Aktuelle Entwicklungen in der Ukraine

...nur leider fliegen die Drohnen zu hoch für Schrotbeschuss (da ist bei realen 30-50m Höhe Ende Gelände...) aus diesem Grund ist Schrot zur Drohnenabwehr ungeeignet ;-). An sonsten, wie @Mahoy schon schrob - die Kamikazedrohnen sind im Grunde Ultraleichflugzeuge - da geht ne 7,62x51 o.ä. von vorn nach hinten durch (selbst die Lahme 7,62x39 der alten AK macht kleinholz aus den Dingern)...nur Treffen ist halt nicht so easy,wenn die Shahed in 150-200m überfliegen und keine Leuchtspuhr vorhanden sind.

LG
Du kennst meine Ausrüstung nicht^^ ;-)

Ernsthaft.
Für Menschen oder Tiere tödliche Bereich liegen bei 50 m, maximal 75 m.
Wenn du aber ein dichtes Paket abfeuerst, reicht m. E. die Streuwirkung selbst in ein paar hundert Meter noch völlig, um Ernsthafte Beschädigungen bei einem etwas größere Modellflugzeug zu verursachen.
Der Versuch ist es allemal wert.
 
das ist schon ne ziemlich üble kiste. ^^

Ein Gerücht geh um - wäre natürlich auch ein recht dickes Ding:

#WindofChange, der Autor von #FSBletters, ist aus Russland geflohen!
Die Ärztin des FSB/Verteidigungsministeriums, Maria Dmitrieva, floh aus #Russland und beantragte politisches Asyl in Frankreich."


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das ist schon ne ziemlich üble kiste. ^^

Ein Gerücht geh um - wäre natürlich auch ein recht dickes Ding:

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Könntest du mir auf die " Sprünge" helfen?
Ich finde nix im Netz.
Weder Doctor Maria Dmitrieva, noch etwas anderes.
Was willst du mitteilen?
 
Vielleicht interessiert es?


Wenn das Glonass eingebaut wurde, scheint es das die Russen die Dinger selber produzieren. Wäre sonst zu umständlich. Sind auch sehr einfach in der Herstellung.


Der Motor ist bei Aliexpress im Moment ausverkauft.

MD550-Engine von Aliexpress
 
Irgendwann wird es den Russen - wie gerade bei den Briten - dämmern, dass man sich mit "Alleinstellungsmerkmalen" in einer so stark verknüpften Welt mit krankem Nationalismus allenfalls den Hintern abwischen aber bestimmt keine goldenen Zeiten bekommen kann.



Letzte Bilder des modernsten russischen Prozessors

Baikal Electronics entwickelte ARM-Prozessoren für Russland. Gefertigt werden können sie nicht mehr,


 
Ist wohl doch nicht so leicht die Dinger abzuschiessen, wie hier manche behauptet haben. :ugly:

Nein, vor allem sind sie billig und schnell zu produzieren.
Dafür teure Raketen benutzen, ist ärgerlich. Gleichzeitig kann damit das Abwehrsystem übersättigt werden, so das an Ende teure Präzisionswaffen unbehelligt ihr Ziel treffen.

Weiteres Problem ist das sie nicht von Awacs gesehen werden und deshalb die Geräte, bis auf das IRIS glaube ich, im aktiven Modus arbeiten müssen, was sie verletzlich macht.

Wichtig wäre auch zu wissen welche der 3 Generationen von NASMAS geliefert wird.
Bei Reichweite um die 50km sind sie aber auch begrenzt und dazu fliegen die Drohnen teilweise sehr tief, was es schwer macht die zu vernichten.
 
Zuletzt bearbeitet:
Wenn das Glonass eingebaut wurde, scheint es das die Russen die Dinger selber produzieren. Wäre sonst zu umständlich.
Glonass Support ist Stand der Technik bei allen "GPS-Chips" seit Jahren. Nach der Logik sind quasi alle in Deutschland heute kaufbaren Smartphones made in Russia:
 
Glonass Support ist Stand der Technik bei allen "GPS-Chips" seit Jahren. Nach der Logik sind quasi alle in Deutschland heute kaufbaren Smartphones made in Russia:

Ich hatte mich nur auf die ukrainische Quelle bezogen.

