Atomenergie & Energiepolitik (inkl. Umfrage "Atomstrom in Deutschland, Ja oder Nein?")

Atomstrom in Deutschland, Ja oder Nein?

  • Ja

    Stimmen: 84 51,2%
  • Nein

    Stimmen: 80 48,8%

  • Umfrageteilnehmer
    164
Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Ich meine durch den Tsunami an sich wurden die KKW-Gebäude kaum beschädigt. Die Zerstörung der Druckbehälter war eine Folge der fehlenden Sicherheitssysteme.
Insgesamt hat man 6 klare Konzeptionsfehler bei dem KKW in Fukushima.

Von denen weniger als die Hälfte vorher als Problem gesehen wurde und kein einziges als so kritisch, dass man etwas unternommen hätte. Die Listen vieler deutscher AKWs sind länger...

Übrigens, mit einem nachgerüsteten Filtersystem der Druckentlastung und einer Konzeption mit stärkerern Rohren wäre kaum Radioaktivität durch die Druckentlastung entwichen.

Mit "diesem und jenem" könnte man immer "dieses und jenes" vermeiden. Aber zum einen ist eben "könnte". Kein AKW-Betreiber ist bereit, die Kosten für alle denkbaren Maßnahmen zu tragen. Zum anderen ist es eben "dieses und jenes". Das heißt Dinge, an die man denkt/die ggf. schon mal passiert sind. Ein System mit dem Gefahrenpotential eines AKWs muss aber explizit auch auf mit dem wortwörtlich Undenkbaren klarkommen, den es gibt immer irgend etwas, an das vorher niemand gedacht hätte.

Ansonsten waren die ausgetretenen radioaktiven Partikel eher ungefährlich, hauptsächlich Cäsium, Kalium und andere kurzlebige Isotope.

Die sind, z.T. gerade wegen der Kurzlebigkeit, alles andere als "ungefährlich". :rollen:

Alte Technik, bei der man immer nur nachrüstet halte ich genauso verkehrstauglich wie einen alten Moskwitsch, der kaum gewartet wurde...
Aber ich bin auch dafür, die Forschung im Reaktorbereich zu verstärken und zu fördern.

D.h. du bist dafür, ein massen an Geld in die Forschung zu stecken, nochmal massen an Geld in regelmäßige Neubauten zu stecken, und hast scheinbar kein Konzept/keine Reaktion auf die Frage nach dem "wohin hinterher"?
Schon mal auf die Idee gekommen, dass man mit den Summen die Energieversorgung auch ganz bequem ohne Risiko und folge Probleme klären könnte?

Und zu 100 qkm verseucht - meinst du Tschernobyl oder Fukushima?

Allein die weiter bestehende Evakuierungszone um Fukushima (20 km Radius) hat an die 600 km²...
Tschernobyl hat 100-200.000 km² kontaminiert. (Größe der weiter gesperrten Zone konnte ich nicht finden. In der Ukraine ist es ein prinzipiell ein 30 km Radius, aber den Großteil der Ladung hat eh Weißrussland abbekommen.)

Die Situation um F. kann man mit der Belastung vergleichen, die wir in Deutschland abgekriegt haben.

Man kann auch Äpfel und Birnen vergleichen. Aber 20 km von Kraftwerk entfernt (also nicht "in Fukushima"...) wurden selbst einen Monat nach der Explosion noch über 2000 kBq/kg gemessen. Die schlimmsten Stellen in Deutschland haben, unmittelbar nachdem die Wolke von Tschernobyl runterkam, keine 100 geschafft.

Auch ist man sich noch nicht klar, ob es z.B. einen Schwellenwert für eine Gefahr durch Radioaktivität gibt.

Es ist eigentlich ziemlich klar, dass es keinen gibt. Das Krebsrisiko ist eine rein stochastische Angelegenheit. Schon winzige Dosen Stahlung reichen aus, um Krebs auszulösen - wenn sie ihre Wirkung an der "richtigen" Stelle entfalten. Wie wahrscheinlich das ist, hängt dann von der Gesamtdosis ab, aber ab welcher Wahrscheinlichkeit man nicht mehr von "ungefährlich" spricht, ist ziemlich willkürlich.


Das genau ist der momentane IST-Zustand

Schön wärs. Der IST-Zustand ist alte Technik, die NICHT nachgerüstet wird. Hat unsere verehrte Bundesregierung ausdrücklich so mit den Atomkonzernen abgehandelt, dass diese nicht zu Nachrüstungen verpflichtet werden und wenn sie es doch machen, können sie die Kosten von ihren Verpflichtungen für die Förderung erneuerbarer Energien abziehen. (Ein "Kompromiss", mit dem die Atomlobby bekanntermaßen "gut leben" konnte)
 
Hi!

Meiner Meinung nach ist der GAU in Fukushima eher auf mangelndes Management als auf die Naturkatastrophe zurück zu führen.
Die hatten nach dem Ausfall der Dieselgeneratoren noch für 8 Stunden Notstrom aus Akkus.
In der Zeit hätten die sicherlich - mit Hilfe des THW (oder was es in Japan an dessen Stelle auch haben mag) und/oder der Armee garantiert per Hubschrauber ein paar mobile Dieselaggregate oder Dieselpumpen heran schaffen können.
Nur: sie hätten ihr - vermeintliches oder gefühltes - Versagen eingestehen müssen.

Und dazu hat denen schlichtweg der Arsch in der Hose gefehlt, Punkt.

Oder - anders ausgedrückt: ihr Gesicht nicht zu verlieren war den Managern wichtiger als die atomare Verseuchung hunderter von Quadratkilometern der Heimat.

