Aktuelle Entwicklungen in der Ukraine

Am 17. März 1991 wurde auf Vorschlag von Gorbatschow ein Referendum über den Erhalt der UdSSR abgehalten, das jedoch von den drei baltischen Republiken sowie Georgien, Armenien und Moldawien boykottiert wurde. In den restlichen Republiken sprachen sich 77,8 Prozent für den Erhalt der Sowjetunion aus.

Mach nicht den Fehler Dein Gegenueber fuer so dumm zu halten, wie Du es gerne haettest. Der sog. Neue Unionsvertrag waere in Kraft getreten, haette es nicht am Tag davor einen (echten) Putsch in Moskau gegeben, der zwar erfolglos blieb, aber das unmittelbare Ende der Regierung zur Folge hatte und das Auseinanderbrechen der Sowjetunion einlaeutete. Interessant waere, wie die Befragten sich im Lichte des Putsches bei einer erneuten Befragung entschieden haetten.

Und ob wir dann heute dieselben oder andere Probleme kann ich nicht beantworten, weil ich weder Deinen geopolitischen Weitblick noch Deine Glaskugel habe. Am wahrscheinlichsten duerfte aber sein, dass wir heute alleine deshalb keinen neuen Kalten Krieg haetten, weil der alte nie geendet haette. Ich nehme aber wenig ueberrascht zur Kenntnis, dass Du Dir ganz wie der Faschist im Kreml die Sowjetunion zurueckwuenschst - und damit unvermeidlich auch Bloecke und Mauern, die sie trennen: weil das Eine ohne das Andere nicht funktionieren konnte und alle Referenden daran nichts zu aendern vermocht haetten.

Fun Fact - einer der Drahtzieher des sog. Augustputsches war der damalige oberste Dienstherr des heutigen russischen Praesidenten. Asche zu Asche, Pack zu Pack.
 
Wir erinnern uns alle noch an die Schlagzeile:

"Selenskyj: Afrika als "Geisel" Russlands, Millionen Tonnen Getreide verharren weiterhin in der Ukraine, besonders Afrika leidet unter der Exportblockade. Präsident Selenskyj spricht von einem "Kolonialkrieg" Russlands."

Dann kam der "Weizen-Deal", welcher mit Hilfe der UN und der Türkei mit Russland und der Ukraine geschlossen wurde, um einer humanitären Katastrophe, der Hungersnot in Afrika, mit 20 Mio Tonnen ukrainischem Getreide entgegen zu wirken.

Das ersten Schiff, die RAZONI, machte sich vor 4 Wochen mit gehacktem Mais (Tierfutter) an Bord auf den Weg. Viele weitere Schiffe folgten, die unterschiedliche landwirtschaftliche Produkte aus der Ukraine hauptsächlich nach Europa brachten, vgl. Auflistung der UN gemäß Quelle.

Die UN fasst es wie folgt auf ihrer Homepage zusammen:

"Bis zum 31. August 2022 haben 62 Schiffe ukrainische Häfen mit 1.472.016 Tonnen Getreide und anderen Lebensmitteln verlassen."

Heute nun wird berichtet, das ein erstes Schiff mit 23.300 Tonnen dringend benötigtem Weizen in Afrika angekommen ist, wo nach UN-Angaben ca. 20 Mio Menschen Hunger leiden.

Ich finde, die bisherigen Relationen, die transportieren Waren und die hauptsächlichen Zielländer passen nicht zur eigentlichen Story der Bekämpfung der Hungersnot in Afrika mit ukrainischen Weizen.

Ich sehe mich damit in meiner Annahme bestätigt, dass Herr Selensky mit dieser Aussage mal wieder nur Betroffenheit erzeugen wollte und sein eigentliches Ziel vermutlich ein anderes war und ist. Denn sonst wären schon deutlich mehr der 62 Schiffe mit Weizen im südlichen Afrika angelandet oder unterwegs.

Quelle und u.a. Übersicht der gelieferten Waren, Tonnagen und Zielländer:


 
Für das kämpfen ukrainischen Soldaten?

