Aktuelle Entwicklungen in der Ukraine


Wenn es nur 10000 Soldaten sind wird das wohl keinen großen Unterschied machen. Bei 100K würde es in der Tat anders aussehen.

Da es ja seit mittlerweile einiger Zeit nur noch ein Abnutzungskrieg ist können 10000 Soldaten schon einen gewaltigen Unterschied machen wenn der anderen Seite im Gegensatz dazu die Soldaten ausgehen.

Man muss ja eins bedenken: Soldaten sind biologisch ja auch noch Menschen (das Recht auf Leben wurde ihnen ja schon von ihrem Land abgesprochen, sofern sie sich nicht freiwillig gemeldet haben), d.h. die müssen auch irgendwann mal schlafen. Wenn der Feind aber nun an gerade diesem Frontabschnitt Angriffe im 3-Schichten-System fahren kann, dann bedeutet Schlaf das Einbrechen der Front dort.
 
Da es ja seit mittlerweile einiger Zeit nur noch ein Abnutzungskrieg ist können 10000 Soldaten schon einen gewaltigen Unterschied machen wenn der anderen Seite im Gegensatz dazu die Soldaten ausgehen.

Man muss ja eins bedenken: Soldaten sind biologisch ja auch noch Menschen (das Recht auf Leben wurde ihnen ja schon von ihrem Land abgesprochen, sofern sie sich nicht freiwillig gemeldet haben), d.h. die müssen auch irgendwann mal schlafen. Wenn der Feind aber nun an gerade diesem Frontabschnitt Angriffe im 3-Schichten-System fahren kann, dann bedeutet Schlaf das Einbrechen der Front dort.
Das stimmt. Viele ukrainische Soldaten sind auch schon seit Kriegsbeginn an der Front. Weil sie nicht mit Anderen rotieren können. Weil ihnen die Leute fehlen.

Ich kenne einen Ukrainer welcher regelmäßig Spenden sammelt und die persönlich mit Helfern im Lieferwagen und LKW immer in die Ukraine bringt. Der macht das schon seit Anfang des Krieges und hat auch schon Verletzte und Tote gesehen. Der hat kaum Schlaf und musste auch schon zum Psychiater.

Soldaten die ganze Zeit im Kriegseinsatz, müssen unvorstellbare Belastungen aushalten.
 
Neben der absoluten Zahl sollte man auch den Ausbildungsstand berücksichtigen:
Die Ukraine setzt zwangsläufig zu großen Teilen auf frisch rekrutiertes Personal, Russland wegen des Verbrauchs von Menschenleben teilweise auf gepresste Wehrpflichtige. Nordkorea dagegen hat einen erheblichen Bestand an jahrelang ausgebildeten Soldaten. Und auch wenn die Welt gerne über das nordkoreanische Tech-Level lacht (bis das Lachen wegen der Atomwaffen im Halse stecken bleibt): Der nicht-Drohnen-Teil des Ukraine-Kriegs findet immer noch zu großen Teilen genau auf diesem Kalte-Kriegs-Niveau statt.
 
Die gehen noch härter als die Russen mit Verweigerern und Deserteuren um.
Ich kenne die Motivation der Nord Koreaner nicht. Wir kennen von Nord Korea schlicht nichts.
Eine Änderung im Krieg werden die aber nicht bringen.
Soweit ich das weiß, kämpfen sie in russischen Uniformen. Kann man sie als Söldner bezeichnen? Auch wenn sie natürlich nicht bezahlt werden, sondern Kim die Kohle einstreicht?
 
Soweit ich das weiß, kämpfen sie in russischen Uniformen. Kann man sie als Söldner bezeichnen? Auch wenn sie natürlich nicht bezahlt werden, sondern Kim die Kohle einstreicht?
Und woher weißt du das, wenn wir über sie nichts wissen? :ugly:

Ich weiß nur, dass Kim Jong-un nicht mal davor zurück schreckt, eigene Verwandte zu exekutieren.
Da wird er mit seinem Fußvolk nicht zimperlicher umgehen.
 