Es kann mir keiner erzählen, dass es in einem hoch industrialisierten Land wie Japan oder der BRD keine Möglichkeit geben würde, passende Generatoren oder Pumpen durch Armee oder Luftwaffe - und wenn es US-Ospreys oder -Chinooks gewesen wären - zu besorgen und heran zu schaffen.

Insoweit lässt sich natürlich darüber streiten, ob es eine Naturkatastrophe oder schlichtweg - und das ist meine Meinung - Missmanagement war.

grüße

Jochen
 
Schön wärs. Der IST-Zustand ist alte Technik, die NICHT nachgerüstet wird. Hat unsere verehrte Bundesregierung ausdrücklich so mit den Atomkonzernen abgehandelt, dass diese nicht zu Nachrüstungen verpflichtet werden und wenn sie es doch machen, können sie die Kosten von ihren Verpflichtungen für die Förderung erneuerbarer Energien abziehen. (Ein "Kompromiss", mit dem die Atomlobby bekanntermaßen "gut leben" konnte)

Zumindest bekommen die Techniker jedes Jahr neue Sicherheitsschuhe.:ugly:
 
Hi!

Meiner Meinung nach ist der GAU in Fukushima eher auf mangelndes Management als auf die Naturkatastrophe zurück zu führen.
Die hatten nach dem Ausfall der Dieselgeneratoren noch für 8 Stunden Notstrom aus Akkus.
In der Zeit hätten die sicherlich - mit Hilfe des THW (oder was es in Japan an dessen Stelle auch haben mag) und/oder der Armee garantiert per Hubschrauber ein paar mobile Dieselaggregate oder Dieselpumpen heran schaffen können.
Nur: sie hätten ihr - vermeintliches oder gefühltes - Versagen eingestehen müssen.

Das Land hatte gerade einen Tsunami erlebt. Wie stellst du dir das vor?
Die Infrastruktur war kaputt. Das Telefonnetz war kaputt. Das Handynetz überlastet. Niemand wusste wo oben oder unten ist.
Denk doch mal an New Orleans und Kathrina. Das war nur eine Stadt und die USA sind daran gescheitert.
Wie soll Japan mit einem Tsunami fertig werden der einen größeren Teil lahm legt als ein Hurrican.
 
Wenn man es schafft, die Probleme bis in die deutschen Medien zu kommunizieren, dann hätte man es rein technisch auch schaffen können, Leute und Material ranzuholen, die einen bei ihrer Lösung hätte helfen können.
Aber das ist eben das "hätte" und "könnte", das es bei Nukleartechnik imho nicht geben darf, das aber irgendwie niemand zu verhindern weiß.
 
Die Japaner deren Häuser weggespült worden haben bestimmt nicht nach den deutschen Medien geschriehen.
Die sind von selbst gekommen.
 
Hi!
Das Land hatte gerade einen Tsunami erlebt. Wie stellst du dir das vor?
Die Infrastruktur war kaputt. Das Telefonnetz war kaputt. Das Handynetz überlastet. Niemand wusste wo oben oder unten ist.
Denk doch mal an New Orleans und Kathrina. Das war nur eine Stadt und die USA sind daran gescheitert.
Wie soll Japan mit einem Tsunami fertig werden der einen größeren Teil lahm legt als ein Hurrican.
Ganz unrecht hast Du zwar nicht - aber vier oder fünf Stunden (auf jedem Fall weit vor dem großen Knall) nach dem Tsunami kam schon eine Verlautbarung "Alles im Griff".
Wenn dafür Kommunikationsmittel da waren, dann doch wohl auch für "Wir brauchen dringend.......", meinst Du nicht?

Sie wollten nur nicht "Wir brauchen dringend..." sagen.....

Grüße

Jochen
 
Hi!

Ganz unrecht hast Du zwar nicht - aber vier oder fünf Stunden (auf jedem Fall weit vor dem großen Knall) nach dem Tsunami kam schon eine Verlautbarung "Alles im Griff".
Wenn dafür Kommunikationsmittel da waren, dann doch wohl auch für "Wir brauchen dringend.......", meinst Du nicht?

Das Fernsehen rennt ja nicht hin um zu helfen sondern um spektakuläre Bilder zu filmen und dabei machen die was immer dafür nötig ist.
 
Hi!

Ganz unrecht hast Du zwar nicht - aber vier oder fünf Stunden (auf jedem Fall weit vor dem großen Knall) nach dem Tsunami kam schon eine Verlautbarung "Alles im Griff".
Wenn dafür Kommunikationsmittel da waren, dann doch wohl auch für "Wir brauchen dringend.......", meinst Du nicht?

Sie wollten nur nicht "Wir brauchen dringend..." sagen.....

Ich denke, damit kommst Du dem tatsächlichen Grund wirklich sehr nahe. Wenn man sich vor Augen führt, wie problematisch der Gesichtsverlust durch das Eingestehen von Fehlern und Versagen in der japanischen Kultur ist, wird man sehr schnell zu dem Schluß kommen, daß ein Hilferuf auch im Angesicht großer sich anbahnender Unglücke wahrscheinlich immer sehr spät - und oft auch zu spät - abgesetzt werden wird.
 
Also wer Fukushima aufmerksam verfolgt hat, hat sehr schnell den Eindruck gewonnen das die Betreiber selbst nicht wussten was in ihren Reaktoren abgeht. Wie lange hat es noch mal gedauert bis die Kernschmelzen bemerkt und zugegeben wurden?
 
