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Grestorn
Guest
Wieso muss nur Russland die Konsequenzen tragen? Und in wie fern genau lügen unsere Medien (in der Gesamtheit, nicht einzelne Publikationen)?
Wieso muss nur Russland die Konsequenzen tragen? Und in wie fern genau lügen unsere Medien (in der Gesamtheit, nicht einzelne Publikationen)?
Es gibt genügend westliche Mainstream-Medien, die die Sanktionen gegen Russland kritisieren. Ich persönlich halte sie aber für richtig. Denn meine persönliche Sicht der Dinge ist tatsächlich, dass Putin die Instabilität der Ukraine für den eigenen Vorteil nutzen wollte. Nahzu alles, was passiert ist, spricht dafür. Der humanistischen Einsatz um die arme Krim- und Ostukrainische Bevölkerung gegen den massenmordenden Poroschenko zu schützen, nehme ich einfach nicht ab, und auch nicht, dass uns die Medien diese Untaten der Ukrainischen Regierung (und zwar solcher, die VOR der militärischen Intervention Russlands und der sog. Rebellen stattgefunden haben) vorenthalten hat.
Ja, Janukowitsch wurde aus der Regierung geputscht. Im Gegensatz zu Dir halte ich aber hier den Einfluss der westlichen Mächte eher gering. Vorhanden, ohne Zweifel, aber nicht entscheidend. Der Impuls kam aus der eigenen Bevölkerung. Und die Ergebnisse der anschließenden Wahl geben dieser Sicht auch Recht.
Wenn jemand ein Recht auf einen Putsch hat, dann die Bevölkerung eines Landes. Nicht das Militär, nicht die Nachbar-Großmacht - aber wohl die eigene Bevölkerung. Wenn sie den Putsch anschließend durch eine demokratische Wahl legitimiert.
Was die MH17 angeht... Nun, Du bist sicher auch der Meinung, 9/11 ist vom CIA initiiert
und Deutschland ist weiterhin besetzt und nicht souverän, oder?
Insofern rentiert sich die Diskussion hier überhaupt nicht. Immerhin befindest Du Dich dann in guter Gesellschaft, am besten bewirbst Du Dich gleich beim ESC als Ersatz für Xavier.
Ja Russland handelt für eigenen Vorteile. Sofern das nicht im Einklang mit dem Völkerrecht ist, ist das zu kritiserien. Aber warum ist dieses Handeln nur bei Russland verwerflich?
Brechen die USA (und andere westliche Länder) bei der Durchsetzung ihrer Interessen nicht auch oft genug das Völkerrecht?
Warum diese unterschiedliche Bewertung?
Was ist Unrecht? Sich gegen Assad aufzulehnen? Gegen Gadaffi? Gegen Hitler?Trotzdem unterstütz durch den Westen. Und eine nachträgliche Wahl rechtfertigt kein vorhergehendes Unrecht.
Wenn die Regierung keine freie und unbeinflusste Wahl zulässt, dann ist dieser Weg versperrt. Das weißt Du natürlich auch selbst.Interessante Rechtsauffassung. Ich bin ja immer noch dafür, dass man einen Politiker der einem nicht passt, in einer ordentlichen Wahl abwählt und ihn nicht gewaltsam seines Amtes entfernt.
Wenn Deine Meinung von Demokratie ist, alleine die offiziellen Ergebnisse von Wahlen anzuschauen, dann unterscheidet sie sich zweifellos. Nach Deiner Sichtweise war dann auch die DDR eine lupenreine Demokratie und die Regierung legitim. Oder verstehe ich Dich falsch?Aber hier unterscheidet sich wohl unsere Definition über Demokratie.
Sondern?Die CIA hat durchaus in der Vergangenheit illegale Aktivitäten begangen um Interessen der US-Regierung durchzusetzten, das ist auch bewiesen.
Im Falle des 11. Septembers denke ich allerdings nicht, dass es eine von der CIA initierte Aktion ist.
