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Anthropogener Klimawandel mit kleiner Erklärung

Mahoy

Volt-Modder(in)
Ich habe keine Ahnung, was dir Absatz sein soll, außer dem ersten Satz nach zu urteilen ein Angriff. Noch einmal meine Aussage in Kurzfassung: "Nein, ich habe auch keine zuverlässige Statistik zum Anteil nicht heimischer Zutaten in veganer und omnivorer Küche. Ich stelle aber fest, dass mir zufällig begegnende, das heißt insbesondere weit verbreitete, vegane Rezepte sehr viel öfters exotische Hauptzutaten enthalten und dass es auch logisch wäre, wenn eine Küche die einen Teil der heimischen Zutaten ausschließt und kaum auf traditionellen Grundlagen aufbauen kann, zum erreichen einer gewissen Vielfalt wesentlich eher gewzungen ist, sich global zu bedienen."

Der Anteil ist an diesem Punkt meiner Meinung nach auch gar nicht von Bedeutung. Vegane Ernährung verlangt nach vollkommenem Verzicht auf tierische Bestandteile, unabhängig von deren Umfang und Typ. Also sind auch pflanzliche Bestandteile der Ernährung unabhängig von Umfang und Typ zu behandeln. Die bloße Präsenz diskutabler bzw. fragwürdiger Komponenten genügt, um dahinter dasselbe Fragezeichen zu setzen wie hinter omnivore Ernährung.

Oder man geht eben doch ins Detail und stößt auf ein paar sehr auffällige Diskrepanzen. Zu den beliebtesten und regelmäßig empfohlenen veganen Zutaten gehören (in alphabetischer Reihenfolge, nicht nach Menge oder Beliebtheit sortiert) Amarant, Hirse, Quinoa und Reis.
All diese Gruppen/Sorten werden wenig bis gar nicht in Deutschland oder auch nur Europa angebaut und haben dementsprechend lange Wege hinter sich, bevor sie in veganen Küchen Deutschlands landen. Nur ein Bruchteil davon ist fair gehandelt, Manches wird unter ökologisch und menschlich fragwürdigen Bedingungen angebaut. Bei Trendsorten wie Quinoa mit sehr begrenzten und/oder ökologisch sensiblen Anbaugebieten führt die steigende Nachfrage zu Raubbau zwecks Schaffung zusätzlicher Anbauflächen und/oder er wird der dortigen Ernährung entzogen, weil der Export einfach lukrativer ist.

Wenn ich morgens meinen Joghurt aus Milch von Freiland-Kühen mit einem Ei von glücklichen Hühnern verzehre und dies mit einem Bio-Apfel aus der Region abrunde, fällt es mir schwer, mich schlechter zu fühlen als jemand, der seine veganes Frühstück aus Quinoa-Hirse-Brei mit allerlei Südfrüchten vertilgt und mit einem Schluck Soja- oder Mandelmilch herunterspült

Garantiert wird es Veganer geben, die bewusst darauf achten, lokale Produkte aus ökologischem Anbau zu nutzen. Da sie aber lediglich den rein pflanzlichen Teil der ohnehin begrenzten Bandbreite dieser Produkte nutzen, sind für eine vollwertige Ernährung oft Kompromisse nötig, also abweichend von ökologisch-lokal und/oder die Nutzung von Nahrungsergänzungsmitteln, deren Herkunft/Produktion womöglich ebenso fragwürdig ist wie der Punkt, ob Sinn und Zweck sein kann, dass eine vorgeblich gesunde Ernährung überhaupt Ergänzungsstoffe benötigt.
Manche werden es wiederum auch ohne Kompromisse schaffen. Das sind dann allerdings Privilegierte, die Zugang zu einer lokal-ökologischen Bandbreite haben, die Anderen aufgrund ihres Einkommens oder der örtlichen Diskrepanz zwischen Populations- und Produktionsdichte verwehrt bleibt.

Das gilt selbstverständlich auch für mich und meinen vergleichsweise guten Zugang zu lokal-ökologischen Flexitarier-Futter. Aber ich verzichte eben nicht auf Optionen aus ideologischen Gründen, wenn dies dem von mir rational und emotional angestrebten Ideal sogar widerspricht.
 

wuselsurfer

Kokü-Junkie (m/w)
und schlimmstenfalls die heilige Kuh des unbegrenzten, ständigen Wachstums schlachten werden
Das Mehrwertgesetz c+v = c+v+m ist dem Kapitalismus systemimmanent.
Wenn man das m (=Mehrwert) wegnimmt, stürzt das ganze Gebilde zusammen.

