Atomenergie & Energiepolitik (inkl. Umfrage "Atomstrom in Deutschland, Ja oder Nein?")

Atomstrom in Deutschland, Ja oder Nein?

  • Ja

    Stimmen: 84 51,2%
  • Nein

    Stimmen: 80 48,8%

  • Umfrageteilnehmer
    164
Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Die Grünen produzieren in jeder Hinsicht nur Müll auch außerhalb der Energiepolitik. Traurig nur, dass die NPD auch für den Kernenergieausstieg ist, da bleibt keine Partei mehr die man wirklich wählen kann :daumen2:
 
Wirst du aber, denn eine flächendeckende Geschwindigkeitsbeschränkung in Europa ist nur eine Frage der Zeit, anders wird man die Klimaschutzbestimmungen nicht durchsetzen können und die Autolobby wird nicht ewig gegenhalten können, spätestens ein grüner Bundeskanzler wird das durchsetzen.

Dafür müßte es aber erstmal einen grünen Bundeskanzler geben. Und das wird sich doch wohl hoffentlich verhindern lassen.

wer soll den noch Grün wählen wollen? vor 10 Minuten hatten wir gerade schon einen kompletten Stromausfall für 20 Sekunden...
Wird nur noch schlimmer werden, wenn man Wochenende nur 4 KKWs am Netz sind
scheiß Grünenpack

Das wird echt witzig. Ich bin schon sehr gespannt! :-)
 
@Forsetti: Nur dass es sonst bläßt und wir mehr als Genug Gasturbinenkraftwerke haben um sowas aufzufangen!
Ich schätze dein Stromausfall hängt eher an einem Problem im Stadt-Netz!
Und nur 4 KKWs? Machen die jetzt ale Revision?

Das wird echt witzig. Ich bin schon sehr gespannt!
01%20sm_B-%29.gif

Das macht rein Garnix, ob jetzt 4 oder 9 KKWs am Netz sind, nochmal: Wir haben für sowas Kraftwerke, die ua. Lastspitzen oder den Ausfall großer Anlagen kompensieren sollen.
Und by the way, wo für gibt es schließlich ein europäisches Verbundnetz?
 
das Verbundnetz hat wie gesagt auch nur eine begrenzte Kapazität
Gasturbinen brauchen aber auch ein paar Sekunden um anzuspringen, das läuft noch nicht mit Lichtgeschwindigkeit ;) Der Ausfall ging ja auch nur ca. 20 Sekunden.
 
Weil wir schon seit ich denken kann keine Stromausfälle mehr hier in der Stadt hatten. Es ist dunkel, die Solaranlagen produzieren keinen Strom, es ist windstill, die Windparks in Sichtweite stehen praktisch still, es ist Wochenende, die Leute verbrauchen viel Strom für ihre Freizeitaktivitäten :ugly:

Hier ists nicht windstill.


Dafür müßte es aber erstmal einen grünen Bundeskanzler geben. Und das wird sich doch wohl hoffentlich verhindern lassen.

Mit Merkel wohl eher nicht.


Und nur 4 KKWs? Machen die jetzt ale Revision?

Jup. N Teil wegen Moratorium vom Netz, n Teil wegen Defekten und Dauereparaturen vom Netz - und den Rest schickt man jetzt mal in Revision. Es gäbe eine Reihe von Reservekohlekraftwerken, die die Versorgungslücke der nächsten Tage füllen könnten - aber die großen Stromkonzerne haben sich dagegen entschieden, sie anzuschmeißen.
Mögliche Motivation mag sich jedert selbst denken....

Das macht rein Garnix, ob jetzt 4 oder 9 KKWs am Netz sind, nochmal: Wir haben für sowas Kraftwerke, die ua. Lastspitzen oder den Ausfall großer Anlagen kompensieren sollen.

Lastspitzen dauern nicht mehrere Tage. Dafür haben, wie gesagt, Reservekraftwerke. Aber wenn die auch aus sind...

Und by the way, wo für gibt es schließlich ein europäisches Verbundnetz?

