Kostet auch Geld und kostet Arbeitskräfte und letztere braucht man auch um seine Verluste an Personal in der Ukraine weiter zu füttern. Russland fehlt es jetzt schon an 4,8 Mio Arbeitskräften und der Ukrainekrieg hat es nicht besser gemacht.
Wo kommen diese 4,8 Millionen her? Ich weiß, dass es stellenweise Lücken gibt, weil z.B. am Arsch der Welt viel rekrutiert wurde und genau da auch Hände in der Landwirtschaft gebraucht werden. Aber nach dem Wegbruch der Europa-orientierten Industrie sollten an anderer Stelle eigentlich freie Arbeitskräfte verfügbar sein und zumindest vor 1-2 Jahren hat Putin die Kriegsindustrie meines Wissens nach noch genutzt, um diese Arbeitslosigkeit zu übertünchen.
Macht er schon seit mindestens 1 1/2 Jahren, sowohl an der Westgrenze zur NATO (laut Beobachtern ist da nicht mehr viel), als auch im asiatischen Osten, da dürfte nicht mehr, abseits der Atomstreitkräfte, Marine und Luftwaffe, viel übrig sein, was er noch aus der Landesverteidigung abziehen kann.
Sure? Das hat er vor 1,5-2 Jahren mal gemacht, ja. Aber von weiteren Abzügen seitdem habe ich nichts mehr gehört und die östlichsten NATO-Staaten weisen regelmäßig auf den Bedarf an zusätzlicher Verteidigungsstärke hin, was bei einer weiteren bereits erfolgten Absenkung auf Null komplett überflüssig wäre. Bei dem Vorstoß im Bereich Kursk gehörten auf alle Fälle auch Truppen von der Westgrenze zu den ersten, die reagiert haben, was sich irgendwie damit beisst, dass es da gar niemanden mehr geben soll.
Solange Putin nicht anfängt ukrainische Atom-Kraftwerke zu beschießen und die Notstromgeneratoren in den Reperaturwerkstätten und Rüstungsfabriken zu zerstören, wird dass das letzte sein, wo bei den Ukrainern das Licht ausgehen wird.
Wir mögen uns das hier in unserer verwöhnten westlichen Gesellschaft nicht mehr so richtig vorstellen können, aber Nordkorea zeigt im Grunde das in einem Staat mit massiver Mangelwirtschaft auch eine Zivilgesellschaft in großen Teilen ohne Strom überleben kann und man trotzdem eine sehr umfassende Rüstungsproduktion aufrechterhalten kann.
Ja. Wenn man die Bevölkerung einsperrt und jeden, der so Luxus wie "mehr als 1000 Kalorien am Tag" oder "eine Heizung" verlangt, an die Wand stellt. Wir reden hier aber von der Ukraine als freie Nation, die es zu retten gilt. "Frei" wie in "da kann man frei leben" und "Nation" wie in "es sind außer dem Militär noch ein paar Bürger da und nicht längst alle geflohen, ehe sie verrecken".
Auch die Notstromgeneratoren in den Reparaturwerkstätten bringen dir nicht, wenn niemand mehr zur Arbeit kommt, weil der letzte nicht geflohene in seiner Wohnung erfroren ist.
Belegst du womit?
Nur mit "weil Trump"?
Trump, Scholz, Starmer, Fico - praktisch überall geht die Unterstützung runter. Der einzig zumindest konstante Zuspruch kommt noch aus Polen und dem Baltikum, aber die bereiten vor allem ihre eigene Verteidigung vor und könnten selbst bei viel Motivation nicht einmal 10% Reduktion auf US-Seite kompensieren.
Auch die schenken Russland das Zeug nicht und auch das muss Russland irgendwo her und irgendwo mit bezahlen können und mit Rubel wohl ehr nicht.
Nö. Aber mit Know-How. Russland und Iran gehören seit langem zu den Staaten, die alles selbst machen müssen. Aber nur für sehr wenige Bereiche wissen auf halbwegs brauchbarem Niveau, wie. Allein für das russische Know-How im Bereich Luftfahrt respektive U-Boote dürfte Putin die iranische respektive nordkoreanische Rüstungsproduktion der nächsten zwei Jahrzehnte aufkaufen können. China ist schwieriger, da kann er tatsächlich nichts anbieten. Aber an der Stelle würde ich die Aussage "schenken nicht" keineswegs als gesichert annehmen. Xi hat großes Interesse daran, Europa zu destabilisieren und die NATO zu beschäftigen. Die Menge drittklassigen Materials, dass Russland verheizt, ist dagegen aus chinesischer Sicht ein Klacks. Und auch China hat viel kaltes-Krieg-Material in den Lagern, dass vor der Ausmusterung steht, aber noch gut genug für die Ukraine wäre. Einzig Bereitschaft, offen zu liefern oder aber eine leistungsfähiges System, verdeckt zu übergeben, fehlt noch. (Oder aber letzteres ist so gut, dass wir es nicht merken. In Anbetracht der engen Verwandtschaft von Sowjet- und vor-80er-Jahre VRC-Material sehe ich aber durchaus Möglichkeiten, wie Putin seine Lager gefüllt/seine Grenzen gesichert halten kann, obwohl er 100% der russischen Technik in die Ukraine schickt.)
Alle indizien sprechen dagegen, wenn das Unterstützungsniveau aus dem Westen nicht das aktuelle Niveau unterschreiten würde, ist es ehr so das in 3 bis 10 Jahren Russland seine Wirtschaft um die Ohren fliegen wird und oder das Personal ausgehen wird, wenn sich am aktuellen russischen Kurs nichts ändert.