Und wenn man nicht unbegrenzt wächst, fällt m weg.

Mann könnte Versuchen die Wege des Kapitals einzuschränken, aber die Regierung tut rein gar nichts in diese Richtung der Bankenregulierung.
Die Finanztransaktionssteuer war ganz schnell vom Tisch, aber ich als kleiner Einzelhändler zahle zig andere Steuern?

Nee, das wird in diesem System nicht passieren.
 

tdi-fan

Software-Overclocker(in)
@Mahoy Wenn du zum Frühstück Erbsenmus und einen Kaffee mit Hafermilch zu dir nimmst, aber dann zur Arbeit mit einer E-Klasse mit Volllederausstattung fährst, und einen Pulli aus Merinowolle trägst, dann ernährt man sich zwar pflanzlich, hat aber nicht das geringste etwas mit Vegan zutun. Veganismus ist eine Lebenseinstellung, die sich nicht bloß auf die Ernährung reduziert.

Übrigens hatte ich gestern Abend im ÖR eine Reportage über die Komposttonne gesehen, welche in einer niedersächsischen Großstadt vom Ordnungsamt (vor Abholung) kontrolliert wurden. Nun ratet mal was darin noch so zu finden war, und das nicht zu wenig; sehr häufig noch den gelben Sack mit reingestopft, Altöl, Bauschutt etc. Und das bei gut jeder zweiten Biotonne. Wer soll das denn sortieren? Wer soll das denn verarbeiten?
Und genau aus diesem Grund, sträuben sich mein Vater und ich, Kompost zu streuen, modernste Technik haben wir. Der Städter, macht im Netz den Umwelt-Larry, aber im Reallife ist es genau andersrum.
Für so ein Handeln, sollten hohe Geldstrafen verhängt werden, und jedem auferlegt werden, die Scheizze selbst nochmal neu zu sortieren, unter Aufsicht.
 
Zuletzt bearbeitet:

Mahoy

Volt-Modder(in)
Wenn du zum Frühstück Erbsenmus und einen Kaffee mit Hafermilch zu dir nimmst, aber dann zur Arbeit mit einer E-Klasse mit Volllederausstattung fährst, und einen Pulli aus Merinowolle trägst, dann ernährt man sich zwar pflanzlich, hat aber nicht das geringste etwas mit Vegan zutun. Veganismus ist eine Lebenseinstellung, die sich nicht bloß auf die Ernährung reduziert.
Und genau das halte ich für diskutabel. Meiner Beobachtung nach ist Veganismus in der Breite eher ein Trend und die Basis dafür, sich notfalls auch gegen die Faktenlage besser zu fühlen und sich ein Einzelfällen als moralische Instanz aufspielen zu können, während nur ein kleiner (oder doch zumindest stiller) Teil tatsächlich ernsthaft und ein noch kleinerer Teil auch *wirksam* das Ideal lebt.

Und das ist nur die Seite des Wollens. Wie nun schon in mehreren Beiträgen dargelegt, gibt es auch noch die praktische Seite und jede Lebenseinstellung kann nur in der Grenze des Machbaren agieren. Der Vorbildcharakter einer idealistischen Lebenseinstellung, die von Etlichen nur oberflächlich gelebt wird und von Vielen gar nicht gelebt werden könnte, egal wie sehr sie auch wollen, und die punktuell Dinge sogar schlimmer macht, ist als universelles Vorbild zumindest fraglich.

Daher gilt aus meiner Sicht immer noch das, was ich bereits ziemlich zu Anfang schrieb: Veganismus ist zweifesohne hilfreich, wo und für wen und und in welchem Umfang er funktionieren kann. Aber ihn zu forcieren, wenn das nicht der Fall ist, geht garantiert nach hinten los.


Und genau aus diesem Grund, sträuben sich mein Vater und ich, Kompost zu streuen, modernste Technik haben wir. Der Städter, macht im Netz den Umwelt-Larry, aber im Reallife ist es genau andersrum.
Ich meiner Verwandtschaft gibt es etliche Kleinbauern und bin daher absolut bei dir.

