Aktuelle Entwicklungen in der Ukraine

Versteh doch bitte - GENAU DAS funktioniert nur wenn BEIDE SEITEN davon profitieren, bzw. ein Resultat erzielen mit dem sie leben können.
Und das wird maßgeblich am Schlachtfeld entschieden. Wenn die Ukrainische Offensive nicht erfolgreich ist und es ein zehrender Stellungskrieg ohne Ergebnisse wird, wird man die Strategie hinterfragen und eine andere Strategie wählen. Nicht weil man das will, sondern weil man dazu gezwungen ist.
Wenn die Ukraine von sich aus die Einstellung der Kämpfe fordert, dann schwächt dies die Position der Ukraine.
Nicht unbedingt, die Ukraine würde durch die Einstellung der Kämpfe im Falle einer Niederlage der Offensive sich sammeln können und mit weiterer militärischer Unterstützung weitere Angriffe Russlands verhindern.
Die Ukraine hat beispielsweise jetzt die Strategie geändert und 2/3 der Kräfte zurückgehalten um Ressourcen zu schonen.
Russland kann aktuell sehr gut damit leben zu verteidigen und Städte zu beschießen, die Ukraine nicht.
Na also, da hast du es doch. Und die Ukraine muss mit den Mitteln auskommen die sie haben und sollten die zur Neige gehen, wird man gezwungen sein die Strategie zu überdenken.
Das Argument, jetzt Leben schonen um Frieden zu erzielen ist ein hohles Argument, denn es bringt aktuell keinen nachhaltigen Frieden sondern schafft höchstwahrscheinlich nur die Voraussetzungen für eine Fortsetzung dieses Krieges in einiger Zeit.
Dieses Argument habe ich auch nicht gebraucht, denn dazu müsste erst die Ukraine ihre Ressourcen so weit aufgebraucht haben, bis sie dazu gezwungen sind.
Und genau deshalb ist es sinnvoll die Diplomatie nicht völlig abzuschreiben.
Entweder die Ukraine siegt auf dem Schlachtfeld und bringt Russland in eine Position in der Russland sich zu umfangreichen Zugeständnissen genötigt sieht, oder die Ukraine kapituliert und unterwirft sich Russland.
Den Konflikt auf der derzeitigen Frontlinie zu beenden, käme keiner Kapitulation gleich. Das ist ja total eindimensional zu glauben die Ukraine müsste kapitulieren, weil Russland einen Teil des Landes besetzt hält. Von einer Kapitulation ist die Ukraine meilenweit entfernt.
Alles andere unter dem Deckmantel "aber da sterben Menschen" ist fadenscheinig, weil es das Sterben einfach nur vertagt.
Oder ein weiteres Sterben ermöglicht und dann wirklich zu einer Kapitulation führt, weil man die Kräfte sinnlos verheizt hat, ohne voranzukommen.
Den Zeitpunkt sollte man nicht verpassen und deshalb meine Frage, wann dieser gekommen ist und mehr habe ich dazu einfach nicht gesagt.
Ich verweise dabei gerne auf den Auslöser dieser Debatte.

Wenn die Republikaner gewählt werden wird die Ukraine womöglich einen Teil der Unterstützung verlieren, das sollte man auch sehen, wenn man es für alternativlos hält weiter mit allen Mitteln Gebiete zu erobern und Ressourcen zu verschleudern.
Die Ukraine stellen die Kämpfe nicht ein, weil Russland weiterhin angreift.
Die Ukraine werden die Offensive einstellen, wenn es ihre Ressourcen nicht mehr erlauben sollten und wieder auf reine Verteidigung setzen, darum gings.
 