Ja, die Technik ist ein Risikofaktor, die Unberechenbarkeit der Natur der nächste, der größte m.M. nach der Mensch.
 
Also wer Fukushima aufmerksam verfolgt hat, hat sehr schnell den Eindruck gewonnen das die Betreiber selbst nicht wussten was in ihren Reaktoren abgeht. Wie lange hat es noch mal gedauert bis die Kernschmelzen bemerkt und zugegeben wurden?

Tepko hatte Angst davor dass die Aktienkurse in den Keller rauschen wenn sie zugeben müssten dass sie keine Ahnung haben was wirklich passiert und daher haben sie verschleiert ohne Ende.
Das gleiche hat BP bei Deepwater Horizon gemacht und genau das gleiche würden auch deutsche Betreiber von AKW machen wenn es hier zum Gau kommen sollte.
 
Das machen die nicht nur bei GAUs, guck dir Vattenfall/Krümmel oder Biblis/RWE an. Soviel-schweigen-wie-das-Gesetz-zulässt-oder-auch-ein-bißchen-mehr ist Standard. Deswegen sage ich ja: Sichere Reaktoren sind kein unlösbares Problem der Nuklearindustrie. Aber Leute, die sie auch tatsächlich bauen und betreiben, die sind es. Und die Müllentsorgung ist es eben auch...
 
besser strahlenden schrott - den kann man, sofern man ihn trocken lagert lang genug "weg-schließen" - als diese ganzen abgase von anderen groß-kraftwerken (ich glaube nämlich immer noch net, das der GANZE ENERGIEBEDARF einer INDUSTRIENATION von erneuerbaren energien gedeckt werden kann) die man im moment nicht ganz ausfiltern kann (und d.h. immer noch die ozonschicht ruinieren)

d.h. ich bin immer noch für Kern-Energie (egal ob spaltung oder fusion - sicher das eine währe vll besser, aber funktioniert immer noch net so ganz) sofern die regeln die wir haben beachtet werden (was sie ja wurden - wüsste nicht das ein AKW stillgelegt wurde bzw. ne betreiberfirma zu machen hätte müssen, weil sie beschissen hätte)

und - ich wiederhole mich zwar - lieber unsere AKW (auch die ganz alten) als TEMELIN an der grenze, was eigentlich nur ein verbesserter reaktor typ-tschernobyl ist (der sogar mit ursprünglich nicht vorgesehener technik (soweit ich weiß aus USA) fertig gebaut wurde, von dem niemand weiß ob die systeme im falle einer katastrope wirklich zusammen funktionieren...

mfg LAX
ps: falls es wirklich möglich sein sollte, ein land (unserer größe und industrialisierung) mit reinem "öko"-Strom zu versorgen, dann können von mir aus die kern-energie-meiler eingemottet werden - aber nicht vorher....und mit versorgt werden meine ich eine wirklich durchgehende versorgung nicht ein paar stunden/minuten strom hier, ein paar minuten/stunde da (d.h. fluktuationen im netz) etc.
 
Es ist möglich. Den Teil, den wir bislang aus der Kernenergie beziehen, durch erneuerbare zu ersetzen, ist sogar bequem ohne bedenkliche Eingriffe in die Landschaft oder fragwürdig ineffiziente (z.B. Solarzellen an eher schattigen Standorten, wo sie nur wenig Energie liefern) Projekte machbar. Nur: Solange Geld in die Atomenergie bzw. an deren Befürworter wandert, fehlen die nötigen Mittel.

Und wo wir gerade bei denen sind: Wenn du Atommüll "lange genug" wegschließen willst, dann muss das auch irgendwer bezahlen. Und das wird sicherlich um ein vielfaches teurer, als auf Hochindustrialisierung zu verzichten. (Was finden Leute eigentlich immer an Fabriken so toll?)
 
Ich würd gern mal wissen, mit welcher erneuerbaren Methode du Energie gewinnen willst?
Solar gibst du schon zu - ineffizient
Wind - nur sequenzielle stromgewinnung, Vogelhecksler
Wasser - Kapazität schon fast erreicht
Bio - Gefahr der Monokulturen, hoher Einsatz von Diesel und Dünger

Und von allen ist nur die Wasserverstromung wirtschaftlich rentabel und damit vergleichsweise teuer wie Kohle, Gas oder Kern.
 
Solar gibst du schon zu - ineffizient

Nicht an geeigneten Standorten. Die sind in Deutschland nicht sooo häufig, wie man möchte, reichen aber für einige Prozent des Gesamtstromverbrauches. Schön an solar ist zudem, dass die Leistung z.T. kausal antizyklisch zu Wind läuft und dass es niemand wegen einem 10 cm dickeren, anders gefärbten Dach von Landschaftsbeeinträchtigung spricht.
Was definitiv sehr viel Sinn macht, ist Solarthermie für Heizung und Warmwasserbereitung. Beides Punkte, die afaik über 25% des deutschen Primärverbrauches ausmachen, die aber bei verfügbaren Isolations- und Kollektortechniken 100% unnötig sind.

Wind - nur sequenzielle stromgewinnung, Vogelhecksler

Keine Ahnung, was "nur sequenzielle stromgewinnung" ist, aber die Vogelschlagproblematik hat sich als weitaus geringer, als befürchtet erwiesen. Man sollte die Dinger vielleicht nicht gerade neben wichtigen Rastgebieten aufstellen - aber da es in Deutschland ja eh kaum unberührte Natur gibt :schief: , ist das keine große Einschränkung. Auf alle Fälle hat Wind hierzulande mit Abstand das größte Potential pro Euro.

