Atomenergie & Energiepolitik (inkl. Umfrage "Atomstrom in Deutschland, Ja oder Nein?")

Atomstrom in Deutschland, Ja oder Nein?

  • Ja

    Stimmen: 84 51,2%
  • Nein

    Stimmen: 80 48,8%

  • Umfrageteilnehmer
    164
Status
Für weitere Antworten geschlossen.
"Groß genug" bedeutet:
Für die 10 Minuten Flugbereitschaft sicher abfangbar. Geht man aufgrund der Anflugwege von zwei vorhandenen Basen von weiteren 10 Minuten zwischen Start und erfolgtem Angriff aus und plant 50% Reserve ein, hat man bei den typischen 700-800 km/h eines Verkehrsflugzeuges einen Radius von 400 km um jedes AKW - und somit eine Flugverbotszone über ganz Deutschland.
Selbst wenn man eine schweine Kohle investieren würde (was -s.o.- man besser in zukunftstaugliche, unproblematische Energieträger macht) und an jedem Standort ein Patriotsystem betreibt, sollte man für eine zweifelsfreie Zielidentifizierung und ggf. Vorwarnzeit (Stichwort: Flugzeug gibt Notfall vor, Kontakt nur eingeschränkt möglich) wenigstens 3 Minuten einplanen, das wären dann "nur" 40 km, bei der hohen AKW-Dichte entlang des Reingrabens wären keine Flüge von/nach Deutschland über die südwestlichen Grenzen mehr möglich, alles müsste entweder bis nach Niedersachsen hoch oder in großem Bogen über Ostbayern.
Die z.T. starken Radaranlagen, die zum sicheren erfassen von Tieffliegern bräuchte, dürften ggf. eine größerflächige Absperrung rund um das AKW erfordern - Gebiete, die aber schon Leuten gehören, wo z.T. Wohnsiedlungen oder Industrieanlagen stehen.

Ziemlich viel Kosten&Ärger für die Vermeidung einer von vielen Gefährdungsmöglichkeiten bei einer Energiequelle, deren einziger Pluspunkt "günstig&unkompliziert" sein soll.

Und du meinst Windenergie, Sonnenenergie und Geothermie ist die Zukunft? Die einzige Quelle die davon im Moment konstant Energie liefern würde ist die Geothermie und die hat den Nachteil, dass dadurch der Erdkern schneller abkühlt. Der Effekt ist zwar nur minimal aber es summiert sich wenn wir davon Tausende bauen würden ;)
 
Schwer zu sagen.
Wenn wir die Erde mit Solarzellen zupflastern und so die Energie der Sonne abfangen, wird die Sonne auch nicht schneller den Wasserstoff verbrauchen. :ugly:
 
Das nicht aber Geothermie entzieht der Erde die Energie. Wenn die Temperatur irgendwann dann unter ein Minimum fällt, bricht das Magnetfeld zusammen und kosmische Strahlung tötet alles :schief:
 
Die Erde ist 12.000km im Durchmesser, die Erdkruste ist relativ dünn, der Rest ist entweder fest (Im Kern) oder flüssig (Mantel), bis die Menschen den so weit abgekühlt haben, bis alles erkaltet, ist die Sonne schon lange erloschen. ;)
Du darfst nicht vergessen, dass der Mond kräftig an der Erde zieht und drückt, sie wird vom ihm gut durchgeknetet, deswegen ist die Erde ja immer noch so heiß im Inneren, obwohl sie schon 4,5 Milliarden Jahre alt ist.
 
Kernzerfälle verlangsamen den Prozess ebenfalls :)
Der Einfluss vom Mond wird jedes Jahr etwas schwächer (~3cm Entfernung pro Jahr, also ca. 30.000.000m pro 1Mrd Jahre.)

Mir persönlich ist die Kernkraft noch am liebsten, ich würde mir ein eigenes KKW errichten, wenn ich dafür das Geld hätte und eine Genehmigung bekommen würde :)
 
nein ich würde das Zeug in einem Schutzbehäler im Marianengraben versenken :devil: Dort ist eine Subduktionszone und es würde dann irgendwann unter die Erde geschoben :devil:
 
Finde ich auch, der Erdboden ist voll von radioaktiven Elementen wie Uran, da macht der kleine Anteil der eventuell austritt auch nichts aus. Was meinst du wie viel Radioaktivität die Menschheit sowieso schon täglich im Meer entsorgt oder durch Verbrennen von Kohle in die Luft gepustet wird?
 