In meiner Ecke gibt es keine Tonne für Bio-Abfälle trotz Nachfrage im Umland. Daher wünsche ich mir manchmal, es würden welche aufgestellt ... Aber auch nur so lange, bis ich wieder einmal mit der Nase darauf stoße, dass viele Leute schon unfähig sind, Papier-, Plastik- und Restmüll vernünftig zu trennen. Was dann im Bioabfall landen würde, wäre nicht nur logistisch unsortierbar, sondern würde diesen vermutlich auch oftmals vergiften und damit für die Kompostierung und erst recht als Tierfutter unbrauchbar machen.
 

Eckism

Volt-Modder(in)
Sooo schlimm bin ich nun auch nicht. Die Panade ums Schnitzel und der Soßenbinder für die Soße zum Schweinebraten sind bis auf das Ei rein pflanzlich.
 

Mahoy

Volt-Modder(in)
Wie schon geschrieben, man kann sich auch komplett vegan von Kartoffelchips und Schnaps ernähren.
Nur beispielsweise Wodka wäre zu vermeiden, falls mittels Milch gefiltert. Aber Whisky und Rum und so sind in aller Regel kein Problem. Und obwohl ich persönlich eher für Rum zu haben bin, wäre Whisky für deutsche Veganer vorzuziehen, weil Deutschland immerhin der drittgrößte Lieferant für die benötigte Gerste ist. Natürlich müsste der Whisky auch in Deutschland destilliert sein ... Da muss man dann halt durch für eine ausgewogene und sowohl ökologisch als auch ethisch vorbildliche Ernährung! :D
 

DKK007

PCGH-Community-Veteran(in)
Mal sehen, wann DUH auch in Deutschland die ersten Nachweise für Tote durch Luftverschmutzung bringt.

 

kampfschaaaf

PCGHX-HWbot-Member (m/w)
Natürlich wird gegen Ende der Eiszeit das Eis verschwinden, das im Meer gebundene CO2 verstärkt freigesetzt und die normale Warmzeit beginnt.
Methan und Wasserdampf sind die ultimativen Treibhausgase. Unser dazugewurschteltes CO2 beschleunigt das nur ein wenig. Die Warmzeit kommt auch ohne uns.
Das wird Gaia, nicht verbrannte Erde. Im Übergang zur Warmzeit wird wahrsch. sogar die Sahara wieder grün, weil durch das Erwärmen der Meere mehr abregnen muß. Das dauert.
Das ist hier ganz schön ideologisch, wie hier diskutiert wird.
 
Zuletzt bearbeitet:

Threshold

Großmeister(in) des Flüssigheliums
Natürlich wird gegen Ende der Eiszeit das Eis verschwinden, das im Meer gebundene CO2 verstärkt freigesetzt und die normale Warmzeit beginnt.
Normaler Weise hätte es kälter werden müssen, ist es aber nicht.
Weil der Menschen gemachter Klimawandel die Temperatur erhöht hat und das ist keine Meinung sondern wissenschaftlich belegter Fakt.
 

kampfschaaaf

PCGHX-HWbot-Member (m/w)
Nö. Hat er nicht. Zudem hatten wir zu Warmzeiten auch schon 2% CO2 und nicht nur nullkomma. Und das ohne, daß die Erde in spontaner Selbstentzündung zur Sonne wurde.
Wir könnten uns jetzt gegenseitig mit Quellenangaben bombardieren und der jeweils Andere würde aber bei seiner Meinung bleiben. Mich nerven die durch Ideologen bezahlten Studien, von denen es inzwischen mehr gibt, als echte Unabhängige. Aber da steckt so viel Geld dahinter, daß einem schlecht werden kann.
Nix für Ungut,
kampfschaaaf
 
Zuletzt bearbeitet:

Mahoy

Volt-Modder(in)
Natürlich wird gegen Ende der Eiszeit das Eis verschwinden, das im Meer gebundene CO2 verstärkt freigesetzt und die normale Warmzeit beginnt.
Methan und Wasserdampf sind die ultimativen Treibhausgase. Unser dazugewurschteltes CO2 beschleunigt das nur ein wenig. Die Warmzeit kommt auch ohne uns.
Den Planeten interessiert es ja auch nicht, ob irgend ein Mensch bei gesunder Lebensweise als fitter 80jähriger oder als verfetterter 60jähriger Halbinvalide mit Raucherlunge stirbt, aber den unmittelbar Betroffenen vielleicht schon.
Das mit der Warmzeit ist wie mit dem Tod - er kommt bestimmt, aber die meisten Menschen haben trotzdem ein Interesse daran, sein Nahen nicht zu beschleunigen.

