Aktuelle Entwicklungen in der Ukraine

GANZ WICHTIG! Worauf ich hinaus will ist keinesfalls irgendwelche dämlich rassistischen Theorien zu unterfüttern. Eher unterstelle ich der russischen Führung so zu handeln! Mir geht es nämlich darum zu hinterfragen, warum man bei der Teilmobilmachung überproportional die armen, eher ungebildeten Menschen aus den hinteren Teilen des Landes ran holt und die tendenziell gebildeten Menschen aus dem Westen des Landes schont?
So ganz nebenbei fragt man sich wieso diese Teilmobilmachung übhaupt noch statt findet. Die Mehrheit der Eingezogenen will das garnicht, sind praktisch garnicht ausgebildet und überhaupt nicht vorbereitet, wie kann Putin darin noch eine Möglichkeit für eine Wende sehen ? Die meisten dieser Männer, oder eben sehr viele und auf jeden Fall mehr als bisher, werden in der Ukraine ihr Leben lassen. Die russische Planung ist beängstigend schlecht.

Ich frage mich wer und wann dort mit dieser Putinmafia endlich aufräumt. Die Putinclique zerstört seit Februar den russischen Staat in einem Tempo wie kein russ Staatsführer jemals zuvor. Anstatt Gegenkräfte zu formieren hauen die Eliten einfach ab. Dieser Staat scheint durch zu sein, mit sich selbst...

Edit: Allerdings scheint da jemandem allmählich zu dämmern wem man die Schuld für dieses Desaster geben wird. Die Mimik spricht für sich aber hört man da etwa erste kleine Stotterer eines Putins ? :

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Wenn man ihn etwas analysiert merkt man sofort dass er sehr wohl weiß was er da von sich gibt. Schaut mal wann er halb lächelt, bei den Argumenten gibt er mit aller Frechheit und Arroganz zu erkennen dass er diesen Scheiss selbst nicht glaubt und es sich erlaubt zu schmuntzeln weil er über allem steht. Ihm ist es Wurscht ob das jemand glaubt weil er es einfach kann und so ist auch die Botschaft in die Welt und an den Westen. Er ist ein Psychopath der Gefahr ausstrahlen will. Ganz nach seiner Doktrin. Was ich aber krank finde ist dass viele Menschen ihn gerade dafür sympatisch finden lol
 
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Laut Gerüchten soll Girkin ja jetzt an die Front gegangen sein, zumindest hat er schon eine Weile nichts mehr aus seinem Channel gepostet haben. Ebenfalls gibt es das Gerücht, dass zahlreiche russischen Blogger, welche sich zuletzt zum großen Teil sehr negativ über die russische Leistung geäußert haben, jetzt von einer staatlichen Einrichtung untersucht und belangt werden soll. Das wäre in so weit unpraktisch, da es zum großen Teil diese Blogger waren, welche ein zeitnahes Bild von der Front gemalt haben, nicht immer mit allen Wahrheiten, aber zumindest aufgezeigt haben, es passiert etwas.

Jetzt bauen die Russen schon auf freier Fläche ihre Gräben, mich überrascht der Krieg immer wieder.

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Naja der Thread ist auch mal wieder am schlafen.. Kraftwerk und Ölraffinerie in Belgorod, Truppensammlung in Gomel usw.

die Halbwertszeit von russischen Mobilisierten ist teilweise nur 10 Tage


die iranischen Scheißdrohnen haben die Ukrainer jetzt auch schon ein Kampfjet gekostet, welcher in die Überreste geflogen ist und das russische MOD hat ein paar Videos veröffentlich, wie russische Kamikazedrohen unteranderem Teile eine S300 System zerstören, also da muss sich die USA echt nochmal an die Nase fassen und sich fragen, warum ihre Lösung so schlecht funktioniert
 
Das weiß ich ja. :ugly:

Dennoch schiesst eine Haubitze deutlich weiter. Und ist meiner Meinung nach deswegen nicht weniger gefährlich.
Ich finde es schwierig zu sagen :" Haubitze da drücken wir mal ein Auge und zu und Kampfpanzer gehen gar nicht!"

