Aktuelle Entwicklungen in der Ukraine

+++ 17.15 Uhr: Der US-Verteidigungsminister Lloyd Austin hat im Rahmen eines Estland-Besuchs auf einer Pressekonferenz erklärt, dass Russland „weiterhin eine große Anzahl von Truppen“ auf das Schlachtfeld in der Ukraine verlegt. Grund seien die stetigen Verluste der russischen Armee. Diese Truppen seien „schlecht ausgerüstet und schlecht ausgebildet“, was dazu führe, dass die russischen Streitkräfte „viele Opfer zu beklagen haben, und wir gehen davon aus, dass das so weitergehen wird“, sagte Austin.


+++ 14.15 Uhr: Offenbar haben ukrainische Grenzsoldaten mehrere Wagner-Söldner bei Bachmut getötet. Dem staatlichen Grenzschutzdienst der Ukraine zufolge kam es während einer Patrouille zu einem Schusswechsel, als die ukrainischen Soldaten einen russischen Posten entdeckten – dabei seien fünf Angreifer getötet und ein „Wagnerit“ gefangengenommen worden.

Russische Verluste im Ukraine-Krieg: Ministerin spricht von „Selbstmordkommandos“

+++ 11.00 Uhr: Hanna Malyar, stellvertretende ukrainische Verteidigungsministerin, hat sich auf Telegramm zu den Verlusten der russischen Armee geäußert. Sie schreibt, die erheblichen Verluste Russlands hätten dazu geführt, dass die Glaubwürdigkeit und Akzeptanz der Entscheidungen des Kommandos über Kampfeinsätze bei den Angehörigen der russischen Besatzungstruppen deutlich gesunken sei.

„Immer mehr russische Soldaten erkennen, dass ihre Befehlshaber die Lage auf dem Schlachtfeld nur unzureichend einschätzen. Dies wird durch den intensiven Einsatz sogenannter ‚Selbstmordkommandos‘ belegt, also von Einheiten, die mit unzureichend ausgebildeten Wehrpflichtigen besetzt sind und täglich schwere Verluste im Kampf und im Sanitätsdienst erleiden“, so Malyar.
Quelle: Nach schweren Verlusten: Russland schickt „schlecht ausgebildete“ Truppen in den Kampf

Desweiteren steht im Artikel das die Wagner Gruppe 80% ihrer Kämpfer verloren hat. Aber die Angabe stammt von ukrainischer Seite und sollte kritisch betrachtet werden.
 
Was ich will? Meine Meinung ist das wir in der nächsten Zeit kaum die Chance haben, den bestehenden Rückstand aufzuholen.

Man muss einen Rückstand in der Produktion nicht "in der nächsten Zeit" aufholen, solange man noch ausreichende Lagerbestände für "die nächste Zeit hat". Und das tut der Westen aktuell. Die Reserven, die derzeit eingesetzt werden, wurden für einen Krieg angelegt. Es ist ein Krieg. Sie werden eingesetzt - alles läuft nach Plan. Nur dass Ukrainer ihre Rübe hinhalten müssen, ist neu, aber aus Sicht westlicher Militärs keineswegs ein Nachteil. Was man jetzt halt machen muss, sind die Wiederaufrüstungsbemühungen für nach den Krieg oder für einen ggf. extrem lange anhaltenden anlaufen zu lassen. Da hat Russland natürlich einen gewissen Vorsprung, weil es die letzten 10-20 Jahre schon massiv aufgerüstet hat, um ausgehend vom desaströsen Zustand der 90er Putins Kriegspläne vorzubereiten. Aber dieser Vorsprung wirkt sich erst aus, wenn die Lager leer sind und da ist noch einiges an Zeit, in dem man den Vorsprung aufholen kann. Die nötigen wirtschaftlichen Ressourcen für so einen Kraftakt sind wiederum ein großer Pluspunkt des Westens. Es ist nur peinlich, das europäische Politiker mal wieder ewig lange Trödeln, sodass die Anstrengung am Ende eine dreimal belastendere Hau-Ruck-Aktion statt ein planvoller Übergang wird.

Ein Problem hätten wir erst, wenn jetzt ein zweiter Krieg gleicher Größe irgendwo ausbricht, weil z.B. China irgendwo einmarschiert. Aber da die chinesische Flotte noch im Aufbau begriffen ist, kann China das nur in Indien (Russland-Freund), in Russland (sowas von Russland-Freund), in der Monoglei (tendentiell China-Freund und sowieso allen egal), Tadschikistan (Russlandfreund), Nepal und Butan (dem Westen nur in Lippenbekenntnissen wichtig), Nordkorea (Chinafreund), Vietnam (die, die im Westen Kidnappings durchführen) oder Myanmar (wäre ein Fortschritt...) durchziehen. Also wenn überhaupt, dann bräuchte Putin die Reserven für einen zweiten Bodenkrieg vollen Ausmaßes. Hat er aber auch nicht, thats life.


Ich glaube er möchte einfach sagen, dass die Welt nicht der westlichen Gemeinschaft allein gehört, auch wenn sie das gern hätte.

Du glaubst offensichtlich auch nicht, dass die Ukraine den Ukrainern gehört. Dafür aber dass Putin der Besitzer eines sehr großen Teils der Welt.
Das schöne: Dein Glauben ist ziemlich belanglos.
 
