Atomenergie & Energiepolitik (inkl. Umfrage "Atomstrom in Deutschland, Ja oder Nein?")

Atomstrom in Deutschland, Ja oder Nein?

  • Ja

    Stimmen: 84 51,2%
  • Nein

    Stimmen: 80 48,8%

  • Umfrageteilnehmer
    164
Status
Für weitere Antworten geschlossen.
nur kurz, weil ich kaum Zeit hab, bei dem besagten Dammbruch in China starben geschätzt 200 000. Genaue Zahlen gibts von der Regierung nicht, da der "Unfall" bis in die 90er verschwiegen wurde, passierte 1975.
und auch noch kurz zu dem WKAs, die nur 1/4 der Zeit Strom liefern: Bitte mal nachrechnen - die von ruyven genannten 2000 Windstunden ergeben halt mal nur ein viertel vom Jahr...
 
Also mir reichen die "gesicherten" 100000 Tode von Tschernobyl, gerade wenn man bedenkt das das eine extrem dünn besiedelte Gegend ist.

Was die 2000 Windstunden angeht ist das ein gutes Beispiel das in Wikipedia auch nicht alles stimmt bzw. aktuell ist. Wir hatten hier mal einen User (jetzt Gast xxxxx) der weiter vorne im Thread ganz andere Zahlen genannt hat und der musste es wissen, er stellt die WKAs beruflich auf.
 
Um die zur Erzeugung notwendige Strommenge zu gewinnen muss man eine Solarzelle ca. 8Jahre stehen haben. Geeignete Standorte gibt es bei uns nahezu gar nicht.

Laut einer Regierungsstudie von 2004 (Seite 35 obe. Man beachte übrigens, dass unser derzeitiger "Umwelt"minister diese Studie nicht mehr auf der Seite seines Ministeriums hat, obwohl das Archiv bis vor ihre Veröffentlichung zurück reicht...) reichen die Flächen auf Gebäuden, etc. (d.h. ohne kritikwürdige Freiflächenanlagen!) für 25% unseres Strombedarfes. Wenn das deiner Meinung nach "nahezu gar nichts" ist, dann bitte ich dich darum, in Zukunft auch bei einem sofortigen Verzicht von Atomkraft (d.h. 24% des Verbrauches) von "nahezu keiner Verringerung der Stromproduktion" zu sprechen.
Und falls dir die Zahlen zu alt sind: Bis 2020 werden 15% für möglich gehalten. (mehr als Erdgas)

Deshalb rentieren sich die Module ja erst durch die enorme Subvention

Ich denke, ich hab oft genug daraufhin gewiesen, dass Energie imho in Deutschland zu billig ist und es zuviele hochfragwürdige Investitionsmöglichkeiten gibt, die durch indirekten Subventionen via Vergeselschaftlichung der Folgekosten, hochlukrativ sind.

Solarthermie kann sinnvoll sein, allerdings gibt es darüber genügend Reportagen, die über den geringen Nutzen und dem Betrug mit solchen Anlagen berichten.

Das sich Leute über den Tisch ziehen lassen, hat nichts mit dem Potential einer Technik zu tun. Ansonsten wären Autos noch im vorletzten Jahrhundert verboten worden :schief:

Mit sequenziell meine ich, dass nur bei Wind Strom erzeugt wird und das ist eben nicht immer dann, wenn man ihn braucht.

Deutschland ist groß genug, dass er fast immer irgendwo weht, wenn man ihn braucht. (meistens bei mir :schief: ) Desweiteren sehe ich nicht, wo das Problem im Stromaustausch mit Nachbarländern liegt.

Noch dazu kommt, dass eine bestimmte Windstärke von Nöten ist, damit die Nennleistung erzielt wird, weht der Wind halb so stark, bekommt man nur noch 1/8tel der Leistung, da die Windstärke in der 3.Potenz eingeht, weht der Wind viel stärker, muss abgestellt werden, da ein Generatorschaden droht.

Moderne WKAs müssen i.d.R. nicht mehr abgeschaltet werden, sondern laufen mit kontinuirlicher Leistung bei steigendem Wind weiter. Abgestellt werden sie derzeit, weil Eon&Co nach wie vor ihrer Verantwortung beim Netzausbau nicht nachgekommen - und zugleich solange die Stromannahme verweigern und ihren eigenen Atomstrom verkaufen dürfen, solange sie nicht ausbauen (sinnvolle Regelungen #236). Nicht umsonst sieht man bei starkem Wind oftmals Windparks, in denen die Hälfte der Räder steht, wärend baugleiche Modelle weiterlaufen.
Aber: Ich hab oben nicht umonst relativ konservative Zahlen zur effektiven Leistung von WKAs genommen. Optimisitischere Werte erreichen durchaus das Doppelte und die Maximalleistung wäre mehr als Vierfache. Aber selbst wenn man von eher schlechten Wetterverhältnissen ausgeht, fällt die Rechnung eben immer noch zugunsten der Windenergie aus.

jährlich werden tausende Tiere durch die WKAs getötet

Fang jetzt nicht an zu heulen, aber allein in der letzten Stunde(!) wurden tausende Tiere in Deutschland getötet, weil Hähne dir keine Frühstückseier legen können und deswegen noch als Küken "entsorgt" werden.
Zum Glück gibt es in Deutschland aber trotz allem noch ein bißchen mehr als nur tausende Tiere und die Zahl derjenigen, die von WKAs erwischt wird, ist lächerlich klein im Vergleich zu selbst relativ kleinen Abschnitten des Straßennetzes. Das wurde sehr ausführlich untersucht und das Ergebniss ist immer wieder das gleiche.