Da sind heute schon einige sogenannte Nachrichtensendungen drauf rumgeritten - tschechischer Atomstrom und so. (Randnotiz: Tschechien produziert 85% seines Stromes nicht nuklear, die gesamte Leistung der eigenen Reaktoren würde kaum ausreichen, um die beiden größten deutschen Meiler zu ersetzen.)


Gasturbinen brauchen aber auch ein paar Sekunden um anzuspringen, das läuft noch nicht mit Lichtgeschwindigkeit ;) Der Ausfall ging ja auch nur ca. 20 Sekunden.

Bis afaik 10 Sekunden können wir über Batteriepuffer ausgleichen und Pumpspeicher müssten noch schneller reagieren. Nützt natürlich nichts, wenn das ganze Netz künstlich an die Grenze getrieben wird.
 
Also das europäische Verbundnetz hat ja seine Stärken unter Beweis gestellt, als in Deutschland ein Kahn dafür gesorgt hat, dass in Madrid der Strom ausfällt.

Geothermie: Nach dem Energieerhaltungssatz ist es natürlich richtig, dass die Erde dadurch im Innern theoretisch auskühlt (Effekt wie beschrieben minimal). Wer sich aber noch ein bisschen mehr mit Physik auskennt weiß, dass Druck Wärme erzeugt und dass im Erdinnern durch die Erdmasse und Anziehungskraft dieser Masse an sich wohl genügen Druck vorhanden ist und natürlich die bereits erwähnten Effekte durch Sonne und Mond.

Gezeitenkraftwerke: Warum unterstützen die Grünen eigentlich sowas? MMn haben Gezeitenkraftwerke folgendes Problem: Sie werden durch Turbinen angetrieben und, dies ist auch wieder eine physikalische Tatsache (sry hab Ende diesen Monats mündl. Physikprüfung :ugly:), die Drehung der Turbinen erzeugt Schwingungen (Schallwellen) im Wasser. Diese wiederum könnten (ich weiß es nicht genau, Bio hab ich so schnell es ging abgewählt) die Meeresbewohner stören (ihr wohnt wahrscheinlich auch nicht gern neben einem internationalen Flughafen oder Cape Canaveral) und z.B. die Kommunikation von Walen stören bzw. diese orientierungslos machen (funktioniert bei Fledermäusen ja auch mit hochfrequenten Tönen, und diese Turbinen werden sich garantiert auch nicht gerade langsam drehen, wenn sie Strom erzeugen sollen). Sind ja schon genügend Wale gestrandet (natürlich auch schon vor den Gezeitenkraftwerken und nicht erst seit dem).

AKW: Sind natürlich aufgrund der Tatsache, dass Uran auch abgebaut, transportiert und angereichert werden muss, auch nicht CO2-neutral, ABER: Als Faustregel gilt, 1kg Uran erzeugt ca. so viel Energie wie 10t Kohle (haben wir zumindest in Physik so bestimmt). Und durch den Massenerhaltungssatz kann man sich ausrechnen, wieviel CO2 durch die Verbrennung von 10t Kohle wohl entsteht. Aber die Grünen wollen ja lieber Kohle- als Atomkraft.

Zur jetzigen Situation: Ich halte es nicht für sinnvoll, die AKWs vom Netz zu nehmen, da die Energie, die von diesen produziert wird/wurde, weiterhin verbraucht wird. D.h., diese Energie wird von anderen Kraftwerken (meist Kohle, Gas, Öl oder andere AKW; sei es im In- oder Ausland) erzeugt. Vor allem im EU-Ausland wird wohl keiner auf die Idee kommen, ein paar Windräder oder sonst was erneuerbares hinzustellen, weil wir hier in Deutschland unsere Kraftwerke abschalten. Da werden einfach vorhandene Kapazitäten stärker genutzt.
Deutschland macht sich mMn generell viel zu Abhängig in Sachen Energie. Z.B. beziehn wir Gas und Erdöl aus Russland (dass diese auch gerne mal den Hahn unter irgendwelchen Vorwänden zudrehen haben sie ja schon bewiesen), Strom kommt ja jetzt auch zur Genüge aus dem Ausland und Öl kommt neben Russland natürlich auch aus anderen Ländern (an dieser Stelle sei das Kartell OPEC und die ein oder andere Ölkrise, vor allem aus den 70ern, erwähnt).
Natürlich könnten AKWs einen auch nicht unabhängiger machen, da in Deutschland nur vergleichsweise kleine Uranvorkommen vorhanden sind. Aber vielleicht ist es besser, abhängig von Uran-Exportländern wie z.B. Namibia (natürlich sind auch hier wieder Länder wie USA, Kanada, Russland oder China am Werk), die damit ihr Geld verdienen, zu sein als von EU-Stromexporteuren, die auch so schon genug Geld bekommen (wie z.B. EU-Subventionen).

