Aktuelle Entwicklungen in der Ukraine

Wie soll das bitte funktionieren, mal abgesehen von der Hardware, wer entscheidet letztlich über den Einsatz dieser Waffen?
Dafür wird die EU schon jemanden finden.

Bei einem Zweitschlag, wenn wir mal die Russen als Gegner nehmen haben die Europäer wenige Minuten zur Entscheidungsfindung, ich stelle mir das unmöglich, bis absolut schwierig vor!
Das haben die Europäer derzeit auch. Die Unterseeboote interessiert das beim Zweitschlag aber Recht wenig.
Je nach nuklearer Doktrin wird es auch nicht gleich zur totalen Vernichtung der Gegenseite kommen. Die Entscheidungsfindung läuft im Vorfeld.

Bei Reisner sollte man wie bei allen auch immer eine kleine Grundskepsis haben, er lag auch schon weit daneben, ich warte immer noch auf den Angriff der 1. RU Panzerarmee zum Oskil (mit wohl möglicher Einnahme von Kupjansk), den er im Juli/August 2023 vorausgesagt hat.
Sehe ich auch so, allerdings gibt es hier ja jemand der Herrn Oberst jederzeit zustimmt, wenn ich es richtig verstanden habe.
 
Die ukrainische Luftwaffe will Russland einen schweren Schaden zugefügt haben: Zwei hochausgerüstete Flugzeuge seien nahe der Halbinsel Krim abgeschossen worden. Moskau schweigt zu dem Vorfall.

Die ukrainische Armee hat nach eigenen Angaben zwei russische Flugzeuge über dem Asowschen Meer abgeschossen, die zur Aufklärung genutzt wurden. Ein Kremlsprecher sagte, es habe "keine Informationen dazu" und verwies auf das Verteidigungsministerium, das sich jedoch nur selten zu eigenen Verlusten äußert. Der ukrainische Oberbefehlshaber Walery Saluschny gratulierte der Luftwaffe zu der "perfekt geplanten Operation" gegen Russland.

Die abgeschossenen Flugzeuge seien bei der Aufklärung, der Identifikation von Zielen und der Koordination der Truppen eingesetzt worden. Wie Saluschny auf Telegram mitteilte, soll sich um ein A-50 Aufklärungsflugzeug und einen Il-22M-Bomber handeln, der auch als fliegende Kommandozentrale genutzt werden könne. Auch der Vizechef des Ausschusses für nationale Sicherheit, Verteidigung und Aufklärung im ukrainischen Parlament, Jurij Mysjagin, schrieb auf seinem Telegram-Kanal ebenfalls über den Angriff.
Quelle: Kiew meldet Abschuss russischer Flugzeuge

Vor ein paar Tagen (oder Wochen) hatte das ukrainische Militär schon 3 andere Flugzeuge der Russen abgeschossen.
Wenn das so stimmt ist das ein weiteres Erfolgserlebnis.
 
Dazu habe ich heute früh gelesen, dass es die ruZZen (mal wieder) selbst gewesen wären. Und zwar die Flugabwehr, die für Kerch-Brücke zuständig ist.
Die Il-22 soll auch weitergeflogen sein und hat landen können.
 
Quelle: Kiew meldet Abschuss russischer Flugzeuge

Vor ein paar Tagen (oder Wochen) hatte das ukrainische Militär schon 3 andere Flugzeuge der Russen abgeschossen.
Wenn das so stimmt ist das ein weiteres Erfolgserlebnis.
Russische Militärblogger scheinen das zu bestätigen, erzählen aber auch, dass es friendly fire gewesen sei.

Wahrscheinlich wie bei der "Moskwa" oder einigen russischen Militärflughäfen, wo das Personal gerne mal folgenschwer raucht.
 
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Na es zeigt sich die Effektivität der russischen Flugabwehr. Russische Flugzeuge sind ja gegenüber westlicher Flugabwehr haushoch überlegen. Nun kann jeder für sich selbst Rückschlüsse ziehen wie sagenhaft gut die russischen Luftabwehrtruppen sind. Die können sogar gegen Flugabwehr immune Flugzeuge vom Himmel holen.

Das mit der extremen Rauchentwicklung in russischen Stützpunkten liegt tatsächlich an der Mahorka.
 
Na es zeigt sich die Effektivität der russischen Flugabwehr. Russische Flugzeuge sind ja gegenüber westlicher Flugabwehr haushoch überlegen. Nun kann jeder für sich selbst Rückschlüsse ziehen wie sagenhaft gut die russischen Luftabwehrtruppen sind. Die können sogar gegen Flugabwehr immune Flugzeuge vom Himmel holen.