Man muss einen Rückstand in der Produktion nicht "in der nächsten Zeit" aufholen, solange man noch ausreichende Lagerbestände für "die nächste Zeit hat". Und das tut der Westen aktuell. Die Reserven, die derzeit eingesetzt werden, wurden für einen Krieg angelegt. Es ist ein Krieg. Sie werden eingesetzt - alles läuft nach Plan. Nur dass Ukrainer ihre Rübe hinhalten müssen, ist neu, aber aus Sicht westlicher Militärs keineswegs ein Nachteil. Was man jetzt halt machen muss, sind die Wiederaufrüstungsbemühungen für nach den Krieg oder für einen ggf. extrem lange anhaltenden anlaufen zu lassen. Da hat Russland natürlich einen gewissen Vorsprung, weil es die letzten 10-20 Jahre schon massiv aufgerüstet hat, um ausgehend vom desaströsen Zustand der 90er Putins Kriegspläne vorzubereiten. Aber dieser Vorsprung wirkt sich erst aus, wenn die Lager leer sind und da ist noch einiges an Zeit, in dem man den Vorsprung aufholen kann. Die nötigen wirtschaftlichen Ressourcen für so einen Kraftakt sind wiederum ein großer Pluspunkt des Westens. Es ist nur peinlich, das europäische Politiker mal wieder ewig lange Trödeln, sodass die Anstrengung am Ende eine dreimal belastendere Hau-Ruck-Aktion statt ein planvoller Übergang wird.
Nur was Munition angeht nicht wirklich. Letztens meinte jemand im Fernsehen, dass in der Ukraine aktuell täglich soviel Munition verschossen wird, wie Deutschland (oder die EU) in einen halben Jahr produzieren kann.
Das muß sich sofort ändern. Weil mit leeren Waffen kann man schlecht kämpfen.
 
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Nur was Munition angeht nicht wirklich. Letztens meinte jemand im Fernsehen, dass in der Ukraine aktuell täglich soviel Munition verschossen wird, wie Deutschland (oder die EU) in einen halben Jahr produzieren kann.
Das muß sich sofort ändern. Weil mit leeren Waffen kann man schlecht kämpfen.
Na ja, manchmal ist auch ein wenig Panikmache dabei.
In einem Interview im Kontext zur Sicherheitskonferenz hat heute einer auch ganz aufgeregt erzählt, dass die Ukraine so viel Munition an einem Tag im Sommer verschossen hat, wie ein ganzes Natomitglied überhaupt im Bestand hat.
Auf Nachfrage war es dann Luxemburg...
 
1. Was meinst du mit fragwürdiger Postinggeschichte?

Wiederholte, andauende Publikation extrem einseitiger, teils komplett falsch ausgelegter oder gänzlich unbegründbarer Behauptungen.

2. Erst verlangst du eine bessere Quelle, dann stellt ein freundlicher PCGHer diese bereit und trotzdem bist du unzufrieden. Warum?

Du stellst eine Behauptung über mich auf, die unzutreffend ist.

3. Wo habe ich den Kauf des Spiegels vorgeschlagen?

Keine Ahnung. Frag das den, der sowas behauptet. Bislang ist das nur der Typ, den du morgens im Spiegel sehen kannst.

4. Merkels "Zeit" Interview und Hollandes Interview in den ukrainischen Medien ist doch mittlerweile Standard und der Inhalt in jedermanns Mund. Auch hier haben wir es als es frisch rauskam darüber diskutiert und die Quellen liegen vor.

5. In meinem Post stelle ich keinen Bezug zwischen den Aussagen von Merkel und Hollande zu der angegebenen Quelle her. Also was möchtest du?

6. Ach, du wusstest es also bereits? Interessant.

In den von dir vorgebrachten Quellen sehe ich keine Aussage, die mir noch nicht bekannt war, aber ich mehrere von dir aufgestellte Behauptungen gar nicht darin. Z.B. dass das Ziel, undzwar sogar das alleinige Ziel, von Frankreich und Deutschland, Merkel im speziellen, eine militärische Stärkung der Ukraine durch Minks II gewesen sein soll. Das alle an Minks II beteiligten Parteien damit nur bluffen wollten (außer Russland, das "verarscht wurde"). Oder einige olle Kamellen aus 2013, die hier aber schon x-fach wiederlegt wurden und auf die ich keinen Bock mehr habe.
Für all diese Behauptungen bleibst du Quellen schuldig.

7. Wo hat er wie mitgemacht?

Im Donbass, Monate bis jahrelang keine größeren Angriffe durchgeführt. In der Diplomatie weiter darüber verhandelt, freie Wahlen im Donbass durchführen zu können.

8. Könntest du das bitte mit einer Quelle belegen?

z.B.:

Wer nicht angegriffen wird, kann auch nicht Verteidiger sein.

Wer nicht mitbekommen hat, dass die USA außerhalb Eurasiens aktiv ist ... sollte vielleicht nicht über Politik diskutieren wollen.

9. Mit welcher Berechtigung sehen sich die USA als Weltmacht und warum spricht man Russland dieses Recht ab?

Offtopic.

10. Jetzt widersprichst du dir selbst: "die USA sind nicht auf Eurasien fixiert" aber "das Eurasien ... häufiger im Focus steht"

Wenn du den Unterschied zwischen einer Fixierung und einer statistischen Häufung nicht verstehst, tut es mir leid. Aber ich fühle mich weder befähigt, Deutschkurse zu geben noch habe ich Bock auf Stochastikbelehrungen. Beides wäre auch Offtopic, wie eigentlich schon die vorausgehende Fragestellung.

11. Und nochmal: was berechtigt ein Land dazu eine Weltmacht zu sein? Und welche Rechte ergehen daraus?

S.o.

12. Könntest du bitte anhand von Zahlen deine Aussage plausibilisieren? Evtl. in einen Vergleich mit geeigneten Kennzahlen.