Jetzt mal ein Extrembeispiel zur jetzigen Situation (was ich hiermit AUSDRÜCKLICH weder für wünschenswert noch realistisch halte):
Angenommen, es entstünde eine Situation wie z.B. 1914 oder 1939/41, noch bevor sich hier jemand über Hunger beschweren könnte, hätten wir erstmal keine Probleme mehr, (Ironie on) unsere Städte durch Verdunkelung vor Fliegerbomben zu schützen (Ironie off) oder uns über steigende Spritpreise zu beschweren, da es mangels Sprit wohl auch keine Spritpreise geben würde. So könnte man weder 4 noch 6 Jahre lang durchhalten.

EDIT: Hier noch ein paar Nachteile bezüglich Gezeitenkraftwerke: http://www.gezeitenkraftwerke.info/nachteile.shtml
 
Zuletzt bearbeitet:
Mal sehen,

zuerst zahlen wir über unsere Steuergelder die Subventionen für den Bau und Betrieb der AKWs.

Den Atomstrom zahlen wir direkt aus eigener Tasche, was dank zentrallisierter Monopole auch immer teurer wird.

Anschliesend werden wir vermutlich auch den Atomausstieg bezahlen dürfen, was dank Atomlobby-höriger Bundesregierung auch nicht billig werden wird.

Die Endlagerung zahlen auch wir Steuerzahler und Alle die nach uns kommen werden.

Als Dank dafür das wir fleissig das Melkvieh spielen dürfen, tragen wir die Bevölkerung auch noch das gesamte Risiko und ein paar von uns dürfen sich dank Krebs 20 Jahre vorzeitig verabschieden.

Immer her mit einem grünen Bundeskanzler. Es kann diesbezüglich nur besser werden. :daumen:
 
Anschliesend werden wir vermutlich auch den Atomausstieg bezahlen dürfen, was dank Atomlobby-höriger Bundesregierung auch nicht billig werden wird.

Nicht nur vermutlich. ;)

Die Endlagerung zahlen auch wir Steuerzahler und Alle die nach uns kommen werden.

Das sowieso, oder willst du privaten Firmen das Entsorgen des Atommülls überlassen?
Die versenken den Kram in der Nordsee und gut, zu mehr würde es nicht reichen.
Oder die schiffen das nach Afrika oder Asien hin, wo andere den Kram ausbuddeln und an Terroristen verkaufen.
 
Hier ists nicht windstill.´[/QOTE]

Dito. Wahrscheinlich waren die Windkraftwerke im Windpark auf Leerlauf getsellt. Siehe das, was du geschrieben hast.

Jup. N Teil wegen Moratorium vom Netz, n Teil wegen Defekten und Dauereparaturen vom Netz - und den Rest schickt man jetzt mal in Revision. Es gäbe eine Reihe von Reservekohlekraftwerken, die die Versorgungslücke der nächsten Tage füllen könnten - aber die großen Stromkonzerne haben sich dagegen entschieden, sie anzuschmeißen.
Mögliche Motivation mag sich jedert selbst denken....

Das grenzt ja Kriminalität. Und ist fast so, als würde der Supermarkt die Bananen zurückhalten, damit die Preise für die selbigen steigen!

Lastspitzen dauern nicht mehrere Tage. Dafür haben, wie gesagt, Reservekraftwerke. Aber wenn die auch aus sind...