Klar darf man das. Das Truppen fremder Staaten stationiert sind, gilt aber für fast alle Nato-Staaten. Das ist das Prinzip eines Militärbündnisses. Und ich bin SEHR froh, Teil eines solchen Bündnisses zu sein. Andernfalls wären wir bald das neue Ukraine.In Deutschland sind zweifelsohne Truppen fremder Staaten stationiert und deren Unterhalt dürfen wir (der deutsche Steuerzahler bezahlen). Und das darf man durchaus kritisch hinterfragen.
Gut, ich habe schon viel zu viele Leute gelesen, die das ganz anders sehen. Schön, dass Du das ganze differenzierter siehst.Eine Besatzung sehe ich darin allerdings nicht. Souverän ist Deutschland zweifelsohne (in staatlicher Sicht), allerdings agiert unsere aktuelle Regierung nicht so, als ob sie es wirklich wäre.
Man kann schon dieser Meinung sein, aber ich finde, dass die USA feindlichkeit ziemlich ausgeprägt ist bei uns. Und auch in der Regierung bei weitem nicht alles akzeptiert wird, was aus USA kommt.Es entsteht zumindest meiner Meinung nach, ein sehr amerikahöriger Eindruck. Souverän definitiv, aber sehr unterwürfiges Verhalten.
Ich wollte Dich nicht persönlich attackieren. Polemisch argumentieren, ja, beleidigen aber nicht.Ich frage mich dann eher in welcher Gesellschaft sich Forenteilnehmer befinden, die andere persönlich attackieren müssen?

Zunächst: Ich leiste Abitte. Du scheinst ja doch argumentieren zu wollen und grundsätzlich offen zu sein. Das finde ich leider nicht oft, deswegen war ich Deinen Texten etwas zu voreingenommen. Sorry dafür.
Ich werte nicht unterschiedlich. Die USA hat auch viel Dreck am Stecken. Zu viel. Speziell jegliche Republikanische Regierung. Speziell Guantanamo ist unverzeihlich und hat jeglichen moralischen Anspruch zerstört.
Das "Richtige" zu tun ist allerdings nicht einfach. Natürlich hat die USA ihre eigenen Interessen im Auge. Die eigenen moralischen Ansprüche auch leider nur zu oft verraten. Dennoch, die USA sind im westlichen Bündnis eingebunden und kann nicht so ohne weiteres machen, was sie will, ohne massiv Kritik von den Bündnispartnern zu bekommen. Nicht, dass das die USA aufhalten würde, aber es ist schon ein gewisses Regularium. Eines, dass den Russen komplett abgeht. Putin macht einfach was ER persönlich will. Diese Macht in einer einzelnen Person ist in den USA einfach nicht gegeben.
Was ist Unrecht? Sich gegen Assad aufzulehnen? Gegen Gadaffi? Gegen Hitler?
Die Welt ist nicht schwarz / weiß.

Ein Klitschko und ein paar Millionen aus dem Westen reichen nicht für einen Staatsstreich. Dazu gehört schon massive Unzufriedenheit und Unterdrückung der Bevölkerung. Und zumindest von hier sah es nicht so aus, als wäre Janukowitsch ein Regent, der das Interesse eigenes Volkes im Blick hatte. Genau wie die USA bestimmte Diktatoren im Nahen Osten lange unterstützt hat, hat auch Russland Janukowitsch (und auch andere, wie Aljaksandr Lukaschenka) gegen das Volk, dass sie regieren, unterstützt. Und genauso wie die Libanesen das Recht hatten, Gadaffi zum Teufel zu schicken, hatten auch die Ukrainer das Recht, Janukowitsch abzusetzen.

Wenn die Regierung keine freie und unbeinflusste Wahl zulässt, dann ist dieser Weg versperrt. Das weißt Du natürlich auch selbst.
Wenn Deine Meinung von Demokratie ist, alleine die offiziellen Ergebnisse von Wahlen anzuschauen, dann unterscheidet sie sich zweifellos.
Nach Deiner Sichtweise war dann auch die DDR eine lupenreine Demokratie.
Sondern?
