Es wurden nicht bis zu 20% aller ukrainischen Waffen in den ersten Wochen ihrer Offensive verloren, es sind bis zu 20% der ukrainischen Waffen verloren gegangen, in den ersten Wochen ihrer Offensive,
welche die Ukraine auf das Schlachtfeld gesendet hatte.
Also auch wenn ich zugebe, dass die Artikel deutlicher geschrieben sein könnten, halte ich deine Lügenvorwürfe für maßlos überzogen: Da steht erst was von "Offensive", womit der Kontext gesetzt ist, und dann erst was von "20%". Also 20% dessen, was an der Offensive beteiligt war. Nirgendwo, außer bei dir, steht die Behauptung "aller" Waffen und eigentlich sollte die auch absolut jedem Leser, der die uneindeutige Formulierung zunächst falsch interpretiert sofort als absurd auffallen, denn in den ersten Wochen hat die Ukraine ja kaum mehr als 20% des für Offensiven zurückgehaltenen Materials eingesetzt und das wiederum ist nur ein kleiner Teil ihrer gesamten Kampfkraft. Wo nur (geratene) 2% vom großen zugegeben waren, können nicht 20% verschwunden sein, zumal die Angriffe ja keineswegs Totalverluste hervorgebracht haben. So schlau werden die Leser der Zeitschriften hoffentlich sein.
(Es gibt auch Leute, die dümmer sind, aber die lesen sowas gar nicht erst.)
Kissinger sagt auch:
Zum Thema NATO Einladung 2014, da bringt der gute Henry wohl was durcheinander.
Es war das EU Assoziierungsabkommen (deswegen auch EUROMaidan) dass die Proteste & den Sturz der Regierung ausgelöst hat, zudem ging die Initiative der Aufnahme in die NATO nach Annexion der Krim von der Ukraine aus. Man merke dabei auch: Die Ukraine wurde NICHT aufgenommen weil die NATO dies eben nicht einstimmig wollte.
Das Argument einer angebotenen NATO Mitgliedschaft als Grund des Krieges in 2022 ist wenig haltbar, ohne russische Aggression gibt es für die NATO schlicht keinen Grund die Ukraine aufzunehmen. Und ohne 2022 wären die Bereitschaft dafür auch niemals so hoch wie heute, siehe Georgien.
Wollt ihr euch jetzt ehrlich die Köpfe über eine private Meinungsäußerung von jemanden einschlagen, der in den 2020er Jahren so absolut rein gar nichts zu melden hat, keinen besonderen Informationsstand genießen dürfte und offensichtlich simpelste Basics der Situation nicht kapiert, aber schon in der Vergangenheit für nicht zwingend politische mittige Agenden bekannt war? Leute, die nichts zu melden, nichts zu sagen, noch viel zu kapieren und eine Agenda haben und ihre Meinung raussenfen haben wird doch hier im Thread schon genug. Sowas müssen wir nicht auch noch importieren.
Mal wieder zum krieg... eine einschätzung der lage von girkin...
Laut Girkin sei dem Ansturm der ukrainischen Streitkräfte im Osten der Ukraine nur schwer standzuhalten. Russland kämpfe mit „ständigen Verlusten“.
www.merkur.de
Irr ich mich oder haut der Analysen dieser Art nicht mittlerweile sein Monaten regelmäßig raus? Da gebe ich mittlerweile nur noch mäßig viel drauf. Natürlich gibt es einige gute Gründe, ein Szenario in der Richtung zu malen, aber diese Gründe kennen wir auch und können sie direkt besprechen. Dass er sie jedesmal für ein Schwarz-in-schwärzer Bild (aus russischer Sicht) der Lage malt, ist für mich glasklarer Lobbyismus für mehr Militär, mehr Waffen, mehr Munition. Der macht das nicht, um zur Vorsicht zu raten und auch nicht mit dem Ziel, ein neutrales Lagebild zu vermitteln, sondern um Putin zu noch mehr Kriegseinsatz zu drängen.
Und nochmal... Es gibt schließlich auch noch was zum unüberwindlichen dnepr... (zugegeben, schon älter, aber ich hab es hier noch nicht gesehen)
Quelle:
Im Osten startet die Ukraine eine neue Offensive. Während Russland in Chaos versinkt, vermeldet Kiew Erfolge. Der News-Ticker zum Ukraine-Krieg.
www.fr.de
Korrigiere mich, wenn ich falsch liege, aber:
Diedr Brücke ist im Arsch und auch so schnell nicht wieder aufzubauen, oder?
Und sie liegt in einer Region, in der russischer Artilleriebeschuss Hochwasserhilsaktionen massiv gefährdet hat. Natürlich kann man in wortwörtlichen Nacht-und-Nebel-Aktionen Kommandotruppen übersetzen, dass wurde hier ja schon mehrfach gesagt, aber man kann nicht die Infrastruktur für die Versorgung einer auf letztlich 100te km Breite vorrückender Front installieren. Denn sobald die Position größerer/schlecht beweglicher Strukturen den Russen bekannt ist, regnet es Stahl. Nur was klein und flink genug ist, um der (sehr) trägen Aufklärung zu entkommen, ist einigermaßen sicher. Aber "klein, unbemerkt" und "Großoffensive" beißt sich.
und auch nochmal vom Merkur mit mehr text
Die Ukraine plant offenbar, im Süden des Landes gleich drei russische Armeen aufzureiben. Dank Pionieren ist wohl ein Brückenkopf am Dnipro errichtet.
www.merkur.de
Wenn Läng(ung)e(n) zu Textperlen wie "schmal und flach" bezogen auf den Dnjepr führen, sollte man sich vielleicht besser kürzer fassen

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Hoffen wir, dass die ukrainischen Schwimmfähren Jetantrieb haben

. Sonst wird das unbequem, denn an dieser (vor diesem Artikel niemandem bekannten) geologischen Besonderheit, wo sich die gesamten Wassermassen des Dnjepr durch ein im Querschnitt auf ein Bruchteil verengtes Flussbett quetschen müssen, sollte es extreme Stromschnellen geben

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