Atomenergie & Energiepolitik (inkl. Umfrage "Atomstrom in Deutschland, Ja oder Nein?")

Atomstrom in Deutschland, Ja oder Nein?

  • Ja

    Stimmen: 84 51,2%
  • Nein

    Stimmen: 80 48,8%

  • Umfrageteilnehmer
    164
Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Die Propagandamaschine arbeitet halt in beide Richtungen und mit den Ängsten der Menschen lässt sich auch besser spielen :ugly:
 
Ich fürchte ich werde der Welt womöglich noch lange erhalten bleiben. Ein Alter von 130 Jahre wäre mein Ziel, sofern ich das geistig fit erleben darf. Dafür verzichte ich auch gerne weiter auf Alkohol, Zigaretten und andere Drogen ;)

Ja genau, 130 Jahre alt werden und ein AKW im Garten stehen haben wollen. Ich sehe da einen Widerspruch. :fresse:
 
Ich nicht, die Studien, dass die Krebsrate in der nähe von KKWs höher ist als normal, sehe ich nicht als besonders vertrauenswürdig an. Die Leute in Kernkraft betrieben Kriegsschiffen und Ubooten bekommen auch nicht mit einer höheren Wahrscheinlichkeit Krebs als Leute die weit weg von einem KKW wohnen.
 
Ich nicht, die Studien, dass die Krebsrate in der nähe von KKWs höher ist als normal, sehe ich nicht als besonders vertrauenswürdig an. Die Leute in Kernkraft betrieben Kriegsschiffen und Ubooten bekommen auch nicht mit einer höheren Wahrscheinlichkeit Krebs als Leute die weit weg von einem KKW wohnen.

So etwas nennt man auch Ignoranz. :schief:
 
Ignorant sind Leute die jeden Tag eine oder mehrere Schachtel Zigaretten rauchen und am besten noch eine Flasche Schnaps dazu :ugly:
 
Ich auch nicht, ich höre das nur subjektiv heraus, wenn ich mit Leuten darüber rede, was man so bauen soll (angeblich ist der Ausstieg ja nun doch besiegelt, wenn ich daran denke, was ich gestern gesehen habe).
Da sind eben einige bei (die Mehrheit halt), die zwar für Windkraft sind, aber eben nicht bei ihnen in der Gegend, sondern woanders.

Nuja, dass es Leute gegen WKAs sind, und zwar um so mehr, je weniger Ahnung und Erfahrung sie haben, ist ja nichts neues. Die Frage war aber, ob es MEHR werden. Mehr Vereine - ggf. schon. Nach dem Ende von Rot-Grün schlieft der Ausbau ja ziemlich ein, jetzt wird auf Teufel komm raus so getan, als arbeite man an einer Energiewende - da gibt es natürlich etwas mehr, wogegen man Initiativen gründen kann. Aber wie gesagt: Sind die Einstellungen neu? Oder waren die gleichen Leute auch schon vor 20 Jahren dagegen?
Aus meiner (unzureichenden) Beobachtung würde ich nämlich sogar eher zu einem sinkenden Widerstand tendieren und deutsche, insbesondere aufm Land, sind dem Vorurteil nach ja sowieso immer dagegen -egal was-, nicht erst seit heute.

Windkraftgegner im Internet listet gefühlte 100 Vereine, die gegen Windkraftanlagen sind :D
Widerstand gegen Windkraftanlagen wächst | WESER-KURIER ein Artikel vom letzten Monat

Siehe oben: Passt nicht auf meine Frage.
Aber nett, dass der Autor es positiv hervorhebt, dass der Interviewte sogar Muskelkraft durch Strom ersetzt - solche Leute sollte man als erstes zur Energieentwicklung befragen.

Ich fürchte ich werde der Welt womöglich noch lange erhalten bleiben. Ein Alter von 130 Jahre wäre mein Ziel, sofern ich das geistig fit erleben darf. Dafür verzichte ich auch gerne weiter auf Alkohol, Zigaretten und andere Drogen ;) Die Chancen stehen zumindest für 100 nicht schlecht, in Familie und Verwandschaft sind fast alle die unter 90 gestorben wegen Unfällen verabschiedet.