"Kovalenko stellt außerdem fest, dass der Gefechtskopf aufgrund der Platzierung einer zusätzlichen Einheit abgenommen hat – in Shahed-136 mit der GLONASS-Einheit beträgt er etwa 30 kg."

Wären rund 10kg weniger Sprengstoff?
 
Weiteres Problem ist das sie nicht von Awacs gesehen werden und deshalb die Geräte, bis auf das IRIS glaube ich, im aktiven Modus arbeiten müssen, was sie verletzlich macht.
Für diese Behauptung hast du welche Quellen und Belege, das Drohnen insbesondere die Shahed 136 vom Awacs Radar nichterfasst wird?
 
Zuletzt bearbeitet:
Was hab ich verpasst? :(
Ich habe es leider auch nicht mitbekommen.

Jenachdem wie tief die fliegen ist das schon schwierig und die Ukraine sollte eigentlich keinen direkten Datalink zu den NATO Systemen haben.
Das ist schon klar bei Tiefflug, da dürften sie gegen herkömmlich Flak aber auch am anfälligsten sein, darüber glaube ich schon, das sie erfasst werden, gerade vom Awacs, das ja neben Koordinierung eben einen ganz anderen Erfassungshorizont gerade in Bezug auf Tiefflug hat.
(Absatz)

Was ich nicht so richtig verstehe sind diese ganzen Spekulationen im Bereich Drohnen Abwehr, bezogen jetzt hier auf die russischen/iranischen Kamikazedrohnen, mit Laser, Abwehrdrohnen und anderem Pipapo, soweit ich das mitbekommen habe kann das eine Skyranger sehr gut und wird damit extra beworben. Die kann man auch auf jeden LKW montieren. Ich glaube man sollte erstmal bei den "normalen" Systemen bleiben und nicht in Sifi abdriften.

Auch jeder Gepard oder jede Shilka müsste nach all meinem Wissen die Dinger mit Leichtigkeit runterschießen, weil sie eben ein gutes Radarecho liefern.

+++ 21:55 Ex-General Kather: Mehrere Möglichkeiten, Drohnen abzuwehren +++
Zur Abwehr von Kamikaze-Drohnen, wie sie zuletzt von Russland für Angriffe auf die Ukraine eingesetzt wurden, gibt es laut Ex-General Roland Kather mehrere Möglichkeiten. Gegen diese sei etwa eine Abwehr durch Laser-Kanonen denkbar, die sich derzeit - auch in Deutschland - in der Entwicklung befänden, sagte Kather dem Sender Welt. Zudem sei es möglich, mit elektronischen Jammern Drohen "dazu zu zwingen, abzustürzen". Dies sei jedoch nicht ohne Risiken, da deren Sprengstoff dabei unkontrolliert in die Luft gejagt würde.
 
Was ich nicht so richtig verstehe sind diese ganzen Spekulationen im Bereich Drohnen Abwehr, bezogen jetzt hier auf die russischen/iranischen Kamikazedrohnen, mit Laser, Abwehrdrohnen etc. anderem Pipapo, soweit ich das mitbekommen habe kann das eine Skyranger sehr gut und wird damit extra beworben. Die kann man auch auf jeden LKW montieren. Ich glaube man sollte erstmal bei den "normalen" Systemen bleiben und ich in Sifi abdriften.
Die Ukraine ist halt aktuell das beste Testfeld, um zu sehen wie gut diese Systeme letztlich im Einsatz unter Realbedingungen sind und wo noch Bedarf an Nachbesserungen / Verbesserungen besteht (wo konnte man das ansonsten bis dato mal wirklich unter so "guten Bedingungen").
Denke daher auch ehr der ganze Pipapo und nicht einfach nur Skyranger.
 
Die Ukraine ist halt aktuell das beste Testfeld, um zu sehen wie gut diese Systeme letztlich im Einsatz unter Realbedingungen sind und wo noch Bedarf an Nachbesserungen / Verbesserungen besteht.
Denke daher auch ehr der ganze Pipapo und nicht einfach nur Skyranger.
Das mit den elektronischen Störern kann ich ja nachvollziehen, auch gerade aus Testzwecken und Entwicklungszwecken, aber Laserwaffen?
Kennst du eine einsatzfähige Waffe? Das dürfte doch wesentlich aufwendiger sein, als eine Rohrwaffe und das Radar ist doch eher der Hauptbestandteil.
 
