Mal ganz am Rande: trotz der so unheimlich geringen Wahrscheinlichkeit eines Reaktorversagens gab es in den paar Jahrzehnten der kommerziellen Nutzung der Kernkraft bereits 4 schwere Unfälle:
Das bedeutet, in nicht mal 55 Jahren vier 'Unfälle', bei denen insgesamt 6 Reaktoren (4 in Fukushima, Tschernobyl und TME) komplett zerstört wurden und aus sechs Reaktoren (4 in Fukushima, Tschernobyl und Windscale/Sellafield) erhebliche Mengen Radioaktivität in die Umwelt 'entwichen' sind.
Und das sind ja nur die Fälle, die bekannt geworden sind - wie viele verheimlicht wurden, wissen wir nicht!
Man denke nur mal an die ganzen militärischen Anlagen, aus denen kaum was bekannt wird.
Und: bis auf einen - Tschernobyl - ereigneten sich alle diese Fälle in der
westlichen Welt und in hochtechnisierten Industriestaaten!
Wie man da - auch ohne Fukushima - noch von 'Restrisiko' reden kann, werde ich nie verstehen.
Genausowenig, wie ich verstehe, dass man auch heute noch AKW's baut.
Die Wahrscheinlichkeiten mögen anderes aussagen - einmal in hunderttausend oder mehr Jahren - aber die Wirklichkeit sieht ja doch 'etwas' anders aus.
Außerdem ist bei 'einmal in hunderttausend Jahren' ja nicht gesagt, wann in den hunderttausend Jahren.....
Ich meine, es ist angesichts dieses Risikos - nicht 'Rest'risiko, sondern "Risiko" (oder eher: Wahrscheinlichkeit) einerseits nur eine Frage der Zeit, wann ein AKW hochgeht wie eine Atombombe und/oder eine Großstadt auslöscht (mit hunderttausenden oder Millionen von Toten).
Andererseits ist es meiner Meinung nach nun Zeit,
alle AKW's umgehend abzuschalten.
Grüße
Jochen