Was ist denn das "aktuelle Niveau"? Das aus dem zweiten Quartal, dessen Lieferungen jetzt an der Front sind oder das aus dem vierten Quartal, dass ersteres Niveau weit unterschritten hat?? Wenn ich mir angucke, wie sich die festen Zusagen seit ~Sommer 23 entwickelt haben, dann sehe ich keine Niveau, das gehalten werden kann, sondern ein stetes Abwärts, dass deutlich vor dem von dir prognostizierten 2027-2034 bei "Großrussland mit Donaugrenze" rauskommt. Vor einem Jahr hat die Ukraine bei einem typischen russischen Angriff noch alles bis auf 5-10 Flugkörper abwehren können, heute kommen teilweise 30-40 durch. Und man kam schon bei den 5 nicht hinterher, die Schäden zu reparieren.
Deine Belege dafür?
Alle Indizen sprechen genau vom Gegenteil, von dem was du hier zu konstruieren versuchst.
Ich weiß nicht, was "alle" deine "Indizien" sind, aber sämtliche Umfrangen, Stimmungsberichte, etc., die ich aus Russland höre, sehen eine stabile Zustimmung sowohl für Putin (natürlich nicht auf dem offiziellen Niveau, aber da gab es immer Differenzen) als auch zum Militär, von i.d.R. deutlich über 70%. Der Krieg und seine Folgen spielt für die Russen keine große Rolle mehr.
Die „vergewaltigte Gesellschaft“ Russlands ist still. Es herrschen Gleichgültigkeit und Verzweiflung. Viele ertragen das Unerträgliche, indem sie es einfach nicht wahrhaben wollen. Ein...
www.diepresse.com
Präsident Wladimir Putin sitzt weiter fest im Sattel und steht vor einer fünften Amtszeit. Die Wirtschaft Russlands ist trotz aller Sanktionen stabil.
www.dw.com
Die Menschen in Russland scheinen sich an den Krieg gewöhnt zu haben. Für Putin dürfte das eine gute Nachricht sein. Denn so kann er den Krieg fortsetzen.
www.deutschlandfunk.de
Zum Vergleich: Solche Untergangsszenarien wurden nach dem ersten Kriegsjahr gemalt, seitdem hat sich die Stimmung ganz offensichtlich alles andere als verschlechtert.
Mit kriegerischen Worten stimmt Putin die Russen auf das neue Jahr ein. Doch viele Menschen haben den Ukraine-Krieg satt, immer mehr wenden sich von dem Regime ab - und auch Putins Unterstützung bei Nationalisten und Oligarchen schwindet. Experten nehmen einen Kontroll- und Machtverlust wahr.
www.n-tv.de
Die Lage der russischen Wirtschaft ist wesentlich angspannter als nach außen dargestellt, es gibt eine spürbare Inflation bei den Lebensmitteln, die Zentralbankzinsen liegen bei 21%, die Löhne für einfachste Tätigkeiten sind auf dem Niveau von studierten Fachkräften, das Militärbudget beträgt 40% des gesamten Jahreshaushalts, davon der größte Anteil nur für die Löhne und Prämien, nicht für Material, dann die explodierenden Prämien von 30.000 Dollar für eine Verpflichtung, rückläufige Einnahmen bei den Gas- und Öl-Exporten bis mindestens 2030 anhaltend und vor 2 Tagen auch die Kürzung der Prämien für Verletzte, usw. usf.
Und was davon ist jetzt ein Problem für Putin an der Druckerpresse oder für den russischen Arbeiter, bei dem die doppelten Lebensmittelpreise auf ein mehr als verdoppeltes Gehalt treffen? Verglichen mit den Bedingungen, die z.B. die letzten Jahre in den Türkei herrschten, ist das geradezu paradiesisch und ich hätte nicht bemerkt, dass jemand den Sultan stürzen würde.
Du solltest dich davon verabschieden, die Zielsetzungen deutscher BWLer als Maßstab zu verwenden. Russland ist groß genug, um 1-2 Jahrzehnte als weitestgehend geschlossenes System zu agieren und es hat eindeutig andere Ziele als wir für gut befinden würden.
Nein, selbst wenn die Ukraine nur auf dem momentanen Niveau am Leben gehalten wird, wird sie das nicht verlieren
Auf dem aktuellen Niveau wird die Ukraine doch aber eben nicht am Leben erhalten. Auf dem aktuellen Niveau verliert die Ukraine jeden Monat mehr als im Monat zuvor. Du argumentierst hier wie gewisse Politiker, die im Frühjahr 2020 die Zahl der Coronafälle als problemlos betrachtet haben.
Nein, sie beruhen auf den veröffentlichen Zahlen der russischen Ministerien und sind alles andere als "wild", solange man nicht jeden "Hinz und Kunz" aus dem Internet und deren "Hura-Meldungen" glauben will.
Äh ja....
Erst diffamierst du ältere Prognosen, die daneben lagen, als "wild" und wenn man dir den wahren Grund dafür nennt, dass sie danebenlagen, dann bezeichnest du sie als gültig und spinnst dir was über andere Grundlagen zusammen...
Ich breche die Diskussion an der Stelle ab, bis du wieder logisch postest.
Ich würde sagen, was die Bedrohung angeht, sind wir gar nicht mal in so einer schlechten Position.
Na wenn das deine feste Überzeugung ist, dann stell dich mal in (oder vor) den Bundestag und fordere, dass der Bundeswehretat auf 0,5% gesenkt wird, weil wir ja sowieso total sicher vor Russland sind, während wir endlich 100 Milliarden in Klimaschutz investieren, weil wir vor diesen Veränderungen defintitiv nicht sicher sind.
have fun.
hint: Den Mehrheit der Wählern reicht es nicht, dass Russland im Falle eines Angriffs "nur" ein paar Städte in Schutt und Asche legen und nur ein paar Millionen ermorden könnte und danach selbst geschlagen wäre.