Bester_Nick
Lötkolbengott/-göttin
Ja, ihr seid echte Helden, so wie ihr euch hier gegenseitig die Eier schaukelt. 


Die Krim wurde im Rahmen einer militaerischen Aktion abzeichenloser Soldateska zum Staatsgebiet der Russischen Foederation. Falls Du vergleichbare Faelle in der juengeren Vergangenheit kennst - immer her damit. Ansonsten glaenzt das Szenario durch Einzigartigkeit und ist auch absolut sanktionswuerdig.
Davon abgesehen, ist das (D)eine Meinung - als solche etikettierst Du es ja auch selbst - aber eben kein Argument fuer oder gegen etwas. Du bleibst es im Gegenteil schuldig zu erklaeren, ob Du das russische Verhalten nun tolerierst oder nicht: in dem Fall muesstest Du es allen andere auch zugestehen. Umgekehrt muesstest Du, wenn Du es nicht gutheisst, Russland als Aggressor geisseln. Du tust weder das Eine noch das Andere - Du hast Dir ein gegen jeden Sachvortrag immunisierendes "Doppelmoral"-Schild gemalt und machst es Dir dahinter gemuetlich. Das macht vielleicht Spass, bringt aber eine Diskussion ueber die "aktuelle Entwicklung in der Ukraine" - und um die ging es hier irgendwann mal - nicht wirklich voran.
Was hat die Euro Pleite mit Krieg zu tun?
Hat Putin Recht gebrochen? Ja.
Hat Putin gelogen? Ja
...
Ist die Härte der Sanktionen und höhe Strafen entsprechend gerechtfertigt? Nein
Könntest du näher ausführen, wieso ein paar lasche Import/Exportbeschränkungen, die nicht einmal die Haupteinnahmequellen des jeweiligen Landes betrefen, deiner Meinung nach nicht gerechtfertigt sind, wenn dieses Land militärische Eroberungen mit getarnten Einheiten durchführt und sich danach auch noch damit brüstet?
Ist immer ein Bruch so ziemlich aller internationalen Rechtssysteme, von der Hager Landkriegsordnung bis zum modernen Völkerrecht, und das mit der öffentlichen Ankündigung, sein Verhalten auch in Zukunft nicht bessern zu wollen. Diesseits von systematischen Massenmord fällt mir kaum eine schwerwiegendere Kategorie ein, in der über Sanktionen zu sprechen wäre.
Könntest du näher ausführen, wieso ein paar lasche Import/Exportbeschränkungen, die nicht einmal die Haupteinnahmequellen des jeweiligen Landes betrefen, deiner Meinung nach nicht gerechtfertigt sind, wenn dieses Land militärische Eroberungen mit getarnten Einheiten durchführt und sich danach auch noch damit brüstet?
Ist immer ein Bruch so ziemlich aller internationalen Rechtssysteme, von der Hager Landkriegsordnung bis zum modernen Völkerrecht, und das mit der öffentlichen Ankündigung, sein Verhalten auch in Zukunft nicht bessern zu wollen. Diesseits von systematischen Massenmord fällt mir kaum eine schwerwiegendere Kategorie ein, in der über Sanktionen zu sprechen wäre.

Ich bezog mich damit vornehmlich auf den Ausschluss aus den G7/8. Die ich für eine völlige Fehlentscheidung halte und die auch eine "Folge" von Putins Ukrainepolitik war.
Die wirtschaftlichen Sanktionen an und für sich sind ja schon bald vernachlässigbar und sollten bei solch einem Husarenstück schon sein.![]()

Ich bezog mich damit vornehmlich auf den Ausschluss aus den G7/8. Die ich für eine völlige Fehlentscheidung halte und die auch eine "Folge" von Putins Ukrainepolitik war.
Die wirtschaftlichen Sanktionen an und für sich sind ja schon bald vernachlässigbar und sollten bei solch einem Husarenstück schon sein.![]()
Verstehe. Den Ausschluss aus den G8 hätte ich gar nicht als Sanktion gezählt, als Reaktion war er aber quasi zwangsläufig. Die G7+ ist eine lockere, informelle Diksussionsplattform für Staaten, die zusammenarbeiten wollen. Was sollte Russland da noch? Die anderen wollten nicht mehr mit Russland zusammenarbeiten, da hätte ein Einladung zum nächsten Gipfel auch nichts gebracht.