Das ist schon klar bei Tiefflug, da dürften sie gegen herkömmlich Flak aber auch am anfälligsten sein, darüber glaube ich schon, das sie erfasst werden, gerade vom Awacs, das ja neben Koordinierung eben einen ganz anderen Erfassungshorizont gerade in Bezug auf Tiefflug hat.
(Absatz)
Naja und wenn sie es sehen:
Die Ukraine ist nicht ins NATO System integriert.
das eine Skyranger sehr gut und wird damit extra beworben.
Ja, wenn es den mal in Serie gäbe :D
aber Laserwaffen?
Wurden schon gebaut.
Das dürfte doch wesentlich aufwendiger sein, als eine Rohrwaffe
Jain, es geht technisch eigentlich schon, aber ich weiß jetzt nicht wie weit man mit mobilen Systemen ist.
Du kannst halt direkt ins Ziel gehen weil es halt Licht ist und damit schneller als jedes Projektil.
 
Das mit den elektronischen Störern kann ich ja nachvollziehen, auch gerade aus Testzwecken und Entwicklungszwecken, aber Laserwaffen?
Kennst du eine einsatzfähige Waffe? Das dürfte doch wesentlich aufwendiger sein, als eine Rohrwaffe und das Radar ist doch eher der Hauptbestandteil.
Nein kenne ich nicht, aber ich habe die Entwicklung da bis dato auch nicht besonders intensiv verfolgt.
Was ich weiß ist, das neben den USA auch Deutschland relativ intensiv an Laserwaffen arbeitet, zur Abwehr von Marschflugkörpern, Drohnen und dergleichen und die Entwicklung da wohl bereits auch recht fortgeschritten sein soll, aber nicht wie weit fortgeschritten am Ende genau ist.

Und letztlich sind nicht viele Waffen am Anfang meist teurer als ihr praktischer Nutzen?
Ich meine schau dir z.B. mal die V-Waffen an, die waren bis 1945 auch im Endefekt, aus militärischer Sicht, nicht mehr als teure "Spielzeuge", aber der Grundstein für alle modernen balistische Raketen und Marschflugkörper.
Oder nimm die NASA und ihre Weltraumforschung, unfassbar teure Milliardengräber, die aber unzählige Grundsteine für viele Dinge gelegt haben, die heute, Jahrzehnte später, in der modernen Militärtechnik unverzichtbar sind, von modernen Verbundstoffen, bis hin zu militärischen Satelliten, für die Aufklärung und Kommunikation.

Also warum muss es da bei "Laserwaffen" anders sein.
Irgendwer muss halt mal den Anfang machen, der Anfang ist teuer, aber scheinbar ist das angepeilte Ziel ja so verlockend, das man diese Kosten in Kauf nimmt, um irgendwann mal serienreife Produkte zu haben.

Jain, es geht technisch eigentlich schon, aber ich weiß jetzt nicht wie weit man mit mobilen Systemen ist.
Das letzte woran ich mich erinnere ist, das man irgendwann um 2007 rum im Irak Prototypen getestet hatte, die auf die Dach + Ladefläche von einem Humvee passten, aber noch extrem limitiert in der Anwendung und auch störanfällig waren.
 
Zuletzt bearbeitet:
Kannst du eine Antwort darauf liefern "wie" wir nicht im Atomfeuer sterben? Eben!

Siehe oben: Ich sehe uns auf einem sehr guten Kurs und rechne selbst den Ukrainern eine faire Chance aus. Je größer, desto schneller Putin in die Knie gezwungen wird.

Aber darum ging es bei meiner Rückfrage gar nicht. Ich wollte nicht meine Position gegen seine stehen, sondern erst einmal seine verstehen. Oder besser: Entlarven.
"Lieber eine befristete Zeit unterdrückt sein als tot" zieht nämlich nur als Argument, wenn es denn eine Befristung gibt. Aber dafür kennt er anscheinend nicht einmal selber Anzeichen. Er hat einfach nur Angst weil die Gegenseite Waffen hat.

Die Frage nach dem wie lange bei der Alternative stellt sich dabei doch gar nicht nicht, wenn dies der einzige Ausweg ist, um eben nicht elendig durch einen allumfassenden Atomkrieg zu verrecken.