Die größte Gefahr sehe ich aber immer noch durch eine Überlastung des Stromnetzes bei plötzlich überregional aufflauen des Windes. Folge wäre dann Stromausfall, die Wahrscheinlichkeit dafür wird mit jedem gebauten WKA größer.

Klar, weil Wind ja plötzlich im halben Land von jetzt auf gleich rapide zunimmt, während WKAs doch tatsächlich ein paar Minuten brauchen könnten, um ihre Blattstellung anzupassen :rollen: :stupid:


Es kann nur alles verwertet werden, wenn die Anlage auch darauf ausgelegt ist und man die richtigen Organismen benutzt.

Und was hindert einen daran? Eben: Nichts.

Gefahr sehe ich hier zusätzlich noch, dass man ein Bioreaktor hat, bei dem man nicht weiß, welche Bakterien vorhanden sind und wie hoch genetische Modulation ist. Es kann durchaus passieren, dass dort gefährliche Erreger entstehen.

Das Risiko ist nicht unbedingt höher, als in diversen anderen Bereichen der Biotechnologie. Wenn mans genau nimmt: Da sich die Hälfte derselbigen mit der absichtlichen Erzeugung und z.T. Freisetzung neuer Organismenvarianten beschäftigt, soger eher kleiner. Davon abgesehen sind Erreger, die in warmen, anoxischen Milieus gedeihen, sicherlich nicht in der Lage, einfach davon zu rennen.

Noch ein kleiner Aspekt: Was macht man mit dem übrigbleibenden "Mist", zum Felder düngen ist das zu viel!

Biomasse, die von Feldern kommt, enthält zwangsläufig nicht mehr Nährstoffe, als sie den Feldern entzogen hat und kann somit sehr wohl für deren Düngung verwendet werden. Normalerweise wäre sie ja auch vor Ort verrottet.

Wo kommen die WKAs her? Hauptsächlich China. Wieviel Menschen sterben dort bei der Förderung von Neodymium?

Sicherlich weniger, als in afrikansichen Uranminen :schief:
Im übrigen kommen NOCH nicht die meisten WKAs aus China. Auch wenn sich unsere Bundesregierung z.T. viel Mühe gibt, die deutsche Spitzenposition im Bereich grüner Technologien zu gefährden.

Wenn wir mal mit rechnen, dass sie in 1/4 der Zeit Strom erzeugt, dann heißt dass immernoch, dass auch die Kosten vervierfacht werden müssen!

Äh - wieso? Nach meiner Erfahrung kostet ein Produkt immer das gleiche, auch wenn ich es anschließend nur 1/4 der Zeit nutze. Was man vervierfachen muss, ist die zu installierende Nennleistung. Und genau das habe ich in meiner Rechnung ja schon gemacht.

Entsorgung: ein Problem, aber nicht unlösbar! Man arbeitet in mehreren Ländern an der s.g. Transmutation, d.h. Umwandlung von strahlenden Isotopen in neutrale. Würde heißen, dass man den strahlenden Müll erheblich verringern kann.

Ja. Unter erheblichen Energieaufwand und/oder erheblichen Risiko. Und nicht mit dem Ergebniss, dass man weniger Müll hat. Im Gegenteil, man hat mehr, z.T. wesentlich mehr. Aber Isotope, die "nur" noch ein paar Jahrtausende problematisch sind :rollen.

Bei neueren Reaktormodellen entsteht nicht mehr soviel Müll. Bei manchen nur noch 1% im Vergleich zu den alten Leichtwasserreaktoren. Zudem gibt es Konzepte, dass Reaktoren den Atommüll selber nutzen(von alten Reaktoren) und so noch verstromen können.

Es gibt Konzepte, es gibt neue Techniken, es gibt - habe ich nicht gerade ausdrücklich darauf hingewiesen, dass es keine neuen Reaktoren gibt? Weil sie so teuer sind, dass sie niemand bauen will? Weil diese Hirngespinste teurer wären, als erneuerbare Energien und trotzdem mehr Müll produzieren?

Und wenn wir unsere Reaktoren abschalten, ist die Gefahr in Iran usw. geringer?