Ich habe ein Problem einen Grund zu sehen, warum das Ukrainische Militär MH17 hätte abschießen sollen - außer man geht von einer typischen False-Flag Aktion aus, um die Russen zu denunzieren. Und eine solche Theorie ist für mich ebenso plausibel, wie die Annahme, der CIA hätte 9/11 als False Flag Aktion durchgezogen. Deswegen meine Unterstellung, Du würdest solchen VT anhängen.
Wenn Du das nicht tust, welche Theorie hast Du dann zu MH17?
Wenn man von keiner False-Flag Aktion ausgeht, kann es ja nur ein Versehen gewesen sein - denn keiner hat ein Interesse, Zivilisten zu töten (außer das der Gegenseite in die Schuhe zu schieben). Und wenn es ein Versehen war, kommen leider in der Tat nur die Rebellen in Frage. Auch wenn es aller Wahrscheinlichkeit nach keine Absicht war.
Klar darf man das, das gilt aber für fast alle Nato-Staaten. Das ist das Prinzip eines Militärbündnisses. Und ich bin SEHR froh, Teil eines solchen Bündnisses zu sein. Andernfalls wären wir bald das neue Ukraine.
Gut, ich habe schon viel zu viele Leute gelesen, die das ganz anders sehen. Schön, dass Du das ganze differenzierter siehst.
Man kann schon dieser Meinung sein, aber ich finde, dass die USA feindlichkeit ziemlich ausgeprägt ist bei uns.
Und auch in der Regierung bei weitem nicht alles akzeptiert wird, was aus USA kommt.
Das Thema TTIP lassen wir jetzt mal raus, das wäre eine eigene Ewigkeits-Diskussion.
Zum Thema NSA muss ich allderings dagen, dass die Aufregung der Deutschen lachhaft ist. JEDER Geheimdienst forscht ALLE aus, GERADE auch die "Freunde". Wer wirklich glaubte, es wäre anders, der ist so was von naiv. Und natürlich weiß und wusste die dt. Regierung das (und macht es selbst nicht anders), die ganze vorgespielte Echauffierung dient nur der eigenen Gesichtswahrung, schließlich kann man diese Wahrheit einfach nicht offen aussprechen.
Alles gut, niemand ist perfekt.Ich wollte Dich nicht persönlich attackieren. Polemisch argumentieren, ja. Da Du nicht der Meinung bist, 9/11 wäre vom CIA initiiert und Deutschland wäre von den USA besetzt, musst Du Dich von meinem Vergleich mit Xavier ja auch überhaupt nicht angesprochen fühlen ...Dennoch, sorry wenn ich zu persönlich war. Ich entschuldige mich ehrlich dafür.
Gute Frage. Der Angriff gegen den Irak lässt sich nicht rechtfertigen, genauso wenig wie Russlands Angriff gegen Tschtschenien und gegen die Krim/Ukraine.Nun, der Irakkrieg wurde gegen massive Kritik einiger Bündnispartnern durchgedrückt. Das dieser Angriffskrieg (ohne UN-Mandat) eine schwerer Verstoß gegen das Völkerrecht ist, ist gewissermaßen klar.
Und das die US vor dem UN-Sicherheitsrat die ganze Welt belogen hat auch. Wenn das Vorgehens Russlands in der Ukraine Wirtschaftssanktionen und den Ausschluss aus der G8 rechtfertigen, dann bitte wo sind die Wirtschaftssanktionen und den Ausschluss aus der G8 für Großbritannien und die USA?
Das wirkt einfach wie zweierlei Maß für mich. Und nicht wenige andere Menschen sehen das ähnlich.
Da bin ich nun wieder anderer Ansicht. In der UN wird jedes militärische Eingreifen von einer Veto-Macht blockiert, wenn diese auch nur den Hauch eines Grundes sieht, dem anderen eines reinwürgen zu können oder eigene Interssen im Geringsten betroffen wären.Unser Ex-Kanzler Schröder hat bereits bestätigt, dass der Angriffskrieg der NATO in Jugoslawien Völkerrechtswidrig war. Warum gibt es gegen Deutschland keine Wirtschaftssanktionen und den Ausschluss aus der G8?