Wasser - Kapazität schon fast erreicht

Jein. Bei großen Stauanlagen sicherlich, aber bei klein und kleinst Kraftwerken gäbe es noch ein bißchen was zu holen - z.T. sogar recht billig und mit Sekundärnutzen. Denn Wasserkraft war bis zur Industrialisierung vermutlich die wichtigste Quelle mechanischer Energie in Deutschland und viele der alten Mühlanlagen sind in Teilen noch erhalten (müssen aus Denkmalschutzgründen z.T. eh gepflegt werden) und stellen, in restaurierter Form, beliebte Ausflugsziele dar.

Wellenkraft in der Nordsee sollte man meiner Meinung auch im Auge behalten, könnte man ggf. gut mit Offshore-Windkraft kombinieren. Bei fortschreitender Entwicklung könnten stellenweise auch Gezeitenströmungskraftwerke sehr effektiv abwarten. (aber in Anbetracht der hohen Sedimentlasten sollen die erstmal an einfacheren Standorten ihre Haltbarkeit beweisen, zumal es vermutlich viel Streit mit der Schiffahrt um die z.T. knappen tieferen Stellen geht)

Bio - Gefahr der Monokulturen, hoher Einsatz von Diesel und Dünger

Jein. Monokultur und Dünger ließen sich relativ leicht vermeiden, denn prinzipiell kann alles verwertet werden - eine sehr wertvolle Option, denn derzeit gibt es zwischen ökologisch wertvollen Brachflächen und Monokulturen nur wenig extensive Alternativen. Der Energieverbrauch in der Landwirtschaft ist allerdings stark verbesserungswürdig, das stimmt, und das Potential flüssiger/gasförmiger Biotreibstoffe unter dem Gesichtspunkt der globalen Nahrungssituation und der extremen Flächennnutzung in Deutschland so gering, dass es imho nicht für die stationäre Energieversorgung eingeplant werden kann.
Was aber noch recht viel Potential hat, ist deutsches Holz bei der Wärmeproduktion. (wo aber, siehe oben, eigentlich kaum Bedarf bestehen sollte)

Und von allen ist nur die Wasserverstromung wirtschaftlich rentabel und damit vergleichsweise teuer wie Kohle, Gas oder Kern.

Windkraft ist schon lange über die ±0 Schwelle hinaus, die Aufstellungen werden auch nur noch gering subventioniert. Selbst Offshore-Anlagen dürften, über ihre Lebensdauer hinweg (Langzeitstudien fehlen, weil man ja lange Zeit gepennt und nichts gemacht hat :schief:), klar einen Gewinn einfahren. Davon abgesehen bin ich kein Energiekonzern, der andere ausbeuten kann, und betrachte das somit gesamtheitlich.

Somit aus meiner Sicht Atomstrom die definitiv die teuerste Energieform:
edit: sorry für den langen text. aber mir hängt das märchen vom "billigen" strom einfach zum halse raus

- extrem kostspieliege Entwicklung. Bei Fission weitesgehend abgeschlossen, bei Fusion noch voll am laufen. Ich hatte hier mal ausgerechnet, wieviel WKA-Leistung man allein mit dem Geld für den ITER aufstellen könnte und es war iirc mehr, als sich derzeit AKWs in Deutschland am Netz befinden.

- sehr teurer Bau. In Schweden dürfen wieder AKWs gebaut werden, aber ohne staatliche Förderung hat kein Konzern mehr Interesse daran, weil es sich nicht lohnt. Der finnische EPR (als afaik modernstes AKW der Welt - aber mitlerweile schon wieder hinter den neuesten Sicherheitskonzepten, von denen AKW-Befürworter gerne ausgehen) wird, wenn die Baukostenprognosen weiter so ansteigen, wie bisher, zum Zeitpunkt seiner Fertigstellung die 7 Milliarden Marke knacken. Dafür gibts dann 1,6 GW, macht über 4300 € pro kW. Windkraftanlagen in Deutschland liegen, laut wiki bei um die 1500 € pro kW, weltweit bei unter 1000 € (wobei das auf die Aufstellungskosten in Deutschland zurückzuführen und somit nicht übertragbar sein könnte). Zugegeben: Eine Windkraftanlage bringt die angegebene Leistung nur einen Teil der Zeit. Aber abgesehen davon, dass die deutschen Atromkraftwerke in den letzten Jahren auch z.T. sehr lange Stillstandszeiten hatten, reicht es der WKA bei diesem Preisverhältniss, wenn sie im Schnitt 1/3 ihrer Nennleistung bringt, also 2800 Volllaststunden im Jahr. Laut wiki sind im deutschen Binnenland 2000 zu erreichen, Offshore 3800.
Wohlgemerkt: Das sind nur die Anschaffungskosten. Wenn man noch Betriebskosten und Brennstoffkosten mit einrechnet, sind AKWs definitiv teurer.
Und WKAs werden von Jahr zu Jahr mit steigenden Größen und Stückzahlen billiger.

- relativ teurer Betrieb: AKWs sind hochgefährlich und hochkomliziert und erfordern entsprechend hoch ausgebildete Spezialisten in großer Zahl, Teile in hoher Qualität,... . Gut: Kann man sich z.T. auch sparen und machen Atomkonzerne auch gerne - DAS sollte aber nicht Grundlage der Rechnung, sondern strafbar sein. Die Entwicklung der Brennstoffpreise ist auch eine recht fragwürdige Angelegenheit.