Natürlich stellt sich die Frage. Denn wenn es keinen Ausweg gibt, lautet die Argumentation eigentlich
"Lieber auf Ewigkeit versklavt sein, als ein noch so kleines Todesrisiko einzugehen."

Das ist zwar immer noch ein Standpunkt, den man vertreten kann, aber ein weitaus schwächerer und diskutablerer als der zunächst vorgetäuschte.

Aber das ist genau das Problem mit Atomwaffen und der Drohung damit. Es ist ein Balanceakt sondergleichen von denen die damit drohen und denen, die mit Vergeltung bei Einsatz drohen. Und ich denke das ist es auch, was @hoffgang zu sagen versucht.

Möglich. Vielleicht aber auch was ganz anderes. So genau konnte ich das bislang nicht beurteilen, weil er statt einer eigenen Argumentation nur Werbung für jemand anderen geliefert und Rückfragen mit einem pauschalen "xy versteht das halt falsch" geblockt hat :ka: .



Es gibt unter Putin kein "inhärentes Misstrauen" zwischen Mitgliedern der Regierung, schlicht, weil Putin sagt wo es langgeht und der Rest sich zu fügen hat.

Na wenn das so einfach ist, dann kann Putin ja den Ukrainern sagen, dass sie jetzt alle ehrfürchtige Russen sind und der Krieg ist vorbei...

In der Realität sind zahlreiche hochrangige Posten in den letzten Monaten umbesetzt worden, mehrere einflussreiche Ex-Unterstützer Putins (sowie deren Familien), hatten mehr komische "Unfälle" als Northstream und die Kritik an der militärischen Inkompetenz des Zaren ist mittlerweile nicht einmal mehr in der schlecht informierten russischen Öffentlichkeit zu übersehen. Dass es unter den Ex-Milliardären, den Generälen der Soldaten verheizt werden, unter den Mächtigen in Politik und Geheimdienst, den Kriminellen die in einer Kriegswirtschaft keine lukrativen Aufträge mehr abgreifen, etc. so etwas wie Opposition gegen die von Putin zu verantwortende Misere gibt, ist noch freundlich ausgedrückt. Der Kessel steht kurz vorm explodieren und auch wenn es der Westen leider versäumt, Zukunftsszenarien zu entwerfen, die für ihrer eigenen Interessen bewusste vernünftig gewordene Gefolgsleute attraktiv erscheinen, so ist es doch nur noch eine Frage der Zeit bis einige Kreise in Russland realisieren, dass es ihnen nur ohne Putin wieder gut gehen kann.

@ruyven_macaran Es geht nicht um die Arbeitsweise, also die Übermittlung und Ausführung der Befehle. Es geht um die von Mahoy beschriebene Erteilung dieser Befehle. Und die hat sich geändert, schlicht weil es kein Politbüro mehr gibt. Die Doktrin von 2020 sagt, der Präsident gibt den Startbefehl, Punkt.

Gibt es die Doktrin irgendwo nachzulesen? Das es kein Politbüro mehr gibt, ist jetzt nicht so ganz die neueste Meldung, ist aber eben nur eine nicht-Erkenntnis. Mein letzter Stand war, dass die nukleare Macht seitdem auf Präsident, iirc Stabschef und jemand, der mir entfallen ist, dreigeteilt ist (ohne Weisungsbefügnis in diesem Aspekt natürlich). Nur bei der Zustimmung habe ich mal vom alten 6-, mal von einem reduzierten 4-Augenprinzip gelesen. (Ohne dass auch nur angeben wurde, woher eine Quelle das denn wissen können soll.)

Der Einsatz taktischer Nuklearwaffen würde wahrscheinlich nicht über diese Befehlskette angeordnet und darin liegt ironischerweise viel mehr Potential dass der Befehl nicht umgesetzt würde - wenngleich auch das kaum vorstellbar ist.

Auch hier müsstest du mir mal mit den genauen russischen Zuständigkeitsregelungen auf die Sprünge helfen: In allen anderen Staaten sind afaik auch die Sicherheitscodes für taktische Nuklearwaffen in nicht-Atomkriegszeiten unter Verschluss und Entscheidungen können erst nach einer Freigabe von ganz oben auf niederer Ebene getroffen werden.

