Selenskyj fordert mehr Luftabwehr gegen russische Drohnenangriffe
23.15 Uhr: Angesichts der gehäuften russischen Luftangriffe hat der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj die Staatengemeinschaft um mehr und bessere Waffen zur Luftabwehr gebeten. »Den ganzen Tag sind dort Trümmer geräumt worden, wohin die russischen Terroristen trotz allem getroffen haben«, sagte Selenskyj in seiner abendlichen Videoansprache. »Wenn wir über Luftabwehr reden, dann reden wir über reale Menschenleben«, sagte er. »Das ist nicht nur im Interesse der Ukraine. Je geringer die terroristischen Möglichkeiten Russlands sind, desto schneller endet dieser Krieg.«
Wieder Luftangriffe auf Kiew
22.41 Uhr: In der ukrainischen Hauptstadt Kiew ist am Montagabend zum vierten Mal an dem Tag Luftalarm ausgelöst worden. Um die Millionenstadt war nach Behördenangaben die Luftabwehr im Einsatz, um anfliegende Drohnen der russischen Streitkräfte abzufangen. Ein Abschuss einer solchen Drohne wurde aus dem Ort Browary am östlichen Stadtrand gemeldet. Bei Drohnenangriffen auf Kiew am Morgen waren vier Menschen getötet worden.
Abends gab es Luftalarm auch über den südlichen Gebieten Mykolajiw und Odessa. In Odessa waren demnach Explosionen zu hören. Im zentralukrainischen Gebiet Dnipropetrowsk wurde nach Behördenangaben am Tag ein Objekt der Energieversorgung getroffen.
Drohnen an Russland? Baerbock für weitere Sanktionen gegen Iran
22.36 Uhr: Außenministerin Annalena Baerbock hat sich für den Fall iranischer Drohnenlieferungen an Russland für weitere Sanktionen gegen die Islamische Republik ausgesprochen. Sie habe am Montag bereits im Europäischen Rat angekündigt, »dass aus meiner Sicht auch mit Blick auf diese Drohnenlieferung aus Iran nach Russland eben ein weiteres Sanktionspaket gegenüber dem iranischen Regime folgen muss«, sagte die Grünen-Politikerin im ZDF-»heute journal«. Baerbock sagte aber auch, dass für ein weiteres Sanktionspaket Klarheit über die Herkunft der von Russland eingesetzten Drohnen herrschen müsse. »Es muss alles natürlich rechtlich sauber sein.«
Baerbock machte im ZDF deutlich, dass für sie klar sei, woher die Drohnen kämen. »Die Kamikaze-Drohnen, die da abgeschossen worden sind und die ja auch in Kiew eingeschlagen sind, da ist doch sehr, sehr deutlich, woher sie kommen«, sagte sie.