Ich finde die sollten auch Kampfpanzer liefern.

Ich hab ja schon im Militärthread die Ansicht vertreten, dass motorisierte Artillerie (bevorzugt auf Rädern, aber Kette geht auch) in Zeiten der Drohnenaufklärung die wichtigere Waffenart ist.

Bei der derzeitigen politischen Unterscheidung scheint es mir aber um was anderes zu gehen: Kampfpanzer besetzen feindliche Gebiet. Kampfpanzer feuern sichtbar auf feindliche Soldaten und im Worst Case sogar auf gegnerische Zivilisten. Kampfpanzer kommen mit Kampfspuren zurück oder stehen brennend an der Front. Kurz: Kampfpanzer produzieren schlechte Publicity.

Artillerie dagegen steht irgendwo im Wäldchen rum und irgendwo anders fallen dann nicht visuell zordbare Granaten vom Himmel. Das lässt sich medial doch viel besser verkaufen bzw. das kann umgekehrt ein Gegner nicht medial für "die greifen uns an!" ausschlachten.


Die Frage ist jetzt,
wie weit kann die Unterstützung gehen, ohne das der Putin jetzt völlig durchdreht.

Nö. Die Frage ist erstmal:
Würde keine Unterstützung dafür sorgen, dass er nicht durchdreht?

Und die Antwort darauf ist offentsichtlich "nein", denn acht Jahre nicht-Unterstützung haben ja eben dazu geführt, dass Putin einen heißen Krieg vom Zaun gebrochen hat.

Feststellung daher: Putin dreht sowieso durch, wenn er will.

Als Folgefragen ergeben sich:
- Wie können wir Schäden begrenzen oder verlagern, für den Fall dass er durchdreht?
- Wie können wir den Zeitraum, in dem er durchdrehen könnte, möglichst weit verkleinern?

Die beste Antwort auf beide Fragen lautet bislang: Unterstützung. Noch vor 8 Monaten hat Putin einen Rückzug von NATO-Truppen aus ganz Osteuropa bis mindestens an die Oder-Neiße-Linie gefordert und mit Atomwaffen gegen westeuropäische Staaten gedroht. Heute fordert er nur noch die Herausgabe von vier ukrainische Provinzen und droht den Ukrainern mit Atomwaffen. Das ist immer noch nicht legitim und es ist definitiv nicht akzeptabel. Aber es ist ein Fortschritt in die richtige Richtung.

Zugleich ist Unterstützung für Putin in Russland deutlich zurückgegangen, was die Wahrscheinlichkeit steigert, dass jemand ihn oder seine Befehle stoppt, wenn er völlig durchdreht.


GANZ WICHTIG! Worauf ich hinaus will ist keinesfalls irgendwelche dämlich rassistischen Theorien zu unterfüttern. Eher unterstelle ich der russischen Führung so zu handeln!

Keine Sorge, das habe ich von deiner Seite her auch nicht erwartet und dir deswegen nur vorgeworfen, Schwurblergeschwurbel weiterzuverbreiten, aber nicht selbst zu schwurbeln. Aber trotz äh begrenzter Themennähe wollte ich sowas auch nicht unkorrigiert stehen lassen, denn zuviele Leute verinnerlichen häufig wiederholte Aussagen auch wenn die schlicht falsch sind.

Mir geht es nämlich darum zu hinterfragen, warum man bei der Teilmobilmachung überproportional die armen, eher ungebildeten Menschen aus den hinteren Teilen des Landes ran holt und die tendenziell gebildeten Menschen aus dem Westen des Landes schont?

