Atomenergie & Energiepolitik (inkl. Umfrage "Atomstrom in Deutschland, Ja oder Nein?")

Atomstrom in Deutschland, Ja oder Nein?

  • Ja

    Stimmen: 84 51,2%
  • Nein

    Stimmen: 80 48,8%

  • Umfrageteilnehmer
    164
Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Mal eine Frage,
zählt Atomfusion auch dazu?
Wenn ja binmich für Atomenergie, in Frankreich wird ja gerade eine riese Atomfusionsanlage gebaut, die soweit ich weiß mit Mikrowellenstrahlung ein 1 Million Grad heißes Plasma erzeugt, was den Wasserstoff und das Deuterium zur Fusion bewegt, dabei entsteht glaube Ich nur ein winziger Teil Radioaktivität.
Was meint ihr dazu?
 
Mal eine Frage,
zählt Atomfusion auch dazu?
Wenn ja binmich für Atomenergie, in Frankreich wird ja gerade eine riese Atomfusionsanlage gebaut, die soweit ich weiß mit Mikrowellenstrahlung ein 1 Million Grad heißes Plasma erzeugt, was den Wasserstoff und das Deuterium zur Fusion bewegt, dabei entsteht glaube Ich nur ein winziger Teil Radioaktivität.
Was meint ihr dazu?
Welches Material könnte denn dazu dienen, eine Million Grad heiße Materie zu beinhalten?
Im Übrigen haben die Franzosen 80% Atomstrom! Das ist auch notwendig, da 70% der französischen Haushalte mit Strom heizen.
 
Welches Material könnte denn dazu dienen, eine Million Grad heiße Materie zu beinhalten?
Im Übrigen haben die Franzosen 80% Atomstrom! Das ist auch notwendig, da 70% der französischen Haushalte mit Strom heizen.
Die haben einen "Magnetkäfig" dieser hält das Plasma in seiner Laufbahn, wenn es dochmal an der Stahlwand kratzt kühlt es sofort ab ;)
 
Mal eine Frage,
zählt Atomfusion auch dazu?

Wie der Diskussionsverlauf zeigt: Prinzipiell ja. Aber da Fusionsenergie ähnlich wie FED-Monitore ist (beides soll immer "in 2-3 Jahren" bzw. 2-3 Jahrzehnten marktreif sein - über Jahre/Jahrzehnte hinweg), läuft das eher unter "Utopie".

Wenn ja binmich für Atomenergie, in Frankreich wird ja gerade eine riese Atomfusionsanlage gebaut, die soweit ich weiß mit Mikrowellenstrahlung ein 1 Million Grad heißes Plasma erzeugt, was den Wasserstoff und das Deuterium zur Fusion bewegt, dabei entsteht glaube Ich nur ein winziger Teil Radioaktivität.
Was meint ihr dazu?

Mir wären keine Pläne für einen Protium-Deuterium-Reaktor bekannt. Ich wüsste nicht einmal, dass wir die dafür nötigen Bedingungen künstlich schaffen könnten. Was im Bau ist, ist ITER, der soll aber mit Deuterium-Tritium arbeiten (mit etwas Glück Deuterium-Deuterium?). Das erzeugt nicht nur enorme Mengen Gammstrahlung (wie alle Fusionsprozesse), sondern auch heftige Neutronenstrahlung - was einige Kritiker daran zweifeln lässt, ob Fusionsreaktoren aktueller Planung überhaupt eine rentable Lauftzeit erreichen können.
So oder so bleibt abzuwarten, wie lange ITER überhaupt läuft. Bislang ist es noch niemanden gelungen, eine künstliche, selbst erhaltende Fusion zu erzeugen.
 
Eine unnötige Steigerung der Umweltverschmutzung und des Verbrauchs fossiler Energieträger (z.B. in dem man überdimensionierte Kohlekraftwerke baut und betreibt) ist definitiv nicht im Interesse der Öffentlichkeit und Baugenehmigungen dafür sollten deswegen eigentlich so ohne weiteres erteilt werden. Erst Recht nicht an Unternehmen, die an anderer Stelle auf staatliche Subventionen bestehen, weil sie ja kein Geld für den ihnen übertragenen Erhalt und Ausbau der Netzinfrastruktur pochen.