Finde ich auch, der Erdboden ist voll von radioaktiven Elementen wie Uran, da macht der kleine Anteil der eventuell austritt auch nichts aus. Was meinst du wie viel Radioaktivität die Menschheit sowieso schon täglich im Meer entsorgt oder durch Verbrennen von Kohle in die Luft gepustet wird?

Wiedermal so ein selbst disqualifizierender Beitrag. Denn wo auf der Welt findet man hochangereichertes Uran aus natürlichen Vorkommen?

Im übrigen sollte man sich mal informieren unter welchen Bedingungen Uran abgebaut wird und wieviele Menschen dadurch sterben bevor man von der Verseuchung seiner Nachbarschaft träumt.
 
Uran kommt in einer so großen Menge vor, dass man in deinem Keller eine erhöhte Radioaktivität durch das Zerfallsprodukt Radon messen kann (falls du LK Physik hattest, wirst du eventuell dazu auch einen Versuch gemacht haben), welches aus dem Boden hochsteigt. Wenn du das auf die riesigen Meeresflächen der Welt hochrechnest kommt man schon auf eine große Uranmenge.
Selbst in Leitungswasser kommt Uran in nicht unerheblichen Mengen vor.
Ob angereichert oder nicht spielt keine Rolle wenn du es 11km unter dem Meeresspiegel lagerst. Wenn es austritt dann kommt das viel zu verdünnt an, da Uran nicht besonders gut wasserlöslich ist und somit in sehr kleinen Mengen pro Zeiteinheit im Meer verteilt. Iod und Caesium sind zwar besser löslich, dafür ist die Halbwertszeit kurz.
 
Und du meinst Windenergie, Sonnenenergie und Geothermie ist die Zukunft?

Sie sind, neben Wellen und freistehenden Gezeitenkraftwerken und Biomasse und -primär kleinmaßstäbliche- Wasserkraft die imho einzig aktzeptablen.

Die einzige Quelle die davon im Moment konstant Energie liefern würde ist die Geothermie und die hat den Nachteil, dass dadurch der Erdkern schneller abkühlt. Der Effekt ist zwar nur minimal aber es summiert sich wenn wir davon Tausende bauen würden ;)

Der Effekt ist lächerlich klein und selbst wenn es uns gelingen würde, in ein paar Millionen Jahre die Erde nenneswert auszukühlen: Dann könnten wir endlich so tief bohren, dass man doch sichere Atommüllendlager schaffen könnte ;)
Zum "konstant liefern": Sonnenergie ist problemlos vorhersehbar und 24h Rythmen puffern wir, wie x-fach in diesem Thread geschildert :rollen:, in großem Umfange in gegensätzlicher Richtung ab. Dagegen sprechen wenn dann die hohen Kosten - aber billiger als Atommüllendlager ist die Sache allemal. Windkraft mag unbeständiger sein (aber meiner Beobachtung nach nicht viel - kommt mal raus aus euren Bergdörfern ;) ), aber ist an sovielen Standorten verfügbar, dass ein auf Durchschnittsleistung basierendes System problemlos machbar ist.


nein ich würde das Zeug in einem Schutzbehäler im Marianengraben versenken :devil: Dort ist eine Subduktionszone und es würde dann irgendwann unter die Erde geschoben :devil:

Leider dauert die Subduktion so lange, dass dein Fass lange verrostet und der Inhalt in der Nahrungskette ist, bevor da irgendwas irgendwo runter geschoben wird :rollen:

Wenn dann müsste man in Subduktionszonen für mehrere Jahrtausende sichere Zwischenlager in 2-3 km Tiefe anlegen. Das würde ich in der Tat als technisch machbare Lösung halten, bei der der Müll zuverlässig im flüssigen Erdinneren verteilt wird. Dummerweise dürfte sowas mehr kosten, als wenn wir Hollywoodschauspieler bei typischem Stundenlohn die Energie aufm Laufrad produzieren lassen.