Wenn wir dem Deutschland dem Iran kein AKW verkauft hätten, hätte er heute vermutlich keins :schief: . Natürlich können wirs ihm jetzt nicht wieder wegnehmen, aber wir können verhindern, dass uns dieser Fehler ein weiteres Mal unterläuft. Davon abgesehen: Wenn wir keine AKWs hätten, könnten wir darauf pochen, dass AKWs prinzipiell verboten gehören. Wenn wir keine AKWs mehr hätten, dann könnten deutsche Teile für AKWs nicht mehr auf dubiose Wege nach Fernost gelangen. Wenn wir keine AKWs mehr hätten, müsste auch niemand Uran abbauen - bzw. er müsste sofort die Frage beantworten, für wen er das denn macht.

Neuere Modelle lassen übrigens kein Plutonium mehr entstehen, also nicht für Waffen nutzbar.

Da hätte ich gerne eine Quelle und Erklärung dazu. Den nach meinen Kenntnissen von Urantechnik ist das schlichtweg unmöglich zu verhindern. Davon abgesehen nützt es nichts, wenn es neue Reaktoren nicht-gibt, in denen kein/wenig Plutonium entsteht, solange es auch andere Varianten gibt und solange man Bomben auch einfach aus Uran bauen kann. Frag Hiroshima, wofür man Plutonium braucht...

Wir machen den Fehler, nicht weiterzuforschen. Wer sagt denn, dass die Gefahr durch Isotope endgültig ist?

Alle uns bekannten Naturgesetze.
Und wir forschen übrigens stetig weiter daran, diese besser zu verstehen und zu hinterfragen. Aber wir finden nur noch wenige Lücken, und es ist nicht unbedingt sinnvoll, Milliarden in die Suche nach einem Phantom zu kippen, wenn es so viel wichtigeres gibt, wofür kein Geld da ist.

Ich glaube man kann ganz ähnliche Rechnungen für sämtliche erneuerbare machen.

Dann bin ich ja mal gespannt auf deine Aufrechnung der prinzipiellen und unabänderlichen Folgeschäden und -kosten erneuerbarer Energien. Wohlgemerkt: prinzipiell und unabänderlich. Ich brauche keine Ausführung zu mangelndem Umweltschutz in China und fehlenden Importrestriktionen, die ihn berücksichtigen. Das kenne ich durchaus. Aber das mit der Technik Erneuerbarer genausowenig etwas zu tun, wie Tschernobyl mit einem EPR und ich hoffe dir ist aufgefallen, dass ich nicht auf erstere zurückgegriffen habe, um die Nachteile der Kernenergie aufzuzeigen.

*Ironie an* Das ist bei den EE ganz anders, da wirds den reichen genommen und den Armen(uns) gegeben. *Ironie aus* Durch die hohen Subventionen bezahlen die Armen den Reichen die EE-Anlagen und deren Renditen. Und im Vergleich zu den Unternehmen werden dafür keine Steuern gezahlt!

Ich sage nicht, dass es da anders ist. Beide Techniken werden subventioniert. Die einen direkt (und in abnehmendem Maße) und die anderen indirekt (und in gleichbleindem Maße). Mit Subventionen sind sie beide am Markt konkurrenzfähig, wie man unschwer sehen kann. Ohne Subventionen/mit Umsetzung der Realkosten wären sie das ggf. auch (wobei ich klare Nachteile für Atom und fossile sehe).
Aber deine Argumentation lief auf einen Vergleich zwischen Subventioniertem Atomstrom und unsubventioniertem regenerativen Strom hinaus. Dieser Vergleich ist einfach nur schwachsinnig und das (vorher feststehende) Ergebnis bedeutungslos für diese Diskussion.
 
Oha, Kernkraftgegner sind also automatisch "Grüne", das ist ja mal überhaupt kein Schubladendenken.
Warum sollte ich Statistiken der Politik glauben die das Papier nicht wert sind auf dem sie gedruckt wurden.
Mir geht es bei dem Thema nur um die Sicherheit der Menschen, auch und natürlich die meiner Kinder und deren Kinder.


Rooftop solar is several times more dangerous than nuclear power and wind power.

Soviel zu Statistiken :daumen:
 
Zuletzt bearbeitet:
Nur weil man gegen Atomkraft ist, ist man doch nicht automatisch ein Grüner. Schon mal daran gedacht das auch ein Roter oder Schwarzer kein Interesse daran haben könnte, dass irgendwelche Atommultis auf Kosten unser Aller Sicherheit/Gesundheit sich die Taschen vollstopfen, wo es doch genauso gut ohne Atomstrom gehen würde?



Rooftop solar is several times more dangerous than nuclear power and wind power.

Soviel zu Statistiken :daumen:

Vermutlich rechnen die immer noch mit 40 Toten bei Tschernobyl. Es soll Lobbyisten geben die diese Zahl tatsächlich noch für bare Münze halten. :ugly:
 
Sehr interessant. Aber wie kommen Menschen durch Solaranlagen auf Dächern zu Tode? Sind das Monteure, die bei der Installation abstürzen, oder wie darf ich mir das vorstellen? Oder sind das Todesfälle, die auf giftige Stoffe bei der Herstellung von Solarpaneelen zurückzuführen sind?