Das klingt aber so, als würdest Du den Eingriff in Jusoslavien auf die selbe Ebene stellen, wie den "Eingriff" auf der Krim und in der Ostukraine. Ich seh da aber definitiv Unterschiede. Wenn Du es mit dem Irakangriff vergleichst sind wir allerdings schon eher beinander.Es entsteht der Eindruck, Völkerrechtsverletzungen und Angriffskriege sind ok, solange sie unter NATO-Führung geschehen. Und genau das kritisiere ich hier im Thread.
Das war absichtlich als Steigerung aufgezählt und bestimmt nicht im Sinne von Godwin (ich unterstell Dir ja nicht, Du wärst ein Nazi...). Und das Hitler ein so schlimmerer Diktator war, würde ich auch nicht sagen. Er ist nur zur "richtigen" Zeit an die "richtigen" Leute und das "richtige" Volk geraten. Ansonsten wär er auch nur ein harmloser Spinner gewesen. Von der Skrupellosigkeit und Egozentrik sehe ich in der Tat kaum einen Unterschied zwischen diesen drei Menschen.2. Gaddaffi und Assad in eine Reihe mit Hitler zu nennen, ist zynisch. Auch wenn diese zwei Männer zweifelsfrei Diktatoren sind/waren, so spielen sie doch nicht ansatzweise in einer Liga. Hitler ist (was Verbrechen und Unrecht angeht) Champignons League, die anderen beiden nicht mal 3.te Liga.
Nein, das war er wohl nicht. Sonst hätte er den Maidan von vorne herein mit Gewalt niedergeschlagen. Das halte ich ihm durchaus zu gute.3. Durch die Aufzählung von Diktatoren und Mördern wird hier eine gewisse Stimmung geschaffen. Janukowtisch (so autokratisch er regiert haben mag) war weder das eine, noch das andere.
Von einem inländischen Aufstand. So etwas ist auf dieser Welt nicht so ungewöhnlich und eigentlich alleine nie ein Grund, von außen in den Prozess einzugreifen. Nur wenn die neuen Machthaber Massaker an der Bevölkerung verüben, wird üblicherweise diskutiert, ob und wie man eingreift.Der Mann wurde nach OSZE-Maßstäben demokratisch gewählt und undemokratisch seines Amtes entfernt. Der Vergleich verbietet sich daher meiner Meinung nach.
Moral ist nicht unbedingt demokratisch. Denn das würde ja bedeuten, dass ein Volk immer moralisch wäre. Das ist aber nicht so. Das zeigt die Geschichte immer wieder.Gerade wenn man wie der Westen doch so hohe moralische Ansprüche hat, sollte man doch demokratische Vorgänge unterstützen und keine gewaltsame Putsche.
Natürlich kann es auch in Deutschland zu einem Putsch kommen. Bestimmt aber nicht wegen einer außenpolitischen Entscheidung wie dieser. Ob der Putsch legal ist oder nicht, stellt sich doch gar nicht. Wenn die Masse der Menschen groß genug ist, dass sie sich nicht kontrollieren lässt und sich die Regierung entscheidet, von Gewaltmaßnahmen abzusehen (was ihr gegen die eigene Bevölkerung auch nicht zusteht), dann würde es wohl früher oder später zu einer Auflösung der Regierung und anschließenden Neuwahlen kommen. Würdest Du das dann auch als Putsch sehen? Wo ist dazu der Unterschied zu dem, was in der Ukraine passiert ist?PS: Die Mehrheit der Bevölkerung ist gegen den Afghanistaneinsatz gewesen. Wäre ein Putsch gegen die gewählte Regierung Schröders damals legitim gewesen?
Sie haben die Auflösung der Regierung mit anschließenden Neuwahlen erzwungen. Das ist m.E. durchaus ein demokratischer Prozess.Die sogenannten "Demonstranten" vom Maidan hätten doch die nächste reguläre Wahl abwarten können und dann Janukowtisch abwählen können. Ich kann mich nicht erinnern, dass Janukowitsch jemals versucht hätte, dass zu verhindern.