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Für mich bleibt er Gorbi, ohne ihn keine Wiedervereinigung, das ist mal sicher.
Absolut. Ohne ihn wäre das sicherlich nicht so gelaufen. Aber um den Bezug zur Ukraine herzustellen. Gorbi hatte zum Assoziierungsabkommen auch eine Meinung und die ist interessant:

"Der ehemalige Staatspräsident der Sowjetunion und Friedensnobelpreisträger Michail Gorbatschow kritisierte, dass Russland nicht einbezogen wurde, obwohl es „Interessen Russlands“...„eine Partnerschaft mit der EU und der Ukraine“...„unmittelbar berührt“. Laut Gorbatschow haben die Führer der EU mit dem Abkommen „weder genügend politische Weisheit“ noch „eine langfristige Vision“ gezeigt.[79]"

Also nicht nur westliche Politiker der Vergangenheit haben vermutlich "den" Schritt zum Beginn dieses heutigen Konfliktes bzw. der heutigen Situation schon damals kritisiert.

Quelle und Rubrik "Politische Bewertung und Kritik"

 
Denn sonst wären schon deutlich mehr der 62 Schiffe mit Weizen im südlichen Afrika angelandet oder unterwegs.
Nope, denn wie beim ersten Schiff, so gibt es eine Reihenfolge nach dem Zeitpunkt der Bestellung der Ware.

Was du auch nicht bedenkst ist die Tatsache, dass es bei der Aussage nicht nur um die Ware an sich, sondern durch die Verknappung durch die russische Blockade der Häfen die Preise für die Ware massiv gestiegen sind. Nicht die Menge ist ein Problem in afrikanischen Ländern. Es ist der Preis!

 
Das ist richtig @brooker und ausnahmsweise mal übereinstimmende Meinung.
Daher auch der link von mir zum kritischen Kommentar.
Der Ukrainekrieg hätte niemals statt gefunden, hätte der Westen Gorbi damals auch mit Geld massiv(er) unterstützt.
Solche Säufer wie Jelzin und Dunkelgestalten wie Putin wären nie an die Macht gekommen, hätte man eine kommunistische UdSSR in der Denke von Gorbi akzeptiert.

Aber hey, der kalte Krieg war gewonnen und es ging allen sonst wo vorbei, dass die UdSSR sich selbst zerlegte.
Dass daraus eine rechtsgerichtete Putin-Diktatur entstehen könnte, der seinen Nachbarn Ukraine angreift...
nicht ein feuchter Traum davon.
 
Wie heute teilweise schon in westliche Medien zu lesen ist, gibt es Zweifel an der Ukrainischen Großoffensive. Die Beiträge stützen dabei die Darstellung der Russen. Es bleibt aber abzuwarten wie es sich entwickelt.

"Die russische Armee bestätigte Vorstöße der ukrainischen Truppen, sprach aber von erfolgreicher Abwehr und hohen ukrainischen Verlusten."

"Doch es gibt Zweifel an der von Kiew genannten Großoffensive. Der Militärexperte und Oberst a.D. Ralph Thiele bezeichnete sie etwa als Finte. "Wenn man eine Offensive macht, dann spricht man nicht darüber, sondern versucht, den Gegner zu überraschen", sagte Thiele dem Sender n-tv. Er sieht darin eher ein "informationstaktisches Manöver", um die Motivation der Soldaten aufrechtzuerhalten, weiter Hilfe des Westens verlangen zu können, und durch eine Verlagerung der russischen Streitkräfte in den Süden den umkämpften Donbass zu entlasten."



Nope, denn wie beim ersten Schiff, so gibt es eine Reihenfolge nach dem Zeitpunkt der Bestellung der Ware.
Wenn wir im Tante Emma-Laden wären, wäre ich bei dir. Da die "Blockade" aber schon seit Februar vorliegt, sollten sich bei dem Bedarf und der Darstellung der Situation in Afrika durch Selensjy und UN schon etliche "Bestellungen" für Afrika stauen. Es sind 20 Mio Tonnen Getreide kommuniziert worden. Auch gebe ich zu bedenken, dass die Versorgung von hungernden Menschen Prio haben muss. Damit dürfte die Reihenfolge der Lieferungen eigentlich klar sein. Aber gut, lass es uns weiter beobachten.

Wenn die Spekulationen auf Nahrungsmittel und Getreide u.a. aufgrund des Krieges weiter angestiegen sind und die hungernden Länder es sich nicht mehr leisten können, dann wäre die Story auch falsch. Oder was meinst du?
 
Zuletzt bearbeitet:
Es ist der Preis!

Wenn man nicht den Zahlungsverkehr, Schiffsversicherungen usw mit Sanktionen belegen würde, könnte durch Russland mehr exportiert werden.

"Zwar richten sich die Sanktionen nicht gegen den Export von Lebensmitteln und Dünger aus Russland, doch haben sie inzwischen eine solche Strahlkraft entwickelt, dass sie auch deren Ausfuhr behindern. So klagt Moskau darüber, dass russische Schiffe, die Getreide transportieren, nicht mehr in europäischen Häfen anlegen oder versichert werden können. Auch bei der Finanzierung solcher Transporte gebe es Probleme durch die Beschränkungen im Finanzsektor."