Das mit der extremen Rauchentwicklung in russischen Stützpunkten liegt tatsächlich an der Mahorka.
Der gute alte Mahorka Tabak. Immer noch ein Dauerbrenner im Land der Panzerturm Hoch- und Weitwurf Weltmeister.
 
Schmierenkömödie, die.

Dass es in einer Koalition keine wechselnden Mehrheiten gibt, ist sogar schriftlich festgelegt: "Im Deutschen Bundestag und in allen von ihm beschickten Gremien stimmen die Koalitionsfraktionen einheitlich ab", heißt es im Koalitionsvertrag der Ampel-Parteien. "Wechselnde Mehrheiten sind ausgeschlossen." Seit Jahrzehnten steht diese Klausel exakt so in jedem Koalitionsvertrag - egal, welche Parteien an dem Bündnis beteiligt sind. Die Sätze bedeuten, dass ein uneinheitliches Votum ein Bruch der Koalition wäre.
 
Mal ein recht unverblühmte Blick auf eine ukrainische Sammelstelle für beschädigte Leopard 2 (hinter der Front), wo auch gut aufgezeigt wird wo Probleme liegen, die dringend gelöst werden müssten (neben dem Umstand das natürlich viel mehr Material benötigt wird).

Es ist wirklich ein gravierendes Problem, das die Leopard 2 jedes mal von der ukrainischen Front bis nach Litauen transportiert werden müssen (etwa 1500km, nur eine Strecke, also hin und zurück jedes mal rund 3000km Transport), zur Reperatur, weil dies die Fahrzeuge Wochen und Monate ausfallen lässt:

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@ Nightslaver
Danke für das Video!
Und man sieht wieder Logistik und Nachschub ist das A und O, wenn man einen Krieg (hier Veteidigung)erfolgreich bestreiten will. Man muss in Europa in jeder Hinsicht viel schneller werden.
Eins kann man aber halt defenitiv sehen, die westlichen Panzer halten das was auf dem Papier verprochen wird/wurde, im Gegensatz zum russischen Kernschrott.
Wenn ich mir das Video ansehe wie ein Bradley einen T-90 mit der Buschmaster 25mm zerlegt, in Brand schießt, weiss man dass das Gerede und Streitereien in Foren in den letzten Jahrzehnten, über westliches und rusisches Militärgerät einen alleinigen und absoluten Gewinner hat.


+++ 13:00 Mehr als 20 Länder gründen Artillerie-Koalition +++
Frankreich, Deutschland und mehr als 20 weitere Länder haben in Paris eine Artillerie-Koalition für die Ukraine ins Leben gerufen. "Es gibt keine Alternative zu einer modernen Artillerie, wir müssen uns weiter anstrengen, um die Produktion von Munition zu erhöhen", sagte der ukrainische Verteidigungsminister Rustem Umerow, der zu der Konferenz in Paris per Video zugeschaltet war. Die von Frankreich und den USA geführte Artillerie-Koalition ist Teil der Ramstein-Kontaktgruppe. Auf der US-Luftwaffenbasis in Rheinland-Pfalz hatten sich erstmals im April 2022 Vertreter aus 50 Ländern getroffen, um die Unterstützung für die Ukraine im Krieg gegen Russland zu organisieren.

Ich hoffe dass das was bringt, aber die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zum Schluss!
 
Und man sieht wieder Logistik und Nachschub ist das A und O, wenn man einen Krieg (hier Veteidigung)erfolgreich bestreiten will. Man muss in Europa in jeder Hinsicht viel schneller werden.
Und warum dürfen die Ukrainer die Panzer nicht selbst reparieren?
Das hab ich nicht verstanden. Haben sie die Fachkräfte nicht?
 
Und warum dürfen die Ukrainer die Panzer nicht selbst reparieren?
Das hab ich nicht verstanden. Haben sie die Fachkräfte nicht?
Weil sie kein ausgebildes Personal dafür haben.
Einen t-72 / 80 / 84 / 90 zu reparieren ist halt etwas anderes als einen Challenger 2 / M1A2 Abrams / Leopard 2 zu reaprieren, da die Elektronik und Motoren anders sind, unterschiedlich funktionieren und konstruiert sind, das muss man halt erlernen und das lernst du, wenn du es richtig umfassend können willst /musst, halt auch nicht mal in 2-3 Monaten.
 
