Atomenergie & Energiepolitik (inkl. Umfrage "Atomstrom in Deutschland, Ja oder Nein?")

Atomstrom in Deutschland, Ja oder Nein?

  • Ja

    Stimmen: 84 51,2%
  • Nein

    Stimmen: 80 48,8%

  • Umfrageteilnehmer
    164
Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Geothermie, 90% unseres Planeten sind heißer als 1000°, wenn die Verantwortlichen in den letzten 60 Jahren nur annähernd soviel
Geld in die Forschung gesteckt hätten wie in die Nuklearforschung hätten wir heutzutage nicht diese Probleme.
Alternative Energien wie Wind, Wasser, Solar Biogas können den Bedarf einer Industrienation nicht dauerhaft befriedigen, selbst ein
guter Mix hätte auch zuviel Auswirkung auf die Umwelt.

Also, an der richtigen Stelle Löcher bohren, Dampfturbine drüber, Generator anschließen. DASS muß erforscht und entwickelt werden.
(meine ich)
 
Und wer garantiert, dass die Abkühlung des Erdinneren - bzw. der oberen Erdschicht; weiter bohren geht heute noch nicht - keine schädlichen Auswirkungen hat?
 
Das Problem sind momentan die Erdschichten die Wasserdurchlässig/undurchlässig sind und Schichten die sich vollsaugen und sich ausdehnen, Gips z.B. Deshalb muss geforscht und entwickelt werden, wir sind 60 Jahre im Rückstand.
Tiefer bohren und Auskleidung der Bohrlöcher ist eine Herausforderung, aber Brennstäbe abfackeln um Wasser zu kochen war und ist auch eine, zumindest daß nix schiefgeht dabei.
Ich denke die Abkühlung des Erdinnern ist kein Thema, die Hitze ensteht durch die Anziehungskraft des Kerns (Druck)und dessen Rotation. Solange wird die Menscheit nicht existieren um dieses System abzukühlen.
(meine ich)
 
das ist eine theorie....ich möchte nicht wissen was geschieht falls die:

a) falsch ist

und:

b) der kern wirklich abkühlt und dann evtl. sogar aufhört zu rotieren

da ist es mir lieber wir bauen KKWs die können zwar hoch gehen, aber da wissen wir wenigstens was passiert bei (und noch dazu: wir haben immer noch die sichersten KKWs der welt (!) und erdbeben bzw. tsunamis haben wir auch keine d.h. währe es besser, wenn wir die kraftwerke bauen, als temelin etc. zu zu lassen!)

mfg LAX
 
Hast du eine Vorstellung davon, wie groß die Masse der Erde ist?
Ich denke nicht, denn ich hab sie nicht.
Der innere Kern ist 2000km im Durchmesser, der äußere Kerne 5000km, der Mantel dann den Rest, die Kruste ist maximal 100km dick.
Der Mensch kann bisher rund 19km tief bohren, mehr schafft er nicht.
19km sind einen Hasenschiss dagegen. ;)
Selbst wenn die Menschheit irgendwann mal so tief kommt, dass sie die Energie des Erdmantel anzapfen kann, hat das null Auswirkung auf den Erdkern.
Lass dich nicht von irgendwelchen Hollywoodstreifen in die Irre führen, wo ein paar Atombombenexplosionen den Erdkern wieder in Rotation versetzen können, das ist Blödsinn.
 
Die Masse der Atmosphäre ist extrem klein im Vergleich zur Masse der Erde. Gerade mal 1/1000000.
Und ob sich das Klima auf der Erde verändert interessiert die Erde überhaupt nicht.
 
Und wie groß sind die Masse und das Volumen unserer Atmosphäre?
Und doch haben wir es in weniger als 200 Jahren geschafft, das Klima zu ändern!

So gering, dass z.B. ihre Wärmekapazität iirc den oberen 8 m der Weltmeere entspricht. Und wir haben es nicht geschafft, ihre physischen Eigenschaften (Temperatur, Bewegung) direkt zu ändern, sondern nur ihre Chemie. Und das auch nur um 0,01%. Die sind machen sich zwar Strahlungshaushalt verdammt stark bemerkbar, aber bei Geothermie geht es allein um Wärmeenergie, nicht um die Verlagerung von Stoffen.
Ich persönlich würde mir, wenn wir wirklich exzessiv und billig Geothermie nutzen könnten, eher darüber Gedanken machen, dass die Menschheit das Energiesparen vollkommen aufgibt und in 100 Jahren soviel umsetzt, dass die Abwärme zum Problem wird, denn darüber, dass es einen nenneswerten Einfluss auf das Erdinnere hat.
 
