Aktuelle Entwicklungen in der Ukraine

Es ist also "Verrat am Volk" sich gegen einen Vertrag zu stellen der der Ukraine massive wirtschaftliche Nachteile gebracht hätte und die Ukraine anstelle von den Russen halt von der EU abhängig gemacht hätte? Interessante Vorstellung von "Selbstbestimmung" hast du da.

Es ist ja nun wirklich nicht so, dass die Ukrainer*innen gehörig die Schnauze voll hatten von den Ruzzen und regelrecht dazu gezwungen wurden in die EU zu wollen. /s

[...] war Janukowytsch bereits ein Jahr Präsident. [...]
Als bekannt wurde, wer die Wahlen gewonnen hatte, brach etwas in mir zusammen. Ich dachte, dass am nächsten Tag in diesem Land vor lauter Scham niemand aufwachen wird, dass das ein Hexenbacchanal ist, ein Schlag in den Rücken, ein Spucken ins Gesicht. [...]
Das Verbrechertum hatte seinen Präsidenten bekommen und Legitimität erlangt, der russiche Knastgesang wurde zur neuen ukrainischen Hymne. [...]
Der oberste Parasit ließ sich auf der vermoderten Staatsstruktur, die die Ukraine fast widerstandslos und ohne Modifikationen aus der Sowjetunion übernommen hatte, nieder und triumphierte.
Sehr schnell versammelte er seinesgleichen um sich, schuf eine neue Hierarchie und begann alles Lebendige und Menschliche auszusaugen. [...] Das »Ukrainische« starb, und das spürte nicht nur ich. Die Ukraine als eigenständige politische Einheit produzierte nichts als Korruption, Lüge, vollkommenen/schrecklichen Kitsch, Angst und das Recht des Stärkeren. Der Sinn ihrer Existenz verlor sich mit jeder neuen Handlung der Machthaber immer mehr, mit jedem neuen politischen Gefangenen, mit jedem neuen Palast, der mit einer drei Meter hohen Stahlbetonmauer vor den untertänigen/obrigkeitshörigen Knechten geschützt wurde, mit jeder vor Lügen strotzenden Ausgabe der Abendnachrichten auf den staatlichen Fernsehsendern. [...]
Eine verrückte Zeitmaschine beförderte uns mit kosmischer Geschwindigkeit in die sowjetische Vergangenheit zurück.
(Aus Tanja Maljartschuk, Gleich geht die Geschichte weiter, wir atmen nur aus)

Möglicherweise... also so rein hypothetisch... wenn man mal so drüber nachdenkt... wäre es eventuell vielleicht ja sogar nachvollziehbar, dass die Ukrainer*innen diesen Zustand ändern wollten (und dank des Bunkerfaschos mehr denn je wollen)?
So ein ganz kleines bißchen, Du Knallcharge?
 
Sehr lesenswerter Kommentar der NZZ


Es ist also "Verrat am Volk" sich gegen einen Vertrag zu stellen der der Ukraine massive wirtschaftliche Nachteile gebracht hätte und die Ukraine anstelle von den Russen halt von der EU abhängig gemacht hätte? Interessante Vorstellung von "Selbstbestimmung" hast du da.
Was soll man da eigentlich ausser laut lachen?
Der Vertrag wurde ja abgeschlossen, es gibt hier kein "hätte" es gibt ausschließlich die Realität und die sieht so aus!

Wie man sehr schön sieht steigt das BIP sehr steil an, nach der Ratefizierung des EU Assiziierungsabkommens mit dem höchsten Wert 2021 überhaupt in der Geschichte der Ukraine. Die Einbruch ab Ende 2013 ist auf die RU Sanktionspolitik und dann der Annexion der Krim des Donbass sehr logisch nachzuvollziehen!
 
Sehr lesenswerter Kommentar der NZZ

Es müssen halt vermutlich erst deutsche und NATO-Soldaten für das Baltikum sterben, als das man jetzt die nötigen Millarden in die Hand nimmt, um damit die Rüstungsproduktion entsprechend anzukurbeln und die Ukraine anständig auszurüsten.

