Reederverband: Ukraine-Getreideexporte als Herausforderung
Aktualisiert am 27.07.2022, 13:05 Uhr
Hamburg/Kopenhagen (dpa) - Die von den Kriegsparteien Russland und Ukraine vereinbarten ukrainischen Getreideexporte werden die maritime Logistik aus Sicht des internationalen Reederverbandes Bimco vor eine beispiellose Herausforderung stellen.
Weil die drei ukrainischen Häfen Odessa, Tschornomorsk und Juschnyj "in den letzten fünf Jahren noch nie eine so große Menge Getreide umgeschlagen haben", könnten sich die geplanten Exporte als Herausforderung erweisen, heißt es in einer Mitteilung des Verbandes vom Mittwoch in Bagsværd bei
Kopenhagen. "Selbst wenn die Hafenlogistik beschleunigt wird, um die Exporte zu beschleunigen, wird die Notwendigkeit, die Schiffe in die Häfen hinein und aus ihnen heraus zu eskortieren, wahrscheinlich zu einer gewissen Überlastung führen", sagte Bimco-Analyst Niels Rasmussen.
Hoffen wir mal, dass sie es hinbekommen!
Ich frage mich, wieso vereinbart man Mengen die selbst zu Friedenszeiten nie abgewickelt wurden und obwohl eine schlechte Ernte in der UKR prognostiziert wurde. Insbesondere wegen der Kampfhandlungen. Und wenn ich da lese, dass man statt der 5Mio Tonnen pro Monat nun sogar 8 Mio Tonnen pro Monat schaffen möchte. Wow. Für den Rest der Welt kann es nur gut sein!
Die von den Kriegsparteien Russland und Ukraine vereinbarten ukrainischen Getreideexporte werden die maritime Logistik aus Sicht des internationalen Reederverbandes Bimco vor eine beispiellose Herausforderung stellen.
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➤ Ukrainische Häfen für Getreideausfuhr haben "Arbeit wieder aufgenommen"
Die drei für die Getreideausfuhr bestimmten Häfen der Ukraine haben nach Angaben der Marine ihre "Arbeit wieder aufgenommen". Die Häfen von Odessa, Tschornomorsk und Piwdenny seien wieder in Betrieb, auch wenn für die Sicherheit der Konvois noch Einiges zu tun übrig bleibe, erklärte die ukrainische Marine am Mittwoch. Die Ukraine und Russland hatten am vergangenen Freitag zwei separate, aber inhaltlich identische Abkommen unterzeichnet, welche die Wiederaufnahme der Ausfuhr von Getreide über das Schwarze Meer regeln.
Die Ukraine und Russland verpflichten sich darin, sichere Korridore für die Frachtschiffe zu respektieren und dort auf militärische Aktivitäten zu verzichten. Bei der Abfahrt aus der Ukraine sollen die Frachtschiffe von ukrainischen Militärbooten begleitet werden.
Das Abkommen gilt zunächst für vier Monate. Wenn pro Monat etwa acht Millionen Tonnen Getreide ausgeführt werden können, würden vier Monate ausreichen, um das derzeit blockierte Getreide in einer Größenordnung von 25 Millionen Tonnen auszuführen.
Die drei für die Getreideausfuhr bestimmten Häfen der Ukraine haben nach Angaben der Marine ihre "Arbeit wieder aufgenommen". Die Häfen von Odessa, Tschornomorsk und Piwdenny sollen wieder in Betrieb sein. Alle News zu Russlands Krieg in der Ukraine im Live-Ticker.
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