Gibt ein hübsches Video auf Twitter, wo Jemand die Uniformausgabe gefilmt hat!
Weißt du, ob sie dann völkerrechtlich als russische Soldaten bezeichnet werden? Oder bleiben das Koreanische? Oder sind das jetzt Söldner?
Wagenknecht und Co. haben ja immer gemeckert, dass Söldner in der Ukraine für die Ukraine kämpfen.
 
Weißt du, ob sie dann völkerrechtlich als russische Soldaten bezeichnet werden? Oder bleiben das Koreanische? Oder sind das jetzt Söldner?
Wagenknecht und Co. haben ja immer gemeckert, dass Söldner in der Ukraine für die Ukraine kämpfen.
Bin ich mir nicht zu 100% sicher, aber ich habe ein paar historische Vergleiche, woraus man sich sein Urteil bilden kann und natüröich labert das BSW vollkommenen Müll, eher schon strafbare Propaganda!

1. Grundsätzliches
Es handelt sich nach Völkerrecht um einen verbrecherischen Angriffskrieg mit einem klaren Aggressor und einem klaren Verteidiger, der nach anerkannten Völkerrecht eine Vielzahl von rechtlichen Möglichkeiten hat, fremde Hilfe einzusetzen.

- internationale Freiwillige auf Seiten der Ukrainer
Niemand bei Verstand kann diese Leute rechtlich als Söldner einordnen, die Anwerbung ist völkerrechtlich gedeckt und es gibt keine nennnenswerte Unterschiede in der Bezahlung zu den verschiedenen regelären ukrainischen Truppen.

Der bekannteste historische Vergleich für uns Europäer ist der Spanische Bürgerkrieg, bei dem zehntausende internationale Freiwillige auf Seiten der amtierenden spanischen "Republikaner" Regierung in Freiwilligen Einheiten auf der Seite der "Republikaner" gegen den Putsch von Franco gekämpft haben.
Niemand in der Vergangenheit und Gegenwart vor allen dingen nicht aus der Linken politischen Ecke, hat diese Menschen jemals als Söldner bezeichnet!

- nordkorianische Soldaten auf Seite Russlands.

Da es sich völkerrechtlich um einen strafbaren und verbrecherischen Angriffskrieg handelt, machen sich die nordkoreanischen Soldaten und ihre Regierung nach Völkerrecht strafbar.
Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit ist davon auszugehen, das die nordkoreanische Regierung Gegenleistungen für das zur Verfügung stellen der Soldaten erhält, ob jetzt monetär oder als technologischen Wissenstransfer spielt dabei keine Rolle. Insoweit kann man hier eine Art Vermietung von Soldaten an Russlamd sprechen, weil es dafür einen messbaren oder geldwerten Vorteil gibt.
Somit sehe ich eine Subsumtion als Söldner gegeben, allerdings ist das schwierig auf das einzelne Individium als Individualschuld zu übertragen, da wir alle wissen das sich der einzelne nordkoreanische Soldat nicht dagegen wehren kann, ohne sehr wahrscheinlich sein Leben zu verlieren.


M.A. nach als bester historischer Vergleich dient die Vermietung "deutscher"/hessischer Soldaten an die Britische Krone im amerikanischen Unabhängigleitskrieg, als hessische Grafen gegen bares Geld ausgebildete Soldaten an die Briten für diesen Krieg vermieteten.
 
Da es sich völkerrechtlich um einen strafbaren und verbrecherischen Angriffskrieg handelt, machen sich die nordkoreanischen Soldaten und ihre Regierung nach Völkerrecht strafbar.
Das ist klar, aber für Völkerrecht interessiert sich der Dicke ja nicht.
Ich wollte ja nur wissen, wie das international gesehen wird.
Ansonsten könnte die Ukraine auf auf das Völkerrecht pfeifen und russische Städte bombardieren.
 