Aber es ist halt wie immer, am Ende hat es in der Politik dann wieder keiner kommen sehen wollen (wie Merkel schon 2014) und es stirbt in so einem Krieg auch kein deutscher Politiker, im Kugelhagel, sondern nur die Dummen, die ihn gewählt hatten und die die ihn nicht gewählt haben, aber für die Dummheit der anderen dann mitzahlen dürfen. ;)

Die notwendigen Grenzen, die man Russland heute nicht in der Ukraine aufzeigt, werden morgen / in Zukunft mit anderen Blut, als nur dem der Ukrainer, bezahlt werden müssen und das Geld, was man heute nicht ausgeben wollte, wird man dann trotzdem ausgeben müssen und vermutlich sogar noch weit mehr, als man heute dafür bezahlen müsste.
 
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Es müssen halt vermutlich erst deutsche und NATO-Soldaten für das Baltikum sterben, als das man jetzt die nötigen Millarden in die Hand nimmt, um damit die Rüstungsproduktion entsprechend anzukurbeln und die Ukraine anständig auszurüsten.

Aber es ist halt wie immer, am Ende hat es in der Politik dann wieder keiner kommen sehen wollen (wie Merkel schon 2014) und es stirbt in so einem Krieg auch kein deutscher Politiker, im Kugelhagel, sondern nur die Dummen, die ihn gewählt hatten und die die ihn nicht gewählt haben, aber für die Dummheit der anderen dann mitzahlen dürfen. ;)

Die notwendigen Grenzen, die man Russland heute nicht in der Ukraine aufzeigt, werden morgen / in Zukunft mit anderen Blut, als nur dem der Ukrainer, bezahlt werden müssen und das Geld, was man heute nicht ausgeben wollte, wird man dann trotzdem ausgeben müssen und vermutlich sogar noch weit mehr, als man heute dafür bezahlen müsste.
Keiner hat wohl Bock sich mit einer atomaren Bedrohung herumzuschlagen, so tragen sich die Schdeuklappen dann ganz gut, ala Deeskalation über alles. Europa ist eben nicht mehr primär fürs amerikanische geostrat. Interesse so wie noch im kalten Krieg und hat (noch) keine Alternative für ein Leben ohne großen Bruder.

Ohne die USA wäre die Ukraine jdfalls nicht mehr, das kann man mMn getrost auch auf potentielle Kriege ums Baltikum übertragen. Ob Europa nun bluten würde für iwelche postsowietischen Nachbarn Russlands ist eine Sache, eine andere aber dass Westeuropa grundsütztlich eine bessere Armee braucht, für den Fall dass man iwann vlt mal doch alleine im Boot sitzen sollte. Dazu wohl oder übel auch ein eigenes Atomwaffenprogramm.
 

Die Russen schlagen wieder mit voller Härte zu. Die ukrainische Zivilbevölkerung ist ihnen nach wie vor egal.

"Material für noch zwei bis drei solcher Angriffswellen"

Die Schläge erfolgten demnach in mehreren Wellen aus verschiedenen Richtungen und unter Einsatz strategischer Bomber. "Heute hat Russland mit fast allem geschossen, was es in seinem Arsenal hat - mit Kinschal, S-300, Marschflugkörpern, Drohnen. Strategische Bomber haben Ch-101/Ch-505 (russische Marschflugkörper) abgefeuert", schrieb der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj.

Der Experte für Sicherheitspolitik, Nico Lange, schrieb auf X, vormals Twitter, die kombinierten Luftangriffe mit weit über 100 Marschflugkörpern, ballistischen Raketen und Drohnen seien seit mindestens ein bis zwei Wochen geplant gewesen. Sie seien keine spontane Reaktion etwa auf die Zerstörung eines russischen Schiffes durch die Ukraine. Dafür seien die Planungszeiträume für derart komplexe Angriffe zu lang.

"Solche Angriffe Russlands waren leider zu erwarten, da Russland offenbar seit längerem neu produzierte Marschflugkörper dafür aufsparte", schrieb Lange weiter. Man müsse davon ausgehen, dass Russland derzeit über Material für noch zwei bis drei solcher Angriffswellen verfügt.
 