Umgekehrt hat Russland sowohl die EU als auch die USA als Gegner definiert. Sogar in einem Maße, dass es militärische Handlungen gegen Drittstaten rechtfertigt, wenn diese zu eng mit der EU zusammenarbeiten wollen. Viel deutlicher hätte Putin seine Abneigung gegen eine enge Zusammenarbeit im Rahmen der G8 wohl nicht zum Ausdruck bringen können, oder?
Sieht man davon ab, dass er manchmal eine merkwürdige Vorstellung von internationaler Kommunikation hat (siehe auch seine Lügen rund um die Krim), würde ich den gesamten Ablauf sogar eher als einen Austritt denn einen Ausschluss Russlands aus der G7+-Gruppe betrachten.

Es wäre zumindest ein Zeichen dafür gewesen das man zu weiteren Gesprächen und Verständigung mit Russland bereit gewesen wäre. Statt dessen lief weitere Kommunikation eine Zeit lang sogar nur noch über die militärischen Stellen von NATO und Russland, während man auf politischer Ebene sowohl in Europa, als auch den USA fleißig geblockt hat. Natürlich aus "tiefster Entrüstung" über das frefelhafte russische Verhalten auf der Krim, das zwar wie gesagt in der Tat unhaltbar war, aber sicher nicht ein solch europäisches und amerikanisches Schmierentheater der gespielten Entrüstung über das begangene rechtfertigte.
Wo hat Russland Drittstaaten mit militärischen Handlungen gedroht wenn sie mit der EU zusammenarbeiten wollen?
Genauso kann ich mich nicht entsinnen das Russland die EU zum erklärten Feind gemacht hat, ehr war es doch anders rum, die EU hat nach der Anektion der Krim Russland zum Feindbild erklärt als man Russland als eine Gefahr für ganz Europa bezeichnet hat und alte sovjetische Feindbilder aus den Grüften getragen hat, womit man die russischen Handlungen prompt verlgich und entsprechend auch sofort eine neue mentale und politische Mauer des kalten Krieges meinte errichten zu müssen, sowie Militärausgaben drastisch aufstocken zu wollen.
Mir ist bis heute nur ein offizielle Feinderklärung bekannt und das ist die durch Putin an die NATO:
Kreml erklärt NATO zum Feind - The European
Hat man ja bei Jelzin gesehen. Kaum hat er das Land verscherbelt, waren die Beziehungen perfekt.
Jelzin hat so ziemlich alles falsch gemacht, was man so falsch machen kann.
Aber Putin hatte damals, als er Präsident wurde, gut angefangen. Er hatte Ideen und Vorstellungen.
Ich frage mich ja, was daraus geworden ist und wieso er heute so handelt,. wie er eben handelt?
Eigentlich bedauerlich.
Hmm...
Diplomatisch gab es zum Zeitpunkt des Ausschlusses keine Handhabe für Gespräche. Russland hat damals noch offiziell die Einmischung russischer Militäreinheiten abgestritten. Über was soll man gemeinsam sprechen, wenn der Gegenüber die Existenz des Themas leugnet? Das ist weniger als 0 Verhandlungsbereitschaft. Und bis heute hat Russland sich für diese Lüge nicht entschuldigt oder überhaupt nachträglich Position bezogen. Die meisten Informationen, die man die russische Regierung offiziell über diesen Militäreinmarsch veröffentlicht hat, war an das russische Volk gerichte Protzereien Putins.

Es ist schade, dass kein Dialog über die Angelegenheit stattfindet, aber solange Russland nicht offiziell anerkennt, dass es da es überhaupt etwas zu bereden gibt, können andere Nationen auch keine Gesprächsplattform anbieten.
Ich sprach nicht von gedroht (auch wenn man einige Militärmanöver nur so interpretieren kann).
Russland hat militärische Handlungen gegenüber der Ukraine vollzogen, als europaorientierte Kräfte die Kontrolle übernahmen.