Dann solltest du dir vielleicht 1-2 mehr Gedanken darüber machen, was ein angenehmer Lebensstandard kostet, wenn die Ökosphäre zunehmend weniger selbstverständliche Dienstleistungen bereitstellt und die Gesellschaft zunehmend mehr Altlasten finanzieren muss.

Ich nicht, die Studien, dass die Krebsrate in der nähe von KKWs höher ist als normal, sehe ich nicht als besonders vertrauenswürdig an. Die Leute in Kernkraft betrieben Kriegsschiffen und Ubooten bekommen auch nicht mit einer höheren Wahrscheinlichkeit Krebs als Leute die weit weg von einem KKW wohnen.

Die machen die Dinger auch nicht alle 1-2 Jahre auf und haben Kostenminimierung als oberstes Betriebsziel. Das ganze Jahr über in der Nähe des Reaktors leben sie auch nicht.
 
Nuja, dass es Leute gegen WKAs sind, und zwar um so mehr, je weniger Ahnung und Erfahrung sie haben, ist ja nichts neues. Die Frage war aber, ob es MEHR werden. Mehr Vereine - ggf. schon. Nach dem Ende von Rot-Grün schlieft der Ausbau ja ziemlich ein, jetzt wird auf Teufel komm raus so getan, als arbeite man an einer Energiewende - da gibt es natürlich etwas mehr, wogegen man Initiativen gründen kann. Aber wie gesagt: Sind die Einstellungen neu? Oder waren die gleichen Leute auch schon vor 20 Jahren dagegen?
Aus meiner (unzureichenden) Beobachtung würde ich nämlich sogar eher zu einem sinkenden Widerstand tendieren und deutsche, insbesondere aufm Land, sind dem Vorurteil nach ja sowieso immer dagegen -egal was-, nicht erst seit heute.

Bist du also auch der Meinung, dass die "Dagegen sein, egal gegen was, Hauptsache dagegen" Stimmung zugenommen hat?
Die Grünen werden ja von dieser Welle (mit)getragen.

Aber nett, dass der Autor es positiv hervorhebt, dass der Interviewte sogar Muskelkraft durch Strom ersetzt - solche Leute sollte man als erstes zur Energieentwicklung befragen.

Hmm. neues Betätigungsfeld für 1 Euro Jobber: Am Generator in die Pedale treten. :ugly:
 
Ich habe nicht gesagt, dass sie unschädlich ist, aber wenn das Krebsrisiko merklich steigen würde, dürften wohl keine Leute in einem KKW arbeiten, bzw. die Leute würden es nicht freiwillig oder nur gegen hohe Löhne tun. KKWs sind hinreichend gegen Strahlungsaustritte abgesichert, aber Störfälle kann es natürlich immer mal geben. Die meisten sind jedoch kommen von Bedienungsfehlern :ugly:
Aber da ist die Chance höher an Radon (Zerfallsprodukt von natürlichem Uran) zu sterben. Angeblich sterben dadurch 1900 Leute im Jahr in Deutschland. Radon findet man besonders häufig in schlecht durchlüfteten Kelleräumen, da das Gas von zerfallenem Uran an die Erdoberfläche steigt.

Es gab da ein Experiment in Amerika. Man braucht ca. 80 "Pedaltreter" um genug Strom für eine Familie zu produzieren. Die Doku dazu lief auch auf N-TV. Wäre natürlich auch eine Möglichkeit um Vollbeschäftigung zu erreichen :D
 
Ich habe nicht gesagt, dass sie unschädlich ist, aber wenn das Krebsrisiko merklich steigen würde, dürften wohl keine Leute in einem KKW arbeiten, bzw. die Leute würden es nicht freiwillig oder nur gegen hohe Löhne tun.

Die Strahlungsdosis steigt bei "Unfällen" nun mal an, eben wenn Radioaktivität austritt, und wenns nur Kühlwasser ist. Dadurch steigt das Risiko.
Wie groß das ist, weiß ich nicht, ich glaube, dass es nur Studien dazu gibt, die von der Atomlobby beauftragt sind, daher nur bedingt geeignet.
 
Du meinst es gibt keine neutralen Untersuchungen. Es gibt auch welche die offensichtlich von Greenpeace in Auftrag gegeben wurden.
 