Ja, das meinst Du. Aber es gilt tatsächlich ja Gott sei Dank, was Recht und Gesetz ist. Von daher ist der Begriff immer noch falsch. Du kannst als Betrüger oder Schmuggler vielleicht mit etwas "durchkommen", aber doch nicht, wenn Du etwas völlig legales tust.
 
@ruyven
Es ist nicht nur der Iter im Bau, bis 2019 sollen glaube ich die ersten Atomfusionsreaktoren selbst ständig eine Fusion auf Recht erhalten.
Bzgl. der Gammastrahlung, ja aber es ist nur der Reaktor selbst verseucht, es entstehen ja keine Brennstäbe etc. bzw. die haben nur eine Halbwertszeit von 117(?) Jahren.
Die längste aufrecht erhaltene Fusion war glaube ich 1Sekunde oder so,
bzgl. der Neutronen Strahlung kann man doch wie in der Kerspaltung absorbieren?
 
Die haben einen "Magnetkäfig" dieser hält das Plasma in seiner Laufbahn, wenn es dochmal an der Stahlwand kratzt kühlt es sofort ab ;)
Ob etwas, daß eine Million Grad heiß ist, "sofort" abkühlen kann, bezweifle ich, vielleicht frisst sich das Plasma im Falle eines Unfalls ja auch zum Erdkern durch :ugly:
Normale Brennstäbe sind um die 1000 Grad heiß, wenn sie ausrangiert werden, und lagern dann 5 bis 10 Jahre im kraftwerkseigenen Kühlbecken, um abzukühlen, ich glaube, bis auf 300 Grad, dann gehts weiter. Dabei wird das Kühlwasser permanent ausgetauscht, sodaß es nicht über 50 Grad heiß wird.
 
Ja, das meinst Du. Aber es gilt tatsächlich ja Gott sei Dank, was Recht und Gesetz ist. Von daher ist der Begriff immer noch falsch. Du kannst als Betrüger oder Schmuggler vielleicht mit etwas "durchkommen", aber doch nicht, wenn Du etwas völlig legales tust.

Der Begriff ist nicht juristisch definiert, wird aber allgemein genutzt, wenn Leute sich erfolgreich gegen die Intentionen von Regelungen verhalten (vergl. z.B. Steuer"sparer" die dank geschickter Ausnutzung von Gesetzeslücken mit deutlich niedrigeren/keinen Zahlungen "durchkommen").
Wenn es also um Projekte geht, die genehmigungspflichtig sind und deren Genehmigung den Intentionen des Souverän entgegen steht, dann kann man den Ausdruck wohl durch benutzen, auch wenn kenn keine Straftat vorliegt, da nunmal genehmigt wird. Bei Betrügern, Schmugglern,... spricht man schließlich auch nicht von "durchkommen", sondern von "davonkommen", denn da findet Strafverfolgung statt, in ersterem Fall eben nicht.


@ruyven
Es ist nicht nur der Iter im Bau, bis 2019 sollen glaube ich die ersten Atomfusionsreaktoren selbst ständig eine Fusion auf Recht erhalten.

Link/Quelle?
Dachte eigentlich, dass ITER zur Zeit das einzige Projekt seiner Größe wäre und man die Ergebnisse abwarten möchte.

Bzgl. der Gammastrahlung, ja aber es ist nur der Reaktor selbst verseucht, es entstehen ja keine Brennstäbe etc. bzw. die haben nur eine Halbwertszeit von 117(?) Jahren.
Die längste aufrecht erhaltene Fusion war glaube ich 1Sekunde oder so,
bzgl. der Neutronen Strahlung kann man doch wie in der Kerspaltung absorbieren?