Bei den jetzigen Zwangseinberufungen kann ich auch nur spekulieren, halte aber wirtschaftliche Abwägungen aber für ähnlich wahrscheinlich, wie rassistische: Die ganzen wertvollen Industrien Russlands stehen nicht in der Walachei. Die 300000 in Moskau einzuberufen, ohne wichtige, gar kriegswichtige, Industriezweige lahmzulegen, wäre viel aufwendiger gewesen. Ich würde es sogar für möglich halten, dass eine gleichmäßige Einberufung angeordnet wurde, aber "ASAP" und dass die Behörder der von Subsistenz- und Forstwirtschaft geprägten Landesteile schlicht schneller fertig wurden, weil sie ganze Dörfer am Stück ohne detaillierte Prüfung freigeben konnten.

Ein positiver Nebeneffekt für die mediale Machtausübung ist aber auch, dass so einfach weniger Familien betroffen ist. Während der vorangehenden Suche nach Freiwilligen wurde überwiegend in den gleichen Landesteilen rekrutiert, denn arme Leute die dringen einen Job brauchen und ungebildete Leute, die so blöd sind, in Putins Krieg zu ziehen, findet man dort halt in perfekter Kombination viel häufiger. Das heißt viele dort haben bereits Angehörige, Freunde, etc. verloren. Wenn man da jetzt noch mehr zwangs-einzieht, dann steigt die Zahl der betroffenen Familien nicht weiter (im Gegenteil, sie sinkt möglicherweise sogar...), was die Gefahr von Unruhen verringert.


Die nächste Frage ist, warum man ganz wild auf ukrainische Bevölkerung ist und wo man ihr habhaft wird, sie brutal gegen ihren Willen nach Russland deportiert?
Mittlerweile ist das nun in allen Gebieten mehr als offensichtlich, das man Kinder, Jugendliche und eher junge weibliche Ukrainerinnen bis ~ 40 Jahre, sofort nach Russland gegen ihren Willen verfrachtet.
Ich bin überzeugt davon, das die Demographie mit ein Krieggsgrund der Russischen Föderation ist.

Ist das noch so, dass die verfrachtet werden? Ich hatte den Eindruck, dass es da im Sommer sehr viel mehr Meldungen gab und mittlerweile Deportationen über größere Entfernungen selten geworden sind oder sogar ganz eingestellt wurden. Meine bisherige These (s.o.) war daher, dass Putin systematisch aus eroberten Gebieten Teile der ansässigen Bevölkerung entfernt hat, um Platz für Russen zu schaffen und in Kombination beider Maßnahmen den Bevölkerungsdurchschnitt gen "russisch" zu verschieben, was die Einverleibung der Gebiete legitiert. So lief das, durch die Fluchtbewegungen, bereits auf der Krim und so hat das auch schon Stalin seinerzeit gemacht.

Aber es machte halt nur Sinn, solange man siegessicher war und bereits und am Nachkriegs-Neurussland gearbeitet hat. Ich hatte den Eindruck, dass sich das geändert hat und man heute nicht mehr aktiv umsiedelt. Falls doch, wären möglich Gründe in meinen Augen:
- Platz schaffen für eigene Aktionen: Wo keine Zivilisten sind, sterben auch keine und mittlerweile sollte bei Putin angekommen sein, dass tote, zivile Ukrainer schlechte Presse sind.
- Geiselnahme gegenüber der Ukraine: Die Rückführung sogenannter ""Flüchtlinge"" wird ohne Zusammenarbeit mit Putin ""unmöglich sein"" und mehrere Millionen Angehörige stellen somit ein Faustpfand dar.
- Erpressung gegenüber Einzelner: Mehreren Berichten zu Folge versucht man Ukrainer in den besetzten Gebieten als Kanonenfutter zwangszurekrutieren. Sowas klappt viel besser, wenn man ohnehin die Kontrolle über ein Wiedersehen mit deren Familie in den Fingern hält. Auffällig ist ja, dass viele Deportierten von Alter und/oder Geschlecht Lebenspartner oder Kinder von Männern im besten wehrfähigen Alter sind.
- Verringerung der Gefahr ziviler Aufstände. Angehörige, deren Partner/Eltern im Krieg gefallen sind, sind wesentlich leichter zu lebensgefährlichen Guerillaeinsätzen zu motivieren. Und gegen nichts kann sich eine Armee schwerer verteidigen, als gegen Zivilisten mit Rachedurst und mangelnden Lebenswillen.