Passende Zahlen bezüglich Wirtschaftmacht:
- GDP Russlands der 90er Jahre im Vergleich zu Regionalmächten wie Türkei oder Iran und Weltmächten wie USA der China
- Angehörigkeit zu bi- multilateralen Handelsbündnissen, Vergleich entsprechender Größenordnungen
- Umfang von Im- und Exporten, Vergleich z.B. mit den genannten Staaten

bezüglich Militärmacht:
- Nutzlast von zu globalen operationen fähigen Luftstreitkräften (Reichweite/Nachtankkapazitäten, Fähigkeiten zu Überschall oder Stealthflugeigenschaften)
- Globale Verteilung von Militärstützpunkten/in deren Reichweite befindlicher Anteil der Weltbevölkerung und -Landfläche
- Zahl der operativen Trägerkampfgruppen
- Zahl und Umfang interkontinental durchgeführter Kriege bzw. theoretische Fähigkeit dazu

Da eine Analyse des Russland der späten 90er Jahre hier absolut Offtopic ist, verzichte ich auf eine detaillierte Ausarbeitung dessen, was du zwischen 1990 und 2005 verpasst hast. Vieles wäre ggf. sowieso nicht online.

13. Auch hier möchte ich dich bitten, den von dir benannten Verlust an Russlands Bedeutung anhand von Zahlen bspw. in den letzten 10 Jahren aufzuzeigen.

Diese Bitte kann ich nicht nachkommen, weil ich entgegen deiner bodenlosen Unterstellungen nie eine Aussage über Bedeutungsverluste Russlands in den letzten 10 Jahren gemacht habe. Nur Idioten und Leute mit Zeitmaschinen kämen auf die Idee, dass dieser Zeitraum Putins Angriffe vor neun Jahren begründen könnte.
Zum Russland der 90er (und 80er), über das ich eine Aussage gemacht habe: S.o.
 
Russland ist doch kein Opfer, ...

Ich sehe Russland auch nicht als Opfer. Ich nehme Russland derzeit als einen Staat war, welcher vom Reagieren auf das Aggieren umgeschwenkt hat.


... sondern ein Imperium welches sich ausbreiten will, und dass es sich in einer Verteidigungsposition sieht ...

Absolut.


...
und in einer so schlechten Lage ist, gg über Konkurenz hat viele Väter und diese sind auf ihren eigenen Mist, auf ihrer Unfähigkeit ein zeitgemäßer Staat zu sein, gewachsen. Als Land mit so viel Rohstoffen wurden sie trotzdem in Lichtgeschwindigkeit von China schlicht abgehängt und überrolt, das ist das neue Desaster für Moskau ...

Stimmt, in Russland könnte einiges besser für die Einwohner laufen. Wobei seit Jelzin weg ist, zumindestens ein positiver Trend erkennbar ist. Zur Verteidung der langsamen Entwicklung muss man anmerken, dass der notwendige Einsatz für spürbare Veränderungen exponentiell mit deren Größe steigt.


... und nicht der Westen.

Hier möchte ich gern differenzieren: auf der einen Seite ermöglichte der Westen mit den Langzeitverträgen für Rohstoffe, Energieträger und Nahrungsmittelprodukte aus Russland eine Entwicklung, auf welche die Tendenz zurückzuführen ist.
Auf der anderen Seite Kommuniziert der Westen in Richtung Russland Gemeinschaft (Russland in EU und NATO) oder Minsk II, handelt aber absolut gegenteilig und zerstört damit eine sehr wichtige Vertrauensbasis zwischen den Staaten. Auch das öffentliche Diffamieren und Anpragern des Westens ist für die Gemeinschaft Westen und Russland nicht förderlich und führt unweigerlich zu Abwehrhaltung. Angriff ist eine Form der Verteidigung.


Damit das nicht an ihren Landesgrenzen mit kleinen Nachbarn passiert bedienen sie sich Methoden des letzten Jarhunderts und treten dort als Macht auf, aus Angst überholt zu werden schüren sie Angst.

Die Methode gibt es seit Menschengedenken und findest du in Ost und West, Nord und Süd im täglichen Alltag. Der Westen verwendet sie ebenfalls, nur geschickter und nicht so grobschlächtrig.


Am besten wäre es Eurasien russisch zu machen, damit der Russe wieder ein Bär sein kann, weil in einer freien Welt ist es nur 0815. Die Freiheit anderer ist ihre Gefahr, weil ihre Ordnung fragil ist und auf faulen Märchenzauber steht.

Der Wunsch ist legitim, solange er mit verträglichen Mitteln umgesetzt wird.


Deine Russen wollen eine neue Weltordnung, weil sie in einer freien Welt nicht konkurieren können, das ist die Wahrheit.

Es sind nicht meine Russen. Auch das Anstreben einer neuen Weltordnung ist legitim, solange die Mittel passen.

Um es nochmal klar zu formulieren: ich bin der Meinung, dass die derzeitige Situation eine Reaktion Russlands auf das Tun oder Nichttun oder Wietun des Westens ist und der Westen daran dadurch eine gewisse Mitschuld trägt. Minsk II ist ein gutes Beispiel.
 
Auf Nachfrage war es dann Luxemburg...
6000 Granaten.


Sieht nicht besser aus, wenn es nur 2 Tage reicht.

"Das Problem: Nato-Mitglieder sollen Reserven für mindestens 30 Tage parat haben."

Was bedeutet das.
Russen verballern bis zu 60k und die Ukraine 6k.
Würde mich interessieren wieviel wir auf Lager haben.
 
Was so klang und was ich exakt schrieb, sind zwei Paar Stiefel.
Im Zweifel, sofern Interesse besteht, einfach das Meinige paar mal mehr lesen.