Es gibt keine bei einem Gasförmigen Brennstofft keine "Stäbe" und man geht bislang davon aus, dass keine nenneswerten Mengen radioaktiver Isotope im Abgas stecken sollten, das stimmt. (Ob auch stimmt, wovon man ausgeht, wird die Zukunft zeigen ;) .) Und Neutronen lassen sich relativ gut absorbieren, das stimmt auch. Dabei erzeugen sie aber nahezu zwangsläufig Sekundärradiaktivität und sie verändern die Stoffzusammensetzung des bestrahlten Stoffes. In einem Fissionsreaktor ist das noch beherrschbar - die meisten Neutronen werden von weiteren Brennmaterial, dessen Ummantelung, Halterung oder dem Kühlmedium absorbiert. Also alles nicht belastete oder sogar Verschleißteile, die man in der gesamt-Abfallbilanz (die Bilanz ohne Schlussstrich und Lösung... ) schon mit drin hat. Das bißchen, was das der Druckbehälter selbst abbekommt, kompensiert man durch eine größere Wandstärke - ist ja eh nur ein Klumpen Stahl.
Bei Fusionsreaktoren können (und sollen) sie nur von der Reaktorwand selbst aufgefangen werden und ggf. kann die nicht mal ausreichend dick gehalten werden, so dass auch noch die Spulen oder deren Kühlung betroffen sind (die lassen sich nunmal nicht in großer Entfernung montieren). Injektoren und Extraktionssysteme sind sowieso betroffen. D.h. es sind in wesentlich höherem Maße wesentlich empfindlichere, funktionale Teile starker Neutronenstrahlung ausgesetzt. Dieser werden starke Sekundärradiaktivität entwickeln und über kurz oder lang nicht mehr die Anforderungen für weiteren Einsatz erfüllen.
-> radioaktive Verschleißteile, genau wie bei Fissionsreaktoren. Aber deutlich teurere. Vorteil ist, dass man es im Schnitt mit deutlich kurzlebigeren Isotopen zu tun hat. Hab da vor ettlichen Seiten mal ein paar denkbare Halbwärtszeiten rausgesucht und vieles lag im Bereich weniger Jahre oder noch kürzer. D.h. man könnte sowas recht gut abklingen lassen - aber es ist ein weiterer Punkt auf der Kostenrechnung und die Teile könnten deutlich voluminöser ausfallen, als Fissionsbrennstäbe: Ggf. müsste ein kommerzieller Fusionsreaktor alle 10-20 Jahre komplett ausgetauscht werden. Vorher muss er ggf. weitere 10-20 Jahre abklingen, danach muss er für ein Jahrhundert ins Endlager. Man bräuchte also pro laufendem Reaktor zwei weitere und ein Lagergebäude für weiter acht Stück, um einen umlaufenden Betrieb zu erreichen.

Für mich ist das ein weiterer Punkt, um die Möglichkeit rentabler Fusionsenergie in absehbarer Zeit anzuzweifeln. Vielleicht ließen sich diese Probleme mit weiterer Forschung mildern - aber wenn wir 2100 den ersten in großem Maßstab einsetzbaren Fusionsreaktor haben, was nützt uns das?
Bis dahin brauchen wir auch Strom und die einzig akzeptable Option sind Erneuerbare. Wenn wir aber 2099 eine funktionierende EE-Versorgung aufgebaut haben, was sollen wir dann noch mit einem Fusionsreaktor, der nur ein bißchen schlimm ist, was Strahlung angeht? Der nützt uns dann nichts mehr. Aber seine Entwicklung hat bis dahin vermutlich Billionen gekostet und das zu einem Zeitpunkt, als dringend finanzielle Mittel für den Ausbau erneuerbarer, die Kompensation von Schäden des Klimawandels und des Endes der ölbasierten Wirtschaft benötigt wurden.

Ähnlich wie Teilchenphysik, interplanetare Raumfahrt, skandinavische Geschichte oder Verhaltensforschung an Kraken heißt das für mich: Nice to know - aber ein großer Nutzen ist noch nicht absehbar und eine finanzielle Priorisierung somit fragwürdig.