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Russland kann aktuell sehr gut damit leben zu verteidigen und Städte zu beschießen, die Ukraine nicht. Es gibt absolut keine Garantie, dass Russland auf irgendein Angebot eingeht sondern einfach weitermacht wie bisher. Wenn der Konflikt so wie er jetzt ist einfriert, dann haben wir eine Wiederholung von 2014 und mehr nicht.
Kann Russland damit auf die Dauer wirklich so einfach leben?
Sie mobilisieren offiziell nicht, werden aber inoffiziell wohl ein Haufen Sachen unternehmen, um Leute zum Militärdienst zu pressen, aber auch das ist mal endlich, genauso wie Gefängnis- und Straflagerinsassen.
Die Bilder in Rostow mit jubelnden Zivilisten mit Wagner Söldnern die gerade auf dem Weg nach Moskau waren, zeugt nun nicht von der großen Unterstützung für Herrn Putin.
Militärisch hat man seit der Einnahme von Lyssytschansk, fast sage und schreibe 10 Monate gebraucht um Bachmut zu erobern, was aber im Moment auf mehr als wackeligen Beinen steht, die Ukrainer haben wesentlich mehr in den 10 Monaten erreicht.
Selbst wenn diese Sommeroffensive nicht den gewünschten Durchbruch für die Ukrainer an der Südfront bringt, sehe ich im Moment nicht mal Ansatzweise, wo die Russen ihren nächsten militärischen Erfolg verbuchen wollen. In Bachmut sind sie im Moment klar in der Defensive, also nichts mit weiterem Durchbruch.
Ari mäßig halte ich die Ukraine im Moment für überlegen (Counterfeuer) und die Russen müssen überall ihre Reserven heranführen. Ihre Logistik wird täglich im Hinterland dezimiert. Wie lange kann man das ohne Erfolge aufrecht erhalten, was passiert wenn Bachmut wieder verloren geht? (Was kein vordergründiger Erfolg der Ukraine wäre, die wollen die Font durchbrechen).
Wenn die Ukraine diesen Sommer mit einem Durchbruch scheitert, kann sie es auch ein paar Monate später versuchen, ich habe noch nirgends gelesen oder gehört, das die Ukraine "spätestens im Oktober 2023 aufhören muss zu kämpfen", wenn ihr kein Durchbruch gelingt. Die Weichen werden im Moment im Westen doch eher auf einen langen Krieg gestellt und nicht auf Ende des Jahres "genormt".
Meines Wissens nach kommt die MEhrzahl der Leo 1 A5 erst zum Ende des Jahres, ebenfalls die 45 zusätzlichen Geparden.

Wie lange können das die Russen "bequem" aushalten mit immer weiter zunehmende Verlusten ohne irgendwelche militärischen Erfolge zu erzielen?
 
Die Bilder in Rostow mit jubelnden Zivilisten mit Wagner Söldnern die gerade auf dem Weg nach Moskau waren, zeugt nun nicht von der großen Unterstützung für Herrn Putin.
Na ja, so viele jubelnde Zivilisten waren das jetzt aber auch nicht.
Natürlich hab ich auch keinen mit einer Russland Fahne gesehen, der den Wagner Trupp aufhalten wollte.
Nichtsdestotrotz finde ich, dass solche Bilder immer eine Meinung lenken soll.
 
Na ja, so viele jubelnde Zivilisten waren das jetzt aber auch nicht.
Natürlich hab ich auch keinen mit einer Russland Fahne gesehen, der den Wagner Trupp aufhalten wollte.
Nichtsdestotrotz finde ich, dass solche Bilder immer eine Meinung lenken soll.
Die Bilder gab es lange vorher auf Twitter, bevor sie in den Nachrichten waren. Das konnte man schon am Nachmittag und frühen Abend sehen. (Auf Twitter, von allen möglichen Leuten).
 
Kann Russland damit auf die Dauer wirklich so einfach leben?
Nicht ohne eine Mobilisierung der Wirtschaft und Bevölkerung, respektive Umstellung auf eine volle Kriegswirtschaft, ohne die Russland so einen Zermürbungs- und Abnutzungskrieg nicht auf Dauer gegen einen wirtschaftlich und zahlenmäßig (bereits im Frieden und auf lange Sicht) stärkeren Gegenüber ("Westen") führen können würde.

Sie mobilisieren offiziell nicht, werden aber inoffiziell wohl ein Haufen Sachen unternehmen, um Leute zum Militärdienst zu pressen, aber auch das ist mal endlich, genauso wie Gefängnis- und Straflagerinsassen.
Inoffziell machen sie einiges, u.a. verpflichten sie wohl die privaten Söldner von Unternehmen (wie Gazprom) dazu einen Teil der unterschriebenen Verträge dem Verteidigungsministerium zu unterstellen, um so an Vertragssoldaten zu gelangen.

Zudem läuft unter dem Radar, in kleinsten Schritten, die russische Wirtschaft weiter hin zu einer Kriegswirtschaft auszurichten. In kleinsten Schritten um dabei den Unmut in der Bevölkerung möglichst gering zu halten, als würde man es auf einen Schlag machen (Gewöhnungseffekt).