"Die russische Armee bestätigte Vorstöße der ukrainischen Truppen, sprach aber von erfolgreicher Abwehr und hohen ukrainischen Verlusten."

Ohne Luftwaffe und einem Übergewicht bei der Arti, ist das ganze zum Scheitern verurteilt. Dazu sollte man sich die Topographie anschauen. Ganz wichtig!
Wie auf den Präsentierteller.
Scheinbar sind Verluste egal.


Schönes Propagandavideo, zeigt aber das die AGM-88 an einer Mig-29 angehängt werden kann.

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Zuletzt bearbeitet:
Die "Story" wird nicht falsch, denn es ist genau das passiert. Krieg Russlands gegen die Ukraine beginnt, die Preise steigen. Abkommen getroffen und Ausfuhr wird möglich, die Preise sinken, bleiben aber auf vergleichsweise hohem Niveau.


Du versuchst Selensky zu diskreditieren. Kannste gerne versuchen. Dann aber bitte nicht die Fakten ignorieren.
 
Die "Story" wird nicht falsch, denn es ist genau das passiert. Krieg Russlands gegen die Ukraine beginnt, die Preise steigen. Abkommen getroffen und Ausfuhr wird möglich, die Preise sinken, bleiben aber auf vergleichsweise hohem Niveau.


Du versuchst Selensky zu diskreditieren. Kannste gerne versuchen. Dann aber bitte nicht die Fakten ignorieren.

Welche?
Wenn die Russen ihre Vorräte ohne Hürden vertreiben können, sinken sie weiter?
 
Das ist richtig @brooker und ausnahmsweise mal übereinstimmende Meinung.
Daher auch der link von mir zum kritischen Kommentar.
Der Ukrainekrieg hätte niemals statt gefunden, hätte der Westen Gorbi damals auch mit Geld massiv(er) unterstützt.
Solche Säufer wie Jelzin und Dunkelgestalten wie Putin wären nie an die Macht gekommen, hätte man eine kommunistische UdSSR in der Denke von Gorbi akzeptiert.

Aber hey, der kalte Krieg war gewonnen und es ging allen sonst wo vorbei, dass die UdSSR sich selbst zerlegte.
Dass daraus eine rechtsgerichtete Putin-Diktatur entstehen könnte, der seinen Nachbarn Ukraine angreift...
nicht ein feuchter Traum davon.
Meiner Meinung nach hat man nach 1991 mit Russland vergleichbare Fehler begangen, wie einst auch bei der Weimarer Republik.
Statt die noch ungefestigten demokratischen Strukturen zu stützen und den sozialen Einbruch, den viele Russen nach dem Zusammenbruch der UDSSR erleben mussten, dort halbwegs abzufedern, hat man Russland im Grunde alleine dastehen lassen und sich nur darauf konzentriert dort seine Rohstoffe zu fast schon "Dumpingpreisen" zu beziehen, weil die russische Staatskasse auf dieses Geld dringend angewiesen war.

Ich erinnere mich da noch sehr genau an die ganzen Berichte und das Videomaterial, aus den 1990ern, von Menschen in Armut, die Schrott, Flaschen und Papier sammelten, nur um ein paar Rubel für etwas zuessen zu haben.

Wo sowas dann meistens endet sieht man ja aktuell in der Ukraine und hat man auch in der Weimarer Republik 1933 und danach in noch bitterer Form mit Hitler sehen und lernen dürfen.
 
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Wo sowas dann meistens endet sieht man ja aktuell in der Ukraine und hat man auch in der Weimarer Republik 1933 und danach in noch bitterer Form mit Hitler sehen und lernen dürfen.
Du hast aber einen Zwischenschritt zum Heute vergessen: Die OIigarchen. Wobei, kann man die mit den Großindustriellen aus der WR und dem DR vergleichen? Eine andere Sache gab es in der WR mWn auch nicht so ausgedehnt wie in Russland, und das war die kleptokratischen Verhältnisse und die Korruption.
 
Das ist richtig @brooker und ausnahmsweise mal übereinstimmende Meinung.
Daher auch der link von mir zum kritischen Kommentar.
Der Ukrainekrieg hätte niemals statt gefunden, hätte der Westen Gorbi damals auch mit Geld massiv(er) unterstützt.
Solche Säufer wie Jelzin und Dunkelgestalten wie Putin wären nie an die Macht gekommen, hätte man eine kommunistische UdSSR in der Denke von Gorbi akzeptiert.