Gerechnet auf die Zeiträume, in denen sich natürliche Warm- und Kaltzeiten abwechseln (und auf deren Stärke), leistet der menschliche Beitrag am Kilmawandel womöglich (Auch darüber könnte man streiten, es ist aber für meine Argumentation nicht relevant ...) tatsächlich nur einen geringen Beitrag, jedoch ist es für die für uns erlebbaren Zeiträume durchaus erheblich, ob es zwei/drei Generationen oder auch nur 20/30 Jahre früher oder später richtig ungemütlich wird und wie ungemütlich es wird.

Das ist alles Zeit, in der man sich auf das Unvermeidliche vorbereiten kann. Und deshalb sollte man alles Menschenmögliche unternehmen, um sich mehr Zeit zu verschaffen.
 

RyzA

PCGH-Community-Veteran(in)
Hab doch geschrieben, daß wir das ein wenig beschleunigen mögen.
Naja, aber so ein kleiner Teil ist das auch nicht.
Ich brauche keinen SUV. Die Dinger sind für die Meisten Unsinn.
Ok. Ich kenne welche die kaufen sich so einen Wagen nur aus Protest.
Wenn geraten wird einen sparsamen Wagen zu fahren, kaufen die sich extra einen Spritfresser.
Weil die Erderwärmung ja nichts mit dem Menschen zu tun hat.:schief:
 

Threshold

Großmeister(in) des Flüssigheliums
Mich nerven die durch Ideologen bezahlten Studien, von denen es inzwischen mehr gibt, als echte Unabhängige. Aber da steckt so viel Geld dahinter, daß einem schlecht werden kann.
Geld? Was für Geld denn?
Den Quatsch mit dem Geld lese ich ständig. Werde doch mal konkreter.
Aramco macht 100 Milliarden Dollar Gewinn pro Jahr.
Gazprom macht 24 Milliarden Dollar Gewinn. Exxon 14 Milliarden.
Wie viel Gewinn macht denn so ein Windpark?
 

ruyven_macaran

Trockeneisprofi (m/w)
Wir könnten uns jetzt gegenseitig mit Quellenangaben bombardieren und der jeweils Andere würde aber bei seiner Meinung bleiben.

Die einen werden bei Meinungen bleiben.
Die anderen bei Fakten.


Gerechnet auf die Zeiträume, in denen sich natürliche Warm- und Kaltzeiten abwechseln (und auf deren Stärke), leistet der menschliche Beitrag am Kilmawandel womöglich (Auch darüber könnte man streiten, es ist aber für meine Argumentation nicht relevant ...) tatsächlich nur einen geringen Beitrag, jedoch ist es für die für uns erlebbaren Zeiträume durchaus erheblich, ob es zwei/drei Generationen oder auch nur 20/30 Jahre früher oder später richtig ungemütlich wird und wie ungemütlich es wird.

Im Vergleich zu einem kompletten Umschlag von Kalt- in Warmzeit ist unser direkter Input tatsächlich verschwindet gering. Aber bislang kennt man auch überwiegend nur Mechanismen, die den Wechsel beschleunigen. Und keinen einzigen natürlichen Auslöser, der aktuell gegeben wäre. Zu behaupten, dass der aktuelle Klimawandel somit etwas vollkommen natürliches und nicht vom Menschen veursacht wäre, ist in etwa so "richtig" wie die Aussage "ein Mörder hat mit dem tödlichen Schuss gar nichts zu tun, der Input vom Abzug ist nichts im Vergleich zur Treibladung". :wall:
Und wenn man sich anguckt, welche Arten während der letzten heißen Periode die Erde bevölkert haben und es heute nicht mehr tun beziehungsweise welche es heute tun, die es damals nicht gab, dann trifft auch das andere Ende der Schuss-Analogie die Sache ins Herz bzw. uns in unserer Lebensgrundlage.
 
TE
D

DAU_0815

Guest
Nö. Hat er nicht. Zudem hatten wir zu Warmzeiten auch schon 2% CO2 und nicht nur nullkomma. Und das ohne, daß die Erde in spontaner Selbstentzündung zur Sonne wurde.
Ich kann Dir auch ins Knie schießen und die Erde würde keine spontane Selbstentzündung zur Sonne haben. Nach Deiner Logik wäre es also völlig problemlos, so zu handeln? Das sehe ich anders und würde auch nie auf die Idee kommen, so etwas zu machen.