Ich fand es schon lächerlich als die meisten Sender fast nur "Experten" von Greenpeace befragt haben, als es um die Sicherheit von Kernkraft ging als Fukushima gerade aktuell war :schief:
So wird doch gezielt im Volk manipuliert und Angst geschürt. An einer "Energiewende" profitieren dann ja auch wieder nur einige Konzerne und Investoren :schief:
 
Ich fand es schon lächerlich als die meisten Sender fast nur "Experten" von Greenpeace befragt haben, als es um die Sicherheit von Kernkraft ging als Fukushima gerade aktuell war :schief:
So wird doch gezielt im Volk manipuliert und Angst geschürt. An einer "Energiewende" profitieren dann ja auch wieder nur einige Konzerne und Investoren :schief:

Die Sender haben Experten von Universitäten gefragt, dass sie so aussehen, als wenn die Greenpeace leben, ist halt ein Nebeneffekt. ;)
 
Nein, bei N-tv und N24 wurde ständig erwähnt und eingeblendet, dass es wer von Greenpeace ist. Wieso kann man da nicht irgendwen Neutralen suchen? Unter neutral würde ich verstehen, dass keine wertenden Begriffe wie katastrophal, ungefährlich etc. verwendet werden, sondern einfach nur Fakten genannt werden.
 
Haben die denn keine Fakten genannt?
Was soll ein Atom Lobbyist sagen, wenn der Reaktor in Japan eine Kernschmelze hat: "Ist nicht so schlimm". :what:
 
Bist du also auch der Meinung, dass die "Dagegen sein, egal gegen was, Hauptsache dagegen" Stimmung zugenommen hat?

Nö. Ist ja auch kaum noch steigerbar. Nur die Schwerpunkte der Aufregung verlagern sich mit der Zeit - z.B. hör ich in letzter Zeit weniger gejammer über Klonforschung. Scheint wichtigeres zu geben, gegen das man sein muss.

Die Grünen werden ja von dieser Welle (mit)getragen.

Jede Partei, die etwas ändern will, kann davon profitieren (wenn sie sich nicht so anstellt, wie die FDP :ugly: ).

Hmm. neues Betätigungsfeld für 1 Euro Jobber: Am Generator in die Pedale treten. :ugly:

Abgesehen davon, dass ich gegen 1 € Jobs (bzw. allgemein die Regelungen bezüglich zweiten Arbeitsmarktes für ALGIIler) bin:
In Teilen wäre das die anzustrebende Richtung. Nicht in der Stromversorgung - aber wieso sollte nicht ein erheblich größerer Teil der kurzstrecken Transporte mit Menschenkraft erfolgen? Das fängt beim Pizzaboten an und geht bis hin zu Lagerarbeiten. Von klassischen Tätigkeiten im Bereich Landwirtschaft und Reinigung ganz zu schweigen. Wir haben rund >6 Millionen Menschen in Deutschland, die eine Aufgabe suchen, von der sie leben können und wir haben ein Problem mit zu hohem Energieverbrauch. In dieser Situation energieintensive (bevorzugt noch importierte Energieträger) Maschienen (die selbst nicht gerade billig sind) für Aufgaben zu nehmen, erscheint volkswirtschaftlich unklug. Frage an die Politik:
Wieso ist es im deutschen Abgabensystem so verdammt billig, Energie zu verschwenden, aber schweine teuer, jemanden einzustellen?
Wenn die Kranken- und Rentenversicherung nicht von Gehältern abgezweigt werden würde, sondern von Abgaben auf fossile Brennstoffe und Atommüll, dann käme niemand auf die Idee, mehrmals die Woche Mitarbeiter von Hamburg nach München zu fliegen, weil irgendwas geklärt werden muss. Dann hätte man einen zweiten Mitarbeiter in München sitzen, der seine Kunden auch kennt und jeden Tag verfügbar ist - und der Staat hätte einen Arbeitslosen weniger am Hals.


Ich habe nicht gesagt, dass sie unschädlich ist, aber wenn das Krebsrisiko merklich steigen würde, dürften wohl keine Leute in einem KKW arbeiten, bzw. die Leute würden es nicht freiwillig oder nur gegen hohe Löhne tun.