Ob etwas, daß eine Million Grad heiß ist, "sofort" abkühlen kann, bezweifle ich, vielleicht frisst sich das Plasma im Falle eines Unfalls ja auch zum Erdkern durch :ugly:
Normale Brennstäbe sind um die 1000 Grad heiß, wenn sie ausrangiert werden, und lagern dann 5 bis 10 Jahre im kraftwerkseigenen Kühlbecken, um abzukühlen, ich glaube, bis auf 300 Grad, dann gehts weiter. Dabei wird das Kühlwasser permanent ausgetauscht, sodaß es nicht über 50 Grad heiß wird.

Das Plama hat ein winzige Masse und speichert somit auch bei so hohen Temperaturen nicht viel Energie. Es bleibt abzuwarten, wie groß kommerzielle Reaktoren sein müssten und bei denen z.B. die Masse ausreicht, um die weitere Nutzbarkeit des Reaktors im Falle einer Notabschaltung zu gefährden, aber Gefahr für die Umgebung besteht mit ziemlicher Sicherheit nicht.
 
Ähnlich wie Teilchenphysik, interplanetare Raumfahrt, skandinavische Geschichte oder Verhaltensforschung an Kraken heißt das für mich: Nice to know - aber ein großer Nutzen ist noch nicht absehbar und eine finanzielle Priorisierung somit fragwürdig.

Naja, wenn wir nur nach dem Geld gehen würden, hätten wir die eine oder andere Entdeckung bzw. Erfindung wohl nie gemacht. Zum Beispiel wüßten wir nicht, dass man Funkwellen über große Distanzen übertragen kann.
Vielleicht ist die Kernfusion am Ende doch zu etwas gut, auch wenn der Nutzen erst in 50 Jahren ersichtlich wird. Könnte mir vorstellen, dass dabei neue noch unbekannte Elemente oder Isotope entstehen, ob diese dann "vermarktet" werden können steht natürlich in den Sternen, zumal sie höchstwahrscheinlich radioaktiv sein werden.
Ich hab zwar keine Ahnung von skandinavischer Geschichte oder Kraken, aber ich denke, dass die Teilchenphysik vor Allem für die fortschreitende Miniaturisierung wichtig ist. Je besser wir die Teilchen verstehen, desto näher kommen wir einem funktionierenden Quantencomputer. Was die interplanetare Raumfahrt angeht, wird die sich durch die Geldprobleme der USA erstmal erledigt haben, und spätestens wenn Menschen auf dem Mars waren, weil die Entfernungen einfach zu groß sind. Die "Contact"-Variante wäre wohl die einzige Möglichkeit vernünpftig mit Außerirdischen zu kommunizieren. Hellhören FTW ;)
 
Hertz hat ganz sicher nicht das Budget eines mittleren 3. Welt oder Inselstaates verblasen, bevor ihm die erste Übertragung gelang ;). Ich bin ja nicht gegen Grundlagenforschung (ganz sicher nicht) und man kann sie sicherlich nicht nach dem Nutzen beurteilen, aber eben genau deswegen ist es mir ein bißchen unerklärlich, warum einige Zweige vielfach bevorzugt werden.
Aber das führt Offtopic. Bezüglich Fusionsenergie reicht es imho festzuhalten, dass sie keine Lösung der aktuellen Energiedebatte darstellen kann, weil sie nicht einsatzbereit ist, bist diese gelöst werden muss. In wie weit es unter diesem Gesichtspunkt sinnvoll ist, den Gegenwert von 15 Gigawatt an Windkraft in eine einzige Versuchsanlage zu stecken, mag sich jeder selbst überlegen. (zum Vergleich: Derzeit haben wir rund 10 GW Kernenergie am Netz)
 
Wenn man kein Geld in die Solartechnik investiert hätte, könnte man heute auch noch keine riesen Solar Plantagen aufstellen (wie es auch im gange ist),

Die Forschung ist meiner Meinung nach das einzig sinnvolle, nebst essen und trinken.. aber naja ..
 
Hi!

Nix gegen Forschung - die Atombombe hat uns immerhin 60 Jahre 'Frieden durch Abschreckung' gebracht.
Ohne Atombombe wäre der kalte Krieg wohl sehr schnell sehr heiß geworden - und Deutschland eine Wüste.