Hier in Nürnberg steht ein Gasturbinenkraftwerk, das kaum benötigt wird, mit 0,8GW rum. Kostet halt mehr als ein Atommeiler (aber auch nur dank Subvention).

Da sind heute schon einige sogenannte Nachrichtensendungen drauf rumgeritten - tschechischer Atomstrom und so. (Randnotiz: Tschechien produziert 85% seines Stromes nicht nuklear, die gesamte Leistung der eigenen Reaktoren würde kaum ausreichen, um die beiden größten deutschen Meiler zu ersetzen.)

Ich meinte her Norwegen und Frankreich. Letzteres ist zwar auch Atomstrom, aber besser als nix
 
Es gibt kein "Leerlauf" bei WKA's, wenn se sich nicht dreht ist entweder kein Wind oder sie wird gewartet … WKA's sind immer im "Standby"! :D

Sehr komisch, ich hab schon Windkrafträder gesehen, die sich nicht gedreht haben, trotz Wind und keine Spur von Wartung, oder dauert eine Wartung eine Woche? :what:
Oder es war gerade kaputt, dann fehlte aber das "Out of order" Schild am Mast. :lol:
 
JA eine Wartung kann eine Woche dauern, besonders wenn es die Jahreswartung ist! :P

Klar das eine WKA kaputt geht und deswegen steht ist natürlich auch möglich … ist eine logische Schlußfolgerung die man wohl nicht erwähnen muss, da wird aber kein "Out of Order"-Schild an die Anlage geklebt! :schief:
 
Geothermie: Nach dem Energieerhaltungssatz ist es natürlich richtig, dass die Erde dadurch im Innern theoretisch auskühlt (Effekt wie beschrieben minimal). Wer sich aber noch ein bisschen mehr mit Physik auskennt weiß, dass Druck Wärme erzeugt und dass im Erdinnern durch die Erdmasse und Anziehungskraft dieser Masse an sich wohl genügen Druck vorhanden ist und natürlich die bereits erwähnten Effekte durch Sonne und Mond.

Druck erzeugt keine Wärme - sondern Kompression. Weiß nicht, ob das bei der Erde noch eine Rolle spielt, aber wenn man einen durch Unterdrucksetzung einmal erwärmten Körper wieder abkühlt, dann bleibt der auch kalt. Alles andere würde auch den ersten Hauptsatz der Themodynamik verletzen.

Gezeitenkraftwerke: Warum unterstützen die Grünen eigentlich sowas? MMn haben Gezeitenkraftwerke folgendes Problem: Sie werden durch Turbinen angetrieben und, dies ist auch wieder eine physikalische Tatsache (sry hab Ende diesen Monats mündl. Physikprüfung :ugly:), die Drehung der Turbinen erzeugt Schwingungen (Schallwellen) im Wasser. Diese wiederum könnten (ich weiß es nicht genau, Bio hab ich so schnell es ging abgewählt) die Meeresbewohner stören (ihr wohnt wahrscheinlich auch nicht gern neben einem internationalen Flughafen oder Cape Canaveral) und z.B. die Kommunikation von Walen stören bzw. diese orientierungslos machen (funktioniert bei Fledermäusen ja auch mit hochfrequenten Tönen, und diese Turbinen werden sich garantiert auch nicht gerade langsam drehen, wenn sie Strom erzeugen sollen). Sind ja schon genügend Wale gestrandet (natürlich auch schon vor den Gezeitenkraftwerken und nicht erst seit dem).

Die deutschen Grünen unterstützten die afaik schon allein aufgrund fehlender Standorte nicht. International laufen Projekte zur Erforschung, aber prinzipiell werden die Dinger eher langsamdrehend konstruiert und sollten somit unprobelmatisch leise ausgeführt werden können. Im Vergleich zum Lärm durch Schifffahrt sind sie bis auf weiteres lächerlich. (Da stellt sich für eine "grüne" Partei aber auch zunehmend ein Problem dar. Denn auf der einen Seite ist das Wasser -neben der Schiene- prinzipiell der energieefizienteste Transportweg, auf der anderen Seite fehlt es der Schifffahrt in ihrer heutigen Form massiv an Emissionsvorschriften - egal ob Lärm, Schadstoffe im Wasser oder Schadstoffe in der Luft. Da wäre verdammt viel zu tun, was aber die Reeder in ziemliche Probleme bringen würde)