Die Bilder in Rostow mit jubelnden Zivilisten mit Wagner Söldnern die gerade auf dem Weg nach Moskau waren, zeugt nun nicht von der großen Unterstützung für Herrn Putin.
Du solltest nicht den Fehler machen und meinen das diese Bilder ein Beleg gegen die Stimmung bzgl. Putin seien.
Wagner und Prigoschin betonen selbst das sich ihr Unmut nur gegen das Verteidigungsministerium richtet, nicht gegen Putin, welchen gegenüber sie sich durchgängig als loyal bezeichnet haben.

Putin hat von Anfang an, seit es in der Ukraine letztes Jahr angefangen hat nicht im Ansatz zu laufen, sich von den Entwicklungen distanziert / versucht nicht in Verbindung gebracht zu werden.

Ensprechend richtet sich der Unmut in Russland (von denen die da gejubelt haben, was vorwiegend Nationalisten waren) auch primär gegen Shoigu und das Verteidigungsministerium und nicht gegen Putin.

Wie lange können das die Russen "bequem" aushalten mit immer weiter zunehmende Verlusten ohne irgendwelche militärischen Erfolge zu erzielen?
Nicht lange genug um Stand "IST" das noch 3 Jahre so fortführen zu können, ohne fundamentale Änderungen vorzunehmen (Mobilisierung, Kriegswirtschaft, etc) und nicht lange genug um, egal wie es am Ende ausgehen würde, hinterher nicht ordentlich für die Kosten zu löhnen.
 
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Und das wird maßgeblich am Schlachtfeld entschieden. Wenn die Ukrainische Offensive nicht erfolgreich ist und es ein zehrender Stellungskrieg ohne Ergebnisse wird, wird man die Strategie hinterfragen und eine andere Strategie wählen. Nicht weil man das will, sondern weil man dazu gezwungen ist.
Es wird so oder so ein Stellungskrieg werden, diese Offensive wird nicht ausreichen um alle Kriegsziele der Ukraine zu erreichen. Niemand bestreitet, dass die Ukraine Ihre Strategie & Taktik anpassen muss, das vehemente Getue um "diplomatische Lösungen" ist der fehlerhafte Ansatz der Diskussion.


Nicht unbedingt, die Ukraine würde durch die Einstellung der Kämpfe im Falle einer Niederlage der Offensive sich sammeln können und mit weiterer militärischer Unterstützung weitere Angriffe Russlands verhindern.
Die Ukraine hat beispielsweise jetzt die Strategie geändert und 2/3 der Kräfte zurückgehalten um Ressourcen zu schonen.
Die Ukraine schont ihre Kräfte weil Sie keinen Sinn darin sieht massiert anzugreifen, deine Conclusio ist leider komplett falsch. Wenn die Ukraine die Kämpfe einstellt passiert was? Richtig, die Ukraine hört auf anzugreifen, das bedeutet nicht, dass Russland aufhört zivile Ziele zu beschießen. Zudem gibt die Ukraine damit kurzfristig jede Möglichkeit auf am Status Quo was zu ändern. Deine ursprüngliche Aussage war, den Konflikt beenden um Leben zu schonen, davon ist hier nichts mehr übrig, denn wie du richtigerweise erkennst, selbst wenn die Ukraine einseitig Kampfhandlungen einstellt, so gilt das noch lange nicht für Russland.


Den Konflikt auf der derzeitigen Frontlinie zu beenden, käme keiner Kapitulation gleich. Das ist ja total eindimensional zu glauben die Ukraine müsste kapitulieren, weil Russland einen Teil des Landes besetzt hält. Von einer Kapitulation ist die Ukraine meilenweit entfernt.
Der Konflikt WIRD aber nicht auf der derzeitigen Frontlinie beendet. Es wird in der derzeitigen Lage für keine der beiden Parteien einen akzeptablen Kompromiss geben der diesen Konflikt NACHHALTIG beendet und DASS ist die Krux. Jetzt einfach die Kämpfe stoppen ist nichts anderes als diesen Krieg zu vertagen. Beide Seiten rüsten nach und nach Zeitraum X knallt es wieder. Wenn DAS deine Idee einer diplomatischen Lösung ist, dann sorry, ist diese einfach schwachsinnig. Ein Frieden in der Ukraine muss die einigermaßen tragfähige Aussicht auf dauerhaften Frieden haben, alles andere ist zynische Zeitverschwendung.
 