Ich persönlich würde mir, wenn wir wirklich exzessiv und billig Geothermie nutzen könnten, eher darüber Gedanken machen, dass die Menschheit das Energiesparen vollkommen aufgibt und in 100 Jahren soviel umsetzt, dass die Abwärme zum Problem wird, denn darüber, dass es einen nenneswerten Einfluss auf das Erdinnere hat.

Heizt sich die Erde mehr auf, strahlt sie auch mehr Wärme in den Weltraum ab.
Alleine die dichtere Atmosphäre verhindert, dass die Erde die Wärme abstrahlen kann.

Schau dir die Venus an, dann weißt du was passiert, wenn die Atmosphäre zu dicht ist. Die 400° Oberflächentemperatur kommen ja nicht nur davon, dass sie Venus näher an der Sonne ist. Auf dem Merkur ist es ja "kühler" als auf der Venus, obwohl er dichter dran ist.

Deswegen mache ich mir eigentlich keine Gedanken, aber du musst die Technologie haben, um das auch effektiv nutzen zu können.
Wenn ich denke was gerade in Kanada und Alaska passiert, wäre ich begeistert, wenn Geothermie weltweit genutzt würde. :(
Oder eben die Sahara mit Solaranlagen vollstellen und den Strom dann nach Europa und ganz Afrika leiten.
Dadurch könnte man das Wasser wieder recyclen, die Menschen haben dann sauberes Trinkwasser, das ist der große Knackpunkt im 21. Jahrhundert: Trinkwasser für alle.
 
[/QUOTE]

da ist es mir lieber wir bauen KKWs die können zwar hoch gehen, aber da wissen wir wenigstens was passiert bei (und noch dazu: wir haben immer noch die sichersten KKWs der welt (!) und erdbeben bzw. tsunamis haben wir auch keine d.h. währe es besser, wenn wir die kraftwerke bauen, als temelin etc. zu zu lassen!)

[/QUOTE]

Jep, gute Einstellung, den ganzen radioaktiven Müll lagern wir bei solchen Leuten die diese Meinung haben im Garten. Keine Sorge, in 30 - 40 000 Jahren strahlt er nur noch halb so stark. Sind ja weltweit nur 200.000 Tonnen, jährlich kommen auch nur 12.000 Tonnen dazu, also hopp, größeren Garten kaufen.
"wir wissen was passiert" Jep. Unbewohnbar wird das Gebiet um einen havarierten Reaktor, für mindestens 100 Jahre, außer man akzeptiert relativ früh an Krebs zu sterben. Daß ist bei der Bevölkerungsdichte in Deutschland ja kein Problem.
"die sichersten Reaktoren" ist wie : "die eckigste Kugel", ja, die Erde ist eine Scheibe.
-Ironie Ende-

Ich kanns als nicht glauben was für Meinungen noch vertreten sind, nach Tschernobyl und grad jetzt nach Fukushima.:huh:
 
Zuletzt bearbeitet:
Für mich ist Fukushima eher ein Beispiel, wie sicher die Technik ist. Man bemerke, die Reaktoren waren für ein 600fach schwächeres Erdbeben ausgelegt, haben dadurch aber kaum Schaden genommen. Auch der Tsunami hat kaum Schaden verursacht, nur eben das beschädigen der Dieselgeneratoren für Notstrom. Man muss auch beachten, dass in Fukushima mehrere Sicherheitssysteme nicht oder nur unzureichend installiert waren, zum Beispiel wäre die ganze Sache viel leichter bei installierten Wasserstoffrekombinatoren gelaufen, es hätte keine Knallgasreaktionen gegeben. Auch hätten die Notstromgeneratoren höher gebaut und besser geschützt sein müssen. In Deutschland übrigens eine Vorschrift, auch Rekombinatoren sind Pflicht.
Ich bin klar für Kernkraft, aber nicht mit veralteten Reaktoren! Deutschland hat jetzt eine Spitzentechnologie abgegeben, das ganze deutsche Know-how geht verloren und die strengsten Sicherheitsexperten haben keine direkten Bezug mehr zur Technik. Schade. Dabei gäbe es inzwischen Reaktoren (3./4. Generation), die inhärent sicher wären. Einen davon gab es schon als Forschungsreaktor in D, zwischen 1965 und 1990 wurden zwei GAUs herbeigeführt und der Reaktor lief planmäßig kalt ohne Schäden. Das hat mit Tschernobyl oder den Leichtwasserreaktoren in Fukushima nur noch wenig zu tun.
 