Afaik dürfte die Tatsache, dass es ein Angriffskrieg ist, keine Rolle bezüglich des Status der Soldaten spielen. Klar, sie machen sich potentiell strafbar, weil sie an einem solchen teilnehmen, während Kampfhandlungen auf verteidigender Seite erlaubt wären - aber das gilt unabhängig davon, ob sie sich einzeln als Söldner verdingen, den Dienst in einer Angriffsallianz nicht verweigern oder als Angehörige der Armee des initialen Angreifers entsprechende Befehle nicht verweigern, dürfte egal sein. Wobei in diesem Fall eindeutig eine von letzteren beiden Optionen zutrifft, Söldner sind es nicht. Nur ob sie nach dem Uniformtausch noch als nordkoreanische oder als russische Soldaten zählen, weiß ich nicht. Ich glaube die sowjetischen Ausleihsoldaten (vor allem Piloten) in Korea und Vietnam wurden offiziell als Teil der dortigen Streitkräfte ausgegeben.
 
Der Status von Soldaten ist eigentlich immer ziemlich Eindeutig. Vorrausgesetzt diese halten sich an die Gebräuche des Krieges. Sprich Uniform/Kennzeichnung, offene Trageweise der Waffen, klare Befehlshirachie, damit erhalten diese den Status eine Kombattanten und genießen den Schutz des Kriegsvölkerrechtes z.B. bei Gefangennahme.
Durch den Uniformtausch werden die koreanischen Soldaten, wenn diese auch in die Befehlsstrucktur der russischen Streitkräfte eingebunden sind, zu russischen Soldaten.
 
Neben der absoluten Zahl sollte man auch den Ausbildungsstand berücksichtigen:
Die Ukraine setzt zwangsläufig zu großen Teilen auf frisch rekrutiertes Personal, Russland wegen des Verbrauchs von Menschenleben teilweise auf gepresste Wehrpflichtige. Nordkorea dagegen hat einen erheblichen Bestand an jahrelang ausgebildeten Soldaten. Und auch wenn die Welt gerne über das nordkoreanische Tech-Level lacht (bis das Lachen wegen der Atomwaffen im Halse stecken bleibt): Der nicht-Drohnen-Teil des Ukraine-Kriegs findet immer noch zu großen Teilen genau auf diesem Kalte-Kriegs-Niveau statt.
Na, das verhält sich eigentlich eher nicht so:

Die Ukraine hat ja gerade nach wie vor das Problem, dass die Hauptlast der intensiven Kämpfe immer noch auf den Schultern von erfahrenen, mittlerweile langfristig eingesetzten älteren Soldaten ruht.
Darüber hinaus wird der Ausbildungsstand der ukrainischen Soldaten -auch westlicher Ausbildung gedankt- grundlegend höher eingeschätzt als bei den russichen Soldaten, die nachweislich schneller und damit natürlich schlechter ausgebildet an die Front gehen. Ist dort aber normaler Verschleiß und nicht weiter wild.

Russland setzt an den heißen Zonen bzw. der Kontaktlinie in der Ukraine vorwiegend Berufssoldaten und natürlich "Freiwillige" ein. Kaum Wehrpflichtige. Die werden vielleicht in Kursk, also im russischen Kernland eingesetzt, aber auch dort nicht in Offensivaktionen.

Und was Nordkorea betrifft:
a) Berichte russischer Soldaten bzgl. der Qualität nordkoreanischer Artilleriegranaten sprechen eine kritische Sprache.
b) Die nordkoreanischen Soldaten sind vielleicht miliätrisch ausgebildet, ob sie allerdings gut ausgebildet sind, ist sehr zweifelhaft. Dazu kommt das sehr erhebliche Sprachproblem, was eine gute Koordination schwierig macht.
Ich sehe die Nordkoreaner eher massenweise 6 Fuss unter der Erde, als triumphierend in ukrainischen Schützengräben.