AKW: Sind natürlich aufgrund der Tatsache, dass Uran auch abgebaut, transportiert und angereichert werden muss, auch nicht CO2-neutral, ABER: Als Faustregel gilt, 1kg Uran erzeugt ca. so viel Energie wie 10t Kohle (haben wir zumindest in Physik so bestimmt). Und durch den Massenerhaltungssatz kann man sich ausrechnen, wieviel CO2 durch die Verbrennung von 10t Kohle wohl entsteht. Aber die Grünen wollen ja lieber Kohle- als Atomkraft.

Klimaschutz vs. Umweltschutz & Grundrechte künftiger Generationen & langfristige Rentabilität. Atomkraft wiegt verdammt schwer bei den letzten drei Punkten, ist aber nicht der einzige Weg zu ersterem.

Vor allem im EU-Ausland wird wohl keiner auf die Idee kommen, ein paar Windräder oder sonst was erneuerbares hinzustellen, weil wir hier in Deutschland unsere Kraftwerke abschalten.

Eine ganze Reihe von europäischen Ländern arbeitet intensiv am Ausbau der erneuerbaren und nicht alle davon haben eigene AKWs zu ersetzen.

Strom kommt ja jetzt auch zur Genüge aus dem Ausland

Zum 2135ß278523 Mal :rollen :rollen: : Deutschland EXPORTIERT Strom.

EDIT: Hier noch ein paar Nachteile bezüglich Gezeitenkraftwerke: Gezeitenkraftwerk Nachteile

Lass die Propaganda stecken.
Seit über 20 Jahren kommt niemand mehr auf die Idee, Gezeiten mittels Stauwerken zu nutzen.


Das sowieso, oder willst du privaten Firmen das Entsorgen des Atommülls überlassen?

Man könnte zumindest darauf achten, welche "Steuerzahler" die Kosten schultern müssen. Privatpersonen? alle Unternehmen? Atom-Stromversorger?


Hier ists nicht windstill.´

Dito. Wahrscheinlich waren die Windkraftwerke im Windpark auf Leerlauf getsellt. Siehe das, was du geschrieben hast.

Das glaube ich eher nicht -die großen Konzerne haben ja eben kaum in eigene Windparks investiert (eher in Werbung, um die 2-3 Mühlen marketingwirksam in Szene zu setzen :kotz:). Ich wollte nur andeuten, dass es vollkommen normal ist, dass in der ein oder anderen Region mal keine effiziente Stromproduktion aus Wind möglich ist - dass das aber auch keine Rolle spielt, weil die Kraftwerke ja nicht nur in dort stehen und im weiträumigen Durchschnitt immer was los ist.

Ich meinte her Norwegen und Frankreich. Letzteres ist zwar auch Atomstrom, aber besser als nix

Schon klar, was du meinst - und sicherlich wäre Frankreich im Moment eine gute Addresse. Die Temperaturen müssten noch niedrig genug sein, damit die ohne große Klimaanlagenlast und mit genug Wasser einen Überschuss aus ihren Meilern holen können - und das wäre ja auch keineswegs unüblich, wenn im europäischen Verbundnetz mal lokal ein paar mehr Wartungen konzentriert anfallen.
Ich wollte eher betonen, wie einige Medien mit der Situation umgehen. Denn Temelin mag zwar n gutes Thema sein, wenn man Angst vor ausländischen Atomkraftwerken machen will (eigentlich ist es auch ein sehr gutes, wenn man Angst vor AKWs allgemein verbreiten möchte - aber das ist dann eine Frage der Beitragsgestaltung und in letzter Zeit hat die deutsche Atomlobby verdammt viel in Richtung des deutsch vs. nicht-deutsch Vergleiches gestaltet), aber es ist ein absolut lächerliches Thema, wenn man eine Stromversorgungslücke in Deutschland heraufbeschwören und kompensieren will. Da fehlt einfach die Leistung.
In Frankreich wäre die da, aber da sind die Atomkraftwerke ja auf dem gleichen technischen Stand, wie die deutschen . . .

