Aktuelle Entwicklungen in der Ukraine

Nein können sie nicht, auch Russlands Depots sind endlich und die aktuelle Produktion deckt nicht Ansatzweise das Niveau, was sie aktuell verlieren.
Rußland wirft z.Z. Depotbestände an die Front und lagert zumindest teilweise modernes, neu produziertes, Gerät ein bzw. hält es in Reserve. Das sieht in dem Punkt nicht gut aus.
Dennoch, solange die Ukraine gewillt ist, auf die militärische Karte zu setzen, soll man sie unterstützen und nicht paternalistisch auftreten und vorschreiben, was sie tun oder lassen sollen.

Einzig die wirtschaftliche Lage in Russland gibt mir etwas Hoffnung, die Kriegswirtschaft läuft zwar heiß, das hat zwar Wachstum zu Folge, dieses ist aber nicht wirklich nachhaltig. Inflation jenseits der 8%, der Leitzins - vor einiger Zeit noch deutlich gefallen - liegt jetzt wieder bei 21%. Die Preise für Grundnahrungsmittel haben sich in den letzten 12 Monaten mehr als verdoppelt, dazu kommt ein Mangel an Arbeitskräften. Dadurch wird sich Putin nicht abhalten lassen, aber Zuhause dürfte es doch wenigstens ungemütlicher werden.
 
a) die Mittel von heute sind nicht die Mittel von morgen. Binnen drei Jahren lässt sich die Produktion der in Massen verwendeten Low-Tech-Waffen noch deutlich steigern und so der Nullpunkt mehrere Jahre verschieben.
Kostet auch Geld und kostet Arbeitskräfte und letztere braucht man auch um seine Verluste an Personal in der Ukraine weiter zu füttern. Russland fehlt es jetzt schon an 4,8 Mio Arbeitskräften und der Ukrainekrieg hat es nicht besser gemacht.
Solange Russland nicht wirklich auf eine volle Kriegswirtschaft umschwenkt und seine Zivilwirtschaft zu Gunsten der Kriegswirtschaft eindampft kann es seine Rüstungsproduktion auch nicht grenzenlos steigern.

b) Neben den Lagerbeständen kann Putin auch erneut Aktiva aus der eigentlich überflüssigen Landesverteidigung abziehen und so weiter Zeit gewinnen.
Macht er schon seit mindestens 1 1/2 Jahren, sowohl an der Westgrenze zur NATO (laut Beobachtern ist da nicht mehr viel), als auch im asiatischen Osten, da dürfte nicht mehr, abseits der Atomstreitkräfte, Marine und Luftwaffe, viel übrig sein, was er noch aus der Landesverteidigung abziehen kann.

c) Russland muss gar nicht das aktuelle Niveau halten. Sie müssen nur das aktuelle Verhältnis relativ zum Niveau der Ukraine wahren und die verliert jeden Tag an Stärke. Insbesondere auch im zivilen Sektor.
Momentan erkauft er sich die Geländegewinnne im Osten durch massivsten Materialverlust, weit mehr als im ersten halben Jahr 2022. Was er da gerade verheizt bekommt er ohne eine Pause (einfrieren der Front) nicht mehr zeitnah ersetzt, auch wenn den Russen, wie Ukrainern, natürlich nie das Material komplett ausgehen wird (wegen Neuproduktion).

Die Schäden an essentieller Infrastruktur nur teilweise beheben zu können, führt nicht nur zu einem stetig steigenden Anteil an Funktionsausfällen. Es führt auch zu einer weiteren Schwächung der Reparaturmöglichkeiten, sodass Putin künftig mit weniger Waffen den gleichen Mehrausfall herbeiführen kann.
Solange Putin nicht anfängt ukrainische Atom-Kraftwerke zu beschießen und die Notstromgeneratoren in den Reperaturwerkstätten und Rüstungsfabriken zu zerstören, wird dass das letzte sein, wo bei den Ukrainern das Licht ausgehen wird.