- sehr teurer Abriss: Muss man wohl nicht erklären - auch AKWs sind irgendwann mal abgenutzt. Dann kann man sich nochmal 30 Jahre länger laufen lassen :schief:, aber irgendwann müssen sie weg. Und das ist keine einfache Aufgabe. (gilt übrigens auch für Fusionsreaktoren! Da ggf. sogar schon nach sehr kurzer Zeit, wie weiter vorne in diesem Thread diskutiert wurde, denn so ganz weiß noch niemand, wie ein Reaktor der starken Neutronenstrahlung über Jahrzehnte standhalten können soll)

- eeeextreeeeeeeeeeeeeem teure Entsorgung: Gorleben hat bislang iirc 1,8 Milliarden gekostet und lagert genau 0 g Atommüll dauerhaft und hoffentlich auch nicht mehr wesentlich mehr kurzfristig. Allein der Rückbau der Asse wird auf 3,7 Milliarden geschätzt. Schacht Konrad wird derzeit auf 1,6 Milliarden beziffert und ist nicht für stark strahlende Abfälle geeignet. Das ist, !WELTWEIT! auch kein einziger anderer Standort. Das beste, was wir haben, sind Castoren, die in gut gesicherten Hallen eine Million Jahre aufbewahrt werden. Man brauch gar nicht darüber diskutieren, was in dieser Zeit alles für Probleme auftreten könnten. Allein die Aufrechnung des Stundenlohns der Wachleute dürfte klarstellen, dass AKWs gar nicht soviel Geld einbringen können, wie man heute zurücklegen müsste, um sie vollständig zu finanzieren.

- unkalkulierbare politische Kosten: Nordkorea. Iran. Pakistan. Die Liste kann man ggf. noch fortsetzen, vor allen Dingen wird man sie aber in Zukunft sehr weit fortsetzen können, wenn es weiterhin zum normalsten der Welt gehört, dass sich jeder halbwegs industrialisierte Staat eine Nuklearindustrie zulegt. Die politischen Spannungen die darausresultieren und die Bedrohung für den Weltfrieden und die Gesundheit 100ter Millionen Menschen kann man wohl nur unschwer in € ausdrücken - aber dass er es nicht wert ist, sollte eigentlich klar sein.


Ähnliche, weniger drastische Folgekostenrechnungen lassen sich auch für Gas und Ölkraftwerke aufstellen. Auch hier werden z.B. Umweltschäden durch die Förderung und die politischen Konsequenzen ignoriert. (Dabei wird quasi die gesamte heutige Russlandpolitik sowie die Politik gegenüber dem nahen und mittleren Osten seit über einem halben Jahrhundert von fossilen Brennstoffen dominiert. Darunter eine ganze Reihe der übelsten Menschenrechtsverletzungen und teuersten Kriege.) Von den Folgen des Klimawandels ganz zu schweigen.

Bezieht man all diese Auswirkungen mit ein, dann sind Atom, Gas und Öl (und z.T. auch Kohle - wobei die immerhin kein Politikum ist und die direkten Umweltschäden lokal und zeitlich begrenzt sind) ganz sicher nicht billig. Und auch nicht billiger. Sondern z.T. sehr, sehr, sehr viel teurer, als erneubare.
Das Unternehmen das anders sehen, liegt nur an der direkten und/oder indirekten Unterstützung durch den Staat, d.h. weil wir es denen bezahlen. So müssen die Unternehmen aus obiger, langer Liste quasi nur die Betriebskosten und einen Teil der Baukosten tragen. Alles andere kriegen sie von Merkel, Rösler & Co geschenkt - und wenn man was geschenkt kriegt, dann lohnt es sich halt. Blöd, dass diese Geschenke anderen Leuten gestohlen werden müssen. U.a. auch uns.
 
Nicht an geeigneten Standorten. Die sind in Deutschland nicht sooo häufig, wie man möchte, reichen aber für einige Prozent des Gesamtstromverbrauches. Schön an solar ist zudem, dass die Leistung z.T. kausal antizyklisch zu Wind läuft und dass es niemand wegen einem 10 cm dickeren, anders gefärbten Dach von Landschaftsbeeinträchtigung spricht.
Was definitiv sehr viel Sinn macht, ist Solarthermie für Heizung und Warmwasserbereitung. Beides Punkte, die afaik über 25% des deutschen Primärverbrauches ausmachen, die aber bei verfügbaren Isolations- und Kollektortechniken 100% unnötig sind.
Um die zur Erzeugung notwendige Strommenge zu gewinnen muss man eine Solarzelle ca. 8Jahre stehen haben. Geeignete Standorte gibt es bei uns nahezu gar nicht. Deshalb rentieren sich die Module ja erst durch die enorme Subvention durch uns, was wir dann in der EEG-Umlage wiederfinden - ca. 20% vom Strompreis. Solarthermie kann sinnvoll sein, allerdings gibt es darüber genügend Reportagen, die über den geringen Nutzen und dem Betrug mit solchen Anlagen berichten.
Keine Ahnung, was "nur sequenzielle stromgewinnung" ist, aber die Vogelschlagproblematik hat sich als weitaus geringer, als befürchtet erwiesen. Man sollte die Dinger vielleicht nicht gerade neben wichtigen Rastgebieten aufstellen - aber da es in Deutschland ja eh kaum unberührte Natur gibt :schief: , ist das keine große Einschränkung. Auf alle Fälle hat Wind hierzulande mit Abstand das größte Potential pro Euro.
Mit sequenziell meine ich, dass nur bei Wind Strom erzeugt wird und das ist eben nicht immer dann, wenn man ihn braucht. Bei guter Windlage kommt es vor, dass soviel produziert wird, dass wir den Strom lustig an unsere Nachbarn verteilen, und das mit einem Negativpreis...Noch dazu kommt, dass eine bestimmte Windstärke von Nöten ist, damit die Nennleistung erzielt wird, weht der Wind halb so stark, bekommt man nur noch 1/8tel der Leistung, da die Windstärke in der 3.Potenz eingeht, weht der Wind viel stärker, muss abgestellt werden, da ein Generatorschaden droht. Und wegen Natur - unser Naturschutzgesetz wird für die WKAs aufgeweicht, damit man auch in der seltenen unberührten Natur noch welche bauen kann. Wegen den Vogelschlag, jährlich werden tausende Tiere durch die WKAs getötet, darunter vom aussterben bedrohte Greifvögel, die meisten Kadaver findet man gar nicht und tauchen dann auch nicht in oft genannten Studien auf.
Die größte Gefahr sehe ich aber immer noch durch eine Überlastung des Stromnetzes bei plötzlich überregional aufflauen des Windes. Folge wäre dann Stromausfall, die Wahrscheinlichkeit dafür wird mit jedem gebauten WKA größer.