+++ 00:52 Moskau feuert kritischen General +++

Der Oberbefehlshaber der russischen 58. Armee, Iwan Popow, bestätigt seine Entlassung durch das Verteidigungsministerium in Moskau. In einer Sprachnachricht, die am Mittwoch auf dem Telegram-Kanal des Duma-Abgeordneten Andrej Guruljow veröffentlicht wurde, wendet sich Popow an die Soldaten und erklärt, er sei wegen seiner Kritik an der ineffizienten Kriegsführung seines Postens enthoben worden: "Ich habe die Aufmerksamkeit auf die größte Tragödie des modernen Kriegs gelenkt - auf das Fehlen der Artillerieaufklärung und -bekämpfung und die vielfachen Toten und Verletzten durch die feindliche Artillerie." Danach habe sich das Verteidigungsministerium seiner entledigt. Die 58. Armee ist im Süden der Ukraine stationiert und an den Kämpfen in der Region Saporischschja beteiligt.

Hört sich nach verzweifelten (Front) General (siehe Ostfront ab 1943/44 auf deutscher Seite) und hilflosen Oberkommando an, das keine Lösung hat und somit mit Disziplinarmaßnahmen reagiert, weil man sachlich keine Gegenargumente hat und kein Material an Hand um Abhilfe zu schaffen!
Die methodische Taktik der Ukraine (Infantrie mit überlegner Counter Ari) wirktt, es braucht nur etwas länger und bei den Russen ist die Lage auf jeder Ebene personell und materiell höchst angspannt.
Deshalb reagieren sie auch so gereizt auf die Ari Streumunition, die nochmal eine ganz neue Ebene ist, mit westlichen Ari Systemen.
 
Wie hier schon geschrieben wurde ist das bereits ellen lang in diesem thread aus diskutiert worden... also eine reichlich olle kamelle.

Gratulation: Du wiederholst eine Aussage mit Vergangenheitsbezug, die nur als Reaktion auf eine "... waren" in einem Satz wiederholt wurde, noch ein weiteres Mal und fügst noch zwei jammernde Halbsätze zwecks Verdreifachung des Umfanges hinzu, um dich darüber zu beschweren, dass weiterhin darüber gepostet wird :lol: .

Da waren mit sicherheit fast keine nazi`s und nationalisten mehr dabei.

Das wäre der spannende Teil, aber irgendwie sehe ich weder eine Quelle noch eine Argumentation. Die ukrainischen Neonazis sind auf alle Fälle nicht vor 500 Tagen einfach explodiert und es darf auch bezweifelt werden, dass sie geschlossen in den Westen geflohen sind, um sich vor der Landesverteidigung zu drücken. Also wie kommst du auf die Idee, dass ausgerechent diese Gruppe, die schon vorher Wehrsport betrieben und sich paramilitärisch organisert hat, seit Ausbruch der militärischen Operationen nicht mehr beteiligt wäre?

Am sichersten ist prigoschin in russland, denn fast im ganzen rest der welt wird er, wenn ich mich da recht entsinne, mit internationalem haftbefehl gesucht.

Kannst du dich da entsinnen? Ich nicht und Suchmaschinen auch nicht, was aber auch an Prigoschins schlechten Umgang liegt (= Massenhaft Fehltreffer weil der gesuchte Putin immer in den Artikeln auftaucht). Im Gegensatz zur russischen Armee werden Wagner afaik jedenfalls keine systematischen Kriegsverbrechen vorgeworfen, die eine Suche nach dem Chef rechtfertigen würden. Es gibt EU-/US-Sanktionen gegen Prigoschin, das ist alles.

Davon abgesehen bleibt selbst für Leute, die vom IGH gesucht werden, weit mehr als "eine handvoll Ziele" übrig. Nicht einmal die Hälfte der Welt (nach Fläche) unterwirft sich dessem Rechtssprechung und in zahlreichen Ländern, die es machen, eröffnet die Korruption zusätzliche Auswege, ggf. die Politik zusätzlich. Stichwort Südafrika. Wer auf Putins Abschussliste steht ist umgekehrt nicht einmal mitten in Europa sicher, wie die Vergangenheit gezeigt hat.