Wir mögen uns das hier in unserer verwöhnten westlichen Gesellschaft nicht mehr so richtig vorstellen können, aber Nordkorea zeigt im Grunde das in einem Staat mit massiver Mangelwirtschaft auch eine Zivilgesellschaft in großen Teilen ohne Strom überleben kann und man trotzdem eine sehr umfassende Rüstungsproduktion aufrechterhalten kann.

Ist alles eine Frage der Priorität und Gewöhnung.

Der Punkt, an dem Russland faktisch gar keine Ressourcen mehr zur Aufrechterhaltung des Bedrohungsverhältnisses braucht, liegt eher 2-3 Quartale denn 2-3 Jahre in der Zukunft.
Belegst du womit?
Nur mit "weil Trump"?

(d: Man führt den Krieg einfach mit nordkoreanischen, iranischen und vor allem chinesischen Mitteln weiter)
Auch die schenken Russland das Zeug nicht und auch das muss Russland irgendwo her und irgendwo mit bezahlen können und mit Rubel wohl ehr nicht.

Alles in allem würde ich sagen, dass sich das Fenster "freie Ukraine" ganz klar schließt. Und das schnell. Bei dem aktuellen Unterstützungsniveau dürfte Putin in 3 bis 10 Jahren den Endsieg feiern können, ohne dafür sein Land wesentlich weiter oder gar schneller als dieses Jahr in den Abgrund schicken zu müssen.
Alle indizien sprechen dagegen, wenn das Unterstützungsniveau aus dem Westen nicht das aktuelle Niveau unterschreiten würde, ist es ehr so das in 3 bis 10 Jahren Russland seine Wirtschaft um die Ohren fliegen wird und oder das Personal ausgehen wird, wenn sich am aktuellen russischen Kurs nichts ändert.

Und nach dem großen Absturz vom ersten Kriegsjahr bis zur großen Zwangsrekrutierung, der mittlerweile verdaut wurde, verschlechtern sich die Verhältnisse in Russland, wenn überhaupt, nur noch so langsam, dass das Regime auf Jahrzehnte keine Probleme bekommen wird.
Deine Belege dafür?
Alle Indizen sprechen genau vom Gegenteil, von dem was du hier zu konstruieren versuchst.

Die Lage der russischen Wirtschaft ist wesentlich angspannter als nach außen dargestellt, es gibt eine spürbare Inflation bei den Lebensmitteln, die Zentralbankzinsen liegen bei 21%, die Löhne für einfachste Tätigkeiten sind auf dem Niveau von studierten Fachkräften, das Militärbudget beträgt 40% des gesamten Jahreshaushalts, davon der größte Anteil nur für die Löhne und Prämien, nicht für Material, dann die explodierenden Prämien von 30.000 Dollar für eine Verpflichtung, rückläufige Einnahmen bei den Gas- und Öl-Exporten bis mindestens 2030 anhaltend und vor 2 Tagen auch die Kürzung der Prämien für Verletzte, usw. usf.

Es ist schlicht einfach nur absurd und realitätsfern, wenn du meinst der russische Staat könnte das noch "Jahrzehnte" so weitertreiben.

=> Wenn sich die Unterstützung der Ukraine nicht massiv bessert, wird sie diesen Krieg verlieren.
Nein, selbst wenn die Ukraine nur auf dem momentanen Niveau am Leben gehalten wird, wird sie das nicht verlieren (Russland in 3 Jahren durch Kiew paradieren), solange Russland sein Niveau auch nicht steigert / drastisch steigern kann.

Die "wilden" Berechnungen, denen zu Folge Russland schnell in die Knie gehen wird, waren immer exponentielle oder auf Versprechungen aufgebaute Extrapolationen.
Nein, sie beruhen auf den veröffentlichen Zahlen der russischen Ministerien und sind alles andere als "wild", solange man nicht jeden "Hinz und Kunz" aus dem Internet und deren "Hura-Meldungen" glauben will.

Was bei mangelnder Datenlage nach wenigen Monaten halt auch naheliegende Ansätze sind....
Daten von bald 3 Jahren sind alles andere als die mangelnde Datenlage von ein paar Monaten...