Wenn ich die Seite richtig lese: Ersteres. Statistische Grundlage für die Einschätzung der Todesrate von Solartechnologie ist die Zahl der in den USA(!) vom Dach gefallenen Solarinstallateure (man beachte in diesem Zusammenhang die Absturzsicherung auf dem ersten Bild der Seite - bzw. dessen fehlens). Grundlage für die Todesrate von Nuklearenergie sind dagegen "50 Tote" (!!!) durch Tschernobyl.

Aber wie so schön gesagt wurde:
"für alle, die Fakten, Zahlen usw sehen wollen:...
bildet euch eure eigene Meinung"
(= übernehmt sie besser nicht aus solchen Links)
 
Naja habe jetzt nicht die hundert seiten gelesen aber...ich bin auch nicht unbedingt nen atomkraftfan.

und jetzt will ich alle sehen die auf der straße da protestieren und nur sagen akws sind ********. das sind auch die, die sich später wundern und nicht einsehen wollen dass man auf strom manchmal verzichten muss bzw. er erstmal sauteuer wird. Die leute wollen immer nur das beste für sich selber. und auf irgendwas verzichten in einer gut entwickelten industrienation...bla bla.

und ehrlich gesagt dieses denken dass unsere akws in den nächsten 10 jahren explodieren ist auch blödsinn. dann könnte ich eig gar nicht mehr autofahren oder andere sachen machen weil es eig gefährlicher ist.
und dass wurde bestimmt schon oft hier diskutiert, aber was bringts uns wenn wir keine akws mehr haben aber alle unsere nachbarländer schon. ist genauso gefährlich. "wir wollen vorbild für andere sein"...naja das wird noch dauern. ob mans glauben will oder nicht, aber wir deutschen wollen von anderen ländern nicht als vorbild genommen werden. liegt vielleicht an unserer geschichte. :daumen2:
ach ja pfandflaschen etc. haben sich des andere länder auch mal abgeschaut? nein
 
Könnte es sein, dass du nur nicht nur keine 100 Seiten (für mich sinds 26) durchgelesen hast, sondern nicht einmal eine einzige?
Mit Märchen und Mutmaßungen über andere Leute, Wiederholungen und ohne Bezug zum Threadverlauf trägts du jedenfalls nicht gerade zur Diskussion bei :schief:
 
sry weiß grad nicht was die regeln besagen, habe aber die letzten 4 seiten überflogen :)

Nur mal ganz kurz. In Deutschland hatten wir selbst zu "Spitzenzeiten" gerade mal 22% Atomstrom an der Gesamtproduktion. Jeder der 1+2 zusammenrechnen kann kommt doch irgendwann zu dem Ergebniss das man diesen kleinen Anteil auch ersetzen könnte. Oder nicht? ;)
 
Da anscheinend schon der Moderator voreingenommen und von grünen Medien gebildet ist, werde ich nicht weiter diskutieren, auf wissenschaftlichen Niveau vielleicht, aber nicht mit "fang an zu heulen"z.b.

Du kannst doch auf wissenschaftlichem Niveau diskutieren, nur sehe ich das wissenschaftliche Niveau bei dir auch nicht so als gegeben an, wenn du teilweise sehr merkwürdiges verlinkst.


Die Seite kenne ich, die Daten sind schon ein paar Jahre alt und gelten eben nur für neu gebaute Anlagen. Wann wurde denn das letzte Kernkraftwerk in Deutschland gebaut?
Und wo sind die Zahlen für die Entsorgung der Abfallstoffe geblieben?
Bei allen, außer Wasser- und Windkraft, fallen Abfallprodukte an, ist deren Entsorgung auch in dem Preis berücksichtigt?


Öhm, was soll uns die Seite sagen?
Dass die Leute sich besser sichern sollen wenn sie eine Solaranlage aufs Dach bauen?
Dafür kann die Solaranlage ja nichts.
Wie viele Menschen stürzen denn ab, die gerade eine Satellitenanlage aufs Dach bauen?
Sollte man daher das Satellitenfernsehen also auch jetzt verschmähen und lieber Kabel nutzen?

Naja habe jetzt nicht die hundert seiten gelesen aber...ich bin auch nicht unbedingt nen atomkraftfan.

Ich bin ein riesen Fan von Atomkraft, jeden Morgen gehe ich nach draußen und sage: "Danke, dass es die Atomkraft gibt". :daumen:

und ehrlich gesagt dieses denken dass unsere akws in den nächsten 10 jahren explodieren ist auch blödsinn.

Woher willst du das denn wissen?
Glaskugel?
Tintenfisch?

dann könnte ich eig gar nicht mehr autofahren oder andere sachen machen weil es eig gefährlicher ist.

