Als erstere Lösung
Solar-Thermische Kraftwerke in der Wüste(Nordafrika). Eher nahe Zukunft, da es noch leicht hakt. Die Ressourcen sind in absehbarer Zeit vorhanden(auch in Europa), kein CO2 Ausstoß und gilt politisch als sichere Quelle. Problematisch ist nachwievor der Energietransport nach Europa, aber die Technik hat so gut wie nur Vorteile und kann irgendwann den Mammutanteil den gesamten Strombedarfs decken.
Problematisch ist vor allem die Stabilität der bevorzugt gehandelten Standorte. Einige Leute schein immer wieder zu vergessen, dass Nordafrika keine europäische Kolonie ist, sondern derzeit ein Gebiet mit äußerst instabilen politischen Systemen, starken islamistischen Bestrebungen, fehlender Rechtsstaatlichkeit und aufkeimenden Bürgerkriegen.
Als zweites die Atomtechnoligie, da sie auch in absehbarer Zeit vorhanden sein wird(in Europa),
Meines Wissens nach gibt es in Europa keine/quasi keine Uran-Abbaugebiete. Ganz abgessehen davon, dass der Abbau nicht mit dem von dir geforderten Kriterium der Umweltverträglichkeit vereinbar ist.
heute anwendbar und günstig ist
Günstig?
Olkiluoto 3 liegt aktuell bei über 4 Euro pro Watt. Das liegt in vergleichbaren Größenordnungen mit €/Wp Photovoltaikkleinanlagen auf deutschen Hausdächern - alias "teuerste Energieform diesseits von trüffelgefütterten Laufradhamstern". Zugegebenermaßen liegt bei nur wenigen AKWs die Durchschnittsproduktion soweit unter der Peakleistung, wie bei der Photovoltaik (Krümmel, Biblis & Co dürften die letzten Jahre aber bequem drunter gelegen haben

), aber z.B. Windkraft kommt bei größeren Anlagen auf <1 € / W. Und eine Nennauslastung von 25% sind an Küstenstandorten sehr wohl zu erreichen, für Offshoreanlagen sind >33% im Gespräch (Alpha Ventus z.B. 42%.), so dass selbst deren höhere Investionskosten unterm Strich noch geringere Investitionen erfordern würden, als ein EPR. (der in Sachen Sicherheit seit Fukushima auch nicht mehr nur von den prinzipiellen Gegnern Kritik bezüglich der Sicherheit einstecken muss)
Und von laufenden Kosten braucht man wohl gar nicht erst reden. Vermutlich kostet die Absicherung für AKWs schon mehr
Zudem wird in diesem Berech immer weiter geforscht, um sie effizienter, sicherer und nachhaltiger zu machen als aktuell.
"sicherer machen"? Ich denke, sie sind schon sicher? Und verfügbar? Müssen wir doch noch warten?

Und geforscht wird an allen Techniken. An der Atomeenergie sogar mit den höchsten Summen und seit der längsten Zeit, merkwürdigerweise sind aber weiterhin nur Versprechen und keine Ergebnisse zu sehen.
Sie kann dank mittlerer Flexibilität auch als Reserve für andere Energieformen genutzt werden.
Unsere derzeitigen AKWs sind zu Unflexibel und benötigen, im Gegenteil, sogar weitere Kraftwerke anderer Bauart als Ergänzung (wie vor gerade einmal zwei Posts geschriben

)
es liefert den wichtigen Grund(-last)strom und die Unabhängigkeit Europas steht außer Frage. Es kann in den unterschiedlichsten Formen verwendet werden.
Der wichtigste Strom ist eben nicht die Grundlast, sondern der Spitzenlaststrom. (den Wasserkraft aber auch liefern kann bzw. tagtäglich muss, weil AKWs es eben nicht können)
Andere erneuerbare/überbrückungs Energien halte ich wie folgt für Totgeburten. Da wäre zum einen die Windkraft, die ganze Landstriche optisch verschandelt(dauerhaft)
und Vogelschwärme 0 Überlebschance geben, geraten sie an ein Rotorblatt.
Laut Wikipedia/Nabu ca. ein Vogel pro Jahr und WKA.
Laut Wikipedia/Elektrizitätsversorgern ca. 500 Vögel pro Jahr und km Hochspannungsleitung.
Nur mal so als Maßstab. Vögel sind weder blöd noch blind noch größtenteils auf Narbenhöhe unterwegs.
Solarzellen auf Dächern haben in Deutschland eine sehr niedrige Effizienz, man ist bei der Produktion auf das Ausland zwingend angewiesen
Wir hatten (vor schwarz/gelb) mal eine aufstrebende, weltweit technologisch führende Solardproduktion in Deutschland.
und ein Recycling von alten Modulen kann für die Umwelt nicht gut sein.
Nicht? Wieso nicht?
Als Ersatz für die Erdgasheizung in Häusern gibt es ebenfalls keine ernstzunehmende alternative Energieform.
Braucht man auch nicht, da der derzeit für Heizung aufgewandte Energieverbrauch (afaik übrigens größtenteils in Form von Öl, nicht Gas) ohnehin weder akzeptabel noch technisch nötig ist. Das bißchen, was bei maximaler Wärmedämmung übrig bleibt (in vielen Fällen nichts/ein negativer Wert) sollten deutsche Wälder auch ohne Übernutzung liefern können. In vielen Regionen ist Geothermie auch weiterhin eine attraktive Lösung.
So sehe ich das und es ist...
... größtenteils nicht den Fakten entsprechend
ein krasser Gegensatz zur deutschen Energiewende, die meiner Meinung nach nur Extra-Steuern auf die fossilen Energien hervorgebracht hat(aktuell ~55% auf Benzin), Brennelementesteuer, Stromsteuer, Ökosteuer.
Stromsteuer wird nicht auf fossile Energieträger erhoben (Überraschung!), sondern stellt das Gegenstück zur Ökosteuer auf Treibstoffe dar.
Erneuerbare Energien sollten sich ohne diese Zwangssteuern durchsetzen, natürlich vom Staat entsprechend gefördert. Das machen andere Länder eindeutig klüger.
Das deutsche EEG fand und findet weltweit Nachahmer. Mir wäre auch kein hochindustrialisiertes Land bekannt, dass größere Fortschritte macht (auch wenn man einige nennen mag, die günstiger gestartet sind

) - es ist nun einmal so, dass sich Systeme, die Kosten/Schäden für künftige Generationen vermeiden (oder allgemein solche, die außerhalb der vom Durchschnittsbürger erfassten Zeitspanne liegen), nicht von automatisch durchsetzen. Denn nichts ist billiger und in unserer heutigen, egozentrierten Welt sinnvoller, als jemand anderen die Zeche zahlen zu lassen.