Rußland wirft z.Z. Depotbestände an die Front und lagert zumindest teilweise modernes, neu produziertes, Gerät ein bzw. hält es in Reserve. Das sieht in dem Punkt nicht gut aus.
Nein hält es nicht, das ist so ein schlicht falsches Gerücht was sich hartnäckig hält, aber einfach falsch ist.
Was produziert wird geht auch direkt in die Ukraine, um Verluste zu ersetzen, da wird nichts "super modernes" irgendwo auf Halde gebunkert, "falls NATO" und so.

Die komplette Westgrenze zur NATO ist nahezu vollständig entblößt, bis auf ein paar Grenzposten (zur Überwachung), Luftwaffe und Atomstreitkräfte, steht da quasi nichts mehr, auch kein supermodernes Material für Tag X.
 
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Wenn man das Vorkriegsniveau zu Grund legt, dürfte es vom jetzigen Niveuabfall aus betrachtet eher 30 denn 20 Jahre Aufrüstung brauchen, bis Russland wieder auf einem Niveau ist, wo es Westeuropa bedrohen könnte
Na dann, das kann uns doch reichen.
Aber: Hier jetzt und heute ist Russland immer noch mächtig genug, um eine akute Bedrohung für jedes Teilgebiet zu sein, auf dass es seine Waffen richtet. Und auch das bedeutet ein Ende der Freiheit Europas und ein Rückfall in die Zustände des kalten Krieges. Nur diesmal nicht auf Basis beidseitiger propagandabasierter Vorurteile, sondern auf der ganz konkreten Beobachtung, dass im Kreml ein skurpelloser Kriegsverbrecher sitzt, der bereit ist, jedes Mittel einzusetzen und viel zu Opfern, um irgendwelche idealistischen Ziele zu erreichen. Ziele wie die bereits genannte Bestrafung von Politikern in Berlin. Ziele wie die Eroberung von Teilen Finnlands, etc.. Dazu kommen die bereits an der weißrussischen Grenze praktizierte asymmetrische Konfliktführung auf dem Rücken von Flüchtlingen, Sabotageaktionen, Unterstützung demokratiefeindlicher Organisationen jenseits der Grenze (möglicherweise wieder mit "Grünen Männchen" nur diesmal bei den Blauen?), etc..

Kurz: Auch das derzeitige Russland wäre, entlang der gesamten gemeinsamen Grenze (die nach der Einnahme Moldaus von weißen bis zum schwarzen Meer die gesamte EU-Ostgrenze entspricht), eine akute Bedrohung. Dann stünden wir vor der Wahl, ob es bei uns weiterhin "Freiheit" gäbe, gepart mit ständiger Angst vor einem lokalen Angriff, vor Anschlägen, etc., oder ob es bei uns "Sicherheit" gäbe, gepaart mit massiven Rüstungsausgaben, die Freiheitsprojekte unmöglich machen und einem Überwachungs-/Kontrollstaat, der neben russischen Infiltranten auch jede andere Abweichung im System ausmerzt.
Von den beiden Möglichkeiten halte ich Tresholds Aussage, dass ein Sieg Putins in der Ukraine auch das Ende der Freiheit in Europa wäre, klar für die wahrscheinlichere.
Also wenn ich an der Stelle Russlands wäre und die andere Seite so über mich denkt, dann würde ich auch alles tun, um möglichst kampfstark zu sein und selbst in eine vorteilhaftere Position zu kommen.
Du schreibst selbst, dass der Russe Jahrzehnte braucht, um überhaupt genug Kraft zu haben, bis nach Mitteleuropa zu kommen. Gleichzeitig geht Russland mehr oder weniger vor die Hunde, also ob es überhaupt noch vernünftig rüsten kann, ist fraglich. Putin muss jetzt kämpfen, weil er in Zukunft noch weniger dazu imstande sein würde.
Ich würde sagen, was die Bedrohung angeht, sind wir gar nicht mal in so einer schlechten Position.
 