Dadurch wurde es nicht besser. Daher die Nachfrage.


Du hast bzgl. den Drohaussagen und der "Rückeroberung von Ostdeutschland" durch Russen" zweifelnd nachgefragt wo denn die Quelle von nTV wäre.
Ja, woher wohl, dpa und Reuters, steht im Disclaimer von nTV.

Stand das in deinem Text? Nein. Somit ist die Frage legitim.


Wenn das dir so unglaublich wichtig ist, wo denn die Quelle von nTV herkommt, während der Rest der Nation sich da ganz einfach in Tagesschau, wahlweise ORF (weil dem von die angedeuteten "Übersetzungsrisiko") oder sonstwo anschauen konnten und in zahlreichen Artikeln bei ntV oder Spiegel oder Welt oder ebenso sonstwo nachlesen konnten.

Wie schon mal geschrieben: ich lese gern das Original von Anfang bis Ende.


Du kannst das heute noch genauer im Spiegel nachlesen, wo diese Sendung benannt ist usw., im Zweifel ruf bei der dpa an:

Allein die Wortwahl im Titel verrät was der Beitrag vermitteln soll: schwadronieren = diffamieren/diskreditieren


Ich gehe davon aus, dass unter den über 1 Mio. Schutzsuchenden Ukrainern in D. es dann doch Einige geben dürfte, die russisch relativ gut verstehen.

Du möchtest uns jetzt weissmachen, dass die dpa usw. mit schutzsuchenden Ukrainern aus Deutschland zur Übersetzung zusammenarbeitet?


Es ist eben erneut der missglückte Versuch, Zweifel an der Berichterstattung sähen zu wollen. Mutmaßlich wohl deswegen, weil die von dir verlinkten Texte meist noch viel zweifelhaftere Quellenlagen aufweisen, gelle?

Oder gehörst du etwa gar der russischen Trollfabrik an, die Piroschgin öffentlich zugab und über deren Existenz nun gar kein Zweifel mehr besteht?

Und genau diese Worte von dir zeigen wiederholt, dass du nicjt diskutieren möchtest. Denn sonst würden nicht in fast jedem Beitrag von diffamierende Elemente zu finden sein.



Lass die Leute reden ...
 
handelt aber absolut gegenteilig und zerstört damit eine sehr wichtige Vertrauensbasis
Das ist das eine, aber drückt Deutschland in eine massive Erpressbarkeit bei Energie und löst Russland daraus.
Wir sind abhängig von teurem Flüssiggas und seinen Erzeugern und Russland wendet sich nach Osten und baut seine Pipelines nach China mit langfristigen Verträgen.
Gleichzeitig gibt es Pläne um weitere Märkte so erschließen.

Dazu baut Russland seit Jahren seine Kapazitäten im Flüssiggassektor aus. Anlagen zur Verflüssigung und Schiffe, auch für Eisrouten, werden gebaut.

Eine Öltankerflotte wird gekauft und eigene Versicherungen angeboten.

Für uns keine gute Perspektive


Bei den hohen russischen Verlusten

Ich frage mich wie diese ermittelt werden und gleichzeitig von niedrigeren der Ukraine geschrieben wird.
Wir werden es irgendwann erfahren und sehr erstaunt sein.

Nutzlast von zu globalen operationen fähigen Luftstreitkräften (Reichweite/Nachtankkapazitäten, Fähigkeiten zu Überschall oder Stealthflugeigenschaften)
- Globale Verteilung von Militärstützpunkten/in deren Reichweite befindlicher Anteil der Weltbevölkerung und -Landfläche
- Zahl der operativen Trägerkampfgruppen
- Zahl und Umfang interkontinental durchgeführter Kriege bzw. theoretische Fähigkeit dazu
Nichts davon ist zB für die jetzige Situation relevant.

Die USA besitzen dies, haben aber Probleme bei seltenen Erden und Baumwolle für ihre Munitions und Waffenproduktion.
Sie sind auf unheimlich viele Lieferungen aus anderen Ländern angewiesen und die Frage ist, ob die neuen Sanktionen Chinas gegen Lockheed und Raytheon
Auswirkungen auf Waffenlieferungen in die Ukraine haben.


Russlands wirtschaftliche Möglichkeiten kleinzureden, sind vor dem Hintergrund dieses Krieges dumm.
Deutschland ist soviel erfolgreicher, aber können wir Atom U Boote bauen, in das All fliegen, alleine Flugzeuge bauen und eine ähnliche Armee wie Russland unterhalten und ausrüsten?
Sie sind wesentlich autarker als die meisten Länder der Erde .
 
Die Reserven, die derzeit eingesetzt werden, wurden für einen Krieg angelegt. Es ist ein Krieg. Sie werden eingesetzt - alles läuft nach Plan. Nur dass Ukrainer ihre Rübe hinhalten müssen, ist neu, aber aus Sicht westlicher Militärs keineswegs ein Nachteil.

Die möchtest mitteilen, der Westen hat sich auf einen Krieg in diesem Ausmaß vorbereitet? Der Westen hat ausreichend Reserven. Check. Aber die Ukrainer beklagen Munitionsmangel und der eine oder andere westliche Repräsentant mahnt einen Engpass und extrem lange Lieferzeiten für Munition an. Das widerspricht sich! Sind die Klagen und Mahnungen die Wahrheit oder ein Fake? Eines von beiden kann nur stimmen, oder?


Du glaubst offensichtlich auch nicht, dass die Ukraine den Ukrainern gehört. Dafür aber dass Putin der Besitzer eines sehr großen Teils der Welt.
Das schöne: Dein Glauben ist ziemlich belanglos.

