Wie lange kann und will Russland das aushalten?
US-Dokumente geben neue Einblicke: Im Ukraine-Krieg könnte bereits über eine halbe Million russischer Soldaten kampfunfähig geworden sein.
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462.000 bis 728.000 tote oder schwerverwundete russische Soldaten
Mit dem Angriff auf die Ukraine stellt Russland auf eine Kriegswirtschaft um. Hunderte Unternehmen produzieren Waffen und andere Militärgüter. Auf Dauer werde dies allerdings zu großen wirtschaftlichen Problemen führen, sagt der Chef der Münchner Sicherheitskonferenz. Ist das der Weg zum Frieden?
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Im Prinzip scheint es mir schon logisch und wohl auch recht wahrscheinlich, dass Russland
spätestens nach dem "Bedarf" an militärischen Rüstungsgütern in ein wirtschaftliches Loch fallen
kann.
Klar ist, dass aktuell die staatlichen Ausgaben für Rüstung Treiber der wirtschaftlichen Entwicklung sind.
Weiterhin sind zudem auch die Sold-Zahlungen an die für den Fronteinsatz angeworbenen "Armuts-Bürger" (aus Kaukasus & Co) aus deren Perspektive sehr verlockend.
Es ist hinsichtlich einer tatsächlich ausgezahlten Entschädigung für eine entspr. Familie wirtschaftlich gesehen tatsächlich "besser", wenn der Mann im Krieg stirbt, als wenn er bis zur Rente mit dem mickrigen Standardlohn arbeiten geht. Das ist ein wirksamer Anreiz.
Nebenbei stärkt das indirekt auch die inländische Kaufkraft und ist im Prinzip eine Art "Umverteilung von oben nach unten".
Diese die Wirtschaft unterstützenden Faktoren können (und sollten) sich langfristig aber ins Gegenteil verkehren. Denn Russland lebt erheblich von seiner (abnehmenden) Substanz und dem Durchhaltewillen des indoktrinierten und verblendeten Großteil seines Volkes.
Die Hauptfragen bzgl. Russlands Durchhaltefähigkeit sind mMn :
- Wann gerät Russland in konkrete Finanzierungsprobleme für Rüstungsgüter und personelle Wehrausgaben (inkl. Verpflichtungen aus Witwenrenten & Co), sprich wann sind die Reserven aufgezehrt und/oder die Verschuldungsmöglichkeiten erschöpft?
- Wann hat Russland genug Armutsbürger (zzgl. ausländische Söldner) verheizt, so dass die "besser gestellten" Westrussen an die Front müssen, die sich sicherlich schwerer damit tun werden, sprich wann kommt der Krieg in der Moskauer Bevölkerung so richtig an?
- Wann kann die Wirtschaft den militärischen Bedarf (z.B. Beschaffungsprobleme bei Ressourcen/Rohmaterial) nachhaltig nicht mehr decken, sprich wann kommen Depotleerung (angeblich ab 2026) und Neuproduktion nicht mehr nach?
- Wann empfindet die russische Gesellschaft mehrheitlich das Kosten / Nutzen Verhältnis als zu ungünstig und verlangt vehement Frieden bzw. Zugeständnisse?
Ich schrieb nicht davon wie Russland gegenüber der Ukraine wieder Vertrauen herstellt, sondern wie sich der Westen mit Russland bezüglich der NATO und deren Erweiterung einigt. Der Konflikt schwelt seit 20 Jahren.
Das ist aber die Frage, der du dich gerne einmal widmen solltest.
Falle doch bitte nicht immer wieder auf die plumpe, widerlegte Kreml-Propaganda rein:
Der "Konflikt", der angeblich schon seit 20 Jahren schwelt, ist ein von Russland konstruierter Konflikt.
Schließlich ist es ja nicht so, dass die NATO bei der Osterweiterung nicht sogar den expliziten "Segen" Russlands hatte (siehe NATO-Russland Grundakte v. 1997).
Auch hat die NATO weder auf dem Gebiet der ehemaligen DDR, noch östlich davon Atomwaffen stationiert.
Schau mal nach, wo -vor der Stationierung in Litauen- zuvor NATO Stützpunkte in Osteuropa waren.
Wo ist hier auch nur im Ansatz eine Bedrohung Russlands?
Warum ist die NATO mit Schweden und FInnland denn NACH dem Angriff Russlands wohl größer geworden (wer bedroht wen)?
Dämmert es langsam, warum Osteuropa nahezu geschlossen in die NATO wollte? Die kennen ihren Nachbarn wohl ganz gut!
Nachdem Russlands Präsident Boris Jelzin sich jahrelang gegen die NATO-Osterweiterung gesperrt hat, wächst das Vertrauen zwischen Russland und dem Westen. 1997 gibt Jelzin den Widerstand auf. Am 27. Mai des Jahres kommt es zur NATO-Russland-Grundakte. Darin verpflichten sich beide Seiten, die...
www.swr.de
www.bundesregierung.de
Hast Du auch nur ein einziges handfestes Gegenargument auf Lager?
Nein? Dann sollte dieses Kapitel bitte auch endlich einmal final abgeschlossen sein.
Was Russland sich darüber hinaus zusammen reimt, ist recht unerheblich und als postsowjetische Phantomschmerzen zu verstehen.