Darf ich noch einmal auf das "Aktuelle" im Titel des Themas hinweisen? :kaffee:

Geschichtsunterricht hatten wir hier in den letzen über 1000 Seiten wahrlich genug :slap:
 
Darf ich noch einmal auf das "Aktuelle" im Titel des Themas hinweisen? :kaffee:

Geschichtsunterricht hatten wir hier in den letzen über 1000 Seiten wahrlich genug :slap:
Geschichte ist nunmal unerlässlich in einem politischen Thread weil sie Mitbestandteil des Aktuellen ist..

Du hast jetzt echt meine Beiträge über den Maidan gelöscht, welcher unmittelbarer Thema dieses Krieges ist ???

Ganz ehrlich aber ich raff dich iwie nicht, das ist unfassbar... :D
 
Ich finde das gut. Ich finde jeden konventionellen Krieg absolut bescheuert. Und niemand greift eine Atommacht an. Passt
Ich finde darüber stellt sich die Frage der Notwendigkeit: Dürfen wir nur oder müssen wir bald eine vernünftige Armee in Europa haben ? Ich meine das hängt nicht von uns ab, sondern davon was die Bedrohung gerade macht.
 
Die Russen schlagen wieder mit voller Härte zu. Die ukrainische Zivilbevölkerung ist ihnen nach wie vor egal.
M.A. nach und auch die der meisten Leute die sich damit auskennen, ist es eher die "Vorbereitung" gewesen, wobei man noch nicht ganz genau einschätzen kann, ob es ein kapitaler Fehlschlag war oder doch ein klein wenig Erfolg hatte. Die Meldungen sind noch zu unklar.

1. Die "Luftverteidigung" (Flugabwehr) der Ukraine ist 2023/2024 eine völlig andere als noch letztes Jahr (2022/2023), alleine durch die Anzahl der Systeme, als auch die Möglichkeiten der Systeme insgesamt.
Würde die RU die gleichen Angriffe wie letztes Jahr fahren, wäre ihre Ausbeute nahe 0, weil die jetzigen Flugabwehrkapazitäten dafür ausreichen diese mit über 90% Effektivität abzuwehren.

2. Wie du schon durch deine Quellen angegeben hast, war das ein lange vorbereiteter, geplanter und koordinierter Angriff, um mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit die Flugabwehr (militärische Ziele) der Ukraine nachhaltig zu schwächen oder teilweise zu vernichten. Darauf deuten alle Parameter dieses Angriffes hin, die "Blindgänger" und zivilen Toten waren zumindestens m.A. nach diesmal wirklich Kollateralschäden. Was es natürlich nicht besser macht.

3. Die beabsichtigte Übersättigung der ukrainischen Flugabwehr ist der RU nicht gelungen und es konnten 75% aller angreifenden Flugkörper abgeschossen werden, was bei der eingesetzten Anzahl von ~ 150 Angriffsflugkörpern sehr beachtlich ist. Es gibt Meldungen das ein Iris T um gut 100m verfehlt wurde (Starter oder Radar).
Die Krux ist nur das die Ukraine uns sicher nicht zeigen wird, was die durchgekommen 35 Flugkörper zerstört haben, abgesehen von denen die zivile Ziele getroffen haben. Zu befürchten ist, das zumindestens kleine Teile der Flugabwehr gerade rund um Charkiw was abbekommen haben, aber für gesicherte Erkenntnisse ist es noch zu früh.

4. Fakt ist, die RU kann erst die zivile Infrastruktur wirklich effektiv angreifen, wenn sie Teile der ukrainischen Flugabwehr zerstört hat, dafür diente dieser Angriff. Das hat sie m.M. nach nicht geschafft, aber die Frage ist halt wieviele solcher Angriffe die ukrainische Flugabwehr erfolgreich abwehren kann, ohne selber massiv geschwächt zu werden. Insoweit sind weitere Lieferungen und stetige Lieferungen des Westens auch gerade im Bereich Flugabwehr unglaublich wichtig. Schafft die RU ihr Ziel, die jetzige ukrainische Flugabwehr nachhaltig zu schwächen oder teilweise zu zerstören, folgen unmittelbar die Angriffe auf die zivile Infrastruktur.