Die Ukraine ist ein Land welches viele Nationalitäten beinhaltet. Ich würde mir wünschen, dass diese miteinander in diesem Land auskommen. Wenn das nicht der Fall ist und es in jahrelangen militärischen Auseinandersetzung hineineskaliert, da denke ich ist es für die Menschen besser eine eigene Gemeinschaft zu gründen. Vielleicht ist es ja der Schlüssel zur friedlichen Lösung des Konfliktes: Volksbefragung unter Aufsicht der UN und mit dem Ergebnis fällt dann eine Entscheidung deren Konsequenz weltweit akzeptiert und anerkannt wird. Oder was meinst du?
 
"So warten laut Insidern Transportfahrzeuge mit bis zu 15 kaputten Panzerhaubitzen vor der slowakischen Grenze auf Weiterfahrt. Dabei sind gerade die schweren Artilleriegeschütze auf ukrainischer Seite enorm wichtig für die Verteidigung"


Kann man nicht glauben.

Waren nicht bloß 14 geliefert worden?
 
ÜDas sind ex-lettische M-109 und ex-US M-115 Panzerhaubitzen, soweit ich das erkennen konnte.
Eine PZH 2000 habe ich auf dem zugegebener Maßen kurzen Videoschnipsel im Ö1 Abendjournal nicht gesehen.
Sie schreiben aber über die 2000er und die Anzahl.
Wäre ein hoher Ausfall.

Jetzt sind sie buchstäblich ange...

 
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Wurde hier nicht die ganze Zeit über Minsk II philosophiert und dass das nur ein "Bluff" des Westens war?

Sieht so aus, dass das die "Russen" es genauso gesehen haben, immerhin zugeben vom ehemaligen Vize-Ministerpräsident Russlands höchst persönlich!

Wladislaw Surkow, Ex-Berater (und Ex-Ministerpräsident von Russlnad) des russischen Präsidenten Wladimir Putin, erklärte in einem Gespräch mit dem regierungstreuen Politologen Alexej Tschesnakow, er sei schon bei der Ausarbeitung des Minsker Abkommens nicht davon ausgegangen, dass dieses eingehalten werde

 
Wurde hier nicht die ganze Zeit über Minsk II philosophiert und dass das nur ein "Bluff" des Westens war?

Sieht so aus, dass das die "Russen" es genauso gesehen haben, immerhin zugeben vom ehemaligen Vize-Ministerpräsident Russlands höchst persönlich!



Wie war das Gestern noch von gewissen rot-braunen Bratgeflügel, das ich "Lüge", die Ukraine hätte durch Minsk 2 ihre Gebiete verloren?
Wer schon bei der Ausarbeitung von Minsk 2 nie dessen Erfolg wollte, wollte halt auch nie das die Ukraine ihre (östlichen) Gebiete behält.

"Die große Unwahrheit", die hier wieder einmal mehr ihre Bestätigung als scheinbare Wahrheit erfährt... :rollen:
 
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Aber was hätten sie davon?

Die Frage kann man bei bezüglich vieler Verdächtiger stellen. Einen wirklich guten Grund hatte niemand. Einen weit hergezogenen, aber nicht gänzlich unbegründeten kann man für viele konstruieren. Im Falle der USA (oder allgemein der meisten westlichen Akteure) wird oft postuliert, sie hätten damit die immer wieder hochkochende Deutsche Diskussion um eine (Wieder-)Inbetriebnahme der Pipelines abwürgen wollen. Ohne direkte Gasliefermöglichkeit hatte Deutschland nichts mehr durch eine Anbiederung bei Putin zu gewinnen, wie sie gewisse Politiker bei uns erst vor kurzem wieder praktiziert haben. Diese Begründung ist nicht per se falsch, aber halt in Anbetracht einer praktisch reinen Oppositionsaußenseiterdiskussion und einem gar nicht lieferbereiten Russland auch arg unzureichend für eine Pipelinesprenung. Leider sieht das für die konstruierten Motive anderer Verdächtiger ähnlich aus.


Außerdem ist es dafür nicht hilfreich dann nur Nordstream 1 nachhaltig zu sprengen, aber Nordstream 2 weitestgehend intakt zu lassen, so das man mit dieser künftig immer noch relativ schnell wieder Gaslieferungen aufnehmen könnte und für so inkompetent braucht man die USA wohl nicht zu halten, das sie es nicht hinbekommen an zwei Pipelines ausreichend Sprengstoff zu pappen, das beide Pipelines dann im Anschluss auch nachhaltig nicht wieder nutzbar sind.

Nordstream 2 wurde nicht "intakt" gelassen, sondern zu 50% gesprengt. Bzw. der eine Strang sogar zu 200%, nämlich an zwei Stellen, was sehr wohl den Verdacht einer missglückten Sprengung aller vier Stränge nahelegt. Wirklich professionell wäre das nicht, aber ein Rohr auf dem Boden zu finden respektive das falsche Rohr auf dem Boden zu finden ist Amerikanern genauso viel oder wenig zuzutrauen, wie Russen, Polen, Ukrainern, Schweden, Deutschen, Chinesen,...
Ein weiterer Punkt also, in dem sich festlegende Spekulationen meist mehr über den Spekulierenden aussagen, als wirklich den Kreis der Verdächtigen einzugrenzen.

