Man könnte die Abfallstoffe ja erst mal zwischenlagern (was man heute ja schon macht) und dann, wenn die Reisen ins All günstiger geworden sind (die ersten Flugtickets waren kaum zu bezahlen

), nimmst du das Zeugs mit und wech.

Ich dachte, in dir steckt ein Forschergeist, dann los.
Forschergeist in Begrenzt. Wenn ich die Werte von Wiki zum Thema Fluchtgeschwindigkeit und Energiedichte betrachte, dann kannst du mit der Energie aus einem Kilo Brennstab (niedrig angereichert, 1%) maximal 10 Tonnen von diesem Planeten befördern. Diese 10 Tonnen müssen den Brennstab selbst, die "pro Brennstab" ~anfallenden verstrahlten Reaktorbauteile, sämtliche Radiaktiven Abfallprodukte von Berabeitung und Gewinnung der Rohstoffe, eine Schutzhülle um das alles herum (eine Schutzhülle, die einen Wiedereintritt mit 11 km/s ebenso aushalten sollte, wie die Explosion der vermutlich sehr großen Rakete bzw. den Aufprall mit >>11 km/s beim fehlerhaften Verlassen eines Linearbeschleunigers) und, wenn wir bei Raketentechnik bleiben, die Rakete selbst enthalten.
Zur Orientierung: Ne Saturn V dürfte ca. 80 kg pro kg Nutzlast bei dieser Geschwindigkeit wiegen. Blieben also 125 kg übrig von den 10 Tonnen. Ein Castor kommt auf 1:12,5 (praktisch, nicht?

), wären wir bei einem Kilo von der Erde entfernbarem Material mit der Energie aus 1 kg Brennstab. Jetzt brauchen wir also nur noch eine Möglichkeit, einen Brennstab herzustellen, ohne dabei mehr als 0 g radiaktiven Abfall zu produzieren und ein AKW, das in seiner Lebensdauer genau 0 g Material verstahlt.
Wenn wir das schaffen, dann haben wir den Punkt erreicht, an dem die Kombination aus AKW und extraterrestrischer Entsorgung
keinen Sinn ergibt, weil sie genauso viel Energie verbaucht, wie sie erzeugt.
(Anm.: Diese Rechnungen berücksichtigen nur die Fluchtgeschwindigkeit der Erde, gehen also von der Entsorgung auf einem anderen Planeten aus. Will man das Zeug aus dem Sonnensystem rausschaffen, steigt die nötige Geschwindigkeit um ~50%, was die Nutzlast um weitere ~60% senken würde, wenn ich linear von LEO vs. TLI extrapoliere. Vermutlich sind es noch weniger, denn solche Zusammenhänge sind meist exponentiell)
Dann erklär mir mal wieso einige Grüne (ich spreche nicht von allen, denn mein erster Post sprach ausschließlich von einigen

) neben den Tierschützern von NABU und Anwohnern bei der Errichtung von Anlagen in der Nähe eines Vogelschutzgebietes in Niedersachsen mit Plakaten gegen diesen Park mitdemonstrierten!
Wenn man Leute sieht, die heutzutage noch sowas außerhalb von besonders schützenswerten Bereichen machen, dann man vermutlich ein vorzügliches Beispiel dafür vor Augen, dass Tierschutz nicht das gleiche wie Umweltschutz ist, was nicht annähernd das gleiche wie Klimaschutz ist
