Aktuelle Entwicklungen in der Ukraine

Europa muss endlich mal den Arsch hoch kriegen.
Noch bevor Trump irgendwelche deals macht, muss Europa mehr liefern, mehr finanzieren, Waffen frei geben. Dass die Ukraine selbst entscheiden, was sie machen wollen. Es geht um die Freiheit Europas.
Den Russen scheint jetzt alles auszugehen.
Ja was denn nun?
Rollt der Russe bis zum Atlantik durch, sobald die Ukraine aufgibt, oder pfeift er aus dem letzten Loch?
 
Angeblich ist beim Russen doch alles am Ende und es geht ihm so schlecht. Entweder ist der Russe (ob durch ausländische Hilfe oder nicht, interessiert dabei nicht) noch stark, oder er ist es eben nicht. Aber du kannst nicht schreiben, dass denen alles ausgeht und dann fordern, dass man mehr Waffen an die Ukraine liefert.
Übrigens, Soldaten wachsen den Ukrainern auch nicht nach, egal wie viele Waffen die haben.
 
Und du gibst denen einfach alles, was sie wollen, ohne zu hinterfragen, ob es das besser macht? Einem Land, das gerade verliert und verlorenes Gebiet nicht wieder zurückerobern wird?
 
Und du gibst denen einfach alles, was sie wollen, ohne zu hinterfragen, ob es das besser macht? Einem Land, das gerade verliert und verlorenes Gebiet nicht wieder zurückerobern wird?
Das ist typisches Narrativ. Für euch verlieren die Ukraine. Seit 2022 verlieren sie, also seit fast 3 Jahren immer das gleiche Geschwafel.
Denkst du nicht auch, dass das langsam albern ist? Russland ist zu schwach und wenn wir endlich das liefern, was die Ukraine braucht, geht Putin die Luft aus.
 
Das ist typisches Narrativ. Für euch verlieren die Ukraine. Seit 2022 verlieren sie, also seit fast 3 Jahren immer das gleiche Geschwafel.
Denkst du nicht auch, dass das langsam albern ist?
Das wird die Geschichte zeigen.
Russland ist zu schwach und wenn wir endlich das liefern, was die Ukraine braucht, geht Putin die Luft aus.
Wenn Russland so schwach ist, warum braucht die Ukraine dann noch Unmengen weiterer Waffen, um... ja, was denn? Glaubst du, der Russe gibt einfach so auf?
Ändert immer noch nichts daran, dass der Ukraine die Männer ausgehen.
Deswegen muss Europa den Arsch hoch kriegen, aber ich drehe mich im kreis.
Spoiler: Wird nicht passieren. Da fehlt die passende Ideologie.
 
Das frage ich mich auch. Es ändert sich ja scheinbar nichts.
Das ist eben meine Meinung.
Man hätte die Ukraine schon 2014 aufrüsten müssen, als klar war, dass Russland die besetze Krim nicht mehr zurück geben wird.
Und 2022 hätte man das Land mit allen schweren Waffen ausrüsten müssen, um die Bevölkerung zu schützen.
Und nach Butscha hätte man Offensivwaffen liefern müssen, um die russen zurück schlagen zu können.
 
Nein können sie nicht, auch Russlands Depots sind endlich und die aktuelle Produktion deckt nicht Ansatzweise das Niveau, was sie aktuell verlieren.

Russland kann das Ganze, mit der aktuellen Rücksichtslosigkeit bei seinen Verlusten, vielleicht noch 2 oder 3 Jahre durchführen, dann ist es vorbei mit der akutellen Intensität, sofern China und Nordkorea dann nicht Russland Material stellen.

Die ganzen hochintensiven Angriffe der Russen dieses Jahr sollen nur genau diesen Eindruck erwecken, Russland könnte das immer so fortführen, reine Außendarstellung (macht Frieden gibt sowieso keine Chance), für Menschen die nicht in der Materie stecken und der Versuch vor Trumps Amtseinführung im Januar noch soviel Gebiet wie möglich gut zu machen, weil auch für den Kreml Trumps mögliche Reaktionen bzgl. der Ukraine noch eine Blackbox sind (also alles andere als ein Zeichen der russischen Stärke).

