... Evtl. hilft es dir Herr Kujat bessee einzuschätzen, wenn du dir das 1 1/2h Interview, was ich oben verlinkt habe, anschaust, sofern noch nicht geschehen.
Jetzt habe ich das Video gesehen und höre die Einschätzung eines alten Mannes. Ich befürchte, er interpretiert falsch. Er vergisst z.B. völlig, auf die Moral der Truppe einzugehen. Auf der einen Seite hoch motivierte Soldaten, die ihr Land und ihre Familien beschützen,. auf der anderen Seite gepresste Soldaten, die das große Sterben um sich herum sehen, und nur deshalb nicht abhauen, weil sie sofort erschossen würden.
Desweiteren wurde er von der Realität überholt. Die erste Linie ist durchbrochen. Ich hatte dazu schon einen aktuellen Militärtaktiker verlinkt, der ähnliche Informationen wie Kujat verbreitet, diese aber anders interpretiert. Insbesondere der Drohnenkrieg ist eine neue Strategie. Russland hat bisher überall Schlachten verloren. Nur ganz am Anfang nicht, also sie überraschend zuschlugen.
Er nutzt die gesamte Zeit das Mittel des Strohmanns. Niemand hat behauptet, irgendwelche Waffensysteme wären der "Gamechanger". Es waren immer nur zögerliche Lieferungen von Systemen, die die Ukraine unbedingt brauchte, um minimale Ziele zu erreichen und es wurden in der Regel weniger Waffen geliefert, als angekündet. Was sollen denn auch eine handvoll Leopardpanzer verändern? Die Panzerhaubitze 2000 und die Hilmarsysteme haben ihren Dienst getan. Nicht mehr und nicht weniger und sie demontrieren deutlich den Vorsprung westlicher Waffensysteme. Aber es sind viel zu wenig.
Auch die F16 sind keine Gamechanger, sondern nur ein klitzekleiner Baustein im Gesamtkonzept. Auch das werden viel zu wenige werden, aber sie werden das Leid in der Ulkraine minimieren. Wie er richtig sagt, es ist eine Stärkung der Kampfkraft. Nicht mehr und nicht weniger. Das behauptet auch niemand.
Warum ist es eine Eskalation, Waffen zu liefern gegen einen Gegner, der Kinder raubt? Auch darauf geht weder der Fragesteller noch Kujat ein. Die Drohnen schätzt er ebenso völlig falsch ein. Das ist mein erster Satz "Ein alter Mann", der nicht wirklich in moderner Kriegführung steckt. Und warum nennt er es "Anschlag", wenn man militärische Ziele angreift? Natürlich muss die Ukraine die nuklearen Basen angreifen. Russland droht seit Kriegsbeginn volkerrechtswidrig mit diesen Waffen. Es ist ein Terrorstaat, auch darauf geht Kujat nicht ein. Und warum meint er, der Westen muss entscheiden? Was ist das für eine koloniale Einstellung? Die Ukraine kämpft. Er verbreitet einzig russische Propaganda. Schwer zu ertragen.
Kujat ist viel zu verstrickt in russischer Propaganda. Man merkt am Anfang, als er 12min über sich erzählt, wie wichtig ihm seine persönliche Darstellung ist. Ein typischer Vertreter der Gattung, die man mit Bauchpinselei einspannen kann und genau das machen die Thinktanks, bei denen er Mitglied ist.
Niemand will einen Krieg gegen Russland gewinnen, die Ukraine will nur die russischen Soldaten aus der Ukraine werfen. Das ist etwas grundlegend anderes. Unabhängig davon ignoriert Kujat den Willen des ukrainischen Volkes. Kujat ist immer noch im alten Blockdenken verhangen. Dann geht es um die Sanktionen. Was denn für Sanktionen? Wir reden über Sanktiönschen. Und natürlich sagt Putin "Bringt ja alles nicht". Dann rede doch mal mit Firmen in Russland, bei denen ohne Lizenzen kein Programm mehr geht. Die kommen nicht mal mehr an ihre Daten ran, weil die Kontruktionen nicht mehr öffnen können. Und nicht vergessen, Putin lies unsere Speicher leer laufen, er liefert nicht, bevor es Sanktionen gab. Putin ist der Vertragsbrecher. Die Sanktionen gegen Gaslieferungen kamen später.