Aber hey, der kalte Krieg war gewonnen und es ging allen sonst wo vorbei, dass die UdSSR sich selbst zerlegte.
Dass daraus eine rechtsgerichtete Putin-Diktatur entstehen könnte, der seinen Nachbarn Ukraine angreift...
nicht ein feuchter Traum davon.
Im Fernsehen wurde gesagt das es heftige Widerstände gegen Gorbatschow innerhalb der Sowjetunion gab.
Er war lange nicht so beliebt in der UDSSR ( und später Russland) wie im Westen.
Und Jelzin der Säufer soll den Putsch gegen Gorbatschow verhindert haben.
Danach hat er die Macht an sich gerissen.
 
Du hast aber einen Zwischenschritt zum Heute vergessen: Die OIigarchen. Wobei, kann man die mit den Großindustriellen aus der WR und dem DR vergleichen? Eine andere Sache gab es in der WR mWn auch nicht so ausgedehnt wie in Russland, und das war die kleptokratischen Verhältnisse und die Korruption.
Das ist genau das Thema.
Ohne Jelzin und Putin, die ja direkt und indirekt und nachweislich von den Geschäften profitiert haben, wäre die Oligarchenstrukur nicht oder nur im geringeren Umfang entstanden.
Es liegt auf der Hand, das "Nobodys" nur mit Zustimmung von ganz oben ehemals staatliche Betriebe der Energie- und Rohstoffwirtschaft aufkaufen konnten, unbegrenzte Kreditlinien von Russland selbst dafür bekamen, gaaaanz enge kKontakte zum Führungszirkel im Kreml hatten.
Würde mich nicht wundern, wenn der ein oder andere Oligarch gar nur Marionetten von bestimmten Personen im Machtzentrum waren.
Im Fernsehen wurde gesagt das es heftige Widerstände gegen Gorbatschow innerhalb der Sowjetunion gab.
Er war lange nicht so beliebt in der UDSSR ( und später Russland) wie im Westen.
Und Jelzin der Säufer soll den Putsch gegen Gorbatschow verhindert haben.
Danach hat er die Macht an sich gerissen.
Das ist - verkürzt - richtig.
Es gab ja damals noch die UDSSR und Jelzin war der Staatschef der Teilrepublik Russland.
Jelzins Dutzfreund war der damalige Oberbefehlshaber der russischen Streitkräfte, der letztendlich den Rückzugbefehl an die Putschisten gab und die Rädelsführer verhaften lies, nicht Jelzin.
Aber der kam dadurch als starke Mann raus und Gorbi war völlig von seiner Meinung/Handlung abhängig.
Konsequenter Weise gab er seinen Posten auf und die Unabhängigkeitswelle setzte ein.
Gorbi besaß bei den Führern der Teilrepubliken recht hohes Ansehen, Jelzin -äh - weniger...

Und klar, Mangels westlicher Unterstützung und weil alle noch Angst vor eine wieder erstarkten kommunistischen UDSSR hatten, gabs für Gorbi nur Almosen und die Bevölkerung verarmte extrem schnell, nachdem die UDSSR die Jahrzehnte lange und immer währende Grundversorgung einstellen musste.

Als Russe hätte ich genau so reagiert.
Das billige Brot kostete plötzlich das 25fache innerhalb von Tagen, das heil der freien Marktwirtschaft floss zu 99% in eine entstehende Oligarchensippschaft und das geografische riesige Reich zerfiel in völlig unbedeutende Einzelstaaten.

Ich finde es wichtig, die Mechanismen zu kennen, damit man versteht, warum ein kaum erfolgreicher KGB-Agent in der nur mittleren Führungsebene, Putin überhaupt die Chance hatte, Staatsoberhaupt zu werden.
 
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Räusper...

@chill_eule : Ich mache es mal hier ein, weil ntv das auch unter der Rubrik "Ukraine" laufen lässt.

Zufälle gibt es, Russland scheint ein Land der gehäuften Zufälle sein, ideal für Lottospieler/Zocker u. dgl...:

Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 09:47 Chef des russischen Ölkonzerns Lukoil stirbt nach Sturz aus Fenster +++

Ravil Maganov, Vorsitzender des zweitgrößten russischen Ölproduzenten Lukoil, ist offenbar am Donnerstag nach einem Sturz aus einem Krankenhausfenster in Moskau gestorben. Das teilt eine vertraute Quelle der Nachrichtenagentur Reuters mit. Demnach berichten auch einige russische Medien unter Berufung auf ungenannte Quellen über den Tod des 67-Jährigen. Der Lukoil-Konzern war für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.
 