Und warum dürfen die Ukrainer die Panzer nicht selbst reparieren?
Das hab ich nicht verstanden. Haben sie die Fachkräfte nicht?
Ich kann da auch nur darüber spekulieren.
Es hat sicherlich auch etwas mit Fachkräften zu tun, aber wohl auch mit militärischen Geheimnissen, wie man in dem Streit mit Polen gesehen hat.
Die Polen wollten ja für die Reparatur des Leo 2 ein schweine Geld und dazu die Offenlegung sämtlicher Daten/Pläne des Leopard 2, was DE abgelehnt hat. Die "Mischung"/Aufbau der Panzerung dürfte im Detail immer noch ein Staatsgeheimnis sein und man gibt solche Daten halt nur sehr sehr ungern preis, dazu noch in die Ukraine oder an Polen.

Aber zu richtigen vollständigen Reparatur braucht man wohl diese Daten, man kann da nicht "einfach daran rum schweißen"und das richtige Material braucht man auch.
 
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Ich kann da auch nur darüber spekulieren.
Es hat sicherlich auch etwas mit Fachkräften zu tun, aber wohl auch mit militärischen Geheimnissen, wie man in dem Streit mit Polen gesehen hat.
Die Polen wollten ja für die Reparatur des Leo 2 ein schweine Geld und dazu die Offenlegung sämtlicher Daten/Pläne des Leopard 2, was DE abgelehnt hat. Die "Mischung"/Aufbau der Panzerung dürfte im Detail immer noch ein Staatsgeheimis sein und man gibt solche Daten halt nur sehr sehr ungern preis, dazu noch in die Ukraine oder an Polen.

Aber zu richtigen vollständigen Reparatur braucht man wohl diese Daten, man kann da nicht "einfach daran rum schweißen"und das richtige Material braucht man auch.
Genauso sieht es aus.

Dazu ist der moderner Panzer (insb. die westlichen) ein äußerst komplexes und hochtechnologisches Waffensystem, auch wenn man das auf den ersten Blick gar nicht meint.
U.a. Antrieb, Elektrik, Sensorik usw. benötigen speziell geschultes Fachpersonal.
 
Wo sind denn eigentlich unsere Vatniks abgeblieben? Mich wuerde ja interessieren, was die hierzu sagen wuerden, wenn sie denn ueberhaupt jemals tatsaechlich etwas (aus)sagen wuerden:

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1705617680400.png

(Medwedjew via TG)

... ich waere ja für Hals umdrehen, wenn ich mich nicht eigentlich zum Pazifismus bekannt haette. 🤮
 
Eins kann man aber halt defenitiv sehen, die westlichen Panzer halten das was auf dem Papier verprochen wird/wurde, im Gegensatz zum russischen Kernschrott.
Das würde ich, wie wohl auch eine Menge Experten auf dem Gebiet des Panzerbaus, so nicht unterschreiben.
Zum einen sehen wir in der Ukraine nahezu keinen klassischen Panzereinsatz, zum anderen sind die Doktrinen und damit die Philosophie beim Panzerbau sehr unterschiedlich und zuletzt lag im Rahmen der Doktrin das überleben der Panzerbesatzungen, bei sowjetisch / russischen Fahrzeugen halt nie an allerhöchster Stelle (anders als in der westlichen Panzerbaudoktrin).

Das macht die russischen Fahrzeuge aber sicher nicht, im klassischen Einsatzszenario, zu "Kernschrott", ist aber vor dem Hintergrund der Entwicklungen (Zusammenbruch und Zerfall der UDSSR) eben keine zeitgemäße Panzerbauphilosophie mehr, gerade auch für ein Land wie die Ukraine, aber auch Russland, die sich halt viele tote Panzersoldaten nicht im selben Maß leisten kann wie die Gesamt-UDSSR + Warschauer Pakt das konnte.

Russland war beim T-14 Armata wohl auch nicht völlig grundlos von diesen alten Sowjetkonzept komplett abgerückt und hat sich da der ehr westlichen Panzerbauphilosophie, in Punkto Crew Protection hingwendwet gehabt (was aber natürlich auch die Kosten des Panzers steigert und höhere Kosten sind für die russische Armee aber wieder auch ein Problem).