Was allerdings eher stutzig macht, sind die Meldungen, dass Russland mehr und mehr von ausländischem Support abhängig ist.
Das nährt die Hoffnung, dass Russland evtl. schneller als gedacht auf dem Zahnfleisch geht.


- internationale Freiwillige auf Seiten der Ukrainer
Niemand bei Verstand kann diese Leute rechtlich als Söldner einordnen, die Anwerbung ist völkerrechtlich gedeckt und es gibt keine nennnenswerte Unterschiede in der Bezahlung zu den verschiedenen regelären ukrainischen Truppen.
Freiwillige sind dann per definitionem keine Söldner - die Ukraine setzt -nach meiner Kenntnis- nur Soldaten ein, die auch Teil der ukrainischen Streitkräfte sind.


Afaik dürfte die Tatsache, dass es ein Angriffskrieg ist, keine Rolle bezüglich des Status der Soldaten spielen. Klar, sie machen sich potentiell strafbar, weil sie an einem solchen teilnehmen, während Kampfhandlungen auf verteidigender Seite erlaubt wären - aber das gilt unabhängig davon, ob sie sich einzeln als Söldner verdingen, den Dienst in einer Angriffsallianz nicht verweigern oder als Angehörige der Armee des initialen Angreifers entsprechende Befehle nicht verweigern, dürfte egal sein. Wobei in diesem Fall eindeutig eine von letzteren beiden Optionen zutrifft, Söldner sind es nicht. Nur ob sie nach dem Uniformtausch noch als nordkoreanische oder als russische Soldaten zählen, weiß ich nicht. Ich glaube die sowjetischen Ausleihsoldaten (vor allem Piloten) in Korea und Vietnam wurden offiziell als Teil der dortigen Streitkräfte ausgegeben.
Nicht anders wird das nun auch hier sein: Die nordkoreanischen Soldaten in russischer Uniform, mit russischen Pässen (was man so liest) sind am Ende russische Soldaten. Spielt 6 Fuss unter der Erde aber kaum mehr eine Rolle
 
Zuletzt bearbeitet:
Die Ukraine hat ja gerade nach wie vor das Problem, dass die Hauptlast der intensiven Kämpfe immer noch auf den Schultern von erfahrenen, mittlerweile langfristig eingesetzten älteren Soldaten ruht.

"Erfahren" heißt in dem Fall afaik häufiger nur "seit den ersten Tagen im Einsatz" und nicht "davor jahrelang ausgebildet". Davon abgesehen habe ich aber keinen Vergleich zum frisch in den Dienst gepressten, russischen Kanonenfutter gezogen, sondern zu den Nordkoreanern. Und deren Militär kompensiert seit Jahrzehnten seine technische (und deinen russischen Berichten nach auch qualitative) Rückständigkeit durch eine schiere Masse an im Training gehaltenen Soldaten. Nicht annähernd so viele, wie die offiziellen Zahlen suggerieren, da sind viele nur Bausoldaten, aber verglichen mit der russischen Schnellkurs-Hackfleischrohmasse ist ein seit 5 bis 10 Jahren gedrillter Nordkoreaner halt vergleichsweise gut ausgebildet und einige der Berichte besagen, dass Kim sogar die besseren Truppenteile schickt.

Dazu kommt das sehr erhebliche Sprachproblem, was eine gute Koordination schwierig macht.
Ich sehe die Nordkoreaner eher massenweise 6 Fuss unter der Erde, als triumphierend in ukrainischen Schützengräben.

Das wird von der Einsatzdoktrin abhängen. Bei der entsendeten Truppengröße könnten die Nordkoreaner als homogene Brigade agieren, die nur auf hoher Ebene Austausch mit Russland braucht und da die nordkoreanische Ostblock-Allianz schon ewig anhängt, werden die mehr als genug Leute haben, die fließend Russisch beherrschen. Gibt man ihnen dann noch Frontabschnitte, in denen eine Ausbildung tatsächlich vorteilhaft eingesetzt werden kann (rein von der Alibi-Diplomatie her wäre Kursk sogar naheliegend), dann könnten entsprechende Erfolge die Folge sein.