Jein. Bei großen Stauanlagen sicherlich, aber bei klein und kleinst Kraftwerken gäbe es noch ein bißchen was zu holen - z.T. sogar recht billig und mit Sekundärnutzen. Denn Wasserkraft war bis zur Industrialisierung vermutlich die wichtigste Quelle mechanischer Energie in Deutschland und viele der alten Mühlanlagen sind in Teilen noch erhalten (müssen aus Denkmalschutzgründen z.T. eh gepflegt werden) und stellen, in restaurierter Form, beliebte Ausflugsziele dar.

Wellenkraft in der Nordsee sollte man meiner Meinung auch im Auge behalten, könnte man ggf. gut mit Offshore-Windkraft kombinieren. Bei fortschreitender Entwicklung könnten stellenweise auch Gezeitenströmungskraftwerke sehr effektiv abwarten. (aber in Anbetracht der hohen Sedimentlasten sollen die erstmal an einfacheren Standorten ihre Haltbarkeit beweisen, zumal es vermutlich viel Streit mit der Schiffahrt um die z.T. knappen tieferen Stellen geht)
Wie schon gesagt, Wasserkraft ist ok, aber die Gefahren sollte man auch nicht verschweigen. In China gab es einen Dammbruch in den 80ern, der dem Westen komplett verschwiegen worden ist, dabei kamen mehr Menschen um, als bei der Katastrophe von Tschernobyl.
Jein. Monokultur und Dünger ließen sich relativ leicht vermeiden, denn prinzipiell kann alles verwertet werden - eine sehr wertvolle Option, denn derzeit gibt es zwischen ökologisch wertvollen Brachflächen und Monokulturen nur wenig extensive Alternativen. Der Energieverbrauch in der Landwirtschaft ist allerdings stark verbesserungswürdig, das stimmt, und das Potential flüssiger/gasförmiger Biotreibstoffe unter dem Gesichtspunkt der globalen Nahrungssituation und der extremen Flächennnutzung in Deutschland so gering, dass es imho nicht für die stationäre Energieversorgung eingeplant werden kann.
Was aber noch recht viel Potential hat, ist deutsches Holz bei der Wärmeproduktion. (wo aber, siehe oben, eigentlich kaum Bedarf bestehen sollte)
Es kann nur alles verwertet werden, wenn die Anlage auch darauf ausgelegt ist und man die richtigen Organismen benutzt. Gefahr sehe ich hier zusätzlich noch, dass man ein Bioreaktor hat, bei dem man nicht weiß, welche Bakterien vorhanden sind und wie hoch genetische Modulation ist. Es kann durchaus passieren, dass dort gefährliche Erreger entstehen. Noch ein kleiner Aspekt: Was macht man mit dem übrigbleibenden "Mist", zum Felder düngen ist das zu viel!
Windkraft ist schon lange über die ±0 Schwelle hinaus, die Aufstellungen werden auch nur noch gering subventioniert. Selbst Offshore-Anlagen dürften, über ihre Lebensdauer hinweg (Langzeitstudien fehlen, weil man ja lange Zeit gepennt und nichts gemacht hat :schief:), klar einen Gewinn einfahren. Davon abgesehen bin ich kein Energiekonzern, der andere ausbeuten kann, und betrachte das somit gesamtheitlich.
Hier mal ein paar Aspekte: bei neuen wird selten höhere werdende Wartungskosten mitberechnet, die Offshore-WKAs haben viel höheren Wartungsaufwand, als vorher vermutet und sind damit teurer als gedacht.
Wo kommen die WKAs her? Hauptsächlich China. Wieviel Menschen sterben dort bei der Förderung von Neodymium?[/quote]

Zugegeben: Eine Windkraftanlage bringt die angegebene Leistung nur einen Teil der Zeit.
Wenn wir mal mit rechnen, dass sie in 1/4 der Zeit Strom erzeugt, dann heißt dass immernoch, dass auch die Kosten vervierfacht werden müssen! Da steht die Kernkraft gar nicht so doof da, die liefert 97% der Zeit Energie.
Bitte beachtet hier, dass es ein Unterschied zwischen kW und kWh gibt! Die WKAs können 20 000MW haben, aber trotzdem bei keinem Wind nur 0kWh bringen...
A propos Betriebskosten, die sind bei WKAs noch gar nicht eingerechnet. Je älter eine Anlage, desto höher auch die Wartungskosten. Das Risiko des Ausfalls der WKA noch nicht eingerechnet.