Die These mit der Aneignung von Menschenmaterial halte ich dagegen weiterhin für fragwürdig. Putin wirkt zwar manchmal wie aus dem Mittelalter, aber er ist eigentlich nicht blöd. Und die Russen schnackseln genauso gern, wie alle anderen auch, gelten durchaus als kinderinteressiert (auch wenn die Kinderliebe manchmal darauf hinaus läuft, dass eine hinter die Löffel das beste für das Kind ist). Wenn die sich gegen Kinder entscheiden, dann hat das nicht selten wirtschaftliche Gründe und ein ukrainisches Kind samt Mutter zu guten Russen umzuerziehen ist wohl weitaus aufwendiger und teurer, als einem russichen Päärchen die Bedingungen zu geben, die es braucht, um eine Familie zu gründen.

Wie oben schon dargelegt, hat(te) aber auch Russland (bis Kriegsbeginn) keinen Mangel an einfachen Arbeitskräften und somit keinen Grund, einen Krieg um Sklaven zu führen. Im Gegenteil. Und es gibt weitaus bequemere Quellen.
 
Wie ging das eigentlich im Sommer mit den nicht vorhandenen Waldbränden in der Ukraine, obwohl da allerhand Zeugs beschossen und getroffen hat...mit riesigen Feuerbällen usw.
Während bie uns von jeder Glasscherbe ne Gefahr ausging.
Das frag ich schon etliche Monate.^^
 
Liegt sicherlich mit daran, dass sich deren Waldfläche (ca. so viel wie bei uns) über deutlich mehr Landfläche verteilt und obendrein nicht so wie bei uns durchsiedelt ist.

 
mahlzeit.
Will euch nur mal eben einen Twittermenschen ans Herz legen, der täglich eine recht unaufgeregte Zusammenfassung der Ereignisse in deutsch liefert. Reicht mir (momentan) vollkommen aus.
Hier der aktuelle Tweet:
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und hier der Nutzer (HC Strien) selbst.
 
Zusammenfassend mit vielen Worten, steht in dem Text, das wir es mit einem Irren zu tun haben, der den nuklearen Holocaust auslösen wird, weil er seinen imperialen und hegemonialen Willen nicht bekommt, weil der Westen einem völkerrechtswidrig angegriffenen Staat, aktiv mit Militärhilfe unterstützt!

Du präsentierst das grundlegende Problem einer generellen Debatte über den Einsatz von Nuklearwaffen: Personen, die sich nur am Rande damit beschäftigen sind entweder nicht Willens, oder nicht in der Lage die Materie sachlich zu verstehen und versuchen immer eine für Sie sinnvolle Erklärung zu finden, diese geht oftmals in die Richtung, dass einer der Akteure irrational sein muss, da man sich andernfalls nicht erklären kann, wieso eine solche Situation überhaupt denkbar wäre.

Mein dringender Apell: lest MEHR wissenschaftliche Artikel zu dem Thema!
Folgt Frank Sauer & Carlo Masala auf Twitter, da waren in den letzten Wochen locker ein Dutzend links zu großartigen Aufarbeitungen (Twitterthreads / Artikel) dabei, z.b. über die gegenseitige Abschreckung des Westens und Russlands.