Hätte Wäre Wenn, der IST Zustand ist der einzige der zählt, und der ist nach einem GAU nicht positiv einzuschätzen.

Sichere Technik, in Fukushima, kaum Schaden, nur 100 qKm verseucht :daumen:

Von der Unmenge an Müll abgesehen, der in sich noch eine riesen Gefahr darstellt.
 
Zuletzt bearbeitet:
Und die Reaktoren sind kaum neschädigt worden: War ja auch nur ein Bruch bei vermutlich 3 von 6 Reaktoren, beziehungsweise 3 von 4 Problemfällen im Druckbehälter. Ich denke sowas geht bei einem Kernreaktor schon alleine unter extreme Beschädigung oder zerstört, zusammen mit einer Kernschmelze volkommen zerstört.
 
Für mich ist Fukushima eher ein Beispiel, wie sicher die Technik ist. Man bemerke, die Reaktoren waren für ein 600fach schwächeres Erdbeben ausgelegt, haben dadurch aber kaum Schaden genommen.

*no comment*

In Deutschland übrigens eine Vorschrift, auch Rekombinatoren sind Pflicht.

Bei Prüfungen deutscher AKWs gab es bereits Fälle, in denen 2 von 3 Notstromsystemen nicht Einsatzfähig waren. Und eine flutsichere Aufstellung hilft dir auch nicht, wenn die Gefahr z.B. von Terroristen ausgeht, die einen Gastanker auf dem Fluß vor deinem AKW sprengen.


Deutschland hat jetzt eine Spitzentechnologie abgegeben,

In der Tat. Nach meinen Recherchen ist die Asse das mit Abstand erfolgreichste Endlager für höher radioaktives Material weltweit. Wie man dieser "Spitze" der Technologie nachtrauern und sie gar als Grundlage für weiteren Einsatz sehen kann, ist mir allerdings rätselhaft.

Dabei gäbe es inzwischen Reaktoren (3./4. Generation), die inhärent sicher wären.

Nichts anderes haben die Konstrukteure von Tschernobyl behauptet. Die Frage ist nur, wem in der Atomindustrie man irgend eine Aussage glauben kann. Vattenfall, dass sie um maximale Sicherheit bemüht sind und in Zukunft neueste Technik auf eigene Kosten nachrüsten hoffentlich nur noch Weihnachtsbäume in Flammen aufgehen? RWE, dass sie in Zukunft nicht mehr staatliche Verträge unterlaufen und Kraftwerke nicht mehr lieber ruhen lassen, als die eigenen Zusagen einzuhalten? Der iranischen Energiebehörde, dass sie in Zukunft ausschließlich Strom produzieren möchte?

Von mir aus kann der Betrieb von Kernenergie gerne weiter erlaubt werden. Unter der Bedingung, dass sich eine vertrauenswürdige Organisation (d.h. nicht Merkel&Co) darum kümmert, dass
- die Betreiber die neuesten Sicherheitsstandards nutzen
- sämtliche Vorschriften zu jeder Zeit einhalten
- bei den kleinsten Anzeichen von Fehlern alles tun, was die Sicherheit in dieser Situation steigern kann (d.h. z.B. staatliche Behörden, die ggf. Notfallmaßnahmen koordinieren müssten, nicht über die Presse informieren...)
- in der Lage sind, angemessene Entschädigung für sämtliche denkbaren Schäden zu übernehmen (= in ausreichender Höhe versichert sind)
- die gesamten Kosten für eine definitiv sichere Endlagerung mit den bislang bekannten Methoden vorfinanzieren

Ein organisierter Ausstieg hätte sich damit dann sowieso erledigt, denn alleine Punkt 1 und insbesondere 2 und vor allem 3 würden, jeder für sich, den Betrieb von Atomkraftwerken unrentabel machen.
 
