Kleiner Hinweis auf die Änderungen am Threadanfang:
Mod-Edit:
Da einige Leute nicht in der Lage sind, bestehende Threads zu nutzen, erweitere ich das Themengebiet dieses hier um Atom- und Energiepolitik allgemein, um Paralleldiskussionen zu vermeiden. Er stellt damit die Nachfolge des
alten Atomenergie & Energiepolitik-Threads dar.
Wird es immer AKWs geben, da keiner drauf verzichten will und kann
Nein. Es wird solange AKWs geben, wie keiner glaubt, dass man drauf verzichten kann, weil es niemand vormacht.
Solange die Sicherheitsvorkehrungen modernisiert wurden und dem Stand der Technik von heute entspricht...
Die Sicherheitsvorkehrungen werden nicht aktualisiert. Im Laufzeitverlängerungsvertrag der schwarz-gelben Koalition ist afaik sogar explizit festgeschrieben, dass die Stromkonzerne nicht dazu verpflichtet werden können, zusätzliche Ausgaben für die Sicherheitsverbesserungen aufsichzunehmen bzw. die haben umgekehrt einen Blankoschein, alles, was sie noch in die Kraftwerke stecken, von ihren (der Konzerngewinnen nach: spärlichen) Verpflichtungen abzuziehen.
NEIN!
Mehr Windparks und viel mehr Geld für Forschung im Photovoltaikbereich, damit Solarzellen effizienter werden.
Ich hätte auch nix dagegen, meinen PC an einen Dynamo anzuschließen und kräftig zu strampeln...
Sowas in groß könnte sogar Arbeitsplätze schaffen^^
Alternative Energieerzeugung/Nutzung (nicht nur Kraftwerke - auch Niedrigenergie Bau, Solarkühlung,..) war bis vor 1-2 Jahren afaik DIE Boombranche in Deutschland.
Und dass man daran forscht, ist dir nicht bewusst?
Hat man nicht geforscht, ehe man den ersten Atomreaktor gebaut hat?
Keine 6+ Jahrzehnte

(sondern afaik ~2)
Ein Fusionskraftwerk erzeugt deutlich mehr Energie als ein Atomkraftwerk, natürlich ist der Energieverbrauch auch höher, aber im Endeffekt kann ein Fusionskraftwerk rund 4 Atomkraftwerke ersetzen (nach aktueller Schätzung).

Ein Fissions-AKW kann man so groß bauen, wie man will, ein Fusions-AKW kann man so groß bauen, wie man will (wenn mans überhaupt kann) - der einzig nicht-willkürliche Aspekt, der mir für so eine Zahl einfällt, ist die Tatsache, dass die Mindestgröße eines Fusionskraftwerkes deutlich höher liegt. Aber das ist nicht "kann", dass ist "muss" und somit kein Vorteil.
Ich denke man kann besser etwas Atommüll einlagern,...
Bislang ist die Menschheit in der Lage, genau 0 Gramm Atommüll dauerhaft sicher zu lagern. Imho ziemlich wenig, wenn man bedenkt, dass sie seit über einem halben Jahrhundert nach einer Lösung sucht. Eine Suche, die heute genauso am Anfang steht, wie vor 50 Jahren. Egal wie man das hochrechnet - deine Aussage bestätigt es nicht. Wäre man Optimist, könnte man hoffen, dass nächstes Jahr endlich eine Lösung gefunden wird. Aber derartige Hoffnungen wurden schon 50 mal enttäuscht und es gibt keinen Anlass anzunehmen, dass das ausgerechnet dieses Mal anders wird.
Windkraft ist ganz gut, nur hat man keinen konstanten Sromfluss, halt nur wenn es windig ist.
Windig ist es oft, mehr als oft genug.
Die Energie zu Speichern ist ja auch noch ein Problem. Wasserspeicherwerke oä gibt es halt nicht genug.
'türlich gibt es nicht genug, solange die damit beschäftigt sind, die hohe Grundlast von AKWs irgendwie nutzbar zu machen.
Außerdem muss man extrem viele WKAs aufstellen um ein Kraftwerk zu ersetzten.
Ein Kraftwerk hat beipielsweise 800MW, eine WKA höchstens 2-2.5 MW, so muss man 400 WKAs aufstellen, die auch noch 100% ausgelastet sein müssen.
Aktuelle WKA leisten 5-7,5 MW, ergibt ein Feld von 20x10 Anlagen für deine Rechnung.
Wer will die Kosten für den Einkauf von Strom tragen?
Was für Einkauf? Erstmal gehts um nicht-Verkauf. Und ansonsten: Vorraussichtlich die Gleichen, der die Kosten für Endlagerung&Co trägt. Alle.
Im übrigen, mal eben Strom 1000-5000km zu leiten funktioniert nur unter massiven Verlusten. Das ist schlichtweg utopisch und nicht praktikabel. Wiederstände der Kabel, die Dicke der Kabel u.s.w.! ICh glaube du hast keine Vorstellung davon wie riesig der Aufwand wäre, wie hoch der Verlust u.s.w.!
Laut Wiki liegen die Verluste einer 800kV Höchstspannungsleitung bei ca. 0,5% über eine Strecke von 100 km. Für 5000 km macht das 22% Gesamtverlust - unschön, aber annehmbar. Im Vergleich zum Wirkungsgrad einer thermischen Maschiene (z.B. Dampfturbinen in AKWs) schon direkt gut. Und es ist ja auch nicht, so dass der Strom non-Stopp die ganze Strecke fließen muss, schließlich liegen weitere Kraftwerke dazwischen und unterm Strich zählt in einem Verbundnetzt die durchschnittliche Entfernung zwischen Erzeuger und Verbraucher, nicht die maximale.