Der Kernsatz der dringend verstanden werden muss ist folgender:
No rational or even sane leader plans to start a nuclear war. And for all of the Russian regime’s risk taking, it does not show signs of suicidal tendencies. The essence of the problem is more insidious than mere insanity: Once an escalatory cycle begins, a series of individually rational steps can add up to a world-ending absurdity.
Nukleare Eskalation folgt einer Rationalität. Andernfalls wäre Sie nicht aufrecht zu erhalten.
Und wie groß das Missverständnis ist, zeigt @ruyven_macaran.
Zu glauben / hoffen / spekulieren, dass die Befehlskette atomarer Streitkräfte in irgendeiner Form durch Emotionen gestört würde ist der irrationale Einfluss den ja am Ende niemand haben will. Man sollte dringend davon ausgehen, dass die russischen Offiziere denen die Verantwortung zur Umsetzung eines Nuklearschlags obliegt Befehle ohne zu hinterfragen befolgen werden. Jede andere Annahme wäre zudem brandgefährlich, da Sie z.b. die USA dazu verleiten könnte einen Vorteil zu sehen der einen Konflikt gewinnbar und somit wahrscheinlicher macht...

Ich empfehle The Doomsday Machine: Confessions of a Nuclear War Planner von Daniel Ellsberg, nur damit man mal ein Gefühl dafür bekommt, was hier seit 45 auf der Welt eigentlich los ist.
 
Du präsentierst das grundlegende Problem einer generellen Debatte über den Einsatz von Nuklearwaffen: Personen, die sich nur am Rande damit beschäftigen sind entweder nicht Willens, oder nicht in der Lage die Materie sachlich zu verstehen und versuchen immer eine für Sie sinnvolle Erklärung zu finden, diese geht oftmals in die Richtung, dass einer der Akteure irrational sein muss, da man sich andernfalls nicht erklären kann, wieso eine solche Situation überhaupt denkbar wäre.
Das ist ja schön, das DU das so siehst, du kannst dir vorstellen, das ich das anders sehe und ich habe auch Gründe dafür, die zumindestens dein vorher geposteter Artikel und auch die Abhandlungen von Carlo Masala beinhalten, dem ich seit Kriegsanfang folge!

Ich will jetzt hier keinen Aufsatz schreiben, was ich könnte, aber ich fasse es mal mit einfachen Worten zusammen, warum ich Putin als Irren bezeichnet habe und wann genau in den von dir vertretenen Artikeln der Übergang von Rationalität zur Irrationalität stattfindet und wo für mich der ABSOLUTE Unterschied, z.B. zu den USA, GB und Frankreich besteht.
Der Übergang zur Irrationalität findet in dem Augenblick statt, wo sich ein Anführer oder eine diktatorische Führungsstruktur, mit dem Land/Staat und der Bevölkerung die es "vertritt" gleichsetzt oder sich an diese Stelle setzt, und das wird in deinem vorher geposteten Artikel, auf den mein Post gemünzt war, exzessiv besprochen!
Will sagen, eine nuklear Doktrin oder rationale Umgangsweise, ist für mich legitim, so lange sie rational den Staat und seine Bevölkerung schützt und wird in dem Moment Irrational und Irrsinnig, in dem sie zum "Schutz" des eigenen Überlebens des Herrschers und/oder des herrschenden Regimes eingesetzt wird. Sprich es wird ausgeführt, Putin könnte Atomwaffen einsetzen, um seinen eigenes Leben und seinen persönlichen (politischen) Untergang zu schützen oder eher dadurch versuchen ihn zu verhindern.

Wenn das nicht Irrational und Irrsinnig ist, weiß ich es auch nicht und genau darauf stellen viele dieser Artikel ab.
Wenn aber ein Subjekt so größenwahnsinnig ist, sich als ein Objekt zu gerieren, sprich Putin denkt und handelt danach, er selber verkörpert die Russische Föderation und wenn er stirbt oder abtritt, tritt die Russische Föderation ab, ist das Irrsinnig! (Punkt).
Weil nirgendwo habe ich jemals gelesen oder ist und war die Rede davon, Russland direkt selber anzugreifen und Moskau einzunehmen und eine bedingungslose Kapitulation zu erreichen und den Russischen Staat umzubauen.
 