Nein hält es nicht, das ist so ein schlicht falsches Gerücht was sich hartnäckig hält, aber einfach falsch ist.
Ich beziehe mich dabei auf Aussagen aus dem Podcast "Sicherheitshalber", die Dame und Herren schätze ich als seriös ein ohne ihre Quellen immer nachzuprüfen. Von daher steht da mal Aussage gegen Aussage 😜. Ich hoffe, du hast Recht, Teile deinen Optimismus in dem Punkt aber nicht.
Es ist schlicht einfach nur absurd und realitätsfern, wenn du meinst der russische Staat könnte das noch "Jahrzehnte" so weitertreiben.
Bei der wirtschaftlichen Einschätzung bin ich schon eher bei dir
 
Ich beziehe mich dabei auf Aussagen aus dem Podcast "Sicherheitshalber", die Dame und Herren schätze ich als seriös ein ohne ihre Quellen immer nachzuprüfen. Von daher steht da mal Aussage gegen Aussage 😜. Ich hoffe, du hast Recht, Teile deinen Optimismus in dem Punkt aber nicht.
Ich habe den Podacst nicht gehört und weiß daher nicht wer dort zu Gast war, aber ich vertraue im Zweifel den britischen und amerikanischen Geheimdienstberichten mehr, als Leuten die bei irgendwelchen Podcasts zu Gast sind. ;)
 
Kein Gast, Stammbelegschaft - Ulrike Franke,Thomas Wiegold, Carlo Massaka und Frank Sauer. Die Aussage kam von Ulrike Franke und diese bezog sich wohl auf OSINT Daten
 
Kostet auch Geld und kostet Arbeitskräfte und letztere braucht man auch um seine Verluste an Personal in der Ukraine weiter zu füttern. Russland fehlt es jetzt schon an 4,8 Mio Arbeitskräften und der Ukrainekrieg hat es nicht besser gemacht.

Wo kommen diese 4,8 Millionen her? Ich weiß, dass es stellenweise Lücken gibt, weil z.B. am Arsch der Welt viel rekrutiert wurde und genau da auch Hände in der Landwirtschaft gebraucht werden. Aber nach dem Wegbruch der Europa-orientierten Industrie sollten an anderer Stelle eigentlich freie Arbeitskräfte verfügbar sein und zumindest vor 1-2 Jahren hat Putin die Kriegsindustrie meines Wissens nach noch genutzt, um diese Arbeitslosigkeit zu übertünchen.

Macht er schon seit mindestens 1 1/2 Jahren, sowohl an der Westgrenze zur NATO (laut Beobachtern ist da nicht mehr viel), als auch im asiatischen Osten, da dürfte nicht mehr, abseits der Atomstreitkräfte, Marine und Luftwaffe, viel übrig sein, was er noch aus der Landesverteidigung abziehen kann.

Sure? Das hat er vor 1,5-2 Jahren mal gemacht, ja. Aber von weiteren Abzügen seitdem habe ich nichts mehr gehört und die östlichsten NATO-Staaten weisen regelmäßig auf den Bedarf an zusätzlicher Verteidigungsstärke hin, was bei einer weiteren bereits erfolgten Absenkung auf Null komplett überflüssig wäre. Bei dem Vorstoß im Bereich Kursk gehörten auf alle Fälle auch Truppen von der Westgrenze zu den ersten, die reagiert haben, was sich irgendwie damit beisst, dass es da gar niemanden mehr geben soll.

Solange Putin nicht anfängt ukrainische Atom-Kraftwerke zu beschießen und die Notstromgeneratoren in den Reperaturwerkstätten und Rüstungsfabriken zu zerstören, wird dass das letzte sein, wo bei den Ukrainern das Licht ausgehen wird.

Wir mögen uns das hier in unserer verwöhnten westlichen Gesellschaft nicht mehr so richtig vorstellen können, aber Nordkorea zeigt im Grunde das in einem Staat mit massiver Mangelwirtschaft auch eine Zivilgesellschaft in großen Teilen ohne Strom überleben kann und man trotzdem eine sehr umfassende Rüstungsproduktion aufrechterhalten kann.

Ja. Wenn man die Bevölkerung einsperrt und jeden, der so Luxus wie "mehr als 1000 Kalorien am Tag" oder "eine Heizung" verlangt, an die Wand stellt. Wir reden hier aber von der Ukraine als freie Nation, die es zu retten gilt. "Frei" wie in "da kann man frei leben" und "Nation" wie in "es sind außer dem Militär noch ein paar Bürger da und nicht längst alle geflohen, ehe sie verrecken".

