AMD hat sich im Zuge der missglückten Treiber-"Veröffentlichung" immerhin genauer als zuvor zur erwartenden Mehrleistung durch Mantle geäußert. Demnach
profitieren grafisch aufwendige Szenen, die durch die
GPU-Leistung begrenzt werden,
so gut wie gar nicht. AMDs Marketing-Abteilung spricht etwa von einem zu erwartenden Performance-Zuwachs von
2,7 Prozent (1920×1080 Pixel) beziehungsweise
1,4 Prozent (2560×1600 Pixel) in Battlefield 4, sofern man die Ultra-Detailstufe mit einer Radeon R7 260X und einem schnellen Intel Core i7-4960X nutzt....Wird die 3D-Szene allerdings
durch den Hauptprozessor begrenzt, könne Mantle einen Performance-Vorsprung von rund
40 Prozent herausholen. Diese Zahl geht auf ein System mit einem – im Vergleich zu aktuellen Intel-CPUs –
langsamen Kaveri-Prozessor A10-7850K zurück, der mit der High-End-Grafikkarte Radeon R9 290X gepaart wurde. Zum Vergleich: Selbst der im August 2010 veröffentlichte Intel Core i5-760 ist laut dem Multi-Core-Test in Cinebench R11.5 knapp 8 Prozent schneller als AMDs jüngst vorgestelltes Kaveri-Spitzenmodell A10-7850K (3,91 zu 3,63 Punkte)....Derweil hat der für Battlefield's Frostbite-Engine verantwortliche technische Direktor Johan Andersson (
Interview zu Mantle) in einem
Blog-Beitrag eigene Messungen veröffentlicht. Demnach läuft Battlefield 4 auf einem A10-7850K bei mittleren Detaileinstellungen und
1280×720 Bildpunkten im Mantle-Modus
14 Prozent schneller als unter DirectX 11 (43 zu 37,6 fps). Auf einem Multi-GPU-System mit
zwei Radeon R9 290X schreibt man Mantle sogar einen Performance-Vorteil von
58 Prozent zu – allerdings hat sich Andersson auch hier eine
CPU-limitierte Szene herausgepickt, die von der via Mantle erreichbaren höheren Zahl von Draw Calls profitiert.