Die Sanktionen wirken langsam, Russland laufen die Mittel aus. Die müssen Waffen in Nordkorea kaufen. Also wirken die Sanktionen. Und der Weg, den er aufzeichnet, ist für die Ukraine uninteressant. Also, über was redet er? Sein Weg ist reine Selbstdarstellung. Und es gibt auch keine Sprachregelung bei uns. Die gibt es in Russland. Da gehen Menschen ins Gefängnis, wenn sie diesen Krierg "Krieg" nennen. Was redet der alte Mann also?
Aus dem Gespräch kommt heraus, das Kujat keinerlei direkten Kontaktr mehr zur aktuellen Politik hat. Er informiert sich über hören sagen, aber nicht durch Gespräche mit den Entscheidern. Er ist nichts weiter als einer der üblichen Analysten. Er hat nur Angst, vor einer Eskalation. Wo und wie sollten die Russen die Mittel her nehmen, um das nächste Land anzugreifen, wenn sie schon in der Ukraine in der Defensive sind.
Und weiter muss man "die Regierungen" der Welt unterscheiden mit den Bedürfnissen der Menschen. Dass Autokraten und Diktatoren die EU und ihre Werte verteufeln, ist nun wirklich kein Geheimnis. Warum flüchten denn Menschen aus BRICS-Staaten wie China, weil sie verfolgt werden?
Kujat würde die Ukraine aufgeben, damit wir weiterhin billige Energie aus Russland bekommen. Das ist für mich keine erstrebenswerte Einstellung. Er lebt in der alten Zeit, als Europa überall wirtschaftlich ausbeutete, und die USA den Kopf hinhalten mussten. Und seine Angst vor Atomwaffen ist absurd, weil Russland sofort platt ist, wenn auch nur eine Rakete Richtung Europa fliegt.
Ich kann verstehen, dass man seine Worte anders wichtet, als ich es mache, aber ich dazu nur sagen, wir müssen leider sehen, wie sich die Dinge entwickeln. Vielleicht behält er Recht, oder aber, es kommt ganz anders.
Verhandeln muss die Ukraine mit Russland. Und warum zum Teufel sollten wir ein Land nicht in der Nato aufnehmen, welches sich massiv bedroht fühlt? Würden wir das nicht machen, hätten wir die nächsten vergrault. So aber kann man als langfristige Perspektive die Ukraine an den Westen binden.
Und noch einmal für Dich. Der Krieg ist sofort zuende, wenn Russland seine Soldaten abzieht. Warum sagt Kujat das nicht deutlich? Niemand will Russland vernichten oder angreifen. Die sollen einfach die Grenzen anderer Länder akzeptieren. Der Fragesteller ist schwer zu ertragen. "Gralshüter der Menschenrechte und Humanität". Klar, dass die rechten Säcke diese Werte abschaffen wollen, ist nichts neues. Außerdem lügt Kujat. Es wurden keine Streubomben der Ukraine auf Zivilbevölkerung eingesetzt, es wurden russische Aufmarschgebiete bombardiert. Schwer zu ertragen....
Und Putin als vorsichtigen Kriegsherr hinzustellen, weil keine Fassbomben auf die Zivilbevölkerung fallen, ist widerwärtig. Außerdem lügt er. In Dresden beim Luftangriff gab es nicht "hunderttausenden Tote". Das ist falsch. Das ist gelogen. Außerdem hat er nicht verstanden, wie Unabhängigkeitsreferenden funktionieren. Jedenfalls nicht durch den Einmarsch des Nachbarstaates.
Warum fragt sich der alte Mann nicht, was die Sicherheitsinteressen der Ukraine sind? Warum denkt und argumentiert er einzig aus russischer Sicht? Das ist weder neutral, nach abgewogen, geschweige ernstzunehmen.
Was für ein absurder Vorschlag, 50km demilitarisierte Zone in Russland zu fordern, Am besten dann noch mit deutschen UN-Soldaten, wo doch seine größte Sorge ist, dass deutsche Waffen wieder auf russischem Boden sind. Und genau sowas stimmt Russland nicht zu. Nicht einmal im Ansatz.
Meine Bewertung: Eine Luftnummer