Auch die Notstromgeneratoren in den Reparaturwerkstätten bringen dir nicht, wenn niemand mehr zur Arbeit kommt, weil der letzte nicht geflohene in seiner Wohnung erfroren ist.

Belegst du womit?
Nur mit "weil Trump"?

Trump, Scholz, Starmer, Fico - praktisch überall geht die Unterstützung runter. Der einzig zumindest konstante Zuspruch kommt noch aus Polen und dem Baltikum, aber die bereiten vor allem ihre eigene Verteidigung vor und könnten selbst bei viel Motivation nicht einmal 10% Reduktion auf US-Seite kompensieren.

Auch die schenken Russland das Zeug nicht und auch das muss Russland irgendwo her und irgendwo mit bezahlen können und mit Rubel wohl ehr nicht.

Nö. Aber mit Know-How. Russland und Iran gehören seit langem zu den Staaten, die alles selbst machen müssen. Aber nur für sehr wenige Bereiche wissen auf halbwegs brauchbarem Niveau, wie. Allein für das russische Know-How im Bereich Luftfahrt respektive U-Boote dürfte Putin die iranische respektive nordkoreanische Rüstungsproduktion der nächsten zwei Jahrzehnte aufkaufen können. China ist schwieriger, da kann er tatsächlich nichts anbieten. Aber an der Stelle würde ich die Aussage "schenken nicht" keineswegs als gesichert annehmen. Xi hat großes Interesse daran, Europa zu destabilisieren und die NATO zu beschäftigen. Die Menge drittklassigen Materials, dass Russland verheizt, ist dagegen aus chinesischer Sicht ein Klacks. Und auch China hat viel kaltes-Krieg-Material in den Lagern, dass vor der Ausmusterung steht, aber noch gut genug für die Ukraine wäre. Einzig Bereitschaft, offen zu liefern oder aber eine leistungsfähiges System, verdeckt zu übergeben, fehlt noch. (Oder aber letzteres ist so gut, dass wir es nicht merken. In Anbetracht der engen Verwandtschaft von Sowjet- und vor-80er-Jahre VRC-Material sehe ich aber durchaus Möglichkeiten, wie Putin seine Lager gefüllt/seine Grenzen gesichert halten kann, obwohl er 100% der russischen Technik in die Ukraine schickt.)

Alle indizien sprechen dagegen, wenn das Unterstützungsniveau aus dem Westen nicht das aktuelle Niveau unterschreiten würde, ist es ehr so das in 3 bis 10 Jahren Russland seine Wirtschaft um die Ohren fliegen wird und oder das Personal ausgehen wird, wenn sich am aktuellen russischen Kurs nichts ändert.

Was ist denn das "aktuelle Niveau"? Das aus dem zweiten Quartal, dessen Lieferungen jetzt an der Front sind oder das aus dem vierten Quartal, dass ersteres Niveau weit unterschritten hat?? Wenn ich mir angucke, wie sich die festen Zusagen seit ~Sommer 23 entwickelt haben, dann sehe ich keine Niveau, das gehalten werden kann, sondern ein stetes Abwärts, dass deutlich vor dem von dir prognostizierten 2027-2034 bei "Großrussland mit Donaugrenze" rauskommt. Vor einem Jahr hat die Ukraine bei einem typischen russischen Angriff noch alles bis auf 5-10 Flugkörper abwehren können, heute kommen teilweise 30-40 durch. Und man kam schon bei den 5 nicht hinterher, die Schäden zu reparieren.

Deine Belege dafür?
Alle Indizen sprechen genau vom Gegenteil, von dem was du hier zu konstruieren versuchst.

Ich weiß nicht, was "alle" deine "Indizien" sind, aber sämtliche Umfrangen, Stimmungsberichte, etc., die ich aus Russland höre, sehen eine stabile Zustimmung sowohl für Putin (natürlich nicht auf dem offiziellen Niveau, aber da gab es immer Differenzen) als auch zum Militär, von i.d.R. deutlich über 70%. Der Krieg und seine Folgen spielt für die Russen keine große Rolle mehr.