Wenn ich mir das Video ansehe wie ein Bradley einen T-90 mit der Buschmaster 25mm zerlegt, in Brand schießt, weiss man dass das Gerede und Streitereien in Foren in den letzten Jahrzehnten, über westliches und rusisches Militärgerät einen alleinigen und absoluten Gewinner hat.
Nein weiß man nicht, weil das z.B. einem Abrams genauso passieren könnte, auf der im Video des Duells (Breadly vs T-90M) eingesetzten Distanz, gerade wenn er Treffer in den Turmring abbekommt, der beim Abrams sogar noch überproportional gut zu treffen ist und der auch bei russischen Panzern, unterhalb der Kanone einen tendenziellen Schwachpunkt darstellt. Außerdem weiß man gar nicht was da gebrannt hat, da die Qualität des Videos so unterirdisch war das es wirklich faktisch alles gewesen sein konnte.

Was du hier gerade diesbezüglich vollführst Don, kann man leider nur als unsachliche Überheblichkeit bezeichnen. ;)
 
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Ich verstehe die Begründung von deutschen Politikern nicht ganz, warum sie keine Taurus liefern wollen.
Auch mit anderen Waffen kann man (theoretisch) russischen Boden angreifen.
Das ist doch kein richtiges Argument.
Selbst wenn sie russischen Boden angreifen, hat die Ukraine den Angriff ja ausgeführt und nicht die Nato.
Und wenn die F-16 geliefert werden ist das Risiko noch höher. Von daher.
 
Ich verstehe die Begründung von deutschen Politikern nicht ganz, warum sie keine Taurus liefern wollen.
Auch mit anderen Waffen kann man (theoretisch) russischen Boden angreifen.
Das ist doch kein richtiges Argument.
Selbst wenn sie russischen Boden angreifen, hat die Ukraine den Angriff ja ausgeführt und nicht die Nato.
Und wenn die F-16 geliefert werden ist das Risiko noch höher. Von daher.
Natürlich ist das kein Argument. Ebenso wenig wie man sich gegen Panzerlieferungen von Leo 2 gewehrt hat. Angeblich aus Gründen der Geheimhaltung der Technik, könnte der Russe ja erbeuten, aber schon lange das modernste Artillerie System geliefert zu haben.
Bisher hat sich die Ukraine an die Auflagen gehalten was den Einsatz von westlichen Waffensystemen betrifft. Warum sollte dieses beim Taurus anders sein?
Ich bleibe bei meiner Meinung, Taurus ohne Einschränkungen liefern.

Die Gefahr zur Kriegsparteien zu werden wird dadurch nicht höher.
Diese ist grundsätzlich immer gleich hoch, solange nicht aktiv eingegriffen wird, da der Kremel entscheidet wann wir zur Kriegspartei werden.
 
Das würde ich, wie wohl auch eine Menge Experten auf dem Gebiet des Panzerbaus, so nicht unterschreiben.
Zum einen sehen wir in der Ukraine nahezu keinen klassischen Panzereinsatz, zum anderen sind die Doktrinen und damit die Philosophie beim Panzerbau sehr unterschiedlich und zuletzt lag im Rahmen der Doktrin das überleben der Panzerbesatzungen, bei sowjetisch / russischen Fahrzeugen halt nie an allerhöchster Stelle (anders als in der westlichen Panzerbaudoktrin).

Das macht die russischen Fahrzeuge aber sicher nicht, im klassischen Einsatzszenario, zu "Kernschrott", ist aber vor dem Hintergrund der Entwicklungen (Zusammenbruch und Zerfall der UDSSR) eben keine zeitgemäße Panzerbauphilosophie mehr, gerade auch für ein Land wie die Ukraine, aber auch Russland, die sich halt viele tote Panzersoldaten nicht im selben Maß leisten kann wie die Gesamt-UDSSR + Warschauer Pakt das konnte.

Russland war beim T-14 Armata wohl auch nicht völlig grundlos von diesen alten Sowjetkonzept komplett abgerückt und hat sich da der ehr westlichen Panzerbauphilosophie, in Punkto Crew Protection hingwendwet gehabt (was aber natürlich auch die Kosten des Panzers steigert und höhere Kosten sind für die russische Armee aber wieder auch ein Problem).


Nein weiß man nicht, weil das z.B. einem Abrams genauso passieren könnte, auf der im Video des Duells (Breadly vs T-90M) eingesetzten Distanz, gerade wenn er Treffer in den Turmring abbekommt, der beim Abrams sogar noch überproportional gut zu treffen ist und der auch bei russischen Panzern, unterhalb der Kanone einen tendenziellen Schwachpunkt darstellt. Außerdem weiß man gar nicht was da gebrannt hat, da die Qualität des Videos so unterirdisch war das es wirklich faktisch alles gewesen sein konnte.

