Aktuelle Entwicklungen in der Ukraine


Die ukrainische Offensive blieb ohne durchschlagenden Erfolg. Die Gründe dafür sind vielschichtig. Im Westen wurde viel und lange diskutiert. Ob, welche und wie viele Waffen geliefert werden können. Auf Zusagen folgten keine sofortigen Lieferungen.

Fakt ist: Das gab Russland ausreichend Zeit, eigene Stellungen auszubauen, massive Minenfelder anzulegen. Die Erwartungen an die ukrainische Offensive waren nach Ansicht vieler Militärexperten überhöht.

Grundlegende Meinungsverschiedenheiten

Fakt ist auch: Die Ukraine selbst hat eindeutig mehr erwartet. Daraus macht niemand mehr ein Geheimnis. Walerij Saluschnyj, Oberkommandierender der ukrainischen Streitkräfte, gesteht in einem viel diskutierten Beitrag für den britischen "Economist" Fehler ein, spricht von einem drohenden Patt und zieht Vergleiche zum Ersten Weltkrieg.

Doch über den öffentlichen Umgang mit den eigenen Fehlern gibt es grundlegende Meinungsverschiedenheiten. Saluschnyj hat mit seinem Text Verärgerung bei der politischen Führung ausgelöst.

Im Ziel sind sich Selenskyj, Saluschnyj und die große Mehrheit ihrer Landsleute einig: Die Ukraine kämpft um die Rückkehr zu ihren international anerkannten Staatsgrenzen von 1991, einschließlich Krim und Donbass.

Umso erstaunter soll der Präsident gewesen sein, als er den Beitrag seines wichtigsten Militärs las. Der Inhalt war offenbar nicht abgesprochen. Besonders durch den Vergleich mit dem Ersten Weltkrieg sehen sie im Präsidialamt ihre politischen Bemühungen torpediert.

Top-Militärs sollen ausgetauscht werden

Während Saluschnyj den Westen mit seiner nüchternen militärischen Analyse wohl aufrütteln und zu mehr Waffenlieferungen bewegen wollte, fürchtet die politische Führung um Selenskyj aufgrund der Art der Kommunikation das genaue Gegenteil.

Deshalb drängt Selenskyj darauf, die Ukraine wieder in eine Position der Stärke zu bringen - an der Front und in der öffentlichen Kommunikation. Auch deshalb wurde Saluschnyj, der lange als unantastbar galt, vom Präsidialamt öffentlich zurechtgewiesen.

Die Botschaft: Niemand ist unantastbar. Es gibt Überlegungen Top-Militärs, darunter auch Generäle, auszutauschen. Die Menschen in der Ukraine sollen sehen, dass Entscheidungsträger zur Verantwortung gezogen werden. Die Partner im Westen sollen sehen, dass man die langsamen Entwicklungen an der Front nicht nur auf sie abwälzt.

Vertrauen in Selenskyj lässt nach

Doch auch der Präsident steht zunehmend in der öffentlichen Kritik. Das Vertrauen der ukrainischen Bevölkerung in Selenskyj ist zwar noch immer hoch, aber in den vergangenen Monaten von 91 Prozent auf 76 Prozent gesunken.

Häufige Vorwürfe sind neben den ausbleibenden militärischen Erfolgen auch seine mangelnde Kritikfähigkeit. Das Vertrauen in die ukrainischen Streitkräfte liegt konstant bei mehr als 90 Prozent.
Viel schönzureden gibt es im Moment nichts. Man kann nur hoffen das es nächstes Frühjahr wieder besser wird. Das hängt von der weiteren Unterstützung des Westens ab. Und wann die F-16 an den Start gehen.
 
Der vermutete massive Angriff auf die zivile Infrastruktur geht los. Russen sind für mich immer mehr nur noch mit "Dreckspack" zu beschreiben. Eine verrohte Kultur ohne Rücksicht auf Völkerrecht und Menschenrechte. Wir sollten uns meiner Meinung nach langsam Gedanken machen, was mir mit Menschen mit russischem Pass hier im Lande machen wollen. Ich bin dafür, keine weiteren Visa mehr zu erstellen und Menschen mit doppeltem Pass enteder den deutschen zu entziehen oder den russischen abgeben zu lassen. Man kann die Barbarei nicht unkommentiert stehen lassen. Das muss Konsequenzen haben. Und das müssen die Russen spüren.

 
Eine verrohte Kultur ohne Rücksicht auf Völkerrecht und Menschenrechte
Redest du von uns bzw dem Westen?

