Dazu kommt das jegliches Vertrauen komplett weg ist und ich weiß auch nicht, wie das auf absehbare Zeit (10-20 Jahre) wiederkommen soll?
Ersatz der Führung durch Personal, dass sich ausdrücklich von Putin distanziert. Ist leider immer noch nicht absehbar, auch wenn die zunehmenden Spannugen es peu a peu wahrscheinlicher machen, aber es gibt sonst nur eine, noch schwierigere Möglichkeit, den zu beenden: Eine Situation, die kein Vertrauen mehr braucht (= Kapitulation und Beschränkung auf ein Rüstungsniveau, von dem im Rahmen der externen Kontrollierbarkeit her keine Gefahr mehr für andere Staaten ausgehen kann.)
Hätte er, aber da hatte er bis dato gar nicht die Notwendigkeit / den Druck so reagieren zu müssen.
Putin hat 2014 (oder 2015?) Aufnahmegesuche der aus Putins Sicht demokratisch gewählten Separatistenführungen abgelehnt. Mit Blick auf die Frühjahrsinvasion würde ich sagen: Nicht nur, weil er damals gerade genug außenpolitischen Stress hatte, sondern auch weil ihm das die vermeintliche Legitimation für weitere Angriffe genommen hätte. Wäre der Donbass offiziell russisch gewesen, dann hätte Putin dieses Jahr nicht seine Truppen bis nach Kiew gegen die ukrainische Regierung schicken können, um "die Russen" im Donbass zu schützen, denn die wären ja dann schon "sicher" gewesen.
Also hat er von sich aus den Konflikt schwelen lassen, um ihn später wieder entfachen zu können.
Scheinbar haben die Russrn die Produktion von Geran-2 Drohnen hoch gefahren.
Quelle?
Ich wüsste nicht einmal, dass die Russen überhaupt eine eigene Produktion haben.
Er hat das noch nicht ganz verstanden
chill_eule!
Für solche Referenden, gibt es ganz andere internationale Voraussetzungen, z.B. wie das in Schottland, er hat jetzt einen Punkt herausgenommen und will damit hier irgendwie Punkten.
Das ganze ist nur noch lächerlich!
Es gibt gar keine "internationale Voraussetzungen". Es gibt ein paar Kriterien, nach denen z.B. die Bundesregierung Referenden in anderen Ländern beurteilt, aber geregelt wird sowas logischerweise immer nach nationalem Recht.
Und vollkommen egal, wie die Regeln in Russland aussehen: Es steht wohl ebenso außer Frage, dass Putin sagen wird, dass die Referenden diese Anforderungen erfüllen, wie dass das Ergebnis eine überwältigende Mehrheit "dafür" gestimmt haben wird.
Genauso unfraglich, dass kein demokratisches Land diese Ergebnisse anerkennen wird, weil nicht-geheime Abstimmung, die für Folgerung und Mord bekannte bewaffnete Einheiten einer beteiligten Interessensgruppe organisieren, nun einmal keinen freien Willen wiedergeben können. (Immerhin, winziger Fortschritt gegenüber dem Krim-Schauspiel: Diesmal bietet der Wahlzettel die Möglichkeit, dagegen zu stimmen, wenn man nicht zu sehr an seinem Leben hängt.)
Weniger als 40 Mio gegen 154 Mio.
Aus beiden Ländern sind Unwillige abgehauen, was auch tichtig ist, aber am Ende sind die Ressourcen von Russland immer noch wesentlich höher.
Die absoluten personnellen Ressourcen sind höher, ja. Aber die Ukraine kämpft de facto mit dem gesamten Know-How und den gesamten Produktionskapazitäten des Westens im Rücken, was das effektive Verhältnis langfristig von beinahe 4:1 auf 2:1 oder (deutlich) besser verschieben würde. Vor allem aber führt die Ukraine einen Verteidigungskampf um das eigene Überleben, das heißt sie setzt per se 100% der genannten Kapazitäten ein. Russland dagegen führt nebenbei eine "Sonderaktion" durch, die Land und Streitkräfte nicht sonderlich belasten soll und neben der das normale Leben weiterläuft (so gut es die Sanktionen zulassen). So zumindest Putins Propaganda.
Praktisch geht er etwas darüber hinaus, aber im propagierten Normalzustand hat Russland "nur" 4,3% seiner Ressourcen/des BIP in die Rüstung gesteckt. Das kann man jetzt auf 10% steigern, ohne dass es zu sehr auffällt, und gegebenenfalls auf 20%, wenn man diejenigen, denen es dann zwangsweise auffällt, (mund-)tot macht. Aber mehr nicht, Putin will keine Generalmobilisierung. Und von den 20% der Möglichkeiten, die er aufbringen kann, fließt die Hälfte oder mehr nicht in seine imperialen Eroberungsgelüste, sondern in die Verteidigung der größten Nation der Welt gegen selbige Welt.
Korrigierte Balance also:
- Die Ukraine führt 100% der aus 40 Millionen rekurtierbaren Soldaten gegen die russischen Eroberer ins Felde und verdoppelt dere Wirkung technisch (und durch Heimvorteil), sodass es aus russischer Sicht effektiv die Kampfkraft einer 80-Millionen-Nation ist.
- Russland lässt 120 von 154 Millionen ganz normal ihrem Alltag nachgehen und der Rest teilt sich auf Verteidigungs- und Besatzertruppen auf, sodass letztere nicht einmal die Kampfstärke einer 20-Millionen-Nation in die Ukraine projezieren.