Und: die Forschung hat uns auch die PC's gebracht, vor denen wir gerade sitzen - und den Smart, den ICE, das Satellitenfernsehen, die Mikrowelle (auch ein Kriegsprodukt), das Insulin, das Penizillin, den Kühlschrank.....

Aber: eine Umsetzung ohne ausreichende Voraussetzungen darf es nicht (wieder) geben!
Denn: bei der Atomkraft fehlt bis heute die gesicherte Entsorgung der Abfälle - die normalerweise jeder gewerbetreibende nachweisen muss; nur eben die Energiemultis nicht.

grüße

Jochen
 
Mal eine Frage eingeworfen: Könnte man den "Abfall" eigentlich zur Kernfusion "zwingen"?

Dannhätte man ja eigentlich zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen. Zumindest wenn man dabei auch noch einen Energieüberschuss erzielt.
 
Bitte lest euch bitte etwas in die Materie ein: Massendefekt

Das lokale Maximum ist bei den Eisenisotopen. Die Abfallprodukte sind aber nebst dem Cs- auch andere langlebige Produkte. Kurze Antwort: Nein

Bzw. Es würde keinen Sinn machen ... nicht Technisch nicht Wirtschaftlich ..
 
Mal eine Frage eingeworfen: Könnte man den "Abfall" eigentlich zur Kernfusion "zwingen"?

Dannhätte man ja eigentlich zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen. Zumindest wenn man dabei auch noch einen Energieüberschuss erzielt.
Hm, also wenn ich deine Frage richtig verstehe, ist das prinzipiell schon möglich, allerdings erst in einigen Jahrzehnten.
Das Stichwort dazu lautet "Transmutation".
Der Abfall wird so mit Neutronen beschossen, sodass sie zu harmloseren, weniger radioaktiven Stoffen zerfallen. Also würde der Abfall letzendlich nur noch ein paar Jahrhunderte lang stark strahlen und es würde auch noch Energie gewonnen werden. Zwar bräuchte man immer noch ein Endlager, aber das Problem der Endlagerung würde nicht mehr ganz so groß sein.
Der Atommüll wäre nämlich nach dem Beschuss kühler und könnte dichter gelagert sein. Soweit ich weiß, würde die USA nur noch ein einziges Endlager brauchen, wenn jeder Atommüll "transmutiert" würde.
Jetzt kommt aber der Haken: Bei der Transmutation entstehen hunderte Reaktionen, die noch nicht genau erforscht sind. Es können als theoretisch wieder umweltschädliche Stoffe entstehen.
Es bleibt also noch abzuwarten, ob die Technik wirklich das bringt, was sie verspricht.
 
Hi!

Das erinnert mich an eine BBC-'Doku' über hypothetische Weltuntergänge.
Da gab's dann 'nen Unfall in einer Kernfusionsanlage (Teilchenbeschleuniger oder so), wo dann eine Reaktion in Gang gesetzt wurde, welche letztlich die ganze Welt vernichtete.

Wer sagt uns denn, dass so was nicht auch dabei heraus kommen kann?
Dann hätten wir - genau wie bei den von Dir erwähnten unerforschten Reaktionsprodukten - den Teufel mit dem Beelzebub ausgetrieben.

Erinnern wir uns: man hielt vor allem die Strahlung bis in die 50er auf für harmlos - und die Kernenergie für 'der Weisheit letzten Schluß' bzw. das Allheilmittel.
Immerhin sind wir davon geheilt - aber um welchen Preis, vor allem für unsere Nachkommen!
Diese - ungeborenen - Nachkommen werden uns noch hunderttausende von Jahren verfluchen!