Mir ist bis heute nur ein offizielle Feinderklärung bekannt und das ist die durch Putin an die NATO:
Kreml erklärt NATO zum Feind - The European
Wenn du was vergleichbares aus früheren Zeiten seitens der EU kennst: Nur her damit.
Aber bitte keine Äußerungen europäischer Politiker über ihre Sicht der Dinge mit einer offiziellen Erklärung verwechseln. Da gab es (aus naheliegenden Gründen) eine ganze Reihe, die sich negativ zu Russlands Verhalten geäußert haben und gerade Staaten, die an russisches Territorium grenzen, haben auch (zu Recht) Sicherheitssorgen zur Geltung gebracht. Das ist aber etwas anderes, als jemanden in der offiziellen Staatsdoktrin als Bedrohung und Gegner festzuschreiben.
Ja, hab ich doch schon immer gesagt, dass man mit Russland eine neue Nato hätte aufbauen müssen.
Dazu kommt die Wirtschaftspolitik der Eu und der USA, die ja nur für die Großkonzerne und den Finanzsektor ausgelegt ist.
Das Dilemma war halt, dass sich die USA als Gewinner gesehen haben, und dementsprechend dargestellt haben.
Und die EU war sich wie immer nicht einig, was sie machen sollen.
Richtig, hätte man machen müssen und sollen, hat man aber nicht da dies nicht denn Interessen der USA gerecht werden würde. Denn etwas anderes ist die NATO nicht, ein Interessenverband der primär die Interessen der USA und deren Sicherheitsvorstellungen und geopolitischen Interessen abdeckt und darauf ausgerichtet ist.
Im Grunde das gleiche wie beim Warschauer Pakt der das Gegenstück dazu auf sovjetischer Seite war und Primär auf die Sicherheitsinteresen und geopolitischen Interessen der Sovjetunion ausgerichtet war.
Ich denke mal, das beruht auf Gegenseitigkeit:
Hauptfeind Russland: Pentagon will Präsenz in Europa stärken | Telepolis
Jelzin hat so ziemlich alles falsch gemacht, was man so falsch machen kann.
Aber Putin hatte damals, als er Präsident wurde, gut angefangen. Er hatte Ideen und Vorstellungen.
Ich frage mich ja, was daraus geworden ist und wieso er heute so handelt,. wie er eben handelt?
Eigentlich bedauerlich.
Ach und deshalb hälst du es für besser wenn man auf politischer Ebene, statt eine Tür offen zu halten lieber alle Türen zuhaut und sagt, nä, mit euch reden wir nicht mehr?![]()
Oder was willst du da jetzt von Russland hören?
Ach wirklich? Warum hat Russland dann nicht schon 2005 "die Kontrolle übernommen"? Da waren mit der Regierung Tymoschenko schon mal pro europäische Kräfte an der Macht. Nach deiner Begründung hätte Russland da ja bereits intervenieren müssen.![]()
Und die NATO ist auch für Russland nach wie vor ein berechtigtes Feindbild, da die NATO ein Relikt des kalten Krieges ist das voll und Ganz auf die Interessen der USA und das sovjetische Feindbild ausgerichtet ausgerichtet ist.
), dann sind das der nahe Osten und der Mittelmeerraum. Die Schwerpunkte der USA erstrecken sich noch weiter über Arabien bis Pakistan und Ostasien mit Taiwan und Korea. Russland war für die Politik lange Zeit nichts anderes, als ein weiteres de facto Zweitweltland, mit dem "gute" Geschäfte machen konnte. Für das russische Militär haben vor dem Georgienkrieg doch allenfalls ein paar Ökos interessiert, wenn wieder Bilder der Atomflotte aus Murmansk um die Welt gingen...Es gibt natürlich keine Erklärung der europäischen Gemeinschaft als solches
Richtig, hätte man machen müssen und sollen, hat man aber nicht da dies nicht denn Interessen der USA gerecht werden würde.
Wenn ich mich recht erinnere, dann hatte Putin Ideen und Vorstellungen eines starken Russlands, dass unter seiner Führung seine Interessen bis weit über die Landesgrenzen durchsetzt. Und jetzt regiert er ein (im Vergleich zur Jelzinzeit) starkes Russland, dass seine Interesse auf fremdem Staatsterritorium durchsetzt. Wo siehst du da eine Veränderung zwischen damals und heute?
Mir ist bis heute nur ein offizielle Feinderklärung bekannt und das ist die durch Putin an die NATO:
Kreml erklärt NATO zum Feind - The European
Wenn du was vergleichbares aus früheren Zeiten seitens der EU kennst: Nur her damit.
Aber bitte keine Äußerungen europäischer Politiker über ihre Sicht der Dinge mit einer offiziellen Erklärung verwechseln. Da gab es (aus naheliegenden Gründen) eine ganze Reihe, die sich negativ zu Russlands Verhalten geäußert haben und gerade Staaten, die an russisches Territorium grenzen, haben auch (zu Recht) Sicherheitssorgen zur Geltung gebracht. Das ist aber etwas anderes, als jemanden in der offiziellen Staatsdoktrin als Bedrohung und Gegner festzuschreiben.