Gemessen an 9-20 mal mehr Russen, die bereits im Einsatz sind, natürlich kein gigantischer Durchmarsch - aber die Ukrainer sind ja jetzt schon zu schwach aufgestellt, um alle Fronten zu halten. Ein komplett zusätzlicher Vorstoß wäre da schon ein großes Problem.

Die andere Möglichkeit ist, dass man Russland die Nordkoreaner fein verteilt als Minden- und Stellungsdektoren nach vorne schickt - so wie sie das mit zahlreichen anderen aquirierten Hilfstruppen (ostukrainische Seperatisten, Knackis, Wehrdienstler, tatsächlich "arme" Freiwillige,...) gemacht haben. Dann kommt nicht viel mehr bei raus als ein fröhliches Weihnachten für 10000 russische Familien, deren Söhne wider erwarten noch leben.

Was allerdings eher stutzig macht, sind die Meldungen, dass Russland mehr und mehr von ausländischem Support abhängig ist.
Das nährt die Hoffnung, dass Russland evtl. schneller als gedacht auf dem Zahnfleisch geht.

Schön wärs. Aber "mehr und mehr" lese ich da nicht. Man weiß, dass Nordkorea den Sommer über einiges geliefert hat und somit sollten es nicht verwundern, dass davon jetzt auch was eingesetzt wird. Das heißt aber nicht, dass Putins Lager schon leer oder die eigene Produktion radikal unzureichend wären. Genauso gut könnte er lieber nordkoreanische Munition verschießen, um die eigenen Reserven nicht zu weit abzubauen.

In Anbetracht der enormen nordkoreanischen Lagerbestände könnte sogar System dahinterstecken: Auch Granaten sind nicht unbegrenzt lagerfähig. Irgendwann muss man sie verbrauchen oder aufwendig zerlegen, in jedem Fall aber neuen Lagerbestand herstellen. Wenn in Nordkorea Millionen von Schuss rumliegen, die bis Ende des Jahrzehnts weg müssen, während russische (und nordkoreanische und iranische) Fabriken über die kommenden Millionen von Schuss nagelneue Munition produzieren, dann wäre es nur rational, letztere ins Lager zu packen und im Gegenzug die Altlasten zu verbrauchen.

So ähnlich ist Russland auch schon bei Flugkörpern vorgegangen: Da wurde der Schwerpunkt auf iranische Drohnen umgestellt, sobald diese Verfügbar waren, obwohl noch einiges an technisch sogar besseren Raketen verfügbar war. Selbst bei dem, was an Neuware verschossen wird, gibt es Hinweise auf reduzierte Qualität (siehe z.B. erst nach dem Krieg importierte Chips in eigentlich nicht-militärischer Qualität sowie allgemein die "irgend ein Haus wirds schon treffen"-Zielgenauigkeit), obwohl den Hochrechnungen nach die Lagerbestände nie erschöpft wurden. Die russische Armee scheut sich offensichtlich, weiterhin ihr bestes Material in diesem Abnutzungskrieg zu verbrauchen, solange sie noch Zugriff auf "das reicht auch"-Optionen hat.

Freiwillige sind dann per definitionem keine Söldner - die Ukraine setzt -nach meiner Kenntnis- nur Soldaten ein, die auch Teil der ukrainischen Streitkräfte sind.

Die Ukraine hat einerseits auch (ausländische) Freiwillige in ihre Streitkräfte aufgenommen, zum anderen arbeitet sie weiterhin auch mit Milizen zusammen. Vor allem entlang der russischen Grenze gab es da eine ganze Reihe von Manövern, die ukrainisch-russische Guerillas durchgeführt haben, die nicht Teil der ukrainischen Armee sind, aber offensichtlich Waffen, Informationen und Rückzugsmöglichkeiten von dieser Erhalten. Söldner dürften das vermutlich weniger sein, aber als reguläre Kombatanten zählen sie auch nicht.