Zum Vergleich: Solche Untergangsszenarien wurden nach dem ersten Kriegsjahr gemalt, seitdem hat sich die Stimmung ganz offensichtlich alles andere als verschlechtert.

Die Lage der russischen Wirtschaft ist wesentlich angspannter als nach außen dargestellt, es gibt eine spürbare Inflation bei den Lebensmitteln, die Zentralbankzinsen liegen bei 21%, die Löhne für einfachste Tätigkeiten sind auf dem Niveau von studierten Fachkräften, das Militärbudget beträgt 40% des gesamten Jahreshaushalts, davon der größte Anteil nur für die Löhne und Prämien, nicht für Material, dann die explodierenden Prämien von 30.000 Dollar für eine Verpflichtung, rückläufige Einnahmen bei den Gas- und Öl-Exporten bis mindestens 2030 anhaltend und vor 2 Tagen auch die Kürzung der Prämien für Verletzte, usw. usf.

Und was davon ist jetzt ein Problem für Putin an der Druckerpresse oder für den russischen Arbeiter, bei dem die doppelten Lebensmittelpreise auf ein mehr als verdoppeltes Gehalt treffen? Verglichen mit den Bedingungen, die z.B. die letzten Jahre in den Türkei herrschten, ist das geradezu paradiesisch und ich hätte nicht bemerkt, dass jemand den Sultan stürzen würde.

Du solltest dich davon verabschieden, die Zielsetzungen deutscher BWLer als Maßstab zu verwenden. Russland ist groß genug, um 1-2 Jahrzehnte als weitestgehend geschlossenes System zu agieren und es hat eindeutig andere Ziele als wir für gut befinden würden.

Nein, selbst wenn die Ukraine nur auf dem momentanen Niveau am Leben gehalten wird, wird sie das nicht verlieren

Auf dem aktuellen Niveau wird die Ukraine doch aber eben nicht am Leben erhalten. Auf dem aktuellen Niveau verliert die Ukraine jeden Monat mehr als im Monat zuvor. Du argumentierst hier wie gewisse Politiker, die im Frühjahr 2020 die Zahl der Coronafälle als problemlos betrachtet haben.

Nein, sie beruhen auf den veröffentlichen Zahlen der russischen Ministerien und sind alles andere als "wild", solange man nicht jeden "Hinz und Kunz" aus dem Internet und deren "Hura-Meldungen" glauben will.

Äh ja....
Erst diffamierst du ältere Prognosen, die daneben lagen, als "wild" und wenn man dir den wahren Grund dafür nennt, dass sie danebenlagen, dann bezeichnest du sie als gültig und spinnst dir was über andere Grundlagen zusammen...

Ich breche die Diskussion an der Stelle ab, bis du wieder logisch postest.


Ich würde sagen, was die Bedrohung angeht, sind wir gar nicht mal in so einer schlechten Position.

Na wenn das deine feste Überzeugung ist, dann stell dich mal in (oder vor) den Bundestag und fordere, dass der Bundeswehretat auf 0,5% gesenkt wird, weil wir ja sowieso total sicher vor Russland sind, während wir endlich 100 Milliarden in Klimaschutz investieren, weil wir vor diesen Veränderungen defintitiv nicht sicher sind.

have fun.
hint: Den Mehrheit der Wählern reicht es nicht, dass Russland im Falle eines Angriffs "nur" ein paar Städte in Schutt und Asche legen und nur ein paar Millionen ermorden könnte und danach selbst geschlagen wäre.
 
Ich weiß nicht, was "alle" deine "Indizien" sind, aber sämtliche Umfrangen, Stimmungsberichte, etc., die ich aus Russland höre, sehen eine stabile Zustimmung sowohl für Putin (natürlich nicht auf dem offiziellen Niveau, aber da gab es immer Differenzen) als auch zum Militär, von i.d.R. deutlich über 70%. Der Krieg und seine Folgen spielt für die Russen keine große Rolle mehr.
In moskau vieleicht. Bei denen kommt ja auch kaum etwas vom krieg an und würdest du dann 20 jahre gulag riskieren nur um deine meinung zu äußern? Ich hoffe du glaubst das nicht wirklich.
Wenn die not jedenfalls größer wird und die russen selbst betroffen sind ändert sich auch so einiges...
Und folgenden n-tv beitrag finde ich auch recht aufschlussreich... (incl. nebeninformationen wie das z.b. der russische staat langsam anfängt geld zu sparen)
 