Taktische Nuklearwaffen sind eingelagert, müssten erst aus den Depots geholt & montiert werden bevor man drüber nachdenken kann diese zu nutzen. Dass hier jemand verweigert, v.a. wenn das Ziel des Beschusses ggf. mitten im Schwarzen Meer liegt ist schwer vorstellbar, wenngleich nicht unmöglich.

Das vorletzte Mal hat es ein Entscheidungsträger verweigert, als das Ziel in vergleichbarer Entfernung wie "mitten im schwarzen Meer" (auf was bitte schön sollte Russland da überhaupt feuern??? Wir reden hier von "Mitten in der Ukraine", "Mitten in Kiew" oder schlimmer :rollen: ) am Rande des Atlantiks lag.
Aber davon abgesehen projezierst du ein engstirniges Denken auf mich, dass so einfach nicht hinkommt. Ich habe mehrfach die Hoffnung geäußert, dass es zu einer Blockade auf oberstem Niveau des Militärs kommt, sobald Putin komplett durchdreht und strategisch sowie taktisch sinnlose Nuklearschläge fordert.

Aber darauf kommts gar nicht an, wichtig ist, dass der Apparat Biden & der Apparat Putin eine Kommunikationsebene haben.
Schau Dir an was die Russen damals bei Able Archer veranstaltet hatten, das war teilweise Spitz auf Knapp, eben auch weil die UDSSR damals die Perzeption hatte, dass Able Archer keine bloße Übung, sondern der Auftakt zum Weltkrieg ist.

Du nennst die korrekten Beobachtungen, ziehst aber keine Schlüsse:
Damals wurden Vorbereitungen getroffen, die geeignet waren, um das Militärpotential der Sowjetunion in einem Erstschlag zu vernichten. Logische Folge: Die Sowjetunion hat sich in eine Position gebracht, in der sie selbst bei erfolgreichem Start dieses befürchteten Erstschlags einen äußerst schmerzhaften Gegen- oder sogar nachfolgenden Zweitschlag hätte führen können.

Heute bereitet niemand etwas vor außer die Verteidigung der Ukraine ggf. inklusive Krim. Russlands Kerngebiet ist nicht bedroht. Es gibt keine gestiegene Gefahr für all die Teile der russischen Armee, die sich aus der Ukraine raushalten. Praktisch gar keine für die russischen See- Luft- oder Atomstreitkräfte. Und dementsprechend gibt es auch keine Möglichkeit zur plötzlichen Eskalation, die nukleare Gegenschläge erfordern würde. Sämtliche Eskalationspfade, die in dieses Szenario führen, sind so lang, dass sie mehrere Durchfläufe durch Putins Hände enthalten. Er kann sie stoppen, lange Zeit bevor es zum Äußersten kommt.

Sicherlich: Nicht ohne seine Forderungen zurückzuziehen. Die Möglichkeit, mit Profit aus der Sache hervorzugehen, hat er vor 9 Monaten verzockt. Aber auf "man weißt die Forderungen des Möchtegern-Unterdrückers auf der Gegenseite zurück" sind eben nicht die gleichen Reaktionen angesagt wie auf "totale nukleare Vernichtung".

Hier den richtigen Weg zu finden ist nicht einfach. Diejenigen die sagen "Hach Putin blufft eh nur" wissen das eben nicht, sondern sie glauben es zu wissen. Diejenigen die sagen, er blufft nicht ebenso.

Das ist in der Tat eine schwierige Balance. Die korrekte Antwort lautet meiner Meinung nach "es wäre besser für ihn, wenn das nur ein Bluff ist". Die bisherige Geopolitik Putins ist, genauso wie seine gesamte Rhetorik, geprägt von Arroganz, Machtanspruch und Minderwertigkeitskomplexen. Im zu Sagen "wir nehmen dich nicht ernst", ist eine Provokation, es eben doch mal allen zu beweisen. Ihm klarzumachen "Wir nehmen dich ernst, aber wir haben keine Angst, sondern sind auf einen Kampf vorbereitet" wäre der bessere Weg.