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Man sollte dringend davon ausgehen, dass die russischen Offiziere denen die Verantwortung zur Umsetzung eines Nuklearschlags obliegt Befehle ohne zu hinterfragen befolgen werden. Jede andere Annahme wäre zudem brandgefährlich, da Sie z.b. die USA dazu verleiten könnte einen Vorteil zu sehen der einen Konflikt gewinnbar und somit wahrscheinlicher macht...
Wobei man hier noch zwischen Erst- und Zweitschlag unterscheiden müsste. Letzterer unterliegt sowohl technischen als auch personellen Automatismen und hat logischerweise eine stark herabgesetzte Hemmschwelle.
Beim Erstschlag gibt es eine stärkere Gradualität, abhängig von der Stärke des Auslösers. Es ist ein Unterscheid, ob man wegen eines fehlgeschlagenen militärischen Abenteuers mit abschreibbaren Verlusten Kernwaffen einsetzt (inbwsondere wenn diese gar nicht geeignet sind, das Blatt zu wenden) oder ob man die direkte Bedrohung des rodina abwenden möchte.

Bereits in der UDSSR gab es - entgegen populärer Darstellungen - in Russland keinen Kadavergehorsam, was den Einsatz von Kernwaffen angeht. Sogar ganz im Gegenteil: Wie sich nach Ende der Sowjetunion herausstellte, gab es schier unglaubliche Hürden selbst für das Politbüro, einen solchen Einsatz anzuordnen - gerade wegen des inhärenten Misstrauens, welches auch unter den Figuren an der Spitze der Macht herrschte. Niemand dort wollte, dass irgend jemand oder auch nur eine kleine Gruppe in der Lage war, irgend etwas ohne Zustimmung des gesamten Politbüros anzuordnen,
Man kann unmöglich mit Sicherheit sagen, was unter dem Regime Putin daran geändert wurde, aber ich gehe davon aus, dass nach wie vor keine Anweisung aus dem Kreml blind ausgeführt werden.

Gerade wenn Putin (im weitesten Sinne) "irre" sein sollte und auch in Russland so wahrgenommen wird, gibt es auf jeder Ausführungsebene immer noch genug Hürden.; gleiches gilt für etwaige Kurzschlussreaktionen.
Wenn Putin jedoch - trotz durchaus vorhandenen erratischen Verhaltens - bei Sinnen ist, wovon ich ausgehe, wird er nicht alles gefährden, ohne alles gewinnen zu können udn auch nicht zum Äußersten gehen, wenn nicht alles verloren ist.
Die Ukraine ist als Gewinn nicht groß genug für den maximalen Einsatz und eine Niederlage dort nicht groß genug für Verzweiflungstaten. Da werden eher eifrig Dolchstoßlegenden gesponnen und es rollen ein paar Köpfe von Leuten, die es angeblich verbockt haben - erste Anzeichen für beides gibt es bereits.

Dann isoliert sich Russland erst einmal ein wenig, leckt seine Wunden und kann sich darauf verlassen, dass einem in der Real(geo)politik auch die größte Schweinerei nicht länger als ein Jahr vorgehalten wird.
Notfalls hält für eine Amtszeit eine als moderat wahrgenommene Marionette Putins Sitz warm. Und wenn er es aus Altersgründen tatsächlich nicht darauf zurückkehrt, dann der nächste "starke Mann" und von Putin designierte Thronfolger.
 
Wenn das nicht Irrational und Irrsinnig ist, weiß ich es auch nicht
Was für uns dann ja zu einem geistigen Dilemma führt.