Im Haus die Fenster putzen ist sehr gefährlich, viele Menschen erleiden teilweise schwerwiegende Verletzungen.
Genauso ist Diwasserstoffmonoxid extrem gefährlich, jedes Jahr sterben tausende Menschen daran.
Aber es deswegen verbieten?

und dass wurde bestimmt schon oft hier diskutiert, aber was bringts uns wenn wir keine akws mehr haben aber alle unsere nachbarländer schon. ist genauso gefährlich. "wir wollen vorbild für andere sein"...naja das wird noch dauern. ob mans glauben will oder nicht, aber wir deutschen wollen von anderen ländern nicht als vorbild genommen werden. liegt vielleicht an unserer geschichte. :daumen2:

Ein Vorbild ist Deutschland dann, wenn sie auf Atomstrom verzichten und trotzdem eins der führenden Industrieländer sind, gerade das ist dann der Ansporn der anderen Ländern es Deutschland gleich zu machen.
 
Es ist möglich. Den Teil, den wir bislang aus der Kernenergie beziehen, durch erneuerbare zu ersetzen, ist sogar bequem ohne bedenkliche Eingriffe in die Landschaft oder fragwürdig ineffiziente (z.B. Solarzellen an eher schattigen Standorten, wo sie nur wenig Energie liefern) Projekte machbar. Nur: Solange Geld in die Atomenergie bzw. an deren Befürworter wandert, fehlen die nötigen Mittel.

Und wo wir gerade bei denen sind: Wenn du Atommüll "lange genug" wegschließen willst, dann muss das auch irgendwer bezahlen. Und das wird sicherlich um ein vielfaches teurer, als auf Hochindustrialisierung zu verzichten. (Was finden Leute eigentlich immer an Fabriken so toll?)

wenn du mir sagst, wie ich - OHNE FABRIK - an einen PC, ein Auto, ein Smartphone, an Klamotten und an essen (fast jeder nimmt dann und wann mal ein fertig-gericht bzw. ein gericht aus der dose zu sein) komme, dann "kommen wir ins geschäft" :) - und ich meine jetzt nicht das man das alles ja auch outsourcen könnte (d.h. irgendwo hast du immer fabriken!)

und ja: wegschließen kostet, aber das tun andere dinge auch (d.h. wasserkraft kostet z.B. natur - ich sage das, weil ich an einem der letzten - nicht ausgebauten - natürlich fließenden teil der Donau wohne!) und die kosten finde ich zum teil schlimmer, als wenn ein altes bergwerk abgedichtet werden muss, weil nuklear müll eingelagert werden muss :(

ich kann noch mehr aufzählen:

windkraft macht LÄRM - ich sage nur "flapp" "flapp" "flapp"...:( - andere finden auch das die anlagen hässlich sind (finde ich nicht, aber lärm ist schon genug in meiner umgebung (habe ne AUTOBAHN in der nähe - und ich höre die, immer noch und das obwohl ich seit ich 5 war hier wohne!)

wasserkraft killt fische

pumpspeicher fangen zwar last-spitzen ab, müssen aber auch - nachts mit "konventionellem" (kohle, gas, atom...und vll wind/wasser) rück-gepumpt werden!

bio-gas/masse ist auch net soo toll....stinkt vor allem! (haben noch bauern im ort...finde das schon schlimm genug oft)....

so, ich höre mal auf (ich denke das reich zum zeigen, das "öko" auch net immer so ne "geile" lösung ist...was nicht heißen soll, das man es nicht versuchen kann bzw. es nicht ausbauen soll!)

mfg LAX
ps: aber halt - erneute wiederholung (denn das "Ding" liegt ja von hier mehr oder weniger um die ecke....soll heißen es ist net ewig weit weg!) - lieber unsere AKW als TEMELIN :( - von dem wir dann noch strom importieren (genau wie aus frankreich etc....und die bauen sogar noch neue reaktoren...genau wie andere länder auch!)

pps: 1/5 des gesammten strombedarfs eines landes ist kein "KLEINER ANTEIL"...sorry, ist aber halt so....vor allem: wenn es so leicht währe, dann würde das schneller gemacht als wir gucken könnten (konzerne mögen zwar profit, aber ihr IMAGE mögen sie auch...vor allem wenn man für ÖKO-STROM mehr geld verlangen kann, dann ist das AKW auf einmal nimmer so profitabel!)
 
Zuletzt bearbeitet:
wenn du mir sagst, wie ich - OHNE FABRIK - an einen PC, ein Auto, ein Smartphone, an Klamotten und an essen (fast jeder nimmt dann und wann mal ein fertig-gericht bzw. ein gericht aus der dose zu sein) komme, dann "kommen wir ins geschäft" :) - und ich meine jetzt nicht das man das alles ja auch outsourcen könnte (d.h. irgendwo hast du immer fabriken!)

nicht-Hochindustrialisiert heißt nicht, dass es gar keine Fabriken gibt. Wenn du dein Handy zum telefonieren und deinen PC zum surfen nutzt (statt umgekehrt, wie zunehmend in Mode), dann können wir bequem 80% aller Handyfabriken einsparen. Ähnliches gilt für die meisten anderen Produkte. Unser Lebensstandard definiert sich primär übers wegschmeißen - diesen Luxus können wir uns aber halt eigentlich nicht leisten.
Und Geschäfte mache ich hier gar keine. Da gibt es andere Vereine, die einem ein reines Gewissen oder eine weiße Weste verkaufen. Ich weise nur auf die Konsequenzen unseres Handelns hin - ob man mit denen leben will, muss jeder für sich entscheiden, aber imho muss man entweder extremer Menschenfeind oder Masochist sein, um über die Antwort länger als zwei Minuten nachdenken zu müssen, wenn man die Fakten kennt.
Denn eins steht fest: Mit der Natur wirst du auch keine Geschäft machen können.

und ja: wegschließen kostet, aber das tun andere dinge auch

Aber bei weitem nicht soviel.