Finde ich auch, der Erdboden ist voll von radioaktiven Elementen wie Uran, da macht der kleine Anteil der eventuell austritt auch nichts aus. Was meinst du wie viel Radioaktivität die Menschheit sowieso schon täglich im Meer entsorgt oder durch Verbrennen von Kohle in die Luft gepustet wird?

Im Gegensatz zu dem Atommüll, denn du hochkonzentriert ins Meer kippen willst, verteilt die Menschheit einen Großteil ihrer Emissionen extrem fein, so dass er relativ unproblematisch ist. (ausgenommen gewisse Wiederaufbereitungsanlagen, Verklappungsaktionen, Notkühlmaßnahmen,... - aber das ist eben auch wieder Kerntechnik :( )
 
Das Projekt Desertec scheint interessant zu werden ;),

finde ich sinnvoller als auf Häuserdächer, da hats genug Platz und da wird nicht rumgebaut.

Da kann man sich dann ein 1000W Netzteil ohne schlechtes Gewissen zulegen. Wird aber wohl noch dauern..
 
Das Projekt Desertec scheint interessant zu werden ;),

finde ich sinnvoller als auf Häuserdächer, da hats genug Platz und da wird nicht rumgebaut.

Da kann man sich dann ein 1000W Netzteil ohne schlechtes Gewissen zulegen. Wird aber wohl noch dauern..

Desertec ist imho der komplett verkehrte Ansatz - es sei denn, man ist Stromgroßkonzern mit Aussicht auf Staatsgelder und Angst vor dezentralen Lösungen... (oder Autolobbyist auf der Suche nach unendlichem Ausbaupotential, um das Millionenloch Energieverschwendung Elektroauto zu rechtfertigen)
Da sollen Milliarden in politisch höchst instabilen oder höchst fragwürdigen Gegenden in Großprojekten verbaut werden (was fast immer in einer ökologischen Katastrophe endet) und das man in weniger als 2-3 Jahrzehnten Hochspannugnsleitungen von so enormer Kapazität quer durch ganz Europa verlegt bekommt, glauben wohl auch nur die abgedrehtesten Lobbyisten. Dazu scheint man irgendwie der Meinung zu sein, dass ganz Nordafrika nur für Deutschland da ist...
Anlagen auf Hausdächern dagegen bedeuten wesentlich weniger Aufwand und auch wenn sie in Deutschland ein bißchen ineffizienter arbeiten: Das spart man durch die fehlenden Leitungen doppelt und dreifach wieder ein.

(aber wie gesagt: Allgemein ist Solarenergie in der derzeitigen, finanzlimitierten Situaion zweite Wahl. Noch haben wir viel mehr Potential für andere Energien)
 
Wenn man bedenkt, dass ein ordentliches Auto über 100KW Leistung (+Verlustleistung) hat, dann kommen mir Elektroautos utopisch vor. Ich möchte nicht auf 200km/h verzichten :daumen:
 
Ich möchte nicht auf 200km/h verzichten :daumen:

Wirst du aber, denn eine flächendeckende Geschwindigkeitsbeschränkung in Europa ist nur eine Frage der Zeit, anders wird man die Klimaschutzbestimmungen nicht durchsetzen können und die Autolobby wird nicht ewig gegenhalten können, spätestens ein grüner Bundeskanzler wird das durchsetzen.
 
wer soll den noch Grün wählen wollen? vor 10 Minuten hatten wir gerade schon einen kompletten Stromausfall für 20 Sekunden...
Wird nur noch schlimmer werden, wenn man Wochenende nur 4 KKWs am Netz sind
scheiß Grünenpack
 
Weil wir schon seit ich denken kann keine Stromausfälle mehr hier in der Stadt hatten. Es ist dunkel, die Solaranlagen produzieren keinen Strom, es ist windstill, die Windparks in Sichtweite stehen praktisch still, es ist Wochenende, die Leute verbrauchen viel Strom für ihre Freizeitaktivitäten :ugly:
Da muss man nur 1 und 1 zusammenzählen und man kann sich den Rest denken. Klar wird Strom aus dem Ausland hinzugekauft, aber die Leitungen sind schon seit Wochen an den Grenzen der Belastbarkeit...
 
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