Faschisten sind Leute die einem Führer an der Spitze folgen. Nationalisten sind Leute, die ihre Nation über andere stellen. Nationalsozialisten stellen das eigene Land und das eigene Volk über alle.

Und alle drei Aspekte gibt es noch mit oder mit ohne Antisemitismus, weswegen die Einstellung zu Selensky keine Aussage darüber erlaubt, ob jemand in eine der drei Kategorien gehört. Leute, die das machen, gibt es aber auf alle Fälle in der Ukraine genauso, wie im Umfeld von 30 km (in Städten rein statistisch eher so 3 km oder weniger) um die meisten hier Postenden.


, um unnötige Menschenleben zu verhinden,

freudscher Vertipper :ugly: ?

Dazu kommen Millionen vertriebene und millionen zerstörte Existenzen, Folter und Vergewaltigungen. Blödsinn? Die Realität.

Bislang sind es afaik 4-5 Millionen Vertriebene. Es würden 37 Millionen Vertriebene und Unterdrückte allein aus/in der Ukraine werden, wenn man Putin gewären ließe und >100 Millionen in den folgenden Eroberungszielen. Das ist die Realität.

bis man einsieht, dass es nichts bringt? Wie lange soll es weiter gehen?

So lange die Ukrainer noch der Meinung sind, dass ihnen die Verteidigung von Freiheit, Demokratie, Selbstbestimmung, Rechtsstaatlichkeit, persönliche Sicherheit und andere Dinge, die hier als "nichts" bezeichnest (und damit mal wieder deine Einstellung zu autokratischen Kriegsverbrechern unterstreichst), ihnen ihr Leben wert ist, wird es sicherlich weitergehen.

Richtig. Und welche Strategie schlägst du vor, wenn die Bemühungen den Kriegsverbrecher aus dem Land zu jagen scheitern und es ein jahrelanger Stellungskrieg wird?

Ich habe schon 2014 gefordert, dem Kriegsverbrecher international sämtliche Ressourcen und Einkommensquellen abzudrehen, auch wenn das die Nutzung und im Resultat Einschränkung unserer Wirtschaftsmacht gegenüber seinen Unterstützen erfordert. Seit dem offenen Krieg gegen die Ukraine gibt es alternativ noch die Möglichkeit dafür zu sorgen, dass die Bemühungen nicht scheitern. Russland hat nachweislich einen erheblichen Teil seines Offensivpotenzials in der Ukraine verheizt und steht heute deutlich schwächer als noch vor 14-15 Monaten da. Die NATO wiederum hat mit Ausnahme von ein paar Luftverteidigungssystemen und einer sehr kleinen Zahl aktueller Panzer und Artilleriegeschütze bislang fast nur ausgemusterteten Schrott geliefert und ihr komplettes Defensiv- und Offensivpotential weiterhin in petto. Ich würde schätzen, dass weniger als 20% davon der Ukraine den Durchmarsch nach Moskau ermöglichen würde.

Soweit muss man nicht gehen und bislang liegen die Optionen nicht einmal auf dem Tisch, sondern bleiben in der Tasche. Aber sie existieren und der Rest ist eine Frage des Wollens.


Ich glaube dass die Ukraine ledeglich um ihre Zukunft und Position im westl Gefüge kämpft, Sicherheitsgarantien nach dem Krieg, aber nicht mehr wirklich um die wichtigen Gebiete im Osten.

Selensky würde liebend gerne um Gebiete im Osten kämpfen, aber er hat offensichtlich noch lange nicht genug Schlagkraft. Eigentlich sollte er sich weiterin auf die Ressourcen- und vor allem Personalsparende Verteidigung konzentrieren. Bachmut war lange Zeit ein gutes Beispiel, wie man die russische Armee mit überschaubaren Mitteln verschleißt. Aber die Ukraine hat schon einmal mit angesehen, dass es dem Rest der Welt reicht, wenn der Krieg auf ihrem Boden eingefroren wird. Dauerhaften Stillstand kann sie sich diplomatisch nicht leisten, sonsten werden die Verluste von 2022/2023 zementiert und nach ein paar Jahren rückt Putin wieder vor, so wie er das letztes Jahr auf Grundlage seiner Gewinne von 2014 gemacht hat.