Entsorgung: ein Problem, aber nicht unlösbar! Man arbeitet in mehreren Ländern an der s.g. Transmutation, d.h. Umwandlung von strahlenden Isotopen in neutrale. Würde heißen, dass man den strahlenden Müll erheblich verringern kann.
Bei neueren Reaktormodellen entsteht nicht mehr soviel Müll. Bei manchen nur noch 1% im Vergleich zu den alten Leichtwasserreaktoren. Zudem gibt es Konzepte, dass Reaktoren den Atommüll selber nutzen(von alten Reaktoren) und so noch verstromen können.

- unkalkulierbare politische Kosten: Nordkorea. Iran. Pakistan. Die Liste kann man ggf. noch fortsetzen, vor allen Dingen wird man sie aber in Zukunft sehr weit fortsetzen können, wenn es weiterhin zum normalsten der Welt gehört, dass sich jeder halbwegs industrialisierte Staat eine Nuklearindustrie zulegt. Die politischen Spannungen die darausresultieren und die Bedrohung für den Weltfrieden und die Gesundheit 100ter Millionen Menschen kann man wohl nur unschwer in € ausdrücken - aber dass er es nicht wert ist, sollte eigentlich klar sein.
Und wenn wir unsere Reaktoren abschalten, ist die Gefahr in Iran usw. geringer? Neuere Modelle lassen übrigens kein Plutonium mehr entstehen, also nicht für Waffen nutzbar. Wir machen den Fehler, nicht weiterzuforschen. Wer sagt denn, dass die Gefahr durch Isotope endgültig ist? Es gibt etliche Beispiele, wo man gängige Meinungen revidieren musste.

Ähnliche, weniger drastische Folgekostenrechnungen lassen sich auch für Gas und Ölkraftwerke aufstellen. Auch hier werden z.B. Umweltschäden durch die Förderung und die politischen Konsequenzen ignoriert.
Ich glaube man kann ganz ähnliche Rechnungen für sämtliche erneuerbare machen. Und Umweltschäden - bei der Herstellung von Solarzellen, WKAs werden vor allem in China ganze Landstriche vergiftet und die Menschen versäucht. Aber stimmt ja, bei den erneuerbaren gehts ja darum unser Land sauber zu machen, China ist da ganz weit weg und unser Beitrag wird ganz weggeschwiegen.

Bezieht man all diese Auswirkungen mit ein, dann sind Atom, Gas und Öl (und z.T. auch Kohle - wobei die immerhin kein Politikum ist und die direkten Umweltschäden lokal und zeitlich begrenzt sind) ganz sicher nicht billig. Und auch nicht billiger. Sondern z.T. sehr, sehr, sehr viel teurer, als erneubare.
Natürlich fällt da auch Schiefergas mit rein, der neue Feind der Grünen. Dabei ist die Technik genial und würde uns saubere Energie liefern. Meine Meinung zu Klimawandel - menschengemacht gibts nicht.

Das Unternehmen das anders sehen, liegt nur an der direkten und/oder indirekten Unterstützung durch den Staat, d.h. weil wir es denen bezahlen. So müssen die Unternehmen aus obiger, langer Liste quasi nur die Betriebskosten und einen Teil der Baukosten tragen. Alles andere kriegen sie von Merkel, Rösler & Co geschenkt - und wenn man was geschenkt kriegt, dann lohnt es sich halt. Blöd, dass diese Geschenke anderen Leuten gestohlen werden müssen. U.a. auch uns.
*Ironie an* Das ist bei den EE ganz anders, da wirds den reichen genommen und den Armen(uns) gegeben. *Ironie aus* Durch die hohen Subventionen bezahlen die Armen den Reichen die EE-Anlagen und deren Renditen. Und im Vergleich zu den Unternehmen werden dafür keine Steuern gezahlt!
Und für jeden, der mal was lesen will: http://www.eike-klima-energie.eu/uploads/media/Dreizehn_und_zwei_Energiewendemaerchen_3gendg.pdf
 
Um die zur Erzeugung notwendige Strommenge zu gewinnen muss man eine Solarzelle ca. 8Jahre stehen haben. Geeignete Standorte gibt es bei uns nahezu gar nicht.

Selbst wenn die 8 Jahre stimmen, Solaranlagen halten mindestens 20 Jahre. Das Solaranlagen bei uns nur ein ergänzender Faktor sein können ist klar, aber wer sagt denn das der Solar/Thermalstrom im eigenen Land produziert werden muss? Wenn Merkel und Co. die 10. Ölpipeline durchdrücken die uns aus dem hintersten Russland Öl liefert, warum kann es dann nicht auch mal eine Stromleitung sein die uns aus Marokko Strom liefert?

Deshalb rentieren sich die Module ja erst durch die enorme Subvention durch uns, was wir dann in der EEG-Umlage wiederfinden - ca. 20% vom Strompreis.
Subventioniert wir heutzutage praktisch alles. Das gilt auch für Atomkraft. Das fängt bei der Übernahme der Forschungskosten durch den Staat und massiv zinsverbilligte Kredite für den Bau der AKWs an und hört damit auf das wir die Steuerzahler den Rückbau der AKWs und die Endlagerung bezahlen dürfen.

