"Zur Stationierung der Atomwaffen in Belarus deutete Putin an, dass die Entscheidung Großbritanniens, Munition mit abgereichertem Uran, in die Ukraine zu schicken, der Auslöser für seine Entscheidung war. Es würde die Bürger laut Putin „krank“ machen und die Umwelt zerstören."
Mal wieder Märchenstunde in Russland.
Leider ist Uran-Munition, wie sie im Volksmund heißt, nicht so harmlos wie es derzeit dargestellt wird!
So sagt Wiki dazu:
"Neben dem militärisch erwünschten zerstörenden Effekt entfaltet Uran sowohl wegen seiner
Radioaktivität als auch wegen seiner chemischen Giftigkeit eine schädliche Wirkung auf den menschlichen Organismus. Aufgrund der geringen Aktivität der Geschosse wird dabei die
toxische Wirkung auf die Nieren als entscheidend angesehen. Es gibt kein internationales Abkommen, das den Einsatz von abgereichertem Uran explizit verbietet.
Der Einsatz von Urangeschossen steht jedoch unter anderem in Konflikt mit dem Genfer Protokoll[9], das die Verwendung von giftigen Stoffen im Krieg verbietet."
"Der Irak ist das am stärksten durch Uranwaffen kontaminierte Land. US-amerikanisches und britisches Militär verschossen in den Kriegen von 1991 und 2003 mindestens 400.000 Kilogramm Uranmunition. Die Zivilbevölkerung war nicht über die Risiken des Einsatzes informiert. Feldstudien über die Auswirkungen von Uranmunition im Irak wurden aufgrund der Weigerung der USA, Orts- und Mengenangaben über verschossene Munition zur Verfügung zu stellen, stark behindert. Die Friedensorganisation Pax hat vom niederländischen Verteidigungsministerium im Rahmen des „Freedom of Information Act“ einige wenige US-Koordinaten erhalten. Aus diesen geht hervor, dass die US-Armee 2003 DU auch in Wohngebieten eingesetzt hat. Die Anzahl der Krebserkrankungen in der Provinz Babil, südlich von Bagdad, stieg von 500 diagnostizierten Fällen im Jahr 2004 auf 9.082 im Jahr 2009.[21] Uran-Munition wurde in fünf Kriegen, unter anderem auch im Kosovo und in Afghanistan eingesetzt. Die Studie Krebs, Kindersterblichkeit und Geburtenänderung im Geschlechterverhältnis von Chris Busby, Malak Hamdan und Entesar Ariabi von 2010 zeigt einen Anstieg bei Krebs und Missbildungen in Falludscha/Irak."
Auch der Spiegel befasste sich schon 2001 mit dem Thema und kam u.a. zu folgender Feststellung:
"Uran-Munition - Tödlicher Staub", "Hartnäckig hatten sich die Amerikaner gegen ein Verwendungsverbot gesträubt: Das käme einem Schuldeingeständnis gleich, warnten sie. Und das will Washington auf jeden Fall vermeiden. Schadensersatzklagen in Milliardenhöhe drohen, seit Uran-Munition als mögliche Ursache für zahllose chronische Erkrankungen gilt, unter denen bereits über 100.000 Golfkriegsveteranen leiden."
"In weitaus höherer Gefahr als das Personal von Nato-Schießständen lebt deshalb die Bevölkerung im Südirak oder im ehemaligen Jugoslawien, wo dieser Giftstaub tonnenweise ausgestreut wurde. ABC-Atemmasken, luftundurchlässige Bekleidung und Prüfgeräte, welche die Nato seit dem 1. Juli 1999 schließlich als zweckmäßige Schutzvorkehrungen für ihre Soldaten vorsah ein Appell, der aber nicht alle Soldaten erreichte , stehen der Bevölkerung nicht zur Verfügung. Die weiß in der Regel zudem noch weniger als die Soldaten, wo sie mit giftigem Uranstaub rechnen muss. Dass allen öffentlichen Harmlosigkeitsbeteuerungen zum Trotz auch unter Militärexperten die Sorge vor unkontrollierbaren Auswirkungen der DU-Munition Bestand hatte, beweist der Brief eines Oberstleutnants Ziehmn vom US-Atomwaffenzentrum Los Alamos National Laboratory. Am 1. März 1991, mit Beginn der Waffenruhe im Golfkrieg, in dem insgesamt 300 Tonnen abgereichertes Uran verschossen wurden, warnte der Experte die Abteilung für Studien und Analysen des Pentagon: "Es gab und gibt weiterhin Bedenken hinsichtlich der Auswirkungen von abgereichertem Uran auf die Umwelt. Daher besteht die Gefahr, dass DU-Munition politisch als nicht mehr hinnehmbar erscheinen könnte.""
Als die Kameraden damals im Kosovo waren gab es u.a. zwei bedeutende Regeln:
1. Immer auf der Straße bleiben - Minen
2. Bleibt von den Wracks weg - Uranmunition
Meiner Meinung nach ist es fahrlässig diese Munition einzusetzen, denn nach allen Erfahrungen mit der DU-Munition im Irak, "US-amerikanisches und britisches Militär verschossen in den Kriegen von 1991 und 2003 mindestens 400.000 Kilogramm Uranmunition" kann man das den Menschen dort nicht antuen und nach dem Krieg ein konterminiertes und giftiges Land hinterlassen. Die Umweltbelastungen herkömlicher Waffen sind schon schwerwiegend genug!
de.m.wikipedia.org
Die Bundesregierung wusste weit mehr als sie bislang zugegeben hat über den gefährlichen Einsatz von Uran-Munition auf dem Balkan. In den USA warnten Studien schon vor über 20 Jahren vor der Gefährlichkeit der Geschosse.
www.spiegel.de