Noch sieht es einigermaßen gut aus, hoffen wir das es so bleibt.
 
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4. Fakt ist, die RU kann erst die zivile Infrastruktur wirklich effektiv angreifen, wenn sie Teile der ukrainischen Flugabwehr zerstört hat, dafür diente dieser Angriff. Das hat sie m.M. nach nicht geschafft, aber die Frage ist halt wieviele solcher Angriffe die ukrainische Flugabwehr erfolgreich abwehren kann, ohne selber massiv geschwächt zu werden. Insoweit sind weitere Lieferungen und stätige Lieferungen des Westens auch gerade im Bereich Flugabwehr unglaublich wichtig. Schafft die RU ihr Ziel, die jetzige ukrainische Flugabwehr nachhaltig zu schwächen oder teilweise zu zerstören, folgen unmittelbar die Angriffe auf die zivile Infrastruktur.
Laut "Expertenmeinung" können noch 2-3 Angriffswellen in dieser Itensität folgen.
Noch sieht es einigermaßen gut aus, hoffen wir das es so bleibt.
Ja das kann man wirklich nur hoffen.
 
Ich sehe das auch so. Wir hatten das ja schon vor hunderten Beiträgen. Der Ukrainekonflikt verstärkt meiner Meinung nach die Notwendigkeit einer eigenen EU-Armee zusammen mit ausreichend EU-Atomwaffen. Wir liefern die U-Boote, Frankreich die Raketen. Und die besten Zentrifugen zur Anreicherung haben wir auch.

Und dann ist Ruhe mit den Drohungen des Diktators aus dem Kreml. Eine der Entwicklungen des Ukrainekrieges ist eindeutig, dass Europa zusammenwächst. Nicht das, was Putin wollte und anstrebt. Und noch ist nicht sicher, was mit Ungarn wird. Dem dortigen fast Diktator ist die Bevölkerung egal.

Umso wichtigter ist es, die Ukraine von der EU aus intensiv zu unterstützen. Hat irgendwer im Blick, was jenseits der deutschen Grenze passiert? Unser Haushalt ist gerade angespannt und die CDU blockiert alles. Wahlkampf auf Kosten der Menschen in der Ukraine. Widerwärtig ....
 
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Ich sehe das auch so. Wir hatten das ja schon vor hunderten Beiträgen. Der Ukrainekonflikt verstärkt meiner Meinung nach die Notwendigkeit eine eigenen EU-Armee zusammen mit ausreichend EU-Atomwaffen. Wir liefern die U-Boote, Frankreich die Raketen. Und die besten Zentrifigen zur Anteicherung haben wir auch.

Und das ist Ruhe mit den Drohungen des Diktators aus dem Kreml. Eine der Entwicklungen des Ukrainekreiges ist eindeutig, dass die Europa zusammenwächst. Nicht das, was Putin wollte und anstrebt.
Wir haben doch mit Frankreich und England außerdem zwei Länder mit Atomwaffen. Reicht das nicht als Abschreckung?
 
Ich sehe das auch so. Wir hatten das ja schon vor hunderten Beiträgen. Der Ukrainekonflikt verstärkt meiner Meinung nach die Notwendigkeit eine eigenen EU-Armee zusammen mit ausreichend EU-Atomwaffen. Wir liefern die U-Boote, Frankreich die Raketen. Und die besten Zentrifigen zur Anteicherung haben wir auch.

Und das ist Ruhe mit den Drohungen des Diktators aus dem Kreml. Eine der Entwicklungen des Ukrainekreiges ist eindeutig, dass die Europa zusammenwächst. Nicht das, was Putin wollte und anstrebt.
Sorry ich glaube nicht an eine EU Armee, aber das ist für deinen Post auch nicht entscheidend!
Die Frage ob die EU Atomwaffen haben sollte, würde wohl jeder der einigemaßen nachdenkt (RU Angriff auf die Ukraine, möglicher Präsident Trump USA) mit Ja beantworten (siehe Joschka Fischer).
Die ganz große Frage dabei ist nur wer "drückt den Knopf", sprich wer oder welches Gremium in der EU entscheidet letztendlich über deren Einsatz?! Daran wird es m.A. nach letztendlich scheitern.
 
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