Grüße

Jochen
 
Transmutation erzeugt, so wie sie bislang geplant ist, nicht wirklich viel Energie (unter Berücksichtigung der Spezialreaktoren und deren Brennstoff) ist es auf alle Fälle ein riesen Verlustgeschäft). Und die Endprodukte sind bis auf weiteres zufällig. Ausgehend von Uran und Plutonium kann man sich in Sachen Lagerproblematik natürlich kaum verschlechtern, aber wenn man bedenkt, dass die bislang maximal erreichbare "End"lagerzeit für mittelaktiven Müll bei 3 bis 40 Jahren lag (Asse), Fallen die Endprodukte immer noch in die Kategorie "ungelöstes Problem". Wieviele Lager man benötigt, hängt ansonsten von der Größe der Lager ab - mir wäre kein Land bekannt (auch nicht die USA), die jemals mehrere Lager für stärker strahlenden Müll geplant haben. Deutschland dürfte, aufgrund der Wiedervereinigung, mit einem Lager und einem Versuchslager (und einem unbrauchbaren, im Bau befindlichen Lager und einem noch zu suchenden), einsame Spitze sein.
(es sei denn, man zählt sowjetische Halden als Endlager)

Teilchenbeschleuniger haben übrigens nichts mit Energieerzeugung durch Kernfusion zu tun und von beiden geht wissenschaftlich betrachtet kein Potential zur Vernichtung der Welt aus. Nicht ohne Grund müssen beide enorme Energiemengen in hochkomplexen Anlagen konzentrieren, um für kurze Zeiträume die gewünschten Bedingungen zu erzeugen.

@Schienenbruch:
Das Strahlung gefährlich ist, wusste man in wissenschaftlichen Kreisen schon zu Beginn des letzten Jahrhunderts. Man hatte afaik noch kein Konzept von den Langzeitschäden, die so extrem niedrige Werte problematisch macht, aber es starben auch genug Leute an akuten Folgen. Nur Militärs hatten natürlich noch einmal andere Vorstellungen und die Öffentlichkeit ist nicht erst im Internetzeitalter chronisch uninformiert. Nimmt man z.B. den berühmten Beispiel von den US-amerikanischen Arbetierinnen, die an den Folgen von unsachgemäßen Umgang mit Radiumfarbe starben:
Während die sich aus Scherz und mangelnd besseren Wissens die Zähne anmalten, arbeitetete die Forschungsabteilung der gleichen Firma hinter Bleischutz.
 
Zuletzt bearbeitet:
Nimmt man z.B. den berühmten Beispiel von den US-amerikanischen Arbetierinnen, die an den Folgen von unsachgemäßen Umgang mit Radiumfarbe starben:
Während die sich aus Scherz und mangelnd besseren Wissens die Zähne anmalten, arbeitetete die Forschungsabteilung der gleichen Firma hinter Bleischutz.

Tatsache, aber schockierender finde ich, dass sie von ihren Vorgesetzen zum Anspitzen der Pinsel mit den Lippen oder der Zunge angehalten wurden.
 
Hm, also wenn ich deine Frage richtig verstehe, ist das prinzipiell schon möglich, allerdings erst in einigen Jahrzehnten.
Das Stichwort dazu lautet "Transmutation".

Das ist genauso abenteuerlich wie Kernfusion.

Der Abfall wird so mit Neutronen beschossen, sodass sie zu harmloseren, weniger radioaktiven Stoffen zerfallen. Also würde der Abfall letzendlich nur noch ein paar Jahrhunderte lang stark strahlen und es würde auch noch Energie gewonnen werden. Zwar bräuchte man immer noch ein Endlager, aber das Problem der Endlagerung würde nicht mehr ganz so groß sein.

Es ändert sich eigentlich nichts denn ein Endlager brauchst du immer noch und niemand kann garantieren dass das auf Dauer funktionieren wird.

Jetzt kommt aber der Haken: Bei der Transmutation entstehen hunderte Reaktionen, die noch nicht genau erforscht sind. Es können als theoretisch wieder umweltschädliche Stoffe entstehen.
Es bleibt also noch abzuwarten, ob die Technik wirklich das bringt, was sie verspricht.

Der andere Haken ist dass du die Elemente genau trennen musst denn du musst jedes Element einzeln behandeln. Du kannst nicht alles in einen Haufen werfen und dann lustig drauf los ballern.
 
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