Jein: Die aktuelle Niveau könnte Russland mit ihren heutigen Mitteln nicht unbegrenzt aus Lagerbeständen halten. Aber
a) die Mittel von heute sind nicht die Mittel von morgen. Binnen drei Jahren lässt sich die Produktion der in Massen verwendeten Low-Tech-Waffen noch deutlich steigern und so der Nullpunkt mehrere Jahre verschieben.
b) Neben den Lagerbeständen kann Putin auch erneut Aktiva aus der eigentlich überflüssigen Landesverteidigung abziehen und so weiter Zeit gewinnen.
c) Russland muss gar nicht das aktuelle Niveau halten. Sie müssen nur das aktuelle Verhältnis relativ zum Niveau der Ukraine wahren und die verliert jeden Tag an Stärke. Insbesondere auch im zivilen Sektor. Die Schäden an essentieller Infrastruktur nur teilweise beheben zu können, führt nicht nur zu einem stetig steigenden Anteil an Funktionsausfällen. Es führt auch zu einer weiteren Schwächung der Reparaturmöglichkeiten, sodass Putin künftig mit weniger Waffen den gleichen Mehrausfall herbeiführen kann. Der Punkt, an dem Russland faktisch gar keine Ressourcen mehr zur Aufrechterhaltung des Bedrohungsverhältnisses braucht, liegt eher 2-3 Quartale denn 2-3 Jahre in der Zukunft.
(d: Man führt den Krieg einfach mit nordkoreanischen, iranischen und vor allem chinesischen Mitteln weiter)

Alles in allem würde ich sagen, dass sich das Fenster "freie Ukraine" ganz klar schließt. Und das schnell. Bei dem aktuellen Unterstützungsniveau dürfte Putin in 3 bis 10 Jahren den Endsieg feiern können, ohne dafür sein Land wesentlich weiter oder gar schneller als dieses Jahr in den Abgrund schicken zu müssen. Und nach dem großen Absturz vom ersten Kriegsjahr bis zur großen Zwangsrekrutierung, der mittlerweile verdaut wurde, verschlechtern sich die Verhältnisse in Russland, wenn überhaupt, nur noch so langsam, dass das Regime auf Jahrzehnte keine Probleme bekommen wird.

=> Wenn sich die Unterstützung der Ukraine nicht massiv bessert, wird sie diesen Krieg verlieren.

Je nachdem, wie lange man die Niederlage insgesamt hinauszögern kann und wie die Wirtschaftspolitik Xis und der EU in und nach dieser Zeitspanne aussieht, wird Russland im gleichen Zeitraum den Anschluss an die Entwicklung der Weltgemeinschaft wiederfinden und danach vielleicht weniger internationale Bedeutung als z.B. der Iran haben. Aber das Regime wird überleben und sein Chef wird dem Ziel seines Großrusslands ein ordentliches Stück näher zu sein - und mehr scheint ihn nicht nicht zu interessieren. Wohlstand können ja künftige Generationen aufbauen.

Ja und?
Gab halt viele die die irgendwelche wilden Berechnungen aufgestellt haben und noch mehr die dadraus pro-ukrainische "Hura-Meldungen" gemacht haben.

Die "wilden" Berechnungen, denen zu Folge Russland schnell in die Knie gehen wird, waren immer exponentielle oder auf Versprechungen aufgebaute Extrapolationen. Was bei mangelnder Datenlage nach wenigen Monaten halt auch naheliegende Ansätze sind: WENN die freie Welt ihre Unterstützung für die Ukraine weiter hochgefahren hätte oder WENN die Staaten ihre Unterstützungsversprechen ernst gemeint und eingelöst hätten, dann wäre Putin in der Tat gescheitert und es war nur eine Frage, ob erst wirkungsvolle Sanktionen seine Wirtschaft zum Kollabieren bringen oder ob vorher sein Militär von wirkungsvoll ausgestatteten, taktisch überlegenen, die Initiative behaltenden Ukrainern zerrieben wird.

Aber keins von beiden ist eingetreten. Aus Sanktionen wurden Sanktiönchen und das auch erst stark verspätet, Militärhilfen wurden zehnmal angekündigt, aber selbst danach nicht in jedem Fall geliefert. Kurz: Der mögliche Frieden in der Ukraine wurde verscholzt. Das war kein Fehler der "wilden" Hochrechnungen, sondern ein Fehler der Politik, welche der Rechnungsgrundlage (und den eigenen Ansprüchen) nicht gerecht wurde.