Es gibt kein "Leerlauf" bei WKA's, wenn se sich nicht dreht ist entweder kein Wind oder sie wird gewartet … WKA's sind immer im "Standby"! :D

WKAs werden sehr wohl und oft abgeschaltet, auch ohne Wartung und mit Wind. Das ist zwingend nötig, denn die Netze sind vielerorts gar nicht in der Lage, die maximale Leistung der Anlagen aufzunehmen (sind halt für rheinländische Atomkraftwerke ausgelegt und werden von Betreibern "ausgebaut", denen letztere gehören...), so dass Teile des Parks abgeschaltet werden können. In Extremfällen sind die Anlagen selbst nicht in der Lage, den maximalen Wind zu verkraften, und müssen aus Eigenschutz gedrosselt werden. (würde ja auch keinen Sinn machen, die Lager so groß zu dimensionieren, wenn man den Strom dann eh nicht los wird)
 
Nicht nur vermutlich. ;)

Es gibt einen Atomausstieg der soviel kostet wie er eben kostet und dann gibt es noch einen Atomausstieg an dem selbst die AKW Betreiber verdienen werden. Warts mal ab für welche Variante unsere schwarz gelbe Regierung sorgen wird, wenn sie nicht genug Gegenwind bekommt. ;)


Das sowieso, oder willst du privaten Firmen das Entsorgen des Atommülls überlassen?
Die versenken den Kram in der Nordsee und gut, zu mehr würde es nicht reichen.
Oder die schiffen das nach Afrika oder Asien hin, wo andere den Kram ausbuddeln und an Terroristen verkaufen.
Momentan läuft es nicht anderst. Das Zeug lagert in irgendwelchen schlecht geschützten Hallen auf dem Kraftwerksgelände oder kommt direkt nach Russland zur Wiederaufbereitung. Mindestens 80% können nicht wiederaufbereitet werden und bleiben in Russland und rosten in Stahlfässer verpackt fröhlich vor sich hin. Als es noch Wiederaufbereitungsanlagen in Europa gab wurden diese 80% direkt im Atlantik verklappt.

Der Atommüll müsste unter staatlicher Aufsicht sicher gelagert werden (wo auch immer das möglich ist) und die Produzenten von dem Zeug hätten von Anfang an an den Kosten kräftig beteiligt werden müssen. Dann hätten wir heute nur einen Bruchteil von dem Zeug zu entsorgen.
 
Jawohl, noch eine Zeitbombe die uns unsere guten Nachbarn direkt an die Grenze stellen und manche von uns freuen sich darüber auch noch. :stupid:
 
WKAs werden sehr wohl und oft abgeschaltet, auch ohne Wartung und mit Wind. Das ist zwingend nötig, denn die Netze sind vielerorts gar nicht in der Lage, die maximale Leistung der Anlagen aufzunehmen (sind halt für rheinländische Atomkraftwerke ausgelegt und werden von Betreibern "ausgebaut", denen letztere gehören...), so dass Teile des Parks abgeschaltet werden können.

Richtig Parkabschaltungen werden gemacht aus den genannten Gründen mir ging es aber um den Begriff "Leerlauf" und den hat nun mal keine WKA! :devil:
Und von Abschaltung und deren "nicht vorkommen" hab ich auch gar nichts geschrieben … :ugly:


