Im Netz tauchen seit ein paar Wochen immer wieder Behauptungen auf, dass "... die USA und einige NATO-Länder sich intensiv darum bemüht haben sollen, Selensky zu Friedensverhandlungen mit Russland zu bewegen ...".
Vor zwei Tagen erschien zu diesem Thema ein Artikel von Dr. Stephen Bryen - ein Mann der viele Jahre innerhalb der US-Regierung unterwegs gewesen sein soll, unter Ronald Reagan als stellvertretender Unterstaatssekretär des Verteidigungsministeriums wirkte und heute u.a. als Militärexperte und im Thinktank als Senior Fellow beim Yorktown Institute arbeitet. Der Blickwinkel im Artikel ist eher auf militärische Fragen ausgerichtet und trotzdem kann er m.M.n. helfen die tatsächlichen Situation hinter den Kulissen der US-Politik zu erfassen.
"Bemühungen Selensky zu Verhandlungen mit Russland zu bringen sind gescheitert"
Er geht u.a. auf die Entlassung der sechs Vize-Verteidigungs-Minister ein und schreibt sinngemäß:
"Kurz vor seiner Abreise entließ Selensky sechs stellvertretende Verteidigungsminister wegen dem Vorwurf der Korruption. Mit dieser Maßnahme wollte er der Regierung Biden den Rücken stärken, welche beschuldigt wird, der Ukraine Gelder ohne Bedingungen zur Verfügung zu stellen, von denen ein Großteil verschwindet."
Weiterhin führt er aus:
"das die USA sich in der Vergangenheit jedem Friedensprozess widersetzten, jedoch bevor die Waffenarsenale der USA und der NATO geleert wurden und bevor der Versuch, Wladimir Putin zu stürzen, gescheitert war. Um das zu kompensieren, rüsteten Washington und die NATO die Ukraine auf, um die russische Verteidigung zu durchbrechen."
Mit Bezug auf die derzeitige Lage schreibt er:
"Ein wirklicher Durchbruch gelang nicht und die Ukraine verbrauchte den größten Teil ihrer strategischen Reserven. Zwei bedeutende Brigaden, die 25. Air Mobil und die 82. Air Assault, gingen an der Saporoschje-Front verloren. Viele Männer und Ausrüstung, die größtenteils von der NATO geliefert wurde, wurden kampfunfähig und abgezogen werden.
"Die ukrainische Offensive geht weiter und verbraucht immer weitere Ausrüstung und Personal. Berichten zufolge verliert
die Ukraine täglich mehr als 1.000 Mann – manchmal sogar fast 2.000 -, ohne dass sie irgend etwas vorweisen kann. "
"Andererseits wäre jede Ausweitung des Krieges für die Ukraine entmutigend, da sie kaum noch über Manpower und Nachschub verfügt. Niemand weiß, wie widerstandsfähig die derzeitige Regierung in der Ukraine ist. Es ist nicht klar, wie viele Fronttruppen die Ukraine an die Kriegsfront schicken kann."
"Auch in den USA wächst die Unzufriedenheit mit der Fortsetzung des Krieges. Objektiv gesehen hat der Krieg das chinesisch-russische Bündnis gestärkt und militärische Ressourcen verschlungen, wodurch die USA in Europa und Asien im Nachteil sind."
Dieser Beitrag mit der Feststellung des Kieler Instituts für Weltwirtschaft (siehe oben) schafft eine schlüssige Story, welche der Realität entsprechen könnte. Was meint Ihr?
Will he get more money from Congress?
weapons.substack.com