (Aufwand),
auf der anderen Seite werden e-Autos nur gebremst gebaut weil es zu wenig
Lademöglichkeiten gibt.
Da hilft meist nur ein Akteur mit ausreichend Power und langem Atem.(Intel, Tesla ?)
MfG
 
Alleine die Tatsache, dass ich diesen verflixten 24-Pin Stecker samt fettem Kabel loswerde könnte mich zum umsteigen bewegen. Das würde aber voraussetzen, dass AMD auch auf diesen Zug aufspringt. Bis dahin ist auch die Garantie meines im Dezember erst gekauften Netzteils abgelaufen.
 
Also ich habe nicht schlecht gestaunt, als ich von einstelligen Idle Verbräuchen in Komplettsystemen mit aktuellen Rocket Lake CPUs mit 12VO gelesen habe.

Sicher ist das in nem Gaming PC, welcher nur zum zocken gestartet wird nicht ganz so relevant, aber in nem Bürorechner oder kleinen Server, der zwar immer an ist aber bestenfalls viel idlet wäre das schon sehr spannend. So wäre es möglich, Rechenleistung abzurufen, falls benötigt, ansonsten aber eben so sparsam unterwegs zu sein, wie sonst nur von schwachbrüstigen Atom/Celeron Systemen gewohnt.
Das Big/Little Prinzip von ADL könnte den Effekt noch verstärken.

In nem High End Gaming PC wie gesagt, bringt es aber nur begrenzt Mehrwert, wenn damit hauptsächlich gezockt wird, wenn er läuft.. Von daher kann ich nachvollziehen, dass die Hersteller diesbezüglich verhalten reagieren.
 
Über lang oder kurz werden die Vorschriften so streng, dass kein Weg an ATX12VO vorbei führt. Mehr Effizienz ist allein wegen des Umweltschutzes zu begrüßen. Auch wenn das bedeutet, dass die Hauptplatinen komplexer und teurer werden. Bei den Netzteilen macht das preislich kaum einen Unterschied da die Bauteile für 5V & 3,3V Wandlung nicht sehr teuer sind.
 
Höhere Effiziens ? So einen Unsinn kann doch nur ein Besoffener verzapfen der aus ner Irrenanstalt ausgebrochen ist ....

Die Verschiedenen Spannungen werden trotzdem weiterhin verbraucht, die Umwandlung wird NUR von NT zum Mainboard verschoben wodurch natürlich das NT weniger "Verluste" hat, diese Einsparung dann aber eben auf dem MB anfällt wo das ganze dann auch wieder gekühlt werden darf und die Hitze im PC landet wo viele NT's ihre Abwärme direkt raus blasen (je nach Case).

Das ganze Konzept ist absoluter Blödsinn und bietet keinerlei Vorteile sondern könnte für den endverbraucher auch noch teurer als bisher werden da MB's auch so schon überteuert sind und dann "noch mehr" liefern wo die Hersteller dann behaupten können besonders wertig gearbeitet zu haben und deshalb mehr verlangen.

ICH hoffe das sich dieser Mist nicht durchsetzt ....
 
Das Problem hat man mit einer 30xx Founders eher weniger XD
Der Grund ist übrigends die Nähe zur CPU. Da der obere Slot direkt an der CPU eingebunden ist (kommt auf die CPU GEN und Board an), muss der näher dran sein. Die anderen 3 Seiten sind schon mit RAM und VRM voll.

Alles eine Frage der Organisation...

Blick von oben aufs Mainboard..
Links nach rechts
Anschlüsse VRM, CPU und Arbeitspeicher.
Darunter GPU, m2


Es sollte dahin gehen das man
Links nach Rechts
Anschlüsse, Vram CPU und 4 m2 Slots hat
Darunter 4 Slots für Raumriegel
Darunter GPU und PCIx slots
 
Ich hatte erst Anfang 2018 mir ein neues 550W NT (90€) gekauft und musste wegen der 6800XT Anfang 2021 mir ein 750W kaufen (130€). Die nächsten, mind. 7, Jahre kaufe ich gar kein NT mehr :ugly:
 
Würde nur Sinn machen wenn die 3,3V und 5V auf dem Board entsprechend effizient umgewandelt werden und selbst bei Hochpreisofen Boards glaube ich nicht das das nennenswert effizienter ist und die Abwärme würde im Gehäuse landen bzw. vom Board abgeführt werden müssen.

Hat jemand offizielle Zahlen was überhaupt noch über 3,3 und 5V läuft?
 
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