Wen hätte es denn gejuckt, wenn Russland "protestiert" hätte?
Was juckt es Russland, wenn beinahe der gesamte Rest der Welt gegen die russische Landnahme der Krim und das Installieren von Warlords im Osten der Ukraine protestiert?
Genau das wird aber verlangt und nur das wird zugestanden, Sanktionen oder Unterstuetzung fuer die gewaehlte Regierung hingegen kategorisch abgelehnt. Doppelmoral? Ich habe gerade ein ganz fieses Dejavu.
Gegenfrage: Was gehen die USA oder die EU die inneren Angelegenheiten der Ukraine an?
Nicht mehr und nicht weniger als Russland. Entscheidend ist hier nicht,
ob es in einer kleiner werdenden und zusehends verflochteneren Welt unterschiedliche Interessen gibt (was wohl keiner, der noch halbwegs alle Tassen im Schrank hat, bestreiten wird) und diese wahrgenommen werden. Die Frage ist,
wie diese Interessen wahrgenommen werden. Und Russland hat sich fuer einen unerklaerten Krieg entschieden. So wie zuvor z. B. in Transnistrien (warum akzeptiert Moskau hier keine Sezession? wo es doch sonst so auf freie Willensbildung bedacht ist),
Dein Vergleich waere erst dann zulaessig, wenn sich russische und NATO-Urlauber gegenueberstuenden. Und ich habe in diesem Thread zusehends das Gefuehl, dass ausgerechnet diejenigen, die am lautstaerksten davor warnen, es sich in Wahrheit im innigsten wuenschen.
Der Autor schreibt sogar dass die Ukraine von Russland getrennt werden muss weil Russland dann kein eurasisches Land mehr ist.
1997 - darauf geht die Schrift ja nach Deinen Worten zurueck - war die Ukraine nicht russisch. sondern ein souveraener Staat; die Krim eingeschlossen, wenngleich mit Sonderstatus. Hoffen wir, das dem Autor nicht noch mehr Fauxpas´ unterlaufen sind ... Alleine das laesst mich glauben, dass meine Entscheidung, das Buch nicht zu lesen, richtig war.