Die Militärmacht Russlands reicht durchaus locker aus, um eine Bedrohung darzustellen. Die Welt nur einige zig-mal vernichten zu können, reicht dazu, auch wenn die Gegenseite es einige hundert mal kann...Ich kann allerdings keine Bedrohung durch Russland erkennen, wenn die NATO ca. das zehnfache jährliche Militärbudget wie Russland hat, mehrere völkerrechtswidrige Angriffskriege führt und auf der ganzen Welt außerhalb der eigenen Grenzen Militärstützpunkte unterhält.
Kritikwürdig ist das eine - das andere ist allerdings eine funktionierende Alternative zu benennen.Warum sollte ich die USA für etwas kritisieren was sie "angeblich" oder "wohlmöglich" getan haben, wenn dass was die USA tatsächlich tun (Angriffskriege führen, US-Bürger ohne Rechtsverfahren per Drohne töten und Guantamo unterhalten) kritikwürdig ist?
Im Gegensatz zu Putin setzt sich die USA nicht auf die eigenen Hände und schaut zu, was mit der Welt passiert. Klar, alles letztlich Eigeninteresse, aber Nichtstun ist einfach gefährlich. Und das wird auch Putin merken, wenn sich die Terroristen langsam auf ihn einschießen. Und dann wird er auch nicht mehr das Engelchen spielen können, das über die bösen USA lästert, welche sich in der Welt die Finger schmutzig machen und sich permanent eine blutige Nase holen.Diese USA-Feindlichkeit ist zum größten Teil ein selbstgemachtes Problem.

Gute Frage. Der Angriff gegen den Irak lässt sich nicht rechtfertigen, genauso wenig wie Russlands Angriff gegen Tschtschenien und gegen die Krim/Ukraine.
Dass die westlichen Staaten seinerzeit keine Wirtschaftssanktionen gegen die USA verhängt haben, dürfte dem selben Grund geschuldet sein, warum die engen verbündeten von Russland sich den aktuellen Sanktionen gegen Russland ebensowenig anschließen: Das eigene Interesse ist einfach wichtiger, als dem Verbündeten vermeintlich auf die Finger zu hauen.
Wieso muss nur Russland die Konsequenzen tragen? Und in wie fern genau lügen unsere Medien (in der Gesamtheit, nicht einzelne Publikationen)?

Nicht nur das. Es kommt vor allem auf den Umgang mit falschen Handlungen an. Die USA haben mehrmals gravierende Fehler im Irakkrieg eingeräumt, Tony Blair sich sogar dafür entschuldigt.
Irak: Tony Blair entschuldigt sich für Fehler im Krieg - SPIEGEL ONLINE
Von Russland sehe ich nichts Derartiges. Im Gegenteil steht Putin nach wie vor zu seinen intelligenzbeleidigenden Rechtfertigungen, leugnet immer noch das Völkerrecht gebrochen zu haben und reagiert auf unsere Worte, allen voran auf Merkels, die mit ihm auch vor den Sanktionen 1000 mal telefoniert und auf ihn eingeredet hat, stets mit Trotz. Logisch, dass er mit seiner geistigen Haltung nicht länger Mitglied im G8 bzw. G7-Club sein konnte.
Nicht nur das. Es kommt vor allem auf den Umgang mit falschen Handlungen an.
Die USA haben mehrmals gravierende Fehler im Irakkrieg eingeräumt,
Tony Blair sich sogar dafür entschuldigt.
Irak: Tony Blair entschuldigt sich für Fehler im Krieg - SPIEGEL ONLINE
Von Russland sehe ich nichts Derartiges. Im Gegenteil steht Putin nach wie vor zu seinen intelligenzbeleidigenden Rechtfertigungen, leugnet immer noch das Völkerrecht gebrochen zu haben und reagiert auf unsere Worte, allen voran auf Merkels, die mit ihm auch vor den Sanktionen 1000 mal telefoniert und auf ihn eingeredet hat, stets mit Trotz.
Logisch, dass er mit seiner geistigen Haltung nicht länger Mitglied im G8 bzw. G7-Club sein konnte.