Dem Leben auf der Erde ist der Klimawandel völlig egal. Die Evolution wird es richten, der Tod des einen macht Platz für die Andere. Aber uns Menschen kann es nicht egal sein, wenn uns die Existenzgrundlage unter den Füßen weggezogen wird.

Man muss es positiv sehen. Haben sich die Menschen erst einmal selber ausgerotten, machen Sie Platz für neue, vielleicht intelligente und vernunftbegrabte Spezien. Glücklich bin ich mit diesem Zustand nicht, denn mit einer nicht geringen Anzahl von Menschen könnte man wirklich sinnvolle Dinge machen. Mit den meisten aber leider nicht. Deren Intelligenz endet am Brett vor dem Kopf, deren Habgier ist unermesslich und deren Egoismus schreiend.

Wie viel Gewinn macht denn so ein Windpark?
Fantastillionen! Aber lies selber.
 

Sparanus

BIOS-Overclocker(in)
Die Diskussion ist müßig und man kann den Klimawandel komplett aus der Diskussion um die Maßnahmen streichen.

Verbrenner? Öl? Alleine schon Geopolitisch richtiger Mist, die lokalen Emissionen existieren auch etc
Auch Batterieautos werden Stau verursachen und so weiter.
 

Eckism

Volt-Modder(in)
Oder hast du dir auch schon aus Protest einen dicken SUV gekauft? :schief:
Also das mit diesen SUV hab ich ja noch nie verstanden...
Der Opel Mokka mit Euro 6 1,2 Litermotörchen ist ne Umweltsau und mein zartes Euro5 3 Liter Diesel Motörchen ist supi, weil der in nem Kombi steckt?
Mir soll es ja recht sein, meine Eltern werden ihren Euro6 SUV wohl verkaufen und mein Umweltfreundliches Auto weiternutzen...aber verstehen tu ich das trotzdem nicht.
 

RyzA

PCGH-Community-Veteran(in)
Also das mit diesen SUV hab ich ja noch nie verstanden...
Der Opel Mokka mit Euro 6 1,2 Litermotörchen ist ne Umweltsau und mein zartes Euro5 3 Liter Diesel Motörchen ist supi, weil der in nem Kombi steckt?
Mir soll es ja recht sein, meine Eltern werden ihren Euro6 SUV wohl verkaufen und mein Umweltfreundliches Auto weiternutzen...aber verstehen tu ich das trotzdem nicht.
Es mag sein das es da Ausnahmen gibt. Aber meines Wissens verbrauchen die im Schnitt mehr.
 

Mahoy

Volt-Modder(in)
Der Opel Mokka ist ein sogenannter "Kompakt-SUV". Das ist ein Euphemismus der Autoindustrie für "Kleinwagen oder knapp darüber, mit genug überflüssigem Material dran, damit er aussieht wie ein SUV".

Und für das, was der Mokka in jeglicher Kategorie bietet, sind die Verbrauchswerte unterirdisch. Klarer Fall von Style over substance, wie bei den größeren Brüdern.

Wenn ein SUV bereits ein Geländewagen-Fake ist, wie muss man dann ein Fake vom Fake bewerten? - Eben.
 

Eckism

Volt-Modder(in)
Es mag sein das es da Ausnahmen gibt. Aber meines Wissens verbrauchen die im Schnitt mehr.
Mir gehen die Teile auch total aufn Keks, man sieht dahinter nix und sind lahm.
Ich verstehe aber auch die meisten Leute, die sich so ein Ding kaufen, ältere Leute fallen in mein Auto rein und schälen sich anschließen 5 Minuten lang wieder raus.
Und die meisten SUV haben nicht mehr als ein 2 Litermotörchen und werden von Leuten gefahren, die eh nicht schnell unterwegs sind, von daher ist das generelle SUV-gehate völliger Quatsch, nur weils auch Leistungsstarke SUVs gibt...gibts bei Kombis auch, bei Limosinen, bei Kleinwagen, bei Kompaktsportwagen usw.
 