So bescheurt das klingt, aber: Ohne ukrainisches Blut kein ukrainisches Leben. Putin hat Heimat und Nahrungsdlage von Millionen Menschen überflutet, um sich eine kleine strategische Entspannung zu verschaffen und der spielt anhaltend damit, die gesamte Zentralukraine radioaktiv zu versäuchen und Teile der EU wollen noch mehr Gas aus Russland kaufen und noch mehr russisches Öl verschiffen. Und mit jedem Tag an dem "oh, im Sommer ists heiß" für die Bevölkerung ein wichtigeres Thema als "Massenmord und Bruch sämtlicher internationaler Rechte, Sicherheiten und Grundlagen der globalen Gesellschaft" ist, wird es für einschlägige Politiker leichter, diese Interessen durchzusetzen.


Orbans Preisschild war bis vor 5 min., wenn Erdo-Boy zusagt, ratifiziert Ungarn auch.
Ungarn hat ja schon prinzipiell zugesagt, aber die Ratifizierung im Parlament noch nicht auf den Weg gebracht- kleiner, aber feiner Unterschied.

Ungarn hat ein Parlament :ugly: ?

Höhö, am Schluss haben die Ukrainer zusammen mit den Russen die Ostseepipelines gesprengt...

Falscher Thread...


Den Konflikt auf der derzeitigen Frontlinie zu beenden, käme keiner Kapitulation gleich. Das ist ja total eindimensional zu glauben die Ukraine müsste kapitulieren, weil Russland einen Teil des Landes besetzt hält. Von einer Kapitulation ist die Ukraine meilenweit entfernt.

Was soll der Bullshit werden? "Stell dir vor es ist Krieg und nur einer geht hin"? Wenn die Ukraine aufhört, sich zu wehren, marschiert Russland vorwärts. Wenn das keine Kapitulation ist, was dann?
Der einzige Grund, warum die Frontline da verläuft, wo sie heute verläuft, und nicht an der rumänisch-moldawisch-polnischen Grenze ist, dass die Putin von der ukrainischen Gegenwehr überrascht war und seitdem keine Atempause erhalten hat, während umgekehrt die andauernden Kämpfe der Ukraine im Westen Sympathien und damit Unterstützung eingebracht haben.
 
So lange die Ukrainer noch der Meinung sind, dass ihnen die Verteidigung von Freiheit, Demokratie, Selbstbestimmung, Rechtsstaatlichkeit, persönliche Sicherheit und andere Dinge(...)
Soweit Übereinstimmung, die Ukrainer entscheiden wie es weitergeht, dann sind wir uns ja komplett einig. :daumen:
Soweit muss man nicht gehen(...)
Und deswegen habe ich das in den Raum gestellt, weil es niemand diskutieren wollte.
Ist doch völlig in Ordnung. Verzichte einfach darauf und wir hoffen, dass die Ukraine weiter voranrückt, die USA auch nach einer möglichen Republikanischen Ablöse weiter die Ukraine unterstützt und Russland mit ihrer "Strategie" scheitert.
die hier als "nichts" bezeichnest (und damit mal wieder deine Einstellung zu autokratischen Kriegsverbrechern unterstreichst), ihnen ihr Leben wert ist, wird es sicherlich weitergehen.
Deine Interpretation. Reichlich unnötig.:ka:

https://www.tagesspiegel.de/interna...-ukraine-nicht-auf-zeit-spielen-10140433.html

Noch ein Grund die Militärhilfe deutlich weiter auszubauen.
 
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Dieses Post war eine Reaktion auf einen Post, der nach den Streumunitionslieferungen fragte, der aber verschwunden ist. Da die Antwort auch als eigenständige Information Sinn macht/an ältere Posts anknüpft, lasse ich sie mal so stehen.

Ich hatte schon rumgefragt, ob irgend jemand Details weiß, war aber nicht so.
Ausgerechnet die TAZ hat dann diese Woche mal welche geliefert:
- Keine Streuminen, sondern Submunition mit Aufschlagszünder
- Wird auch von der Bundeswehr genutzt, nur mit einer geringeren Anzahl von Submunitionen je Granate (sagt der Artikel, darf aber angezweifelt werden)
- Geliefert werden nur Artilleriegranaten, keine Raketen

Unterm Strich also eine der weniger schlimmen Formen. Keine besondere Gefahr für Zivilsten, kein Einsatz in Gebieten die sonst sicher gewesen wären. Aber bis zu 88 potentielle Blindgänger pro Schuss, wo es sonst nur einer gewesen wäre. Entsprechend viel aufwendiger werden die Räumarbeiten nach dem Krieg.