Und die Reaktoren sind kaum neschädigt worden: War ja auch nur ein Bruch bei vermutlich 3 von 6 Reaktoren, beziehungsweise 3 von 4 Problemfällen im Druckbehälter. Ich denke sowas geht bei einem Kernreaktor schon alleine unter extreme Beschädigung oder zerstört, zusammen mit einer Kernschmelze volkommen zerstört.

Ich meine durch den Tsunami an sich wurden die KKW-Gebäude kaum beschädigt. Die Zerstörung der Druckbehälter war eine Folge der fehlenden Sicherheitssysteme.
Insgesamt hat man 6 klare Konzeptionsfehler bei dem KKW in Fukushima. Übrigens, mit einem nachgerüsteten Filtersystem der Druckentlastung und einer Konzeption mit stärkerern Rohren wäre kaum Radioaktivität durch die Druckentlastung entwichen. Ansonsten waren die ausgetretenen radioaktiven Partikel eher ungefährlich, hauptsächlich Cäsium, Kalium und andere kurzlebige Isotope. Uran und andere schwere Elemente konnten nicht außerhalb entdeckt werden!

@ruyven: Für eine unabhängige Behörde, die die Sicherheitsvorkehrungen überprüft, wäre ich auch. Alte Technik, bei der man immer nur nachrüstet halte ich genauso verkehrstauglich wie einen alten Moskwitsch, der kaum gewartet wurde...
Aber ich bin auch dafür, die Forschung im Reaktorbereich zu verstärken und zu fördern.

Und zu 100 qkm verseucht - meinst du Tschernobyl oder Fukushima? in Fukushima ist die Radioaktivität sehr viel geringer als der Ukraine damals. Die Situation um F. kann man mit der Belastung vergleichen, die wir in Deutschland abgekriegt haben. Auch ist man sich noch nicht klar, ob es z.B. einen Schwellenwert für eine Gefahr durch Radioaktivität gibt. So ca. 250mSv ist aus der Statistik schon mal bestimmt worden. Der Grenzwert für die Arbeiter des AKW liegen bei 20mSv!
Ich glaube durch die Medien wird die Gefahr durch Verstrahlung hochgespielt. Dabei bekommt ein Geschäftsmann, der ständig fliegt mehr ab, als ein Mitarbeiter im KKW.
 
Alte Technik, bei der man immer nur nachrüstet halte ich genauso verkehrstauglich wie einen alten Moskwitsch, der kaum gewartet wurde...

Das genau ist der momentane IST-Zustand

Ich glaube durch die Medien wird die Gefahr durch Verstrahlung hochgespielt.

Umgekehrt wird ein Schuh draus.

Ansonsten waren die ausgetretenen radioaktiven Partikel eher ungefährlich, hauptsächlich Cäsium,

Das glaubst du doch selbst nicht, Cäsium lagert sich in den Muskeln ein.

Dabei bekommt ein Geschäftsmann, der ständig fliegt mehr ab, als ein Mitarbeiter im KKW.

Vlt. beim "normalen" Betrieb des KKW, aber es gab Zeiten wo die Zahl der Leukämieerkrankungen im Umkreis eines KKW drastisch höher waren als der Bundesdurchschnitt, ganz besonders waren Kinder davon betroffen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Für mich ist Fukushima eher ein Beispiel, wie sicher die Technik ist. Man bemerke, die Reaktoren waren für ein 600fach schwächeres Erdbeben ausgelegt, haben dadurch aber kaum Schaden genommen. Auch der Tsunami hat kaum Schaden verursacht, nur eben das beschädigen der Dieselgeneratoren für Notstrom.

Die Beschädigung der Stromversorgung ist also nur ein geringer Schaden?
Wieso sind die Reaktoren dann hochgegangen obwohl der Schaden doch wie du sagst so gering war? :schief:

Fukushima hat gezeigt wie ausgeliefert der Mensch in Wirklichkeit ist wenn eine Naturkatastrophe passiert.
 
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