Donezker Volkswehr beschuldigt Kiew der Anwendung verbotener Munition | Politik | RIA Novosti
"Die Kiew-treuen Kräfte setzten gegen Volksmilizen und Zivilisten verbotene Munitionsarten ein, wie der „Premier“ der selbsternannten Volksrepublik Donezk (VRD), Alexander Sachartschenko, am Montag in Donezk bei einem kurzen Pressegespräch sagte. „Das Dorf Dmitrowka wurde vorgestern mit Kassettenbomben beschossen, die chemische Ladungen enthielten. Die Kämpfer, die davon betroffen waren, werden jetzt in einem Krankenhaus behandelt. Sie leiden unter Erbrechen und haben Ausschlag am ganzen Körper“, so Sachartschenko.
Dem „Premier“ zufolge wurde die Stadt Mospino am Sonntag mit Phosphorbomben beschossen. „Wir haben Beweise dafür gesammelt und sie zur Untersuchung nach Donezk gebracht“, so Sachartschenko.
Die Volksmilizen hatten die ukrainischen Militärkräfte wiederholt beschuldigt, Phosphormunition eingesetzt zu haben. So seien über dem Dorf Semjonowka, einem Vorort von Slawjansk, Phosphorbomben abgeworfen worden, hieß es.
Wie der russische Außenminister Sergej Lawrow später äußerte, ist Russland wegen Berichten über die Anwendung von Brandbomben durch die ukrainischen Streitkräfte besorgt.
Generalmajor Viktor Posnichir, Vizechef der Operativen Verwaltung des Generalstabs der russischen Streitkräfte, teilte mit, dass die ukrainischen Militärs im Südosten des Landes mindestens sechs Mal die völkerrechtlich verbotene Phosphormunition in Wohngebieten angewendet hatten."
Moskau: Eindeutige Beweise für Einsatz verbotener Waffen in Ukraine - MEHR | Politik | RIA Novosti
"Das Ermittlungskomitee Russlands hat laut seinem Amtssprecher Wladimir Markin Beweise für den Einsatz von verbotenen Waffen gegen die zivile Bevölkerung in der Ukraine erhalten.
Wie Markin präzisierte, sind in Bodenproben in der Siedlung Semjonowka Verbrennungsprodukte eines Brenngemisches entdeckt worden, mit dem Minen und Fliegerbomben ausgerüstet werden.
„Gemäß der gerichtlichen chemischen Untersuchung sind in den Bodenproben, die die Augenzeugen des Beschusses in der Siedlung Semjonowka bei Slawjansk – ukrainische Flüchtlinge – russischen Ermittlern übergeben haben, Verbrennungsprodukte des Brenngemisches N-18 enthalten, mit dem Minen und Fliegerbomben gefüllt werden.“
„Faktisch ist das eine vervollkommnete und wirkungsstärkere Variante von Brandgeschossen, die früher mit weißem Phosphor gefüllt wurden“, so Markin.
„Solche Geschosse brennen einen Menschen durch und lassen sich praktisch nicht löschen. Deshalb empfinden die Menschen, die in die Vernichtungszone geraten sind, schreckliche Leiden und sind des öfteren zum qualvollen Tod verdammt“, sagte der Amtssprecher des Ermittlungskomitees.
Früher hatten die Volkswehr-Milizen in der Ost-Ukraine dem ukrainischen Militär mehrmals den Einsatz von Phosphorbomben vorgeworfen."
Kämpfe in Ost-Ukraine: Donezk komplett ohne Trinkwasser | Politik | RIA Novosti
"In der ostukrainischen Industriemetropole Donezk, die seit Wochen zwischen Militär und Milizen umkämpft ist, ist die Wasserversorgung völlig zusammengebrochen. Die Stadtbehörden versprechen, Trinkwasser mit Tankwagen an die Bevölkerung zu verteilen.
Wegen dem Stromausfall ist die Wasserversorgung aus dem Werchnekalmiusskoje Stausee eingestellt worden, teilte ein Sprecher im Bürgermeisteramt mit. Wie ein Korrespondent der RIA Novosti berichtet, ist die Stadt komplett ohne Trinkwasser. Die Einwohner decken sich mit Flaschenwasser ein. An Trinkwasserkiosken bildeten sich lange Schlangen. Die Reparaturen haben bereits begonnen, hieß es aus dem Bürgermeisteramt weiter. Die Bevölkerung werde mithilfe von 200-Liter-Tankwagen mit Wasser versorgt werden. Seit Montagmorgen steht Donezk wieder unter Beschuss. Sowohl aus dem Norden als auch aus dem Süden der Stadt sind Explosionen zu hören. Laut Einwohnern sind der Mobilfunk und die Stromversorgung in weiten Teilen der Stadt ausgefallen.
Die Gefechte zwischen Militär und bewaffneten Regierungsgegnern am Donezbecken dauern seit April an. Die damalige ukrainische Übergangsregierung hatte Panzer, Kampfjets und Artillerie gegen die östlichen Industrie-Regionen Donezk und Lugansk geschickt, weil diese den Februar-Umsturz nicht anerkannt und „Volksrepubliken“ ausgerufen hatten. Bei dem noch immer andauernden Militäreinsatz sind nach UN-Angaben
mehr als 2000 Zivilisten getötet und mehr als 5000 weitere verletzt worden. Zudem gibt es in der Ost-Ukraine mindestens 100.000 Binnenvertriebene."