Das der Hauptprofiteur, ohne das es andere (stichhaltige) Beweise für gibt, die anderes belasten, klar im Kreml zu suchen ist, dürfte daher wohl weiterhin der naheliegenste Schluss bleiben, da (die wichtigsten Punkte):

Der Kreml hat aktuell gar keinen Nutzen dadurch. Europa hat etwas Angst um seine Infrastruktur bekommen, baut genau deswegen jetzt aber auch Schutzmaßnahmen auf, die einen Angriff auf bedeutende Ziele erschweren. Das ist eher ein Rückschritt. Deutschland müsste jetzt, wenn wir wieder direkt Gas bekommen wollen, der Eröffnung von Nordstream 2 zustimmen - aber das wäre ein Pyrrhussieg, denn wenn Deutschland sich überhaupt zu so etwas durchreißen könnte, wären das ja schon 99% des Erfolgs und dann nur auf einem Rohr liefern zu können mindestens 5% Misserfolg.

Langfristig gehört Russland sogar definitiv zu den Verlierern, denn egal wie auch immer eine Nachkriegsordnung aussieht: Die Gaslieferungen werden wieder hochgehen und Nordstream hatte die geringsten Wartungs- und Durchleitungskosten und den direktesten Zugang zu den wertvollsten Märkten.
Allerdings ist langfristig vorausschauende Friedensplanung nun wirklich das letzte, was man der russischen Führung unterstellen müsste, sodass auch dies kein gutes Argument gegen eine Beteiligung Russlands ist.

b) Sie damit quasi auch nur ihr eigenes "Eigentum", in die Luft gesprengt haben, was keinen militärischen "Präzendenzfall", in Bezug des Angriffs auf die Infrastruktur eines anderes Landes, darstellt und jeder kann halt sein "Eigentum" in eigenen oder neutralen Gewässern in die Luft sprengen, soviel er lustig ist.

Es war eine teilweise deutsche Pipeline in schwedischen Gewässern. Die darf nicht sprengen, wie man lustig ist. Tatsächlich lautet einer der unterhaltsameren Verdachte, dass die deutschen Anteilseigener dahinter steckten, denn die hatten teilweise Versicherungen gegen Zerstörung - aber keine gegen "Nutzlosigkeit wegen Krieg".

d) Sie nichts dabei verloren haben, wenn das Kalkühl dafür war, damit in Deutschland eine politische Krise (was ehr das Ziel gewesen wäre), in Bezug auf die Versorgungssicherheit, zu verschärfen / auszulösen, so dies nicht funktionieren sollte.

Abgesehen davon, dass Russland durchaus etwas (aktuell weniger wichtiges) verloren hat (s.o.): Selbst wenn nicht, wäre das kein Argument für eine Täterschaft. Bhutan hat auch nichts verloren. Haben die deswegen mit [wer auch immer] zusammengearbeitet?

So einfach ist es leider nicht. Und wenn man sich auf Spekulationen über internationale Sabotageakte durch staatliche Einrichtungen einlässt, landet man bezüglich der Nutzen-/Schadensbilanz sowieso ganz schnell in Metaebenen. Die materiellen Folgen der Sprengungen waren nämlich definitiv sehr viel kleiner, als die diplomatischen und das war vorhersehbar. Man muss also direkt in Betracht ziehen, dass der durchaus nicht blöde Akteur hinter den materiellen Aktionen eventuell gar nicht an den direkten Folgen interessiert war, sondern an dem diplomatischen Fallout, der sich z.B. ergibt, wenn alle Russland beschuldigen.

Genau dieses Faktum heißt übrigens auch, dass die Spurensuche vor Ort wenig eindeutige Erkenntnisse bringen kann. Russische Sprengmittel im nötigen Umfange sind für die meisten Verdächtigen genauso leicht zu beschaffen, wie umgekehrt z.B. amerikanische für Russland. Es bleiben nur sehr glückliche Spurenfunde an Land, Whistleblower oder Geheimdienste für eine Aufklärung. Wobei letztere verdächtig ruhig sind. Verdächtig ruhig auf allen Seiten, was einen wieder keinen Schritt weiter bringt :ugly: .


Desweiteren steht im Artikel das die Wagner Gruppe 80% ihrer Kämpfer verloren hat. Aber die Angabe stammt von ukrainischer Seite und sollte kritisch betrachtet werden.

Neben der Unsicherheit der Zahl an sich würde ich auch ihre Aussagekraft in Frage stellen. Wagner war vor dem Krieg nicht unbedingt riesig und hat als erster systematisch Häftlinge rekrutiert, die sehr vielen Schilderungen nach einfach verheizt werden. Wenn von den bislang insgesamt ins Feld geschickten Kämpfern 70% als Kanonenfutter gedacht waren, sind 80% Verluste insgesamt, also 30% der "echten" Soldaten + 100% der Ex-Knackis, keine überraschende Zahl. Zu "Verlusten" zählen ja auch Verwundete, Verunfallte und andere nicht mehr Kämpfende.


Na ja, manchmal ist auch ein wenig Panikmache dabei.
In einem Interview im Kontext zur Sicherheitskonferenz hat heute einer auch ganz aufgeregt erzählt, dass die Ukraine so viel Munition an einem Tag im Sommer verschossen hat, wie ein ganzes Natomitglied überhaupt im Bestand hat.
Auf Nachfrage war es dann Luxemburg...

Mein Auto kann in einer Stunde so viel Sprit verbrauchen wie im gesamten letzten Monat!!!

Die einzig wichtige Frage ist immer:
Wie lange kann das aktuelle Kampfniveau auf beiden Seiten aufrecht erhalten werden? Wenn das für eine Seite deutlich kürzer ist, als für eine Produktionssteigerung nötig wäre und für die andere nicht, dann hat man ein Problem. Sonst hat man allenfalls eine Aufgabe.