Ich berufe mich da auf die seriöseren Einschätzungen und die haben auch vor 1 bis 2 Jahren schon gesagt das die Depots nicht in 1 oder 2 Jahren leer sein werden (unrealisitsch) und das eben noch länger dauert, vermutlich ehr Richtung 2026, bzw. 2027.

Man hätte Putin überhaupt nicht in eine Situation kommen lassen dürfen, in der das antiquitierte, nicht einmal einsatzbereite Material in der Mehrheit der Depots ein relavanter Faktor wurde.

Abwarten, bei Trump können sich die Dinge auch schnell mal in eine ganz andere Richtung drehen...
Von daher bringen Spekulationen dahingehend im Moment wenig.

Zumindest im Moment werden wichtige US-Schlüsselpositionen mit Leuten besetzt, die selbst aktiv Putin-Propaganda verbreitet haben. Unwahrscheinlich, dass die auf einmal Pro-Ukraine-Politik machen.


Ja was denn nun?
Rollt der Russe bis zum Atlantik durch, sobald die Ukraine aufgibt, oder pfeift er aus dem letzten Loch?

Wenn man das Vorkriegsniveau zu Grund legt, dürfte es vom jetzigen Niveuabfall aus betrachtet eher 30 denn 20 Jahre Aufrüstung brauchen, bis Russland wieder auf einem Niveau ist, wo es Westeuropa bedrohen könnte - wenn die NATO nicht darauf reagiert, was unwahrscheinlich ist. Und selbst dann wäre selbst der angestrebte Marsch bis an die Elbe schon ein ziemlicher Kraftakt, der die aufgebauten Reserven verbrennen würde.

Aber: Hier jetzt und heute ist Russland immer noch mächtig genug, um eine akute Bedrohung für jedes Teilgebiet zu sein, auf dass es seine Waffen richtet. Und auch das bedeutet ein Ende der Freiheit Europas und ein Rückfall in die Zustände des kalten Krieges. Nur diesmal nicht auf Basis beidseitiger propagandabasierter Vorurteile, sondern auf der ganz konkreten Beobachtung, dass im Kreml ein skurpelloser Kriegsverbrecher sitzt, der bereit ist, jedes Mittel einzusetzen und viel zu Opfern, um irgendwelche idealistischen Ziele zu erreichen. Ziele wie die bereits genannte Bestrafung von Politikern in Berlin. Ziele wie die Eroberung von Teilen Finnlands, etc.. Dazu kommen die bereits an der weißrussischen Grenze praktizierte asymmetrische Konfliktführung auf dem Rücken von Flüchtlingen, Sabotageaktionen, Unterstützung demokratiefeindlicher Organisationen jenseits der Grenze (möglicherweise wieder mit "Grünen Männchen" nur diesmal bei den Blauen?), etc..

Kurz: Auch das derzeitige Russland wäre, entlang der gesamten gemeinsamen Grenze (die nach der Einnahme Moldaus von weißen bis zum schwarzen Meer die gesamte EU-Ostgrenze entspricht), eine akute Bedrohung. Dann stünden wir vor der Wahl, ob es bei uns weiterhin "Freiheit" gäbe, gepart mit ständiger Angst vor einem lokalen Angriff, vor Anschlägen, etc., oder ob es bei uns "Sicherheit" gäbe, gepaart mit massiven Rüstungsausgaben, die Freiheitsprojekte unmöglich machen und einem Überwachungs-/Kontrollstaat, der neben russischen Infiltranten auch jede andere Abweichung im System ausmerzt.
Von den beiden Möglichkeiten halte ich Tresholds Aussage, dass ein Sieg Putins in der Ukraine auch das Ende der Freiheit in Europa wäre, klar für die wahrscheinlichere.

Die einzige Möglichkeit das abzuwenden: Irgendjemand muss Putins Armeen besiegen. Es ist seit drei Jahren naheliegend, diese Arbeit jemanden machen zu lassen, der gerade ohnehin dazu motiviert ist und nur die nötige Ausstattung braucht.
 
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