Albatros1

Freizeitschrauber(in)
Im Prinzip müßten wir mehr Augenmerk auf die Vorbereitung einer Temperaturveränderung legen statt auf eine Begrenzung die wir so schnell gar nicht erreichen können. Noch haben wir eine zu sehr egozentrische Sichtweise auf kommende Probleme.
Die bisherigen Maßnahmen sind häufig mit wirtschaftlichen Interessen und erhöhtem Ressourcenverbrauch verbunden. Ebenso meist international gar nicht umsetzbar.
Wir haben teilweise ein abschreckendes Beispiel geliefert oder relativ wenig erreicht. Trotz hohem Einsatz an Kapital, Verwaltung und schwer handhabbaren Regelungen.
Nur weil etwas logisch klingt oder populär ist muß es nicht sinnvoll sein.
 

ruyven_macaran

Trockeneisprofi (m/w)
Es mag sein das es da Ausnahmen gibt. Aber meines Wissens verbrauchen die im Schnitt mehr.

Eckism hat bereits in früheren Diskussionen mehrfach betont, dass umweltschonendes Fahren nicht seine Stärke ist. Nur weil ein SUV weniger verbraucht, als seine Karre, heißt das also noch lange nicht, dass das SUV wenig verbraucht. :) Vernünftige Benziner sind sowieso nicht PSAs Stärke und Opel insbesondere ist zuletzt mit eher hohen Verbräuchen aufgefallen. Wenn man das dann noch als SUV verpackt... ... kann man eigentlich immer noch nicht den Verbrauch des Mokka erklären. Der ursprüngliche C4 Cactus 110 war performanter, ebenfalls mit robustem Äußeren gesegnet, hat trotz 7 Jahre älterer Technik das gleiche verbraucht und trotzdem noch etwas mehr Transportleistung geboten.

Anyway: Der nagelneue 100 PS Mokka B wird mit 4,6 l auf 100 km angegeben und kann 2 Personen + 1105 l Ladung in 10,6 s auf 100, maximal auf 188 bringen. Leider ist es unmöglich, ein Vergleichsobjekt zu finden, dass den gleichen Nichtnutzwert auf ebenfalls 4,2 m Länge aerodynamisch unterbringt – vom Platzangebot und Leistung spielt der Mokka in etwa in der Klasse eines A2, aber der war 45 cm kürzer. Ähnliches gilt für die nur wenig engeren VW up & Co. In dieser Klasse baut einfach niemand Reisewagen, sondern vor allem kleine Stadt-Autos, die nur Parkraum-effizient sind, aber meist einen miserablen cW-Wert haben. (Dank kleinerer Frontfläche dann oft den gleichen Luftwiderstand wie so ein ""Kompakt""-Crossover). Bliebe also höchstens das Umkehrprinzip: Wieviel mehr könnte man mit dem Aufwand bekommen, wenn man kein Opel SUV nimmt? Mit vier Jahre alter Technik z.B. einen Fabi Combi 1,0. Ist knapp 10 cm länger, 11 km/h flotter und eine Sekunde schneller auf Tempo und transportiert ein Drittel mehr Ladung, verbraucht aber gemäß Herstellerangabe 0,2 l weniger.
(Praxisverbräuche wären natürlich besser und fallen gerade bei SUVs wegen der miesen Aerodynamik schnell spürbar höher aus, liegen für einen nagelneuen SUV aber halt nicht vor.)
 

Eckism

Volt-Modder(in)
Der Opel Mokka war nur ein Beispiel. Zudem spielt die Höchstgeschwindigkeit bzw. Aerodynamik kaum eine Rolle, weil die SUV-Verbote ja hauptsächlich in Städten gefordert werden. Wenn, dann müsste man ein Maximalgewicht oder Leistungsbegrenzung in Innenstädten fordern...oder Maximalhöhe bei der Bodenfreiheit.^^
 

ruyven_macaran

Trockeneisprofi (m/w)
Bodenfreiheit haben vor allem die Crossover doch sowieso nicht. Bei meiner letzten Autosuche habe ich u.a. den alten GLA etwas näher angeguckt und der steht offiziell mit 134 mm da. Ist bei Mercedes zwar immer die Minimalangabe/Vollbeladen, sodass es normalerweise eher 160 mm sein werden, aber das ist kaum mehr als bei einem Kompakten Mazda 3 und weniger als bei manch kleinem Van (Scenic: 170 mm)