Das ist das eine, aber drückt Deutschland in eine massive Erpressbarkeit bei Energie und löst Russland daraus.
Wir sind abhängig von teurem Flüssiggas und seinen Erzeugern und Russland wendet sich nach Osten und baut seine Pipelines nach China mit langfristigen Verträgen.
Gleichzeitig gibt es Pläne um weitere Märkte so erschließen.

Langfristig wollen wir komplett von fossilen Energiequellen egal aus welchem Land unabhängig sein. Da kann uns also niemand langfristig mit erpressen. Und da sind wir nicht die einzigen; während Putin eine neue fossile Exportinfrastruktur aufbaut, mit der Russland ab 2030 richtig auftrumpfen könnte, will eigentlich kaum jemand nach 2040 überhaupt noch importieren. Bereits Nordstream 2 stand auch unabhängig von der politischen Situation in der Kritik, weil einigen Hochrechnungen nach schlicht der Bedarf fehlt.

Deutschland ist soviel erfolgreicher, aber können wir Atom U Boote bauen, in das All fliegen, alleine Flugzeuge bauen und eine ähnliche Armee wie Russland unterhalten und ausrüsten?
Sie sind wesentlich autarker als die meisten Länder der Erde .

Flugzeuge bauen: Ja
Ins All fliegen: Airbus hat das nötige Know-How, ja.
Atom-U-Boote bauen: Es ist lange her, dass wir kleine Reaktoren konstruiert haben, aber eigentlich ist das für jemanden, der große Reaktoren bauen kann, wortwörtlich keine große Kunst. Das können wir noch. Und U-Boote sowieso.
Bislang hatten wir nur nie Bedarf, irgendwas davon zu machen und natürlich muss man sich an die konkrete Umsetzung im Zweifelsfall rantasten. Nur weil ich bislang ausschließlich Ivar aufgebaut habe, heißt dass nicht, dass ich nicht auch Billy hinbekommen würde. Ich bin mir sogar ziemlich sicher, dass das klappen würde, viele andere haben es auch geschafft. (Also das mit der Raumfahrt, den Atom-U-Booten und den Flugzeugen. An Billy scheitern einige.)

Ein anderes Thema wäre die Sache mit einer riesigen, inkompetenten Armee. In der Rubrik ist uns Russland fraglos unschlagbar überlegen. Wir sind zwar sehr gut darin, genauso viel Geld in eine noch viel nutzlosere Armee zu stecken. Aber die ist viel kleiner.


Die möchtest mitteilen, der Westen hat sich auf einen Krieg in diesem Ausmaß vorbereitet? Der Westen hat ausreichend Reserven. Check. Aber die Ukrainer beklagen Munitionsmangel und der eine oder andere westliche Repräsentant mahnt einen Engpass und extrem lange Lieferzeiten für Munition an. Das widerspricht sich! Sind die Klagen und Mahnungen die Wahrheit oder ein Fake? Eines von beiden kann nur stimmen, oder?

"Oder". Einen Engpass in der Ukraine kann man anmahnen, wenn es dort keine Munition gibt; lange Lieferzeiten wenn die Lieferzeiten im Falle einer (gar nicht getätigten) Bestellung lang wären. Aber beides heißt nicht, dass niemand volle Lager hätte und nur das bedeutet es, sich auf einen Krieg vorbereitet zu haben.
Natürlich gibt es trotzdem Länder, deren Lager ziemlich leer sind. Es soll ja auch Länder geben, die geben für die Überholung eines Segelschiffes mehr aus, als für den Neubau von deren drei. Aber nur weil die Bundeswehrverwaltung inkompetent ist, ist ja noch nicht der ganze Westen abgeschrieben.

Wie ich schon mehrfach geschrieben habe: Z.B. die USA haben erst vor ein paar Jahren beschlossen, dass sie nicht mehr in der Lage sein wollen, zwei große Kriege in Übersee gleichzeitig zu führen (sondern "nur" noch einen großen Krieg und einen begrenzten Luftkrieg in Übersee sowie eine Verteidigung des Heimatlandes in vollem Umfange) und vieles von dem, was sie letztes Jahr in die Ukraine geliefert haben, war einfach der Lagerbestand, der durch diese Kürzungen überflüssig geworden ist. Die haben noch nicht einmal angefangen, ihre Kapazitäten für internationale Einmischung deutlich zu reduzieren, geschweige denn einen Finger an ihre Selbstverteidigungsmöglichkeiten zu liegen. Genauso ist ein Großteil des Großgeräts aus EU-Ländern Material, dass entweder schon ausgemustert oder nur noch in dritter Reihe aktiv war und in einigen Jahren ausgemustert werden sollte. Ob Polen die zwar immer wieder modernisierten aber eben doch nur T-72 nun 2022 an die Ukraine geliefert hat oder ob sie 2030 endgültig verschrottet hätten macht keinen großen Unterschied (solange in den 8 Jahren dazwischen niemand Polen angreift, der nicht zufällig in der Ukraine mit eben diesen Panzern bekämpft wird. Aber allen Aussagen der PiS zum Trotz droht von Deutschland keine Gefahr, s.o. zum BW-Zustand). Die großen Ausnahmen, die mir bislang einfallen würden, sind nur PzH2000, HIMARs, Iris-T, Patriot sowie demnächst Leopard 2. Wobei die PzH2000 ja auch durch eine Rad-Haubitze "ergänzt" werden soll, die eigentlich einen Großteil des Einsatzspektrums übernehmen kann, mit jeder Modernisierungsrunde Leopard 2 stillgelegt werden, Iris-T auf Jahre hinaus noch gar nicht Teil der laufenden Verteidigungsstrategie war und HIMARs sowie Patriot abseits der Leitstände eigentlich recht simple Konstruktionen, bei denen 99% des Know-Hows im Verbrauchsmaterial steckt.