Einerseits wollen wir diesem personifizierten Russland seine Gier nach Macht und Einfluss nicht durchgehen lassen, weil wir davon ausgehen können, dass es am Ende nie Enden wird, es sei denn die Personifizierung endet auf die eine oder andere Art und ein Nachfolger kann nicht in Putins ausgelatschte Fußstapfen treten.
Andererseits setzen wir und aber mit der Gegenwehr einen für uns irrational aber für das personifizierte Russland rationalen Risiko der totalen Vernichtung der Welt aus.
 
Was für uns dann ja zu einem geistigen Dilemma führt.

Einerseits wollen wir diesem personifizierten Russland seine Gier nach Macht und Einfluss nicht durchgehen lassen, weil wir davon ausgehen können, dass es am Ende nie Enden wird, es sei denn die Personifizierung endet auf die eine oder andere Art und ein Nachfolger kann nicht in Putins ausgelatschte Fußstapfen treten.
Andererseits setzen wir und aber mit der Gegenwehr einen für uns irrational aber für das personifizierte Russland rationalen Risiko der totalen Vernichtung der Welt aus.
Wenn wir die Entscheidung zur Gegenwehr nicht selbst treffen können sondern vom Handeln und Denken des Feindes abhängig machen, dann ist unsere Welt schon vernichtet. Um Frei zu sein müssen wir auch bereit sein, um dafür zu sterben, denn nur so bleiben wir frei.
 
@ruyven_macaran
Wie war das noch mit deiner Meinung, eine vorsätzliche "Deportation" würde rational, sowie bzgl. des Aufwands, als ein Grund dafür, schon gar keinen Sinn machen?
Scheint man von russischer Seite etwas anders zu sehen und als würde sich dein Blickwinkel dazu, auf die "Rationalität" des Ganzen, nicht mit ihrem Verständnis davon / Blickwinkel dadrauf decken. ;)

Russland setzt seine massiven Deportationen von Ukrainern in den von Moskau besetzten Gebieten nach Einschätzung unabhängiger Experten fort. Die russischen Behörden hätten offen zugegeben, Kinder aus den besetzten Gebieten der Ukraine zur Adoption an russische Familien auf eine Weise zu vermitteln, die einen Verstoß gegen die Konvention zur Verhütung und Bestrafung des Völkermordes darstellen könnte, schrieb die Denkfabrik Institute for the Study of War (ISW) mit Sitz in Washington am Samstagabend (Ortszeit).

 
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Wenn wir die Entscheidung zur Gegenwehr nicht selbst treffen können sondern vom Handeln und Denken des Feindes abhängig machen, dann ist unsere Welt schon vernichtet. Um Frei zu sein müssen wir auch bereit sein, um dafür zu sterben, denn nur so bleiben wir frei.
Soweit so richtig. Also in meiner Gedankenwelt.

Ich hatte gestern, so mal zum Denkanstoss für uns Hardliner, ein Gespräch mit einem sehr guten Freund. Thema war dieser Krieg. Er sagte: "Lieber rot als tot!" und begründete es damit, dass er seine Kinder lieber unter russischer Unterdrückung leben denn in einem nuklearen Feuertod sterben sehen möchte. Sein Standpunkt war: Die Unterdrückung kann man irgendwann überwinden, aber tot bleibt tot.
 
Soweit so richtig. Also in meiner Gedankenwelt.