Oh, zwei Leichen wurden wiederbelebt. Einmal Kaaruzo und einmal der Thread. Beides verspricht nervig zu werden.
Zu deiner Frage: Ja, bekäme Russland morgen einen neuen Präsidenten und der würde sich für Putins Handlungen entschuldigen, Schadensbegrenzung betreiben (zum Beispiel die Krim wieder hergeben oder sie unter ukrainische Verwaltung stellen) und glaubhaft versichern, dass er sein Land demokratisieren will, dann wäre eine Mitgliedschaft im kleinen G-Club wieder sinnvoll.

Oh ne, nicht wieder die Doppelmoral-Keule..
Du kannst auch die Toten in der Ukraine nicht wiederbeleben.
Zu deiner Frage: Ja, bekäme Russland morgen einen neuen Präsidenten und der würde sich für Putins Handlungen entschuldigen, Schadensbegrenzung betreiben (zum Beispiel die Krim wieder hergeben oder sie unter ukrainische Verwaltung stellen) und glaubhaft versichern, dass er sein Land demokratisieren will, dann wäre eine Mitgliedschaft im kleinen G-Club wieder sinnvoll.
Da diese Argument bisher nicht widerlegt wurde, bleibe ich selbstverständlich auch dabei.


Uh ja klar, Russland muss das natürlich machen, sonst sind die absolut nicht tragbar für unsere gesitete Welt...![]()
Die USA die mindestens genauso oft, wenn nicht öfter Völkerrecht gebrochen haben, das letzte mal mit dem zweiten Irakkrieg, zuvor schon mit Guantanamo, davor im Kosovo, usw. , sowie unzähliger Verbrechen nach den Genfer Konventionen zum Beispiel in Vietnam (Napalm auf Zivilisten, unzähliger Masaker an Bauern durch Soldaten, oder das foltern von Kriegsgefangenen usw. sind natürlich für die G7 / 8 tragbar.
Da käme keiner auf die Idee die mal für ihre Schweinerein auszuschließen und zu demonisieren, da entschuldigt man sich brav und sagt ja es gab hier und da "vieleicht" "vereinzelte" Fehler und alles ist gut und es kann so weiter gemacht werden wie eh und je.
Wo ist denn da mal die Forderung nach Schadensbegrenzung? (Zum Beispiel indem die USA mal ein paar hunderttausend Flüchtlinge aus denn von ihnen verursachten Krisenherden aufnehmen?) Wo ist da die Forderung dieses Land voller undemokratischer Lobbyisten zu demokratisieren? Wo sind da die Forderungen sich denn Regierungen der Länder zu stellen in denen man tagtäglich Menschen durch unautorisierte Drohnenangriffe umbringt, oder einfach mit Spezialeinheiten ohne offizielle Erlaubnis in fremden Ländern operiert? Wo sind da die Forderungen nach Sanktionen gegen die USA und einen Ausschluss aus den G7 / 8 bis man sich bessert?
Man verstehe das nicht falsch, ich will damit nicht sagen habt Mitleid mit Putin der hat doch alles richtig gemacht, aber hier Putin zum Buhmann zu machen und ihn auf diese Weise zu strafen ist doch offensichtlich auch nur fadenscheinig doppelmoralisches Polittheater desen Ziele nicht in der Wahrung von Recht und Regeln liegt sondern nur darin eine eigene außenpolitische Agenda umzusetzen die eigenen Interessen nützt! Denn andere, wie die USA, haben in der jüngeren Vergangenheit genauso schwere, wenn nicht sogar härtere Vergehen begangen und da schaut man geflisentlich darüber hinweg und echufiert sich maximal leicht darüber, ohne nachhaltige Konsequenzen...
Also entweder gleiche Regeln für alle, oder aber die Regeln sind nicht das Papier wert auf dem sie stehen, vor allem dann nicht wenn man sich auch noch bewusst hinstellt und als Moralapostel aufführt, so wie es Europa und die USA in der Ukrainekrise immer wieder gemacht haben und machen.
Argument wofuer oder wogegen?