In Extremfällen sind die Anlagen selbst nicht in der Lage, den maximalen Wind zu verkraften, und müssen aus Eigenschutz gedrosselt werden. (würde ja auch keinen Sinn machen, die Lager so groß zu dimensionieren, wenn man den Strom dann eh nicht los wird)
Da Bedarf es noch nicht mal Extremfälle um eine WKA zu regeln. :D Die Steuerung einer WKA läuft über eine interne SPS und die ist halt so programmiert das eine WKA ab einer gewissen Windgeschwindigkeit anfängt zu produzieren (meist bei ca 3,5 m/s) und erreicht ihre maximale Leistung sogar schon bei ca. 8 m/s, das sie bei höheren Windgeschwindigkeiten gedrosselt werden muss (entweder durch Tips (drehbare Flügelenden) oder durch Pitch-Steuerung (Anstellwinkel der einzelnen Rotorblätter)) sollte klar sein. Aber bevor du jetzt auch noch eine Sturmschutzschaltung erwähnen wirst … ja auch die gibt es und spricht bei 120 km/h Wind an, dort wird die Aerodynamik der Anlage soweit geregelt das sie selbst dem Wind am wenigsten Angriffsfläche bietet, soll heißen die Windnachführung sorgt dafür das der Rotor im Wind steht und die Rotorblätter bieten den geringsten Widerstand durch ihre Anstellwinkel. Doch wenn eine WKA abgestellt wird trudelt sie trotzdem, das heißt der Rotor ist immer in Bewegung, allein schon aus den Grund um mechanische Belastungen zu verhindern die durch einen mechanisch gebremsten Rotor entstehen würden.

PS: Ab Windgeschwindigkeiten von ca. 13 m/s kann man eh keine höhere Leistung der Anlagen erzielen, das liegt aber nicht an irgendwelchen Lagern und auch nicht an dem Strom den du dann nicht loswirst, sondern da hat die Physik ein Riegel vorgeschoben soweit ich mich noch an meine Ausbildung erinnern kann. ;)
 
Zuletzt bearbeitet:
Zum 2135ß278523 Mal :rollen :rollen: : Deutschland EXPORTIERT Strom.

Es kommt darauf an, wie die Anforderungen sind, besonders in örtlichen Regionen kann es auch schon mal sein, dass kurzfristig Strom importiert werden muss, aber das bekommt der normale Nutzer eh nicht mit.

Man könnte zumindest darauf achten, welche "Steuerzahler" die Kosten schultern müssen. Privatpersonen? alle Unternehmen? Atom-Stromversorger?

Mir ging es da nicht um die Kosten, sondern rein um die Entsorgung. Gib ein Anzahl Leuten Mülltüten und lass sie den Inhalt in die Mülltonne werfen, was denkst du, wie viele werden darunter sein, die zu faul sind, eine Mülltonne aufzusuchen und den Kram in die Landschaft werfen?
Bei Unternehmen ist das noch extremer. Sie erhalten den Auftrag, den Kram zu entsorgen. Alles mögliche wird gefälscht, Leute bestochen und der Kram wird in die Nordsee gekippt, anstatt es richtig zu entsorgen. Das kommt alle Naselang vor, mit jeder Art von Müll, wieso sollte das bei Atommüll anders sein, wenn es Privatunternehmen machen?
Deswegen muss das der Staat machen, unabhängig kontrolliert, versteht sich, aber natürlich muss die Last der Entsorgung erst mal von denen getragen werden, die sie zu verantworten haben (leider gehört der Staat auch dazu, da er den Kram ja subventioniert hat).

Es gibt einen Atomausstieg der soviel kostet wie er eben kostet und dann gibt es noch einen Atomausstieg an dem selbst die AKW Betreiber verdienen werden. Warts mal ab für welche Variante unsere schwarz gelbe Regierung sorgen wird, wenn sie nicht genug Gegenwind bekommt. ;)

Die Energielobby ist mächtig, das musste auch Rot/Grün einsehen, als sie den verweichlichten Atomausstieg seinerzeit angeleiert haben. Die Frage ist halt, wie "hart" ist eine mögliche Grün/Rote (:D) in diesem Bereich? Dass mit Schwarz/Gelb nichts passiert, bzw. alles so weiter läuft, wie bisher, ist klar, dafür muss man keine Glaskugel haben. Die Endlagerung wird so lange verschleppt, bis man es irgendwo auf der Welt entsorgen kann (ohne viel Aufsehen zu erregen).
Inzwischen werden ja an den AKWs direkt Zwischenlager gebaut, Hauptsache nicht mehr durch die Landschaft kutschieren, aus dem Auge, aus dem Sinn. :(
(Wiederaufbereitung ist dann auch überflüssig)
 
Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Zurück