Ich fordere ja schon seit rund einem Jahr (naja - eigentlich seit 2014), dass der Westen klarstellt, dass er handeln könnte, aber es noch nicht tut, solange es keinen ausreichenden Anlass gibt. Aber wir führen ja lieber Diskussionen darüber, ob wir überhaupt handlungsfähig und -willig sind. Wieviel Respekt und Kompromissbereitschaft Putin gegenüber Staaten hat, die er für unterlegen hält, werden einige wohl nie lernen :wall: .

Gibt ne Möglichkeit dazwischen, die aber für Russland kurzfristig keinen Sinn ergibt, weil militärisch bedeutungslos. Escalate to deescalate, nicht mit A- sondern mit C-Waffen.

Im Gegensatz zu den USA hat Russland sein C-Waffenarsenal vor 3-4 Jahren für vernichtet erklärt. Das mag gelogen sein, aber es jetzt wieder auszugraben, würde entsprechend schwere dipolomatische Verwürfnisse zur Folge haben. Zudem hat man wenig Wirkung, wenn man C-Waffen demonstrativ in menschenleeren Gegenden oder gegen gut ausgebildete und -ausgerüstete Soldaten einsetzt. So etwas wie Macht demonstratiert man damit nur, wenn man sie auf große Menschmengen wirft. Und ein C-Waffen-Einsatz in einer Großstadt dürfte weitaus kritikwürdigere Folgen haben, als z.B. eine A-Waffen-Zündung in großer Höhe.

Volle Zustimmung, unter mindestens der Nutzung der Krim als Flottenstützpunkt wird gar nichts gehen und das wollen die Ukrainer eigentlich seit 2004 nicht mehr. Und deshalb wird Putin jetzt den Blutzoll für die Ukraine so hoch wie grade noch möglich hängen um diese von Ihrer "Wir verhandeln nicht mit Putin" Position abzubringen.

Die Ukrainer hatten eine Verlängerung bis in die 2040er unterschrieben.
Umgekehrt wird aber ein Schuh draus: Russland könnte von einem ukrainischen Sewastopol praktisch nicht mehr operieren. Oder nur in extrem verringertem Umfang. Der Stützpunkt war ja keine geschlossene Enklave; die Soldaten haben in der ganzen Stadt gelebt. Das ist in naher Zukunft wohl ausgeschlossen.

Wie schon x-fach geschrieben halte ich den militärischen Verzicht auf Sewastopol für Russland aber für vergleichsweise leicht möglich. (Und die Schwarzmeer-Flotte braucht jetzt ja auch etwas weniger Liegekapazität als noch vor einem Jahr :ugly: . ) Der viel dickere Kloß ist der politische Verzicht auf eine, nach Flucht der Ukrainer, Unterdrückung der Krimtataren und Einzug profitorientierter Putingünstlinge, zu erheblichen Teilen russifizierte Region.
 
Das letzte woran ich mich erinnere ist, das man irgendwann um 2007 rum im Irak Prototypen getestet hatte, die auf die Dach + Ladefläche von einem Humvee passten, aber noch extrem limitiert in der Anwendung und auch störanfällig waren.
Ein großes Problem ist ja, dass man eine extrem hohe elektrische Leistung in extrem kurzer Zeit abgeben muss, wie auch bei Gauß oder Railguns.
Dafür braucht man extreme Kondensatoren.
 
Ein großes Problem ist ja, dass man eine extrem hohe elektrische Leistung in extrem kurzer Zeit abgeben muss, wie auch bei Gauß oder Railguns.
Dafür braucht man extreme Kondensatoren.
Japp, aber die erzeugte Hitze ist nicht ganz so extrem wie bei einer Railgun, auch weil der erzeugte Hitzeintervall, für einen "Schuss", beim Laser kürzer ausfällt, so das es mit der Kühlung grundsätzlich einfacher ist.
Ich meine man hatte da in den Versuchen 2007 für die Kühlung flüssigen Stickstoff benutzt.

Das ist ohne Frage natürlich für praktische Bedingungen, gerade im Feld und für eine möglichst maximale Mobilität der Laserwaffe, immer noch ehr unpraktisch, auch weil relativ Platzraubend, aber in, zwischen 2007 und 2022, 15 Jahren sicherlich möglich gewesen andere / bessere / praktischere Lösungen für zu entwickeln, als das 2007 noch der "Stand ist" war.
 
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