Nicht anders wird das nun auch hier sein: Die nordkoreanischen Soldaten in russischer Uniform, mit russischen Pässen (was man so liest) sind am Ende russische Soldaten. Spielt 6 Fuss unter der Erde aber kaum mehr eine Rolle

Diplomatisch sind solche Spitzfindigkeiten nicht ohne Bedeutung, da Nordkorea so Humanmaterial liefern kann, ohne formell Kriegsteilnehmer zu werden. Genauso, wie es die Westalliierten mit technischem Material machen.
 
Die Ukraine hat einerseits auch (ausländische) Freiwillige in ihre Streitkräfte aufgenommen, zum anderen arbeitet sie weiterhin auch mit Milizen zusammen. Vor allem entlang der russischen Grenze gab es da eine ganze Reihe von Manövern, die ukrainisch-russische Guerillas durchgeführt haben, die nicht Teil der ukrainischen Armee sind, aber offensichtlich Waffen, Informationen und Rückzugsmöglichkeiten von dieser Erhalten. Söldner dürften das vermutlich weniger sein, aber als reguläre Kombatanten zählen sie auch nicht.
Es ist für mich gerade extrem schwierig Dir zu folgen bzw zu verstehen was Du eigentlich sagen möchtest. Ich bin mir nicht sicher ob Du die Begriffe „Miliz“ „Guerillas“ richtig verwendest.
Milizen sind in ihrer eigentlichen Bedeutung immer Teil der Streitkräfte.
Bist Du sicher, dass die ukrainisch-russischen „Guerillas“ nicht Teil der Streitkräfte sind?
 
Es ist für mich gerade extrem schwierig Dir zu folgen bzw zu verstehen was Du eigentlich sagen möchtest. Ich bin mir nicht sicher ob Du die Begriffe „Miliz“ „Guerillas“ richtig verwendest.
Milizen sind in ihrer eigentlichen Bedeutung immer Teil der Streitkräfte.
Bist Du sicher, dass die ukrainisch-russischen „Guerillas“ nicht Teil der Streitkräfte sind?
Wahrscheinlich meint er die russischen Verbände, die zwischenzeitlich zwar per Absprache und Support von/mit ukrainischem Militär in russisches Grenzgebiet vorgedrungen sind, aber letztlich "auf eigene Rechnung" handeln und nicht Teil der regulären ukrainischen Streitkräfte sind.

Der Begriff Guerilla im Sinne einer aufständischen Gruppierung passt mMn schon auch auf diese Einheiten, wobei man in Russland meist eher von Partisanen spricht.

Das wird von der Einsatzdoktrin abhängen. Bei der entsendeten Truppengröße könnten die Nordkoreaner als homogene Brigade agieren, die nur auf hoher Ebene Austausch mit Russland braucht und da die nordkoreanische Ostblock-Allianz schon ewig anhängt, werden die mehr als genug Leute haben, die fließend Russisch beherrschen. Gibt man ihnen dann noch Frontabschnitte, in denen eine Ausbildung tatsächlich vorteilhaft eingesetzt werden kann (rein von der Alibi-Diplomatie her wäre Kursk sogar naheliegend), dann könnten entsprechende Erfolge die Folge sein.
Die scheinen allerdings kein eigenes schweres Gerät bzw. gepanzerte Kampfwagen zu haben und sind mit den Verhältnissen in Kursk/ der Ukraine nicht wirklich vertraut. Dazu wurden die Nordkoreaner mit Fokus auf einen Konflikt mit Südkorea und den dortigen Umständen ausgebildet.
Ich bin da sehr skepisch, was den Gefechtswert im Ukrainekrieg angeht.