Na wenn das deine feste Überzeugung ist, dann stell dich mal in (oder vor) den Bundestag und fordere, dass der Bundeswehretat auf 0,5% gesenkt wird, weil wir ja sowieso total sicher vor Russland sind,
Ein starkes Militär ist allgemein wichtig. Da muss man sich nicht auf Russland versteifen. Du tust ja schon so, als wäre Russland der einzige, alleinige Feind Deutschlands und die ganze restliche Welt würde unser bestes wollen.
während wir endlich 100 Milliarden in Klimaschutz investieren, weil wir vor diesen Veränderungen defintitiv nicht sicher sind.
... und welche völlig sinnlos sind, wenn wir einen dämlichen Alleingang machen, so wie jetzt, der unser Land mit Vollgas an die Leitplanke fährt und diese wahrscheinlich auch durchbringt mit einem tiefen Abhang dahinter. Man ist keine stabile Wirtschaftsmacht ohne Schwerindustrie im eigenen Land.
 
Ein starkes Militär ist allgemein wichtig. Da muss man sich nicht auf Russland versteifen. Du tust ja schon so, als wäre Russland der einzige, alleinige Feind Deutschlands und die ganze restliche Welt würde unser bestes wollen.
Ich kenne jetzt niemand, der mit militärischen Mitteln versucht, ein Land in unserer Nähe zu erobern. Außer Russland natürlich.
 
Andere Ländern wie China, Iran oder Nordkorea könnten uns höchstens mit (Atom)raketen erreichen.
Russland ist eine unmittelbare Bedrohung direkt vor der Haustür.
Wobei Russland konventionell gegen die Nato haushoch verlieren würde.
 
Zuletzt bearbeitet:
Da will wohl einer eine friedliche Beilegung des Konflikts noch hinauszögern.
Es gibt nur einen, der den Krieg friedlich beenden kann und der hockt im Kreml.
Eine Reaktion auf nordkoreanische Soldaten innerhalb Russlands, mutig.
Die Zeichen stehen alle auf Eskalation, freut euch hoffentlich.
Richtig so. Biden hat sehr lange gebraucht und jetzt können die Ukrainer bis Januar den Waffenvorteil nutzen.

Hoffentlich liefert Deutschland bald Taurus.
 
Ich hab hier gerade durchgewischt. Bitte von Beleidigungen absehen... aber ebenso müssen Themen nicht zum 20ten male erneut durchgekaut werden. :kaffee:

(Sollte hier ein Beitrag Zuviel gelöscht worden sein, sorry.. Collateral Schaden)
 

Die russische Exil-Opposition hatte gestern in Berlin demonstriert. Die Witwe des in Gefangenschaft ermordeten Politikers Nawalny hatte die Demo mit organisiert. Und dazu aufgerufen.
Ich finde das gut. Aber leider noch viel wenig.
Die meisten Deutsch-Russen halten auch immer noch zu Putin.
Und in Russland traut sich kein Mensch auf die Straße.
Was man aber auch verstehen kann. Wenn man mal an die harten Strafen denkt.
 
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In moskau vieleicht. Bei denen kommt ja auch kaum etwas vom krieg an und würdest du dann 20 jahre gulag riskieren nur um deine meinung zu äußern? Ich hoffe du glaubst das nicht wirklich.
Wenn die not jedenfalls größer wird und die russen selbst betroffen sind ändert sich auch so einiges...

Dir fällt schon auf, dass das ein Beitrag von vor zwei Jahren ist? Also dem Zeitraum, in dem ich bereits gesagt habe, dass Russlands damals auf Talfahrt war, sich seitdem aber eben alles stabilisiert hat?

Und folgenden n-tv beitrag finde ich auch recht aufschlussreich... (incl. nebeninformationen wie das z.b. der russische staat langsam anfängt geld zu sparen)

Interessant. Mal gucken, ob sich sowas bestätigt oder verbreitet.