Ich kann noch mehr aufzählen:

windkraft macht LÄRM - ich sage nur "flapp" "flapp" "flapp"...:( - andere finden auch das die anlagen hässlich sind (finde ich nicht, aber lärm ist schon genug in meiner umgebung (habe ne AUTOBAHN in der nähe - und ich höre die, immer noch und das obwohl ich seit ich 5 war hier wohne!)

Ich bin sicherlich nicht auf den vordersten Plätzen, wenn es um Taube hier im Forum geht (wer keine Lust hat, sich mein Tagebuch anzugucken, dem kann ich nur sagen, dass mein letzter Hörtest für einige Frequenzen ein Hörschwelle von - db(A) ergeben hat...), aber ich habe schonmal in ein paar 100 m Entfernung von einem Windpark Urlaub gemacht - und nichts gehört. Wir haben hier ein Gewerbgebiet mit WKA drin (zugegebenermaßen eine kleinere, afaik 0,5 kW, aber auch eine alte) - und ich höre nichts aus 150 m Entfernung. Die beiden leistungsstärksten Windräder stehen in Hamburg, wo nicht unbedingt viel Abstand gehalten werden kann.
Wenn man sich die riesigen Agrarwüsten in Nord- und Mitteldeutschland anguckt, sollte es keinerlei Probleme in dieser Hinsicht geben. Siehe auch Raumordnungspläne, die afaik so etwas berücksichtigen und schon jetzt, trotz winziger freigegebener Vorrangsflächen, sehr, sehr viel elektrisches Potential für WKAs beinhalten.

pumpspeicher fangen zwar last-spitzen ab, müssen aber auch - nachts mit "konventionellem" (kohle, gas, atom...und vll wind/wasser) rück-gepumpt werden!

Eigentlich ist es derzeit genau umgekehrt: Pumpspeicher nehmen nachts unwertbaren Atomstrom auf, um ihn Tagsüber nutzen zu können. Gaskraftwerke sind wesentlich schneller und flexibler, die schaltet man nachts einfach ab. Kleinere Kohlekraftwerke (= die Größen, die derzeit abgerissen werden, nicht die komplett sinnlosen Monoblöcke, für die Reihenweise Baugenehmigungen ergingen) afaik z.T. auch. Solarkraftwerke muss man nachts gar nicht erst abschalten - die machen das von alleine ;)

bio-gas/masse ist auch net soo toll....stinkt vor allem! (haben noch bauern im ort...finde das schon schlimm genug oft)....

Ist aber auch schlimm, dass die Natur nicht so schön steril wie das eigene Badezimmer sein kann, was? ;)

ps: aber halt - erneute wiederholung (denn das "Ding" liegt ja von hier mehr oder weniger um die ecke....soll heißen es ist net ewig weit weg!) - lieber unsere AKW als TEMELIN :( - von dem wir dann noch strom importieren (genau wie aus frankreich etc....und die bauen sogar noch neue reaktoren...genau wie andere länder auch!)

Vom wiederholen wird es auch nicht besser. Zu Neubauten und Diplomatie und Vormachereffekt hatten wir gerade schon was und Temelin wird, auch bei noch häufiger Wiederholung, nicht anfangen, mehr als 16% des tschechischen Stroms zu produzieren. Was man von da importiert (afaik ist Deutschland immer noch kein Nettoimporteuer...) ist in erster Linie Kohlestrom.

pps: 1/5 des gesammten strombedarfs eines landes ist kein "KLEINER ANTEIL"...sorry, ist aber halt so....vor allem: wenn es so leicht währe, dann würde das schneller gemacht als wir gucken könnten

Schön wärs. Und nein, es ist kein kleiner Anteil, aber er ist weitaus kleiner, als das Potential der erneuerbaren.

(konzerne mögen zwar profit, aber ihr IMAGE mögen sie auch...

Ja und? Für Image macht man Werbung. Bestes Beispiel ist Eon. Der größte Atomstromproduzent in Deutschland, aber in der Werbung hört man nur was von Nachhaltigkeit,... . Die haben schon vor Jahren Werbespots mit riesigen Gezeitenströmungsfarmen geschaltet - gebaut haben sie davon afaik bis auf weiteres nicht eine einzige Anlage.
Wem es ums Image geht, der betreibt keinen Klimaschutz, der betreibt Greenwashing.

vor allem wenn man für ÖKO-STROM mehr geld verlangen kann, dann ist das AKW auf einmal nimmer so profitabel!)