tl;dr: Lass dir von den Selbstdarstellern in der Politik nicht weißmachen, dass der Westen sich schon übermäßig bemüht hätte und von den Nationalisten nicht, dass die kleinste Abweichung der Bestände vom gewünschten Maximum ein großes Problem wäre. Im Prinzip könnten wir die gesamte Bundeswehrausstattung in die Ukraine schicken, denn rein geographisch gibt es außer Russland sowie niemanden, gegen den wir sie brauchen könnten, also kann unsere Freiheit damit auch am Hindukusch Dnjepr verteidigt werden. Erst wenn das schiefgehen würde, dann wäre das kacke. Aber dann wären wir nie Verteidigungsfall bereits gewesen (und Putins Gefasel von NATO-Bedrohung wäre nicht nur in der Intention, sondern auch im Potential erstunken und erlogen). Dem aktuellen Stand zu Folge ist es aber gar nicht mal so schwer, die russsische Armee zu stoppen.

Vielleicht ist es ja der Schlüssel zur friedlichen Lösung des Konfliktes: Volksbefragung unter Aufsicht der UN und mit dem Ergebnis fällt dann eine Entscheidung deren Konsequenz weltweit akzeptiert und anerkannt wird. Oder was meinst du?

Ordentliche Volksbefragungen sind allgemein eine gute Idee, um eine neue demokratische Ordnung zu schaffen (wobei ich stark dafür plädiere, sie bei so grundlegenden Fragen über einen Zeitraum von wenigstens einem Jahrzehnt mehrfach abzuhalten. Menschen sind nämlich doof. Vergl. Brexit.). Wenn du sehr viel Freizeit hast, könntest du sogar hier im Thread nachlesen, dass ich einen Übergang der Krim an Russland akzeptiert hätte, wenn die Mehrheit ihrer Bewohner nachweislich und nachhaltig dafür gewesen wären und wenn sie alle, die das anders gesehen hätten dafür vollumfänglich entschädigt sowie dem ukrainischen Staat die überregionalen Investitionen der Vergangenheit zurückgezahlt hätten. Also kurz: Wenn die Mehrheit eine Änderung will und bei keiner Minderheit Schäden dadurch entstehen.

Aber das ist keine "friedliche Lösung des Konflikts", denn der Konflikt lautet nicht "Leute können sich nicht einigen, wie sie zusammen/nebeneinander leben wollen". Sondern der Konflikt lautet "ein Mensch ist der Meinung, seine Nachbarn als Leibeigene und ihr Land als seins zu behandeln". Dieses externe Probleme gilt es in Bezug auf das Gebiet der Ukraine zuerst zu lösen, denn alle internen Reformen nützen nichts, solange Putin die absolute Militärgewalt bis nach Berlin beansprucht und jederzeit wieder einmarschieren kann.


Wurde hier nicht die ganze Zeit über Minsk II philosophiert und dass das nur ein "Bluff" des Westens war?

Minsk II war genauso eine schwere Einschränkung der Forderungen Putins wie ein Bruch der Rechte der Ukraine. Das hätte in einer Situation, in der bereits Fakten auf halber Strecke geschaffen waren, eine geeignete Grundlage für die Stabilisierung zwischen zum verzicht bereiten, auf Frieden um jeden Preis erpichten Parteien werden können, wenn diese bereit gewesen wären, sich radikal von ihrer Vergangenheit zu lösen. Es gab aber exakt 0 derartiger Parteien und das war beiden Seiten auch klar (genauso wie Beobachtern, z.B. mir). Was Minsk II am laufen gehalten war, war Druck eines Westens, der nur in Ruhe Scheinchen zählen wollte und zwei Kriegsparteien, die beide geil/angewiesen auf diese Scheinchen waren. Dafür reichten aber allen drei Gruppierungen bloße Lippenbekenntnisse und das Minsk II mangels eines definierten Vorgehens überhaupt keine überprüf-, somit auch keine verfehlbaren Fortschritte vorsah, ware Lippenbekenntnisse leicht möglich.
 
Wie war das Gestern noch von gewissen rot-braunen Bratgeflügel, das ich "Lüge", die Ukraine hätte durch Minsk 2 ihre Gebiete verloren?
Wer schon bei der Ausarbeitung von Minsk 2 nie dessen Erfolg wollte, wollte halt auch nie das die Ukraine ihre (östlichen) Gebiete behält.

"Die große Unwahrheit", die hier wieder einmal mehr ihre Bestätigung als scheinbare Wahrheit erfährt... :rollen:
Unsinn.
Es wurde gefragt ob du nachweisen kannst das in der Vereinbarung geschrieben steht das sie diese Gebiete verlieren.
Was jemand denkt, oder glaubt, ist etwas anderes .
Umsetzung lag in der eigenen Hand.

Hier aber ein wirklich interessanter Text über die militärische Seite des Konfliktes.
Wirklich zu empfehlen, auch wenn es länger dauert und eher aus russischer Sicht erläutert.

Hier werden viele Aspekte angesprochen, die öfter diskutiert werden, aber auch vieles was nicht unbedingt bekannt ist.
 
Wie isn das jetzt eigentlich? Dieser Terrorist Kadyrow hat ja nun offen gegen (Ost)Deutschland gedroht. Will der Scholz und die anderen Spackos langsam mal östlich von uns aufräumen lassen? Anders als Tschetan und Brooker findet kaum jemand Russland geil...im Grunde gibts nicht eine russische Sache, die in irgendeiner Weise toll ist (außer die Mädels)...eigentlich ist alles aus Russland sogar richtig kacke.
 
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