Bei guter Windlage kommt es vor, dass soviel produziert wird, dass wir den Strom lustig an unsere Nachbarn verteilen, und das mit einem Negativpreis...Noch dazu kommt, dass eine bestimmte Windstärke von Nöten ist, damit die Nennleistung erzielt wird, weht der Wind halb so stark, bekommt man nur noch 1/8tel der Leistung, da die Windstärke in der 3.Potenz eingeht, weht der Wind viel stärker, muss abgestellt werden, da ein Generatorschaden droht.
Nicht umsonst müssen geeignet WKA Standorte gewisse Auflagen erfüllen und die minimum benötigte Windstärke wird auf solchen Standorten die meiste Zeit erreicht.

Und wegen Natur - unser Naturschutzgesetz wird für die WKAs aufgeweicht, damit man auch in der seltenen unberührten Natur noch welche bauen kann. Wegen den Vogelschlag, jährlich werden tausende Tiere durch die WKAs getötet, darunter vom aussterben bedrohte Greifvögel, die meisten Kadaver findet man gar nicht und tauchen dann auch nicht in oft genannten Studien auf.
Das gilt für alle industriellen Grossprojekte und nicht exclusiv für WKAs. Sobald viel Geld im Spiel ist wird das Naturschutzgesetz aufgeweicht.

Die größte Gefahr sehe ich aber immer noch durch eine Überlastung des Stromnetzes bei plötzlich überregional aufflauen des Windes. Folge wäre dann Stromausfall, die Wahrscheinlichkeit dafür wird mit jedem gebauten WKA größer.
Bisher hatte man das problemlos im Griff indem man die Kohlekraftwerke entsprechend gedrosselt hat. Der längst überfällige Netzausbau würde auch weiter entschärfen.

Wie schon gesagt, Wasserkraft ist ok, aber die Gefahren sollte man auch nicht verschweigen. In China gab es einen Dammbruch in den 80ern, der dem Westen komplett verschwiegen worden ist, dabei kamen mehr Menschen um, als bei der Katastrophe von Tschernobyl.
Also bei Tschernobyl sind laut Opferverbände alleine in Russland, Weissrussland und der Ukraine mindestens 100000 Menschen an den Spätfolgen gestorben. Diese Zahlen kann man nicht einfach wegwischen, nur weil in China wegen Pfusch am Bau ein Damm gebrochen ist.

Es kann nur alles verwertet werden, wenn die Anlage auch darauf ausgelegt ist und man die richtigen Organismen benutzt. Gefahr sehe ich hier zusätzlich noch, dass man ein Bioreaktor hat, bei dem man nicht weiß, welche Bakterien vorhanden sind und wie hoch genetische Modulation ist. Es kann durchaus passieren, dass dort gefährliche Erreger entstehen.
Diese Gefahr besteht bisher wohl eher in schlechten Holywood Filmen und nicht in der Realität. Da müsstest du ja jeden Misthaufen unter Karantäne stellen, schlieslich könnten sich ja über Jahrzente gefährliche Keime entwickeln.

Noch ein kleiner Aspekt: Was macht man mit dem übrigbleibenden "Mist", zum Felder düngen ist das zu viel!
Wieso sollte das zu viel sein? Im Optimalfall bringt man das wieder aus was vorher dem Boden entzogen wurde. Eine wundersame Vermehrung findet ganz sicher nicht statt.

Hier mal ein paar Aspekte: bei neuen wird selten höhere werdende Wartungskosten mitberechnet, die Offshore-WKAs haben viel höheren Wartungsaufwand, als vorher vermutet und sind damit teurer als gedacht.
Wo kommen die WKAs her? Hauptsächlich China. Wieviel Menschen sterben dort bei der Förderung von Neodymium?
Das kommt vor bei neuen Technologien und wird sich mit zunehmender Erfahrung verbessern. Neodymium wird im Tagebau gefördert. Keine Ahnung wieviele Menschen dabei sterben, aber mit Sicherheit weit weniger wie unter Tage.

Wenn wir mal mit rechnen, dass sie in 1/4 der Zeit Strom erzeugt, dann heißt dass immernoch, dass auch die Kosten vervierfacht werden müssen!
Auf einem Standort wo eine WKA nur 1/4 der Zeit laufen wird, würde der Bau erst gar nicht genehmigt werden.

Da steht die Kernkraft gar nicht so doof da, die liefert 97% der Zeit Energie.
Falsch. AKWs müssen bei niedrigem Wasserstand der Flüsse regelmässig ihre Leistung massiv herunterfahren, weil das Kühlwasser nicht ausreicht.

Bitte beachtet hier, dass es ein Unterschied zwischen kW und kWh gibt! Die WKAs können 20 000MW haben, aber trotzdem bei keinem Wind nur 0kWh bringen...
A propos Betriebskosten, die sind bei WKAs noch gar nicht eingerechnet. Je älter eine Anlage, desto höher auch die Wartungskosten. Das Risiko des Ausfalls der WKA noch nicht eingerechnet.
Das kann man 1:1 auf AKWs ummünzen.

Entsorgung: ein Problem, aber nicht unlösbar! Man arbeitet in mehreren Ländern an der s.g. Transmutation, d.h. Umwandlung von strahlenden Isotopen in neutrale. Würde heißen, dass man den strahlenden Müll erheblich verringern kann.
Bei neueren Reaktormodellen entsteht nicht mehr soviel Müll. Bei manchen nur noch 1% im Vergleich zu den alten Leichtwasserreaktoren. Zudem gibt es Konzepte, dass Reaktoren den Atommüll selber nutzen(von alten Reaktoren) und so noch verstromen können.
Bisher ist das alles nichts als heisse Luft.


So, jetzt habe ich keine Lust mehr. Der Thread ist nicht umsonst so lang, eigentlich wurde alles schon zig mal gesagt.
 
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