Solange der Staat die teuren Aspekte der Atomkraft aus eigener Tasche finanziert, ist die Gewinnspanne eines bereits gebauten AKWs für seinen Besitzer meilenweit höher, als die einer noch zu bauenden EE-Anlage. Und das mehr-Verlangen hält sich arg in Grenzen. Z.B. E-ON nimmt für den billigsten (Atom-)"Direktstrom" 23,01 Cent die kWh. Naturstrom nimmt für 100% Ökostrom 23,40 Cent. Darin enthalten sind 1,25 Cent für die Förderung neuer Anlagen (also zusätzlich zu den gesetzlichen Abgaben "für den Ausbau", den neuerdings auch Anbieter zahlen müssen, die ausbauen und die nur erneuerbare im Angebot haben...). Den Leuten ist es offensichtlich schlichtweg egal, wo ihr Strom herkommt. Die zahlen auch für Atom & Atom den "hohen" ""Öko""preis. Macht einfach zuviel Arbeit, sich mal 3 Minuten durch ein Formular mit vielleicht 10 Feldern zu klicken, um den Anbietet zu wechseln...
 
Nicht nur in den Tiefen des Forums gibt es Dinge, die nicht in Vergessenheit geraten sollten, sondern auch in den Tiefen dieses Landes, weswegen ich mangelnde Versuche, letztere zu bergen (s.u.) jetzt mal nutze, um erstere (diesen Thread) an die Oberfläche zu holen:

Was haltet ihr von dem Umgang von Union und FDP mit der Asse?


Zur Erinnerung:
Die Schachtanlage Asse ist ein "Versuchs"Endlager der BRD (übrigens das "sicherste", das wir haben...), in dass in der zweiten Hälfte des letzten Jahrhunderts größere Mengen schwach- und mittelradiaktiver Müll eingelagert wurden (übrigens ohne den Produzenten diese aufwendige Entsorgung in Rechnung zu stellen - es leben die staatlich finanzierten Gewinne der Atomkonzerne). Einige Indizien zu Folge ggf. auch noch stärker Strahlender, allgemein hat es mehrere Unstimmigkeiten in der Dokumentation der Einlagerung gegeben. (übrigens z.T. unter Verantwortung einer gewissen -damals- Ministerin Angela M.)
Vor zwei Jahren kam der Salzstock groß in die Medien, als Wassereinbrüche in erheblichem Maße entdeckt wurden (ganz neu war die Probelmatik aber nicht, nur nicht mehr so leicht zu ignorieren), die ihn nach und nach auflösen. Da der Müll z.T. einfach in Fässern ins Bergwerk (wortwörtlich) gekippt wurde, würde dies unweigerleich den Austritt von Radiaktivität aus dem Endlager und eine Verseuchung des Grundwassers mit radioaktiven und hochgiftigen Elementen zur Folge haben. Entsprechend kamen diverse Experen/-komissionen, insbesondere auch die von der Regierung selbst eingesetze, zu dem Schluss, dass der im Atomgesetz geforderte Schutz der Bevölkerung nur zu erfüllen sei, wenn man den Müll wieder aus dem Bergwerk entfernt, dessen Stabilität in 1-2 Jahrzehnten problematisch werden dürfte.
Damals haben sich natürlich auch alle schockiert gezeigt und den Handlungsbedarf erkannt und zur Rückholung bekannt und und und.
Geschehen ist seitdem: Gar nichts. Nicht einmal die nötigen Untersuchungen zum aktuellen Zustand der Fässer, ohne die keine genaue Planung möglich ist, haben begonnen, obwohl das Equipment bereit steht. Entsprechend werden jetzt Vorwürfe laut, dass Röttgen & Co das ganze verschleppen wollen, bis es (und vor allem die resultierenden Milliardenkosten - die natürlich wiederum nicht die Stromkonzerne, sondern der Staat schultern muss) nicht mehr ihr Problem ist bzw. bis eine notdürftige Verfüllung des Bergwerks (mit sehr beschränkter Lebensdauer) das einzige ist, was man überhaupt noch machen kann.

Aktuelle Links zum Thema:

Zukunft der Asse: Atomkraftgegner wollen Klarheit - n-tv.de
Atomkraftgegner - Röttgen spielt bei Asse auf Zeit | STERN.DE
Asse-Bündnis drängt Röttgen zum Handeln | NDR.de - Regional - Niedersachsen - Braunschweig/Harz/Göttingen
Neues aus Asse: Bergung des Atommülls notwendig - taz.de
Gabriel erhebt schwere Vorwürfe gegen Röttgen und Sander Niedersachsen Politik Nachrichten / HAZ - Hannoversche Allgemeine
 
Ich hab mir die Links noch nicht angesehen, aber vor kurzem gab es auch wieder eine neues Gutachten das bestätigt hat das die Asse quasi jederzeit einstürzen könnte...
 