Was du hier gerade diesbezüglich vollführst Don, kann man leider nur als unsachliche Überheblichkeit bezeichnen. ;)
Die Russenpanzer sind technisch gesehen sicherlich kein Kernschrott.

Du hast natürlich Recht, dass die Konzeption der russischen Panzer der damaligen sowj. Einsatzdoktrin entstammt, die im Wesentlichen schnelle, motorisierte Massenoperationen für Durchbrüche durch die feindliche Linien (z.B. norddeutsche Tiefebene) vorgesehen hatte und ihre Panzer (technisch und taktisch) entsprechend darauf ausgelegt hat.
Westliche Militärs sahen sich hier hoffnungslos in der Unterzahl und damit in der Defensive, womit auch eine entspr. andere technische Auslegung hinsichtlich z.B. Durchhaltefähigkeit der Waffensysteme gewählt wurde.

Der Schutz der Panzerbesatzungen ist aber auch bei den Russen immer ein Thema gewesen.
Die russischen Panzer sind im Übrigen ja auch deshalb so flach gebaut, damit die Trefferfläche bzw. -wahrscheinlichkeit minimiert wird, inkl. geschossabweisender Turmformen und später eingeführter Reaktivpanzerungen etc.
Es ist ja wirklich nicht so, dass diese Panzer bewusst als rollende Särge gebaut wurden.

Allerdings kommt die nahezu traditionelle Menschenverachtung der russischen Führung in dem Einsatzkonzept und der immer wieder zu beobachtenden Sturheit, wenn nicht sogar taktischen Unflexibilität zum Tragen.

Es ist nämlich von entscheidender Bedeutung, wie die Panzer eingesetzt werden:
Ob mit oder ohne Luftunterstützung, ob mit oder ohne Infanteriebegleitung, ob man bewusst den Verlust von Einheiten in Kauf nimmt, in dem man die Panzer rücksichtslos durch bekannte Minenfelder brettern lässt, ob man liegengebliebene Fahrzeuge bergen kann/will oder die havarierten Besatzungen dem sicheren Drohnentod überlässt usw.

Auch kommt das klassische Panzerduell, wie es sich viele gerne bildlich vorstellen, in der Ukraine nur eher selten vor.
Gegen einen direkten (Artillerie)Granatentreffer (Kaliber 152mm /155mm) ist im Übrigen KEIN Panzer gefeit.
Ebenso sind die Kampfdrohnen eine in der aktuellen Einsatzform praktisch nicht gekannte Gefahr für alle Waffensysteme. Westliche Waffensysteme sind, das kann man nur immer wiederholen, kein Wundermaterial und nur so gut, wie die ausgebildeten Bedienungen, aber auch die Einsatzbedingungen das zulassen.
Die Ukrainer haben hierbei natürlich auch (im Nachhinein gesehen) Fehler begangen und in der operativ nur mäßig erfolgreichen Sommeroffensive teils versucht mit dem Kopf durch die Wand zu kommen und unnötige Verluste erzielt. Die Ukrainer scheinen mir aber recht fix daraus gelernt zu haben, während die Russen nach wie vor mit derselben Taktiv vorgehen, was unzählige Videos von Gefechtsfeldüberwachungsdrohnen immer wieder zeigen.
Die russischen Panzerverluste sind definitv enorm und für uns vollkommen unverständlich, weil prinzipiell vermeidbar.

Das angesprochene außergewöhnliche Duell des Bradley Schützenpanzers gegen den T90, der mit einem sog. "Missionkill" endet (der T90 wird später durch eine ukr. Drohne zerstört) ist wohl eher sehr speziell.
Der T90 wurde hier mMn durch die sehr draufgängerisch vorgehende Bradley-Besatzung überrascht und überrumpelt. Ob es ein Lucky-Hit war, der die unkontrollierte Turmrotation ausgelöst hat bleibt mal dahingestellt.
Ich würde aber behaupten, dass das statistisch gesehen eher die absolute Ausnahme war und eher nicht explizit vorgesehen ist, so zu agieren. Also eher ein situativer Entschluss des Bradley Kommandanten. Hätte auch anders ausgehen können. Ein Treffer der T90 125mm Kanone auf den Bradley und der Bradley ist Geschichte.
 
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