Die andere Möglichkeit ist, dass man Russland die Nordkoreaner fein verteilt als Minden- und Stellungsdektoren nach vorne schickt - so wie sie das mit zahlreichen anderen aquirierten Hilfstruppen (ostukrainische Seperatisten, Knackis, Wehrdienstler, tatsächlich "arme" Freiwillige,...) gemacht haben. Dann kommt nicht viel mehr bei raus als ein fröhliches Weihnachten für 10000 russische Familien, deren Söhne wider erwarten noch leben.
Wäre interessant zu wissen, ob bzw. wie das Ableben der Nordkoreaner dotiert ist.

Schön wärs. Aber "mehr und mehr" lese ich da nicht. Man weiß, dass Nordkorea den Sommer über einiges geliefert hat und somit sollten es nicht verwundern, dass davon jetzt auch was eingesetzt wird. Das heißt aber nicht, dass Putins Lager schon leer oder die eigene Produktion radikal unzureichend wären. Genauso gut könnte er lieber nordkoreanische Munition verschießen, um die eigenen Reserven nicht zu weit abzubauen.
Dafür riskiert er dann aber einiges:
Nordkorea macht das nicht für umsonst und das russische Image wird dadurch auch noch zusätzlich in Mitleidenschaft gezogen (auch intern).
Weiterhin provoziert Putin damit den zögerlichen Westen evtl. doch noch Langstreckenwaffen freizugeben und noch mehr für die Ukraine zu tun. Wäre zumindest nun ein Argument, weil Russland ja auch noch weiter eskaliert ...

In Anbetracht der enormen nordkoreanischen Lagerbestände könnte sogar System dahinterstecken: Auch Granaten sind nicht unbegrenzt lagerfähig. Irgendwann muss man sie verbrauchen oder aufwendig zerlegen, in jedem Fall aber neuen Lagerbestand herstellen. Wenn in Nordkorea Millionen von Schuss rumliegen, die bis Ende des Jahrzehnts weg müssen, während russische (und nordkoreanische und iranische) Fabriken über die kommenden Millionen von Schuss nagelneue Munition produzieren, dann wäre es nur rational, letztere ins Lager zu packen und im Gegenzug die Altlasten zu verbrauchen.

So ähnlich ist Russland auch schon bei Flugkörpern vorgegangen: Da wurde der Schwerpunkt auf iranische Drohnen umgestellt, sobald diese Verfügbar waren, obwohl noch einiges an technisch sogar besseren Raketen verfügbar war. Selbst bei dem, was an Neuware verschossen wird, gibt es Hinweise auf reduzierte Qualität (siehe z.B. erst nach dem Krieg importierte Chips in eigentlich nicht-militärischer Qualität sowie allgemein die "irgend ein Haus wirds schon treffen"-Zielgenauigkeit), obwohl den Hochrechnungen nach die Lagerbestände nie erschöpft wurden. Die russische Armee scheut sich offensichtlich, weiterhin ihr bestes Material in diesem Abnutzungskrieg zu verbrauchen, solange sie noch Zugriff auf "das reicht auch"-Optionen hat.
Das klingt zwar nicht unplausibel, halte ich -angesichts der letztlich doch sehr zähen und verlustreichen Kämpfe- aber für weniger wahrscheinlich, dass Russland nennenswerte Qualität in der Hinterhand hat und diese zurückhält.
Das konnten wir in der russischen Kriegsführung bislang noch niemals beobachten.

Zumal, wie o.g., das Risiko der weiter zunehmenden Beschädigung des russischen Nimbus (Unbesiegbarkeit der Armee, gefühlt unlimitierte Massen an Personal, Munition und Waffen) besteht.
Moral ist nicht zu unterschätzen.
Und der gemeine Russe sieht den Nordkoreaner nicht als gleichwertig an...