Ich hatte gestern, so mal zum Denkanstoss für uns Hardliner, ein Gespräch mit einem sehr guten Freund. Thema war dieser Krieg. Er sagte: "Lieber rot als tot!" und begründete es damit, dass er seine Kinder lieber unter russischer Unterdrückung leben denn in einem nuklearen Feuertod sterben sehen möchte. Sein Standpunkt war: Die Unterdrückung kann man irgendwann überwinden, aber tot bleibt tot.
Ich kann da deinen Freund verstehen, das ist schon mehr als eine "schwere" Abwägung.
Allerdings können "wir" da eh weinig machen, weil Deutschland keine Atomwaffen hat, wir sind "nur" in einem Bündnis und im Grunde genommen stellt er mit seiner Aussage die komplette Abschreckung nicht nur in Frage, er führt sie ab absurdum und ich glaube halt nicht, dass das die USA, GB oder Frankreich ähnlich sehen.
Weil dann könnte jeder Idiot mit Atomwaffen alles erpressen, das ist nämlich die Konsequenz, eben genauso wie die andere Konsequenz der Tod ist.
Ist eine scheiss Logik, aber ich kann sie nicht wirklich anders auflösen, denn ich persönlich bin eben davon überzeugt er hört mit der Ukraine nicht auf.
Mir widerstrebt es zu tiefst die Ukrainer so zu verraten und das ist auch m.A. nach die "Krux" der beiden Pole die sich in der Gesellschaft im Moment gegeüber stehen.
Ich bin wie schon gesagt habe, fest davon überzeugt, das Putin und seine faschistische Machtklique weiter machen würden, wenn sie Erfolg haben und ich bin genauso fest davon überzeugt, das die gleichen Leute wie Varwick, Precht, Kujat, Vad, Mekkel, Welzer, Schwarzer, Wagenknecht etc. etc. etc. bei einem Angriff auf das Baltikum oder östliches Nato Gebiet, haargenau die gleichen Argumente bringen werden. Im Grunde genommen sind diesen Leuten, die Osteuropäer völlig egal, sie existieren für sie nicht, sie sind nur "Verhandlunsmasse" für Einflussgebiete, was sie uns natürlich anders verkaufen wollen.
Mir will jedenfalls nicht einleuchten, warum gerade diese Leute die Ukraine und somit die Ukrainer dem russischen Terror preisgegen wollen, aber dann beim Baltikum oder Rumänien anders denken sollten, nur weil der Staat Deutschland dann Bündnisverpflichtungen hat. Fast alle diese Leute haben dieses Bündnis (Nato) schon immer kritisch gesehen oder bekämpft, insoweit werden sie ihre Argumente nicht ändern.
 
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Weil dann könnte jeder Idiot mit Atomwaffen alles erpressen, das ist nämlich die Konsequenz, eben genauso wie die andere Konsequenz der Tod ist.
Ist eine scheiss Logik, aber ich kann sie nicht wirklich anders auflösen.
Nur solange sein Gegenüber nicht selbst über Kernwaffen verfügt.
Die logische Konsequenz wäre also entsprechend vielmehr, dass jeder Staat, der es sich leisten kann, selber auch Kernwaffen zulegt, um nicht durch jene Staaten erpressbar zu sein, die schon welche besitzen. ;)

Wäre aber natürlich im Endeffekt auch nur unwesentlich besser, wenn man dann eine Welt voller Staaten hätte, die alle Kernwaffen haben, als wenn man nur einen Staat hat, der dann ggf. auf den Knopf drückt, oder man alternativ als einzigen Ausweg dafür seine Erpressungen akzeptiert.
 
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Nur solange sein Gegenüber nicht selbst über Kernwaffen verfügt.
Die logische Konsequenz wäre also entsprechend vielmehr, dass jeder Staat, der es sich leisten kann, selber auch Kernwaffen zulegt, um nicht durch jene Staaten erpressbar zu sein, die schon welche besitzen
Nein eben nicht!
Die Konsequenz aus der Argumentation von Tekklas Freund, ist eben das es keine wirkliche Abschreckung gibt, weil man die Atomwaffen auf grund ihrer Endgültigkeit nicht/nie einsetzen will.

Die Sprüche "Lieber rot als tot" oder "Lieber tot als rot", waren nie auf einen Erstschlag gemünzt, schon im Kalten Krieg nicht, letzdendlich geht es nur darum die Abschreckung auch wirklich durchzuziehen oder eben nicht und damit erpressbar zu werden oder zu sein.
 
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