Bei SUVs in Städten geht es um den Platzverbrauch, schlechte Übersicht (für alle anderen Verkehrsteilnehmenr, aber auch im Nahbereich für den SUV-Fahrer selbst) und die Verletzungsgefahr bei Kollisionen mit Kindern, aber nicht um den Verbrauch. Dementsprechend sind Verbote auch praktisch unmöglich (wüsste auch nicht, dass die auf irgend einer beachtenswerten Ebene gefordert werden), weil sich SUVs in diesen Eigenschaften nicht von Lieferwagen unterscheiden. Dass sie trotzdem als Problem wahrgenommen werden, liegt an ihrer Anzahl: Lieferwagen nerven zwar auch zunehmend mehr Leute, aber SUVs gibt es 10-20 mal so viele. Und damit wird aus einer gelegentlichen Situation, die erhöhte Aufmerksamkeit erfordert, ein Dauerproblem. Man kann aber niemanden verbieten, einen SUV zu fahren, nur weil das seine 9 Nachbarn auch schon machen und 10 SUVs zu viel sind.

Muss man meiner Meinung nach auch nicht. Statt neuer, sinnloser Verbote einzuführen, muss man einfach mal die bestehenden, sinnvollen durchsetzen. Das heißt sofort abschleppen, wenn jemand über die Grenzen einer Parklücke hinausragt und sofort rauswinken und zur Nachprüfung schicken, wenn jemand unfähig ist, innerhalb seiner Spur zu fahren. Binnen kürzester Zeit würde kaum noch jemand Autos haben wollen, die zu breit und unübersichtlich für Innenstädte sind.

Aber: Das ist insgesamt nur ein kleiner Teil der SUV-Gegnerschaft. Die meiste Kritik an den Kisten hört man wegen der Ressourcenverschwendung und die schlägt nur eingeschränkt in der Stadt zu (viele nicht-SUV sind mittlerweile genauso übergewichtig), sondern auf der Autobahn. 15-30% Mehrverbrauch gegenüber einem Fahrzeug mit vergleichbarer (Transport-)Leistung, nur damit es "fett" aussieht, kann sich die Menschheit nicht mehr leisten.
 

Eckism

Volt-Modder(in)
Bodenfreiheit haben vor allem die Crossover doch sowieso nicht. Bei meiner letzten Autosuche habe ich u.a. den alten GLA etwas näher angeguckt und der steht offiziell mit 134 mm da. Ist bei Mercedes zwar immer die Minimalangabe/Vollbeladen, sodass es normalerweise eher 160 mm sein werden, aber das ist kaum mehr als bei einem Kompakten Mazda 3 und weniger als bei manch kleinem Van (Scenic: 170 mm)

Bei SUVs in Städten geht es um den Platzverbrauch, schlechte Übersicht (für alle anderen Verkehrsteilnehmenr, aber auch im Nahbereich für den SUV-Fahrer selbst) und die Verletzungsgefahr bei Kollisionen mit Kindern, aber nicht um den Verbrauch.
Ich hab mich noch nie so wirklich mit SUVs beschäftigt, dachte, die sind auch Hochbeinig.
Der Tucson von meinem Vater braucht weniger Parkfläche als mein Kombi, die wenigsten fahren einen Q7.

Mit der Verletzungsgefahr stimmt allerdings, wollte mir Anfangs so einen SQ7 TDI kaufen, aber da sieht man ja überhaupt nix vor sich, was nicht mindestens 1,7m hoch ist. Solche Dinger sollten wirklich verboten werden, da killt man ohne etwas davon zu ahnen.
 

ruyven_macaran

Trockeneisprofi (m/w)
Der aktuelle Tucson passt ohne angelegte Außenspiegel auch nicht auf einen normalen 2 m Parkstreifen und mit muss man schon gut die Mitte treffen. Da darf man sich nicht von einem "sind doch nur 10 cm mehr" täuschen lassen - ausgehend von 20-30 cm Spielraum haben überbreite Kisten mal eben nur noch halb so viel Reserven. Dass das schon lange kein SUV-exklusives Problem mehr ist, stimmt, aber die Quote der überbreiten Autos ist in dem Segment einfach größer und rein von der Beobachtung werden die Dinger viel häufiger schief/mit zuviel Abstand zum Bordstein abgestellt als "normale" Autos. Vermutlich weil sie so im Nahbereich so unübersichtlich sind.
 