Was ich noch nicht herausfinden konnte: Ist eine Fehlzündung im Zuge von Korrosion möglich oder macht ein Schaden am Zünder die Waffe eher ungefährlich? Die Sprengstoffe, die für Hohlladungen verwendet werden, sind afaik relativ stabil und robust gegenüber Fehlentzündungen und das ein Aufschlagzünder, der für die Kräfte bei einem Artillerieeinschlag gedacht war (und vor allem so gebaut ist, dass er die Kräfte eines Artillerieabschusses in gesicherter Form problemlos übersteht), von sich aus beim Rumliegen doch noch zündet, halte ich mal für unwahrscheinlich. Unmittelbar nach dem Krieg sollte von Blindgängern also kaum Gefahren ausgehen, vielleicht kann man die sogar mit (geschützten) Radladern einfach abbaggern und dann gesammelt sprengen. Aber Jahre später kann sich das natürlich ändern und z.B. auf dem Balkan räumen sie 30 Jahre später immer noch Minen, die mühesam einzeln von Hand eingebuddelt wurden, anstatt 3*88 Stück pro Minute und Rohr in die Landschaft zu semmeln.
 
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Dieses Post war eine Reaktion auf einen Post, der nach den Streumunitionslieferungen fragte, der aber verschwunden ist. Da die Antwort auch als eigenständige Information Sinn macht/an ältere Posts anknüpft, lasse ich sie mal so stehen.

Ich hatte schon rumgefragt, ob irgend jemand Details weiß, war aber nicht so.
Ausgerechnet die TAZ hat dann diese Woche mal welche geliefert:
- Keine Streuminen, sondern Submunition mit Aufschlagszünder
- Wird auch von der Bundeswehr genutzt, nur mit einer geringeren Anzahl von Submunitionen je Granate
- Geliefert werden nur Artilleriegranaten, keine Raketen

Wird nicht von der Bundeswehr genutzt, Bomblet ist bei der BW aus der Nutzung. Die PzH 2000 kann Streumunition verschießen, die Truppe hat diese aber ausgesondert & wurde vernichtet.

Was du evtl. meinst ist SMArt, das Streumunition zu nennen ist... fragwürdig :)
 
Ich glaube, irgendwo noch eine weitere Quelle gesehen zu haben, die den Vergleich mit einer Zahl von 10 Submunitionen in der BW-Ausführung zieht. Aber im Artikel, der ebenfalls von einer Gleichsetzung spricht, ist tatsächlich nur die Smart155 erwähnt, die mit zwei zielsuchenden Ladungen pro Schuss wirklich nicht mit einer 88*Aufschlagszünder-Granate verglichen werden kann. Hab das mal in meinem Post angepasst.
 
00:03 Uhr

Selenskyj dämpft Erwartungen zu Rückeroberungen

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat die Erwartungen an die laufende Offensive gedämpft. "Wir müssen ganz klar - so klar wie möglich - begreifen, dass die russischen Streitkräfte in unseren südlichen und östlichen Gebieten alles ihnen Mögliche tun werden, um unsere Soldaten aufzuhalten", sagte Selenskyj in seiner abendlichen Videoansprache. Daher müsse man für jeden Kilometer, den die eigenen Truppen vorwärtskämen und für jeden Erfolg im Kampf dankbar sein, mahnte er. Die Aussage könnte ein Indiz sein für die Schwierigkeiten, mit denen das ukrainische Militär bei seiner Offensive konfrontiert ist.
Es fehlt nach wie vor die Luftunterstützung. Mit ein paar Drohnen kann man nicht viel ausrichten.
 
Zuletzt bearbeitet:

London sieht große Unzufriedenheit bei russischen Offizieren​

Nach Einschätzung des britischen Geheimdiensts sind mehrere Offiziere in der russischen Armee unzufrieden mit der militärischen Führung. »Direkte Kritik von Untergebenen wird wahrscheinlich zu einem zunehmenden Problem für Verteidigungsminister Sergej Schoigu und den Chef des Generalstabs, General Gerassimow«, teilte das Verteidigungsministerium in London auf Twitter mit.