Du hast aber einen Zwischenschritt zum Heute vergessen: Die OIigarchen. Wobei, kann man die mit den Großindustriellen aus der WR und dem DR vergleichen? Eine andere Sache gab es in der WR mWn auch nicht so ausgedehnt wie in Russland, und das war die kleptokratischen Verhältnisse und die Korruption.
"Oligarchen" hatte die Weimarer Republik zu genüge, nannten sich Krupp, Millers, Wagner und Konsorten, die beste, teils bis ins private, Beziehungen in die Regierungskreise der Weimarer Republik unterhielten und auch gönnerhafte Finanzies diverser monarchistischer und rechter Parteien waren, von denen sie sich versprachen, für ihre eigenen Interessen zu agieren.

Das ist ein Themenkomplex, welcher nur gerne an der Weimarer Republik bis heute immer etwas unter den Tisch fällt, wie intensiv dort die Verflechtungen reicher Privatpersonen / Unternehmer in die Politik der Republik waren und welchen oft doch nicht unerheblichen Einfluss sie auf selbige genommen haben.

Ansonsten, sicherlich ist die Kleptokratie und Korruption durch alle Schichten in Russland während der Periode der UDSSR und nach ihren Zusammenbruch immer schon wesentlich extremer gewesen (im Grunde schon ein immer noch mitgeschleptes Erbe aus dem noch zaristischen Russland), darum sage ich ja auch nur das es vergleichbar ist, nicht das es das selbe wie in der Weimarer Republik ist. ;)
 
Wir hätten dann die jetzigen Probleme nicht gehabt.
Sondern sehr ähnliche. Dann würde jetzt nämlich Russland nicht versuchen, ehemalige Sowjetrepubliken heim ins Reich zu holen, sondern sie im Reich zu halten. Sprich, es gäbe noch viel mehr Sezessionsbestrebungen und daraus erwachsene Konflikte als ohnehin schon.

Einmal abgesehen davon, dass man sich auch einmal die Verteilung der 77,8 Prozent anschauen sollte (Die kamen nämlich überwiegend aus dem Gebiet der heutigen RF, während sich in den Sowjetrepubliken trotz eifriger Russifizierung in aller Regel keine Mehrheit für den Erhalt der UDSSR fand.) empfiehlt es sich, zumindest gelegentlich weiter zu lesen, als es gerade in die eigene Argumentation passt:
Doch das Kräftemessen zwischen der sowjetischen und der russischen Regierung ging weiter. Jelzins nächster großer Sieg nach der Souveränität der RSFSR war die Einführung des Präsidentenamtes in Russland am 17. April 1991. Durch die Direktwahl mit 57,3 Prozent der Stimmen genoss Jelzin mehr Legitimität als Gorbatschow, der Präsident der UdSSR, der in sein Amt ein Jahr zuvor durch den Obersten Rat gewählt worden war.

Übrigens musste später keine ehemalige Sowjetrepublik ihrer eigenen Wege gehen. Sie wollten das.
Und sie könnten sich jetzt noch Russland wieder anschließen, wenn sie das wollten. Wollen sie aber nicht.
 
Wenn die Spekulationen auf Nahrungsmittel und Getreide u.a. aufgrund des Krieges weiter angestiegen sind und die hungernden Länder es sich nicht mehr leisten können, dann wäre die Story auch falsch. Oder was meinst du?
Und wieder mal wird das Pferd vom Schwanz aufgezäumt.
Die Ursache der Verknappung und dadurch der Spekulationen liegt einzig im russischen Überfall auf die Ukraine. Daraus nun einen Vorwurf an den Angegriffenen abzuleiten ist mehr als nur realitätsfremd.
 
Die Ursache der Verknappung und dadurch der Spekulationen liegt einzig im russischen Überfall auf die Ukraine. Daraus nun einen Vorwurf an den Angegriffenen abzuleiten ist mehr als nur realitätsfremd.
Aber so läuft das nunmal bei den Kremlingen. Man verdreht alles solange, bis das Opfer zum Täter wird. Das ist ähnlich dumm wie mit dem von den Kremlingen über Jahrzehnte perfektionierten Whataboutism. Da wird auch nicht begriffen, dass es total dumm ist für sich rausnehmen zu dürfen ebenfalls so shice zu sein wie es andere sind.
 
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