Bei solchen Sätzen bin ich immer skeptisch. Gerade das moderne Deutschland trägt diese beiden Begriffe außenpolitisch gerne als Monstranz vor sich her, aber wenn man hinter die Fassade blickt, was der Deutsche ach so ungern bei sich selbst macht, dann sieht man gerne mal etwas ganz anderes. Bosnien, Kosovo, Libyen, Afghanistan, ich meine, da hat sich der kollektive Westen auch nicht gerade ums Völkerrecht geschert. Allzu oft haben wir das im eigenen Interesse ignoriert, um danach ein Vakuum für Chaos und Terror zu hinterlassen, der uns und vielen Teilen der Welt immer wieder auf die Füße fällt.

Ja, die Russen missachten das Völkerrecht. Ja, das ist scheiße. Ja, man muss das benennen und auch irgendwann ahnden. Bis dahin müssen WIR als Westen uns aber mal an die eigene Nase fassen und bis dahin, zumindest bei einer semantischen Bewertung wie im Zitat, etwas zurücknehmen, denn wir waren und sind in vielen Bereich keinen Deut besser; es interessiert die gemeine Kartoffel auf der Straße nur nicht, solange es einen selbst nicht betrifft und selbst dann auch nur peripher, weswegen man die Verrohung auch ganz gut uns unterstellen kann.
 
Ja, die Russen missachten das Völkerrecht. Ja, das ist ***. Ja, man muss das benennen und auch irgendwann ahnden. Bis dahin müssen WIR als Westen uns aber mal an die eigene Nase fassen und bis dahin, zumindest bei einer semantischen Bewertung wie im Zitat, etwas zurücknehmen, denn wir waren und sind in vielen Bereich keinen Deut besser;
Und was willst du damit sagen?
Lass die Russen mal alles wegbomben, weil wir das in Afghanistan auch gemacht haben?
Willst du die Toten miteinander aufwiegen?
 
Die ukrainer kommen in fahrt. Am östliche ufer des Dnipro haben sie nun, nach eigenen angaben, von den russen zwischen 3 und 8km gebiet zurück erobert. Hoffentlich wird das noch mehr, bevor die russen alles verminen können...
 

Heute Nacht gab es den größten Drohnenangriff auf Kiew seit Kriegsbeginn. 74 der 75 Drohnen sollen von der ukrainischen Flugabwehr abgeschossen worden sein.
 

Ich frage mich wie die Russen da so nah rankommen konnten. Oder es waren Überläufer aus den eigenen Reihen.
 
Man kann nur hoffen, dass Putin und der Westen ein einsehen haben und das Gemetzel beenden.
Der Westen muss hier mE gar nichts einsehen.

Außer vielleicht, dass die Unterstützung der Ukraine schneller und umfangreicher erfolgen muss.

Wo bleiben die Großaufträge an die Rüstungsindustrie um die benötigten (Ersatz)Mengen an Munition und Gerät an die Bündnisarmeen und die Ukraine zeitgerecht zu liefern?

Nicht nur Reden, sondern konsequent handeln müsste mal langsam die Devise sein.
Wie unser VM richtig sagte: Wir müssen wieder wehrtüchtig werden. Das ist die beste Abreckung.

Putin spielt auf Zeit und spekuliert (bisher leider zurecht) darauf, dass den wohlstandsorientierten und bequemen Demokratien im Westen die Lust vergeht, die Ukraine angemessen zu unterstützen.

Bis es einen tragfähigen Waffenstillstand/Verhandlungsfrieden geben kann, beißt er sich Stück für Stück ukrainisches Territorium heraus und wird das zum gegebenen Zeitpunkt als Verhandlungsmasse bzw. als geschaffene Fakten nutzen.
 
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Man kann nur hoffen, dass Putin und der Westen ein einsehen haben und das Gemetzel beenden.
Der Westen hat ein einsehen und unterstützt die völkerrechtswidrig angegriffene Ukraine. Das sollte, auch unsere Regierung, der Westen noch viel konsequenter machen.
Es wäre nie zu einem Gemetzel gekommen wenn Russland keinen Angriffskrieg vom Zaun gebrochen hätte. Allein Russland hat es in der Hand den Krieg und das Gemetzel zu beenden.
Sollte die Ukraine die Waffen strecken oder sich nicht mehr aufgrund nachlassender ausbleibender Unterstützung behaupten können, so wird es die Ukraine nicht mehr geben. Was auch bedeuten wird, dass das Gemetzel nicht wirklich beendet wäre. Nur täte das Russland nicht mehr als militärische Spezialoperation betitelt sondern als Polizeieinsatz im Inneren.

Gruß Andreas
 
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