Die Briten setzten sich in ihrem täglichen Update mit der Entlassung von General Iwan Popow auseinander. Er hatte Kritik an seinen Vorgesetzten und der Kriegsführung in der Ukraine geübt und war als Kommandeur der 58. Armee entlassen worden.

»Popows Äußerungen machen auf die große Unzufriedenheit aufmerksam, die viele Offiziere wahrscheinlich gegenüber der ranghohen militärischen Führung hegen«, schrieben die Briten. Die Beschwerden ähnelten weitgehend denen, die der Chef der russischen Privatarmee Wagner, Jewgeni Prigoschin, vor seiner Meuterei geäußert habe.
Quelle: Unter russischen Offizieren herrscht laut London große Unzufriedenheit

Vielleicht gibt es irgendwann ja doch noch eine größere Meuterei.
 
Wem interessiert das denn, wenn du angegriffen wirst?
Dann musst du alles einsetzen, was halt da ist.
Darum geht es doch nicht. Deutschland hat Clustermuntion durch die Zeichnung der Oslo-Konvention geächtet und daher keine entsprechenden Waffen im Arsenal. Mein Beitrag bezog sich auf diesen Beitrag
Ich glaube, irgendwo noch eine weitere Quelle gesehen zu haben, die den Vergleich mit einer Zahl von 10 Submunitionen in der BW-Ausführung zieht.
Da bis zu 10 Submunitionen m.E. nicht unter die Oslo-Konvention fallen, darf die Bundeswehr über Geschosse bis max. 10 Submunitionen verfügen.
Es ging nicht grundsätzlich um den Einsatz von Clustermuntion und auch nicht um den möglichen Einsatz in bzw. durch die Ukraine und somit eigentlich auch OT, weshalb ich es mal dabei belasse.
 

Bericht: Kiews Oberbefehlshaber bestätigt Angriffe in Russland​

Der ukrainische Oberbefehlshaber Walerij Saluschnyj hat nach einem Bericht der »Washington Post« Angriffe seines Landes auf russisches Staatsgebiet zugegeben. Demnach sagte er, dass er im Land produzierte eigene Waffen für diese Schläge nutze. »Es ist unser Problem, und wir müssen entscheiden, wie wir den Feind töten. Es ist möglich und nötig, ihn auf seinem Gebiet im Krieg zu töten«, sagte Saluschnyj laut dem Bericht.

Besonders russische Grenzregionen erleben immer wieder massiven Artillerie- und Drohnenbeschuss von ukrainischer Seite. Bisher gab es aus Kiew keine offizielle Bestätigung dafür, dass die Ukraine Ziele auf dem russischen Festland angreift.

Bereits in der vergangenen Woche hatte die stellvertretende Verteidigungsministerin der Ukraine, Hanna Maljar, sich zu einem Angriff auf die von Russland besetzte Krim geäußert. »Vor 273 Tagen haben [wir] den ersten Angriff auf die Krim-Brücke gestartet, um die russische Logistik zu stören«, schrieb sie auf Telegram. Kiew hatte sich lange gescheut, sich zu der Attacke zu bekennen.

»Wenn unsere Partner Angst haben, ihre Waffen zu nutzen, dann töten wir mit unseren eigenen«, sagte Saluschnyj weiter mit Blick auf Auflagen der westlichen Verbündeten, mit den gelieferten Waffen nicht russisches Staatsgebiet anzugreifen. »Um meine Leute zu schützen, warum sollte ich jemanden um Erlaubnis fragen müssen, was ich auf feindlichem Gebiet tue.«

Dem Bericht zufolge hätte Saluschnyj gern deutlich mehr Waffen, darunter Marschflugkörper, sowie die Hoheit über den Luftraum, um die russischen Besatzer zu schlagen. Doch könne das Land erst im nächsten Jahr mit den Kampfjets vom Typ F-16 rechnen, hieß es.
Quelle: Bericht: Kiews Oberbefehlshaber bestätigt Angriffe in Russland

Das die Ukraine auch Ziele angreift welche auf russischen Territorium liegen ist ihr gutes Recht. Nur das die F-16 erst nächstes Jahr geliefert werden ist nicht gerade optimal. Ich dachte das die Piloten schon längst in der Ausbildung sind und die ein halbes Jahr dauert. Da hatte ich mit einer Lieferung der F-16 irgendwann im Herbst gerechnet.
 
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