Wer sich schon immer mal gefragt, wie erneuerbare -insbesondere Solaranalgen- eigentlich mitten im harten Winter abschneiden, dem empfiehlt sich ein Blick in die aktuelle taz:

ENERGIE Engpass im Rekordwinter? Von wegen. Deutschland exportiert dieser Tage Strom, während er im Atomland Frankreich wegen der vielen Elektroheizungen knapp wird

VON BERNWARD JANZING

FREIBURG taz Solche Tage galten immer als die Nagelprobe für die Energiewende: Es ist kalt, der Stromverbrauch ist hoch, und der Wind bläst kaum. Gleichwohl erweist sich das deutsche Stromnetz derzeit als stabil. "Keine Probleme", hieß es am Freitag übereinstimmend von der Bundesnetzagentur wie auch den Übertragungsnetzbetreibern. Und zum Wochenende, wenn die Nachfrage nach Strom spürbar abnimmt, entspannt sich die Situation in der Regel ohnehin.

Weder über außergewöhnliche Netzengpässe noch über einen Mangel an Erzeugungskapazitäten konnte die deutsche Stromwirtschaft klagen. Im Gegenteil: Deutschland versorgte gar noch Nachbarländer mit. Selbst in den um diese Jahreszeit kritischsten Stunden von 8 bis 9 Uhr und von 18 bis 19 Uhr exportierte Deutschland per saldo Strom. Am Freitagmorgen etwa betrug der Exportüberschuss 4.000 bis 5.000 Megawatt - das entspricht der Leistung von drei bis vier Atomkraftwerken.

"Im Moment erleben wir eine Situation, die im Vorfeld immer als potenziell kritisch bezeichnet wurde", sagte eine Sprecherin des Übertragungsnetzbetreibers Tennet. Die gesamte Stromnachfrage in Deutschland war am Freitagmittag mit rund 70.000 Megawatt hoch, der Wind jedoch lieferte gleichzeitig weniger als 2.000 Megawatt. Und doch sei die Situation gut beherrschbar, hieß es bei Tennet, zumindest solange es keine größeren ungeplanten Kraftwerksausfälle gebe. Die von der Netzagentur im Zuge des Atomausstiegs festgelegten Reservekraftwerke habe man noch nicht aktivieren müssen.

Ähnlich entspannt sieht auch die Transportnetze-Sparte der EnBW die gegenwärtige Netzsituation, die "im Rahmen der jahreszeitlichen Erwartungen" liege. Die Systemsicherheit sei "bisher zu jedem Zeitpunkt gewährleistet" gewesen und dies werde "auf Basis der vorliegenden Prognosen auch für die nächsten Tage erwartet".

Auch die aktuellen Preise am Spotmarkt der deutschen Strombörse EEX deuten nicht auf eine außergewöhnliche Verknappung hin: In der teuersten Stunde am Freitag zwischen 18 und 19 Uhr kostete die Kilowattstunde im Großhandel 11,1 Cent, im Tagesmittel lag der Strompreis bei 7,7 Cent. Im Vergleich zum Mittelwert der vergangenen Monate von rund 5 Cent sind die Preise zwar leicht erhöht, doch ungewöhnlich sind sie nicht; im November 2007 etwa wurden stundenweise Preise bis zu 82 Cent je Kilowattstunde verlangt.

Ausgerechnet im Atomland Frankreich ist der Strom im Moment deutlich knapper als in Deutschland. Für Strom zur Lieferung am Freitagabend mussten Händler am französischen Spotmarkt bis zu 15,1 Cent bezahlen. Und während Deutschland in den letzten Tagen Nettoexporteur war, importierte Frankreich per saldo sogar Strom. Das ist derzeit nötig, weil die Franzosen in großem Stil mit Strom heizen. So steigt mit jedem Grad, um das das Thermometer im Winter fällt, in Frankreich die Nachfrage um 2.300 Megawatt. In der Bretagne rief der Energieversorger EdF daher gestern die Bürger dazu auf, ihren Stromverbrauch zeitweise einzuschränken.

In Deutschland erweist sich unterdessen der Solarstrom als wichtiger stabilisierender Faktor. "Die Fotovoltaik in Süddeutschland hilft uns gerade sehr", sagte ein Sprecher des Übertragungsnetzbetreibers Amprion. Ähnlich ist der Tenor bei Tennet. Denn die Fotovoltaik hat den Vorteil, dass ihre Einspeisung mit den Zeiten der Höchstlast im Netz zusammenfällt. In den letzten beiden Tagen trug die Sonne in den Mittagsstunden zwischen 6.000 und 8.000 Megawatt zur Stromerzeugung bei - so viel, wie fünf bis sechs Atomkraftwerke leisten.

"Die Fotovoltaik in Süddeutschland hilft uns gerade sehr"

(passend zum Thema auch: Photovoltaik senkt Börsenstrompreise - Erneuerbare Energien - Startseite - Erneuerbare Energien)
 
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