Ich denke, es entspricht einfach dem bisherigen russischen Vorgehen, die (meist arme) Bevölkerung, zunächst aus den sibirischen / kaukasischen Provinzen, heranzuziehen und regelrecht zu verheizen. Der massive Einsatz von Strafgefangenen passt natürlich auch ins Bild.
Nun erschöpft sich das Potenzial, den eigenen Bodensatz der Gesellschaft zu akquirieren und er rekrutiert in Vasallenstaaten und zwielichtigen Nachbarländern.
Vielleicht ist es insgesamt auch einfach günstiger: er gibt Fat-Kim etwas Technologie / Lebensmittel und Zugang zum russischen Markt zzgl. Prestigegewinn und schont seine eigene Bevölkerung, bevor der Krieg in Westrussland ankommt und es "spannend" wird. Das versucht Putin aber erstmal zu verhindern.

Immerhin kommt Südkorea nun langsam aus dem Quark und kooperiert weniger zurückhaltend mit der Ukraine.
Ich denke, dass südkoreanisches Know-How einen hohen Wert haben kann.
 
Zuletzt bearbeitet:
Die ukrainischen Streitkräfte planen die Mobilisierung von 160.000 Soldaten. Das gab der Sekretär des nationalen Sicherheits- und Verteidigungsrates Oleksandr Lytwynenko an diesem Dienstag im Parlament in Kiew bekannt. Aus Sicherheitskreisen hieß es ergänzend, dass diese Mobilisierung innerhalb von drei Monaten stattfinden solle.
Ukrainische Soldaten versuchen an der Front, ein weiteres Vorrücken Russlands zu verhindern. Dabei wissen sie: Russland hat mehr Munition, mehr Raketenwerfer und mehr Soldaten.

Alle Männer zwischen 18 und 60 müssen sich melden

Es ist eine Zahl mit Wucht, aber wirklich überraschen dürfte die Mobilisierung kaum jemanden in der Ukraine. Im Frühjahr ist ein vom Parlament verabschiedetes Mobilisierungsgesetz in Kraft getreten, demzufolge sich alle Männer zwischen 18 und 60 Jahren registrieren lassen mussten.
Damit legte der Staat die Grundlage für eine Massenmobilisierung. Es vergingen noch Monate, in denen zwar gemustert wurde und die im Gesetz verankerten Ausnahmen klar definiert werden mussten; zum Beispiel, welche Firmen zur kritischen Infrastruktur gehören und welche Mitarbeiter diese vorhalten dürfen.

Mobilisierung trifft Männer, die Angst vor dem Krieg haben

Schon im Winter 2023 geriet die ukrainische Armee in die Defensive. Insbesondere an der Donbass-Front im Osten kam es immer wieder zu Gebietsverlusten. Gründe dafür waren Munitionsmangel aufgrund zu geringer und verspäteter Waffenlieferung aus dem Westen, die russische Luftüberlegenheit und ein Mangel an Soldaten, um den kämpfenden Truppen an der Front durch Rotation eine Pause zu verschaffen.
Es gelang kaum, verletzte und getötete Soldaten adäquat zu ersetzen. Deshalb drängten auch westliche Partner wie die USA auf weitere Mobilisierungswellen. Doch die Regierung scheute sich lange vor einer neuen, großen Mobilisierung. Zum einen sorgt sie sich um die geschwächte Wirtschaft, von deren Steuergeldern Waffen und Sold für die eigene Armee bezahlt wird, und zum anderen dienen die kampfbereiten Männer in der Ukraine bereits.

Neue Mobilisierungswellen treffen somit ins zivile Herz der Gesellschaft. Es trifft Männer, die von sich glauben, dass sie in ihrem zivilen Berufen der Gesellschaft besser helfen können. Männer, die Angst vor dem Krieg haben.
Quelle: 160.000 Soldaten: Was die Mobilisierung der Ukraine bedeutet

Hoffentlich bekommen sie noch genug Männer dafür zusammen.
 
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