Die machen das auch nur gegen eher hohe Löhne freiwillig ;)
(nicht unbedingt hoch im Vergleich zum Ausbildungsstand - aber da man für die Ausbildung nirgendwo anders nen Cent mehr bekommt, ist das auch egal)

KKWs sind hinreichend gegen Strahlungsaustritte abgesichert, aber Störfälle kann es natürlich immer mal geben. Die meisten sind jedoch kommen von Bedienungsfehlern :ugly:

Wo sie herkommen, ist ja erstmal egal. Fest steht, dass sie häufiger auftreten, als einem lieb sein kann und dass es besagte Studien mit fragwürdigem Ergebniss gibt.

Es gab da ein Experiment in Amerika. Man braucht ca. 80 "Pedaltreter" um genug Strom für eine Familie zu produzieren.

Auch ne Frage des Verbrauchs. Wer schon mal versucht hat, für ein paar Minuten >250 W aufm Ergometer zu bringen, der betrachtet Dual-GPU auch mit etwas anderen Augen.


Nein, bei N-tv und N24 wurde ständig erwähnt und eingeblendet, dass es wer von Greenpeace ist. Wieso kann man da nicht irgendwen Neutralen suchen?

Bei N24 kann man froh sein, wenn sie überhaupt jemanden suchen. Vermutlich haben sie den ersten genommen, der sich aufgedrängt hat - und dass das kein Uni-Prof war, ist naheliegend. Außerdem sieht man dann auch nicht ständig Experten auf N24&Co. Man sieht ein und denselben dann auch auf allen Sendern der Pro7Sat1 Gruppe.
Wie es bei N-TV aussieht, weiß ich nicht, da ich den seit Jahren nicht mehr empfange, aber früher war er nur wenig besser und auch da ist zu erwarten, dass die Informationsgrundlage bei allen RTL-Sendern gleich (und imho immer öftern :kotz: ) ist.

Unter neutral würde ich verstehen, dass keine wertenden Begriffe wie katastrophal, ungefährlich etc. verwendet werden, sondern einfach nur Fakten genannt werden.

Solche Interviews wollen gerade die von dir genannten Sender nicht senden.
Selbst auf den öffentlich rechtlichen (bei denen man immerhin verschiedene Experten aus verschiedenen Ecken zu sehen bekommt - manchmal zahlen sich viele, verstreute Studios doch aus) wird erwartet, dass ein Experte nicht nur die Fakten runterrasselt (das könnte man schließlich selbst), sondern dass er diese Fakten einschätzt und eine Gesamtbewertung ist. Das kann man sehr wohl auch neutral machen und "Katastrophe" oder "ungefährlich" sind wissenschaftlich bzw. gesetzlich definierbare Begriffe. (Das der Laie dann oft was anderes drunter versteht, ist ein anderes Thema - wieder eins, dass die Medien aufbereiten müssten, aber nicht wollen. Gerade bei "Katastrophe" gäbe es eine Vielzahl möglicher Definitionen.)

Allgemein wird es beim Thema Atomkraft aber unmöglich sein, jemanden zu finden, der auf alle Zuschauer neutral wirkt. Denn es ist ein Thema, das zwangsläufig alle angeht und gerade jemand, der sich damit auskennt, wird eine Meinung haben. Die kann sehr gut begründet sein, aber sie wird zu einem "Ja" oder "Nein" tendieren, denn dazwischen gibts nichts. Und beide Antworten können neutral begründet werden - das ist eine Frage der Wertvorstellungen, die man zugrunde legt und was da höher wiegt -Wirtschaft&Entwicklung oder Menschen&Gerechtigkeit-, darauf gibt es keine neutrale Antwort und es gibt weder in Gesellschaft noch Politik eine eindeutige Vorgabe (auch wenn auf direkte Nachfrage fast alle letzteres nennen - so handeln tun sie nicht).
Wenn dann noch Vorurteile zum Aussehen hinzukommen (Typ im Anzug, der nicht 100% dagegen ist, wird als Lobbyist eingestuft, Typ mit langen Haaren ist ein Öko ohne Ahnung, ehe er auch nur den Mund aufmacht), dann kann man dem Überlappungsbereichen der Interessensgruppen nicht mehr entgehen (jemand, der tatsächlich in der Mitte steht wird von den Extremisten beider Gruppierungen der anderen zugeordnet).
 
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