Die Russen machen jetzt Theater weil Selensky hochrangige Offiziere des Asows Regiments mit nach Hause bringt.
Die Türken haben das erlaubt. Wohl gegen die Absprache mit Moskau.
Und das vom "Schweden ist ein Terrorstaat"-Sultan. tztztz.
Im Asow Regiment sollen ukrainische Nationalisten gewesen sein.
"Soll" ist gut. Die paramilitärische Gruppe, die zum Asow Regiment wurde, wie der Name auch sagt, von Neonazis gegründet. Es hat gegen die russische Aggression viel Zulauf von anderen ukrainischen Patrioten erhalten, welche ja allgemein zu eher rechten Sichtweisen tendieren und offensichtlich keine Berührungsängste mit Rechtsextremen hatten und selbige wiederum wurden von der ukrainischen Führung nach Möglichkeit ausgesiebt, nachdem der Staat offiziell die Führung übernommen hat. Aber natürlich die Chance verdammt hoch, dass ein Asowler Nationalist oder schlimmer ist.
Das ist ja, wie schon mehrfach gepostet, schon seit Jahren eines der großen Sorgenkinder der Entwicklung in der Ukraine: Die Verteidigen zwar gerade auch europäische Werte wie staatliche Souveränität und Demokratie, aber keineswegs solche wie Gleichberechtigung und Tolleranz. Z.B. Sinti und Roma sind reihenweise aus der Ukraine geflohne und das nicht wegen der Russen. Und während das früher auch in der Ukraine von progessiven Kräften als zu lösendes Problem gesehen wurde, werden die nationalistischen Kräfte mit jedem Tag Krieg mehr zu ehrenhaften Verteidigern des Vaterlandes.
Ich glaube nicht das der lebensmüde ist, sondern sehr genau weiss was er macht, um am Leben zu bleiben!
Und dazu gehört garantiert nicht "sich in an bekanntem Ort in Weißrussland aufhalten".
Wer unter der Nase des russischen Geheimdienstes alle für einen Putschversuch nötigen Vorbereitungen umgesetzt bekommt, wird garantiert nicht ins Körbchen von Putins Schoßhund schlüpfen und das hat eigentlich auch niemand, den ich in der Sache zuhörenswürdig nennen würde, erwartet. Ein absetzen ÜBER Weißrussland? Gut möglich. Am Tag des Putsches war sein Aufenthaltsort gut bekannt und er hatte freie Bahn nach Weißrussland, von wo aus es Flugmöglichkeiten in alle Welt gibt. Das wäre ein guter Weg gewesen, um Unterzutauchen! Aber doch nicht um dort zu bleiben und auf dem Präsentierteller zu sitzen.
Und im Gegensatz zu dem, was der verlinkte Artikel suggeriert, war es auch nie Teil der Verabmachung, dass Wagner samt Chef nach Weißrussland geht. Vereinbart wurde freies Geleit nach Weißrussland und eine Amnestie in Russland. Das heißt völlige Bewegungsfreiheit, die die Betroffenen nach Lust und Laune nutzen können.
Seine Söldner sind immer noch ein Alptraum für Moskau, wenn sie sich in Bewegung setzen, denn sie haben nichts dagegen. Jedenfalls Putins "tolle Nationalgarde", kann so überhaupt nicht gegen ausgebildetes Militär mit entsprechenden Waffen, die können nur gegen Zivilisten mit ein paar Kalashnikovs, dafür wurden sie ausgebildet.
Masse vs. Klasse. Putin hat die Nationalgarde nicht umsonst zu einer Privatarmee erster Ordnung hochgezogen, die ist seine Rückversicherung gerade für den Fall, dass seine Söldnerschergen oder gar Teile der Armee revoltieren und die sind zumindest stark genug, um ihm einen entspannten Rückzug in treue, gesicherte Gebiete zu ermöglichen. Aber sie sind keine auf schnelle Eingriffe spezialisierten Eingreiftruppe. Die brauchen mehrere Tage bis wenige Wochen, um sich einem Gegner wie Wagner in den Weg zu stellen. Auf das gleichzeitige Versagen von Geheimdienst, Militär und einen Putschversuch durch Wagner war Putin unzureichend vorbereitet. Der ist jetzt aus dieser Richtung aber nicht mehr möglich, das Überraschungsmoment ist weg. Die Wagnersöldner könnten regional noch viel Ärger machen, aber mehr auch nicht, solange sie sich nicht mit ausländischen Kräften verbünden und über die Grenze versorgt werden. Dafür sind sie einfach zu wenige und haben zu wenig Reserven.
Wo sind die Wagner Söldner?
Sind sie immer noch in Einheiten zusammen?
Warum werden sie nicht aufgelöst?
Hätte Putin wirklich die "Allmacht", wären die Wagner Verbände in Russland/Ukraine längst aufgelöst, scheinen sie aber nicht zu sein. Was daraus noch wird, wird man sehen, aber so lange es noch geschlossene Wagner Verbände gibt, die wohl eher auf Prigoschin als auf "Putin" hören, ist da nichts in trockenen Tüchern.
Putins Kontrolle über Wagner lief durch Prigoschin und der Weg ist jetzt weg. Die russische Armee versucht, das Personal abzuwerben, aber zunächst mal sind diese Söldner Mitarbeiter Prigoschins.