Mahoy

Volt-Modder(in)
Was mich zusätzlich etwas stört, ist die psychologische Komponente. SUVs werden bevorzugt von Personen gewählt, die entweder unsicher im Straßenverkehr sind und sich mit etwas mehr Material rundherum und höherer Sitzposition sicherer fühlen, oder solchen, die darauf hoffen, dass der Nimbus der Stärke ihre eigene Unsicherheit überspielt oder gar kuriert. Also genau die Art Fahrer, die denkbar ungeeignet für ein Fahrzeug mit eingeschränkter Sicht im Nahbereich und erhöhtem Manövrieraufwand (und teilweise Übermotorisierung) sind.
Dass der Tiger im Tank nicht hilfreich ist, wenn ein Esel am Steuer sitzt, hat sich ja bereits herumgesprochen. Nacktmulle im Wolfspelz sind allerdings auch nicht besser.

Die Statistik war und ist dann auch eindeutig, was die Lobby natürlich nicht davon abgehalten hat, zumindest fleißig Zweifel an selbiger zu säen.
Mein "Lieblings"-Argument ist dabei, dass die Zahl der SUVs ja viel stärker zugenommen habe als die Zahl der Unfälle mit selbigen. Dass Fahrzeuge der selben Klasse im selben Zeitraum verstärkt mit Assistenzsystemen ausgestattet wurden, um sowohl den typenspezifischen und menschlichen Makel einigermaßen zu kompensieren, während gleichzeitig das Portfolio zunehmend um "Kompakt-SUVs" erweitert wurde, wurde dabei gekonnt übersehen.
Auch den Umstand, dass andere Fahrzeugklassen bei mehr Zulassungen eine viel geringere bis gar keine Erhöhung der Unfallzahlen aufweisen, hat man bei den Gegenargumentationen wohlweislich ausgeklammert.

Gut, das hat jetzt nichts mit der Umweltbelastung zu tun, zeigt aber, dass SUVs und SUV-artige in jeder Kategorie in die falsche Richtung gehen. Wenn sich Befürworter darauf beschränken müssen, die Nachteile kleinzureden, ohne Vorteile benennen zu können, ist der Drops im Prinzip gelutscht.
 

Eckism

Volt-Modder(in)
Diese miese Klimaerwärmung, wir haben wohl schon auf durchgehenden Sommerbetrieb umgestellt...kaum fällt ne Flocke Schnee ist Chaos pur in Deutschland. :lol:
 

Mahoy

Volt-Modder(in)
Diese miese Klimaerwärmung, wir haben wohl schon auf durchgehenden Sommerbetrieb umgestellt...kaum fällt ne Flocke Schnee ist Chaos pur in Deutschland. :lol:
War doch schon immer so. Der alte Witz lautet:

Treffen sich zwei Schneeflocken auf dem Weg nach unten.
Sagt die eine zur anderen: Na, wohin geht's?
Nach Österreich zum Wintersport. Und du?
Nach Deutschland, Chaos anrichten.
 

Eckism

Volt-Modder(in)
Guck Dir das in den Nachrichten doch mal an...da liegen 2cm Schnee und keine Straßenbahn, Zug oder Bus fährt mehr.
Bei uns das gleiche, Kein Zug weit und breit...bei kaum messbaren 3 cm Schnee. :ugly:
Mich stört das ja nicht, aber es ist für die Leute, die drauf angewiesen sind echt lächerlich...der Winterdienst ist hier im übrigen auch raus, scheint denen zu kalt zu sein. Der Schnee auf der Straße ist eine richtig geil festgefahren Eisfläche, mal sehen, was das morgenfrüh wird, optimalerweise wohne ich in einem Talkessel und muss auf jedenfall erstmal Berghoch.:daumen:
 

ruyven_macaran

Trockeneisprofi (m/w)
Driften macht Spaß :)
Temperaturen ein Stück unter Null sind für Anfang Februar jedenfalls keine Seltenheit (und ohne Klimawandel wären sie die Regel), kommt halt nur selten vor dass wir gleichzeitig Niederschlag haben. (Leider. Ich mag Schnee. Aber stattdessen bekommt man ja fast nur noch "unter 0 und trocken" oder "über 0 und Regen", also Herbstwetter.)
 

Eckism

Volt-Modder(in)
Driften macht aber nur Spaß, wenn der Frontspoiler nicht permanent in Eisplatten hängt...ich fahr schließlich keinen Geländewagen oder SUV. Kalt und trocken ist auch ok, kalte Luft macht mehr Leistung beim Auto und durch die Trockenheit kann man die auch nutzen. Und ich kann meinen ollen Honda fahren, der steht momentan traurig und Schneebedeckt aufn Parkplatz.
 
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