Ein starkes Militär ist allgemein wichtig. Da muss man sich nicht auf Russland versteifen. Du tust ja schon so, als wäre Russland der einzige, alleinige Feind Deutschlands und die ganze restliche Welt würde unser bestes wollen.

Wer im Umkreis von 2000 km würde es denn noch angreifen wollen UND hätte eine Chance gegen die Bundeswehr in ihrer heutigen, nunja, "Stärke"? Eben: Keiner.

... und welche völlig sinnlos sind, wenn wir einen dämlichen Alleingang machen, so wie jetzt, der unser Land mit Vollgas an die Leitplanke fährt und diese wahrscheinlich auch durchbringt mit einem tiefen Abhang dahinter. Man ist keine stabile Wirtschaftsmacht ohne Schwerindustrie im eigenen Land.

Man ist auch keine stabile Wirtschaftsmacht mit 100 Milliarden extra Schulden auf dem Konto wegen einem Anlass, der deiner Aussage nach gar nicht existiert.

Arschloch gegenüber dem Rest der Welt vielleicht schon, aber keine Macht. Und Schwerindustrie macht einen im 21. Jhd. eigentlich sowies nur noch zu einem Bemeitleidenswerten Haufen Elend, aber das ist hier nicht Thema.
 
Nach Berichten über eine US-Erlaubnis für die Ukraine zum Einsatz weitreichender Waffen gegen Ziele in Russland hat Bundeskanzler Olaf Scholz die Lieferung von deutschen Taurus-Raketen erneut abgelehnt. "Ich habe sehr klare Gründe, warum ich die Lieferung von Marschflugkörpern Taurus (...) nicht für richtig halte", sagte Scholz am Rande des G20-Gipfels in Rio de Janeiro. Deutschland müsste sich an der Zielsteuerung beteiligen. "Das ist aber etwas, was ich nicht verantworten kann und auch nicht will."


US-Medienberichten zufolge soll US-Präsident Joe Biden eine Erlaubnis für den Einsatz von ATACMS-Raketen mit einer Reichweite von bis zu 300 Kilometern gegeben haben. Die Waffen sollen wahrscheinlich zunächst gegen russische und nordkoreanische Truppen eingesetzt werden, um die ukrainischen Streitkräfte in der westrussischen Region Kursk zu unterstützen.
Quelle: Olaf Scholz bleibt bei Nein zu Taurus-Lieferung an Ukraine

Politiker von Grünen, Union und FDP sind für eine Taurus Lieferung. Nur Olaf Scholz ist dagegen.
Wie kann man nur so engstirnig sein?
 
In den letzten Monaten wurde hier ja doch viel geduldet, aber eines geht immer noch nicht klar:

Irgendwelcher Verschwörungs-Schwurbler-Wahnsinn, den sich jemand in seinem Atombunker ausgedacht hat...

Grüße gehen raus an: Diejenigen wissen bescheid.
 
Andere Ländern wie China, Iran oder Nordkorea könnten uns höchstens mit (Atom)raketen erreichen.
Russland ist eine unmittelbare Bedrohung direkt vor der Haustür.
Wobei Russland konventionell gegen die Nato haushoch verlieren würde.
Wieso sollten die keine Truppen nach Europa schicken können?
Quelle: Olaf Scholz bleibt bei Nein zu Taurus-Lieferung an Ukraine

Politiker von Grünen, Union und FDP sind für eine Taurus Lieferung. Nur Olaf Scholz ist dagegen.
Wie kann man nur so engstirnig sein?
Das Problem ist, dass die deutschen Taurus eine deutlich höhere Reichweite haben als die amerikanischen und britischen Marschflugkörper. Oder um es deutlicher zu sagen: mit den Taurus kann die Ukraine von eigenem Gebiet Moskau erreichen.
Das wäre eine deutliche Eskalation. Alleine schon die jetzige Genehmigung ist eine. Immer schön weiter eskalieren...und nachher fragt man sich wie das passieren konnte (und ja es interessiert nicht wer angefangen hat, da muss man drüber stehen wenn man diese Spriale durchbrechen will).
 
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